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Sonntag, 30. Juni 2019

Wie sich Zentralismus aus Wasser entwickelt (1)

Karl A. Wittfogel hat es in seiner maßstäblichen historischen Untersuchung gezeigt, und was er herausfand ist überzeugend: Der Zentralismus als Organisationsform von Völkern und Gesellschaften gründet weltweit in (konkret sogar: Wasser-)Versorgungsprojekten. Die von Einzelnen nicht durchführbar sind, die also eine übergreifende Organisation brauchen. Der Preis dafür ist dann eine Zentralgewalt, der sich alle aus naheliegenden Gründen freiwillig unterwerfen. Und die dann auch das private Wirtschaften und Arbeiten steuern.

Voraussetzung ist eine übergreifende, abstrahierte Sicht, die ein Problem für sich herausgreift und direkt zu lösen versucht. Die Überzeugung der an sich zuvor autonomen, integeren kleineren sozialen Strukturen, sich von oben her mehr und mehr maßregeln zu lassen, rührt schlicht aus der Tatsache, daß das Problem erstens alle tatsächlich betrifft, also von jedem selbst zu lösen ist, und zweitens für alle Erleichterungen bringt. Für alle? Nein, für die meisten. Es gehört zum Bestandteil dieser zentralistischen Organisation, daß sie Dissidenten auch per Gesetz und staatlicher Gewalt aus- und abgrenzt. Das führt automatisch zur von der Mehrheit akzeptierten Unterdrückung jeder Opposition, weil mit dem Fall der Zentralgewalt auch jene Problemlösung gefährdet scheint (scheint!), an deren Erleichterung man sich gerne gewöhnt hat.

Da muß man gar nicht weit wegdenken. Man erinnere sich doch bloß an die Zusammenlegung der traditionell kleinstrukturierten Landwirtschaft zu Kolchosen. Das ist erst fünfzig Jahre her, man denke an die DDR, und erinnere sich an Abweichler, also an Bauern, die sich dieser Kollektivierung verweigert haben. 

Noch ein abstraktes Problem, an das wir gemeiniglich kaum denken, ist typischer Beginn von Zentralismus, der immer auf Kosten individueller Entfaltung, also Freiheit, geht - das des Krieges, des Militärs. Wer die Sozialgeschichte von Bayern mit der Tirols vergleicht, sieht es deutlich. Während in Tirol die Bauern immer bereit waren, ihr Land selbst zu verteidigen (wobei sie sich natürlich ebenfalls organisiert haben), erfolgte in Bayern ein über die Jahrhunderte gehender Prozeß, in dem die Bauern diese militärischen Agenden an Einzelne abgegeben haben. Dafür akzeptieren sie Einschränkungen der Freiheit, wozu die Tiroler nie bereit waren. (Erst die zentralistisch agierende Maria Theresia hat die Tiroler erstmals zu Militäraufgaben herangezogen, die außerhalb des eigentlichen Tirols lagen. Sie hat sich um Regionalrechte und regionale Rechtsgemeinschaften einfach nicht gekümmert.) Bayern ist aber schon viele Jahrhunderte zuvor weitgehend zentralistisch organisiert worden. 

Wesentlich ist, daß es in einem sozialen Gefüge immer und unentwegt starke Bestrebungen braucht, in denen sich das Untere, das integere kleine Gefüge, gegen Zentralismus zur Wehr setzt. Denn Staaten haben die klandestine Tendenz zum Zentralismus, und die Geschichte zeigt, daß diese Tendenz sich auf lange Frist immer wieder durchsetzt, und für jedes kleine soziale Gefüge ein ständiges Pochen an der Tür bedeutet, auf das man jedesmal neu durch Eintrittsverweigerung reagieren muß. Jede Generation muß das tun, und immer wieder neu sind die Formen, in denen dieser Zentralismus Einlaß begehrt. Er tut es schön eingefügt in historische Konstellationen, und er tut es immer über "Erleichterungen", über "Problemlösungen", siehe oben. Man denke hier an den Sozialstaat, der sich klammheimlich und durch zu geringe Achtsamkeit aus einer christlich sehr gut fundierten Nächstenliebe (die historisch seit je das Gepräge sozialer Einheiten war, weit mehr als behauptet wird) als jedes individuell betreffende Gebot der sozialen Gemeinschaft zu einem Zentralismus entwickelt hat, der heute die Basis des menschlichen Zusammenlebens angreift und mittlerweile sogar direkt zerstört. (Etwa, indem er in die Ehe eingreift.)


Morgen Teil 2)






Es geht um die Umwandlung in Eigenes

Es gibt nicht mehr bei allen Völkern Europas so etwas wie ein Proprium, ein Eigenes. In Ungarn sicher, der VdZ erlebt es seit über einem Jahrzehnt. Und in Irland scheinbar ebenfalls. Das zeigt dieses Video. Es ist so etwas wie ein Drang, das von anderen Kulturen und Völkern Aufgenommene selbst, eigen zu interpretieren. Den eigenen Filter nicht zu ignorieren, sondern ihn zum Wesentlichen zu machen. Ist das nicht eigentlich Kultur? 

Nicht total zu übernehmen, was andere vorgeben, sondern nichts zuzulassen, daß nicht wenigstens irgendwie durch den eigenen Filter gelaufen ist, und somit zu etwas Angeeignetem, und damit zu etwas Schöpferischem weil Eigenem wird?








*040519*

Samstag, 29. Juni 2019

Ein kleiner, aber richtiger Schritt

Immerhin, kann man sagen, wenn man die heuer beschlossene Steuerreform für Österreich ansieht, immerhin. Manche der eingeschlagenen Richtungen stimmen. Zwei wollen wir hier herausgreifen. Der eine ist, daß verheiratete Alleinverdiener mit Kindern am meisten profitieren. Ihre direkte Abgabenlast sinkt bis 2022 von 37 Prozent auf 31 Prozent. Obwohl dies vor allem einer direkten Zuwendung zuzuschreiben ist, insofern also das Haar in der Suppe bleibt. Und schon gar nicht die Unternehmer davon entlastet, langfristig eine Entlohnung anzustreben, die sich auf den Stand der Mitarbeiter bezieht. Sowohl in ihrer Tätigkeit bzw. im Unternehmen, als auch durch ihre familiären Voraussetzungen: Väter müssen in der Lage sein, ihre Familie auskömmlich und standesgemäß zu ernähren.
Quelle: Agenda Austria
Hier entbindet keineswegs die immer noch exorbitant hohe staatliche Belastung (Einkommenssteuern sind ja nur ein Teil, die meisten Steuern zahlen wir über Sozialabgaben, Gebühren und vor allem Konsumsteuern) nicht von der zwischenmenschlichen Pflicht zu einem gerechten Lohn. Den der Unternehmer auch dann aufzustellen hat, wenn er staatliche Fehlleistung ausgleichen muß. Daß das nicht immer einfach ist, steht auf einem anderen Blatt Papier, aber in diese Richtung muß es gehen. 

Und dann ist da noch ein zweiter Schritt, der bemerkenswert richtig ist. Denn anders als bisher ist endlich Schluß mit der ständigen Bevorzugung Alleinstehender, und damit auch Alleinerzieher. Sie profitieren von der Steuerreform sehr wenig. Auch hier - nur ein kleiner Schritt, gewiß, aber immerhin stimmt die Richtung. Und die kann nur heißen "Gemeinwohl", und darin auch "Kostenwahrheit". Die besonders jene betreffen muß, deren Lebensführung für das Gemeinwohl eine Belastung bedeutet, die von einer frei gewählten Abweichung vom Gesollten stammt. Und das Gesollte, ja Notwendige für ein Gemeinwesen ist ganz sicher die auf der Ehe gegründete Familie. Die somit geplante Steuerreform zeigt somit anfanghaft (!), daß Politik vor allem eines beherrschen muß: Die Kunst des indirekten Agierens. Denn die wenigsten Probleme, die wir heute haben und die unsere Staatskassen völlig überfordern, kann man direkt adressieren.





Wunder Mensch

Es ist der Name, es ist das Wort, es ist die Stimme, die den Menschen macht. Grund genug, sich daran richtig, richtig zu erfreuen. Wir brachten es bereits, aber es drängt, es wieder zu bringen: Zwei wunderbare Beispiele für die Möglichkeiten der menschlichen Stimme. Freue sich der Leser an "Enormous Penis" und "Onkel Bumba auf Kalumba" ;-)

Aber - Dein Penis ist doch gar nicht enormous

Echt?

Guck in Deine Hose, Mann, und Deine Sorgen schmelzen weg ... Es ist nicht ganz falsch, wenn es heißt, daß er Dich zur Erfüllung Deines Selbstseins führt. Aber vergiß nicht, daß das Natürlichste das ist, was man am wenigsten sieht. Und - sehen darf.












Freitag, 28. Juni 2019

Differenzierungen (1)

Über allem darf nicht übersehen werden, daß es in der Ökologie-Bewegung und sogar im Klimawahn einen Funken Wahrheit gibt, wenn er von "Transformation" spricht. Der schwere Irrtum dieser Bewegungen steckt in ganz anderen Bereichen. Er steckt in der Vorstellung, die von unsittlicher Ungeduld und Lieblosigkeit getragen alles sofort möchte. Er steckt in der totalitären, mechanistischen Haltung, die daraus erwächst, und eine Utopie egal um welchen Preis und so rasch wie möglich möchte.*

Aber sie ist auch Ausdruck eines Unbehagens an unserer Zivilisation, das nicht übergangen werden darf. Und dieses Unbehagen hat auch mit dem zu tun, was hier als "Kapitalismus" in strenger Abgrenzung von "Freier Markt" bezeichnet wird. Der nicht mehr als Wirtschaften im eigentlichen Sinn gesehen werden kann, das als menschlicher Akt nie von der Moral getrennt werden kann, sondern von einer inhumanen Mechanik angetrieben wird, einer Mechanik, die mathematischen Gesetzen folgt und sich den Menschen unterwerfen möchte. 

Insofern steckt sogar hinter mancher zivilisationsnegierenden Geste der Ökobewegung etwas durchaus Richtiges, wie in der Forderung nach Rückbau der technischen Alltäglichkeiten. Die viel zu vorschnell oft als Zerstörung der Errungenschaften der Menschheit angesehen wird. Man nehme nur die Forderung, das Fliegen einzuschränken

Ja, es ist eine Errungenschaft, daß wir heute quer über den Erdball fliegen können. Aber so wie das Internet ist auch das Fliegen eine Angelegenheit für Ausnahmefälle, und die Größe einer Errungenschaft muß grosso modo mit der Sittlichkeit und dem Wesen (Ort) deren Nutznießer die Waage halten. 

Die Fehlentwicklung hat deshalb dort eingesetzt, wo das Fliegen von Geschäftsmathematik getrieben so weit erleichtert und billig (im wahrsten Sinn) wurde, daß es zur Massenerscheinung ward. Ab dort hat es für die Menschen im Ganzen gesehen auch keinen Segen mehr gebracht. Und dient hier wie in so vielem anderen, was wir als "Errungenschaften" feiern, lediglich der Flucht vor der Mühe des Menschwerdens, die die innere Reife der äußeren Quantität opfert bzw. durch diese ersetzen will. Die meisten Reisen, die die Menschen heute unternehmen und die man als "Tourismus" bezeichnet, sind ohne jeden inneren Gewinn für die Reisenden. Im Gegenteil, sie verderben ihn.

Es geht also auch hier um ein weit schärferes Differenzieren, als viele gewöhnt sind.

(Wird fortgesetzt)



*Weil diese Intention auch allem Klimawahn zugrundeliegt und von Anfang an zugrunde lag, setzt er sich immer unverborgener, immer offener durch und wird immer offener diskutiert und durch politische Maßnahmen realisiert. Es mehren sich sogar die TV-Sendungen - wie hier Anne Will vom Mai 2019 - die bereits ganz offen davon sprechen. Ohne freilich Roß und Reiter zu nennen. Wie vor dem Ersten Weltkrieg ist die Stimmung in den intellektuellen Schichten ausgeprägt auf ein "Alles zerschlagen!" ausgerichtet. Und wie vor dem Ersten Weltkrieg werden die Opfer ... die breiten Bevölkerungsschichten sein. Die immer nur eines wollen: Normal leben, leben wie bisher.




Filmempfehlung

Leider gibt es im Netz nur den Trailer, der den Film vorstellt. Aber mit "The Ballad of Buster Scruggs" haben die Brüder Coen einen nächsten Höhepunkt ihres Schaffens erreicht. Die sechs für sich zu stellenden Geschichten sind jede Minute des Zusehens wert. Nicht nur durch die gewohnt qualitativ hochkarätige Besetzung. Hier haben die Coens für den Drang nach Poesie, der in ihren bisherigen, sehr Philosophie-lastigen Produktionen (was keine negative Kritik sein soll!) deutlich erkennbar war, und sich in zuletzt definitiv musik-lastigen Filmen schon andeutete, eine nächste Form gefunden. Congratulations! Wunderbar. Gute Philosophie mündet eben in Poesie. 

Leider ist der Film derzeit nur über Netflix erreichbar. Gut, teuer genug dürfte er gewesen sein. Da spielt wieder alles mit, was Rang und Namen hat. Sogar Tom Waits (den der VdZ regelrecht liebt) spielt in einer der wunderbarsten Geschichten, mit umwerfenden Naturszenen. Aber sämtliche Szenen und Szenerien sind üppig und poetisch bis zur Perfektion. Der Leser bleibe also dran. Vielleicht gibt es bald eine DVD. Sie lohnt fast jeden Preis. Der Film steht in jedem Fall neben dem bisherigen poetischen Meisterwerk der Coens, dem "Brother, where art thou". Oder war es doch "No country for old men"?

Wenn man überhaupt von einem Dialog "Judentum-Christentum" sprechen kann - er ist über Kunst (und nur so) scheinbar wirklich möglich. Dort. In der Wahrheit. Die in der Kunst die Unausweichlichkeit in der Gestalt, in der Realität des logos annimmt. In der Eigengesetzlichkeit der Form, die die Materie prägt, zum Ding ruft, und in der Kunst real und den Sinnen wahrnehmbar wird.

Wenn unsere Kulturen überhaupt noch eine Chance haben wollen, dann nur über die Gestalt-Aufnahme jener, die nirgendwo dazugehören können. Die Künstler. Denn die Welt gründet überhaupt in dem größten, vollkommensten Künstler, dem Urbild des Menschen. In Jesus Christus. Es ist im Grund kaum begreiflich, aber mehr als verständlich ob der Unsichtbarkeit der Kirche in der Gegenwart, daß die Brüder Coen nicht längst katholisch geworden sind. Nichts wäre logischer. Wer poetisch ist, muß katholisch sein.







*040519*

Donnerstag, 27. Juni 2019

Es geht um gut und böse

Es ist klar, daß unter der Sichtweise, daß der Mensch ein rein mechanistisch aufgebautes Evolutionsprodukt ist, dessen Seele und Innenleben nur der Schatten chemischer Prozesse sind, Irrtum und Wahrheit nur als Produkt mechanischer Prozesse gesehen werden. Insofern wird Irrtum zwangsläufig zur Krankheit, die durch psycho-soziale Maßnahmen oder allenfalls sogar medikamentöse Behandlung, wenn nicht weit schärfere Maßnahmen behebbar ist. Freiheit, Geist werden zur Illusion. 

Irrtum aber ist dann auch nur das, was vom eigenen Willen abweicht, der in einige Verhaltenssätze gegossen wird, in denen sich dann "gutes Handeln" abbilden soll. Nicht die Wahrheit ist erstes Kriterium, sondern der Zwang auf die Welt, die "gerichtet" werden soll. Jede Logik wird dann nur noch zur Rechtfertigung mißbraucht.

Damit fehlt in diesem Menschenbild das eigentliche Kriterium, um das es auch in der Frage um Klimakatastrophe oder "Klimaleugner" geht. Es ist das Kriterium von Gut und Böse. Es geht um Liebe und deren Abwesenheit, oder sogar um den Haß als Wille zur Vernichtung.*

Und darin steckt die Perversion dieses Gedanken: Daß Denken nur die Kristallisation subjektiven Willens ist. Denn er hat insofern seine Berechtigung, als tatsächlich das Sein auch immer will. Ohne eine personale Wahrheit ist Wahrheit selbst aber nicht denkbar. Nur als personaler Zugang zu jener Wahrheit, die die Welt bestehen läßt, weil sie liebt und will. Wer also Wahrheit will, will nicht Wahrheit, sondern will den Raum der Wahrheit. Das ist die einzige mögliche Objektivität. Aber das IST die Objektivität, die es geben kann und muß. Wo der rein menschliche Wille auch aufhört, im Gehorsam, in der liebenden, hörenden Offenheit der Wahrheit gegenüber. Denn die Herkunft der Wahrheit ist entscheidend. Sie kommt aus der personalen Wahrheit. Logik und Widerspruchsfreiheit sind also nur der Ausfluß und Merkmal der Gutheit dieser Person, die der ratio zwar nicht widerspricht, sie aber unendlich übersteigt. Und das ist Gott incarnatus, Jesus Christus. Darum geht es im Herz Jesu-Monat Juni.

Die Welt ist von der Wahrheit getragen.
Die Gedanken eines Menschen, und damit die Frage um Wahrheit und Irrtum, ist eine Frage, die über das Herz in seinem Dialog mit der Wahrheit erschlossen werden muß. Sie sind nicht, wie der Rationalismus vorgibt, das Ergebnis eines für sich zu sehenden logischen Prozesses. Auch wenn die Wahrheit immer logisch, widerspruchsfrei sein muß, so hat sie ihre Grenzen im Herzen des Menschen. Um es salopp zu formulieren: Die Wahrheit, die sich in den Gedanken eines Menschen widerspiegelt, hängt von der Liebe eines Menschen ab, nicht einfach von seiner "Informiertheit". Sie zielt auf das Sein des Menschen ab, und will es zur Vollkommenheit befeuern. Sie will unser Herz aus Stein vertauschen mit dem göttlichen Herzen.

Das mag manchem allzu frömmlich und tumb erscheinen. Aber den Klugen der Welt hat Gott verborgen, was er den Kindern Gottes erschließt.




*Es geht nicht einmal ums Klima oder um CO2. Das sind lediglich  psychologisch-politische Brechstangen, wo der Zweck alle Mittel heiligt. Wo auch die Lüge probates Mittel ist, und Klimaapokalypten lügen, daß sich die Balken biegen. Gerade ihnen geht es also nicht um das, was sie als Monstranz vor sich her zu tragen behaupten: Wahrheit. Wissen. Tatsachen. Es geht um Propaganda, um direktes Bewirken von Gefolgsamkeit im Hörer, im Anderen. Nur wenige sind darunter, die tatsächlich ihrer eigenen Propaganda glauben. Sie sind die Allerbedauernswertesten. Die meisten wissen zumindest ohnbewußt um das Scheinmanöver.



Einfach irisch

Die wohl köstlichste Szene aus dem köstlichen Film "Lang lebe Ned Devine", diesem entzückenden irischen Film, der nur zu empfehlen ist. Eine Dorfgemeinschaft versucht, den Lottogewinn eines ihrer bei der Nachricht von seinem Glück vor Schock gestorbenen Mitbürgers für sich zu retten. Denn Ned Devine hätte das natürlich auch gewollt und bewirkt. Hier geht es darum, dem "Ersatz-Ned-Devine" ein wenig Zeit zu verschaffen, Ned Devine vor dem Angestellten der Lotto-Gesellschaft darzustellen.








*040519*

Mittwoch, 26. Juni 2019

Es ist nicht das Können

Manchmal kriegt man auch Inspiration von Stellen, die man nicht so einschätzen würde. Wie diese: Da singt ein Mädel einfach so in einem ganz alltäglichen Karaoke-Ereignis in einer stinknormalen Bar wie ein "Pop-Star".

Herrschaften - wer von Euch glaubt denn den Shit, daß Kunst von Können käme? Hat er nie bemerkt, wieviel seine ihm nächsten Menschen "können"? Das Internet ist somit genau die Falle, in die so viel tappen. Es verheißt, daß Ort, Stellung mit "Können" zu tun habe. Was für ein Irrtum.

Künstler zu sein ist etwas ganz anders. Es ist ein Müssen. Ein nicht anders können. Im Können unterscheidet es sich meist gar nicht vom Alltäglichen. Der Ort eines Menschen läßt sich im Grunde gar nicht aus seinen "Fähigkeiten" ableiten. Das entlarvt sämtliche heutige Pädagogik-Konzepte als leeres Gewäsch. Wir sehen es an den Wirkungen.







*040519*

Mach es wie die Iren es machten

Jedes Volk hat auch seinen für die gesamte Menschheit gültigen Weg der Freiheit und Freude. Als Umgang, als Sieg über die Niedrigkeit der gefallenen Welt. Nehmen wir so die Iren gerne als unsere wirklichen Freunde an. Im "Another Irisch Drinking Song", wieder mit den "Da Vinci`s Notebook". Hatten wir schon? Egal, schadet nicht es wieder hervorzuholen. Alles läuft schief? Ach was, mach es wie die Iren. Sauf Dir einen an. Vorschlag. So nebenbei - ohne Alkohol ... keine Kultur. Kultur wäre ohne ihn eine grenzenlose Überforderung. Alkohol befeuert, gibt Kräfte, die sonst im trüben Weltgewühle ungeweckt blieben, und wird so zum Treibsatz jeder Kultur. Es gibt keine Kultur ohne Alkohol, werte Muslime, das so nebenbei.

Puritaner sind kulturelle Kastraten. Nur Puritaner werden zu Alkoholikern. Alkoholiker sind nie zum Leben erwachte, jeder Selbsterkenntnis abholde Puritaner. Und so weiter. Der Gin der Engländer wurde erst ab dem Moment wichtig, als man dem Volk die Kultur, das Leben nahm. Ab da wußten die Oligarchen auch, daß er billig und leicht verfügbar sein mußte. Das ist einer der wahren Hintergründe hinter dem Genozid an den Iren (fünf Millionen willkürlich herbeigeführte Tote!) Mitte des 19. Jahrhunderts.








*040519*

Dienstag, 25. Juni 2019

Wir leben in einem gigantischen Pyramidenspiel

Was ist ein Pyramidenspiel? Es ist ein System, in dem die Last, aus der Gegenwart Gewinn zu erarbeiten, auf eine zukünftige Entwicklung oder auf pures Hoffen und Wünschen verlagert wird. Man nimmt heute, was man hofft morgen zu haben. 

Diese Haltung hat sich schon lange zur Haltung der Staaten, aber auch der Volkswirtschaften und Unternehmen gemausert. Mit der logischen Folge, daß der Zahltag - der Tag, an dem die erhofften Werte auch geliefert werden müssen - in immer weitere Zukunft verschoben wird. Längst geben etwa Staaten Anleihen mit hundertjähriger Laufzeit heraus, um die Löcher in den gegenwärtigen Kassen zu stopfen. Und global agierende Unternehmen grasen Land um Land, Volk um Volk, Staat um Staat ab, um lokale Bedingungen zu nützen, die in anderen Märkten Vorteile bringen, weil mit den dortigen Bedingungen Gewinne nicht mehr erwirtschaftbar wären.

Alles das sind Pyramidenspiele, benennt es auch ein Nobelpreisträger, der Amerikaner Steven Chu. Der darauf hinweist, daß es dringend alternative Modelle bräuchte, die uns ermöglichen, daraus auszusteigen. Denn irgendwann, irgendwann platzen alle diese Systeme. Und je weiter wir ihren Zahltag hinausschieben umso gewaltiger wird der Zusammenbruch. 

Fatal ist vor allem, daß diese Pyramidensysteme, die unser heutiges Wirtschaftsgeschehen bereits dominieren, einen immer höheren Druck und Zwang bewirken, auf die bisherige Weise weiterzumachen, und so die Möglichkeiten schöpferischen Handelns immer weiter einschränken. Sie bewirken darin einen ständig steigenden Zeitdruck, und senken so nicht nur die Lebensqualität, sondern machen das genuin Menschliche zu einem störenden Faktor. Was am Menschen immer ausschließlicher zählt, ist ein spezifischer Nutzen an ihm. Er wird somit immer mehr zum bloßen Mittel. 

Das ist der eigentliche Grund für die Globalisierung der Volkswirtschaften zur "Weltwirtschaft". Und das steckt auch hinter Bestrebungen, "nationale Zusammenschlüsse" immer umfassender zu machen. Es ist der Grund, warum Frankreich einen stärkeren (vor allem monetären) Zusammenschluß der EU fordert, und das ist der Grund, warum Merkel darauf sogar eingeht. 

Wie lange das noch gehen kann, ist nicht abzuschätzen. So ein System lebt nämlich davon, daß es immer weitere Territorien und Felder eingliedert, die "Hoffnung" begründen. Denn ab dem Augenblick, wo keine "Zukunftsphantasie" mehr (glaubhaft) möglich ist, steht der Kassier vor der Tür und verlangt Abrechnung. Dann ist Schluß. 

Interessant in dem Zusammenhang ist, daß sich hier die Katze in den Schwanz beißt. Denn das wichtigste, ja einzige neue Territorium - Menschen, Bevölkerungen - geht auf den Punkt einer Trendwende zu. Anders als behauptet, ist längst absehbar, daß wir in etwa deißig Jahren dem dann neuen Phänomen einer in absoluten Zahlen abnehmenden Weltbevölkerung gegenüberstehen. Der kranke Ruf, die Weltbevölkerung durch Verhütung und Abtreibung, zusammenfaßbar unter "Sterilisierung" der Menschen (wozu auch ein Lebensstil gehört, der uns zwar nicht zu Homosexuellen macht, aber uns wie solche zu leben machen soll; das ist der eigentliche Sinn der "sexuellen Befreiung") zu reduzieren beziehungsweise das Bevölkerungswachstum zu stoppen. Nur Menschen können aber den mit absoluter Sicherheit kommenden Zahltag auch bedienen.

Noch stehen für einige Jahrzehnte Möglichkeiten offen, die absurde Hoffnung, die einem Pyramidenspiel innewohnt, durch Steigerung der "inneren Qualität" aufrecht zu halten. Noch können viele Frauen in die Erwerbsarbeit gedrückt, noch können viele Menschen in noch geringer entlohnte Arbeit gezwungen werden. Noch gibt es die nicht weniger absurde Hoffnung auf Ressourcen im Weltall, die die Kosten für Rohstoffe (die zwar nicht ausgehen, aber immer teurer werden, das kann man jetzt schon sagen) drücken könnten. Dennoch ist ein Ende auch hier absehbar. Aber nicht ein Ende im Sinne eines "alles geht aus", sondern das Ende, das der Zahltag bedeutet, der Tag der Abrechnung. Wenn die Lasten der Gegenwart nicht mehr auf die Zukunft verschoben werden können.*

Deshalb sollten wir uns schleunigst Gedanken machen, so Chu, wie wir die Versprechungen der Gegenwart - ständige Steigerung des Lebensstandards - die global den Menschen als Karotte vor die Nase gehalten wird, durch andere Wirtschaftsmodelle erfüllbar wären. Denn das ist der schwächste Punkt in diesem Pyramidenspiel: Was, wenn die Menschen nicht mehr bereit sind, diesen Versprechungen zu vertrauen? Und was passiert vor allem wenn eintritt, was höherer Lebensstandard erfahrungsgemäß bewirkt: Daß die Fertilität der Menschen unter die Selbsterhaltungsrate zurückgeht? Spätestens dann wird nämlich nichts von dem mehr finanzierbar, auf dem dieser Lebensstandard beruht. Dieses derzeitige System unterminiert sich nämlich somit selbst. Und nimmt durch das, was es zur Erfüllung bringen soll, indem es mit dem Morgen zahlt, was das Heute braucht, auch genau das, was diese Erfüllung einzig garantieren kann.



*Während auch hier ständig die Panik geschürt wird, daß die Menschheit weltweit gesehen explodiert weil unkontrolliert wächst, wird nicht mehr wahrgenommen, daß die größten Völker der Welt, der mittlerweile weit überwiegende Teil der Menschheit bereits in Zuständen lebt, wo die Fertilität pro Frau deutlich unter 1,5 Kindern liegt. Der Umstand, daß die absolute Zahl der Weltbevölkerung nach wie vor steigt, ist bereits ausschließlich einer Erhöhung der Lebensdauer zuzuschreiben. Wer soll aber, nur als Beispiel, in der sich mit völliger Sicherheit vorhersagbaren Verschiebung der Alterspyramiden der Völker die Pensionen dieser Menschen einmal erarbeiten?




Alles beim Alten in den Alpen

Das Thema nervt mittlerweile gewaltig. So, wie eine absurd aufgepeitschte Hysterie eben nerven kann und muß. Dennoch dieses Filmchen aus der Forschung im hochalpinen Bereich der Alpen. Das den ruhigen Atem von Menschen beweist, die mit der Wirklichkeit zu tun haben und an ihr ihr Maß nehmen. Erst so kann sich Vernunft entfalten.

Fazit: Der Gletscherschwund, den wir seit über einem Jahrhundert (mit Auf und Ab, einem ständigen Schwanken also) beobachten, ist keine Ausnahmeerscheinung der Gegenwart, sondern bewegt sich im Rahmen eines völlig normalen, natürlichen Geschehens von Klimavariationen. Die Funde, die die zurückgezogenen Gletscher möglich machen beweisen, daß es hier in früheren Zeiten sehr grün und fruchtbar war. Sodaß auch hoch gelegene Gebiete von Menschen für Landwirtschaft genutzt worden waren, die für Jahrhunderte vom Eis bedeckt und jeder Nutzung entzogen waren. Wo heute noch immer mächtig Eis liegt, haben vor hunderten oder gar tausenden Jahren Schafe und Rinder geweidet. Es ist unwiderlegbar, daß die meiste Zeit die Alpen viel wärmer waren als sie es immer noch sind.

Die "kleine Eiszeit" seit der Renaissance war die Ausnahme, von der wir uns jetzt hoffentlich wieder erholen. Hoffentlich, denn die Indizien mehren sich, daß wir einer nächsten Abkühlung entgegengehen. Seit zwei Jahren wächst der größte Gletscher Grönlands wieder. Und wenn er das tut, so zeigt es, daß sich bereits lange zuvor ein Umschwung vorbereitet hat. Seit zwanzig Jahren melden die Satellitendaten auch, daß es keine Erwärmung der Atmosphäre mehr gibt.

Die Klimahysterie der Gegenwart ist eben was sie ist: Das typische Agieren einer sozialstaatsverbogenen, verwöhnten, von allen möglichen sozialen Verwerfungen und politisch gewollten Auflösungserscheinungen geschädigten, somit fast zwangsläufig narzißtisch gewordenen sozialen Schichte. Die sich und ihre psychosoziale Aktualität für so wichtig nimmt, daß sie jenen Horizont ausblendet und sogar als gefährlich einstuft, der aber erst jenen Deutungsrahmen geben würde, vor dem die Details des Heute und Jetzt in ihrer Relevanz beurteilbar wären.

Sämtliches Argumentieren wird somit lediglich zum sophistischen, eigentlich heuristischen Gerede im Sinne einer Rechtfertigung eines verdeckt bleibenden, aber hinter allem stehenden und aus ganz anderen Bezirken stammenden, aber extrem subjektiven Intention. Die ein Archetyp bildet, das die Dinge der Welt lediglich "nützt" und entsprechend wählt. Die Klimapaniker machen ja meist nicht einmal ein Hehl daraus, daß es ihnen in Wahrheit um eine Änderung der Gesellschaft geht. Wie beim Narzißten also zu erwarten, wird die aus der Gefangenheit in sich selbst mangelhafte Fähigkeit, die Welt zu gestalten, zur "libido dominandi", zur Sucht sie auf eine Weise zu beherrschen, die keine Tugend, kein Mann-sein mehr braucht. Somit der Angst ausweicht, die es zu überwinden gilt, will man zu sich kommen und ins immer dunkele Morgen zu steigen. Also wird auch die Zukunft "determiniert", während das wirkliche Handeln und Tun irrational bleibt.³ Denn es ist die Selbstüberschreitung, die Vernunft erst begründet. Nicht die "Logik" von isolierten Teilvorgängen.

Es ist Teil, der aus dem Rechtfertigungsdruck entstehenden Sucht des Narzißten, in einer "außergewöhnlichen, nie dagewesenen Zeit" zu leben, die von technischen Entwicklungen* (die eigentlich sinnlose Spielereien² sind, denn Sinn ist eine Frage des großen Horizonts, nicht des kleinen Details) befeuert, einen Blick durchs Mikroskop macht und meint, daß das, was es jetzt sieht, "noch nie gesehen" und deshalb bedrohlich wäre.** Aus dem simplen Grund, daß das Kleinste nun so groß wird, und losgelöst vom Insgesamt die Welt in ein Zucken zerlegt, nicht als jenen großen, überwältigenden Atem sieht, der die Welt in Wahrheit trägt. Damit haben wir sogar die Terminologie der Klimapanik hinlänglich beschrieben.








*Wobei man nicht übersehen darf, daß auch die meisten technischen Entwicklungen nicht "objektiv" motiviert sind, sondern einem Interesse folgen. Denn man muß wissen, was man sehen will, um überhaupt "Information" gewinnen zu können. Information ist niemals neutral, sondern Daten müssen immer zu einer Information ausgewählt und formiert werden.

²In der Heuristik geht es nicht mehr um die Communio, die die Grundlage des Sprechens wäre, also die Einigung in der Wahrheit, sodaß sie von beiden Seiten Wirklichkeitsoffenheit braucht (Tugend), sondern um den bloßen "Sieg" als sozial-autoritatives Ereignis, der mit allen Mitteln erreicht werden soll.

³Lese man diesen sehr guten Artikel in der NZZ, der die längst ausufernde Irrationalität beschreibt: Wenn Unreife zum politischen Programm wird, wird es aber schon mehr. Es wird nicht nur zum Verdummungsprogramm der Pädagogik, sondern in der Politik bereits besorgniserregend.

**Der VdZ wird sogar immer gewisser in der Einschätzung, daß die Klimapaniker das Ergebnis einer Medien- bzw. Fernsehschädigung sind. Entsprechend bewegen sich ihre Argumente in dieser Sphäre der Schlagzeilen. Und zwar sogar in dem, was sie meinen, zu "wissen". Hier wird auch nicht mehr geforscht, sondern nach irgendwelchen Belegen gesucht, die längst vorformulierte Schlagzeilen "beweisen" sollen.





*050519*

Montag, 24. Juni 2019

Weil es sein muß ...

Keine Ahnung, wie oft der VdZ eben diese Tonaufnahme hier schon gebracht oder empfohlen hat. Aber sie taucht in seinem Leben wieder und wieder auf, genau diese Aufnahme: Vladimir Horowitz mit dem Konzert in der Carnegie Hall 1978, wo er Rachmaninoffs 3. Klavierkonzert bringt. Überwältigend, phantastisch, jeden sicher gemeinten Sockel des eigenen Lebens umreißend.

Die längst vielfach zerkratzte Schallplatte hält der VdZ seit Jahrzehnten wie ein Heiligtum. Nein, kein "brauchst Du das noch" könnte dieses Grunddokument seines Lebens beseitigen. Es ist das allgemein menschliche Dokument der Zerrissenheit, in der wir alle leben. Dem Leser sei deshalb Vorsicht geraten. Ähnlich wie bei Bruckners 7. Symphonie wird die innere Spannung kaum noch ertragen. Sie wird in der Aggressivität der größtmöglichen Lautstärke enden, die der Tonanlage des Lesers möglich ist. Ja, sie sollte dort enden. Weil - das Leben (nicht nur heute) dort anfängt.

Angeblich hat Rachmaninoff, ein großartiger Pianist, einmal gesagt, daß Horowitz seine Musik besser spiele, interpretiere, als er selbst. Nun gut, das ist ja kein wirkliches Kriterium für einen Künstler, für einen Komponisten, für einen Schaffenden. Im Gegenteil. Wer schafft, entläßt ein Kind in die Welt, das nunmehr der Welt auch gehört.

Leider, wirklich leider, und es ist ein Lehrstück, erreicht die digitalisierte Konserve nicht annähernd das Hörerlebnis der analogen Aufnahme, die der VdZ auf seinem riemengetriebenen, röhrenbefeuerten Dual-Plattenspieler erfahren konnte. Ohne das zu erinnern wüßte er nicht, wie ihm wäre, hörte er es jetzt in dieser Konserve. Es klingt ... anders. Dasselbe Konzert!

Wie für jedes Digitalerlebnis kann deshalb auch hier nur gelten: Die digitale Welt kann nicht mehr sein als ein Verweis, ja ein für jeden an der Wirklichkeit Interessierten verpflichtendes Gebot, auf die ... reale Welt zurückzugreifen. Das Digitale ist immer bereits eine Interpretation, die die eigene Interpretation vorwegnimmt. Das Netz ist eine Welt der Programmierer, die Welt interpretieren, nicht eine Welt der Wirklichkeit selbst.

Also, werter Leser, kaufe er sich einen (meinetwegen: Alten) riemengetriebenen (Dual-)Plattenspieler, der in der nächsten Stufe über eine röhrengetriebene, mechanische Verstärkeranlage liefert. Und dazu eine der alten (mit violettem Cover!) Vinyl-Schallplatten mit eben diesem Konzert. Er wird vieles begreifen. Glaube er dem VdZ! Besonders unterscheidbar wird es im entscheidenden Moment, ab etwa Min. 40, wo sich das Motiv durch alle Kämpfe und Feinde durchzusetzen beginnt. Ach, was für ein Unterschied zur Vinyl-Platte .









*040519*

Über das Wesen von Religion

Kurz und gut, und bereits zum zweiten Mal, dieses Video. Denn mehr denn je haben wir uns in die Hände von Propheten begeben. Der VdZ hat jüngst wieder einmal Vorträge von Klimaalarmisten gehört. Und er war noch mehr als früher entsetzt, wirklich entsetzt über das dort zu findende Niveau. Das nicht nur bis zu glatter Lüge reicht, sondern wirkt, als wären so manche "Klima-Wissenschaftler" über das Niveau von Kronen Zeitungs-Schlagzeilen nie hinausgekommen, ja nähmen die Berichterstattung der Massenmedien selbst als Basis ihrer Behauptungen, mit der sie ihr Auditorium schockieren und damit gefügig machen wollen.








*180419*

Sonntag, 23. Juni 2019

Warum und worin der Mensch frei sein kann

Ohne Schöpfung läßt sich die Freiheit des Menschen nicht verstehen. Ohne den Bezug auf die Analogie - auf das "Nach seinem Bild schuf Gott ihn, den Menschen" - und wie er uns dann in Jesus Christus vor Augen stand (und in der Erinnerung bzw. realpräsent-geistig in der Gestalt der Eucharistie steht) läßt sich nicht verstehen, warum der Mensch überhaupt frei sein sollte bzw. könnte, und worin diese Freiheit besteht. Die sich erst in der Bindung bewährt, weil sie ein Akt ist, ein permanent zu leistender bzw. in der Tugend habituell werdender Akt ist. Ohne zu begreifen, daß Gott, das Sein, vollkommen frei ist, läßt sich Freiheit überhaupt nicht verstehen. 

Der Mensch verschwindet zu einem technischen Funktionsbündel, von einer chemischen Reaktion nicht mehr unterscheidbar, das als Evolutionismusprodukt aufgefaßt selbstverständlich niemals frei sein kann! Weil dann Freiheit zu einem zufälligen, sinnlosen Akt der Willkür wird. Und ohne Transzendenz, ohne die Erkenntnis einer Natur, die über der rein materiellen Natur steht, läßt sich nicht erkennen und begründen, warum der Mensch zu Freiheit fähig sein sollte.

Es ist damit der Gehorsam, der die Voraussetzung zur Seinserkenntnis, und in der Erkenntnis, die immer eine Anähnlichung an das Erkenntnisobjekt bedeutet, der Gehorsam dem Sein und damit Gott, zugängig gemacht durch Jesus Christus, gegenüber, der uns frei macht. Warum? Weil wir dann unserem Wesen entsprechen und Gott ähnlich (natürlich nicht gleich! also zu Göttern!) werden. Aus dieser Ähnlichkeit erfolgt dann das Gute, das "Gutes tun", nicht (ontologisch) umgekehrt.* Wie aber wird diese Gnade evoziert, in die Welt gerufen? Durch die Taufe, durch die Sakramente, die Verbindung zwischen beiden Naturebenen, deren erste, wirklich wirklichere, die Übernatur ist.**

Die Aufgabe des Gehorsams als Grundhaltung muß somit nach sich ziehen, daß sich der Mensch selbst zu Gott erklärt. Und das ist schon denktechnisch Unsinn und zerschellt am Begriff "Gott".

In dieser Anähnlichung durch den Gehorsam - eine Anähnlichung an Jesus Christus, der "gehorsam bis zum Tode" war - wird der Mensch somit offen für die übernatürliche Wirklichkeit, die als Gnade in die Welt eingreift, real eingreift, historisch eingreift, und damit den Menschen zur Freiheit befähigt. 




*Schon daraus wird ersichtlich, daß der "Gutmensch" nie "heilig" sein KANN. Er stellt die Heils- und Schöpfungsordnung auf den Kopf. Hier hat Luther ausnahmsweise sogar einmal ein wenig Recht, wenn er meint, daß es keine "Werks-Heiligung" geben kann. Was zwar so auch wieder nicht stimmt, aber in diesem ontologischen Zusammenhang richtig ist. 

**Damit wird begreiflich, warum die Übernatur, die transzendente, geistige Wirklichkeit (die immer unsichtbar ist) die ERSTE Wirklichkeit aller Dinge, aller Welt, aller Schöpfung ist. Insofern ist die rein welthafte Natur (sofern es das überhaupt gibt) nur als Wunder begreifbar. Eine Naturwissenschaft, die das ausschließt, ist deshalb völlig irrelevant und lachhafte Zeitverschwendung: Die materielle Natur wird gar nicht verstehbar, wird in sich definitiv unverständlich, wenn nicht ihre Wurzel, ihre Verankerung in der Übernatur gesehen wird. Der Mensch hat nicht die Möglichkeit, etwas zu "erschaffen", etwas im Bestand zu halten, wenn er sich vom absoluten Sein abwendet, also dem Sein gegenüber ungehorsam ist. 

Und wenn er diesen Eindruck erwecken will, so gelingt das nur, wenn verschleiert wird, daß so ein Akt sich letztlich doch aus einem am Sein Teilhabenden nährt. Behandele der Leser doch auch nur ein Trumm, nur einen Stein, nur ein Ding aus der materialen Natur "naturwidrig", also gegen sein am Sein teilhabendes Sein, also gegen seinen logos, sein natürliches "Auf -Zu"! Er wird nur Verfall und Zerstörung vorfinden.

Deshalb sollte auch klar sein, daß jede "Segnung" von Widernatürlichem, also von Vorgängen oder Zuständen, die contra naturam angelegt sind, jede hoffende Hereinholung der Gnade in die Welt, die auf einer Welt ohne Sein beruht, simpler Schwachsinn ist.





Die nächste Prämisse angeblicher Prämissenlosigkeit (2)

Teil 2) Der Darwinismus wurde nur aus verordneter Doofheit re-etabliert



Aus diesen und ähnlichen Fragen galt der Darwinismus in den 1920er und 1930er Jahren als überholt. Und zwar wegen zahlloser Experimente, die zeigten, daß der Darwinismus rein gar nichts erklärt, sondern nur ein Regress auf eine immer zuvorliegende, seltsamerweise nie zu findende Ursache aufbaut. Man denke an die Forschungen von Spemann, an den die heutige angeblich so supermoderne Entwicklung der Gentechnik anknüpft, weil sie bis heute nicht über diese Uralt-Erkenntnisse hinausgekommen ist, und warum? Weil der Ansatz "Evolution" zu rein gar nichts führt, sondern nur Milliarden sinnlos verpulverter Forschungsgelder bewirkt hat. Sodaß man erkannte, daß es (ähnlich wie es in der Atomphysik bereits klar war) quasi jede biologische Manifestation präformierende, nicht materiale Gestalt-Felder geben muß, anders ist das nicht zu erklären.

Die Wende in der Naturwissenschaft kam nach dem Krieg. Als sich aus Amerika kommende materialistische Theorien durchsetzten (bzw. durch die Politik durchgesetzt wurden, wo sich in den hiesigen Universitäten kein Blatt mehr rührte, ohne daß es von der US-Ostküste genehmigt worden wäre), denen in Deutschland, dessen weit überlegene Wissenschaft in die Tonne getreten wurde, leider kein Widerstand mehr entgegengesetzt wurde. Nicht aus ideologischen Gründen?

Weshalb sonst? Nicht wegen der aus den USA zurückströmenden rückständigen (aber so praktischen) Materialisten, die dort die Lehrstühle besetzt hatten, so daß fortan Ideologie als "Naturwissenschaft" galt? Ist Kutschera vielleicht gar ein ganz einfacher, die Befehle der Oppressoren immanentisierter "Stockholm-Syndrom"-Nachläufer dieser verordneten Gehirnwäsche, weil gute Wissenschaft ja wie wir alle wissen zum Faschismus führt? Sie glauben das nicht, werter Leser. Aber Sie sollten sich da einfach mal genauer umsehen. Der Grund, warum die US-Universitäten und Forschungsanstalten heute als "weltweit führend" gelten liegt nicht daran, daß sie tatsächlich führen. Selbst China ist um Längen voraus, denn die sind schon aus politischem Interesse nicht gewillt, sich so zur Wirklichkeitsfremde zu verblöden.

Es liegt daran, daß sie jenen kurzsichtigen Interessen (und damit Ideologien) am besten dienen, die sie benützen und nur eines besser können: Rücksichtslos zur (materialistischen) Technik umbiegen. Die amerikanische Wissenschaft vor dem großen Wissensraub 1945 in Deutschland war auf Letztklassenniveau. Drum mußten sie ja so an ihrem Image feilen. Der ganze Kalte Krieg war ein einziger Propagandakrieg, um sich selbst als überlegen darzustellen. Nichts ist weniger wahr. Schaue man sich doch den Zustand der Universitäten in den USA heute an. Reine Ideologieinstitute, mit Gehirnwäsche als Programm. Glaubt der Leser wirklich, daß das aus heiterem Himmel entstanden ist? Die USA sind ein reiner Bluff.

Und das erklärt sich einerseits aus ihrer Entstehung, die sich nur mit Faktischem befaßte, keine geistige Rechtfertigung hat als Materialismus und damit Behaviorismus. Also - kurzfristige Nutzanwendung, Technik, Manipulation. Weil ja alles angeblich sofort und total zu ändern ist. Wie es eben der Darwinismus glaubt. Und er ist eine Glaubensveranstaltung. Die davon lebt, daß sie die Preise und Auszeichnungen für Hochleistung erfunden und damit selbst definierbar gemacht hat und damit die Maßstäbe setzt, die weltweit bestimmen sollen, was gut und was schlecht ist. Wie Hollywood und seinen Oscar. Wie der IQ-Test und seine angebliche Aussage über Geisteskraft. Wie Evolution als Paradigma der Naturwissenschaft. Wie Gutmenschentum als Maßstab von Geist.

Es ist überall dasselbe. Es sind kontradiktische Amerikaner, die noch einen Restfunken von Vernunft bewahrt haben, die genau das anprangern. Wahrheit, echte Philosophie ist immer eine dialektische Begleiterscheinung von geistigem Niedergang. (Darum kam Jesus "In der Fülle der Zeit".) Und Amerika ist geistig bankrott! Wir Europäer wissen das nur deshalb nicht, weil unsere Medien von dort aus gesteuert werden. Wie sagte der Schwager des VdZ, der (samt dessen Familie) für die US-Soldateska in Berlin tätig war, und auf dessen Urteil der VdZ mehr gibt als auf das so vieler Hochgelehrter? Die Amis sind sowas von doof ... Und sie haben mit ihrer Doofheit (lange Zeit erfolgreich, gewiß) versucht, die ganze Welt doof zu machen, damit sie noch eine Chance haben, zu überleben.

Das, was als "Brain Drain" bezeichnet wird, die Abwanderung von Akademikern vor allem in die USA, sieht der VdZ ziemlich entspannt. Abwanderung des Geistes exisiter, ja, aber dort ist sie nicht, wo Akademiker in die Universitäten von New York oder San Franzisco auswandern.  Im Gegenteil, das ist zu begrüßen. Da wandern zum Großteil impotente Schlacken ab, die meinen, im Scheinsystem der USA etwas werden zu können, denen also die abendländische Verwurzelung ein mahnender Dorn im Fers ist. Nur dort können diese Nieten etwas werden, obwohl sie im absoluten Wahrheits-Maßstab totale Versager sind. Schade ist es nur um so viele Handwerker, Maschinisten, die in den USA - weil es Leute mit Kompetenz eben gar nicht gibt! - mit Gold aufgewogen werden.

Der VdZ hatte dereinst zwei Tischler, die abenteuerlustig genug zwei Jahre in New York gelebt und gearbeitet haben. Ganz normale Tischler, nach hiesigem Ausbildungszertifikat. Die haben dort Summen verdient, die sich ein europäischer Handwerker nicht einmal vorstellen kann. Es gibt dort nicht einmal Leute, die eine simple Leiste anleimen können! Geschweige denn jene Antiquitäten restaurieren, mit denen dann Spezialhändler bei den Reichen Millionen kassieren. Geld hat sich in Amerika völlig losgelöst von Arbeit, also dem Wertschaffenden.

Es ist eine Sünde, aber der VdZ gesteht sie: Es ist den Amerikanern die europäischen "Intelligenzflüchtlinge" ziemlich vergönnt. Sie werden dort kraft ihres lächerlichen Devotismus die letzten Poren des Lebens zum Ersticken bringen. Schade ist nur, daß wir in alle diese Nieten so viel Geld investieren, sie das letzte noch vorhandene Wissen des Abendlands verraten lassen. Alles Geld ist hinausgeschmissen. Der VdZ sieht es nicht zuletzt an jeder Jahressteuererklärung, wie unfähig die Politik ist, das eigentliche Geschehen zu erkennen. Macron, Kurz, Strache, Merkel ... substanzlose Marionetten, die keine Ahnung haben, worum es geht. Und die (nur in einer Monarchie einem Volk sicherbaren) Strukturen, die das unabhängig von den Nieten, die am Ruder sind - und das waren und sind fast immer Nieten - sichern würden, haben wir ja erfolgreich beseitigt. Kultur zeigt sich auf diese Weise zuerst an der Macht der Institutionen, nicht an den faktischen Personen.

Nicht einen Cent würde der VdZ auf eine große Zukunft der USA setzen, nicht einen. Aber alles was er hat, daß diese von Anfang an verunglückte Kunstschöpfung des überheblichen Menschen vor ihrem absehbaren Ende steht. Ohne Medien, ohne Dauerillusionierung - keine USA. Ohne Geistesverblendung - keine USA. Ach ja, muß es noch erwähnt werden, daß Kutschera, der große Evolutionsbiologe, seinen akademischen Ruhm, seine Autorität in Deutschland ... seinem Engagement in den USA (Palo Alto) verdankt? Herrschaften, die einzige Frage, die sich der VdZ da immer stellt ist: Für wie blöd müssen uns die halten? Und wissen Sie was? Wer andere für blöder als sich selber hält, so daß er sie manipulieren zu können meint, ist meistens selber so richtig blöd. Nicht nur böse.

Reden wir uns aber nicht in Rage, gehen wir zurück zur irreduziblen Komplexität: Denn im Grunde trifft das sogar auf jede Zelle zu. Was sagt außerdem alleine aus, wenn eine angebliche "Tatsache" ständig durch Lügen und Propaganda gestützt werden muß? Daß sie vielleicht doch Ideologie ist? Daß sie vielleicht doch nicht so evident ist, wie seit 60 Jahren behauptet wird? Oder haben wir es nicht vielleicht sogar mit demselben Pfusch zu tun wie bei Klimaalarmisten, die da behaupten, daß es eben keine Evidenz gäbe, sondern "die Wissenschaft" etwas weiß, was sonst niemand weiß? Das ist doch primitive Priesterkastenesoterik.

Wie kommt so ein Mann in sogenannte katholische Kreise, um dort Argumentationen zu "stützen", die letztlich ja auf die Wahrheit des Glaubens hinauslaufen sollen? Weil die in ihrer Verzweiflung und Denkschwäche über jeden Strohhalm froh sind, der wenigstens ein paar ihrer Positionen stützt. Wie die des Anti-Genderismus, denn Kutschera vertritt die These, daß aus der Naturwissenschaft die ZWEIgeschlechtlichkeit sämtlicher Lebewesen "bewiesen" weil evident sei. Und weil er sich gegen die Klimahysterie wendet und meint, daß die Klimageschichte zwar eine schlimme Sache ist (aha, auch da ist Kutschera also Fachmann), der man aber ohne Hysterie mit CO2-Einsparung und Stoppen der Wälderabholzung (wir vereinfachen) begegnen kann.

Wie gesagt, kaum jemand ist so leicht zu triggern wie Vertreter des Katholizismus. Denn die sind geistig so ausgetrocknet, daß sie gar nicht mehr wissen, wie weit sich Glaube denken, wie weit sich selbst moralische Aussage aus der Natur der Dinge heraus begründen läßt. Eine wirklich originäre, stringente Argumentation fehlt leider den allermeisten Katholiken. Dazu hat man sie seit langem auf zu viele Verhaltensweisen und Handlungen und correctness verpflichtet, die angeblich (aber nicht wirklich) katholisch sind und sie in Widersprüche verstricken, aus denen sie nicht mehr herausfinden.







*Mit Jahreszahlen ist Kutschera da erstaunlich präzise, war er dabei? Oder hat er das vielleicht nur mathematisch rückgerechnet, weil eben das so gewesen sein muß, weshalb sich aus DNA-Sequenzierungen unter der Prämisse, daß sie sich in neue Arten entwickeln, bestimmte Zeiträume anzunehmen notwendig ergibt, sonst funktioniert das alles schon überhaupt nicht mehr; oder hat Kutschera plötzlich doch die voraussetzungsfreie Mathematik gefunden, die sich gegen den längst geführten mathematischen Beweis nun doch aus sich begründen kann?

**Da hat Kutschera recht - es ist ein Gedankengut der Aufklärung, das auf Descartes zurückgehend in einer langen Reihe von Irrtümern Wahrheit auf menschliche Ratio, ja auf Bewußtheit sogar beschränkt hat. Insofern ist "Schöpfung" tatsächlich ein Angriff auf die Aufklärung. Was das mit "Hexenverfolgung" zu tun haben soll, muß der sich sicher als ideologiefrei bezeichnende Kutschera erst einmal erklären. Das ist nämlich ein höchst entlarvender Griff in die unterste ideologische Propagandaschublade, wie es eben die Aufklärung gemacht hat, um sich als neues Postulat zu etablieren. Es wäre ihm dafür zu wünschen, er hätte wenigstens ein Zehntel der Geistesgröße der Väter der abendländischen, evidenzbasierten Naturwissenschaft, wie Albertus Magnus oder Thomas von Aquin, seinem Schüler.

***Auch das ist, so nebenbei, falsch, wenn Kutschera sagt, daß jeder "ismus" eine Ideologie wäre. Und was er als Dogma verächtlich ablehnt, setzt er selbst, in seinem SCIENTISMUS, den er pflegt. Und der ist tatsächlich eine Ideologie. Daß jeder "ismus" eine Ideologie werden kann ist ein anderes Thema. Aber dann ist, zum Beispiel, der Katholizismus eben auch kein Katholizismus mehr.





*050419*

Samstag, 22. Juni 2019

Die nächste Prämisse angeblicher Prämissenlosigkeit (1)

Im Grunde kann man das unten angefügte Video nach spätestens fünf Minuten abschalten. Denn dann hat es sich bereits mit der angeblichen Erklärungskraft, die die Evolutionsbiologie (natürlich, mit Lücken) hat, wie sie Prof. Dr. Ulrich Kutschera, seines Zeichens Evolutionsbiologe, der wirklich weiß worum es geht (zumindest wird er nicht müde das zu sagen, eh schon wissen: Wissenschaft! und man weiß, was Sache ist, deshalb darf man nur Wissenschaftlern glauben, nein, nur bestimmten Wissenschaftlern) präsentiert. 

Und der nicht müde wird zu betonen, daß Evolution eine Tatsache ist (freilich, mit Lücken, eh klar), keine These. Die man sich halt mit (wörtlich) unendlicher Abfolge vorstellen muß, denn immerhin stammt ja jede DNA von einer vorangehenden ab, und so weiter, also muß man sich den Anfangspunkt auch so denken. Oder doch nicht? Naja, macht der Anfangspunkt des Lebens vor "exakt berechneten 3,5 Milliarden Jahren" halt eine Ausnahme, aber bitte - nur die, nur diese eine. Damit kann man dann schon leben, wenn es zwar keine Fundamente gibt, aber das Haus, das sich aus sich selber trägt, umso höher aufragt.

Wie gesagt, die Weiche ist gleich am Anfang so gestellt, daß der Zug der dann folgt schon aus den Schienen springt. Wenn nämlich Kutschera die "Einführung eines Schöpfergottes" mit dem Argument zurückweist, daß die Naturwissenschaft ohne solche Erklärungen auskommen muß, so sei sie begründet (aha, auch das eine Neuigkeit), denn sie habe die Aufgabe (und nur das ist dann wissenschaftlich), alles in der Natur aus der Natur heraus zu erklären.

Folgerichtig ist die Argumentationsreihe Kutscheras eine einzige Aneinanderreihung von weltanschaulich unterfütterten Behauptungen. Weil es so sein muß, muß es wohl so sein, darauf könnte man die Details dann verkürzen. Da sind dem VdZ sogar plumpe Kreationisten oder heidnische Mythenerzähler noch lieber. Denn die ziehen wenigstens nicht simple Zirkelschlüsse, um sie dann zu verheimlichen, und meinen auch nicht, durch ein irgendwie verkürztes "Wie" auch das "Warum" zu erklären.

Also, zum langsamen Aufschlabbern: Wir lehnen die Prämisse eines Gottes ab, weil wir die Prämisse haben, daß sich alles aus sich selber heraus erklären können muß. Weltanschauungen lehnt diese Wissenschaft ab, denn dann ist sie keine Wissenschaft mehr. Aha. Daß diese Prämisse aber bereits eine Weltanschauung ist, das hat Kutschera wohl noch nie gehört. Denn jede Wissenschaft hat sich nicht aus sich selbst zu erklären, sondern sie hat die Wirklichkeit zu erforschen. Wenn es denn - nehmen wir nur einmal an - einen Gott gibt, dann ist er aber Teil der Wirklichkeit. Dann reduziere ich die Wissenschaft also um das, was sie sogar (wenn es Gott gibt) konstatiert. Weil noch dazu die Wirklichkeit ein unsichtbar Ding ist, sonst könnte auch kein Kutschera "am Feld forschen und neue Würmer entdecken".

Auch Evolution ist ein Postulat, sonst nix. Warum soll auch aus der Ähnlichkeit der DNA verschiedener Lebewesen hervorgehen, daß eines vom anderen abstammt? Das ist ein Postulat, sonst nix. Sogar jede Organtransplantation beweist das Gegenteil (auch wenn es propagandistisch anders dargestellt wird), weil offenbar Lebewesen der gleichen Art untereinander nicht kompatibel sind. Schon gar nicht, sobald eine Zelle ein sogar noch sehr bescheidenes Formniveau erreicht hat. Wie stellt man sich dann den Übergang von einer Art zur inkompatiblen anderen vor, wo technisch gesehen Gleiches plötzlich doch nicht das Selbe ist? Übrigens, nur so nebenbei: Der Evolutionismus galt in den 1920ern für tot und widerlegt. Das von Kutschera erwähnte "dynamische Modell", das dann "in den 1940er Jahren" einzog, war kein dynamisches Modell, sondern die Akzeptanz von "black boxes" als Erklärung, also ein wissenschaftshistorischer Irrsinn, der mit "Lücken" ein wenig sehr schönfärberisch beschrieben ist.

Ab da wurde die Naturwissenschaft zur Mythologie. Das sagen sehr anerkannte Naturwissenschaftler. Schöpfung ist also keineswegs ein "Generalangriff auf die Naturwissenschaft", wie Kutschera recht emotional behauptet, sondern nur auf den Evolutionismus als Prämisse. Oder sind die, die das anders sehen, und die gibt es nicht zu knapp (es gibt Umfragen, die belegen, daß über 50 Prozent der amerikanischen Naturwissenschaftler NICHT an die Evolution, sondern an eine Schöpfung glauben) keine Naturwissenschaftler mehr? Oder machen die sich nur nicht vor, daß es prämissefreie Naturwissenschaften gäbe?

Wissenschaft bedeutet, daß ich eine Wirklichkeit (bzw. ein Phänomen) nur mit der ihr (also seiner Wirklichkeit) gemäßen Methode erforschen kann. DAS definiert sie, nicht eine sehr klar postulierte "Voraussetzungslosigkeit", wie sie der rationalistische Positivismus** behauptet, die damit bloße intentionale Behauptung ist, also Ideologie***, oder Glaubenssystem - gibt es vor jeder Naturwissenschaft noch eine andere Wissenschaft: Die Philosophie, die sich mit der Wirklichkeit einmal auseinandersetzt, sonst ist jede Naturwissenschaft leeres Gepulvere. Erstens. Und daraus folgend die Notwendigkeit einer Theologie, sonst kann man auch nicht über Gott reden. Auch nicht darüber, ob es ihn gibt oder nicht. Aber das führt nun zu weit, mehr Explikation lohnt das alles nicht. 

Wobei der VdZ noch anführen möchte, daß er von den "Intelligent Design"-Theorien wenig hält. Sie sind nur ein Versuch, Metaphysik zu ersetzen, die nämlich der protestantische Kreis (aus dem das stammt) nicht hat.

Der einzige Gedanke, den der VdZ als Gewinn aus dem Gespräch im Video zieht, ist das richtige Verweisen von Kutschera auf die Schwäche des Arguments der "Kambrischen Explosion" als "Beweis" für eine Schöpfung. Da hat er recht. Es stimmt, daß es eben für dieses explosionsartige Auftreten von Krustentieren (etc.) im Kambrium nicht mehr braucht als zu denken, daß es eben diese eine Katastrophe oder was immer gegeben hat, die zur Versteinerung der Lebewesen geführt hat. Das kann auch kaum anders gewesen sein, denn das sehen wir mit unseren Augen, das ist zweifellos eine Eigenschaft der Natur: 99,99 Prozent (Kutschera) aller Lebewesen" werden nach ihrem Hinscheiden von anderen Lebewesen gefressen, sind also schlicht und ergreifend "nicht mehr da". 

Deshalb kann man aus dem Fehlen von Fossilien in Sedimentschichten von vor dieser Zeit nicht schließen, daß es die Zwischenglieder in der Evolution, die zur Entwicklung dieser Lebensfülle geführt hat, nicht gegeben hat. Oder daß diese Lebewesen "plötzlich" (also durch das Wirken eines Schöpfers) aufgetreten seien. Die "Kambrische Explosion" beweist also gar nix außer, daß es zu einer bestimmten Zeit Bedingungen gab, die die damals vorhandenen Lebewesen der Erde zu Stein werden haben lassen.

Was Kutschera natürlich nicht anspricht ist, daß es sich bei den "Zwischengliedern" nicht um höher oder dort  nicht vorhandene Relikte von (sagen wir, weil gerade die Kronen-Zeitung wie üblich die nächste Fake-Nachricht über ein angeblich eine solche Lücke schließende, vor Peru aufgefundenes Fossil verbreitet; nichts wird dadurch geschlossen, das ist glatte Propaganda) halb Wal - halb Landtier handelt. Sondern um UNZÄHLIGE Zwischenformen, die jede für sich perfekt, fertig und lebensfähig sein muß. Schaue sich der Leser einfach einmal an, was da für Geschichten erfunden werden, die "erklären" sollen! Dagegen sind Grimms Märchen knallharte Sachberichte. Aber nein, heute heißt solche aus den Fingern gesogene abstruse Fabuliererei "Wissenschaft", ja "Tatsache". Und aus Lügenbaronen werden flugs Evolutionsbiologen, weil sie irgendein daher geschissenes Universitätsdiplom haben, für dessen Erringung man nur eines muß: Dumm genug sein, um das eigene Denken abzuschalten, und ein Ersatzdenken dankbar anzunehmen, mit dem man es auch zu etwas bringt, weil es sonst zu nix reicht.

Was dabei mit irreduziblen Komplexitäten passiert, weiß damit ohnehin sowieso niemand zu beantworten, außer mit "na irgendwie, aber das werden wir auch noch einmal wissen", der Standardantwort der Evolutionsbiologen. Wenn etwa (wie beim Auge, und noch dazu in dutzenden unterschiedlichen Varianten) evolutionsbiologisch früher notwendige Anpassungen ohne noch Sinn und Funktion zu haben, rein technisch erst später entstanden sein können. Und selbst (aus unerfindlichen Gründen) wenn doch: Anpassungen an was? An die Idee, zu sehen, weil das dann besser überleben läßt? Woher kommt diese Idee, die am Weg dorthin gar nicht erkennbar gewesen sein kann? Vielleicht doch eher aus morphogenetischen Feldern, weil unsichtbaren, teleologisch wirkenden Wirklichkeiten, wo eine Idee sich ins Reale treibt? Denn wenn wir also von Materie sprechen, sie "sich" evolviert - wovon ist da die Rede? Welche Materie meint Kutschera? Die, die die Quantenphysik meint? Die in ihrem Grund gar keine Materie mehr, sondern Quantenfeld ist? Wovon gebildet?

Keine, nicht eine Bewegung - und damit das Movens der Evolution - auch nur irgendeiner Zelle (und auch nicht Ihres Armes, der den Scroll-Hebel Ihrer Maus jetzt gerade bewegt) erhebt sich "von unten heraus", bis sie vielleicht zufällig durch ein Lustgefühl oder weiß der Deibel was begrenzt wird. Alle haben eine immateriale Finalgestalt zum Ziel, als deren Endpunkt, und beginnen dort. Eine Wirklichkeit, die über aller biologischen, schon gar über aller materialistisch betrachtbaren Ursache-Wirkungs-Faktizität steht, und diese erst zu einem material feststellbaren Faktum macht.

Sowohl Darwinismus wie auch seine bürgerliche Form, der Liberalismus, bauen auf einem gewaltig aufgeblasenen, banalistischen Mythos auf - einer "Selbstregulierung" durch irgendwelchen Mechanismus, der von irgendwo daherschwebt. Darwinismus ist dabei ein Mythos, den vom wirklichen Mythos unterscheidet, daß er willkürlich aus Subjektivismus heraus menschenerfunden ist, um Transzendenz auszuschalten. Evident, gar wissenschaftlich ist da gar nix. Man muß viel Irrationales glauben, um an den Darwinismus zu glauben. Nur wissen darf man da nichts.


Morgen Teil 2) Der Darwinismus wurde nur aus verordneter Doofheit re-etabliert





*050419*

Ein kleines bißchen Glück

Weh uns, wenn wir zwischen Prinzip und dem Menschsein nicht mehr zu unterscheiden wissen. Weh uns, wenn wir das eine zugunsten des anderen erdrücken. Weh uns, wenn wir diese kleine Tür nicht immer auch offenhalten, die allem ein wenig Luft läßt. Weh uns, wenn wir vergessen, daß Mensch zu sein auch heißt, zu fehlen. Nicht die Fehler sollen wir lieben. Aber ... einander erdulden. Denn es ist immer das Sein, das siegt. Ob in Irrtum oder Recht, es ist das Glück, das der Mensch sucht. Niemand hat da etwas vom anderen zu befürchten.

Ja, die Welt läuft auf den Schienen des Seins, der Wahrheit, der Gerechtigkeit. Weh uns aber, wenn wir diese kleine Verschworenheit einer Gemeinschaft von Schicksalsgenossen für den Galgen verlieren, in der wir uns zuweilen mit einem Lächeln zuzwinkern müssen. Seltsam, gewiß, aber manchmal muß man auch von der Ewigkeit wegblicken, um Mensch zu sein. Der doch nur aus der Ewigkeit lebt ...





Leser R gewidmet.





Es gibt keinen vom Menschen unabhängigen Sinn der Welt. Sie steht uns nicht gegenüber, sie ist der eigentliche Ort ihres Sinnes. Ohne Mensch - keine Welt. Da muß man auch manchmal lächeln können, ob der Schwächen, die das Menschsein begleiten. Das Wesen der Welt ist tragisch. Aber die Tragödie ist die (notwendige) Vorstufe zum Humor.

Den Irrtum zu bekämpfen heißt zuerst, den Irrenden zu lieben. Denn er ist aus dem Menschsein zu verstehen, das so gebrochen ist, daß es prinzipiell Richtiges will, aber im Einzelnen immer wieder Falsches ergreift. Parce nobis, Domine!










*040519*

Freitag, 21. Juni 2019

Flammenschrift auf der Wand

Was dieser journalistisch interessante Reisebericht von Martin Sellner zeigt, ist die Folge des Nicht-Handelns der Politik. Die den Mut nicht hatte und hat, die Dinge sachgerecht zu behandeln. Deshalb ist auch das Konzept "Multikulti" oder "Integration" keineswegs ein konstruktiver Plan, das war es nie, sondern das was übrigbleibt, wenn man die Probleme ignoriert und nichts löst. Paris ist heute drauf und dran, zumindest in etlichen der Stadtviertel, vor allem aber an den zentralen Plätzen, für indigene Franzosen unbewohnbar zu werden. Die Franzosen selbst ziehen sich zurück, weichen in bestimmte Viertel aus, oder verlassen die Stadt.

Was hätte zu geschehen? Was hätte geschehen müssen? Was müssen wir für uns ableiten? Es gibt für diese Migrationspolitik nur die Lösung der Segregation. Nur so lassen sich die Reibungspunkte mit unserer gewachsenen Kultur, wenn schon nicht vermeiden, so doch einhegen und im Griff behalten. Dabei geht es nicht einmal mehr darum, OB dies alles so wird. Es wird nicht nur so, sondern es ist bereits so: In einer Operation am lebenden Herz fällt unsere Welt auseinander, Stück für Stück wird ihr entrissen und zu einer neuen Welt umgeprägt, in der wir tatsächlich Fremde im eigenen Land sind.

Aber wir müssen zusehen, wie es uns überrollt. Mit "Widerstand von unten" ist da nichts getan, weil wir zu oft auf Widersprüche in uns stoßen, um in der 'contradiction in adjection' des einen grundlegenden Zieles willen andere, geistig, moralisch höherwertige Ziele aufzugeben hätten. Weil es geschichtlich der Tatsache folgt, daß wir von Haltungen und Wertewelten geprägt sind, die das soziale Leben auf einer völlig anderen Ebene regeln und gestalten, als uns nun begegnet. Und hier sind wir unterlegen, weil wir gewissermaßen auf eine frühere Kulturstufe "zurücksteigen" müßten, was aber sogar unsere Gesetzeswerke verhindern. Man denke nur an das Gewaltmonopol, das der Staat an sich gerissen hat - um nun doch der ganz anders gearteten Gewalt anderer Kulturkreise hilflos gegenüberzustehen.

Unsere Formen der Höflichkeit, um es zu präzisieren, verlangen eine Charakteristik der Vernunft, die dem Weltverständnis vieler anderer Kulturen zwar einerseits überlegen, aber im konkreten Alltag unterlegen ist. Das hat nichts mit Bildung oder Ausbildung zu tun, schon gar nicht mit Wohlstand, sondern mit dem Werdegang unserer Kulturen. Weshalb es keine anderen Instantlösungen gibt als die Trennung dieser unvereinbaren kulturellen Sphären. Das Gerede von "Rückführung" war von Anfang an unrealistisch. Die Milch der Massenzuwanderung ist bereits verschüttet, weil nie jemand ernsthaft nachgedacht hat, sondern alles treiben ließ. Die nun von einem auf unsere Wertelandschaft ausgerichteten, aus diesem herausgewachsenen Rechtsgefüge profitiert, indem es es brutal ausnützt und den Bürger hilflos und ohnmächtig zurückläßt.

Die Stimmung ist dementsprechend resigniert. Denn man weiß ein Joch über sich, das der französische Präsident Macron jüngst wie eine Erfolgsmeldung nach einem Königsmord verkündete: Es gibt keine französische Kultur mehr, es gibt nur noch Kultur in Frankreich. Und die ist divers. Übrigens: Auch darin irrt er. Denn es gibt gar keine "diverse" Kultur. Ja, Kultur ist nachgerade das Gegenteil von "divers", es ist die Herausarbeitung eines klar abgegrenzten Profils von Lebensart und Identität. Eine "diverse Identität" ist absurd und ein Widerspruch in sich, also gar nicht möglich.

Paris ist auch aus historischen Gründen (v. a. aus der Kolonialtradition und der damit einhergehenden Verantwortung heraus) leuchtendes - "brennendes" - Menetekel an der Wand jener Weltarchitektur, die sich gebildet hat, und die wir noch vor dreißig Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Aber die Welt verändert sich progressiv oder sprung-progressiv, also in immer rascherem Tempo. Nach oben langsam, nach unten, in die Barbarei, in einem sich immer mehr beschleunigenden Strudel.








*300419*

Das Lachen zur Sonnenwende

Diese herrliche Satire zum 1. April ist auch mehr als zwei Monate später noch lesenswert. Es geht um die Meldung, daß die EU eine Verordnung erlassen hat, die adhoc und ganz sicher mindestens 50 Prozent des Stromverbrauchs bewirken wird. 

Und zwar durch die verpflichtende Einführung eines Energiesparsteckers, wie ihn sich jeder Bürger leicht selbst herstellen kann. Er braucht dazu nur eine Beißzange. Erste Erfahrungsberichte zeigen, daß das Einsparungspotential sogar noch deutlich höher ist und in manchen Fällen gegen 100 Prozent geht. Die Stromrechnungen der geplagten Menschen, die schon länger hier wohnen, und natürlich die CO2-Bilanzbuchhalter des Weltklimas werden Ihnen die weltrettende Tat danken, werter Leser.

Auf EIKE wird das in allen Facetten durchgespielt. Köstlich, wie geschickt Personen und Parteien aus Deutschland dabei getroffen sind. Zur Einleitung erlauben wir uns hier, das Initialbild von EIKE zu bringen. Den Rest möge der Leser auf deren Seiten nachlesen. Es lohnt sich.

Noch ein eher privater Tip: Wir stehen zur Zeit der Sonnenwende, und da hat sich dieses unsägliche Volk den Brauch des Sonnwendfeuers angewöhnt, der doch wie wir wissen die Erde zerstört.  Ein Wort an Ihr Gewissen gerichtet, werter Leser: Können Sie diese CO2-Verschmutzung verantworten? Deshalb ein dringender Appell: Nicht, daß Sie Sonnwendfeuer und -feiern meiden sollten, das ist wohl zuviel verlangt. Aber machen Sie es so: Achten sie auf den CO2-Abdruck. Wenn Sie unbedingt zu Sonnwendfeuern fahren wollen, bilden sie zum Beispiel Fahrgemeinschaften, nehmen Sie Nachbarn mit.

Denken Sie dabei an die Alten und Gebrechlichen, deren Klimaschaden wird völlig unterschätzt. Schleppen Sie die deshalb in Ihr Fahrzeug, damit sie zuhause keinen Unsinn anstellen können, und nehmen Sie sie mit, auch mit sanftem Druck. Und wenn es möglich ist, achten Sie noch auf die regionalen Nachrichten. Vielleicht brennt ja gerade irgendwo ein Wald (selten), oder ein Haus (häufiger)? Oder ein Rinderstadel (besser, wegen dem Doppeleffekt)? Oder eine lokale Greta Dummblök verbrennt sich gerade vor dem Parlament (noch besser, wegen dem Dreifacheffekt)? Vielleicht gründen Sie gar eine neue Grasroot-Bewegung für Frieden auf der Welt oder so? Tut ja auch keiner was für.

Weiß der Leser, wieviele 15-, 16-, 17jährige es gibt, die so richtig echte "Überzeugungen" haben? Der VdZ hatte seinerzeit auch welche. (Er ist freilich Gott dafür dankbar, daß sie im Rahmen der engsten Umgebung blieben, aber gut, er war ja nicht so "kritisch gebildet" wie die heutigen Jungen, er war umgeben von seriös gebildeten Professoren - auch dafür sei Gott gedankt - nur "gegen den Kapitalismus".) Also nehmen Sie die mit zum Sonnwendfeuer! Und zeigen Sie Panik, nicht vergessen: Panik ist das neue Medium der Empathie. Sprechen Sie die Fünfjährigen an! Die freuen sich immer, wenn sie aufbleiben können, sich was tut und sie im Mittelpunkt stehen. Vergessen Sie dabei aber bitte nicht, sämtliche sozial verantwortungsbewußten Medien zu verständigen, um das nicht zu vergessen.

Fahren Sie also hin, wo immer es sich bietet, rühren Sie in der Keksdose der heutigen Existenz herum, und sei es, daß sie "dagegen" protestieren, wogegen auch immer. ("Klimaneutral" als Aufhänger ist natürlich zu bevorzugen.)

Ein Brand im Stadel des Huber-Bauern aber ist in jedem Fall auch ein Feuer, um das sich Menschenketten bilden lassen. Dort reichen Sie dann ihre Sektflaschen, Bramburitees und Göffelmus-Karaffen mit Weinschorle aus fair-trade-Trauben im Kreis, und vergessen Sie nicht die Feuerwehrleute, wenn Sie Ihre Toffelburger auf Stecken in die Flammen recken. Und feiern Sie mal so richtig sinnvoll. Denn das erzeugt auf jeden Fall kein berechenbares zusätzliches CO2, und wird garantiert zu einem unvergeßlichen Erlebnis. Lassen Sie sich fallen, spüren Sie die Kraft!!!

Nur eine Bitte: Beziehen Sie sich nicht auf dieses Blog, wenn Sie an die Pressemikrophone treten. Denn dann sperrt Google per Donwshadowing oder Youtube per Urheberrestriktion auf jeden Fall das entsprechende Video, wenn nicht wegen Hatecrime.

Alsdann - Glückauf! Ein Tip noch: Streichhölzer gibt es im Dutzendpack günstig bei jedem SPAR, Lidl oder Aldi.


Bild übernommen von EIKE




*050419*

Donnerstag, 20. Juni 2019

Worüber der Normale klagen kann

In Großbritannien wird das bereits seit längerem erfaßt. Es zeigt etwas an. Es zeigt viel an. Dort steigt die Zahl der (angeblich) "geschlechts-diversen" Kinder und Jugendlichen sprunghaft, seit man an den Schulen "diverse" Gendererziehung anwendet. Wir haben davon bereits berichtet. Gleichzeitig füllen sich die Talk-Shows mit Gästen, die sich "umwandeln" ließen, und berichten, wie sehr sie das bereuen. Wer es nicht weiß: Die Selbstmordrate bei Geschlechtsumwandlungen (die einen hohen Fehlergrad beinhalten; Ärzte, die damit zu tun haben, wissen das), die auf einem Irrtum beruhen, ist übrigens extrem hoch. 

Galt vor zehn Jahren die Rate an "Transsexuellen-Personen" (also Menschen, die sich offenbar in einem "falschen" Geschlechts-Körper befinden*) mit 0,8 Prozent für reichlich geschätzt, berichten die Krankenkassen Großbritanniens (denn dafür gibt es teure Hormonbehandlungen auf Allgemeinkosten) heute schon von um die 11 Prozent, mit exorbitanten jährlichen Steigerungsraten: Um die drei Prozentpunkte.

Das ist ein neues Phänomen. Und beweist umso mehr die soziale Bedeutung der Geschlechterrolle als ersten, wesentlichsten Bogen der Identität, also der Weltwerdung. Denn mittlerweile sind nicht nur die Kinder zu einem Achtel (sic!) willens, ihr Geschlecht zu wandeln (alles aus Allgemeinkosten, mit dem ersten Schritt: Den "Pubertätsblockern"), sondern etwas Neues tritt auf:

Zunehmend mehr der übrigen sieben Achtel der Heranwachsenden klagen, daß sie "straight" sind, also eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden können. Und das macht sie sozial gesehen weniger interessant! Sie fühlen sich benachteiligt!

Judith Buttler, die Ikone der Genderbewegung, baut alles auf der These auf, daß Geschlecht nur ein "soziales Konstrukt" sei. Sie hat damit auf eine Weise recht. Aber irrt auf eine andere, und hier grundsätzlich: Der Mensch ist ab ovo, vom ersten Moment der Empfängnis an - und das ist empirisch belegbar - Mann oder Frau. Es braucht dann die Gesellschaft, um zu sich und damit zur Gestalt zu kommen. 

Jawohl, das stimmt. Aber wenn dieses "soziale Konstrukt" von der biologisch ausgedrückten Vorgabe abweicht (die bei manchen Menschen eben nicht so eindeutig ist, wie sie manche konservativistische Pruntzschädel gerne hätten), und der anthropologisch entscheidenden Mann-Frau-Dichotomie nicht gerecht wird, wird nicht "das Geschlecht" variabel oder volatil, sondern der Mensch in die Identitätslosigkeit und damit ins Nichts geworfen. Umso bedeutender wird die soziale Konstruktion, die zu Mann oder als Frau heranbildet, und auch Ambivalenzen und Unsicherheiten zumindest auf ein Ziel hin ausrichtet: Mann oder Frau. Gerade "echte" Transsexuelle (wie gesagt: Eine ganz kleine Minderheit) wollen deshalb auch nicht "das andere", sondern ihr "richtiges Geschlecht" eindeutig darstellen und leben. Ein für alle Mal, übrigens.

Diese soziale Aufgabe zu verweigern, diese Hilfe nicht zu leisten ist ein schweres (soziales) Verbrechen, jawohl. Und so muß man die Grün-Rot-Sonst-wie-Verpruntzten nennen, die den Genderismus propagieren oder tolerieren. Es ist ein eklatantes, in vielen Fällen klar bösartiges Versagen und Verweigern von Verantwortung, das die betroffenen jungen Menschen ins Nichts stößt. Fluch über sie alle, die das zu verantworten haben.





*Um es klarzustellen: Das kann es in den Augen des VdZ tatsächlich geben, und hat mit Homosexualität etc. etc. nichts zu tun. Der VdZ hält es für möglich, daß sich in der Entwicklung des Embryos speziell im Schritt von der Frau zum Mann - "Frau ist man von Haus aus" läßt er eine Theaterfigur einmal sagen, "aber dann kommt halt viel Information dazu" - schwerwiegende Fehler zeigen können. Aber es ist dann dennoch aber nicht nur äußerst selten, sondern enthebt gerade an diesem Beispiel erkennbar (sic!) nicht von der sozialen Bedeutung, das "richtige Geschlecht" als Idealbild in Sitte und Tradition zur Gestalt zu bilden, ja zu fordern. Denn der Mensch ist (siehe u. a. Ortega Y Gasset) eine Utopie, und er ist immer nur sein bestmögliches Selbst, wenn er sich auf ein transzendentes Bild hin überschreitet.





*290419*

Der Stoff, aus dem Wohlstand entsteht

Dieses Internet-Interview mit E. Michael Jones ist aus einem bestimmten Grund hörenswert. Über die nun doch immer wieder repetierten Gesamtsichten, wenn Jones sie auch merklich ständig noch konziser, noch präziser macht, Zusammenhänge immer noch besser darzustellen vermag. Und dazu ist auch das "Sprechen unter Anforderung" wie bei solchen Anlässen ein wichtiges Medium: Alles Tun ist ja zuerst und vor allem ein Selbstgewahrwerden, und damit ein ständiges Herausarbeiten des hinter dem Sprechen stehenden logos, also ein ständiges Verbessern des Wahrheitsgrades der Darstellung.

Aber in diesem Gespräch geht Jones ganz speziell auf die Situation der Bevölkerungen in Afrika ein. Gerade zurück von einem längeren Keniaaufenthalt weist er nämlich auf ein Problem hin, das hierzulande noch völlig unrezipiert geblieben ist. Und das eine Folge einer weiteren "Weltrettungsaktion" der globalisierten Gesellschaft ist, wo vermeintliche Hilfe und Gutheit ins Gegenteil umschlägt. Also das Problem, das zu bekämpfen sie vorgibt, in Wahrheit noch schlimmer macht. Die Rede ist - von der Textilwirtschaft, im Konkreten von der Altkleiderverwertung.

Natürlich ist jeder hier bei uns der Meinung, er würde etwas Gutes tun, wenn er seine Altkleider in die landauf landab bereitstehenden Sammelcontainer schmeißt. Daß er damit aber die volkswirtschaftlichen Strukturen und damit die Armut in Afrika dramatisch erhöht, ist noch nicht ins Bewußtsein vorgedrungen. Gerade in Afrika, wohin diese Kleider größtenteils gelangen, und zwar durch Handelsunternehmen, denn auch die Caritas liefert die alten Hosen und Hemden und Kleider nicht direkt nach Kenia oder Tanzania, sondern verkauft sie an Unternehmen, die das als Geschäftszweig betreiben.

Aber was passiert dort? Jones nennt Roß und Reiter. Die Altkleider, die in Afrika aus der ganzen Welt in gigantischen Mengen einlangen und billig auf die Märkte kommen, haben dort mittlerweile einen so hohen Stellenwert am Markt, daß sie die heimische Produktion von Textilien vollkommen ausgelöscht haben. Nicht nur das, auch die Landwirtschaft, der Anbau von Baumwolle oder sonstigen Textilwertstoffen ist nahezu zum Erliegen gekommen.

Nun ist es historisch (hier haben wir bereits über diese Auffälligkeit berichtet) so, daß jeder Wohlstand, und zwar weltweit, seit je (seit je!) bei einem bestimmten Gewerbe anfing - der Herstellung von Stoffen und deren Verarbeitung. Kein reiches Haus, kein Wohlstand, der NICHT bei Textilien begann. Sogar jedes historische Bankhaus, jede Kapitalakkumulation verdankt seine Entstehung den Textilien. Ob Italien, entlang, Deutschland, Frankreich ... - überall beruht der Wohlstand, der auch überall im Mittelalter entstand, auf der Textilbranche. Die Probleme begannen erst und überall dort, wo diese Branche anfing, sich international zu organisieren, sich "globalisierte".

In dem Moment, wo die Stoff- und Kleiderproduktion nicht mehr in einem mehr oder weniger geschlossenen Kreislauf auch sozialer Art ablief, in dem Moment, wo überregionale Faktoren ins Spiel kamen, begann das reine Gewinninteresse Überhand zu nehmen, und einige wenige begannen, die Arbeiter auszubeuten.

Die Löhne sanken, die Preise sanken, Armut zog in ehedem prosperierende Landschaften und funktionierende soziale Gemeinschaften ein. Nur das immer abstrakter gewordene Geld, das Kapital einiger weniger profitierte, die sozial entwurzelt Faktoren in ihr Rechenspiel einbeziehen konnten, die dem normalen Arbeiter nicht offenstehen. (Und das ist im übrigen auch gar nicht sinnvoll oder erstrebenswert.)

Wo immer Internationalisierung nicht als Ergänzung begriffen wird, wo überregional Dinge, Waren, Dienstleistungen vermarktet werden, die der heimische Markt, die heimische Arbeitskraft, die heimische Wirtschaft nicht selbst erbringen kann, beginnt sie, Volkswirtschaften sozial zu devastieren. Auch bei internationalem Wirtschaftsaustausch muß also die Politik streng nach dem Prinzip der Subsidiarität vorgehen! Und das ist eine Aufgabe der (Staats-)Politik. Von außen darf nur kommen, was im eigenen Land gebraucht, aber nicht selbst erbracht werden kann, und hinaus darf nur gehen, was hier nicht (mehr), aber woanders gebraucht und nicht selbst erbracht werden kann. Volkswirtschaften können also nur soweit internationalisiert, globalisiert werden, als sie komplementär sind! Und zwar komplementär nicht nach Kriterien der Geldrechnung, sondern nach Dingen, und das heißt wiederum: Nach Arbeit! 

Nicht nach Preisen, nicht nach "Kostenvorteilen". Die im übrigen ohnehin immer eine Lüge der Kostenunwahrheit eines reduktiven Blicks sind. Denn die Kostenvorteile, die hiesige internationale Firmen behaupten gehen immer zu Lasten der Allgemeinheit, und sind staatliches Sponsoring privater Gewinninteressen.

Das ist ein Europa, ja auf der ganzen Welt ganz offensichtlich und in der Geschichte zu beobachten. Genau das ist jüngst sogar bei China so gewesen. Das mit Billigtextilien den Weltmarkt eroberte, und von dort ausgehend seine innere Wohlstands- und Wirtschaftssituation zu verbessern begann. Die Stoff- und Textilbranche ist für jede Volkswirtschaft der erste Grundstein.

Afrika ist also nicht so arm, daß man es mit Textilien aufpäppeln müßte. Sondern Afrika WIRD arm, WEIL es keine eigene Textilwirtschaft mehr hat. Diese wurde durch die Altkleider aus dem Westen völlig ausgelöscht. Damit fehlt den Afrikanern das, was einzig (!) Wert, Einkommen und Auskommen generieren könnte: Arbeit, Nachfrage, Bedarf, Produktion. Ein Rattenschwanz an weiteren Problemen hängt daran, der bis hin zur Notwendigkeit geht, billige Importnahrungsmittel zu kaufen, die in einem nächsten Schritt die afrikanische Nahrungsmittelproduktion an den Rand der Existenz gebracht hat. Mit dem nächsten Gutmenschenschild, das sich manche umhängen: Die darauf hinweisen, daß die Afrikaner sich kein Fleisch, keine Zwiebel leisten könnten, gäbe es nicht die billigen Importprodukte aus dem Westen.

Textilien und alles, was damit zusammenhängt, sind für jede Gesellschaft, für jede Kultur der Grundstein seines Wohlstands. Das war immer so, und das trifft heute nicht weniger zu. Und nur innerhalb eines geschlossenen Systems, also innerhalb einer durch gewisse Regelungen geschützten Binnenmarktes, kann sich daraus auch ein gerechtes Lohnsystem entwickeln. In dem Löhne, Nachfrage- und Angebotspreise mehr oder weniger harmonisch eine Waage zu halten beginnen.

Denn anders als vielfach behauptet, wendet sich in diesem System der Globalisierung der Textilbranche das Schicksal längst gegen die ursprünglich vermeinten Vorteile, die es etwa für Länder wie Indien, Pakistan, Bangladesch hat, wenn dort Millionen von Arbeitern (darunter Frauen und Kinder) hatte. Nach dem Motto "Besser geringer Lohn, als keiner" hat man dort ja, so wird gerne behauptet, für Millionen Menschen Arbeit und Brot geschaffen. Daß das so nicht stimmt erweist sich immer mehr. Selbst in diesen Ländern besteht schon ein gewaltiger Lohndruck, und wer seine Arbeit billiger anbietet erhält sie auch. In Indien fallen die Reallöhne bereits. Sodaß auch dort die Arbeiter (und das sind oftmals Frauen, wenn nicht Kinder, die beiden ersten Mittel billiger Konkurrenzierung der Männer, die prinzipiell die Zerstörung der Familien nach sich zieht) von ihren in der Textilindustrie erarbeiteten Löhnen gar nicht mehr leben können.

Mit mancher absurden Groteske in diesem Spiel. Jones erwähnt etwa die feministische Bewegung in den USA, die mit T-Shirts herumläuft, auf denen in Aufdrucken "Womans liberty" oder "Equal Payment" gefordert wird, und die im Shop um 39 Dollar gekauft wurden. Die von einer pakistanischen Frau mit einem Stundenlohn von 49 Cent genäht wurden. Die gesamte Wertschöpfung dazwischen liegt in den Händen der Handelskonzerne und Industriebetriebe. Wem also dient diese Globalisierung? Den Indern? Den Afrikanern? Die so wenig Einkommen haben, daß sie die billigen Altkleider kaufen oder als "Liebesgaben" annehmen müssen, die - eiderdautz - oft sogar von ihnen selbst hergestellt worden sind.

Aus diesem Grund hat Jones gemeinsam mit einigen seiner afrikanischen Gesprächspartner begonnen ein Projekt zu entwickeln, das das Ziel verfolgt, den afrikanischen Ländern (beginnend mit Kenia und Tansania) die Stoff- und Textilproduktion wieder zurückzuholen. Und zwar beginnend mit einem heimischen (und notwendig geschützten) Markt, wo es Nachfrage, Boden für den Anbau von Baumwolle etc., und ausreichend Arbeitskraft gibt. Alles das liegt derzeit brach. Als eine erste Stufe, um die Armut breiter Bevölkerungsschichten effektiv zu bekämpfen, die eben aus der Arbeitslosigkeit kommt. Denn nur Arbeit ist die Basis für die einzigen wirklichen Wert, die erste und einzige Einnahmequelle, die der Mensch zu schaffen in der Lage ist, um sein Leben dann in Würde zu bestreiten.

Der Leser möge sich aber noch seine eigenen Gedanken darüber machen, ob die Tatsache, daß es in Europa mittlerweile so gut wie KEINE Textilindustrie mehr gibt, nicht Auswirkungen auf uns hat, deren Dimension noch niemandem aufgefallen zu sein scheint. Weil wir uns mit vielen monetären Tricks (und stumpfsinniger Statistik) vormachen, daß ein Wohlstand vorhanden wäre, der wohl Geld braucht, aber keinen realen Wert mehr, der dieses Geld decken (also erst zu Geld machen) könnte. Wo mittlerweile allen Ernstes sogar Theorien die Runde elitärer "Denker" machen die "beweisen", daß es gar keine realen Werte braucht - daß sich Volkswirtschaften durch unbegrenztes Schuldenmachen und Gelddrucken wie in einem perpetuum mobile erhalten können.





Und an diese Ausführungen, an dieses Video hängt der VdZ noch ein Video an, in dem eine "Wohltätigkeitsorganisation" für die Altkleidersammlung wirbt. Herrschaften, ohne jede Widerrede: Wir werden nur noch irre gemacht. Das öffentliche Klima wird von Verrückten, ja von Psychopathen bestimmt. Und die Gutmenschenballungen sind deren Sammelpunkt. Mehr gibt es zur Systematisierung von "Nächstenliebe" nicht zu sagen. Es sind Sammelpunkte von eigentlich verbrecherischen Narren, die mit ihrer masturbatorisch-dämonischen Geste die Welt ruinieren. Wo ist das mittlerweile nicht der Fall?






*030419*