Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Tibet werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tibet werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 1. November 2019

Das Schutzsystem der Räuber

Natürlich ist es hipp, Chinas System als menschenunwürdig zu beschimpfen. Und es hat über sein "soziales Bewertungssystem diesen Vorwurf auch verdient. Ohne der Frage vorerst weiter nachzugehen, ob nicht bei uns ganz ähnliche Vorgänge - man denke an Klimawahn, Kohlendioxydhysterie, Flüchtlingsidiotie, Genderwahnsinn, AfD-Wähler, ... (dem Leser fallen bei etwas Nachdenken gewiß noch viele weitere Bereiche ein) - längst gang und gebe sind. Wo also nach sozialen Punkten auf ein "Moralsystem" gelegt und daraus bewertet wird, was ein Mensch überhaupt noch tun und lassen darf. China bietet also genug Angriffsflächen, gewiß. Doch kaum mehr als wir selbst. Was nicht China rechtfertigen, sondern uns in Frage stellen soll!

Aber lassen wir das vorerst. Um zu fragen, ob dieser Mann, ein vormals in China geborener und dort reich gewordener "Milliardär" - wirklich geeignet ist, um an ihm die Kriminalität des chinesischen Kommunismus zu demonstrieren. Wissen Sie, werter Leser, wodurch Hu Kexin so reich geworden ist, daß er sich heute ein Appartement am Central Park um 82 Millionen Dollar Kaufpreis mit monatlichen Kosten von 66.000 Dollar leisten kann? Er hat nahezu wertlosen Grund in der Nähe von Peking gekauft. Um fünfzehn Euro pro Quadratmeter. Nicht ohne Grund. Denn etliche Jahre später wurde China der Zuschlag für die Olympischen Spiele gegeben. Und wo sollten diese abgeführt werden? Genau. Die beste, ja fast einzige Option waren diese Grundstücke. Über Nacht war deren Preis um das Tausendfache gestiegen! Mit einem Schlag war Hu Kexin reich.

Hat er das seiner Arbeit zu verdanken? Hat er das seiner Tüchtigkeit zu verdanken? Das ist die Frage. Denn Kexin hat nichts anderes gemacht als das öffentliche Interesse - auf der Grundlage des offenbar schon recht belastbaren Rechtssystems, das typisch kapitalistisch Eigentum verabsolutiert - auf Kosten des Gemeinwohls ausgenützt zu haben. Kexin ist also auf Kosten der Allgemeinheit reich geworden. Er verdankt seine Millionen und Milliarden dem Umstand, daß er ein Rechtssystem über dessen inneren Sinngehalt hinaus belastet, schlicht und ergreifend wörtlich genommen hat.

Aber jetzt heißt es hier, in dieser Arte-Dokumentation, daß Chinas Millionäre auf rätselhafte Weise verschwinden. Kein qualifiziertes Wort, daß diese vielleicht abhauen, weil sie die Gemeinschaft der Chinesen einfach beschissen und bestohlen haben. Nein. Denn im Liberalismus gilt ja gar nicht Wert und Arbeit, gilt ja gar nicht Leistung! Es gilt nur noch Cleverness. Und niemand hat mehr Cleverness als der Kriminelle. Der nicht mit der Gesellschaft lebt, sondern nur nach Schwachstellen sucht, an denen er sie übervorteilen kann. Und umso mehr auf eine Absolutheit von Eigentum pocht, die weder naturrechtlich noch moralisch ist. Genau der aber tritt mit moralischem Anspruch auf. Tibet. Ach, was für ein geeignetes Ersatz- und Tauschobjekt!*

Kexin mußte also in den Westen fliehen. Denn nur dort gilt jener Liberalismus, der jeden Räuber vor alle Opfer stellt, indem es auch erraubtes Gut schützt. Daß sich ein Staat (in dem Fall China) davon zu schützen versucht, ist nur zu verständlich. Und daß er dabei sein eigenes Rechtssystem nicht immer einhalten kann, will er effizient sein, begreifbar. Auch, wenn der Staat China heißt und nach offizieller Lesart böse und menschenverachtend ist.** Kexin ist das nicht weniger. Halt, er ist sogar mehr. Er ist auch abstoßend zynisch. Man sollte ihm eine Menschenrechts-Kolumne in den New York Times einräumen. Denn Kexin hat, wie man sieht, genau den missionarischen Eifer der wirklich Schuldbeladenen. Das paßt exakt zur jüdisch dominierten New York Times.

Gerade am Beispiel China läßt sich das hervorragend demonstrieren. Wie Kapitalismus nur gedeiht, wenn der Staat ihn auf Kosten des Gemeinwohls stützt.  Dort gibt es Milliardäre, die nur durch ihre politischen Verbindungen "reich" wurden. Dann preisen sie auch gerne die Verdienste der sozialistischen Planwirtschaft - ein Ausbeutungssystem par excellence! - im Fernsehen. Klappen diese Verbindungen nicht mehr, mit deren Hilfe sie "reich" wurden, fliehen sie in den Westen und klagen den Heimatstaat der Menschenrechtsverletzungen an ... Dann ist es auch der Neid gewesen, in den das Ahnen von naturrechtsverletzenden, ungerechten, gierigen Unternehmungen gerne mal umgetäuschelt wird. Während sie selber zu selbstlosen Wohltätern der Menschheit werden. Und der Westen gliedert sie dankbar in seine Schutzwamme ein.

Herrschaften, ein Volk braucht verantwortungsbewußte, väterliche, freie Unternehmer. Es braucht einen in dieser Hinsicht freien Markt, jawohl. Es braucht das Moment des Risikos. Aber es braucht keine cleveren Geschäftemacher, die die Freiheit des Marktes ausnützen und hintergehen, die die Freiheit zur Pflicht für andere umdeuten und andere mit dem sprachlichen Duktus der Freiheit zwingen wollen, dumm zu sein.

Und so als Nebenprodukt eine Kulturrevolution wünschen und mit ihrer Macht fördern, weil es ihren a-sozialen Interessen dient.*** Denen sie freilich einen möglichst "absolut guten" (Klimapanik, Vielfaltsduktus, etc. etc.) Mantel umhängen, solange er ihnen dient. Denn den Liberalsten wird es eben auch zu viel, wenn diese Freiheit ihnen auf ihre Zehen steigt. Dann fordern sie "Keine Toleranz den Intoleranten", und so weiter. Solche aber sind in der Schar der wahren Feinde eines Volkes, das es nur gibt, weil und soweit es Kultur ist.****







*Ist dem Leser klar, daß (über aller Dalai-Lama-Hysterie und Gehirnverblödung hinaus) Tibet von vielen (westlichen) Reisenden stets als "Hölle auf Erden" beschrieben wurde, die durch das religiöse System den Menschen auferlegt wurde? Nicht NACH, sondern VOR der chinesischen Invasion. Und etwas anderes ist bei all den "Naturreligionen" nie herausgekommen. Den "edlen Wilden" sag es nie und zu keinen Zeiten, der Mensch war immer gleich. Und gleich anfällig für Sünde und Schwäche. Sie sind immer und jederzeit - nachweislich! - zu Höllensystemen in der Hand der zufällig Machthabenden - mit der tragenden Säule der Priester, diesen Vertretern des göttlichen, des absoluten Willens - entwickelt.

**Wir haben schon mehrfach an dieser Stelle darüber geschrieben: Der Liberalismus, der aus seinem Wesen heraus unfähig ist, ein tragendes System aufzustellen, der deshalb aber immer gerne "gegen" etwas ist, deshalb heute wie seit je als Ankläger von (tatsächlichen) Mißständen auftritt, hat immer seine Grenze, die er nur geschickt zu verbergen vermag. Er fließt immer über in ein System der gut verborgenen Illegalität, um die Ordnung noch zu halten, weil diese schließlich (aus dem Schmerz des Übels) als notwendig erkannten Maßnahmen gegen seine Prinzipien auch des Rechtsstaates verstoßen. Wie soll das in China anders sein?

***Ach, es gibt angeblich Lichtgestalten wie Bill Gates (Microsoft), die nun über Stiftungen das Heil über die Menschheit ausstreuen? Herrschaften, wie blöd sind wir denn schon? Erst radiert dieser Mann eine ganze und vielfältige Landschaft von (lokalen) Programmierern und Ideen aus, drückt die Welt unter das Microsoft-Joch, und dann kommt er, und finanziert mit den geraubten Milliarden "Wohlfahrtsprojekte" (nach seinen Vorstellungen von Wohlfahrt) in der ganzen Welt? Geht es noch irrer?

****Auch der VdZ traut den Chinesen nicht, und sieht Projekte wie das "Seidenstraßenprojekt" mit größter Skepsis, das China Einfluß in Europa bringt, der den Kontinent eines Tages erwürgen könnte. Aber er meint auch zu sehen, daß die Chinesen nicht so dumm sind wie etwa die Europäer, die der VdZ zumindest westlich des Inn, (wenn nicht der Leitha also auch Cisleithanien) als fast vollständig vertrottelt, ja geistesgestört beurteilt.




Freitag, 2. Dezember 2016

Wo man immer besser schifahren kann

Solche Meldungen liest man nicht in den Massenmedien, dafür muß man Trüffelschwein spielen. Wie die Kalte Sonne, die zwei Berichte von Instituten zitiert, die sich mit der Erforschung der Himalaya-Gletscher befassen und auf Daten seit 1973 zurückgreifen können. Wobei es erst seit 2000 exaktere Erhebungen gibt. Aber kurz zusammengefaßt: Nichts Neues im Himalaya - die Gletscher im Karakorum (im Gebiet des Hunza) sowie im Nordwest-Himalaya (Astore-Becken in Tibet) sind seit 40 Jahren summa summarum STABIL. Ein paar sind leicht geschrumpft, ein paar haben leicht zugelegt, in Summe hat sich nichts geändert. Wenn es eine Klimaerwärmung geben soll, egal ob menschengemacht oder sonneninduziert, hat sie sich dort noch nicht blicken lassen. Das Ewige Eis ist dort scheinbar wirklich ewig.

Ähnliches muß man für die Zentralalpen in Salzburg und Tirol folgern, auch wenn die 4000 Meter niedriger liegen, aber aus ganz anderen Quellenberichten. Von denen ja schon einmal an dieser Stelle berichtet wurde. Die lokalen Messungen, die die Betreiber der großen Schigebiete (in die Gletscher einbezogen sind) nämlich dort seit langem anstellen, und über die letzten Jahrzehnte eine Abkühlung vermelden. Solche Berichte sind gewiß nicht irrelevant, denn diesen Investoren geht es nur ums Geld, und das würden sie nicht investieren, wenn ein Ausapern der Alpen durch Erwärmung zu befürchten wäre. Stattdessen werden heuer sogar enorme Summen in den weiteren Ausbau der Schigebiete in Tirol und Salzburg investiert. 

Daß es zum Abschmelzen vieler Gletscher in den Alpen gekommen ist ist zwar nicht zu bestreiten, aber genau so wenig, daß das ganz regelmäßige Rhythmen sein dürften. Das zeigen die Bäume und Siedlungsreste, die zurückgegangene Gletscher freilegen. Der Innbrucker Glaziologe Prof. Patzelt kommt aus den Beobachtungen, die er seit Jahrzehnten macht, jedenfalls nicht zu dem Schluß, daß wir es mit einer allgemeinen Klimaerwärmung zu tun haben.

Wie schwierig aber überhaupt Aussagen zu diesen Dingen sind, zeigen gerade die Alpengletscher. Während für heuer insgesamt eine deutliche Verlangsamung des Abschmelzprozesses vermeldet wurde, soweit sie eben abschmelzen, wachsen 10 % der Alpengletscher ohnehin seit vielen Jahren. Wenn das auch nichts sagt, so zeigt es doch, wie wenig man zu einer Entwicklung sagen kann, in der man erstens mitten drin steckt, und die zweitens zeigt, wie problematisch es ist, mit Abstrakta wie "Weltklima" zu arbeiten, übwohl offenbar schon in kleinsten Räumen ganz unterschiedliche Richtungen festzustellen sind. Während es in manchen Regionen und Jahreszeiten wärmer wurde - wobei die Gründe ganz unterschiedlich und oft gar nicht erkennbar sind - wurde und wird es in vielen Gebieten kühler. Über mehr als über klimatische Klein- und sogar Kleinsträume werden wir aber wohl auch nie sprechen können.



***


Wer sich dieser Tage des Weihnachtsgeldes erfreut sollte sich vom Bericht über die EEG-Umlage in Deutschland in den letzten (und nächsten) zwölf Monaten nicht die Laune verderben lassen weil ihm bewußt wird, in welchen Wahnsinn wir per politischer Zwangsverordnung eingespannt wurden. Denn daraus geht hervor, daß über Deutschland gerechnet Windstrom nur einen Kostendeckungsgrad von nicht eimal 5 % aufweist. Bei Solarstrom ist er mit 8 % geringfügig besser. Weil die Sonne wenigstens dann bedarfsgerecht am höchsten steht, wenn in den Küchen die Herdplatten aufglühen und das Bedürfnis nach entspannter Behaglichkeit groß ist. 

Der Rest der Gesamtkosten aus dem "Gesetz für Erneuerbare Energien", die allesamt auf die Subventionierung von Stromquellen abzielen, die angeblich keine Rechnung schicken, in Höhe von nahezu 21 Mrd. Euro geht in den Topf der Weihnachtslotterie für die Weltretter, sprich: die Erzeuger solchen Stroms ohne Rechnung. Sodaß jeder einzelne deutsche Haushalt mittlerweile bei einer durchschnittlichen zusätzlichen Jahresbelastung von 670 Euro für diesen kostenlosen und nachhaltigen Strom liegt, Tendenz weiter stark steigend. 

Irgendwann wird man schon noch auf den Punkt kommen, wo man auch das vorgebliche Ziel der CO2-Reduktion angehen kann, um die Welttemperatur um ehrgeizige 0,03 Grad abzusenken (bzw. zumindest glauben manche daran, daß man das kann. Aber wir haben ja bald Weihnachten, da ist ja alles möglich.) Derzeit jedenfalls wird in der europäischen Gesamtrechnung noch immer kein Gramm weniger CO2 in die Luft verblasen als vor 10 Jahren.





*081016*

Mittwoch, 16. Februar 2011

Samstag, 12. April 2008

Gewaltfaktor Moral

(Titelverlinkung: For the People of Tibet)

Es tut mir leid - die Lage in Tibet zu beurteilen vermag ich nicht. So berührend die Internetseite auch sein mag, deren Link ich soeben erhielt. Und: Täglich erreichen mich irgendwelche Aufforderungen, meine Unterschrift unter irgendeine Petition zu setzen, um gegen ... um für ... ja wogegen eigentlich? Wofür? Hauptsache, der Name steht drunter, Hauptsache die Angelegenheit gewinnt Gewicht. Gewinnt Macht. Damit man dabei ist. Bei den Siegern.

Durchsetzen. Dabei sein. Dort, wo man gewinnt. Moralisch.

Hier: Gegen die chinesische Besetzung von Tibet. Die geschah vor 58 Jahren. Dagegen, daß China die Aufstände, die uns die Medien nahebrachten, niederschlägt? Dafür, daß der Dalai-Lama wieder in Tibet das Szepter übernimmt? Für eine Demokratie in Tibet nach amerikanischem Muster? Bin ich dann verpflichtet, mich zu informieren? Kann ich mich überhaupt hinreichend informieren - müßte ich also hinfahren? Mit wem reden? Wem vor allem glauben? Einem buddhistisch-heidnischen Glauben (mit einem interessanten Inkarnationsgedanken, übrigens) verhelfen, daß er sich in Ruhe entfalten könne - von dem es auch ganz andere Zeugnisse gibt: nämlich schreckliche?

Dafür sehe ich, wie der Druck wächst, sich nicht nur in nahezu alles und jedes einzumischen, zu allem eine Position zu beziehen. Robbenschlachten. Klimawandel. Dschungelverbrennung. Tigerverfolgung. Walsterben. Atommüllverklappung. Hundezüchtung für Essenszwecke. Pelztierfarmen. Singvogelfang in Italien. Laborratten. Kurdenverfolgung. Palästinenserproblem. Irakkrieg. Temelin. Biolebensmittel. Insektizide. Red lists. Bildungsbudget. Ausländerintegration. White Ribbon ... Hey: Das Rauchen! Der jüngste Hammer.

Die Liste wäre endlos verlängerbar, fiele nicht eines auf: Immer umfassender werden die Angelegenheiten, immer mehr zu Blöcken, die das ganze Leben, den ganzen Tag umfassen, von Jahr zu Jahr.

Und: es ist immer dasselbe verlangt: Sich zu deklarieren, sich als guten Menschen zu deklarieren, der diesem weltweiten und öffentlichen Moralkodex angehört. (Denn ob etwas erreicht wird ist - wie edel - unwesentlich; das würde ja die Antworten auf obige Fragen verlangen.) Aber man muß bereit sein, jemand sein, der egal wo, und egal wie, und egal wem die Durchsetzung einer Moral verlangt, und sei es: erzwingt. Ja: Der moralisch ist. Auch ohne das, was Moral überhaupt bildet, näher geprüft zu haben: WIE DENN DIE DINGE WIRKLICH SEIEN. Denn Gerechtigkeit gibt es nur vor dem Hintergrund der Natürlichkeit, dem Wesen der Dinge. Dann sollte sich auch ergeben, OB ICH FÜR SIE ÜBERHAUPT VERANTWORTLICH BIN. Ob also die Dinge in ihrem Lauf zu beeinflussen natürlicherweise in meiner Macht (und damit: Pflicht) steht. Oder als geringeres Übel. Der Streit um Moral ist aber doch ein Streit darum, wie die Dinge sind?!

Denn wer nicht moralisch ist - der sei ausgestoßen. Der hat kein Recht, Teil der menschlichen Gemeinschaft zu sein. Ja, der ist vogelfrei. Und was moralisch sei, das ist hiermit definiert, denn es liegt in einer Tatsache verbunden: mit dem, WER moralisch ist. Das WAS ist unwesentlich. Das kann sich ruhig ändern.

Es geht um das WER. Das ist der eigentliche Ruf dieser Aufforderungen. Wie vorsichtig aber sollte man doch bei dem sein, was einer wie eine Flagge vor sich herträgt. Was einem einer ins Gesicht reckt, auch wenn man nicht danach gefragt hat, damit das Urteil vor der Wahrnehmung da sei, und unveränderlich sei.

Um diesen Glauben zu stärken, brauchen wir immer mehr, immer öfter, immer größere Gelegenheiten, uns zu deklarieren, uns Identität zu verschaffen: Als Gute. Was wohl nur damit zusammenhängen kann, als uns die wirkliche Sättigung der Wirklichkeit fehlt. Die braucht keine Bestätigung mehr. Die wird aus dem natürlichen Vollzug satt. So können wir auf den Tag warten, wo wir mit unserem Blut, unserem Daumenabdruck, den Ausweis der Heiligkeit siegeln. In einer Gemeinschaft der Heiligen.

Sieger sein. In der Moralität. Das ist Heiligkeit.

Und: die wollen wir doch alle, das ist doch legitim das zu wollen - oder!?




 *120408*