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Sonntag, 8. Mai 2022

Wie der Tau in der Frühe, wie der Regen in der Nacht, wie das Säuseln des Windes

Gott ist wei der Tau, der seine großen Taten, in denen er so sehr der wahre Herr der Welt ist, daß man regelrecht davon sprechen muß, daß nur er überhaupt die Wirlichkeit ist, daß also nur ein Leben in ihm auch an der Wirklichkeit auf eine Weise teilhaben läßt, daß man in ihr Handelnder (weil Erkennender und also im Geist Lebender) ist. Er ist wie es im Buch Deuteronomium 32, 1-7 lautet wie Regentropfen auf dem Gras, Tauperlen auf den Pflanzen, aus dem Wahrheit und Weisheit strömt wie Regen, und seine Botschaft fällt wie Tau.

Es geht also nicht um das große Handeln, es geht nicht um die "Inhalte", es geht nicht um die Farbe der Kleidung - und doch ist in alle dem der wahre Ort, an dem wir ihm folgen, und NUR an diesen Orten können wir die Jüngerschaft vollziehen, oh wahres Paradox! - und um die Schärfe der Klinge. Es geht um etwas, das auf eine Weise der Welt immanent ist, die sich niedershclägt wie das kondensierende Wasser, wie das unhörbar Leise, wie der nicht spürbare Wind.

Das Christentum ist damit der Kult der Schwäche und des Todes, er ist die Selbsthingabe bis zum Äußersten (an diesen Ort, an das an diesen Ort UND NUR an diesem zugewiesenen Ort Begegnende!) Das hat ihm seit je in den Augen der Mächtigen; Klugen und Starken nur Verachtung eingetragen, weil er eine Übergabe an eine Hand fordert, die scheinbar so gar nicht den Kriterien des Sieges in der Welt entspricht.

Wo es heißt, es geht um Kampf, um Überlegenheit, wo uns eine Lehre eingetreten wird, in der dieser Kampf sogar zum Prinzip des Lebens selbst "gemacht" wird.

Aber es ist nicht dieser Kampf, der die eigentliche Schöpfung getragen hat. In der Gott wie dieses Säuseln in den Kronen der Pradiesesbäume wandelte, in der er sich wie Tau niedrschlug, und die wahre, die ganze Welt beherrschende Königsmacht, die einzige die ewig ist und bliebt und wirkt, sie auf eine Weise mächtig ist, als müßte sich der schwerbewaffnete Kämpfer vor dem Kinde in der Wiege fürchten, das scheinbar doch so in seiner Hand ist, und doch in dieser scheinbaren Ohnmacht, in diesem Lamm-sein, zum Schrecken und Rächer und Richter des Kosmos wird, vor dem die Elemtne erschaudern udn erstarren, und von dem die Chöre der Engel Tag und Nacht Ruhm udn Herrlichkeit singen und loben.

Ein Mensch ohne Einsicht erkennt das nicht, ein Mann ohne Weisheit kann es nicht verstehen. Ich lobe Dich, allmächtiger Vater, daß Du all das den Klugen und Mächtigen verborgen, und den Kindern offenbart hat. beschreibt das Paradoxon das Evangelium
Wie widerspricht das allem, das in diesert Welt zählt und gilt und gelehrt wird, wie verneint es alles, was man den Menschen beibringt, wie angeblich ihr Weg zum Glücke verläuft. Wo es ums Ich gehen soll, so sagt man, um sich, um das meine und alleinige, um das Selbst und um das von ihm Durchgesetzte. Um das Stehen im Vordergrund, und um die ersten Sitze an der Tafel. Um das Schreien und Brüllen und sei es, daß man Anwälte hat, die man dafür bezahlt, daß sie es für einen tun. 
Die Hl. Katharina von Siena konnte nicht einmal schreiben und lesen, hatte keinerlei Bildung und Zertifikate, war nur Hausfrau und Tochter. Und doch kamen die Könige und Päpste und Dottores und Volk von weither, um ihre Weisheit zu hören. Nur wer auf das eigene, selbst definierte Glück verzichtet, wird es erhalten. Nur wer nicht nach den Früchten des Baumes greift, wird sich daran laben ohne verdammt zu sein.



Erstellung 29. April 2022 - Ein Beitrag zur