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Samstag, 8. Juni 2019

Ein nächster schwerer Angriff auf die Familie

Die diskutierte Einführung von per Gesetzen definierten "Kinderrechten" ist ein (nächster) schwerer Angriff auf die natürlichen und notwendigen Rechte der Familie. Deren Integrität nicht eine Sache von Religion oder Überzeugung, sondern der Vernunft ist. Thomas Stark begründet es sehr sauber aus der Definition der Begriffe Familie und Staat. Dem Staat steht in der Familie eine autonome Institution gegenüber, die er niemals nach seinen Vorstellungen gestalten darf (und auch gar nicht kann). Das trifft sogar in den Fällen zu, wo die Familie bzw. wo die Eltern ihren Aufgaben (in den Augen des Staates) nur mangelhaft nachkommen.

Die Natur staatlichen Rechts ist von dem innerhalb einer Familie geltenden Recht wesentlich verschieden. Wo es auf einem gar nicht ins Einzelne definierbaren zwischenmenschlichen Verhältnis beruht. Den Eltern steht das unabdingbare und unverhandelbare Recht (weil die Pflicht) zu, die Kinder - als gewissermaßen verlängerter Teil ihrer Persönlichkeit, als Teil ihres Lebensvollzugs - nach ihren Vorstellungen zu erziehen. Der Staat hat dies nicht nur zu respektieren, sondern zu ermöglichen. Er hat kein Recht, diese Elternrechte zu beschneiden oder zu gestalten, etwa in dem er nun die Kinder einer Rechtsordnung unterstellt, die sie schon prinzipiell aus diesem Familienganzen herausbricht.

Nur einen kleinen Widerspruch möchte der VdZ anbringen, wo Stark nämlich ein klein wenig übers Ziel hinausscheißt, wenn man es so pauschal formuliert wie er: Der Staat hat nämlich NICHT die Aufgabe, der Familie DIE MITTEL, die sie braucht, zur Verfügung zu stellen. Er muß ihr vielmehr ermöglichen, diese Mittel selbst zu erlangen. Und selbst wenn man von direkten Hilfen spricht, so ist auch dabei nicht "der Staat" erste Ansprechstation, sondern - letzte. Nach dem familiären Umfeld, den horizontalen Vereinigungen und Genossenschaften, dann den vertikalen wie Gemeinden, Pfarren, den Bezirken etc. etc. Denn das Wort von der Subsidiarität gilt für solche Hilfen nicht weniger.







*020319*