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Freitag, 20. Oktober 2023

Filmempfehlung

Man bezeichnet den vielfach prämierten Film "Dead Man Walking" (1995) mit hervorragenden Darstellungsleistungen durch Susan Sarandon und Sean Penn - stets und wie sich zeigt fälschlich als "Plädoyer gegen die Todesstrafe". Als ich ihn gestern sah habe ich ihn nachgerade als das Gegenteil gesehen. "Dead Man Walking" ist eine in jeder Hinsicht überzeugende Argumentation FÜR die Todesstrafe. Während sich die Haltugn dagegen als das identifiziert, was sie auch ist: Als rein sentimentaler, aber sachwidriger, zeitgeistiger, aber irrationaler Impuls.

Natürlich wird einem das erst klar, wenn man enige Grundfragen des Rechts und der Strafe durchdenkt. Und - wenn wir das seriös  bedenken, was der Sinn des Lebens zu nennen wäre. Den wir in den ersten Sätzen des älteren Lesern unter uns noch bekannten "Pichler-"-Katehchimsus und Schullehrbuches in den schlichten, trockenen Sätzen so definiert sehen: Der Sinn unseres Lebens ist, Gott zu erkennen, ihn zu lieben, und seinen Willen zu erfüllen. Von einem möglichst langen Leben, von einem möglichst "guten" Leben, von einer Welt, die möglichst ideal und wunderbar ist, steht "erstaunlicherweise" in dem ganzen Buch nicht ein Wort. 

Worum geht es in dem Film, der sich auf wahre Begegenheiten beruft? 

Donnerstag, 13. Juli 2023

Je einfacher, desto mehr gedacht

Einfach - aber nicht simpel. In einer Tucker Carlsson Show (Nr. 9)- ist ein durchaus interessantes Gespräch mit Andrew Tate zu hören, einem britisch-amerikanischen Social-Medienmenschen und Geschäftsmann. Da sagt der Interviewte, in dem er seinen Vater zitiert, etwa: "Warum greift die LGBTQ-Bewegugn nach den Kindern? Weil sie selber keine haben. Warum haben die Taliban gegen die Amerikaner gekämpft? Weil sie so leben wollten wie sie immer gelebt haben. Alles, was man ihnen bringen wollte, weil es angeblich das Leben beglückt, man müsse dazu nur die eigene Lebensweise aufgeben, haben sie als das Gegentiel angesehen."

 Mit einem seltsamen Widerspruch.

"Es schaut so aus, als könnte man ein gutes Leben leben, indem manc einfach macht, was alle tun. Einen Pickup kaufen, eikn haus bauen, Essen gehen und Fernsehen und Wählen. Aber das stimmt shcon lange nicht mehr. Wer bei uns so lebt, wie alle leben, endet in Depressionen, Krankheiten, psychischen Problemen, Aggressionen und im Kampf gegen sich selbst, weil alles, was man meinte oder meint zu sein, falsch ist. Wer heute das sein will, das vor einigen Jahrzehnten ganzu normnal war, wird zum Feind Nummer 1, und zur Bedrohung für die Menschheit (wie man sie sich heute vorstellt.)

Dienstag, 11. Oktober 2022

Vom Irrtum gebaute Todeslager (2)

Das Unglück, das dem Irrtum entstammt. Der  Irrtum, der  über uns verhängt wird. Der Irrtum, der uns zum Verhängnis wird. - Wenn also z. B. von Inflation gesprochen wird, die die meisten klasischen Wirtschaftstheorien als Ergebnis der Erhöhung der Geldmeinge in einer Gesellschaft bezeichnet wird, der das Warenangebot samt Nachfrage hinterherhinkt, so ist das unter anderen, realen Bedingungen oft überhaupt nicht so aussagbar! Keineswegs muß deshalb die Erhöhung der Geldmenge durch (geldschöpfende) Kredite z. B. eine Inflation anheizen, wenn gleichzeitig die Menschen das Geld horten. 

Oder aus dem Land fließen lassen. Oder in Produkte fließen lassen, die so speziell sind, daß sie sich nicht auf das allgemeine Marktgeschehen auswirken (man denke an das Sammeln von Münzen, oder von Oldtimern, oder von Kunstwerken.) 

Montag, 10. Oktober 2022

Vom Irrtum gebaute Todeslager (1)

Eigentlich könnte man den Titel des aktuellen Buches von William Briggs als Leitmotiv über diese gesamten Seiten mit seit 2007 mittlerweile 10.500 veröffentlichten Beiträgen. "Warum alles, was sie glauben, falsch ist" ist eben eine Aussage aus der Analyse dessen, was sich noch als Substanz einer verwehenden oder schon verschwundenen Kultur darstellt, und in diesem Urteil stimme ich mit dem Statistiker und Logiker Briggs restlos überein. 

Der Zustand, in dem wir - mit Westen hinlänglich bezeichnet, der Begriff Abendland ist nur noch Reminiszenz, Ruinentourismus, ein Thema der Archäologie - leben, hat mit Kultur nichts mehr zu tun. Er ist ein Zustand, mehr nicht, in dem es niemanden mehr gibt, der nicht mit Krücken herumläuft, sonst würde er längst gefallen sein.

Montag, 29. August 2022

Sein, nicht Funktion

Eine der größten Katastrophen in der Unfähigkeit, die Welt zu denken, ist der aufgeklärte Funktionalismus, dre sich seit zwei-, dreihundert Jahren so weit ausgebreitet hat, daßwir es heute mit dem Phänomen zu tun haben, daß die Menschen den Schritt zurück nicht mehr vollziehen können - und das ist ds Denken vom Sein her. 

Also wird auch im Zischenmenschlichen alles Vorkommende auf eine funktionale Ursache-Wirkungs-Bezhiehung bestimmter vorgestellter Elemente des Menschlichen (PHysischen) reduziert. In der Rede ist dann nicht der der Überhzeugendste, weil sein Wort am meisten Gewicht hat - was wiederum aus seiner Seinsnähe kommt, also aus der aktualen Genährtheit in der Bezhiehung zu einer lebendigen, personalen Wahrheit - sondern weil es ihm aus irgendwelchen niedreen, anderen Motiven heraus geliingt, daß der andere ihn als überleben anerkennt. 

Sonntag, 21. August 2022

Das grobe Mißverständnis (2)

Aaron Rodgers Interview
Um 180 Grad anders. Die große Angst: Der Weg zum Unglück? - Nicht nur das: Dieses Beiseitetreten des Ich besteht aus konkreten Handlungen. Und diese Handlungen sind in ihrem Wesen eine Hingabe an die Gesetze der Weltidee, auf die hin sich also das Ich zu transzenieren lernen muß. Was das Ich somit verfolgt ist nicht sein Eigenwille, den es "aus sich schöpft", ist auch nicht die selbst hervorgebrachte Liebe (was immer das mehr sein soll als ein Wohligkeitsgefühl als selbst angeeignete Vorstellung vom Ewigen Glück), sondern es ist die "Erfüllung des Gesetzes", der in der Rolle liegt, die einem zugewiesen wurde. 

Und zwar ganz konkret, durch die konkrete eigene Geschichte, in allen Deformationen und Ungehörigkeiten und Falschheiten und in allem Haß, der einem durch andere auferlegt wird. 

Samstag, 20. August 2022

Das grobe Mißverständnis (1)

Betrachten wir einmal zwei Äußerungen, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten. Die eine hat der US-Footballstar Aaron Rodgers gemacht. Er erzählte im Fernsehen sehr offen von seinen Erfahrungen mit Drogen, die er in Südamerika (damit unterliegt er in den USA keinen Strafgesetzen) gemacht habe. Und er gerät förmlich ins Schwärmen. 

Diese Erfahrung habe sein komplettes Verhältnis zu sich und der Welt verändert. (Ironie-Einschub: Was sonst?) Weil er unter Drogeneinfluß erstmals beginnen hatte können, sich selbst emotional ganz zu lieben. Das habe fundamental auch seine Haltung gegenüber den Mitmenschen, den Mitspielern usw. verändert. 

Und nun ziehen wir die Aussagen der mystischen Lehrer des Kahtolizismus heran. Die Reginald Garrigou-Lagrange in Passagen zusammenfaßt, die er zu den wichtigsten auf dem Weg zu Gott hält. Und die betreffen den Umstand, daß man begreifen muß, daß man vor Gott NICHTS ist. Nich tnur das, daß alle Mitmenschen in ihrem negativen Urteil über einen nur Recht haben können, ja vermutlich noch weit untertreiben.  Was immer verdemütigt ist ein wertvoller Schritt auf den Weg hin zur Vollkommenheit.

Freitag, 8. Juli 2022

Das Leben erlernt

Beim Betrachten dieser Viertelstunde mit Stellungnahmen von Menshen, die mehr als 100 Jahre alt sind (englisch), kann man den eindruck gewinnen, daß uns zu einem guten, glücklichen Leben vor allem die Selbstverständlichkeit fehlt. Leben als Gewohnheit, als liebgewonnene Gewohnheit - ist das nicht der einzige Zugang dazu, der dem Leben selbst angemessen ist? 

Ohne viele Verhaltensmaßregeln, ohne Perfektionierungsanspruch, sondern genährt aus dem, was am nächsten liegt und Tag für Tag herankommt. Selbst die Moralordnung erhält so einen sicheren Platz im Rahmen eines Lebens, das der natürlichsten Grundordnung entspricht, was sich sogar in ... höherem Lebensalter ausdrückt.

Freitag, 17. Juni 2022

Das ungemachte Glück

Es ist seltsam, daß mir "Glück" immer wieder wie ein Vorwurf begegnet ist, mit dem mich andere Bedachten, die damit regelmäßig die Richtigkeit ihres Lebens- und Weltanschauungsenturfs gegenüber dem meinen meinten. Und so ihr "Glück", in dem zu leben sie sich zuschrieben (im Gegensatz zu mir, warum auch immer sie das meinten, auch das aber regelmäßige und noch seltsamere Beitat: Der Vorwurf an den anderen, er sei "nicht glücklich"). Und das sie so als Beweis für ihre Überlegenheit(en) anführten.

Geht man der Etymologie nach, so hat aber Glück in allen Sprachen, die nachzuschauen ich auf die Schnelle die Gelegenheit wahrnahm, die Bedeutung von "Zufall", von "schicksalshafte Wendung nach Wunsch", also einen unbeeinflußbaren Charakter einer Lauen der Götter, sozusagen. Im Russischen kommt sogar der Kairos-Aspekt besonders durch, wo es mit "s-schtastve" aus "mit - Zeit" zusammengesetzt ist.

Montag, 30. Mai 2022

Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (6b)

Reinigung. Der Grund, warum es die allermeisten nicht einmal schaffen, anzufangen. Sodaß ihr gesamtes weiteres "spirituelles Leben" zu einem unausgesetzten Maneuvre der Täuschung wird. - Unter dem vorhin Gesagten wird das nun vielleicht wieder ein Stück begreifbarer, warum es keinen Mystiker gibt, der vom Weg zu Gott spricht, und dessen Lehre letzten Endes nicht nur einen anderen Zugang zu dieser Grundgrammatik des Menschen darstellt. 

In der es NICHT um irgendeinen okkulten oder gar esoterischen Weg zur "Mystik" geht, als wäre das ein ähnliches Erleuchtungsprogramm, wie es irgendeine Yoga- oder Zen-Methode darstellen will, und der somit jedem offenstünde, der "mehr erleben" will. Sondern die radikale Ernsthaftigkeit meint, die für jeden Christen gleichermaßen gelten muß, nimmt er die Worte Christi ernst. 

Sonntag, 29. Mai 2022

Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (6a)

Warum der allererste Schritt meist bereits unüberwindbare Hürde ist - Wenn wir uns nun den eigentlichen Lehren des Hl. Johannes vom Kreuz zuwenden, so steht an deren Kopf un Anfang als das Tor selbst die Einwilligung in die ontologische Disposition des Menschen. Das heißt um die Frage, was ist der Mensch überhaupt, was selbstverstndlich die Aussage enthalten muß: Was ist er vor Gott. Und hier sind seine Schriften, wiewohl fünfhundert Jahre alt, wie frischeste Fruchtcreme, die für den heutigen Morgen geschrieben ist. 

Direkt wird die Art angegriffen und zurückgewiesen, wie der Mensch des Jahres 2022 sich sieht, und wie es insbersonders den Jungen seit Generationen zu deren Verderben (1) eingetrichtert worden ist. Die dazu (so müßte man es korrekter sagen) verführt wurde, indem ihr als Band des Wegs zum Glück (wir haben vor ein paar Tagen aus einer anderen Richtung kommend darüber geschrieben) das eigene Wohlbefinden ans Herz gebunden, eigentlichmüßte man sagen: auf den Rücken, als tonnenschwere Last, geschnallt wurde.

Donnerstag, 26. Mai 2022

Es läuft nicht nur auf Euthanasie hinaus (3)

Die Schöpfung ist auf den Menschen hin geschaffen, das heißt: Auf eine dem Leben gegenüber unendlich offene Menschheit - Aber alles das ist eine Welt des Menschen. Es ist nicht nur eine Welt des Menschen, sondern es ist eine Welt FÜR den Menschen! In der alles auf ihn zuläuft, und auf ihn ausgerichtet ist. In der NICHT für sich stehende Prozesse ablaufen, die auch auf uns verzcihten können, wie es eine mittlerweile geisteskrank gewordene "Gaia-"Religion verkünden will. In der wir Menschen nur ein Störfaktor sind, ohne den "die Erde" besser dran wäre. Sondern in der der Sinn des kleinsten STeinchens, der stacheligsten Muschel und des stuppigsten Wildesels nur auf eines ausgerichtet ist - und das ist der Mensche. Den sie selber wollen weil brauchen, und der alles in sich enthält, was auch in ihnen da ist, aber alles in weit umfassenderem Sinn, weil er es auch in den Geist und damit in die Ordnung Gottes, dre reiner Geist ist, überführen kann. 

Jede Schwalbe würde aufjubeln vor Glück, wenn sie bewußt wählen und dann in einer Umgebung leben könnte, die sich ganz in die göttliche Ordnung einfügt. Sodaß ihr Eigensein - und etwas anders kann sie nicht, das ist ja der Sinn und die Bestimmung aller nicht-freien Dinge und Lebewesen - nun auch seinen Sinn erfüllt: Sie können nur sie selbst sein, sie können kein Sinngefüge ablehnen oder anstreben, das muß ihnen übergestüolpt werden, gewissermaßen, und bruchen deshalb ein Geistwesen, daß sie in die große Ordung, die auch sie enthält, einfügt. Und das betrifft nicht nur die kleinen Dinge vor unseren Füßen, sondern auch die großen über unseren Häuptern: Die Sterne, die Planeten, das All. 

Mittwoch, 25. Mai 2022

Es läuft nicht nur auf Euthanasie hinaus (2)

Die verlängerte Sinnlosigkeit. Die Alten wissen davon: Es gibt einen Gegenentwurf. Werden sie getötet, wird er aber vergessen - Daß das heute kaum noch so erlebt und gesehen wird, hat zum überwiegenden Teil mit der Protestantisierung des Wirtschaftslebens zu tun, wie sie schon (der Protestant) Max Weber vor 150 Jahren als Eigenschaft des Kapitalismus festgestellt hat. Die - analog zum Wesen des Protestantischen - in die Dinge dieser Welt kein Vertrauen mehr zuläßt, sondern deren Gutheit von ihnen trennt, und zu einem positivistischen, also "zu setzenden" Ding macht. Das mit dem materialen Grund (dem Wohlstandserwerb etwa) nichts zu tun hat. 

Die Wirtschaft läuft dann nach eigenen Gesetzen, denen zu folgen ist, sonst "funktioniert" sie nicht. Das Seelenheil zu erwerben ist dann ein ganz anderer Bereich, den man nur durch gewisse Frömmigkeitsattitüde erwerben kann (soweit er überhaupt erwerbbar ist.) 

Das hat aber auch die eigentliche Volkstradition zerrissen - welche Rolle die Alten wirklich spielen, und wie ich sie zu guten Teilen noch in meiner Kindheit in den 1960ern gesehen und erlebt habe. Der alte Bauer widmet sich dann eben den Bienen, oder der Kaninchenzucht, mit der er seinen Beitrag zum Gemeinwohl leistet, sitzt abends dann eben vorm Haus und dengelt die Sensen, mit denen die Söhne und Töchter beim Morgentau die Wiesen mähen, und die Oma bäckt die Strudel nach altem Familienrezept, und schaukelt daneben die Babywiege. 

Montag, 16. Mai 2022

Der sicherste Weg zum Unglück

Zwischen Glück und Wohlgefühl gibt es so entscheidende Unteschiede, daß man sie fast als gegensätzlich ausgterichtet betrachten muß. Obwohl sie in der Gegenwartskultur gleichgesetzt, die Begriffe ducheinander gemischt werden. und oft geug mit voller Absicht - um uns zu täuschen. 

Gerade im Internet wird dem Wohlfühlen enorme Beachtung gezollt, und die Begriffe behandelt, als wären sie identisch und als könnte das Wohlfühlen das Glück ersetzen. Eine enorme Verwirrung hat sich somit breitgemacht. 

Der amerikanische Neurowissenschaftler Robert Lustig sieht aber einen völligen Widerspruch. Und er beschreibt ihn in sieben Antagonismen:

Samstag, 7. Mai 2022

Nur der Glaubende hat diese Evidenz

Immer wieder begegne ich Menschen, die (manchmal sogar tatsächlich mit einem gewissen Bedauern, so sieht es zumindest aus) die mir erzählen, daß sie zwar irgendwie schon glauben wollten, daß sie aber warteten, bis sie etwas erlebten, das sie dann so überzeugte, daß sie aus eigenem Entschluß auch Ja zu Gott sagen könnten. (Und schon gar: Zur Kirche, wobei diese Unterscheidung alleine schon den Kern des Problems anzeigt.) Aber das ist ein großer Irrtum. Man "erfährt" nicht Gott zuerst, und schließt sich ihm dann an!

Vielmehr ist die Begegnung mit Gott ein Äquivalent mit der eigenen Entscheidung für ihn. Das heißt, daß sich in dem Maß, als der Glaube begehrt und ergriffen wird, auch die Wirklichkeit erschließt, die dann als Reich Gottes erkannt und geliebt wird. Nie, behaupte ich, ist jemand DURCH ein Wunder oder ein außergewöhnliches Erlebnis zum Glauben gekommen, wenn er nicht im Grund ebereits die Entscheidung getroffen hatte. Und es ist ganz sicher ein Merkmal aller, die tatsächlich etwa außergewöhnliche Gnadenerlebnisse hatten, daß ihne das nie "Grund zu glauben" war, sondern je nur "Anlaß", ihrem Glauben (wieder) Raum zu geben. Die deshalb auch diesem Erfahren gar nicht den Raum einräumen, den er für andere hat, wie sie behaupten.
Diese alle könnten ersaufen in Gnadenerlebnissen - sie würden es dennoch nicht sehen.

Mittwoch, 2. März 2022

Warum es keine beherrschte Atombombe gibt (2)

Aber Reagan fand es witzig, damit zu spielen, und er war sicher nicht der einzige Präsident mit dieser Art von Humor - Dazu muß man wissen, daß die Amerikaner mit solch einer Situation unter Reagan ganz gezielt gespielt haben. Reagan ließ nämlich die Flotte der Atombomber immer wieder - über Nordeuropa und die Ostsee - bis kurz vor die Grenzen des russischen Luftraumes anfliegen, wo sie dann jedesmal wieder kehrt machten. 

Reagan erzählte davon immer mit der Selbstgefälligkeit jemandes, dem ein besonderer Streich geglückt wäre, denn jedesmal hätten dann die russischen Abwehrkräfte, die Flugzeugflotten, die Atombomber, die Abfangjäger, die See- und Landstreitkräfte, voll mobil machen müssen. Um dann unverrichteter Dinge den Alarm wieder abblasen und zu den Heimatstützpunkten zurückkehren zu müssen. (Den umgekehrten Fall müssen die Amis nicht fürchten, weil die Anflugzeiten der russischen Flugkräfte wesentlich länger sind. St. Petersburg kann von der NATO in fünf Minuten angegriffen werden. Die Großstädte der USA nicht unter 60 Minuten, die strategischen Zentren nicht unter Stunden.)

Aber die Wahrheit ist, daß Reagan mit Unglaublichem gespielt hat. Und ein Risiko heraufbeschwor, daß diesem ungebildeten Stohkopf sicher nicht bewußt war.

Dienstag, 1. März 2022

Warum es keine beherrschte Atombombe gibt (1)

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe aus wohlüberlegten Gründen keine Angst vor einem "Ende der Welt durch einen Atomkrieg", und schon gar nicht glaube ich, daß die Apokalypse zu unserer Verfügung stünde, es also ganz in unserer Hand läge, sie herbeizuführen. 

Ganz sicher als glaube ich auch nicht an ein Ende der Welt, das in einem Sinn gedeutet wird - und die Anmutung, daß es so gedeutet wird, habe ich bei all dieser Quatscherei über Atombomben und Kriegsgefahren, und zwar schon seit meiner frühesten Kindheit in den 1960er Jahren - daß wir Menschen "in der Lage sind, die Menschheit (oder gar den Planeten) auszulöschen." Ich kann nur den Kop0f schütteln angesichts einer Sichtweise die sich und anderen vormacht, der Mensch wäre in der Lage, gewissermaßen Gott ins Handwerk zu pfuschen, und die Zeit VOR dessen Plan zum Ende der Zeit,m de ein Plan MIT DEM MENSCHEN ist, abzukürzen. 
Diese Macht hat der Mensch nicht. Und es gibt überhaupt unendlich viel mehr, das wir nicht beeinflussen oder gar "machen" könne, als wir glauben. Ja, wir leben sogar UND AUCH HEUTE in einer Welt des Nicht-Machbaren, um es ein für alle mal zu sagen.

Dienstag, 7. September 2021

Gedankensplitter (1091)

Am Schaufenster des zeitgeistigen "Kulturpresso" prangt die Aufschrift "Do more of what makes You happy", unter dem dann die Symbole von Facebook und drei weiteren Plattformen kleben, die ich aber nicht kenne.

Je freier alles in den letzten Jahrzehnten wurde, desto dichter, desto verzweifelter wurden die Sprüche, die als klug oder weise angesehen werden, die davon sprechen, das Glück sei als allererstes zu suchen, ja wichtiger als alles sonst. Vor allem - jede Bindung, das heißt jede Tradition als das Übernommene, Übergebene ablehnen. Das etwas ist, dem man sich fügen muß, um es im Wesen zu erhalten, denn Liebe, die ein Wollen des Wohls des anderen ist, ist als Liebe zum Wesen die Voraussetzung zum Bestand aller Dinge. 

Die Realität aber hat etwas anderes gezeigt. Wo immer ich hinsehe, sehe ich zerbrochenes Leben, Unglück, Trauer, Leid und verwundete Herzen, das im Gleichklang mit Bindungslosigkeit steht. 

Freitag, 30. Juli 2021

Gedankensplitter (1288)

er VdZ hat sich oft gefragt, woher diese Saturiertheit, diese Zufriedenheit der Jungen kommt. Woher sie diese Gewißheit hat, "Glück" zu besitzen, und glücklich zu leben. So glücklich, daß sie auf ihre Eltern, ihre Vorfahren, auf die Traditionen, auf die Religion (!), auf alles verzichten zu können meinen. Woher diese Ruhe stammt, in der sie alles, was diese Ruhe ablehnt, sogar einem Defekt des anderen zuschreiben, der ihn als Mensch, als Person aus dem Konzert des Relevanten ausscheiden läßt, zu Patienten macht, zu Objekten des Mitleids allerhöchstens. 

ch, was ist auch an dieser Stelle schon dazu geschrieben worden. Es stimmt alles, keine Frage, belegt sich täglich neu. Aber wenn etwas nichts nützt ist es angebracht, eine Frage noch einmal zu stellen. Und von der Rückseite gewissermaßen anzusehen. 

Schon gar hier. Denn der VdZ hat das seltsame Gefühl, daß in der Antwort auf diese Frage der Schlüssel zur Zeit liegt. Und mit allen bisherigen Antworten (Sozialstaat, und so weiter und so fort, auch in den Artikeln hier finden sich jede Menge höchst plausibler, guter, ja genialer und hochgeistiger Erklärungen) ist der VdZ in einem kleinen Rest nicht zufrieden. Ein Rest, der nach so vielen Jahren und so vielen (leider höchst) unerfreulichen Erfahrungen dazu nötigt, einen radikal neuen Ansatz zu suchen. 

Dienstag, 20. Juli 2021

Über die Liebe der Frau (2)

Liebe hat Gründe - Lieben läßt sich nur das Geachtete - Was aber, wenn das Geliebte nicht geachtet werden darf?

*Wobei wir an dieser Stelle darauf hinweisen wollen, daß es keine Liebe "ohne Grund" gibt! Diese reine "abstrakte" Liebe gibt es nicht, sie hat immer einen realen Untergrund, eine Schicksalsfügung, in der zwei Menschen etwas "füreinander" sein können. DAS ist es, was sich sucht, was ist, was man empfindet, wenn man "den/die Bestimmte(n)" trifft, ohne damit sagen zu wollen, daß das "nur einer" sein könne. Ja, es hat sogar Bedingungen, die mit der Lebensphase, die man im Altern durchschreitet, Veränderungen unterworfen sind.

Aber: Liebende "ahnen", was sie einander sein können, und (sic!) sie "erwählen" einander, was immer ein Schritt über das Vorhandene hinaus, also eine mögliche "Aufgabe" ist. Niemals aber ist das zu denken ohne die konkrete Person, als wäre ein Zueinander ein technisches Apparatum. Es heißt somit "ich liebe Dich, WEIL du mir das und das bist ...", ja, aber es heißt gleichermaßen "ich liebe dich, weil DU es mir schenkst."

²Spätestens hier ist der Punkt erreicht, an dem aller Reflexion über die Liebe die Besinnung auf die sittliche Pflicht vorangestellt werden muß, sich selbst zu achten. Und zwar genau NICHT in dem, was ich "bin", sondern in dem, was ich vor Gott bin als "zu sein habe". Mangel an Selbstachtung ist ein Laster, eine Frucht der Acedia (Melancholie), und keine Wunde, die andere geschlagen haben!

Mangel an Selbstachtung ist immer ein Mangel an Achtung FÜR DEN ANDEREN.