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Freitag, 13. Januar 2023

Werkstattradio (Stunde 2)

Auch wer keinen Plan hat, hat am Ende, wenn alles Zerstörte aufgelistet wird, und das wird es immer, einen perfekten Plan in der Hand - den Spiegelplan des Zerstörten.So muß man diese inhaltlichen Gedankenstränge als das sehen, was sie sind: Sie sind nur einem einzigen Konzept, einer einzigen Verschwörung entsprungen, nämlich der, DAGEGEN zu sein. GEGEN das Sein, gegen den Menschen wie Gott ihn schuf, gegen Gott, darum geht es als allererstes. Deshalb ist das Konzept des Anti-Christen KEIN KONZEPT, das darf man sich nicht so vorstellen. Und damit schon gar kein Konzept, das EINHEIT schaffen könnte. Gerade die Dämonen sind unter sich TOTAL ZERSTRITTEN und unversöhnbar. 
Es bleibt also nur ein Konzept des Anti-Christen, das ENTLANG DER LINIEN DES SEINS verläuft, der Leser verseht? Wenn ich ein Land, sagen wir es so, angreife, dann muß ich gar nicht wissen, was da alles BESTEHT, und mich dann klug und vorsehend mit der Übertrumpfung dieses Bestehens, dem Sieg also, zu befassen. Dennoch wird mein Plan nach einem Plan aussehen, wenn ich einfach alles, was aus diesem Land kommt, zerstöre. Dann nimmt mein Nicht-Plan die Kontur des (positiven) Plans an, und schon sieht er aus wie ein genialer Gegenplan. 
Sun Tsu, den ich für DEN Strategen der Destruktion halte, war kein Stratege einer Gegenstrategie, um einen Krieg zu gewinnen. Er war der Stratete, dessen Plan die Konturen der Schwächen des Gegners annahm, und zwar vor allem der sittlichen Schwächen. Die er so lange vermehrte und verstärkte, bis sein Plan die Totalitarität des Feindes umschloß, der ihm dann zufiel. 
Menschen glauben dann an eine allmächtige Verschwörung, wenn sie sittlich verstorben sind und deshalb "Strategen" gegenüberstehen, die nihts tun als ihre Schwächen nützen. Mehr haben sie aber nicht mehr. Ihr Fleisch ist faulig geworden, aber sie rennen herum und klagen, daß die anderen stinken.

So muß man also verstehen, wenn aus vielen vielen Punkten scheinbar ein so perfekter Plan ersehen werden kann, daß man meint keinen anderen Schluß ziehen zu können als daß die Bösen AUCH EINEN PLAN haben und hatten. Einen genialen Plan sogar, der komischerweise meinem Tun und Machen ganz knapp auf den Fersen ist. Voila - schon haben wir die berühmte Verschwörungstheorie!

Die natürlich dann umso mehr der Natur eines Planes ähnelt, je globaler diese JE EINZELNEN MÄCHTE UND PUNKTE gesetzt sind. Plötzlich nimmt dann der Gegenplan, der Plan der Bösen, sogar eine (hineingelesene) Gestalt an, die tatsächlich wie ein komplettes, alles enthaltende Konzept der Weltherrschaft aussieht. Ist es jetzt verständlicher gemacht?

Gut, denn wir sind immer noch bei der Qualitätssicherung ("So praktisch! So Schadensvorbeugend!" und bei den Raketen auf das russische Soldatenquartier, einer Schule 70 km hinter der Front im Donbas. Sie erinnern sich, wo es die 93 (von Rußland selbst einbekannten) Toten gab. Nein, nicht 400 oder 500, aber fast 100 ist auch eine empfindliche Blutspende an den Gott des Krieges.

Wie war das möglich? Die russische Militärverwaltung ist sich sehr sicher, daß das möglich war, weil das GPS (genau, das, was sie am Handy oder im Auto haben, das bald sogar jeden Kühlschrank oder jeden Laufschuh oder jede Supermarktkassa ins große Netz der praktischen Allwissendheit verbindet) die Ortung ermöglicht hat. Weil GPS fast allgegenwärtig ist, kann das mehrere Weisen entstanden sein. 

Von denen ich ein paar aufzähle, weil uns das manches erzählt. Es könnten Soldaten gewesen sein, die das interne Verbot ignoriert haben, daß sie niemals mit Privathandy agieren dürfen. Nicht einmal einschalten dürfen sie es. Denn damit sind sie zu orten. Viele Tote dieses jüngsten Krieges (auf beiden Seiten) sind bereits darauf zurückzuführen: Schnell mal der Mutti ein Gutenachküßchen, der Frau ein Intimgeständnis, oder dem Onkel ein Bild von einem "hienichen" (was für ein schönes Wort des Österreichisch-Bayrischen; kaputt soll es bedeuten) Panzers frisch aus dem Schützengraben geschickt, und schon prasseln zehn Minuten später auf den Meter genau feindliche Granaten aufs Dach. 

Dann ist möglich, daß ein ukrainischer Spion (also ein geheim für die Ukraine tätiger Bewohner des Donbas) mit seinem Handy die Position verraten hat, die die Schule hatte, die (von niemandem gewußt) eine Kompanie russischer Soldaten für ein Nacht oder dren fünf aufnehmen sollte. 

Und dann ist aber möglich, daß die Satellitendaten (die alle Seiten haben) genau wußten, wo sich in dieser Nacht diese und jene Russen aufhalten. Denn dank der segensreichen (wie praktisch! wie Terroristen-bekämpfend außerdem! und gegen Seuchen hilft es auch!) Verknüpfung von Telephonnummer und Identität (anonyme Handys sind seit drei Jahren selbst in Hintertupfingen verboten) weiß man heute von JEDEM Bürger dieser Erde, wo er sich gerade aufhält. 

Und also weiß man, daß Sergej aus Moskau als Soldat eingezogen wurde, und dort und dort stationiert ist. Und auch Victor aus Petersburg, oder Anantol aus Nowgorod. Und wenn die drei dann am Abend an einem Ort versammelt sind und ihr SmartPhone mal kurz einschalten, um die SMS abzurufen, weiß man im Hunsrück, wo alle NATO-Daten ausgewertet und verarbeitet werden, daß dort weit hinter der Front eine Einheit stationiert ist. Und schon steigt die Rakete mit dem richtigen Fahrplan. 

Das hat's früher mitden Trommeln nicht gegeben, und keiner, der so aufgewachsen ist, würde je damit rechnen, wenn er "eine Nachricht schickt", daß das neue Medium etwas ganz anderes daraus macht, nämlich eine tödliche Gefahr. Nur, weil jemand weiß, wo ich grad bin. Vor fünfzig Jahren hat niemand damit gerechnet, dasß alle Menschen der Welt ORTLOS werden müssen. Der Weg dorthin war doch immer so praktisch!

Um die Leut so disponibel zu halten, mußte man nur ein Leben organisieren, in dem NIEMAND mehr ohne Handy auskommt oder auskommen will. Sicherheitshalber (das mögliche Übel muß am allerschärfsten ausgeschaltet werden, Sie wissen) schafft man verpflichtende Vorgänge, die die Bürger ohne Handy gar nicht mehr durchführen kann. 

Ich kann seit einem Vierteljahr nicht mehr auf mein Finanzamts-Konto zugreifen, und z. B. Steuerguthaben abrufen, es sei denn, ich bezahle den Steuerberater dafür. Nächste Punkte werden kommen, und zwar dann Schlag auf Schlag, Sie werden es erleben. Bald werden sie kein Blatt Klopapier mehr kaufen können, ohne daß jemand ihnen dafür auch einen Preis abnimmt (und ein Papier anbietet), der (das) "genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt" ist, wissenschaftlich bewiesen und von Experten ausgeführt. Na wenn das nicht praktisch ist?

So hat man achtzehn Fliegen (so viele Verwaltungsvorgänge sind es etwa in der Ukraine) mit einem Schlag. Denn jetzt hat man geschafft, daß Mensch und digitale ID immer beisammen sind. (Die Idee mit dem eingeimpften Chip funktioniert zwar längst, und is tauch wesentlich verbreiteter, als der einfache Maxi sich das vorstellt, aber noch wird es von den Bürgern oft nicht so gern gesehen. Kommt Zeit, kommt aber auch das, jede Wette. Spätestens, wenn alles in China produziert wird, und niemand mehr einreisen kann, wenn er nicht seine digitale ID unterennbar in den Arm gedrückt bekommen hat. Aber ich bin recht sicher, daß es nur noch wenige Jahre sein wird, bis auch wir DIESE SO UNGEHEUR PRATKISCHE LÖSUNG akzeptiert haben, und dann froh sind, weil WIR UNS SO VIEL ERSPAREN und ALLES SO EINFACH GEHT.

Das sind dieselben Ideen, die ich damals mit der Implementierung eines ISO 9000-Systems in der Papierfabrik (wie oben erwähnt) verfolgt habe, ich muß es zu meiner Schande gestehen. Nicht einen Moment habe ich damals über die Konsequenzen nachgedacht, die das in einem viel größeren Rahmen haben könnte - und haben wird. Dazu war ich zu blauäugig, zumalen ich - und das ist eine der berühmtesten Fallen, ich warne deshalb explizit davor! - aus meiner vorherigen Praxis als Bauunternehmer NIE IM LEBEN DARAUF GEKOMMEN WÄRE, daß sich das alles SO entwickeln könnte. Niemals hätte ich darauf kommen könne, daß schon die nächste Firma, in der ich tätig sein werde, aus bestimmten Gründen auf eine Weise organisiert sein wird, die nicht mehr einfach das persönlich hergestellte Wohl eines Kunden im Sinn hat, sondern ganz einfach einem viel größeren Vorhaben dient. 
Heute weiß ich, daß diese damals so anders gemeinten Schritte, deren ganze Tragweise ich aber nicht sah, weil ich sie nicht für möglich gehalten hatte, gar nicht anders ausgehen konnten als zu einem Totalsystem zu führen, in dem jeder nur noch Teil einer Maschinerie ist.
Denn den Eigentümern der Fabrik, die in Amsterdam sitzen, ansonsten aber von Privatarmeen geschützt und von jeder Öffentlichkeit vollkommen abgeschottet in ausgedehnten Ländereien in der Toskana ihre Geburtstage und Privattechtelmechtel feiern und ihre Kniewarzen akupunktieren lassen, ist doch schnurzpiepegal, ob sie Haarreifen oder Spezialpapiere oder Kniehosen herstellen, SOLANGE SIE DEN MARKT - welchen? JEDEN! und sei es der für Topfenkolatschen - IN DER HAND HABEN. Wer alles in der Hand hat, kann nämlich alles steuern und alles beherrschen. Dann geht es ihm so richtig gut. Ob nun die Leut auf vegane Heuschreckenburger oder synthetischen Proteinen statt Fleisch umgestellt (schöner Maschinenausdruck) werden, interessiert niemanden. Ist aber im Sinne der Totalbeherrschung DES MARKTES gewiß vorteilhafter. Aber Menschen? Ist das dieses gräßliche Vieh, das so laut ist und alles so schmutzig macht? Bähh, mach's tot, Luise! Menschen sind für diese Welt nur noch Statistiken. 

Wie für die englischen und französischen und deutschen und österreichischen und italienischen und russischen Generale 1914-18 sind das "Faktoren", bei denen man auch mit Schwund rechnen muß. 100.000 im Angriff, bei hügelan und offenem Feld kostet das 30 Prozent Opfer, bei 50.000 Verteidigern mit 10 Prozent Opfern macht das nach Adam Riese sinen Sieg! In KIew scheint man jedenfalls nach solchen Rechnungen vorzugehen. 

Naja, wo Späne fallen sollen, braucht es Hobel, oder so ähnlich. Oder wollt ihr ewig leben? Was sind fünf Prozent Menschenschwund bei einer Impfung, wenn es um 50 Prozent praktischer wird, weil es bald um eben so viele weniger Menschen geben wird, die wir kostengünstig in zu Batterien umgebauten Städten halten können?

Sprich: Ich kam damals (das war 1992) aus einer Erfahrungswelt, die noch so handverlesen und hausgemacht war, daß sich niemand vorstellen konnte, daß drei Jahrzehnte später alles, was man damals noch PRAKTISCH gefunden hat, zu eiem völlig neuen System umgemodelt haben, das eine völlig neue Welt ergeben hat. In dem man sich selbst sogar schon fremd geworden ist. Schrittchen um Schrittchen ist das gegangen. Den GROSZEN PLAN hatte keiner, außer in Einzelgebieten, wo er aber auch nie so richtig funktioniert hat. 

Obwohl - ich hätte es wissen müssen, das mache ich mir zum Vorwurf, weil gesehen, wo alles hinführt habe ich schon als Unternehmer, und zwar bis in alle Abgründe hinein. Ich hätte nur genauer nachdenken müssen, ehe ich dieses damals "Neue" einfach so übernommen und umgesetzt habe.

Es hat aber noch ein Jahrzehnt oder zwei gedauert, bis man eben wirklich ALLES in die Hand bekommen hat. Wie man das gemacht hat? Oh damals noch klein, ruhig, nur nicht auffallen "nur kana Wön schlogn", meinte der Kreisky doch, und der mußte es wissen, denn der war schon in den späten 60ern dabei, als sie sich in Rom getroffen haben um die Neue Welt vorzubereiten. 

Schrittchen für Schrittchen, Jahrzehnt um Jahrzehnt, schön beharrlich und über Generatioen verteilt. Die alle dasselbe Ziel verfolgt haben: Macht über alles. Dann ist auch alles, was man macht, gut. Und Gott sah, daß es gut war - sollte das etws anderes aussagen als sich die Handvoll Supermenschen vor 140 Jahren ausdachten? Dann haben wir eben endlich das "L'etat c'est moi," diese wundervolle Prämisse der noch wundervollereren Idee, die schon den Staufer Friedrich II. so umgetrieben hat: Daß was immer der König sagt auch gut und zu befolgen ist, weil ein Kölnig gar nicht anders KANN als das Gute selbst zu sein, capisce?

So, und nun können wir wieder in die Ukraine zurückwandern. Zu Zelenskys Spaßideen, und zu den 90 oder 100 toten russischen Soldaten. Und zu den Medien, die auch diesen südafrikanischen Diamantschleifern auf ihren toskanischen Villen gehören, und vor zehn, fünfzehn Jahren finanziell so ausgehungert worden sind, daß sie sich nicht einmal mehr echte Journalisten leisten konnten, und fortan auf die zentralen Meidenagenturen angewiesen sind, die in fünf oder sieben Städten der Welt alles sammeln, was dann in acht Millionen Städten den Leuten als originäre lokale Botschaft verkündet wird. Wo alles gerettet werden muß, und alles besser wird, man muß nur ... WER ein Arschloch ist, das untergepflügt gehörte, und was der neue Messias zum Frühstück ißt oder welche Firma er morgen kauft. Denn es dient alles dem Guten.

Wie praktisch, nicht? Vor allem für die, die seit Jahrhunderten nur dasitzen und versuchen, eine Marionette nach der anderen zu installieren. Die zwar nie einen Plan hatten, aber ein Ziel: ERITIS SICUT DEUS - IHR WERDET SEIN WIE GOTT. Sodaß ihnen am Ende der Tage die dereinst geordnete Welt, deren Trümmer noch alle Hinweise auf einstige Ordnungen enthalten, wie eine reife Frucht vom Feigenbaum in Fisiciano in den Schoß fiel wie der Himmlischen Jungfrau das Kind. Das ist doch eine großzügige Spende ans Vatikanische Abtreibungsmuseum wert?


Tusch. Großer Applaus, Abgang nach links bitte. Für Geladene Buffet im Foyer. Dort steht auch der Hut. Könnt ihr den dann an den jeweils Nächsten weitergeben?


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Erstellung 06. Januar 2023 - Ein Beitrag zur