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Mittwoch, 23. Dezember 2020

Aber eine Lösung ist ferner denn je (2)

 Teil 2) Was tun?


Was tun? Über ein Staatsmodell nachdenken, das in einer Art Föderation, die nicht unbedingt auf territorialem Prinzip aufbaut, auch wenn es das nicht beseitigen wird können, aber den Staat akzeptiert, ja will, mit hohem Selbstverwaltungsgrad (aufgrund der sehr unterschiedlichen Identitäts-, Religions- und Weltanschauungsprinzipien). Die Schweiz hat Ähnliches seit fünfhundert Jahren vorexerziert, übrigens: beileibe nicht friktionsfrei! Aber die Klammer hat immer gehalten. Und die Monarchie hat es im 19. Jahrhundert noch (erfolglos) versucht: Staatsföderation ohne nationale Teilungen.

Auch die Römer übrigens haben das so gehandelt: Gebiete zugewiesen, oder aber - im 5. Jahrhundert - über einen "Drittelerlaß" Besitzer größerer Ländereien enteignet, die solcherart gewonnenen Gebiete den Zuwanderern (Langobarden) zugeteilt.

Das wird zweifellos heißen - und ich wüßte nicht, was es verhindern sollte, wir befinden uns in allen europäischen Großstädten auf dem besten Weg dazu - daß man Bezirke von Wien Gruppierungen in Selbstverwaltung zuteilt, das wird heißen, daß man neue Ländergrenzen (vielleicht sogar aus heutiger Sicht Staatsgrenzen überschreitend) definiert, auch hier Gebiete zuweist. Daran sollte wahrscheinlich weitergedacht werden, es gibt historisch zweifellos Parallelen, man denke an die Juden (deren Integrationswille vor allem ab dem 18. Jahrhundert sogar ausgesprochen hoch war) - wir sollten uns der Angelegenheit also nüchtern stellen, um bereits bekannte Probleme nicht erneut hoch zu beschwören, um vor allem aber dem Unterbewußten nicht die Chance zu lassen, sich (neuerlich in bekannten Formen) zur Dämonie auszuwachsen! Vielleicht findet der Österreicher so sogar noch zu sich.
 
***
 
Ich habe mich bei meinem heurigen Zypernbesuch (im türkischen Norden) mit Entsetzen ob des dort Gesehenen gefragt, was man damit bezwecken kann, hunderttausende Anatolen, Bauern, in zyprische Städte und Siedlungen zu stecken. Ähnliches geschah ja in Europa - der weit überwiegende Teil (ein Export türkischer Sozialprobleme, übrigens!) der Zuwanderer aus der Türkei, und diese sind das wohl größte Problem, das wir mit Migration und Integration haben, auch zahlenmäßig, ein Kulturproblem, stammt aus dem anatolischen Hochland. Es sind Bauern. Sie finden bei uns keine Arbeit, werden hier nicht gebraucht, und leben zwangsläufig in hohem Maß von den bestehenden Sozialstrukturen, erhoffen sich eine bessere Zukunft vor allem über die - gleichfalls von den bestehenden Strukturen finanzierten - besseren Ausbildungen für ihre Nachkommen.

Gleichzeitig erleben wir seit Jahrzehnten einen Strukturwandel (so nennt man politische Desaster seit langem) in unserer österreichischen Landwirtschaft. Mit dem größten Problem: den fehlenden Nachfolgern.

Da also wandern Bauern zu - und dort fehlen sie. Doch das Problem findet keinen gemeinsamen Nenner ... Sogleich und dazu passend erinnere ich mich auch an eines der unsinnigen Seminare "Bewerbungstraining", das auch mir vor Jahren einmal das AMS verordnete. Ich saß da unter dreizehn Jugoslawen und Türken, kaum einer, der mehr herausbrachte, als "Staplerschein", was seine berufliche Perspektive darstellte; dazu noch zwei Österreicher, Steinmetz der eine, die nur noch warteten, ihre Pension antreten zu können. 

Aber: nach viel Mühe gelang es mir, mit einem der älteren Türken (sehr netten) Kontakt herzustellen. Wir wohnten ja fast Tür an Tür im 10. Bezirk, in einem Viertel, dem ursprünglich ältesten von Favoriten, originaler geht es kaum noch, das heute regelrecht von einer nagelneuen islamischen Infrastruktur gekennzeichnet ist.

Schließlich habe ich herausgefunden, daß er auf einem anatolischen Bauernhof groß wurde. Er erzählte mit gar glänzenden Augen von den Tieren seiner Kindheit, wie er das Landleben liebe, den Umgang mit Pflanzen und Tieren. Aber hier warte er nur noch auf die Rente - dann werde er in seine Heimat zurückgehen, um zu sterben. Ich riet ihm, das sinnlose Suchen nach Hilfsarbeiterstellen in Lagern (zu mehr reichte seine Qualifikation nicht) zu beenden, und stattdessen zum Beispiel in Gärtnereien zu suchen, in Betrieben jedenfalls, die doch seinen Qualifikationen und offenbar seinen Neigungen entsprächen.

Sie meinen, die EU wäre das Problem? Ja, dann müßte man wirklich sagen: wozu haben wir Politiker? Da besteht ein Problem? Ja, es ist ein Problem der EU-Gesetzes- und Förderstrukturen - also müssen DIESE umgebaut werden, weil sie an den Wirklichkeiten vorbeigehen, und reale Probleme einfach ignorieren: die Länder den Gesetzen anpassen wollen, anstatt umgekehrt. Und die Problemformulierung lautet: Wir haben hier hunderttausende Landwirte, Kleinlandwirte! Lassen wir doch wieder eine Landwirtschaft zu, in der wir diese wieder brauchen?!


*161220*

Dienstag, 22. Dezember 2020

Aber eine Lösung ist ferner denn je (1)

Als dieser Artikel geschrieben und hier vor Augen gestellt wurde, also am 14. Oktober 2010, lag das vorgebliche Schicksalsjahr 2015, dem Jahr, in dem wir von Migranten überschwemmt wurden, noch fünf Jahre vor uns. Wenn aber dann und in den folgenden Jahren das Problem Migration die gesellschaftliche Debatte bestimmte, so tat sie das mit einer gewissen Vergessenheit. In der wieder einmal und wie - ach! - so oft getan wurde, als stünden wir vor einmaligen, noch nie dagewesenen geschichtlichen Ereignissen.

Aber nichts, was uns dann als Problem vor Augen trat, oder in den Jahren danach als Problem bewußt wurde, war und ist neu. Es lag schon viele Jahre vor uns, und wir haben somit 2015ff. nur erlebt, was wieder einmal so grundsätzlicher Natur war, daß wir den aktuellen Problemen schon rein unter Bezug auf diese Allgemeinheit der Fragestellungen begegnen hätten können. Es hätte uns viel viel Geld, viel viel Leid, viel viel Ärger und viel viel schlechte Wut erspart. 

Schon gar weil letztere ihren "Bezug auf das Aktuelle" nur vorgab. In den Problemen, die mit der Zuwanderung einhergehen, nur den Anlaß nützte und als "Motiv" weil Ursache heranzog. Um eine viel grundsätzlichere Energie ins Weltlich-Gestalthafte zu bringen. Freilich immer noch mit vielen Ungestalten, vielen Mißbildungen und Krampuslarven und damit Häßlichkeiten belastet. 

Denn einer Aufarbeitung des wirklich Wirklichen harren wir heute noch. Und wir müssen aus grundsätzlichen Überlegungen zur Auffassung kommen, daß gar niemand den Mut hat, sie zu lösen. Was nur geschähe, wenn diese Grundsätzlichkeit, diese zeitlose Ewigkeit des Ontologischen gesehen und darauf eingegangen würde.

Wir haben somit fünf Jahre hinter uns, in denen zwar viele Schlagworte produziert wurden. In denen aber nichts vom Grundsätzlichen gesehen und gelöst wurde. Neue Politiker sind aufgestanden. Aber sie sind nur auf der Welle des vorübergehend Aktuellen gesurft. 

Man muß ihre Absicht bezweifeln, wirklich Probleme lösen zu wollen. Denn sie verweigern nach wie vor den Blick auf das Wirkliche. Das aber schon vor zehn (in Wahrheit und auch durch Artikel des VdZ belegbar: Zwanzig, dreißig) Jahren erkennbar und erkannt war. 

In welchem Licht sich aber das scheinbar Aktuelle völlig anders darstellt. Als Gischflöckchen auf einem so mächtigen Wellenschlag des Meeres, daß wir längst in einem Geschichtsstrom mit- und weggerissen sind, dem wir hilflos gegenüberstehen. Wir können uns nicht mehr mit Gefechten befassen, das wurde schon vor zehn Jahren an dieser Stelle gesagt. Sondern wir müssen uns Fragen über die Zeit "nach dem verlorenen Krieg" stellen. Daß wir diesen Krieg aber längst verloren haben, diese Einsicht wird nach wie vor von der Politik und vom allgemeinen (vor allem auch medial dargestellten) Diskurs ebenso verlogen und heimtückisch wie schamvoll verborgen.

Im Oktober 2010 stand also hier in einer längeren Ausführung eine Einsicht zu lesen, die wir heute nach wie vor verweigern, obwohl die Hinweise, daß sie richtig ist, weit weit stärker, deutlicher geworden sind. 

Woran der Leser das auch erkennen wird, liest er die Ausführungen unter heutigem Licht? An den Schlagworten! Sie haben sich nicht nur nicht geändert, sondern sie treten wie damals und wie immer mit einem Mäntelchen ans Tageslicht, das glänzt, als wären die bezeichneten Realitäten, also die Mantelträger, gerade erst ans Licht der Welt gekommen.

 

Wir haben gar keine Wahl mehr

Wer es immer noch nicht glauben will, dem ist nicht mehr zu helfen. Aber wir haben keine Wahl mehr, das Problem der Immigration, das derzeit angeblich sogar Wahlen entscheidet, ist NICHT MEHR LÖSBAR, es ist nur noch langfristig bewältigbar. Und den größten Teil davon, die Integration, kann man überhaupt nur noch aussitzen.

Das heißt: warten, bis sich aus diesem Konglomerat an Menschen, das sich in Österreich (und Europa) nun befindet, eine Art "neues Volk" gebildet hat. Wir befinden uns mitten in diesen Geburtsprozessen, und was immer schmerzt - es sind AUCH Geburtswehen. Der Zug ist abgefahren.

Nicht nur deshalb ist das zu sagen, weil es nun schon bald täglich nächste Geschichten gibt, wo sich Abzuschiebende, die aufgrund endlos in die Länge gezogener (meist von Anfang an aussichtsloser) Asylanträge (mit Berufungen und Bescheiden und Berufungen ...) jahrelang in Österreich lebten, angeblich "voll integriert" sind, schlichtweg durch "Flucht" und vor allem medial hollywoodartig aufbereiteten Tränenargumenten einfach dieser Abschiebung entziehen. Die nunmehr notwendig gewesene Gewalt findet keine gesellschaftliche Akzeptanz mehr, und ist wahrscheinlich überhaupt fraglich, auch weil es kein wirkliches Instrument grundsätzlicher Politik (sondern nur in Ausnahmefällen) sein kann.

Heute fehlt ein 14jähriges Mädchen. Es ist einfach nicht mehr aufzufinden, nach dem Schulbesuch "verschwunden". Ihre armenische Mutter soll nach Ungarn (dem Land, aus dem sie nach Österreich einreiste) zurückgebracht ("abgeschoben") werden.

Eine neue Methode also. Wetten, wer sie anwendet oder empfiehlt, werden gerne entgegengenommen.

Das Migrationsproblem, das Problem einer Überforderung der Integrationskraft Österreichs (und Europas), ist nicht mehr auf eine Art lösbar, die von bisherigen Denkansätzen ausgeht, und die eine Steuerung der Zuwanderung, um gewisse Grenzen der Integrationskraft nicht zu überfordern, um bedrohlichen Selbstverlust zu verhindern, für notwendig erachtet. Man kann sich den Fakten, die nicht mehr zu verändern sind, nur noch stellen.

Man muß das Problem in einem ersten Schritt wohl einmal teilen. In Zuwanderung - die auf jeden Fall klar gesteuert sein muß, was heißen wird: gestoppt (denn das "notwendige" Klientel wird niemals zuwandern - gut ausgebildete, leistungsbereite Menschen, die die bestehenden Schulden über immer höhere Steuerlasten abzutragen helfen ...) und in Umgang mit den mittlerweile rund 1,7 Millionen Zuwanderern in erster oder zweiter oder gar schon dritter Generation, ob Staatsbürger oder nicht. Auch hier gibt es dramatische Integrationsprobleme, und zwar abhängig vom jeweiligen Kulturgap, um ein modernes Wort dafür zu verwenden.

Wahrscheinlich sogar führt an der klaren, bewußten Organisierung (!) von Parallelgesellschaften, die aufgrund der räumlichen Nähe in Jahrhunderten, manchmal vielleicht gar nicht (wie bei den Juden), zusammenwachsen werden, kein Weg mehr vorbei. Darüber JETZT zu jammern ist regelrecht kindisch. Wir sollten nur - das ist sehr ernst gemeint - darauf achten, daß wir gute Militärkräfte haben. Deren Aufgabe wird es sein, in zehn, zwanzig Jahren die Volks- und Weltanschauungsgruppen samt deren "Bürgerwehren" daran zu hindern, sich gegenseitig zu zerfleischen. Der Staat hätte darin tatsächlich eine Kernaufgabe.

Politisch aus manchen heutigen Blickwinkeln gesehen, wird dieses unaufhaltbare Geschehen ohnehin einem Schuß gleichen, der nach hinten losging, und die Verursacher, die das Land preisgegeben haben, Heulen und Zähneknirschen einbringen. Die Welt findet sich immer in "Harmonien", die mit Gerechtigkeit gewisse Parallelen haben. Denn nachdem die Wertestruktur der Einwandernden, vor allem aus islamischen Kulturkreisen, außerordentlich voluntaristisch-naturrechtlich ist (das Wort "konservativ" drückt es nicht richtig aus), werden sie maßgeblich zu einem gesellschaftlich-staatlichen Umbau beitragen, der ohnehin in vollem Gange ist. Hin zu einer Wertediktatur, vor der selbst der VdZ die Hosen voll hat.

Denn den Migranten geht es nicht um Freiheit im abendländischen Sinn, weit gefehlt. Es geht ihnen aber lediglich genauso wenig um Freiheit, wie denjenigen Gruppierungen im Lande, die das Desaster zu verantworten haben. Es geht ihnen um einen Ort, an dem sie ihr Leben leben, nein: durchziehen können, gleichgültig, wo der ist. Sie sind ortlos, wollen auch keine Österreicher sein. Und weil sie fast sämtlich aus nicht oder nicht mehr existenten Kulturen kommen, wird die einzige Form, die sie organisiert sein läßt, sehr an Totalitarismen erinnern.

Aber von "Integration" zu sprechen ist schlicht lächerlich. Selbst wenn man mit der Sprache anhebt, und wenn, muß man dort anheben - jeder bringt Erbe mit, jeder bringt eine völlig andere Seele mit. Es dauert Jahrhunderte, es braucht langsam wachsendes Vertrauen, braucht nach und nach entstehende verwandtschaftliche, engere, familiäre Verbindungen ... Und wer weiß, in vier-, fünf-, achthundert Jahren formt sich in diesem geographischen Raum so etwas wie ein neues "Volk", das tatsächlich Gemeinsames hat, als Basis für ein Vaterland, das mehr ist als eine "Idee". Das ist ohne jeden Sarkasmus gemeint.

Man wird vielleicht eines Tages mit jenen, die diese historisch einmalige Selbstzerstörung und -auflösung politisch zu verantworten haben, abzurechnen haben. Nur: es wird dann höchstwahrscheinlich niemanden mehr geben, der Klage erhebt. Die derzeitigen Politiker, zum Teil sogar unschuldig zum Handkuß gekommen ob der Erblasten ungelöster vergangener Probleme, müssen alles nur aussitzen.
 
Morgen Teil 2) Was tun?


*161220*

Samstag, 7. November 2020

Wider Enzykliken (4)

 Teil 4) Wie das Katholische zur Ideologie wurde
Aus einer Ideologie aber folgt Totalitarismus

Nun geschieht aber Folgendes, und dem Leser wird nun vielleicht klarer, warum der Anfang den Inclusivismus aufs Spielbrett holte: Dieses Selbstgefühl der Schwäche ist notwendige Konsequenz des Verzichts auf jene männliche Vernunft, die sich nicht selbst von der intellektuellen Rechtfertigung abhängig macht, sondern diese zwar liefern kann wenn sie möchte, aber um die prinzipielle Problematik des Intellektualismus weiß: Der eine prinzipiell andere Sphäre mit Mitteln beweisen soll, die gar nicht dieser Ebene zugehören. 

In den Augen dieser Welt ist die Kirche, ist der Glaube "unterlegen". Aber eben nur in den Augen DIESER Welt! Nicht in den Augen Gottes, nicht in den Augen der Wirklichkeit. Die mangelnde Selbstverfügung, die man mit dem Schritt in den Wettbewerb alleine innerhalb der Mittel dieser Welt ausgelöst hat, hat den Verlust des Selbstwerts bewirkt. Was nun einsetzte ist exakt das, was mit dem Inclusivismus des Inders beschrieben wurde.**** 

Man hat, mit den Worten von Abszessium Kuhschneider formuliert, diesem weltweit berühmten Bänkelsänger aus dem Inneren Allgäu, mit dem Zweiten Vatikanum auf die allumfassende Wirklichkeit und Macht verzichtet, um sich der Welt "verständlich" zu machen. Man hat den Ferrari in der Garage gelassen, um mit dem Tretroller um die Wette fahren zu können. Den der andere nicht als Seinsmangel fährt, sondern der fortan der Maßstab der Fortbewegung sein soll. Man hat dieses unendliche Licht des Glaubens und der Wahrheit ausgeklammert, um fortan mit dem beschränkten Verstand des Nichtgläubigen zu denken. 

Die Folge ist, daß sich das gesamte katholische Denken in Widersprüche zu verheddern beginnt. Aus dem unendlichen Wahrheitsgebäude wurde ein irrationales Gefühlsgelände. Von dem nun (weil es keine Grenzen mehr kennt weil scheinbar hat) behauptet wird, daß es "alles" enthält, was in der Welt der Fall ist (um einen Satz von Wittgenstein zu mißbrauchen). 

Fortan war die Kirche mehr und mehr nur noch bemüht der Welt zu beweisen, daß sie in ihren Kategorien denken und handeln konnte. Mit der unausbleiblichen Folge, daß sie auch die Kriterien der Welt aufzugreifen begann, ohne deren wirkliche Wirklichkeitsrelevanz noch beurteilen zu können. Was nach sich zieht, daß dieses Bestehen-können vor der Welt von dieser selbst abhängig wird: Die weltliche Instanz wird für die Kirche, die auf jede Kohärenz und Widerspruchsfreiheit in ihrer Lehre verzichtet, bindend.³

Daß dabei die katholische Soziallehre beispiellos verzerrt wird kann nicht ausbleiben. Diese hat sich von einem befreienden Regelsystem in ein System von schwerfälligem Emotionalismus und theoretischer Inkohärenz verwandelt. 

Die Rolle der katholischen Soziallehre bestand nie darin, eine politische Plattform oder Ideologie vorzuschreiben. Sie wollte nie mehr als die Grenzen festlegen, außerhalb derer der gefallene Mensch in geistigen Verfall geraten würde. Dazu mußte sich der Mensch seiner Rolle in der Politik ermächtigen und sie mit katholischem Blut durchdringen. 

Hier sind die Grenzen, das soll uns die katholische Soziallehre dabei sagen. Aber innerhalb dieser Grenzen bist Du frei. Diese Grenzen SCHAFFT aber nicht die Kirche, sondern sie weist nur darauf hin. Die Kirche schafft nicht die Wahrheit. Die Wahrheit schuf die Kirche! Heute aber erlebt der katholische Denker eine Kirche, in der das Denken abgelehnt wird. Weil der Klerus in eine Atmosphäre führen will, die er selbst schafft. Und zu der er sogar zwingt. 

Das ist totalitär!

Alle, die nicht mit dem Geist des Papstes, mit der Atmosphäre, die er geschaffen hat, übereinstimmen, werden immer eingeschüchterter. Und warten wie furchtsame kleine Parteifunktionäre von Jahr zu Jahr mehr, welches Denkverbot mit einer jederzeit verkündbaren neuen Anweisung von oben kommen könnte. Noch nie (!) hatten deshalb päpstliche Verkündigungen dermaßen großes Gewicht wie heute.

Das hat zu Schizophrenie und immer unüberschaubareren, zahlreicheren De-facto-Schismen in der Kirche geführt. Denn da stehen auf der einen Seite jene, die an der modernen Atmosphäre festhalten, und auf der anderen Seite die, die nach den alten Regeln leben wollen, die die Kirche zwei Jahrtausende vertreten hat. 

Mit der unausbleiblichen Folge, daß diese Verwirrung auch den Papst selbst erfaßt, der diese Widersprüche zumindest ahnt, aber nicht mehr auflösen kann. Was er mit Leutseligkeit zu versöhnen bzw. zu überspielen trachtet. 

Ich kann Laien nur empfehlen, schreibt Richard Greenhorn abschließend, dieses Spiel nicht mitzuspielen. [...] Wir schulden den Päpsten Respekt. Sie aber schulden uns Kohärenz.

Ein kleiner Tip für die alltägliche Praxis: Stelle sich der Leser vor, er wäre Analphabet. Oder taubstumm. Oder beides. Dann versuche er sich vorzustellen, welche Rolle der Papst nun in seinem Glaubensleben spielte. Vielleicht findet er so eine Position, mit der es sich als Katholik leben läßt. Zu der er jedenfalls keine weiteren Enzykliken - schon gar nicht solche wie Laudato Si und Fratelli tutti - braucht. Und da gehen wir mit den Sichtweisen des Greenhorns völlig d'accord.


³In seinem Begriff vom "Wirken des Heiligen Geistes" hat Franziskus sogar explizit das Vernunftauflösende, das jede Widersprüchlichkeit in Atmosphäre, in Gefühl auflöst, zum expliziten Moment dieses Wirkens erhoben.

****Also sollte sich der Leser Fratelli Tutti einmal unter dem Gesichtspunkt des Inclusivismus lesen. Dann wird ihm der Aufruf zur Geschwisterlichkeit und Interreligiosität, den er dort findet, in ganz neuem Sinn aufscheinen.


*141020*
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Freitag, 6. November 2020

Wider Enzykliken (3)

Teil 3) Ein Paradigmenwechsel mit schweren Folgen


Diese Realität, die wir im Glauben bekennen, hat aber eine strenge Grammatik. Die besser zu hören dienen vor allem jene Grenzen, die das Papstamt setzte, indem es das ausschied, was sicher NICHT dazugehörte. Ansonsten aber konnte sich jeder innerhalb dieses Glaubensgutes bewegen, wie es ihm quasi beliebte.

Auf die Grenzen zu verzichten bedeutet aber etwas ganz Schwerwiegendes: Das Wissen um diese innere Grammatik der Wahrheit geht mit der Zeit verloren. Der nun einsetzende Versuch einer positivistischen Rekonstruktion durch Festlegung der Wahrheit in Wahrheitssätzen hat schwerwiegende Konsequenzen: Das Katholische wird von einem System der Freiheit und Weite zu einem System der beschränkten Ideologie.
Den Beweis für diese Einschätzung liefert das, was nach 1965 einsetzte: Der Wettstreit um die richtige Interpretation. Der sich auf einen Geist des Vatikanums berief, den zu unterscheiden nur für den wirklich Glaubenden möglich ist, sich aber einem (sozusagen) kommunikationellen Disput entzieht.

Weil ein Disput vor allem keine moralischen Kategorien kennt, die auf derselben Ebene wie er selber liegen. Das heißt, daß Glaubensfragen im Grunde auf logischer Ebene alleine (!) nicht zu entscheiden sind, wenngleich sie niemals unlogisch und widersprüchlich sein können. 

Dem Disput über theologische Fragen steht also jedes Tor offen, mißbraucht und Opfer von Äquivokation, Scheinlogik und der Lüge des Schizoiden zu werden. Dementsprechend blieb eines: Immer mehr wurde das Katholische überhaupt dem Irrationalen überantwortet. 

Erlaube der Leser einen Querverweis: Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, hat die Entwicklung des "Wissens" (in der sich nun als solche formierenden "Wissenschaft") eine ganz analoge, parallele Entwicklung genommen! Auch hier wurde in ihrer kulturellen Bedeutung Wissenschaft zu einer Ideologieformulierung. Man sehe sich doch die gegenwärtigen Dispute um Klima und Corona, aber auch um Themen wie Schöpfung/Evolution oder Kosmologie an. 
Ja, die gesamte Bildung einer sogenannten Weltanschauung der Gegenwart unterliegt haargenau demselben Problem, das hier an der Kirche sichtbar gemacht wurde. Wir sehen hier dogmatische Konflikte, keine wissenschaftlichen Auseinandersetzungen.

Die Folge war eine immer vollständigere Aushebelung des individuellen Urteilsvermögens. Was denn nun katholisch sei, was zu tun und zu lassen sei, fiel zwar einerseits mehr und mehr in die Hand der Obrigkeit, denn es gab kein verbindliches Urteil mehr. Die Kirche, der Papst beanspruchte für sich lediglich noch, so wie jeder nur zu denken.

"Nach dem Zweiten Vatikanum," so Greenhorn, "sieht es ganz anders (als zuvor; Anm.) aus. Seit dem Konzil fungiert der Papst in seinen Enzykliken nicht als Herrscher oder Lehrer, sondern als Akademiker, der versucht, eine These zu unterstützen: Das Zweite Vatikanische Konzil. [...] 
Wann immer nun die Entscheidung ansteht, die Kirche oder die Konzilsväter zu zitieren, wählen die Päpste die Konzilsväter. Die vage, unbestimmte Autorität von Enzykliken ist hervorragend für die vage und widersprüchliche Natur der damaligen päpstlichen Lehre geeignet. Man merkt sofort, daß moderne Enzykliken nicht von Männern geschrieben wurden, die sich als Repräsentanten der Kirche verstehen. Das päpstliche "Nein" wird durch das "Ego" ersetzt."

"Das ist bereits bei Johannes Paul II. erkennbar, von dem so vieles geschrieben wurde, so Greenhorn weiter, das nichts als ein Versuch ist, die Lehre der Kirche in die kantische Ethik zu übertragen. Es gibt keinen Grund, dies außerhalb der intellektuellen Zufriedenheit zu versuchen. Die neunundneunzig Prozent der Katholiken, die keine Ahnung haben, was Kantsche Ethik bedeutet, haben weitgehend unlesbare und meist stumpfe Bücher vor sich liegen, die wenig oder gar keine Bekehrungskraft haben."

Aber die bisher schlimmste Form dieses Intellektualismus findet sich nun in den Enzykliken von Papst Franziskus. In seiner jüngsten Enzyklika findet sich schon rein gar nichts mehr, was sich in ein wirksames Gesetz oder sogar in ein umsetzbares moralisches Prinzip verwandeln ließe. Es ist einfach ein persönliches Grübeln darüber, wie sich der Papst gerne die Welt vorstellte. 

Er nimmt damit aber nicht mehr die Rolle eines Papstes ein. Das ist die Rolle eines Ideologen.

Sämtliche der letzten drei Päpste waren keine Führer mehr. Alle drei überwachten lediglich einen beispiellosen institutionellen Zusammenbruch. Sie waren schwache Führer und schlechte Gouverneure, die nicht führen wollten oder konnten. Stattdessen taten sie alles eine moralische Atmosphäre zu schaffen, in der sie nicht mehr als oberster Hirte weil Papst auftreten mußten. Die Päpste des 19. Jahrhunderts waren lange im Clinch mit dem Staat. Die Päpste unserer Zeit sind es mit ihrer eigenen Institution.

Selbstgefühl der Schwäche und Unterlegenheit - Das Katholische als Inklusivismus
 
Morgen Teil 4) Wie das Katholische zur Ideologie wurde
Aus einer Ideologie aber folgt Totalitarismus


*141020*
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Mittwoch, 4. November 2020

Wider Enzykliken (1)

Die neueste Enzyklika von Papst Franziskus, "Fratelli Tutti", verstärkt den Eindruck, der einen angesichts der Kirche befallen muß, nämlich den der Erbärmlichkeit und Schwäche. Das schreibt der Amerikaner Richard Greenhorn in einem Artikel, der am Blog von William M. Briggs unter dem Titel "Against Papal Encyclicas - Gegen päpstliche Enzykliken" in diesen Wochen erschienen ist. 

Aber es ist nicht die Zuflucht zu irgendeinem - fremdverfaßten, damit nicht so deutlich der eigenen Verantwortung unterstehendem - Pejorativ, das den an kirchlichen Angelegenheiten noch Interessierten verlocken sollte, diese Ausführungen zu lesen. Sondern es ist die Gedankenlinie, die so bemerkenswert ist, daß sie dem VdZ die Wanderung in diese Bibliothek der Orientierungssuche inmitten einer verrückt gewordenen Welt wert ist. Der sie aufnimmt und in der respektlosen Art, die wir von ihm gewohnt sind, in sein Weiterspinnen einbindet.

Dabei schadet es nichts, sich die Anmerkungen von Greenhorn von vor einigen Wochen vor diesen, Fratelli tutti zum Anlaß nehmenden Gedanken zu Gemüte zu führen. Die unter dem vielsagenden Titel "Integralismus als Verzweiflungsakt des Liberalismus" erschienen sind. 

Das Greenhorn, das den Artikel verfaßt hat, meinte mit Integralismus, die aktuelle Diskussion in den USA, ob man nicht die Kirche (und überhaupt die Religionen) in eine Art von Mitspracherecht in der Politik ausstatten solle. An sich ist zwar die Verfassung der USA die einzige und erste, in der Kirche/Religion und Staat strikt getrennt sind (wir haben darüber hier, unter Bezug auf die Arbeiten von David Wemhoff, ausgiebig gehandelt), der Staat also eine rein weltliche, laizistische Angelegenheit ist. Das ist in der Praxis natürlich gar nicht möglich, weil Glaube und Religion immer eine Rolle, ja eine so große Rolle spielen, daß sie der Politik sogar Vorgaben macht, ja meint, machen zu MÜSSEN. 

Insofern geht es nun darum, der Kirche bzw. der Religion auch offiziell diese Rolle strukturell einzuräumen. Sie also in den Staat, in die Gesellschaft offiziell (wieder) zu integrieren. Denn bislang ist es möglich, und es wurde auch immer mehr der Fall, daß religiöse Motive bei Richterentscheidungen ausdrücklich auszuschließen und aus der Rechtsprechung herauszuhalten waren. Aber damit war die Mehrheit der Amerikaner so gar nicht zufrieden, und das ist ziemlich verständlich.

Wir sehen damit, daß dieser Integralismus nicht mehr als eine Spezialform dessen ist, was der VdZ mit Paul Hacker Inclusivismus nennt: Der Staat gibt von seiner Macht ab. Das heißt nicht weniger als daß man aus einer (vermeintlich) überlegenen Position heraus das Verlangen aufgibt, das öffentliche Bekenntnis zu einer hierarchischen Ordnung zu verlangen, in der man überlegen ist und großmütig zuläßt, daß die (in den eigenen Augen unterlegene) Position des anderen "auf Augenhöhe gestellt wird." 

Insoweit verschwimmen also die Begriffe, denn dieser Integralismus ist nicht nur Ausfluß des Liberalismus, er ist noch umfassender gedacht Inclusivismus. Und als solcher ist es bereits beschrieben, weshalb wir im weiteren Voranschreiten diesen Begriff verwenden werden. Weil er damit seine Aktualität besser vor Augen stellt.

Deshalb sehen wir uns verpflichtet, die Schrift von Paul Hacker, diesem großen deutschen Indologen (und die meisten Indologen von Weltruf sind interessanterweise Deutsche), zum Inclusivismus anzupreisen. Die dankenswerterweise von Gerhard Oberhammer 1983 herausgegeben und somit der Nachwelt zugängig wurde. 

Wo Hacker, der sich zeitlebens mit indischer Religion und Philosophie und Lebenswirklichkeit* befaßte aufgezeigt hat, daß die typisch indische Grundhaltung**, die wir gerne - aber irrtümlich! - als extrem tolerant und liebevoll (also liberal) einschätzen, aus einem Unterlegenheitskomplex geboren ist, den Indien über seine letzten tausend Jahre Geschichte kultiviert hat. In der es von lauter überlegenen Mächten bestimmt worden ist - vom Islam, vom Christentum und von der abendländischen Kultur, also dem Westen, in der Gestalt von Portugal, Frankreich, England, und zuletzt USA. 

Mit dem Grunderleben, daß das eigene Schicksal, das Weltschicksal immer noch von anderen Mächten bestimmt wird, OBWOHL Indien mittlerweile das einwohnerstärkste Land der Welt ist. Da wacht aber heute etwas auf. Wir sehen es in einer immer feindlicheren Haltung gegenüber dem Christentum. Und wir sehen es im Inclusivismus der Inder. Wer schon mit Indern zu tun hatte wird an deren ganz subtiler Arroganz erkennen, was der VdZ meint.

Inclusivismus ist, grob gesagt, eine Haltung, in der alles, was einem begegnet, mit einer stillen, nie wirklich explizit gemachten Theorie (die mehr eine Haltung, vor allem eine Behauptung einer Theorie, also mehr eine These denn eine durchgedachte Theorie ist) umfangen wird. Diese Behauptung lautet in etwa so, daß dieses einem begegnende Phänomen oder Theorie oder Philosophie oder Religion in der eigenen Theorie oder Philosophie oder Religion (oder in allem zusammen) längst enthalten ist. Deshalb ist man ihr DOCH überlegen. Auch wenn man das nicht durchsetzen (und schon gar nicht beweisen) kann.

Noch ein Gedanke soll wie eine Saite angeschlagen werden, auf daß im Kommenden ein Ton mitklingt, den der Leser hört, während er den Textgedanken folgt. Diese Integration, dieser Inclusivismus ist erst möglich geworden, weil die vordem unterlegene Seite dieser Trennung bewiesen hat, daß sie der überlegenen Seite nicht schadet. 
Das Wesen des Inclusivismus ist also auch, daß es der Unterlegene ist, der sich integriert. Obwohl er in Wahrheit meint, der Überlegene zu sein. 
Schwirrt Ihnen, werter Leser, nun der Kopf? Geduld. Es ist nicht so kompliziert. Es ist nur komplex, und nicht simpel. 

Nun haben wir endgültig das Bett des Flusses vorgegraben, in das sich die Gedanken des Greenhorns ergießen, dessen Ergüsse wir zum Anlaß weiterer Erörterung nehmen. So können wir die Richtung deutlicher machen, in die der Fluß des Wirklichen fließt. 

Auch hier geht es nämlich um Unterlegenheit, und einer daraus erwachsenen Beweis- und Behauptungshaltung, die aber von keiner Theorie wirklich getragen und zu tragen ist. Zu widersprüchlich, zu wirr sind die Wünsche, und um solche handelt es sich, die der Verfasser von Fratelli Tutti vorträgt. Schon gar, sieht man sie im Rahmen der katholischen Lehre, die seit zweitausend Jahren unverändert steht.


Morgen Teil 2) Der Kampf um Bedeutung und Autorität
- Was sich im Ersten und Zweiten Vatikanischen Konzil wirklich geändert hat


*Aus welchem Durchmessen des geistigen Raumes des Menschen er zu seinem äußerst empfehlenswerten Alters- und Weisheitswerk "Das ICH im Glauben bei Martin Luther" kam.

**In ihrer religiösen Form bezeichnen wir Westler diese Lebenshaltung gerne als "Hinduismus", und nennen sie "Weltreligion". Kaum etwas könnte verfehlter sein. Wir tun das, weil wir es so gewohnt sind, aber in Indien ist es völlig anders. Hacker kommt aus der intensiven Befassung mit dessen Religion zu dem Urteil, daß man von "einer" Religion gar nicht sprechen kann. Praktisch hat nämlich jedes Dorf, manchmal jede Familie eine ganz eigene Religion. Alleine die Zahl der Hauptgötter und deren Interpretationen, die wenigstens noch so halbwegs durchgängig sind, beläuft sich auf mehrere zehn-, wenn nicht hunderttausend. Und sie sind mit unseren Denkkategorien kaum zu ordnen. 

Was uns in Europa als "hinduistische Religion" oder "Weisheit der Veden" etc. etc. vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begegnet, ist, und hier teils beachtlich reüssiert hat (man denke nur an die Beatles und den Run, den diese ausgelöst haben), ist durch bestimmte Figuren geprägt und vor allem gemacht, die uns mit einer Religion (oder Religionen) bekannt gemacht haben, die es so in Indien gar nicht gibt. Die eine regelrechte Erfindung ist, die von diesen Leitfiguren bereits durch das Scheidewasser europäischer Philosophie gemangelt wurde. Denn diese alle haben in Europa studiert. Somit ist es eine Illusion zu glauben, uns würde in diesen Heilslehren und -lehrern eine uralte indische Weisheitsreligion begegnen, geprägt von uralten Schriften, den Veden. Nichts wäre falscher!


*141020*
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