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Sonntag, 2. Dezember 2018

Geoengineering aktuell, nicht nur in der Vergangenheit beweisbar (5)

Teil 5) Und ein Fazit. 

Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.







Im letzten Teil entgleist endgültig so manches. Wenn Franz Miller etwa von "der Zeit" redet. Was bloßes Gefasel ist, hinter dem offenbar ein recht ... naja, wir wollen kein Attribut nennen, das uns da einfiele ... Unverstand steckt. Leute, die an eine beliebig mögliche, grenzenlose, substantielle "Beeinflussung", Lenkung und Manipulation von Menschen (samt der gesamten Zukunft) glauben, kann der VdZ nicht ernst nehmen. Die glauben auch an den Weihnachtsmann. Wenn auch nicht zu Unrecht zu vermuten steht, daß manche Militärs an diesen selben Weihnachtsmann glauben. Unser Hirn "funktioniert" eben nicht "mit = durch Skalarwellen", selbst wenn solche nachweisbar oder meßbar sein sollen. 



Wie immer löst sich also auch hier ein eigentlich gar nicht so unvernünftiger Versuch in dumpfeste Esoterik auf. Nicht durch "Inhalte", sondern durch Technizismus. Miller ist ja ein Techniker. Und vor denen kann man nur warnen, wenn es um Welterklärungen geht. Da kommt immer Magie heraus. Sicher aber nicht Geist. Wer das Gehirn meint über Schwingungen "steuern" (im Sinne von definitiv bestimmen) zu können, glaubt eben auch daran, daß Geist, Mensch, Ich aus Materie entsteht und in ihr besteht, also Selbsttäuschung, Epiphänomen ist. Letztendlich kann niemand - niemand! - den Menschen wirklich kontrollieren. Irritieren, ja, das ist möglich. Verführbar, ja. Behindern, Hürden aufbauen, damit er nicht zur Vernunft kommt - ja. Aber das war es schon.



Wenn also auch manchen Thesen oder Thesenbestandteilen von Franz Miller weder Schlüssigkeit noch Plausibilität, ja sogar "gefühlt manch richtige Richtung" nicht abgesprochen werden kann, wenn sogar so manches Originelle, ja Wahre auftaucht, bleibt unbefriedigte Skepsis. Nicht so sehr in der Frage nach den Hintergründen, das scheint dabei sogar noch der glaubwürdigste Teil des Vortrags zu sein. Kriterium ist nicht zuletzt das vorgebrachte Motiv, warum Geoengineering abzulehnen sei. Das sich weitgehend um angebliche Zusammenhänge mit Krankheiten wickelt. Viel am Vortrag ist erfrischend, viel ist gewiß richtig, aber das Gesamtbild will sich nicht so recht schlucken lassen. Zu viel ist ... naja, sagen wir: Seltsam. Das Ganze reiht sich in die Reihe sämtlicher Berichte über Geoengineering ein, die im Netz auftauchen. Für die das Attribut "tragisch" zutreffender scheint als wirklich aufklärend.


Vor allem kommt viel zu oft ein Menschenbild durch, das der VdZ für letztlich materialistisch-mechanistisch verbogen hält. Die wahre Problematik des Geoengineering sieht der VdZ woanders, nicht in den "gesundheitlichen Folgen", auch wenn es solche in gewissem (aber deutlich kleinerem als dem behaupteten) Ausmaß geben kann. Zumal sich für so manche der reklamierten Folgeerkrankungen ganz andere - psycho-soziale, kulturell und geistig bedingte - Erklärungen anbieten, die keinen Deutungsbedarf mehr übrig lassen. Was sich u. a. darin beweist, daß sie keineswegs nur unsere Zeit kennzeichnen, sondern oft uralte und belegte Erscheinungen ganz anderer Beziehungen sind. Selbst die "statistisch bewiesen zunehmende Demenz" hat doch ganz andere Erklärungen und Zusammenhänge. Da "Aluminium" zu gebrauchen - hilft das jemandem? Ist das nicht dasselbe Vorgehen, wie seit je und überall im 20. Jahrhundert: Alles hat materielle Ursachen? Wo Krankheit - da Virus?



Miller wird in dem Punkt sogar lächerlich. Wenn er den Anstieg des Verbrauchs von Antidepressiva auf das "global dimming" zurückführt, dem Abschirmen von Sonnenlicht, wie es das Geoengineering bewirken soll. Und was sagt es denn wirklich aus, wenn wir "Aluminium im Blut" haben? Die Antwort ist nach wie vor ausständig. Aluminium ist im Blut. Und? Was ist überhaupt "Gift"? Ist das mit "Sphärenharmonie" korrigierbar, damit wir einen blauen Himmel haben? Bitte, wo leben wir wirklich ... in Zeiten der Weltrettung durch uns? Echt?



Daß wir es freilich in diesen unseren Zeiten, wo der Verfall unserer Kultur in einem Stadium ist, wo sie fast zwangsläufig Persönlichkeitsdefekte und -diffusion bewirkt, die Fähigkeit, mit an sich harmlosen Materialbegegnungen umzugehen sinkt, ist ebenfalls unbestreitbar. Was in einer gesunden Kultur lässig abgestreift werden kann, löst - das beste Beispiel sind Allergien - in Zeiten des Kulturzerfalls Krankheitserscheinungen aus. Woran zwar nicht das materielle Ding im eigentlichen Sinn "schuld" ist, aber es ist dann doch Ursache. Ursache eher im Sinne von "Anlaß", oder ganz oder teilweise als Quantitätsproblem verstanden, nicht als Automatismus aus dem Wesen der Dinge heraus.



Es bleibt dabei. Geoengineering ist tiefe Dummheit. Ist Offenbarung von tiefer Dummheit und Charakterlosigkeit. Es ist aus sachlichen Gründen sogar Wahnsinn. Aber es hat bisher leider erst eine unzulängliche Antwort erhalten.



Und noch etwas muß dazu gesagt werden. Aus solchen Vorträgen entsteht im Zuhörer ein seltsamer Drang, er müsse "etwas tun". Herrschaften - nein. Er kann gar nichts tun. Er kann nur sein Leben vernünftig und mit den Augen an der Scheibe, also tief aufmerksam im Kleinsten leben. Nur darum geht es nämlich. Was das Wetter macht - es ist nicht unsere Angelegenheit.


Morgen Teil 6) Und dann gibt es noch das abschließende Argument - die Gegenprobe





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