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Dienstag, 20. Dezember 2022

Fest ist Kult der Erinnerung

Louzis Trenker sagt den heutigen Jugen wohl kaum nosch etwas. Und wenn doch, dnan als Produkt der Verbildung, lassen wir das. Wir, aus meiner Generation, sind freilich mit diesn Namen noch aufgewachsen. Louis Trenker ist damals noch in den Fernseh-Shows aufgetreten, und hate immer durch seine Erinnerungen, die er lebendig zu erzählen wußte, beeindruckt.

Das war zu Zeiten, als die, die sich erinnerten, schon alleine durch die Fähigkeit dazu hohen Respekt genossen haben. Es waren also nicht die Zeiten, in denen die Jungen sich verbildet und charakterlich verdreckt von den Alten abwandten, und behaupteten, daß sie denen "ncihts, rein gar nichts zu verdanken" hätten, weil sich "alles selbst erarbeitet" hätten. Und so weiter.

Nein, es waren aner Zeiten. Die Menschen waren noch nicht so dumm. Und wenn ich mich mit warmem Herzen an so manches Schjöne aus meiner Vergangenheit erinnere, so nehmen die Feste den hervorragendstgen Platz ein. Die in der Erinnerung zumindest immer eines waren: Eine Versammung der Alten, die dann erzhlten. Und wir Jungen, wir saßen da, mucksmäuschenstill und ohne Bedürfnis, um nur ja den Erzählfluß nicht zu stören, der uns da wie mit warmen Daunen zudeckte.

Freitag, 16. Dezember 2022

Ja, wir sind korrupt (2)

Aber darüber reden wir nicht öffentlich. - Über all das, über so immens viel, daß man fast sage müßte: Über unsre gesamte Lebensweise, hängt das Blutgericht Gottes, das meine ich wörltich so. Es wird uns radikal ans Messer liefern, wenn Gott es für ander Zeit findet. Aber "wir leiden an der Geduld Gottes," sagte dereinst em. PP. Benedict XVI. So ist es. 
Es ist nahezu unmöglich geworden, auch nur einen gesellschaftlichen Bereich, auch nur einen Lebensbereich zu finden, der NICHT korrupt ist, das ist die schreckliche Wahrheit und nüchterne Analyse. 
Diese Korruption zieht sich längst schon bis in die privatesten Winkel durch. Selbst die privatesten Verhältnisse, selbst die wechtigsten sozialen Beziehungen sind bereits tief korrumpiert. Denn nur so werden unseren Handlungen ihre Folgen - vermeintlich, aber wir glauben an die Kraft der Korruption -  genommen, bleibt die Welt "unter sich", und mischt sich kein Gott ein. Weil wir dann eine "Heile Welt" vorweisen können. 
Eltern korrumpieren ihre Kinder, um nicht erwachsen sein zu müssen, alle alle, um geliebgt zu werden und nicht Persönlichkeiten werden zu müssen, um dem Geheimnis des Lebens - dem Kreuz - ausweichen zu könenn. Es ist eigentlich kaum zu glauben, wieviel die Menschen tun, wie permanent sie bestechen, um nicht tun zu müssen, was sie tun müssen. 
Das sind Grundsätze geworden, die eine ganze IOndustrie der Rechtfertigung geschaffen haben. Das alles ist kultureller Mainstream, keine Einzelhandlungen. Man könnte sich fragen, ob nicht das die einzige Kultur ist, die geblieben ist: Die Kultur der Bestechung der anderen. Denn in ihnen begegnen wir dem Richter.

Donnerstag, 15. Dezember 2022

Ja, wir sind korrupt (1)

Gewiß war die Versuchung groß, auch für mich, symbolisch gesehen allen diesen Medien (siehe die Liste im Bild, man muß da nichts mehr erklären) ins Gesicht zu spucken. Sämtliche sogenannte Mainstream- oder Haupt-Medien sind korrupt bis in den Schuhabsatz. 

Sie haben lange schon jedes Existenzrecht in einer Welt der Freiheit verspielt und leben nur, weil die Politik sie nun leicht bestechen kann. Dafür werden (das nebenbei gesgt) dann noch Posten im öffentlichen Auftrag geschachert, ob Chefredaktionen, Fernseh-Intendanzen oder Politpositionen, ja sogar Kanzler (siehe Fall Kurz) werden "gemeinsam gemacht".

Und diese Herrschaften WAGEN es gar noch, uns, das dummgehaltene Volk, ERZIEHEN zu wollen, uns zu manipulieren, uns - man nehme nur Corona, alles was jetzt über die Schäden der Maßnahmen (einschließlich natürlich der Impfungen) ans Tageslicht kommt, und immer noch nicht so richtig dargestellt wird, um nur ja zu verhindern, daß das ganze Ausmaß des Betrugs begreifbar wird - wesentliche Informationen vorzuenthalten.*  

Wagen es, in unsere Leben so tief wie nie in der Menschheitsgeschichte inzugreifen, zu regulieren, zu maßregeln, zu manipulieren. Warum können sie das? Weil sie alle unter einer Decke stecken. Mehr gibt es daz nicht zu sagen.

Aber während ich so mein Sauerkraut am Herd zustellte, sackten die einen Gedanken ab, um anderen ihren Auftrieb zu ermöglichen. Denn die Wahrheit ist doch ganz anders. Es reicht nicht zu sagen, daß es DIESE sind, oder JENE. Es sind, denkt man nämlich genauer, SO GUT WIE ALLE. 
Wir leben in einer GESELLSCHAFT DER KORRUPTION. 

Samstag, 19. November 2022

Glanz und Elend des Truthismus (2)

Die Matrix der Freiheit -  Aber noch einmal hätte der Mensch die Wahl, sein Leben zum Richtigeren, als richtig Erkannten überzuwechseln. Doch verlangt diese Entscheidung nun schon viel Kraft und noch mehr reife Geduld, weil es sein kann, daß diese Transformation nich tmehr vollkommen durchgezogen werden kann. Ganz einfach deswegen, weil der Mensch nun nur noch weniger Zeit hat, noch merh abe rweil ein Umgau des Lebens viel merh Kraft erfordert als das in zu Anfagn der 30er der Fall gewesen wärel und in der Regel einen ganzen Rattenschwanz an existentiellen Möbeln mit sich führt.

Der Vollständigkeit halber führen wir nun noch die vierte und letzte Schwelle an, zu der ein Mensch sein Leben seiner Einsicht nach völlig verändern kann - und das ist nicht "der Tod", sondern - DAS STERBEN. Also buchstäblich die Stunden und Minuten, zu denen die Verbindugn von Leib und Seele so ernsthaft bricht, daß sich die Seele vom Lebi zurückzuziehen beginnt. EINMAL NOCH kann nun also der Mensch tatsächlich SEIN LEBEN ENTSCHEIDEN.

Freitag, 18. November 2022

Glanz und Elend des Truthismus (1)

James Corbett online
Das ist der Schlüsselsatz, und wenn James Corbett eimal mehr davon spricht,
daß sich die menschliche Gesellschaft IN JEDE BLIEBIGE RICHTUNG entwickeln könne,
daß es also bei all dem Aufzeigen der Machinationen Mächtiger und Böser nur darum gehe, daß diese sämtliche Machtmittel afu ihrer Seite haben, so zeigt sich das ganze Elend der Aufdeckungs- und "Truther"-Bewegungen: Sie sind wie Hamsterräder, und werden deshabl mit dem "Problem", das sie sehen, aber nicht wirklich argumentieren können, niemals fertig werden.

Weil sie im Grunde auf dersselben Eisccholle stehen wie die, die sie beämpfen. Auf der Eischolle eines völolig falschen Welt- und Menschenbildes. Auf der Scholle eines Materialismus, der sich seine Spiritualität (die dann bestenfalls zum "Zusatznutzen" oder "Weltstreusel" wird, die halt auch irgendwie zum Menschsein dazugehört, warum auch immer) aus derseloben Subjektivitätsquelle zapft, wie die Menschheitsverbesserer, die aber zu den Bösen gehören.
Kurz und zum Fazit geführt: Die Ausage Corbetts ist falsch. Sie zeigt ein zutiefst materialistsiches, mechanistisches Weltbild, in dem es tatsächlich denkbar ist, daß WIR uns in egal welche Richtung bewegen könnten. 
Überhaupt ise die Gegenwart von Ängsten geprägt, weil sie Dinge für möglich hält, die gar nciht möglich SIND. Und das ist eine davon. Das ist das deutlichste Zeichen für die Strafe Gottes, der uns UNS SELBST überläßt - Anghst und Schrecken kommt dabei heraus.

Donnerstag, 26. Mai 2022

Es läuft nicht nur auf Euthanasie hinaus (3)

Die Schöpfung ist auf den Menschen hin geschaffen, das heißt: Auf eine dem Leben gegenüber unendlich offene Menschheit - Aber alles das ist eine Welt des Menschen. Es ist nicht nur eine Welt des Menschen, sondern es ist eine Welt FÜR den Menschen! In der alles auf ihn zuläuft, und auf ihn ausgerichtet ist. In der NICHT für sich stehende Prozesse ablaufen, die auch auf uns verzcihten können, wie es eine mittlerweile geisteskrank gewordene "Gaia-"Religion verkünden will. In der wir Menschen nur ein Störfaktor sind, ohne den "die Erde" besser dran wäre. Sondern in der der Sinn des kleinsten STeinchens, der stacheligsten Muschel und des stuppigsten Wildesels nur auf eines ausgerichtet ist - und das ist der Mensche. Den sie selber wollen weil brauchen, und der alles in sich enthält, was auch in ihnen da ist, aber alles in weit umfassenderem Sinn, weil er es auch in den Geist und damit in die Ordnung Gottes, dre reiner Geist ist, überführen kann. 

Jede Schwalbe würde aufjubeln vor Glück, wenn sie bewußt wählen und dann in einer Umgebung leben könnte, die sich ganz in die göttliche Ordnung einfügt. Sodaß ihr Eigensein - und etwas anders kann sie nicht, das ist ja der Sinn und die Bestimmung aller nicht-freien Dinge und Lebewesen - nun auch seinen Sinn erfüllt: Sie können nur sie selbst sein, sie können kein Sinngefüge ablehnen oder anstreben, das muß ihnen übergestüolpt werden, gewissermaßen, und bruchen deshalb ein Geistwesen, daß sie in die große Ordung, die auch sie enthält, einfügt. Und das betrifft nicht nur die kleinen Dinge vor unseren Füßen, sondern auch die großen über unseren Häuptern: Die Sterne, die Planeten, das All. 

Mittwoch, 25. Mai 2022

Es läuft nicht nur auf Euthanasie hinaus (2)

Die verlängerte Sinnlosigkeit. Die Alten wissen davon: Es gibt einen Gegenentwurf. Werden sie getötet, wird er aber vergessen - Daß das heute kaum noch so erlebt und gesehen wird, hat zum überwiegenden Teil mit der Protestantisierung des Wirtschaftslebens zu tun, wie sie schon (der Protestant) Max Weber vor 150 Jahren als Eigenschaft des Kapitalismus festgestellt hat. Die - analog zum Wesen des Protestantischen - in die Dinge dieser Welt kein Vertrauen mehr zuläßt, sondern deren Gutheit von ihnen trennt, und zu einem positivistischen, also "zu setzenden" Ding macht. Das mit dem materialen Grund (dem Wohlstandserwerb etwa) nichts zu tun hat. 

Die Wirtschaft läuft dann nach eigenen Gesetzen, denen zu folgen ist, sonst "funktioniert" sie nicht. Das Seelenheil zu erwerben ist dann ein ganz anderer Bereich, den man nur durch gewisse Frömmigkeitsattitüde erwerben kann (soweit er überhaupt erwerbbar ist.) 

Das hat aber auch die eigentliche Volkstradition zerrissen - welche Rolle die Alten wirklich spielen, und wie ich sie zu guten Teilen noch in meiner Kindheit in den 1960ern gesehen und erlebt habe. Der alte Bauer widmet sich dann eben den Bienen, oder der Kaninchenzucht, mit der er seinen Beitrag zum Gemeinwohl leistet, sitzt abends dann eben vorm Haus und dengelt die Sensen, mit denen die Söhne und Töchter beim Morgentau die Wiesen mähen, und die Oma bäckt die Strudel nach altem Familienrezept, und schaukelt daneben die Babywiege. 

Gedankensplitter (1443)

Es ist bemerkenswert, daß gerade dort, wo es besonders "menschelt", der Mensch sich vom Menschsein entfernt hat. Exakt das ist ja auch gemeint: Es ist menschlich, auch nicht-menschlich sein zu können. Kein anderes Lebewesen ist vermag, sich von sich zu entfernen. Es wäre rettungslos verloren. 

Wir Menschen aber haben etwas, das uns rettet. Und das ist hier die Barmherzigkeit, eine außer-menschliche, nein, übermenschliche Kategorie. Doch gehört offenbar das Über- oder Außermenschliche (bei beidem haben wir es mit der Kategorie Geist zu tun) so sehr zum Menschen, daß wir in dem Moment, wo wir es daran fehlen lassen, UNMENSCHLICH handeln. 

Dienstag, 24. Mai 2022

Es läuft nicht nur auf Euthanasie hinaus (1)

Es ist das einzige, das wirklich zählt: Die Beschränkung und Reduktion der Weltbevölkerung. Dieser Gedanke, der seit der Geburt des Übermenschen, seit der Konjunktur des Genies zu Anfang des 19. Jahrhunderts (und als Aftergeburt der Renaissance-Idee, die den viel zu wenig reflektierten Gednnken zum Programm machte, daß das Heil der Menschheit in der Neuaktivierung der - heidnischen! - Antike läge) die Köpfe und Agenden jener bewegt, die sich als Führer der Menschheit berufen fühlen, ist auch von Bill und Melinda Gates wieder und wieder betont.

Da sollte es doch stutzig machen, wenn sie sich wie so viele andere mit dem Bewußtsein, zu den Auserwählten der Moderne zu zählen, seit fünfzig Jahren in "Anthropophilie" engagieren, und offenbar Wege fördern, die die Gesundheit und damit die Lebenserwartung wie (dieser Anspruch wird schon lange kombiniert) Wohlstand und Lebensqualität (die auf die Gesundheit zugespitzt wird) erhöhen.
 
Wo ist hier der Pferdefuß versteckt?

Freitag, 18. Februar 2022

Pensionsssplitter aus 2015

Zufällig bin ich auf einen nie veröffentlichten Beitrag aus 2015 gestoßen. Der so einige Gedanken enthält, die vielleicht dem einen oder anderen Erhellung bringen. Deshalb setze ich ihn heute aufs Menu. Wohl bekomm's!

Die Agenda Austria, ein sich selbst "neoliberaler thinktank" nennender Verein von Journalisten und als Wirtschaftsfachleute bezeichnenden Mitarbeitern, schlägt nicht zum ersten mal vor, das österreichische Pensionssystem dem der Schweden anzupassen. Dort wird jedes jahr ermittelt, wie sich das durchschnittliche Lebensalter entwickelt (das seit vielen Jahrzehnten - statistisch, wohlgemekrt, statistisch! - steigt). Daraus wird hochgerechnet, wie viele Jahre in Pension verbracht werden. Und danach wird das zukünftige Pensionseintrittsalter neu bemessen. Was auf den ersten Blick "vernünftig" klingt (auch der VdZ dachte das vor einiger Zeit), ist aber bei näherem Hinsehen falsch. Warum?

Samstag, 5. Februar 2022

Der Kampf mit unserer Natur (2)

Jede Gestalt ist Gewohnheit. Jede Gewohnheit ist Liturgie des Lebens. - Alles das ist die konkrete Gestalt unseres Lebens, und alles das ist somit die von uns mit geschaffene Natur, in der wir einst vor Gott treten werden, und nach der wir in seinen Plan eingefügt werden. Und sei es ... in der Hölle. Diese Fragen aber entschiedne sich in den inneren Qualitäten dieser Dinge, nicht an den reinen Vollzügen bzw. daran, DASZ wir alles in Gewohnheit (also zu Haltugnen gereift) vollziehen. Die Gewißheit, daß diese Qualitäten in diesen Vollzügen enthalten sind, die verdanken wir der Überlieferung, der Tradition, die verdanken wir dem Vertrauen, das wir in unsere eigenne Eltern hatten und haben.

Aber mehr noch. Dieses Vertrauen kann auch noch wachsen. Es kann sich zu einem Staunen und Bewundern heranbilden, in dem wir das Leben unserer Vorfahren - ganz so, wie jeden Text in der Heiligen Liturgie, wie alle diese Gesten und Riten, in alles was uns hier zu treuen Händen übergeben wird, damit wir es bewahren, weil wior nie (!) fähig sind, es definitiv und in allen Aspekten zu beurteilen - betrachten und indem wir der Vergangenheit und allen uns vorausgegangenen Riten und Liturgien mit Ehrfurcht begegnen. Und einem nie ermüden sollenden Bemühen, es mehr und mehr zu erfassen. 

Freitag, 4. Februar 2022

Der Kampf mit unserer Natur (1)

Consuetudine statuit altera natura - Die Gewohnheit formt sich eine zweite Natur. Die wahre Bedeutung dieses alten römischen Sprichworts ist kaum hoch genug zu veranschlagen. Letztlich geht es hier sogar um das Geheimnis und Wesen unseres irdischen Daseins, das ein Dasein in carne, im Fleisch ist. Es kann nicht von Geist, es kann nicht von der Seele getrennt werden, ohne daß es zerfällt, aber es hat auch die Realität und Kraft, das Schicksal der Seele zu bestimmen.

Wir werden von der Liturgie des Alltäglichen geprägt, darum geht es auch jetzt in diesem Coronawahnsinn. Nur höchst unweise, ja tölpelhaft-dumme Führer konnten auf die Idee kommen, eine Krankheit durch völlige Isolation der Menschen bekämpfen zu wollen. Es ist,als würde man mit einer zweijährigen Folter (und ich gehe daovn aus, daß dieser Kampf letztlich von dreijähriger Dauer gewesen sein wird) das Wohlergehen des Gefolterten bewirken wollen. Und Isolation gehört zu den schärfsten Formen der Folter, und ist deshalb aus dem Strafvollzug wieder verschwunden, WEIL es Folter war. 

Montag, 27. Dezember 2021

Wenn ich mir erlauben darf, Merkwürden

Ich weiß wirklich nicht was ich von der Feststellung halten soll, daß  bei Corona das Sterberisiko bei Älteren steigt. 

Wer sonst sollte (normalerweise) sterben, als Ältere?

Überhaupt kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß wir speziell im Fall Corona - ich muß beobachten, ob das nicht sogar ein Merkmal dieser Zeit ist - nicht zum ersten Mal in den letzten Jahren sehen müssen, wie Banalitäten zu signifikanten Neuheiten erhoben werden. Indem man längst Bekanntes (übrigens: Auch die Corona-Viren sind schon viele Jahrzehnte bekannt) in ein neues Kleid steckt, an dem nur die Feder am Hut neu ist. Wenn überhaupt. 

Die meisten dieser Banalitäten kommen wie beiläufige Spaziergänger daher, die mit der Nase in der Luft vor sich hin pfiffen, in karierten Hosen, Strohhut und Spazierstöckchen, und nun da sind, als wären sie immer da gewesen, und niemand nähme viel Notiz von ihnen. Dabei sind sie das Konstanteste an allem.

Donnerstag, 5. August 2021

Gedankensplitter (1290)

In Anknüpfung an ein Wort von Hugo Ball - Ich glaube, daß das Allerhöchste, das der Mensch der Geburtenschwemme (Jahrgänge bis etwa Mitte 1960) in seinem Leben erreichen kann ist, daß er durch stete, harte, schmerzhafte, mühsame Arbeit jenen Zustand erreicht, ab bzw. in dem er ein Leben im Glauben und als Gläubiger beginnen könnte. 

a ist er freilich schon so alt, sind seine frischesten Kräfte verbraucht und in lauter unfruchtbarem Unsinn vergeudet, da melden sich schon so viele Krankheiten und Verschleißerscheinungen, daß er gar keine Kraft mehr hat, so ein Leben auf die Füße zu stellen. Selbst, wenn er den Willen dazu noch aufbrächte. 

Nicht nur das, hat er auch noch ein bereits gelebtes Leben hinter sich, dessen Ruinen und Bauten ihm widersprechen, und die er kaum noch beseitigen kann, ehe Freund Hein an der Türe klopft. Viele Verdienste fürs Jenseits zu sammeln geht sich da nicht mehr aus.

Nun bleibt freilich die Frage, was den heute Jungen, also den Kindern der Geburtenboomer, noch möglich ist. Darf ich eine Vermutung äußern? Das Höchste, das sie noch erreichen können werden ist an jenen Punkt zu kommen, an dem sie bereit wären jenen Weg zu beginnen, auf dem sie alles weg- und ausräumen, was sie zu einem Leben im Glauben im Wege steht. Und schon das wird eine schwer zu erkämpfende Ausnahme werden.

Mittwoch, 7. Juli 2021

Daran sehen wir, was uns fehlt (2)

Vor allem fehlen die Wunder als Erscheinungen der Großmächtigkeit und Barmherzigkeit im Alltag - Es ist ein lebhaftes Beispiel für den Niedergang einer Kultur, den wir da seit 150 Jahren beobachten und immer besser analysieren können. Während Aufstieg ein Zugewinn an Energieeffizienz ist, wenn auch nicht als vordergründiges Ziel (ja, das darf er gar nicht sein! Sondern es muß auch dies ein immanentes, beiläufiges, wie mit leichter Hand hingezaubertes Nebenergebnis zunehmender allgemeiner Klugheit und Weisheit sein) das heißt mit jedem Handgriff immer mehr - weil das fleischliche Leben vom Geist immer mehr durchdrungen wird, und Geist heißt nicht nur Lernen, er heißt auch Universalität, also das Immer-mehr-Fassen durch ein Wort, auf anderer Ebene: Durch einen Handgriff - die immer ein Mangel an Energieeffizienz ist.* 

Lassen wir der Trauer dann ausreichend Zeit, sie ist notwendig, um anderes ansetzen zu können, als Abschied ans Falsche, ans Vergangene als Irrtumsweg. Trauer über die Zeitvergeudung durch falsche Erziehung, durch fehlende Verantwortung weil fehlende Universalität der Eltern und Lehrer, die uns keine Einordnung in ein Allgemeines (Familie, Haus) VOR der individualisierten Herausprägung im Erwachsenenzustand**, als Senex, noch durch kluge Ausrichtung unserer Eigeninteressen und -ziele zugeführt haben. 

Dienstag, 6. Juli 2021

Daran sehen wir, was uns fehlt (1)

Man kann es bei alten Gebeten erfahren, am deutlichsten und eindeutigsten aber (weil frei von aller Zeitkomponente) ist es bei den Psalmen festzustellen, deren häufiges Beten, in dem sie (wie in der Liturgie) die Basis unseres Betens bilden sollten, man nur einmal mehr dringend anempfehlen kann. 

Die, wenn man sie betet, Haltungen ausdrücken (und damit in den Geist holen), die uns (also auch dem VdZ) bereits fehlen. Haltungen, Gefühle (als Anzeige wie als Motivationsenergie) und persönliche Neigungen, die uns schon so fremd scheinen, als wären sie gar nicht mehr vorhanden. 

Aber sie sind die wahre Natur des Menschen, und sie sind (weil ontisch nie auszulöschen, also in der Idee von uns immer auch Anspruch, Anruf und Forderung des Willens der Idee, reale, fleischliche Welt zu werden) damit auch der Boden unseres eigenen Menschseins, auch im Juli des Jahres 2021. 

Und es muß deshalb zu den vornehmsten Zielen gehören unser Leben in solche Bahnen zu lenken, daß sie uns in Klugheit und Weisheit zu diesen essentiellen Haltungen (ohne die wir zu gar keinem erfüllten Menschsein kommen KÖNNEN, deshalb auch das Ewige Heil mit hoher Wahrscheinlichkeit verfehlen) hinführt. Soll heißen: Wieder hinführt. 

Montag, 3. Mai 2021

Heiterkeiten zum Tag

"Die, die sagen, daß ich zu klein oder nicht hübsch genug bin, sind kontraproduktiv für unsere Welt, die immer diverser wird."

QR Leni Klum

Sagte Leni Klum, die 16jährige Tochter von Heidi Klum, diesem Model in allen Dampfgassen. 

Dabei verfolgt offenbar Leni eine ganz eigene Linie. Denn jetzt hat sie angeblich sogar Bilder mit ihrer Akne auf Instagram zugängig gemacht. Warum auch nicht, schreibt sie sinngemäß dazu. SO BIN ICH EBEN. Und wie gesagt: In der Welt von heute muß nichts mehr irgendwelchen Anforderungen entsprechen. Weil einfach alles für alles reicht.

Na sicher, sie hat schon recht, wir leben tatsächlich in so einer Welt. Laufolympiaden der Beinamputierten gehören ebenso zum Alltag wie fettlose Fettcremes, zuckerfreie Süßlimonaden, cholesterinfreie Eier und gleich eierlose Biskuits, fleischlose Hamburger, nikotinfreie Zigaretten, glutenfreies Brot, koffeinfreier Kaffee und - seit jetzt - häßliche Models. 

Donnerstag, 8. April 2021

Gedankensplitter (1121)

Je älter ein Mensch wird, desto weniger Bedeutung hat das, was sich in seinem Leben bislang abgespielt hat, als Einzelereignis. Vorausgesetzt, wer wird erwachsen, wird seine im Alter aktuelle Existenz zu einer Abstraktion seiner Vergangenheit. 

Aus allem, was gemeiniglich als "Erlebtes" und "Getanes" bezeichnet wird, destilliert sich dann ein Abstraktum, das selbst wiederum eine Existenz fundiert. In der dieser Mensch nun lebt und sich darstellt. 

***

Sogar Erwachsenheit selbst läßt sich somit daraus erkennen, daß ein Mensch in der Abstraktion - das heißt, daß das hinter allem Stehende Wirkliche, wirklich Verursachende, wirklich Treibende, wirklich Geschehende - zu einer immer reineren Wahrheit über sich und damit (!) über das Leben selbst gelangt. 

Was nur dann möglich ist, wenn alles Erlebte (als Begegnendes gesehen) zu einem Probefall für ein Exemplarisches wird. Das erst gesehen werden kann, wenn man sich vom Faktischen löst - der Welt also stirbt! - und die Grundzüge sucht, die allem zugrunde liegen.

So führen sich beim alten Menschen, der erwachsen wurde, sämtliche Linien zu ein und derselben Wurzel und Quelle zusammen. Ziel wie Ursprung zugleich, sind sie das ein Leben wirklich Tragende. Und das ist ... ein Name.

***

Letzthinnig kann ein Mensch jedoch nur als alter Mensch im Vollsinn erwachsen werden. Weil nur der Alte auch alle Lebensphasen durchlaufen hat; vorher gibt es zwar so etwas wie Erwachsenheit, aber nur auf die jeweilige Lebensphase bezogen. Die immer unvollständig bleibt, weil jede Lebensphase die vorausgehend in sich subsummiert, aber in einer neuen Dimension übersteigt. Dem, der jung stirbt, bleibt zwar die Möglichkeit sich zu vervollkommnen, aber nur jeweils auf seine Lebensumfänglichkeit und -phase bezogen. 

In diesem Sinn sind beim Mann im Alter von etwa 30 bis 33 Jahren (bei der Frau etwas früher, da ist es etwa im Alter von 28 bis 30 Jahre am Programm) sämtliche Potenzen seiner Welt- und Figurhaftigkeit angelegt und erreicht, weil auch sein leib-seelisches "Wachsen" sämtliche Potenzen erreicht hat. 

***

Nicht nur sind die in diesem Alter getroffenen Entscheidungen deshalb für jedes Menschenleben schicksalhaft, sondern er hält nunmehr alle Fäden in der Hand, die im Alter zusammenlaufen. Aber er erkennt nur die Fäden, und vielleicht (!) deren Richtung. Genau darum aber geht es. Ist er nicht in Vollbesitz seiner Kräfte (akmé), ist er nicht in Besitz seiner selbst - was Menschen im Laster, im Irrtum ausschließt, sie bleiben gewissermaßen dem Unverständlichen, dem Zufälligen, allen möglichen fremden Willen ausgeliefert - sieht er diese Fäden nicht in ihrer Wirklichkeit. 

***

Soweit sie seinem Lebensalter halt angemessen ist. Denn Begreifen im Sinne von Definieren, Interpretieren vermag der Mensch nur anhand jener Bilder und Gestalten, die bereits konkret in ihm vorhanden sind. Und hier haben wir es durchaus mit einer Quantitätsfrage zu tun, nicht nur mit einer der Qualität.

Und das trifft beim erwachsen werdenden Alten zu. Sodaß dieser diese Fäden in allen irdischen Ebenen nicht nur mehr und mehr sieht, sondern in ihrer Wirklichkeit erkennt, und damit (erst) das Leben in allen Äußerungen überblickt. 

Die immer auf Lebensstufen, Lebensphasen, nicht auf allfällige "kulturelle Allsonderheiten" bezogen sind. Sodaß erst der Alte sie in seiner Überblicksschau zusammenlaufen weil auf dasselbe ausgerichtet gewesen sieht, von dessen faktischer Form er sich nicht irritieren läßt.

***

Apropos Kulturen. Die Kulturen der Welt unterscheiden sich in ihren Spezifitäten, in ihren faktischen Details überhaupt nicht. Das will nur beim oberflächlichen Blick so erscheinen. Wo die Pfauenfeder "anders" erscheinen will als die des Eichelhähers. Nein, die Welt unterscheidet sich nie "inhaltlich", also in der faktischen Gestalt, sondern alles wird von ein und derselben Wirklichkeit getragen - und somit auch die Gestalten durchwest. 

Dementsprechend kennt der VdZ Menschen, die viel gereist sind, und ständig von allen möglichen Details erzählen, die sie hier und da "erlebt" haben, die nach wie vor in ihrer faktischen Wucht vor ihnen stehen. Und an die sie "glauben", auf die sie nach wie vor unabgelöst und fasziniert starren. 

Aber er kennt auch Menschen, die viel gereist sind, und kaum noch etwas erzählen. Weil sie erkannt haben, daß in allem Verschiedenen (und sie haben selbst einmal diese Verschiedenheit gesucht) das immer Selbe verborgen ist. Daß sich weder die Menschen noch das von ihnen geführte Leben wirklich unterscheidet. Nur das Material ist verschieden, nur das Material hat gewechselt, nicht aber die Wirklichkeit. Und nur um die geht es, nur die sucht der Mensch.

Deshalb ist der nicht Erwachsene nicht jemand, der nicht das Wirkliche suchte, sondern jemand, der sich vom Faktischen so beeindrucken läßt, daß es für seinen Erkenntnishorizont kein Wirklicheres gibt. Das wirklich Wirkliche aber findet er einfach nicht, auch wenn es ihn genau so bestimmt, wie jeden anderen. Sodaß der nicht Erwachsene zum wahllos Summierenden wird, ohne daß es zu einem Zuwachs an Erkenntnis kommt. Und damit zu einem Zuwachs an Selbstbesitz.

***

Nur im Erwachsenen summiert schließlich der Name seine gesamte Existenz. Die sich auf einen Punkt reduziert hat, der alles enthält - seinen Namen als Gesamtbild, als Gesamtton, als Gesamtklang. 

"Sich einen Namen machen" hat nur von dort her seinen Sinn. 

Damit wird aber auch verständlich, daß es in allen Kulturen anzutreffen ist, daß Menschen durchaus ihre Namen wechseln. Oder daß ihnen im Laufe ihres Lebens Namen zugedacht werden. Die Sitte des Ruf- oder Spitznamens hat somit durchaus einen Sinn, wenn sie aus diesem Umstand motiviert ist. 

Und nicht eine im Grunde schwere Beleidigung weil Nihilierung eines Menschen ist (werter Leser, das ist das Hauptwerkzeug des sogenannten Mobbing: Die Ignoranz, die Nicht-zur-Kenntnis-Nahme eines Menschen) und irgendeinen willkürlichen Namen heranzieht, der meist aus Bequemlichkeit den wahren Namen desjenigen nicht einmal zur Kenntnis nimmt, weil sich dessen wahrer Lautfolge gar nicht stellt. Die ... Mühe wäre. 

Solche Form von "Spitznamen" kann man zudem als Inbesitznahme durch die Gemeinschaft der "anderen" sehen. Die einem doch das Ich "zuwerfen" sollten, und das auch tun müssen, weil sonst den Menschen, der im Du sein Ich sucht, und das tut jeder, als mindestes in die Irre führen. 

In solchen Spitznamen erfolgt ein Niederzwingen in die Gemeinschaft, die in dem wesensfremden, willkürlichen, der Bequemlichkeit entstammenden Namen (der somit von einem selbst das Maß nimmt, nicht vom anderen, nicht vom "Namensträger") den anderen bestimmen und nicht in die Freiheit der Wahrheit stellen will. Denn dann bleibt der eigene Name, der Rufname, der einem selbst Grenzen setzt, ein Gefängnis, das nicht begreifbar weil eben irrational ist.

***

Solcherart kann man darüber nachdenken (und im Einzelfall ist es durchaus legitim), ob man nicht als älter Gewordener einen neuen, anderen Namen annimmt. Ob wir es in einer Zeit des Matriarchats (das immer eine Zeit der Irrationalität und Willkür weil Ordnungsfeindschaft ist) nicht sogar durchweg mit "falschen" Namen zu tun haben. Die das Wesen des neu Geborenen gar nie erfassen, sondern diesen immer nur zwingen wollen. Und zwar genau durch Fremdheit des diesem zugeworfenen "Ich" von dessen eigentlichem Wesen.


*260321*

Sonntag, 28. Februar 2021

Wie dreckige Generationen sich säubern

Es gibt noch eine Ahnung, die für den aufmerksamen Beobachter der Szenerie,  der sich endlich aus jener Mure von Worten an die Luft gegraben hat, wie sie uns seit geschlagenen zwölf Monaten als "Corona-Pandemie" (und wie immer man das nennen will; jeder Begriff ist falsch und Nebelvorhang, wenn man etwas gar nicht Definierbares oder schlicht nicht Definiertes fassen will) übergegossen ist, langsam sichtbar wird. 

Und das hat mit dem Stehsatz der "gefährdeten Bevölkerungsgruppen" zu tun. Wo allen Experten zufolge (ach, wie der VdZ diesen Begriff liebt: Ex-perte; der der versucht hat/wurde, der der erprobt hat/wurde) besonders die Altersgruppe der über 80jährigen zu den vom Corona-Virus besonders geliebten, also in ihrem Gesundheitszustand gefährdeten Gruppe gehöre. Das Spannende dabei ist der Zusatz, den man fast übersehen könnte. Denn es geht gar nicht um die Altersgruppe selber. Es geht um die Heime, in die man diese Altersgruppe abgeschoben hat und mittlerweile standardmäßig abschiebt. Und in Zukunft noch mehr abschieben wird. Weil die Größe (also: Kleine) und Reduziertheit der Familien auf Zweisamkeit Plus (im höchsten Fall) eine persönliche Fürsorge für die Eltern gar nicht mehr möglich macht. 

Und auch gar nicht erwünscht ist. Darum geht es doch. Denn lieber arbeiten die Kinder in schwerer Arbeitszermürbung, um jenes Geld zu verdienen, das die Auslagerung der Altenfürsorge auf Einrichtungen des Sozialstaates kostet. 

QR Talk im Hangar
Also hört man dann von "Clustern", die sich in Altenheimen bildeten. Also hört man, daß mehr als die Hälfte ALLER sogenannter "Coronatoten" nicht einfach der Altersgruppe, nein, sondern der Gruppe jener Alter, die in Altenheime und Pflegeeinrichtungen abgegebenen Menschen entstammt. 

 

Corona, Covid19 ist keine Krankheit, die weltweit ausgebrochen ist. Sie ist aber in einem Punkt global: Als Symptom der Essenz des Sozialstaates, des Sozialen selbst, das Alte technisch definiert und abschiebt. 
Wenn sie aber noch nicht sterben wollen, dann werden sie mit der Spritze ums Leben gebracht.

Darin liegt doch ein ganz besonders Geschmäckle, meint der Leser nicht auch? Könnte es denn nicht sein, daß diese Corona-Pandemie, an der nicht zuletzt doch zu loben ist - tatsächlich! - daß sie so viel an die Oberfläche gehoben hat, was sich speziell seit den 1970er Jahren wie mittlerweile unabweislich stinkender, sichtbar dampfender, unsortierter (ja, richtig, der Leser assoziiere frei weiter!) Müll über unsere Leben geschichtet hat, daß also diese vermaledeite irgendwas seiende "Corona-P-a-n-d-e-m-i-e" ein weiteres Leck im sechshundert Fuß langen Ozeandampfer unserer Zivilisation, die wir in unzählige ein für alle Mal abgesicherte Existenzberechtigungen separiert haben, gezeigt hat.

Groß wie ein Fußballfeld, hat es den ganzen gigantischen Dampfer aufgerissen. Riesig wie ein Faustloch im tiefsten Grund hat es seinen Boden zu einem Loch verwandelt, durch den die Tiefe zum Sog wurde. Von der Brücke ist das nicht direkt sichtbar, nur über Schwankungen im Steuerguckloch bemerkbar. Lediglich die Grundlinge, also die mit der Realität der Situation eines Dampfers auf dem Meere noch wirklich Befaßten ist es begreifbar. Deren unaufgeregtes Alltagsgeschäft es ist, mit je neu werkbeschwerten Pranken der Welt in die blutumspülten Eingeweide zu fassen. Nur ihnen ist alles bewußt, weil direkt vor Augen. Nur sie sehen die Dimension der eindringenden Wassermassen. Nur sie erkennen das Ausmaß (ob groß, ob klein) des Geschehens. Nur sie vermögen aus Erfahrung zu sagen, ob das umgebende Wasser noch dichte Gischt ist, oder bereits Ozeantiefe nach dem Sinken.

Die Tatsachen sprechen für sich. Fünfzig Prozent aller sogenannter Corona-Toten in Österreich waren Bewohner von Altenheimen. Sie haben mittlerweile schon ein Jahr lang keinen Kontakt mit Angehörigen, ja überhaupt mit der Außenwelt.  
Die Tatsache, daß vor allem Alte - und zwar bestimmte Alte - zu den Hochrisiko-Gruppen gehören, und einen extrem hohen Anteil an den sogenannten "Pandemie-Opfern" stellen, ist in Wahrheit ein Finger auf eine offene Wunde: Die einem Menetekel und Konkurs einer Gesellschaft gleichkommen, die das Soziale auf den Staat überwälzt. Die Folge ist evident: Tod.

Die Alten. Die wir seit Jahrzehnten aus allem Sozialen herauslösen, separieren, und nach höchsten technischen Standards (oder so) versorgen. Seit im Sozialstaat alles Denken in Kategorien der Kostenwahrheit, alles Erkennen von Leistbarkeiten und Geldmengenrealitäten, alles wirklichkeitsgemäße Abschätzen von sozialen Realitäten, fern von jeder Sonntagsphantastik, werden auch die Alten abgeschoben. 

Der VdZ kann sich persönlich erinnern, wie zu den Segnungen, die in den 1970er Jahren ausbrachen, auch das Errichten von "Seniorenheimen" (wie man diese steril aufgepeppten Abschiebeanstalten schönfärberisch nannte) gehörte. Wie neben den Kindergärten, neben Papiermüllbergen aus Gratisschulbüchern, dieser Vergewaltigung der Bildung, Siedlungen mit Single-Wohntürmen emporwuchsen. Und wie am Schulweg der Bau des nächsten Seniorenwohnheims voranging. Wo jede Weltanschauungsgruppe "ihre" Heime für "Ihre" Senioren baute. Als Symptom einer Art des Lebens der Jungen. 

Als Waschmaschine, mit der man deren Leben (als Konsum- und Wirtschaftsmotor, also als Momente der Geldproduktion) von zwischenmenschlichen, also sozialen Lasten befreite. Das ist es, was man Sozialstaat nennt: BEFREIUNG von sozialen Lasten.

Sehr langsam, übrigens. Jahrelang ragten die Rohre aus den glotzenden Löchern, die recht spät mit weißen Kunststofffenstern gestopft wurden. Denn es bestand keine Eile, im Sozialstaat der 1970er. Nein, Eile bestand wirklich nicht. Man baute nämlich gar nicht VOR, man erfüllte keinen Bedarf, nein, und überall nicht. Man erzog stattdessen ein Volk. Man gab ihm die Schienen vor, die sein Leben zukünftig befahren sollte.

Auch, wohin die Alten sollten. In Heime. In denen sie nun elendig krepieren. Das ist die Wahrheit. Und das ist die ganze Wahrheit rund um diese Coronapandemie. Die vor allem eine Zielgruppe kennt: Die Alten, die man in "Pflegeeinrichtungen" abgeschoben hat. Wo die Liebe der Kinder und Verwandten in technisch abgezirkelte und statistisch hochgerechnete Pflegemaßnahmen umgesetzt wurde. Um die Jungen von jeder Belästigung freizuhalten. Denn Solidarität gab es in den Parteiprogrammen in Worten, deren Zahl proportional zur Absenz des Inhalts wuchs. 

Der Sozialstaat ist in Wahrheit der Tod des Sozialen. Er ist dessen Ersatz. Er ist die mit künstlichen Geldausgaben ermöglichte Asozialität. Durch Schulden. Man lobe einmal mehr die Begriffe, denn denken ist Begriffsklärung: Schuld zeigt die Wurzel, und damit die Möglichkeit zur Perversion. Denn Schuld ist das Wesen des Sozialen, und Schuldigkeit deren Bezahlung, persönliches Abstatten deren Geld.

Und nun erwischt es diese Einrichtungen. Mit einem dermaßen simplen "Virus", daß er von Grippe so wenig zu unterscheiden ist, daß man - und dieses Vorgehen ist dermaßen häufig geworden, daß es wirklich von niemandem mehr zu übersehen ist! - einfach aus einem Syndrom lauter Einzelvorgänge macht, die man dann zu einer neuen Krankheit umbenennt: Covid19 heißt nun, was zuvor so alltäglich war, daß man es gar nicht näher in Bestandteile zerlegt hat.  

Covid19. Eine künstliche Krankheit, Krankheit wie jede Krankheit: Begrifflichkeit und Summe unter bestimmte Symptome. Die in diesem Fall überhaupt nur noch aus Virenfragmenten besteht. Die von der Grippe (die ja komplett aus den Krankenstatistiken der WHO verschwunden ist) lediglich unterscheidet, daß sie nun ALS CORONA benennbar wurden. Nein, Corona wurde nun alles benannt, was man unter Grippe vorfand.

Und die ist für alte Menschen immer ein Problem. Denn die Grippe ist - wie nahezu jeder dieser asiatischen Infekte - ein Substanzproblem der Menschen in Europa. Hat mit dem Verhältnis der nach der Sintflut (und aus den Lenden eines der Söhne Noahs, namentlich aus Japhet, entsprossenen) in Europa vor rund fünftausend Jahren gelandeten Indoeuropäer zur menschlichen Substanz selbst zu tun. 

Deshalb sind achtzig Prozent sämtlicher Corona-Toten, weltweit, ehedem Abgeschobene. Eltern, Väter, Mütter, Tanten, Onkel, die man nur aus den Augen wollte. Und mit irgendwelchen technischen Apparaten umgab, die das Soziale ersetzen sollten. Und dafür sogar "sozial" genannt wurden, sodaß den Alten auch noch die Sprache genommen wurde. Die sie in die Lage versetzt hätte, das wirkliche Geschehen rund um sie zu begreifen, sich dazu wirklichkeitsgemäß zu verhalten. 

QR Pflegerbericht
Der Leser möge sich illustrierend zur seelischen Situation solcher in Heime Abgeschobener diesen Bericht anhören. Wo ein Pfleger nur erzählt, wie es in dem Heim mit der Corona-Impfung zugegangen ist, in dem er selbst seinen Dienst versieht. 

Wie die Alten sich verhalten, wie sie entrechtet und mundtot gemacht sind. Und wie sie sich selbst so einschätzen. Weil ihr Alltag ihnen deutlich gemacht hat, daß man mit ihnen würdelos verfährt. Pflegeheime sind per se Institutionen der Würdelosigkeit, und kein Staat der Welt dürfte sie einrichten oder gestatten. Dürfte Institutionen gestatten, wo mit unseren Vätern und Müttern und Onkeln und Tanten nicht persönlich, sondern nach technischen Kriterien und Maßgaben verfahren wird. 

Sodaß sie nicht nur an einem simplen Virus erkranken und, als Todeskandidaten abgestempelt, häufig schwer falsch behandelt, folgerichtig versterben. Und wenn nicht das, durch "Schutzimpfungen" ums Leben gebracht werden.

Vielfach noch dazu mit haarsträubender, falscher Behandlung. Die aber doch nur die gnadenlose, herzlose Fortsetzung des Willens der jungen Generationen ist. Die der gar nicht so heimliche, aber unter Begriffslawinen verborgener Wille ihrer Nachfahren sind. Die nur eines wollen: Daß diese Alten, daß überhaupt alles Nutzlose aus ihrem Leben verschwindet. Koste es, was es wolle.

QR SWR Podcast
Es reicht aber nicht. Abgeschoben ist nicht genug. Noch in ihren letzten Tagen werden die Alten als Versuchskaninchen mißbraucht. Wo man Seren - "Vaccine" - an ihnen ausprobiert, von denen niemand sagen kann, wie sie wirken, was sie bewirken, und was sie mit dem Menschen machen. 


*270221*

Samstag, 23. Mai 2020

Leben als Prozeß eines Weges nach Hause (3)

Teil 3) 
Unsere Wurzeln liegen nicht in "Deutschland". 
Sie liegen in unserer Verwobenheit in unser jeweiliges Volk



Auch das sollten wir also endlich von anderer Warte zu sehen versuchen. Als Antwort auf die Frage, was es sein könnte, das in diesen und jetzigen Generationen die Ablehnung des Eigenen so massiv gemacht hat. Die meisten Erklärungsversuche, bis hin zur "Gehirnwäsche" nach 1945, reichen viel zu kurz, und sind unzulänglich, um das Phänomen wirklich zu verstehen. Ja, sie sind meist nichts anderes als ein sturköpfiges Festhalten an einem Irrtum. Als der falsche Versuch zu prolongieren, was versagt hat, fundamentales Versagen somit zu rechtfertigen, weil auf andere, aber irrtümlich als solche identifizierte Ursachen zurückzuführen.

Vielleicht kommt also dieser so lange Irrweg unserer Gesellschaften, exemplarisch in dieser Frau sichtbar, eben genau daraus. Aus dem Verleugnen und Ignorieren einer Wurzelkultur, die bei Menschen dieser Generation zumindest noch im Fleisch, sonst nur noch in den Ruinen und Museumslandschaften, die unsere Orte bestenfalls geworden sind, in Erinnerungen und Erzählungen somit noch vorhanden ist.

In jenen Generationen, die bald gehen weil sterben werden. Die aber noch ein Hessisch- oder Fränkisch- oder Rheinländisch- öder Kölnisch- oder Düsseldorfer-sein erfahren haben, das heute schon so verblaßt ist, daß man meinen könnte, es gäbe das gar nicht mehr.

Als wäre alles Wurzelhafte bereits der globalen Amerikanismus-Konsum-Unkultur zum Opfer gefallen, die nach 1945 so endgültig alles überlagert hat. Die damit aber ein Zerstörungswerk vollendet hat, das 1870/71 mit dem Ausrufen eines neuen "Deutsch-seins" begonnen hat. Das in Wahrheit die Verdinglichung eines bloßen Begriffs, keiner ontologischen Wirklichkeit war, die für sich selbst Realität werden könnte. (Wir sind umso mehr deutsch, aber auch erst dann deutsch, wenn wir Kölner, Wiener, Münchner oder Dingelfurther sind. Ja, erst dann sind wir sogar ... Menschen.)

Dieser neue Deutschland-Begriff (übrigens: Das hier Gesagte gilt, bitte, sinngemäß genauso für das, was wir heute Österreich nennen!) hat die realen Verwurzelungen bereits im 19. Jahrhundert aufzulösen begonnen. Hellsichtige Personen wie König Ludwig II. von Bayern, nicht zuletzt, haben das sofort erkannt, und sich deshalb so gut sie es vermochten (und das war nicht viel) dagegen gewehrt.

Ohne Erfolg. Der Wunsch nach liberalistischem Leben und kapitalistisch-gierigen Wohlstand war zu verführerisch, zu phantastisch und vielversprechend, zu mächtig. Es mußte ein Deutschland werden, um diese Gier so vieler in einer Zeit des sich überschlagenden Liberalismus (et) Kapitalismus, zu befriedigen.

Identität "Deutsch" - Bildquelle
So wurde eine künstliche, daherphantasierte, irrationale (als rationalistische) Identität als Wunsch und Ziel in die Welt gesetzt, die sich, wie die Geschichte zeigte, nicht und nicht erfüllt hat. (Man könnte auch sagen: Das war der Endsieg des Lutherismus über den Katholizismus.)

Sodaß die Bereitschaft der jungen Generationen der Gegenwart, sich widerstandslos und sogar bereitwillig Massen an Menschen anderer, fremder Kulturkreise ins Land zu wünschen, auf diese Enttäuschung und Leere, die das Unerfüllbare, diese Karotte vor der Nase, hinterlassen hat, zurückzuführen ist. Daß sich dieses Deutsch-sein als "Kultur", das heißt als reale, gestalthafte Identität der Lebensführung, gar nicht erfüllen läßt. Daß es sogar ein und dasselbe wie der amerikanistische, liberalistische Konsumkult ist.

Die letzten Sequenzen des Films zeigen deshalb etwas, das bedeutend ist. Die Frau ist ruhig geworden. Mit einem deutschen Partner (was im Film aber nicht ausgesprochen wird), der in diesem Alter mehr Freund ist als jener "Partner", wie er heute meist verstanden wird, sitzt sie bei einer Art Volksfest, mit bodenständiger Musik im Hintergrund (die man noch als "hiesig" erkennen kann, warum kann man gar nicht wirklich sagen), und spricht über ihre Vergangenheit aus einer inneren Distanz, als wäre sie endlich endlich zur Ruhe gekommen, die sie so lange gesucht hat.

Und dieser Friede lag vor ihrer Haustür. Sie ist aber jetzt erst, in so hohem Alter, nach langer Suche, draufgekommen. Jetzt erst ist sie heimgekommen. Aber sie ist heimgekommen. Nicht nur sie. Auch nämlich ihr afrikanischer Partner. Was hieß ... sie trennten sich.

O ja, wir können viel aus dem Film lernen. Denn wir sollten nüchtern werden, und endlich aufhören, uns dumme Illusionen zu machen, wie und ob eine "Integration" fremder Kulturen möglich wäre. Das ist nicht der Fall! Worein sollte es integriert werden? In etwas, das es gar nicht gibt?
Die Welt ist stattdessen voll von Wurzellosen, die auf der Suche nach einer Heimat sind, die sie vor Jahrhunderten und Jahrtausenden verlasen haben. 
Wir sollten aber auch keine Illusionen haben, was und wie noch "zu retten" wäre. Dafür - und auch das vermittelt der Film! - dürfen wir vertrauen weil hoffen, daß da tief in uns allen etwas liegt, das wie Dornröschen darauf wartet, wieder wachgeküßt zu werden. Wir sollten aber aufhören zu glauben, der Prinz wäre ein wie auch immer geartetes "Deutschland", das selbst bereits eine finalisierte Entwurzelung war, die uns unserer Identität beraubt hat. Nein. Der Prinz kommt aus dem Unbekannten, wir kennen ihn noch nicht. Aber er kann das Dickicht, das uns umgibt, durchbrechen und uns wachküssen, wenn wir dazu bereit sind, es zuzulassen. Zuzulassen, daß es so ganz anders aussieht, als wir meinten.

Das wird nicht "Deutschland" sein. Jenes magische Bild der Versuchung von Macht, Geld und Geltung, geschaffen von selbst Entwurzelten, die aus ihrer existentiellen Verzweiflung, ohne Aussicht auf Boden und Ort, ein willkürliches, phantastisches Ziel aufgerichtet haben, das im Wahn einer Weltschöpfung unverwirklichbar und unerreichbar so viel Schaden angerichtet hat. (Es ist somit kein Wunder, daß der kategorische Imperativ als angeblicher Weltethik in ... Preußen geboren wurde.) Weil es eine Pseudo-Geschichte schuf, die angeblich "unsere" wäre. Das ist sie nicht.

Die Geschichte Deutschlands seit 1871, die angeblich seither unsere Identitätsgeschichte ist, hat in Wahrheit zwar mit uns und unserer Identität zu tun, aber sie IST es nicht. Sie ist vielmehr die Geschichte eines Irrtums, der unsere Gehirne hundertfünfzig Jahre vernebelt hat, und der sich nun auflöst. Gegen welches Auflösen aber sich die einen so, die anderen so wehren.

Wenn wir heimkommen wollen, dann müssen wir deshalb jeden Freimut aufbringen zu jener Ehrlichkeit durchzustoßen, in der wir all unseren Gefühlen und Ahnungen Raum geben, und die uns deshalb erst wahrlich befreit. Dann erst erhalten wir die Antwort, wo das liegt und läge, was uns jenen Frieden des Daheimseins zu geben vermöchte, den wir so verzweifelt suchen. Dieser Ort liegt nicht in einer inneren oder geographischen Ferne. Er liegt in jeder Hinsicht vor unseren Füßen. Dort liegt unser Zuhause.






*060520*