Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
Dieses Blog durchsuchen
Sonntag, 12. Juni 2022
Eine Kettenreaktion mit immenser Geschichte (2)
Dienstag, 29. Juni 2021
Sklaverei, Afrika, Geld und Steuern (4)
Denn die starke Gebundenheit an soziale Verhaltenscodes hat auch Schattenseiten. Dabei funktioniert Soziales nur, wenn es auf der Bereitschaft steht, sich zu verschulden oder jemanden bei sich verschulden zu lassen! Das führte aber bei Verschuldung zu oft schrecklichen Lebensschicksalen. Sich selbst bei Überschuldung zu verkaufen etwa war in Afrika gängige Praxis, und den nunmehrigen Sklaven erwartete kein schönes Leben, soviel kann man sagen; in Amerika wurden sie meist besser behandelt, und vor allem hatten sie dort sicher zu essen.
Aus einschlägiger Literatur sind einige Zahlen vorzutragen. Sie überraschen. Etwa um 1830 gab es im amerikanischen Süden rund 2,5 Millionen Sklaven, die meisten schwarz. Der Anteil von ihnen, der unter weißen Herren verglichen mit dem unter schwarzen Herren, beträgt knapp die Hälfte.
Montag, 28. Juni 2021
Sklaverei, Afrika, Geld und Steuern (3)
Sonntag, 27. Juni 2021
Sklaverei, Afrika, Geld und Steuern (2)
Das können wir alles auch auf Europa umlegen. Die soziale Katastrophe des 13. Jahrhunderts war dieser totale Umbau der Gesellschaften durch die Geldwirtschaft. Sie war das "weg vom Feudalen", das "hin zu per Geld definierten Abhängigkeits- weil per Verordnung auferlegten Schuldverhältnissen", die nun dasselbe bedeuteten, wie es die Afrikaner im 20. Jahrhundert erlebt haben: Plötzlich mußte das Arbeiten und Lebensschaffen dem Erwerb eines Drittmittels dienen, dem Erwerb von Geld!
Samstag, 26. Juni 2021
Sklaverei, Afrika, Geld und Steuern (1)
Verblüffend wahre, hervorragender, gereinigter Wahrnehmung entspringende, inspirierende und mit der Metaphysik des Katholischen zur vollkommenen Deckung (bzw. Weiterführung) kommende Stellen finden sich im Schriftwerk des protestantischen Missionars Bruno Gutmann. Weil die Bücher, die dem VdZ vorliegen, 1966 datiert sind, und er damals seinen 90. Geburtstag beging, nehmen wir an, daß er bereits gestorben ist.
Ob sich das Evangelische Missionswerk, das diese großartige Reihe über die Kirchen der Welt herausgab sich an ihn noch erinnern kann? Einige weitere Bände hat der VdZ bestellt, denn die ihm vorliegenden sind schon von den Themenstellungen so anregend weil so hervorragende, sachliche Archive, daß er sicher noch einiges daraus für die Leser der ambrosius.konnotationen bergen können wird.
Darf er den Leser bei dieser Gelegenheit an die Notwendigkeit erinnern, daß er das ihm Vorliegende nur lesen kann, weil der VdZ sein Leben und Existieren in hohem Grad aus barmherzigen Zuwendungen fristet - sprich: Bittend erinnern, sich der Spendenmöglichkeit s. u. zu bedienen?
Montag, 14. Dezember 2020
Aus der Distanz der Lieblosigkeit
Wie es dem VdZ nun zur Kenntnis kam, sind Gründer und Betreiber der Firma Biontech Türken bzw. türkisch-stämmige Bürger (dessen Eheweib ebenfalls im Unternehmen tätig ist) des Staates Deutschland.
Biontech ist, wie der Leser sicher längst weiß, in Zusammenarbeit mit dem US-Pharmakonzern Pfizer kolportiert und von den Medien durchgewalkt und aufbereitet in der Zielgeraden - längst schon mit dem sicheren Sieg vor Augen, zumindest tun alle so - einen
Impfstoff "gegen Corona"
auf den Markt zu bringen. Verkauft haben sie ihn ja längst tonnenweise. An den Bürokraten-Konzern, der sich EU nennt, und der auch die Nationalstaaten mehr oder weniger verwaltet.
Nun könnte man natürlich sagen, daß dieses Ehepaar ein Musterbeispiel für gelungene Integration wäre. Immerhin arbeiten sie "für" ihr neues Heimatland, haben hier ein Unternehmen gegründet, das dabei ist, Furore zu machen. Wäre da nicht eine ganz seltsame Dystopie in der Sache.
Die so aussieht: Mit der extrem raschen und in den Augen vieler völlig absurden, ja hasardeurhaften Einführung eines Impfstoffes geht die Bürokratie* ein Risiko ein, das dermaßen hoch und einmalig (und über diese Allergien noch einmaliger) in der europäischen Geschichte der "Gesundheit" ist, daß manche von Unverantwortlichkeit sprechen.
Nehmen wir einmal diese Diskussionsgrundlage her, um nun zu sagen: Was heißt es, daß in diese Ungewißheit ein Impfstoff geworfen wird? Bei dem, so nebenbei, wie bei allen Impfungen, ein moralisch unzulässiges Gesetz herangezogen wird, in dem Leben gegen Leben abgewogen werden. Rein statistische Zahlen also hier wie dort, Tote und Schäden durch den Impfstoff gegen Tote und Geschädigte bei einer Erkrankung an oder mit Corona (auch das sogar ein ziemlich umstrittener Punkt).
An Biontech wird nun aber deutlich, wie sehr ein bzw. jedes menschliche Unternehmen in einer aktuellen persönlichen Beziehung zu einem Land, einem Volk steht. Mit jenem, in und für das gearbeitet wird. Biontech liefert "dem deutschen Volke" etwas, das in den Augen der maßgeblichen Politik notwendig ist und dringend gebraucht wird.
Nun ist es Zeit, die obigen Fragepunkte und Betrachtungsweisen herzunehmen. Und sie als allesamt "technisch" und "technizistisch" zu erkennen. Für diese Betrachtungsweise, wie sie Biontech an den Tag legt, braucht es große Distanz und Distanziertheit.
Ehe der Einzelne ist, ist das ihn Umfassende; das in der Individualisierung ihn nun hervorbringt. Dieses Ganze bestimmt somit das Schicksal des Einzelnen, seine Ausgerichtetheit, sein "auf - zu", als Sinn und logos seines Daseins, aus dem sich ein Handeln ergibt. Das nie "neutral", technisch - und damit technizistisch - ist, sondern immer ein personales "Stehen zum Volk" ist.
Damit wandelt sich die Beziehung der Unternehmenden zu jenen, die ihr Produkt brauchen. Es ist nicht mehr die Beziehung von Liebe und Wohlwollen, sondern eine rein rationalistische, technizistische Betrachtungsweise. Eine Betrachtungsweise als innere Haltung, die Menschen an den Tag legten, die türkischstämmig sind.
Also ihre biologische, sie einbegreifende Volkseinheit als "anders", als "fremd" sehen müssen. Das geht gar nicht anders. Denn man kann nur lieben, was man kennt. Einwanderer sind nun in jedem Fall Menschen, die Generationen brauchen, um zu einem vitalen und "natürlichen" Bestandteil jenes Volkes zu werden, in das sie eingewandert sind.
Den Rest zu definieren ist nun nur noch eine Fleißaufgabe: Es "müssen" fast Türken, "andere", "Distanzierte" sein, die einen Impfstoff auf den Markt werfen, der in mehreren Hinsichten ein hohes Risiko bedeutet, das nach mathematischen Gesichtspunkten abgewogen wird.
Was in jedem Fall moralisch (nach den Grundzügen dieser Kultur bedeutet das christlich-moralisch) mit hoher moralischer Gewißheit abzulehnen** ist.
*Was hier über die Gründe von Biontech gesagt wird gilt ungeschmälert auch für das, was sich als Bürokratie in unseren Ländern ausgebildet hat, im Besonderen aber für die EU-Bürokratie als Muster einer entwurzelten, "distanzierten", technizistischen Herrschaft über Völker und Menschen.
**Wo bleibt die Kirche mit ihrer Stimme des Absoluten weil aus dem Absoluten!!!? Sie empfiehlt eine Impfung sogar noch, erklärt sie für eine Notwendigkeit aus der Verantwortung! Es ist - einmal mehr - nur noch zum Heulen.
*121220*
Unterstützen Sie dieses Blog!
Dienstag, 30. Juni 2020
Der Zinsgroschen
Samstag, 14. Juli 2018
Mal in die Karten der Wirklichkeit schauen
So manche sehr erhellende, gerade aus ihrer Eigen- - gar nicht so sehr Kontraposition - erhellende Aussagen. Sanktionen wie gegen den Iran, sagt Kneissl so nebenbei, haben diese Völker immer nur stärker gemacht. Der Vordere Orient war aber seit je ein Konfliktraum zwischen Arabien und den Persern.
Europa, so die österreichische Außenministerin, ist auf beiden Augen blind. Hat von den wirklichen Zusammenhängen keine Ahnung. Nur China hat ein erkennbares Konzept. Europa weiß zwar im Grunde alles, aber es verweigert sich der Wirklichkeit. Und die USA sind den Wirklichkeiten in diesem Raum nicht gewachsen. Die Empörungs-Emphase des Westens ist schlicht und ergreifend infantil.
Dienstag, 19. Juni 2018
Ein nüchterner Gesamtbefund (2)
Also hat sich auch in Syrien nur diese verarmte - sunnitische! - verarmte Schicht der Zivilisationsverlierer (vor allem die Landbevölkerung) 2011 in Protesten geäußert. Aber es wäre zum einen ein Fehler, dies als "zivilgesellschaftliche Bewegung" zu sehen. Und zum anderen, weil die später aufgetretenen Dschihadisten sich wiederum NICHT aus den armen Bevölkerungen rekrutiert haben, sondern im Grunde aus dem Ausland einsickerten, und von dort finanziert wurden. Revolutionen werden eben NIE von den unteren Schichten getragen und durchgeführt, das sind soziale Romantizismen. Der Grund dafür war das Kalkül des Westens, durch die Stärkung der (von Amerika über Arabien und die Türkei scheinbarer leichter beherrschbaren) Sunniten den Einfluß des schiitischen Iran zu stoppen.
Montag, 18. Juni 2018
Ein nüchterner Gesamtbefund (1)
Umgekehrt sind die sehr schmalen sehr reichen Eliten dem Westen (oder vielleicht müßte man sagen: seinen Nutz-Effekten) gegenüber zwar offen, in ihren Gesellschaften, aber in der Regel in ihren Völkern nicht legitimiert, sondern durch Gewalt an die Macht gekommen. Der Großteil der arabischen Gesellschaften lebt sogar in prekären Verhältnissen, in mehr oder weniger großer Armut. In Gesellschaften, die tief korrumpiert sind. Sie sehen sehr klar, daß die Eliten versagen, und müssen deshalb mit Einschränkungen der Freiheit kleingehalten werden.
An anderer Stelle führt Lüders aus, daß auch die Sichtweise, daß die Konflikte in der arabischen Welt religiöser Natur seien, nicht zutrifft. Vielmehr wird Religion als Vorwand für ganz andere Interessen im Streit um die Macht benutzt.*
Donnerstag, 3. Mai 2018
Man kann mit Raketen alle Seiten abwehren
Übrigens gibt es eine uralte Weisheit, die da besagt, daß man im Verhältnis zu seinen Nachbarn immer ein ehernes Gesetz einhalten solle: Daß sich nämlich nicht nur Freund und Feind abwechselt, sondern daß der nächste, direkt angrenzende Staat eigentlich als ... Feind angesehen werden sollte. Denn zwischen Nachbarn gibt es sehr leicht dieselben Interessen, die sich irgendwann als Konfliktherd entpuppen könnten. Und die Türkei grenzt an Rußland. Dessen übernächster Staat aber ist Syrien.
Samstag, 3. März 2018
Da wird es ziemlich amüsant
Seit Jahrhunderten. Der "kranke Mann am Bosporus" ist lange zuvor schon zu einer stinkenden Pestleiche geworden, die seit Atatürk ihren tiefen inneren Verfall durch iPods und westliche Investoren kaschieren konnte.
Dienstag, 26. Dezember 2017
Erstmals wurden sie demaskiert
Es ist immer und ausschließlich die Wahrheit, die befreit. Und nur diese Freiheit kann Einheit und Frieden bringen.
Dienstag, 7. November 2017
Seltsame Allianzen - Was nun in Syrien?
Montag, 16. Oktober 2017
Einmal hat er Recht, einmal Unrecht
Die die Kalifen und Sultane der Jahrhunderte zuvor noch "leben" hattten lassen. Sie waren tief hellenistisch geprägt, und deshalb von griechischer Philosophie durchdrungen. Was den Völkern im Orient eine bedeutende kulturelle Dynamik verlieh, weil im Grunde schon die Allianz aus Plato und Aristoteles die Grundlage unserer heute (wie damals) bekannten Wissenschaft bedeutet. Aus einer Haltung heraus, in der eben die Welt vom logos und seiner notwendigen Widerspruchsfreiheit getragen ist. Doch es gab nicht nur gute Politiker, und vor allem die schwächeren griffen zur Religion als politischer Waffe, ihre Reiche zusammenzuhalten. Wofür sich der Islam prächtigst eignete. Das führte aber unweigerlich dazu, daß man sich das Prinzip der Widerspruchslosigkeit vom Halse schaffen mußte. Und heute steht das Abendland vor dieser selben Schwelle. Es hat aber nicht die zentralistischen Strukturen der (historisch mittleren) islamischen Welt, und deshalb würde es zerfallen, setzt sich dieses Widerspruchsprinzip (eines kann ebenso wahr sein wie das andere) durch.*
Montag, 8. Mai 2017
Rationalismus verfehlt immer seine Ziele
Freitag, 28. April 2017
Worum es in der Türkei geht
Dienstag, 25. April 2017
Es darf gelacht werden
Donnerstag, 30. März 2017
Die Sache hat eine andere Seite
Freitag, 24. März 2017
Nur Deppen haben je einem Türken getraut
Woran kann man das sehen? Weil die Sprache des islamischen Raumes nie zu einem Punnkt kam, wo sie fähig war, Frieden zu schaffen, Einingung zu erzielen. Dafür traf eine hochentwickelte persische Kultur auf einen arabisch-levantinischen Raum, wo noch bis vor 30 Jahren 80 % der Bevölkerung Nomaden waren. Was die Saudis mit grotesk-perverser,. abstoßend-dummer Geldverschwendung bis heute zu vertuschen suchen weil sie meinen - eben: kulturlos - daß man alles kaufen kann. Nach dem Motto: Entwickelt ist, wer ein Handy und einen Rolls Royce hat. Geht es noch primitiver? Kennt der Leser keinen Türken der meint, mit einem tiefgelegten BMW sei er König in Berlin-Kreuzberg oder Wien-Favoriten? Will jemand allen ERnstes behaupten, das hätte mit Kultur zu tun? Genauso wie umgekehrt die Antalya-All-inclusive-Primitiven aus Bochum oder Kürzelstadt an der Pummel, die genau den gleichen Kulturstand haben. Aber das ist eine andere Baustelle.
Und nichts andres spielt sich bei uns ab - das Ende des logos, das Ende der Philosophie. Der Sieg des Willens über die Vernunft. Das ist es doch, was heute allgemein - und vor allem von den Jungen - als groteskterweise "Lebensphilosphie" genannte Haltung zu beobachten ist. Eine völlige Vertrottelung der Menschen. Wer wird also zukünftig einem Europäer noch trauen? Niemand. Nur noch Deppen. Die so tun werden. Weil ihnen nicht übrig bleibt. Weil Zwischenmenschlichkeit/Selbstsein seltsamerweise nur auf der Basis der Vernunft funktioniert.