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Mittwoch, 25. Mai 2016

Es war das letzte mal (1)

Man sagt, daß die gerade vergangenen Wahl zum Bundespräsidenten in Österreich das Ende der traditionellen Großparteienlager bedeuten würde. Aber das stimmt nicht. Denn es betrifft nur eine Partei, die diese Vorgänge schon seit Jahrzehnten (mit nur kurzer, ungefährer Unterbrechung 2000-2006) völlig verkennt - die ÖVP. Die SPÖ geht sogar gestärkt aus dieser Wahl, behauptet der VdZ. Denn sie hat sich durchgesetzt: Die Wahl des Rotgrünen van der Bellen ist für die Sozialdemokraten ein weltanschaulicher Sieg. Während er für die christlichsoziale Weltanschauung, die per se rechts (oder zumindest rechts-nahe) ist*, die die ÖVP begründet hatte, und für die sie für viele nach wie vor stand, eine Niederlage war. 

Nicht nur das: Die ÖVP hat völlig vergessen, welche identitätsbildende Kraft Wahlen besitzen. Im Zusprechen von Niederlage oder Sieg für diejenigen, die sich in der Wahl auf eine Seite gestellt haben, finden auch klare Solidarisierungseffekte statt. Während die einen als Kollektiv aufgewertet werden weil siegten, haben die anderen verloren. Und sie haben als Insgesamt verloren, selbst wenn der Verstand noch sagt, man habe nur aus taktischen Gründen gewählt. 

Es sind weit fundamentalere Prozesse, und das hat sich schon bei der letzten Wahl zum Bundespräsidenten gezeigt, als die ÖVP auf einen Gegenkandidaten zum roten Fischer verzichtet, diesem also das Feld kampflos überlassen hat. Schon damals hat der VdZ vorhergesagt, daß die ÖVP damit den Anfang vom Ende eingeläutet hat und nun unaufhaltsam und in progressiver Linie von Wahl zu Wahl verlieren wird. Sie hat damals schweren Identitätsverrat begangen. Genau so ist es auch schon bei der darauf folgenden Nationalratswahl gekommen. Aber nun wird sich dieser Effekt daramatisch verstärken, er wurde nun entschränkt. Die ÖVP steht auf Schienen der Selbstauflösung (vergleichbar dem FDP-Schicksal), und das wird nicht mehr zu verhindern sein.

Denn sie hat sämtliche bürgerlichen Standpunkte, sie hat die bürgerliche, christlich-soziale Weltansschauung verraten, und hat ihr eigentliches Klientel - das sie ohnehin in den Führungsgremien bereits lange nur noch düpiert hat - im Regen stehen lassen, ja durch offene Wahlempfehlung für den Kandidaten der unvereinbar gegnerischen Weltanschauung verraten. Diese früher eigentlichen ÖVP-Lager (denn der langsame Rot-Umbau der ÖVP-Gremialen geschah ja schon in einer absehbaren Spaltungsdimension "oben vs. unten") haben sich nur noch in der FPÖ als Träger wiedergefunden, und sich damit endgültig anzufreunden begonnen, daß sich die christlich-soziale Weltanschauung - als Welthaltung der Vernunft, als Gegenhaltung gegen soziale Utopie - wenn dann nur noch in der FPÖ zumindet teilweise politisch artikuliert. Was zwar schon lange der Fall war, aber der Christlich-Soziale ist aus Natur ein standorttreuer Mensch, der nicht so leicht sein Lager wechselt. Aber es ist bereits zum zweiten mal passiert, nach Fischer nun auch bei van der Bellen.

Das hat nun der ÖVP das Genick gebrochen. Es ist nicht schwer vorauszusagen, daß diese Partei in ungebrochener Linie eine Niederlage nach der nächsten einfahren wird, die bestenfalls noch im regionalen Maßstab, wo Persönlichkeit noch mehr zählt, da und dort etwas beschönigt werden kann - während die Sozialdemokraten gewisse Stärke bewahren werden. Aber ihre Weltanschauung findet sich artikuliert und politisch auch vertreten. Das ist bei der ÖVP nicht der Fall. Diese Partei hat nur noch zwei Möglichkeiten: Sie gründet sich in Form von Dissidenten neu, und startet neu durch, oder sie ... hofft auf ein Wunder, daß sich innerhalb ihrer (linksgefärbten) Strukturen, denen es aber auch völlig an Jugend fehlt, noch einmal Reformkräfte artikulieren, die um die Bedeutung von Weltanschauungen wissen. 

Die nämlich keineswegs in Sachfragen, in Ablaufkompetenzen auflösbar sind, von denen die ÖVP schon seit langem zu glauben scheint, sie würden politisch bedeutsamer sein als Weltanschauungen. (Sie sind aber die Folge der Grundanschauung.) Womit sie im wahrsten Sinn zur Beamtin des Staates wurde, dessen Ziel und Richtung aber andere bestimmen. Wer wählt da noch liniengebundene Ausführungsorgane, wer wählt Beamte als gesellschaftliche Führungskräfte? Mit dem schweren Startnachteil eines bereits eingetretenen Vertrauensverlusts seitens seiner (künftigen als bisherigen) Klientel. Ohne diese Weltanschauung, (die sie aus den derzeitgen Kräften aber kaum noch wird reformieren, wiederfinden können, das muß man dazu sagen; das ist die Crux eines Funktionärsapparats: er zieht die Standorte seiner Spitze degressiv nach unten) aber ist die ÖVP buchstäblich nichts. Denn was immer sie in Sachfragen vertritt, es gehört einem Lager zu, das NICHT SIE als Institution besetzt hält. Links wie rechts.


Morgen Teil 2) Es gibt aber noch einen Verlierer



*Schon daß man sich diesen Begriff widerstandslos aus der Hand nehmen, zum Disqualifikationsmerkmal hat machen lassen, war eine erste schwere Niederlage der Entheimatung, war wie eine zur Selbstidentifikation werdende Selbstbeschimpfung. Dies alles nur als nüchterne Analyse von Geschehnissen gesagt. Denn daß der VdZ generell gegen Parteien, ja für deren Verbot ist, dürfte zumindest dem regelmäßigen Leser dieser Einträge bekannt sein. Wenn Minister heute daovn sprechen, daß es "gut" sei, daß die Bevölkerung durch diesen Wahlkampf so "politisiert" sei, dann kann er nur den Kopf schütteln. Übrigens: der verlinkte Artikel unterstreicht, was hier beredet wird, denn auch ÖVP-Minister "freuen sich über den Sieg" des grünroten Kandidaten.





*240516*

Unendliche Welt (1)

Schon lange hat der VdZ einen Text in Bearbeitung, den er immer wieder hernimmt, überarbeitet, dann doch wieder weglegt, weil er für in diesem Rahmen untauglich qualifiziert weil immer länger wird, und die Lesbarkeit der Artikel oder ein Erfassen des Insgesamt des hier ausgebreiteten ohnehin nur noch für Eingefleischte gegeben sein dürfte. Einen Text also, der sich mit dem Unsinn der Rede von der "Endlichkeit der Erde" auseinandersetzt. In der Aussagen verschiedenster Ebenen durcheinandergemischt und vor allem verdinglicht werden, die auf einem ganzen Konglomerat von Irrtümern aufruhen und ein materialistisch-rationalistisches Weltbild zum Ausgangspunkt haben, das uns längst mit seinen Konsequenzen und Widersprüchen erschlägt. Sodaß wir uns vor unseren eigenen Irrtümern über die Welt zu fürchten beginnen, als wären sie tatsächlich Welt. Und genau damit das erzeugen, was wir zu vermeiden trachten.

Schließlich aber erinnert der VdZ sich immer wieder an eine Stelle aus dem Neuen Testament. Nein, nicht jene wo es um die Lilien im Felde geht, die Gott nährt, ohne daß sich jemand darum besorgt, sodaß selbst Salomo in seiner Pracht und Fülle nicht so gekleidet war wie sie. Sondern jene, die vom berühmten Wunder der  Brotvermehrung erzählt.

Auch hier kamen die Jünger und zählten: Fünf Brote, zwei Fische (die Zahlen differieren in den Versionen leicht, immer aber sind es grotesk wenige.) Ja, man könnte in dieser Mentalität der Berechnbarkeiten sogar das anführen, was die Jünger auch sagen: Die Leute sollen doch in die Dörfer der Umgebung gehen, um sich mit Essen einzudecken!?

Nein, sagt Jesus, gebt Ihr ihnen doch zu essen!? Was, sagen die Jünger? Wir haben gezählt - es sind fünf Brote und zwei Fische, das geht sich niemals aus. Jesus nickt. Dann sagt er: Alle sollen sich lagern. Man könnte also sagen: Jesus fordert zu einer menschlichen Verrücktheit auf.  Und vielleicht haben die Menschen auch wirklich leichtfertig nicht nachgedacht, einen Fehler gemacht - eben als Rechner, als Zähler, als Inventarisierende. Wie konntet ihr nur, schreit schon eine hysterische Frau ihren Mann an, ihr Versager, rennt in diese Einöde, und niemand hat zu essen?! Und sie schreibt schon eine Mail an den Welthungerrat, der Spendenaufrufe in Amerika startet, weil eine Hungersnot in Galiläa droht, die der Klimakatastrophe zuzuschreiben ist - in dieser trockenen Einöde wächst nämlich nichts, und sie ist überbevölkert.

Aber Jesus segnet die Brote, die Fische, und heißt seine Jünger, sie auszuteilen. Das taten sie, und alle 5000 wurden satt. Als sie gegessen hatten ordnete Jesus an, die Reste einzusammen. Und es wurden zwölf Körbe von den Resten alleine voll.

Heißt das, daß wir uns blind auf Wunder verlassen sollten? Nein. Sondern es heißt, daß wir unsere Anleitungen zum Handeln nicht aus menschlichem Zählen allein beziehen, denn darin wird die Welt so sonderbar begrenzt. Dieses Rechnen und Zählen erfaßt das Wesen der Welt nicht, es ist zu kurz, es entspricht ganz einfach nicht der vollen Wirklichkeit der Welt! Es ist nicht vernachlässigbar, keine Frage, aber damit hört es nicht auf! Es ist nur eine Vorstufe der Ahnung einer unendlichen Fülle der Welt.

Das heißt, daß wir also dieses menschliche Denken in die Wahrheit Christi tauchen müssen, um es von dorther "gesegnet" wieder zu empfangen. Denn Gott, aus dem alles hervorgeht, der die Welt erhält und lenkt - reiner Geist, aus dem alle Wirklichkeit erströmt, in den alle Wirklichkeit zurückfließt - ist der wahre Herr und Meister, die Quelle alles Gelingens, aller Früchte der Erde. Das ist kein frömmlerisch-pietistischer Spiritualismus oder Sopranaturalismus. Es ist Realität. 

Denn sämtliche dieser angsterfüllten Hochrechnungen (die, eiderdautz, seit vielen Jahrzehnten, ja Jahrhunderten - schon 1830 waren "Wissenschaftler" der Meinung, daß die bald erreichte Milliarde Menschen das Ende der Welt bedeuten würde, die am Hunger zugrundegehen MUSZ - von der Wirklicheit ständig als unzutreffend aus dem Feld geschlagen werden; machen wir doch die Augen auf, was und das zu sagen hat!) gehen von einem Weltbild, einer Weltanschauung und einer so oder so religiös bestimmten Haltung aus, und keineswegs von wirklichem Wissen oder Gewißheiten.

Ach, damals wußte man ja nicht, was wir heute wissen? Damals war ja von allem noch viel mehr da und noch nicht alles so kaputt und ausgeschöpft? Schmarren mit Rosinen! Es ist vielmehr ein Erkenntnisprinzip, daß wir IMMER, wenn wir aus Gezähltem auf das Ganze schließen, an ein Endliches stoßen, das sich ja nur aus dem Vergangenen zusammensetzen kann, das in diesem Status (bestenfalls rechnerisch und damit nur im Rahmen dieser Endlichkeiten verlängert und vermehrt) verharrt. Dabei sollten wir aus der Menschheitsgeschichte sehen können, daß es diese Grenze nie gab. Dinge haben sich geändert, gewiß, aber die Welt hat sich nie erschöpft.

So verlängert diese Denkweise der Endlichkeiten eine rein irdisch-immanentistische und wie in einem Laborversuch begrenzte Erfahrung einer reduzierten weil aus einer Weltanschauung (!) heraus vermeint beherrschbaren Wirklichkeit ins Ganze. Besonders gefährlich in einer Welt wie der unsrigen, die vom Wahn nur so klirrt, daß wir "alles" wissen und beherrschen (und was wir noch nicht wissen, werden wir bald wissen.) Nur weil iPhones funktionieren (was alleine für die meisten, ob sie das wissen oder nicht, ohnehin und natürlich uneingestanden ein pseudoreligiöses Erlebnis einer geheimnisvollen, magischen Welt bedeutet, die in den Händen der Hohepriester der Technik liegt - Technik und Magie sind prinzipiell und ausdrücklich sogar ein und dasselbe!)

Und darin wird die Welt plötzlich zu einer begrenzten, statischen (und anders kann man nicht zählen, rechnen) Größe, in der mit einem Gott nicht zu rechnen ist, die vor allem aber ein Weltkonzept denkt, das der Wirklichkeit nicht entspricht. Auch nicht der der Wissenschaften übrigens (denn Aussagen über Endlichkeiten sind nicht wissenschaftlich begründbar, sie sind reine Mythen als Denkvoraussetzungen), auch nicht der des exakten menschlichen Denkens. Das solche Aussagen überhaupt nicht treffen kann. Weil es längst, längst nicht alles weiß. Weil aber vor allem jedes Denken in einer Transzendenz beginnt. Auch und gerade sogar das der "Endlichkeitsphilosophen".  Der Ökologismus entstammt also einer verzweifelten Welt ohne Gott.

Aber es ist der Auftrag des Menschen, sich zu vermehren, die Welt zu bevölkern, und bewohnbar zu machen. Jeder fühlt diesen Auftrag, jeder Mensch (der gesund ist, geistig wie körperlich) will Welt gestalten und wohnlicher machen. Und das braucht Energie, die ihm gleichfalls die Natur zur Verfügung stellt und die zu nutzen er nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet ist. Und seine Energiequelle ist das Feuer. Jedes Leben hat einen Verbrennungsvorgang zur Folge, und es ist nachgerade ein Erkennungszeichen von Leben, seine angrenzende Umgebung zu erwärmen bzw. auf seine eigene Temperatur zu bringen. Erst das Tote, organisch Zersetzte wird "energieneutral" weil kalt.

Die größten Kulturen sind die, die das Leben in seine höchsten Höhen steigerten, weil es zum Geist steigerten. Sie verdanken sich immer dem größten Einbruch in die "Natur", die sie gestalteten. Es ist bemerkenswerte, daß Hochkulturen nie dort entstanden, wo "alles paßte", sondern gerade dort, wo die schwierigsten Bedingungen herrschten. Erst dort treibt sich der Mensch zur Geistigkeit. Die niedrigsten blieben jene Völker, die "alles hatten", also scheinbar gar nichts gestalten sondern "nur zugreifen" mußten. Sie blieben einer so entstehenden, bald habituell werdenden Trägheit verhaftet. Auf Tahiti wäre nie ein Mozart oder Bach oder Shakespeare geworden was sie waren, nicht in den gedeckten Tischen der Prärieen Nordamerikas, und auch nicht in einem paradiesischen Mittelmeerraum, und auch die historisch bislang am längsten durchgängig bestehende Kultur der Ägypter war eine Folge der Beherrschung der zerstörerischsten Naturgewalten. Und es war immer die Gier, die rechnende Angst ums zu wenig, ums nicht mehr Neuwerden, der Verlust der Anbindung an die unendliche Quelle des Geistes, die Kulturen zur Hölle werden, vergehen ließ oder zerstörte. Und es ist diese selbe Gier, die uns heute angsterfüllt auf die Welt blicken läßt, weil sie "zu Ende gehen" könnte, weil wir sie nur noch aus sich heraus denken, und dabei nur darin denken, was wir momentan zählen und wiegen können.


Morgen Teil 2) Die Welt wird dem endlich, der sie endlich denkt 
- Gottes Schöpfung ist aber ohnendlich, ihr Geheimnis ist ein ewiges Fronleichnam






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Dreifaltigkeit - Warum es keine Gleichberechtigung geben kann (4)

Teil 4)



Deshalb aber gibt es auch und hat es immer unterschiedliche Rechte und Rechtskreise gegeben. Der der Politik, der öffentlichen Ämter, der Führung generell war den Männer vorbehalten. Nicht aus Chauvinismus, so sehr der gerade im Versagen naheliegt, als Selbstrettung gewissermaßen, sondern aus Wesensentsprechung zum Wohle der Gesamtkultur, des Volkes, des Staates, des Landes. Dem stand ein Pendant gegenüber - das der Mater, der Mütter, der mütterlichen Körper von Organisationen. Und diese wuchsen und gediehen deshalb so prächtig, weil es kulturelle Norm und Wesensideal war, zu empfangen, zu hegen, zu pflegen, zu kurieren, um eben Idee aufgreifen und umsetzen zu können. Das ist im Grunde das ganze Geheimnis der europäischen Kultur!

ERST die Auflösung dieser Ideen, dieser Bilder - und diese begann früh: im Nominalismus des 13. und 14. Jhds. bahnte sich vor, was dann die gesamte Kultur des Abendlandes zu erfassen begann, über die Gründe und Zusammenhänge gäbe es viel zu sagen - als im Selbstüberschreiten aus allem Faktischen (und so das Faktische auch zu überwinden, wo es krank oder falsch war) hinaus Anzustrebendes setzte allmählich ein Funktionieren als Maßstab. Ein Funktionieren, das bei nur etwas genauerem Blick aber immer das Funktionieren aus der Selbsterdung AUF EIN BILD HIN bzw. aus einem Bilde, einem Gestaltengefüge heraus wahrnehmbaren Selbstvollzug in Beziehungsbildern war und nach wie vor ist. 

Aber man hält sehr rasch die Bestandteile und Bedingungen eines Motors für das Wesensgeheimnis eines Motors. Und so begann in allen Bereichen und bis heute ungebrochen, ja in fataler Enddynamik des Selbstüberschlagens,  das "Motorwirken des Motors" Maßstab zu werden. Überall wurde der Motormotor zum Idealbild. Die Funktion, die pure Technik wurde für sein Wesensgeheimnis gehalten. Ganz so, als könnte auch nur ein Motor sinnvoll Motor sein, wenn er nicht für ein gewaltiges Gefüge von Beziehungsbedingungen hin entworfen und produziert würde. Ein Motormotor hat keinen Sinn! Und es ist der Sinn, der dem Motorsein vorausgeht. 

Nicht der also ist ein guter Motorbauer, der einen Motormotor bauen kann. Der ist ein guter Motorbauer, der einen Motor in einem Beziehungsgefüge als sinnvoll einsetzen und zuordnen kann. Niemand wird Nissan für einen guten Motorproduzenten halten, der eine 900ccm-Benziner-Motorblock in einem Allradtraktor von Massay Ferguson sieht. Der seine Gestalt selbst aus seinen Beziehungen hat, in die er gestellt wird und wurde. Was so banal aussehen könnte, ist in Wahrheit Hinweis auf die ewige (Ideen-)Wahrheit des Gesagten: Nicht die Funktionalität entscheidet, sondern der Platz in einem Gefüge. 

Darum geht es bei Menschen´, und darum geht es bei der Rede von der "Gleichberechtigung der Frau". sie übersieht das Wesen der Frau, und das ist nicht einfach eine faktische "Fertigkeit" - wer je meinte, daß nicht fast jeder fast alles technisch irgendwie zumindest auch bewerkstelligen könnte, mußt einen Dachschaden (oder keine Lebrenserfahrung) haben. Ja, überhaupt keine Frage, auch Frauen könnten rein auf technische Abläufe reduziert so gut wie alles auch "erledigen", oder unter ablauftechnischen Perspektiven sogar oft noch besser (weil sie bodennäher, praktischer veranlagt sind), aber sie würden in einem wesentlichen Punkt entscheidend versagen (und der "Fall Merkel" zeigt es): Sie wären in ihrem Wesen verfehlt, das sie immer zu einer Empfandenden macht. Es wäre also auch ein Bundeskanzler - als Frau - eine Empfangende. So, wie der Schuster, der Minister sein will, das Ministeramt wie ein Schuster ausüben würde. 

Umgekehrt wäre ein schwächlicher Mann (nennen wir ihn ruhig: weibisch) in diesem Amt von großem Versagen begleitet. Aber er hat eben die Aufgabe, einerseits, sie als Mann zu erfüllen, und - und das ist entscheidend! - er erfüllt diese Aufgabe im Gesamtgefüge einer Gemeinschaft KRAFT DER ONTOLOGIE, also kraft der Zueinanderordnung des Wesens der Dinge im Geist und damit in Gott. Und DAS ist die Voraussetzung zum wirken der Gnade oder gar göttlicher "Wundersamkeit". Dies zu erhoffen, wenn eine "tüchtige Frau" das Amt ergriffen hätte, ist Gotteslästerung, und es zeigt sich in der Möglichkeit, dafür zu beten: Denn das wäre das Herabbeten eines Wunders. Das nennt man Vermessenheit.

Es kann keine Gleichberechtigung von Mann und Frau geben. Das liegt im Wesen der Schöpfung begründet, und ncith in einer zufälligen historischen Entwicklung, und auch nicht in einer "besseren Ausbildung" von Jungen und Mädchen begründet. Es hat mit dem Sinn der Schöpfung und mit dem Sinn des Menschseins zu tun, in der es nicht dem Menschen obliegt, sich auf das technisch-redu8zierte Ablaufen von Mechanismen zu konzentrieren.

Wie sie, übrigens, von Frauen durchaus stellvertretend - aber nur so! - und kurzfristig übernommen werden können, im Geiste aber des Mannes weil SEINES HAUSES (und Frauen NEHMEN nicht ihrem Geschlecht zugemessene Aufgaben IMMER im Wort und Auftrag eines Mannes wahr), die Geschichte ist voll von solchen Vorkommnissen, die manchmal eben gar zu dem Gedanken verführen könnten: ach, das könnte alles auch diese oder jene Frau oder die Frau auch, oder sogar besser- eben nicht; das Gleichnis versagt am entscheidenden Punkt: An der Entwicklung, am actu des Seins selbst.

Es geht dem Menschsein (seit der Erbsünde) nicht ums Gelingen, das ist ihm in jedem Fall entrückt, beschränkte er sich auf sein faktisches, genetisches So-Sein. Jeder Künstler, jeder Schaffende weiß um dieses unumstößliche Faktum: DAS GELINGEN IST IMMER EIN GEHEIMNIS. Und so ist es auch mit dem Erfolg. Aber das Versagen - das hat Gründe. Weil das Gelingen eben der göttlichen, unendlich weisen, geheimnisvollen Vorsehung NICHT entsprach. Nicht zuletzt durch Weigerung der Ausführenden, sich im Gehorsam auf die Ideen in Gott und der Wahrheit hin zu überschreiten. Manchmal aber auch einfach, weil Gott etwas mit einem Scheitern vorhat. Weil er den Schmerz des Kreuzes braucht, weil nur so jemand für die Welt zu sühnen vermag, auf daß sie mehr und umfänglicher in Gott zurückkehre. 

Den Gesamtplan um die Schöpfung kann eben nur eine unendliche Weisheit und ein unendliches Wissen kennen, und schöpferisch tätig sein kann nur eine unendliche Liebe des Geistes, die ihn sogar drängte, Fleisch anzunehmen, auf daß die größte, vollkommenste Gestalt die überhaupt denkbar ist - Gottes Sohn - im Weltgefüge seinen Ort einnimmt, um es so als Ganzes, in seinen Beziehungen eben, im Sehen, im Wahrnehmen in der Wahrheit, zur vollkommenen Beziehungsdynamik zu führen. Als Analogie der Dreifaltigkeit. Wo drei ontologisch eigene Personen ein Gott, eine Einheit sind, WEIL und NUR weil sie zueinander hierarisch stehen.*

Recht kann nur im Gleichschritt mit Verantwortung bestehen. Verantwortung aber heißt, eine Beziehungsidee zu ergreifen, die als Gestalt vor einem liegt, und der man zu genügen trachtet indem man jenen Ort ergreift, der einem zugemessen ist. Denn die Ordnung Gottes ist eine Ordnuntg der Entsprechung der Beziehungsideen in Gestalten. Die im Selbstsein erst das aneinander erfüllen, dessen Erfüllung wegen sie an diesen Ort gesetzt wurden. Menschsein heißt nicht "Ergreifen von Chancen", gar solcher, die "andere nicht nutzen", sondern seinen Ort besetzen und gestalten.





*Das verweist aber auf höchst brisante Tatsachen, und die sollte man einerseits endlich wieder einmal wahrnehmen, anderseits vielleicht gar nicht zuviel verbreiten, die könnten heute fatal wirken: Es ist nämlich eine Tatsache, daß alles, buchstäblich alles Gelingen innerhalb der Welt von der Frau abhängt. Wörtlich, figürlich, wie als Metaper zu Volk, Körper einer Organisation, etc. etc. Wenn die Frau nicht will, sich dem Manne nicht empfangend und austragunsbereit - ihm dann wieder ins Wort zu - zuwendet, entzieht sie ihm alles. Er wird nie etwas erreichen, ja er wird verkümmern. Die Frau hat also Macht, ja irdisch gesehen: ihr Ja oder Nein IST alle Macht. Ohne sie kann nichts Gestalt werden. Dem Manne obliegt zwar die Verantwortung, damit auch die Gewalt, aber nicht die Machet. Kein Organismus kann auf Dauer unter Gewalt leben und gedeuhen. Kein Geschlecht aber kann Aufgaben des anderen Geschlechts übernehmen. Die Frau kann deshalb auch ohne männliches Wort niemals etwas aufrichten. Verweigert aber die Frau ihre Aufgabe, ihre Aufnahmebereitschaft, ihren Gehorsam, ist eine Kultur weil ein Volk buchstäblich an sein Ende angelangt. Im Mann kann wenigstens die Idee überleben. Aber dieser Same wird ohne empfangensbereite Frau keinen Boden finden, in dem er Wurzeln schlagen kann.



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Dienstag, 24. Mai 2016

Langsam wird ein Schuh draus (2)

 Teil 2) Bemerkungen: Von der überlegenen Problemlösungskraft jedes Europäers 
- Was bei der Gentechnik völlig übersehen wird, aber des Pudels Kern ist 
- Abstrahiertes Großraumdenken zerstört Verortung




*Der Begriff stammt aus dem Militärwesen, wo er bedeutet, daß der kleinen Einheit bis zum Einzelnen nur ein Operationsziel vorgegeben wird, er aber die Wege dazu selbständig finden und wählen kann. Dem steht die Befehlstaktik gegenüber, in der von einer zentralen Befehlsstelle aus jeder Schritt der unteren Einheiten, bis zum Einzelnen, ganz exakt festgegelegt ist. Dieses System benötigt damit eine lückenlose Kontrolle der Vorgänge und untersagt jedwede Selbständigkeit. Die gesamte Militärtechnik der Amerikaner ist darauf ausgelegt, bis hin zum Helmfunk.

²Hier zeigt sich einer der wesentlichen Aspekte der Massenzuwanderung nach Europa. Denn die Zuwandernden sind diesem europäischen Ethos durchweg fremd, und sie in Arbeitsprozesse zu "integrieren" würde auf jeden Fall einen weiteren "Amerikanisierungsschub" der Wirtschaft bringen. Weshalb ja die Industrie - nein, was für eine Überraschung - die Zuwanderung befürwortet. Das hat mit Löhnen primär gar nichts zu tun. Aber die Zuwanderer erfüllen vor allem eines nicht: Sie haben nicht die ganzheitliche aufgabenorientierte persönliche Struktur des Europäers, die nur aus der Kultur wachsen kann, durch "Schulungen" zumindest auf Jahrhunderte hinaus gar nicht vermittelbar ist. Und sie hat direkt mit Religion als Haltung zur Welt zu tun. 

Die Zuwanderer heute suchen aber Amerikanismus, gewürzt mit den sozialen Vorzüge Europas - eine fatale Mischung, die schon prinzipiell gar nicht funktionieren kann. Denn der Amerikanismus würde durch ein Sozialsystem á la Europa kollabieren, ohne dem Sozialstaat heutiger Dimension das Wort zu reden. Die US-Wirtschaft braucht willige, gefügige Rädchen im Getriebe, was sich übrigens am allerdeutlichsten in den neuesten Formen wie bei Google zeigt, die restlos nach dem Menschen greifen wollen. (Siehe: The Circle) Wenn Europa sich aber mit dem TTIP weiter amerikanisiert, wird es unweigerlich in Kollision mit seinen Sozialnetzen und Kleinstrukturen (die in Wahrheit das Sozialnetz finanzieren) kommen.

Es gibt also grundsätzlich keine Gründe für ein TTIP, aber jede Menge Gründe für eine enge Kooperation mit dem Osten Europas, namentlich Rußland. Deshalb machen die USA ja so großen Druck, um so rasch wie möglich Tatsachen zu setzen, die "too big to fail" sind, um eine Besinnung Europas auf sich selbst noch möglich zu machen. Die außerdem durch Handelsinteressen (s.o.) die strategisch-militärischen Interessen der USA in Europa entscheidend vertiefen werden. Man übersieht bis heute, daß die Hauptgründe für die beiden Weltkriege des 20. Jhds. Konkurrenz-Wirtschafts-Kriege des anglo-amerikanischen Raumes gegen Europa und v. a. Deutschland als dessen Motor waren.
  **Deshalb auch die Bedenkenlosigkeit hinsichtlich Genmanipulation von Lebewesen, die bestenfalls graduell ("Mensch/Homunkulus") eine willkürliche, gefühlte Grenze hat. Der Unterschied von genmanipulierten Lebewesen gegenüber genetischer Variation und Anpassung auf natürlichem oder rein züchterischem Weg (was immer wieder als Vergleich herangezogen wird, um zu behaupten, daß kein Unterschied zu natürlicher Variabilität bestünde) könnte sein, daß ein Lebewesen (ob Pflanze oder Tier) immer in einer Ganzheit reagiert und sich verändert. 

Es bleibt ein Ganzes, und eine Variation bleibt Teil eines ganzen Organismus, der in sich derselbe bleit. Die Implantation eines veränderten Gens mit einer der Pflanze sonst nicht eigenen Eigenschaft würde zu einem Lebewesen führen, das nunmehr "ein Fremdes" aufgesetzt bekommt. Damit könnt ein Ganzes aus dem Gleichgewicht des Selbsterhalts kommen. Und tatsächlich brauchen ja die meisten genmanipulierten Pflanzen eine Fülle künstlich manipulierter Umweltbedingungen, um zu bestehen. Gene können zwar tatsächlich integriert werden, aber nur innerhalb der natürlichen Art des Wirts.

Es ist bei der Wirtspflanze (und noch mehr beim Tier) diese fremde Eigenschaft aber hinkünftig gewissermaßen "ein Ganzes und ein hinzugefügter Teil", was heißt, daß dieses Ganze sich zu diesem Teil (der nur scheinbar integriert, quasi additiert ist - es sind fortan zwei Teile, nicht mehr eines) auch verhalten wird. 

Machen wir es zur Illustration simpel: Wer anstelle des Fußes eine Hand implantiert bekommt, die dort auch tatsächlich wächst, um nun mit den Gehextremititäen nich tnur gehen, sondern auch greifen zu können, wird im Ganzen aus dem Gleichgewicht gebracht. Sie wächst aber im Gefüge des Ganzen an Fußes statt, und wird von der Mitte auch "als Fuß" behandelt. Seine Mitte erfaßt das Neue aber nun nicht, es liefert ihm Sinnesdaten, Erfahrungs-, Weltdaten, die seine Mitte weil dieser inadäquat überrollen. Es ist vorstellbar, daß die Fortpflanzungsunfähigkeit genmanipulierter Pflanzen mit einer willkürlich zugefügten Defiziosität der eigentlichen Pflanze als Wirtspflanze etwa damit zu tun hat. Das kann man sogar bei natürlicher Zucht beobachten, wo Feinzüchtungen wichtige Lebenseigenschaften der ursprünglichen Pflanze nicht mehr ausbilden, weil gezielt defizitäre Nachkommen weitergezüchtet werden. Dennoch, übrigens, sind diese latent und potentiell, weil in der Idee des Ganzen ontisch real "vorhanden", nur nicht verfleischlicht ansprechbar.

Sinngemäß gilt nämlich dasselbe, wenn man einem Lebewesen eine Eigenschaft nimmt. Etwa, um es zu  mehr Größenwachstum zu bringen, eine Begrenzungsrückkoppelung wegnimmt oder wegzüchtet. Was der VdZ damit sagen will: Es wird in der Genmanipulation seines Erachtens nach nicht vom Wesentlichen einer Ganzheit her gedacht, sondern der Organismus wird als materalistisch-atomistisches Gefüge gesehen.

***Das zeigt sich speziell in ländlichen Gegenden oder Kleinstädten. Der VdZ denkt etwa ans Ybbstal, wo es immer noch eine Riege großartiger Familienbetriebe gibt, und es sich ein normaler Häuslebauer leisten kann, eine qualitativ höchstwertige Eßecke vom Tischler anfertigen zu lassen, die Generationen lang hält. Und am wöchentlichen Bauernmarkt in Waidhofen an der Ybbs sind Produkte in einer Qualität zu erstehen, von der der Großteil der Welt nur träumen kann. Das ist wahre Kultur, nämlich noch als Volkskultur, das ist Lebenssteigerung für ein Volk aus seiner in Jahrhunderten angewachsenen Substanz. Wo Wirtschaft sogar noch als Sozial- und Solidarraum gelebt und begriffen wird. Schon im Zusammenhang mit dem EU-Beitritt hat sich gezeigt, was für verheerende Konsequenzen abstraktes Großraumdenken wirklichkeitsferner Weltsimulanten für diese letzten gesunden Strukturen hat.




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Dreifaltigkeit - Warum es keine Gleichberechtigung geben kann (3)

Teil 3)




Damit ist auch das Argument in seiner Begrenztheit aufgezeigt, das da von "Komplementarität" spricht. Die meist scdhon so tut, als wäre das Hauptereignis eine einfache, faktisch sich fügende "Entsprechung" nach dem Motto, es solle sich halt jedes Paar so richten, wie es sich fügt. Das stimmt aber nicht, udn daf verführt zu einer fatalen Ablenkung des Eigentlichen, des Gelingensprinzips, auf ein rein technisch Prozessuales. 

Denn es handelt sich hier um eine Komplementarität auf zwei Ebenen - der einen als dem Gesollten, dem zur wirklichen Selbsterfüllung tauglichen: die Komplementarität der Beziehung von Mann und Frau im Ideenreich (dem Wissen, der Vorsehung) Gottes. Und der zweiten - der faktischen Ebene eines historischen Gewordenseins "so wie man halt mal ist", in allen Schwächen und Stärken, aber in eine Form zu stellen, die eben dem ersten Bilde entspricht. Das Ehepaar, in der der Mann kleine und dünn neben der wohlbeleibten, kräftigen und bebarteten Frau einhertrabt, kann sich die Hierarchie nicht aussuchen, in der es zueinander steht. Auch hier ist der Mann der Wortgebende, die Frau die Empfahende Beide haben aber eben andere Schwierigkeiten zu überwinden, um zu diesem sie selbst erst erfüllenden Bilde zu gelangen. 

Weil der Mensch aber als Mensch eben auf Gemeinschaft ausgerichtet ist - aus seinem Wesensbild im Geiste steht er in vielfältigsten Beziehungen idealer wie historisch zufälliger, einfach da seiender Beziehungen, im Stand, in der Familiengeschichte der Eltern, im Beruf, im Dorf, etc. etc. - so ist es auch im Wesen einer Gemeinschaft, die ursprünglichen, alles Dinghafte bzw. Seiende konstituierenden wie erhaltende Geistesbild in erster Linie zu kennen und zu fördern bzw. nicht zu verhindern. 

Und deshalb ist das Geschlecht SEHR WOHL auch eine soziale Konstruktion. Denn die Gemeinschaft trägt dazu bei, daß im Einzelnen das Selbstsein wirklich werde. Der Einzelne empfängt nämlich seine Identität, und er empfängt sie nicht zuletzt von allem, was ihn als Gemeinschaft umgibt, die ihn bei Namen nennt, die ihn er (sie) selbst sein läßt - als Geschenk einerseits, als Aufforderung anderseits: diese Typologie auch durch aktives Selbstsein zu erfüllen. Denn das tut sie nicht "automatisch", das tut sie im Maß des Ergreifens dieser Ideen, dieser Sollensbilder als Bezhiehungscharakteristika, und das ist Aufgabe und Mühe. Die kulturelle Institutionalisierungen abnimmt. Wenn und soweit diese der Wahrheit entspricht und keine Unkultur ist, die im Zerfall endet.

Sie tut es, indem sie den einen mit "Herr Fischer", die andere mit "Frau Gutesschneider" anspricht, den einen mit Kind, den anderen mit Ratsherren. Den einen mit Mann - die andere mit Frau. Und dieses Selbstsein fördert, indem sie bei der Geburt eines Mädchen rosa Wickelgewänder schenkt, und dort blaue Strampelhosen, das ist kulturbedingt und insofern weitgehend (aber nicht einmal da: ganz, gerade bei Farben) zufällig.

Deshalb gibt es auch in einer Kultur, die sich immer in einer Organisationsform zusammenfindet, ja sich darin erst erweist, weil sie sich erst so entwickeln kann (und nicht jede Wesenseigenart immer wieder und wieder neu durchgesetzt werden muß, Hände und Kopf also für Neues und Weiterentwicklung frei werden) verschiedene Funktionalkreise (wir müssen zu diesen Wörtern greifen, weil wir hier explizieren, und das geht nur über dinghafte Bilder, was kein Problem ist, solange diese Bilder nicht für absolut gehalten werden - absolut sind nur die Dynamiken, die Ideen in Gott) gebildet und institutionalisiert. Da sind hier die Kreise, die sich am Wochenmarkt einfinden, dort die die Hausarbeit übernehmen, und dort jene, die sich eben um Politik und das offiziöse Dorf-, Stadt- und Staatswesen kümmern. 

Alle diese kreise, und zwar wirklich alle, haben ihre Entsprechungen im Wesen der Menschen. haben sie das nicht, so sind sie nicht wahr, und deshalb nicht überlebensfähig und untauglich. Sie würden, bestünden sie wirklich länger, eine Gesellschaft (egal in welcher Form) auf Dauer ruinieren, an ihrer Selbstverfehlung zugrunde gehen lassen. Sie sind aber immer Sollensbilder! Sie sind Ideen. und um diese geht es. Sie werden deshalb verwirklicht, indem die diesen Ideen (Beziehungsdynamikan) zugeordneten wie zuzuordnenden Gestalten (nicht zuletzt als Mann oder Frau) sie aufgreifen. 

Und hier finden sich eindeutig Wesensentsprechungen! Nicht - noch einmal - weil ein Mann immer "stark" ist, oder eine Frau immer "schwach". Sondern weil es ihrem Wesensbild entspricht. Und DARUM geht es im menschlichen Leben. Es geht NICHT um das perfekte Funktionieren und Gelingen dessen, was er macht! Es geht eben NICHT um die Herstellung eines Paradieseszustands, in dem alles schnurrt wie ein BMW-Diesel mit Einspritzung. Es geht um die Selbstüberschreitung jedes einzelnen Menschen auf sein Sollensbild hin.

Daß eine Gesellschaft, in der diese Wesensbilder lange zeit beachtet wurden, sich auch faktisch-praktisch in Richtung eines Gelingens entwickelt, beweist nichts anderes als die Geschichte Europas. Das ist nämlich der wesentliche Unterschied der abendländischen Kultur zu allen übrigen Kulturen gewesen, das war auch das Großartige der griechischen Antike, aus der als kulturellem Unterbau für das darauf sehr gut passende Christentum das Abendland erwuchs. Das dann der gesamten Welt so überlegen wurde, daß es als Maßstab für so gut wie alle Länder und Völker gilt. 

Es war NICHT sein besseres Funktionieren, seine zufällig bessere Technik. Agere seqitur esse - das Handeln folgt dem Sein. Etwas IST zuerst, erst daraus handelt es. Etwas IST Gestalt, weil es nur sein kann, wenn es in eine Bezkiehung gestellt ist, auf die die Gestalt hinweist - und sich dann in der Erfüllung dieser Beziehung, im Ausfüllen seines Ortes, der ihm zugewiesen wird und wurde, selbst erfüllt weil erst im Vollzug wird. Funktion ja, das auch, mehr oder weniger tauglich für einen Ort weil faktisch so oder so der Welt entnommen, mit allen Mängeln, und vor allem IMMER mit Mängeln. 

Aber es gründet alles in dieser Wesenstranszendenz, es gründet in seiner Fähigkeit, genau unter Rückgriff auf das Wesensbild, die Gestaltengefüge den Pfad bzw. die Pfade zur individuellen Wahrheit zu institutionalisieren, aus der dann immer individuell so große Leistungen entsprungen sind - weil sich in dieser Kultur individuelle Wesensentfaltung so wunderbar vollziehen konnte. Dieses Gestaltengefüge wird nur in Ausnahmefällen durchbrochen, und auch dann ist es "von oben gegeben", von anderen erkannt: Der hat so etwas Königliches an sich ...

Ein kleiner Seitenhieb, der sich aufdrängt: Der pausenlos strapazierte, durch Medienfülle permanent allen um die Ohren gedroschene Spruch, daß "jeder alles werden könne", bezieht sich immer auf Ausnahmen. Wie absurd es nämlich wäre, dies von jedem anzunehmen, zeigt sich in der sogenannten "amerikanischen Idee". Es "gelingt" auch dort nur den allerseltensten Ausnahmen, vom Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen, und ist es nicht von oben gegeben, wird so ein "Weg nach oben" zur Orgie von Gewalt, Betrug, verschlagener Cleverness und Hinterlist, die als Leistung verkauft werden. Das war es dann auch schon.  Nicht wenige sogar, die genau von diesem aberwitzig falschen Mythos leben, indem sie ihn ausnutzen und tradieren, um ihn so "zu beweisen".

Der überwiegende Teil heutiger "Karrieren" ist ein einziger Pfad menschlicher Niedrigkeit, die groteskerweise heute oft sogar noch bewundert weil, weil die allgemeine Wirklichkeitskompetenz (im Ablehnen der Transzendierung, zu welcher Schwäche alle bereits verbildet sind) erschreckend gering ist. Somit solche Dinge gar nicht mehr verstanden weil beurteilt werden können. Es handelt sich hier aber schlicht und ergreifend um einen bewußt lancierten und am Leben gehaltenen, pseudoreligiösen Mythos, der eine Aussage enthält, die einem Blick in die Hölle gleicht.

Von den Myriaden von gescheiterten Nachahmern, die sich und ihr Leben, ihre Seele, ihre Psyche dabei ruiniert haben erwähnt niemand, denen eingeredet wurde, alles läge "an ihnen". Was eben überhaupt nicht stimmt, gerade wirklich Erfolgreiche wissen das am meisten - sie sind immer die Demütigsten. Von ihnen zu scheiden sind eben Erfolgsräuber, s.o. Der VdZ denkt heute noch mit Schaudern zurück an Begegnisse, als er selbst in den frühen 1980ern in diese amerikanistische Sphäre von Erfolgsseminaren und Unternehmenskonzepten hineinroch, um sich nach ersten Erfahrungen mit solchen "Erfolgsmethodiken" angewidert abzuwenden.



Morgen Teil 4)





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Montag, 23. Mai 2016

Langsam wird ein Schuh draus (1)

Allmählich kann man sich Hintergründe des "Abgasskandals" von VW in den USA zusammenreimen. Der Verdacht dürfte sich erhärten, daß hier die USA lediglich einmal dei Muskeln spielen hatten lassen, um Europa zu zeigen, wo der Bartel den Most holt.

Denn wie nun wie nicht ganz geplant bekannt wurde, soll die USA in den Verhandlungen um TTIP mit Blockade von Importerleichterungen für europäische PKW drohen, sollte die EU den Markt nicht für amerikanische Lebensmittel (mit etwas anderen Standards, als sie Europa für notwendig erachtet, etwa hinsichtlich Gentechnik und Hormoneinsatz) öffnen. Außerdem weigern sich die Amerikaner, die privaten Schiedsgerichte durch ein öffentliches Modell zu ersetzen. Naja, viel Neues ist das ja nicht, nicht wirklich, diese Verhandlungspositionen sind bekannt, und man verhandelt eben, indem man erst einmal volle Kanne verlangt, um sich dann auf einen Teller zu einigen. Also wird der Teller immer zur Kanne überladen, wenn man klug ist, um an Ende genau das zu erhalten, was man ohnehin wollte - den Teller.

Aber es wäre ohnehin ein Fehler, sich um Details zu streiten, oder diese Grundentscheidung von der Regelung dieser Details abhängig zu machen. Oder, wie Faymann es klug formulierte (weil er sich damit nichts vergab, und doch populistisch blieb): "IN DIESER FORM kann ich dem TTIP nicht zustimmen." Daß diese Details vor Wochen publik wurden, kann viele Gründe haben, im letzten spielt es aber sogar den TTIP-Befürwortern in die Hände. Weil es zum inszenierten Teil eines Theaterstücks wird, das abläuft, nur am Ausgang kann noch geschraubt werden. In Wahrheit ändert sich gar nichts, und es ist sogar gefährlich so zu tun, als ob mit den einen oder anderen Kompromissen alles wieder in Ordnung wäre. Es geht um etwas anderes, es geht um viel mehr.

Denn die Frage, warum überhaupt solch ein Abkommen geschlossen werden sollte ist nach wie vor ungeklärt. Den Sinn eines solchen hat der VdZ bis heute nicht erkennen können. Als Notwendigkeit "von unten" her ist er jedenfalls nicht  erwachsen. Sondern sieht eher nach dem nächsten Notausgang der Zahlen wegen für die Rechenspiele staatlicher Schreibtischtäter und Steuereintreiber aus. Wo soll der Sinn liegen, wenn sich Wirtschaftsräume, die weitgehend gleiche Produkte herstellen, sodaß keiner die Produkte des anderen "braucht", deren Partner sich also nicht ergänzen sondern konkurrenzieren, zusammenschließen? Woher soll das Wachstum, auf das spekuliert wird, herkommen? Aus angestrebten Weltmonopolen noch größerer weil noch übernationalerer Konzerne?

Dazu kommt, daß es die Landwirtschaftg sehr stark betreffen wird. Auch hier unterscheiden sich nicht die Produkte, sondern die Produktionsmethoden, die in den USA weit industrieller ablaufen, was sie in Europa gar nie sein können, schon aus topograpischen Gründen nicht. Statistiken die belegen, daß Europa enorm viel Getreide, Soja, Mais aus Amerika importiert, sind kein Beweis, sondern Ausweis einer Verwirrung. Denn zum einen werden in Europa weite Flächen stillgelegt, und riesige Flächen grotesk sinnlosem Biosprit- und Energiepflanzenanbau gewidmet. Da geht es wieder nur um Kostenfaktoren und Kalkulationenin der globalen Situation, und das ließe sich mit einem Federstrich durch Gesetze ändern, die auf die europäischen Gegebenheiten mehr eingehen, auch protektionistischer Art.

Handelsmärkte KÖNNEN gar nicht einfach unbeschränkt "frei" sein. Denn mit dem Handel gehen immer politische Interessen eines Staates einher. Es ist historisch nicht das strategisch-militärische Interesse zuerst, sondern Staatsinteressen beginnen dort, wo eines Staates Bürger ihr Leben ausfalten, in der Ferne Eigentum erwerben oder davon abhängig werden. Fremde Staaten beginnen so, eigene Interessen zu berühren, und so beginnt internationale Politik. Und so beginnen Kriege. Der Eigentumserwerb der Chinesen weltweit wird sich noch in seiner ganzen politischen Brisanz beweisen. Es ist (und war) auch aus Eigeninteresse unverantwortlich und sogar dumm, wenn Österreichs Politik seine kleinstrukturierte Landwirtschaft - nach dem Motto: "Na müssen die Bauern sich halt ändern", so ist es nämlich beim EU-Beitritt passiert und hat prompt nicht funktioniert, auch hier war der Hintergrund pure Finanzmathematik - mit den Farmern der Great Plains und den Fleischfabriken in Chicago und Philadelphia in die Konkurrenz zu schicken.

Und denkt man ganz-kontinental, also mit Rußland und seiner topographisch begünstigten Massenproduktion, ist die Lebensmittelversorgung Europas sowieso bestens aufgestellt. Rußland ist im letzten Jahrzehnt zu einem der größten Getreideexporteure der Welt geworden, während es in der Verarbeitung schwächelt - der Domäne Westeuropas.

Wenn es aber ein Entwicklungsziel für europäische Wirtschaft geben sollte, das mit seinen Kulturzuständen wie -zielen vereinbar ist, dann ist es die Stärkung der Klein- und Mittelbetriebe, der föderalen, kleinstrukturierten Lebens- und Wirtschaftsentfaltung. Dort liegt auch (zumindest noch) der Vorteil der Europäer, die im Durchschnitt dem Amerikaner an Qualifikation und persönlicher Verantwortungsbereitschaft weit überlegen sind. Die die Auftragstaktik* pflegen können, was den Amerikanern aufgrund ihrer spezifischen Persönlichkeitsqualität versagt ist. Der Europäer muß sich noch nicht in rein abstrakte, technisierte Abläufe zum reinen Rädchen in einem Apparat machen und bis ins Letzte gängeln lassen wie der Amerikaner (und über die realwirtschaftlichen Folgen gibt es hinlängliche Untersuchungen), denn er hat immer noch einen anderen Arbeits- und Produktionsethos.²

Noch hat außerdem der Europäer etwas, das die Amerikaner überhaupt nicht kennen - gutes Handwerk. Weshalb die Amerikaner Handwerksprodukte und Handwerksethos durch Massenprodukte ersetzen müssen, die die wirkliche Ware imitieren. Gute Qualität ist höchst selten, und nur noch den wirklich Reichen leistbar. Der amerikanische Markt ist ein Show-Markt, von den Lebensmitteln (die mit Geschmackschemie präpariert wird die Geschmack  simulieren soll, wie die berühmte "Sauce" bei McDonalds etwa) bis hin zum Häusermarkt, der überhaupt nur noch deshalb funktioniert, weil globale Standortunterschiede ausgenützt werden. Und weil er immer noch über gigantische Raumressourcen verfügt, die es erlauben, viel viel Land zum "Nicht-Land", zum Chaos, zur Müllhalde zu erklären, als Teppich, unter den so viel gekehrt werden kann ohne geordnet werden zu müssen. Der Puritaner/Protestant hat grundsätzlich ein anderes Verhältnis zur Umwelt als der katholisch geprägte Europäer, ihm ist die Welt nur Gestell, technischer Apparat, metaphysiklos, das heißt ohne Bedeutung in sich.** Entsprechend geht er auch mit dem Land um. Der durchschnittliche Europäer lebt immer noch in einem Qualitäts- und Ganzheitlichkeitsparadies, verglichen mit den USA.***

Das alles aber wird durch solch ein Abkommen, das mit Gewißheit nur die  mathematisch-technischen Großstrukturen fördert, weiter unterlaufen. Das TTIP richtet sich damit gegen die letzten Vorzüge der Europäer am Weltmarkt, und das ist ja wohl auch der Grund, warum die USA so darauf drängen.



Teil 2) Bemerkungen: Von der überlegenen Problemlösungskraft jedes Europäers 
- Was bei der Gentechnik völlig übersehen wird, aber des Pudels Kern ist 
- Abstrahiertes Großraumdenken zerstört Verortung





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Dreifaltigkeit - Warum es keine Gleichberechtigung geben kann (2)

Teil 2) 




Mann und Frau sind nicht von Gott gleich erschaffen, sie sind auch nie so gedacht. Jede Biologie weist darauf hin, aber auch nicht mehr: sie kann in dieser hinweisenden Tatsächlichkeit schwer deformiert sein. Ihr Wesen ist aber nicht primär aus dem Faktischen definiert, sondern aus ihrer Gegründetheit in der Idee vom Menschen - als "Mann und Frau", die Frau aus der Seite genommen, die Idee des Menschen zuerst überhaupt: als Mann.  (Übrigens: in so gut wie allen Sprachen auch die Urform für Mensch.)

Sie sind darin die Nachbildung des Verhältnisses von Gott Vater, dem reinen Geist, auf den Logos, den fleischgewordenen Gott, das von ihm ausging, so wie die Frau vom Mann, die einander im Geist der wechselseitig zugehauchten Liebe (welch schönes Bild deshalb: das der geschlechtlichen Vereinigung, das des Kusses dabei, das genau das nachahmt und aussagt) verbunden sind. Sie sind Analogien, Ähnlichkeiten zu dieser Beziehungsdynamik, welche zwar ontisch die Beziehungspartner nicht schafft, aber als Weltsein werden und wachsen und wesen läßt. Mann und Frau sind deshalb Analogien (Ähnlichkeitsbilder) zum Verhältnis des Geistes in dem aller Geist enthalten ist, und der Wirklichung im Fleisch, das diese Worte hört, aufnimmt, austrägt und gebiert, als Gestalt. Paulus beschreibt es eindeutig: Mann und Frau sind Nachbildungen des Geheimnisses von Christus und Kirche. Hier der Befruchtende - dort die Empfangende. Die Kirche wird immer mit der Frau gleichgesetzt.

In weltliche Verhältnisse übertragen ist das das Verhältnis eines Geistgebenden - Chefs, Vaters, Organisationshauptes, Feuerwehrhauptmannes, was auch immer - und einer wirklichenden Empfängnis. Das macht jedes Haupt zu einem besonderen Träger der Wahrheit, jeden Organismus, jeder Materia zu einer Nachbildung der vom Haupt empfangenden Gesamtbilder. Jedes, wirklich jedes Ding der nichtmenschlichen Natur, jede Pflanze und jedes Tier "funktioniert" nach ganz exakt diesem Grundschema, in dem sich die gesamte Schöpfung als eine Analogie der göttlichen Dreifaltigkeit erweist. Nicht dieser gleich, aber in seinem Wesen ähnlich, weil alles Hervorgebrachte das Wesen seines Hervorbringers wiederspiegelt.

Das Wesen alles Dinghaften (wir fassen darunter Mensch wie übrige Natur) ist, daß es zum einen in pausenlosem Beziehungskontakt (jeweils als Bild eines Zueinander vorstellbar) zum lückenlos Umgebenden (alles ist lückenlos umgeben, nichts steht auch nur einen Zentimeter seiner Grenze, seiner Haut allein für sich; immer ist da ein Objekt, das angrenzt) steht. Zum anderen ist es gerufen, sein Selbstsein in die Welt zu tragen, und zwar seinem Wesen gemäß, damit so die gesamte Welt zu einem einzigen Loblied auf den Schöpfer wird. Alles trägt dazu bei. Aber alles trägt dazu im Ausmaß seines Selbstseins im Vollzug - ein Akt, nciht einfach ein passives Geschehen - bei. Weltseiendes ist also immer aktiv zu denken.

Aber wonach ist etwas es selbst? Es ist es selbst soweit es sich seinem Bilde nach formt, und das heißt: sich transzendiert. Sich auf ein Beziehungsgefüge hin transzendiert. Gold mag als Ziergegenstand schön sein, aber als Brennstoff ist es nicht es selbst. Weihrauch mag gut riechen, aber als Unterlage unter einen wackelnden Tisch ist es nicht in der aktiven Selbstvollzug seines wesensbestimmenden Beziehungsauftrags. Und so besteht tatsächlich so etwas wie ein Kampf aller dinge gegen alle - es ist ein Kampf um die Durchsetzung seiner Grenzen. Und das ist nur im Selbstsein der Fall. Ist etwas schwach, zieht es aus seinem Sollensbild nicht genug Kraft zu diesem Selbstsein, warum auch immer, wird es vergehen. 

Was in Wahrheit höchst komplex ist, soll einfach eines versucht Darzustellenden weil hoffentlich für den Leser zu gewinnenden Vorstellunghorizonts in so einfache Bilder gefaßt werden. Denn eben Bilder können auf den Geist dahinter verweisen, erfaßte Gestalten; das Wort als verfleischlichter wie verfleischlichender Geist - Gestalt - ist in der Wahrheit, aus der es stammt, die es im Maß des Übernehmens auch ist, ist die höchste Seite des Weltseins. Für den Menschen als die wirkliche Wirklichkeit erfaßbar, in der Intuition auffaßbar, der das über das pure Hören aufgenommene mit eben jener "Sprache der Sprache" füllt, sofern diese Worte eben wahr sind, also der Wahrheit folgen.

Das bedeutet, daß alles weltliche Sein sich nach einem Geistesbild orientiert, weil nur dem entsprechend es selbst ist. Als verfleischlichte Idee. Dem Menschen nun obliegt kraft seiner Geistesbegabung, die ihn über alle anderen Dinge kategorial hinaushebt, an diesem Geist teilzuhaben, in diesen Geist hineinzuragen. Er muß also in seinem Verstand, seinem Denken, seinen Verstandesbildern etc. etc. dieser Geistigkeit genügen, will er er selbst sein. Das heißt, daß allem Menschsein auch ein Bild vorausgeht. Sein Selbstsein erschöpft sich nicht in bloßer faktischer Veranlagung (was würde da ein Hermaphrodit sagen, der tatsächlich als Laune der Natur mit zweierlei Geschlechtsmerkmalen geboren wurde?) oder zufällig (oder gar durch falsche Erziehung entstandener) "Fertigkeit". 

Sondern als Mensch - und das heißt in der einander zugeordneten Dichotomie Mann und Frau - muß er sein Sollensbild auch konkret vorentwerfen, vor sich gewissermaßen hertragen. Deshalb stimmt nicht einmal die Argumentation der gutmeinenden, aber im Grunde sich selbst zerstörenden "Genderkritiker" nicht, die da meinen, alles wäre in der physischen Konstitution bereits vorgegeben. Das ist es nicht! Um selbst zu sein, muß der Mensch sehr wohl ein Idealbild vor sich hertragen, und diesem nachjagen. Auch eine Frau, die mit bärigen Muskeln und Bartansatz geboren wurde, ist deshalb nicht halt doch irgendwie Mann, sondern sie hat die schwere Aufgabe, sich nach dem Bilde der Empfangenden (gegen ihr angelegtes Temperament sogar) auszustrecken. Das gilt gleichermaßen für das schwächliche, dünne und nervenschwache Männlein, das lieber mit Puppen spielen würde, als sich der harten Auseinandersetzung mit der Umgebung im Ringen um das Selbstsein seiner Familie und seines Standes (für höhere Stände speziell oft eine ganz schwere Aufgabe) zu kümmern. 


 Morgen Teil 3)




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Sonntag, 22. Mai 2016

Merkel zieht durch

Merkel-Anhänger haben es ja so gewollt. Denn sie waren es ja, die mit Bildern besonders armer Flüchtlinge in den schlimmsten Situationen hausieren gingen, um ihre Ignoranz - oder war es Schadenswillen? - zu verschleiern, mit einigen Notfällen (die niemand je ablehnen hätte wollen) eine generell Grenzöffnung durchzudrücken. Sie wollten also die armen Notfälle. Nun kriegen sie sie. Und es bleibt einem die Spucke weg wenn man liest, was die Kronen Zeitung nun schreibt.

Denn da hat Merkel mit Erdogan Dinge ausgemacht, wie nun bekannt wird, die einen nur noch den Kopf schütteln lassen. Nämlich: Daß die sich das sogar noch traut! Schon länger hatten sich hiesige Einwanderungsexperten gewundert, warum seit einiger Zeit unter den einlangenden Flüchtlingen (was immer man nun darunter verstehen möchte) ein deutlich höherer Anteil an Schwerkranken oder Ungebildeten zu finden ist. Jetzt wissen sie es. Merkel hat mit Erdogan ausgemacht, daß die Türkei Akademiker und Fachkräfte im Land behalten darf. Syrische Akademiker dürfen mittlerweile überhaupt nicht mehr aus der Türkei ausreisen.

Ein Ausbund an Unmenschlichkeit. Selbst die meisten NGOs (und das will etwas heißen!) sprechen schon davon, daß dieses Abkommen mit Erdogan sofort ausgesetzt werden muß, weil es unmenschlich sei. Einige EU-Politiker haben ohnehin bereits von Anbeginn an kräftig ihre Einwände geäußert- Ohne noch davon zu reden, daß die Möglichkeit einer Integration in unseren Ländern direkt mit der Lebenskraft und Ausbildung der Zuwanderer zusammenhängt (wo Deutschland schon jetzt und nur bis 2020 mit Kosten=Steuern von 100 Mrd. Euro rechen darf), denn das darf eben bei Notleidenden nicht zählen, wenn schon.

Oder doch nicht? Hier nicht - dort schon? Denn Merkel hat jede Menschlichkeit geopfert (die Vernunft ist ihr ohnehin schon vor 80 Jahren abhanden gekommen) - um das Gegenteil von sich zu verkaufen: Im Namen besonderer Menschlichkeit zu handeln war ja der vorgegebene Grund für diesen Deal mit den Türken. Aber sie hat Europa verkauft, dieser Vorwurf wird schon längst laut. Und sie hat die Syrer verkauft. Und alles nur, um Erdogan dazu zu bringen, ihren Kopf und ihr Gesicht zu retten. 

Denn seit diesen Merkelschen Kniefällen zieht der Mann am Bosporus brutal durch, und kompensiert den Rückschlag, den ihm die nicht ganz erwarteten zuletzt hoffnungsvolleren Entwicklungen in Syrien (Erdogan hat nicht mit dem Richtungsschwenk der Amerikaner gerechnet, die zuvor eine pro-IS-Linie verfolgt haben, die Erdogan zu nützen versuchte; dazu in ein paar Wochen einige sehr illustrierende Blog-Beiträge über die Hintergründe in der Levante, sie sind schon in der Warteschleife) beschert haben.

Angela Merkel - Reczip Erdogan - Bild aus 2016
Von denen er sich ursprünglich die Lösung aller Großmachts- und Kalifatsträume erhofft hat. (Die Errichtung des Kalifenpalasts stört ja nicht, weil er viel Geld gekostet hat, das ist lächerlich und dumm: Selbstdarstellung darf kosten, was immer sie sich ein Land kosten lassen will, denn sie stiftet! Aber das ist es eben. Es geht um das, was daraus erwächst. Denn aus ihrer Architektur erwachsen einer Politik ihre Flügel.)

Presse- und Meinungsfreiheit sind nur noch Makulatur, Kurden werden offen bekämpft (unter dem Titel "Terror" geht ja heute alles, das haben die USA perfekt vorexerziert), und neuerdings sind auch gewählte parlamentarische Vertreter des Volkes beliebig strafrechtlich verfolgbar. Womit sie beliebig unter Druck gesetzt werden können. Denn mit Anschuldigungen, die eine Verhaftung auslösen, ist man in Istanbul ja nicht gerade zimperlich, wie sich ständig zeigt. (Und wozu braucht ein Mann Opposition, der ohnehin die islamischen Mufti als Taktgeber hat? Wenn eine Trennung von Staat und Kirche auch bei uns sinnvoll war und ist, dann genau aus dieser Polarität: Staat und OPPOSITION Kirche.*) Man darf gespannt sein, welche pikanten Details dieses Abkommen mit der Türkei noch enthält.

Und da wundert sich die etablierte Politik, daß man ihr nicht vertraut? Da wundert sich das Establishment, daß man es am liebsten zum Deibel jagen würde? Da wagt es diese selbe Clique, jeden, der opponiert, als rechtsradikal=unmenschlich zu verleumden, um ihren (weil Merkels) Arsch zu retten? Kann man überhaupt noch rechtsradikaler sein als Merkel, die im Machtrausch seit vielen Jahren (es wird nun nur offenbar) ihr ganzes Land in die Pfanne haut? 

Was kommt als nächstes? Und: Was kommt als nächstes ans Tageslicht?

Nur eines bleibt noch unnachvollziehbar: Daß die Merkelsche CDU immer noch bei 30 % Zustimmung im Land liegt. Oder ist der Anteil der Nutznießer dieser Katastrophenpolitik in Deutschland bereits so hoch?**

Das aber, meine Brüder in Deutschland, das hat man eben davon, wenn man eine Frau zum Bundeskanzler (mit so weitreichenden Befugnissen wie in Deutschland) macht. Und das ist ganz ernst gemeint. Denn da kann man dann heitere Rätselspiele veranstalten, wessen Interessen sie jeweils vertritt.



*Warum unser Völker eine solche Kleriker-Kaste, wie sie sich derzeit darbietet, überhaupt noch duldet, ist ein ewig in Gottes Ratschluß verborgen bleibendes Geheimnis. Denn gegründete Vernunft hätte längst diese Bischöfe davongejagt. Noch dazu, wo die deutschen Völker eine so ausgeprägte, uralte Widerstandstradition hätten! Kein deutscher Fürst oder Priester war vor 1000 Jahren jemals sicher in seinem Sattel, wenn er nicht den Grundsätzen der Religion eisern treu blieb, ja die Kirche hat nur dieser Prinzipientreue ihre Stellung hierzulande zu verdanken! Alles vergessen, lieber deutscher Mensch?

**Irgendwo in dem Bereich muß das aber liegen - an einem Land, das seine Vitalität der Verbeamtung abgetreten hat. Denn wenn man die Erfolge Merkelscher Politik ansieht kann das nur der Entwirklichung der Deutschen zuzuschreiben sein. Denn wer diese Anhäufung von Megakatastrophen, deren markanteste Punkte Eurorettung/ESM-Energiewende-Flüchtlingskrise sind (welche Liste sich aber fast beliebig fortsetzen ließe), die Deutschland auf Generationen schwer belasten werden, wie Kavaliersdelikte behandelt muß einen Defekt im Realitätsbezug haben. Zumal eine Außenpoltik dazukommt, die das Land völlig irrational plaziert hat, was sich ebenfalls erst in Zukunft beweisen wird, dnen Merkel hat vor lalem eines gemacht: Politik, die gegenwärtig nicht ganz abschätzbar scheint, aber enorme Auswirkungen in der Zukunft hat. Und dies alles unter dem sehr fraulichen Stichwort "Alternativlosigkeit" (Handlungszwang durch Dritte, als Personen, als Umstände) rechtfertigt. Diese Frau hat Deutschland damit an den Rand des Abgrundes gebracht





*210516*

Almosen für die Priester

Sehr unerschiedliche Regelungen zur Entlohnung des Klerus finden sich in den Schriften der Kirchenväter. Sie reichen vom berühmten "Zehenten" bis hin zur Arbeits- und Erwerbstätigkeit, fallweise sogar bis hin zu Handelsbefugnissen (allerdings mit Ortsgebundenheit), um sich das täglich Benötigte (und mehr soll es nie sein, der Rest soll immer den Armen und Notleidenden gewidmet sein) zu beschaffen. 

Natürlich mit einem Recht auf Lohn, so wie es jeder hat, der arbeitet. Erst bezog sich dieses nur auf Bischöfe und Propheten, die also ihr ganzes Leben dem Dienst an den Gläubigen widmeten, nach und nach aber auf den gesamten Klerus. Aber nicht selten (man denke an Paulus) finden sich Beispiele, daß die Bischöfe und Preister trotzdem für ihren Unterhalt durch weltliche Arbeit selbst sorgten, um den Gemeinden nicht zur Last zu fallen. Zahlreiche Beispiele zeigen, daß dies für manche sogar Teil ihres geistigen Selbstverstehens war. Es wird aber nie ausdrücklich oder zwingend für alle vorgeschrieben.

Nie soll der Kleriker in den Augen der Kirchenväter mehr besitzen, als er beim Eintritt in seine Berufung besaß, nie soll er sich bereichern. Und ein Hinweis ist ganz besonders interessant: Es wird ausdrücklich gewarnt vor einem Klerus, der sich vom Klerikerstand eine Standeserhöhung (gemessen an seiner Herkunft) verspricht. Solche Kleriker seien "zu meiden wie die Pest," heißt es.
Einerseits hat ja der Christ eine moralische Pflicht, den Kleriker nach Kräften zu alimentieren. Immerhin würde er sich im Heil schädigen, wenn der Priester in seiner Tätigkeit durch Erwerbsdruck eingeschränkt wäre, sodaß der Christ also für jenen leiblich zu sorgen hat, der ihm in seiner geistlichen Arbeit dient. Nie aber soll diese Versorgung über das Notwendige hinausgehen, schreiben die Väter, nie in Überversorgung oder Üppigkeit münden.

Anderseits aber hat diese Alimentation in den Schriften und Berichten der Kirchenväter immer den Charakter eines freien Almosens, selbst wenn es sich "Zehent" nennt. Im eigentlichsten Sinn sogar eines Opfers, das Gott zugewendet wird. Entsprechend manche Regelungen, wie die schon aus der antiken Religionsumgebung bekannten "Erstlingsgaben" von Wein, Getreide, Öl oder Tieren. Immer hat sie damit mit der Erwerbsfähigkeit der Gemeinde zu tun, der der Priester zugewiesen ist.

Immer wieder auftretende übliche Geschenke und Gaben anläßlich von Sakramentenspendungen tauchen auch damals auf, sie ziehen sich ja durch die ganze Kirchengeschichte, werden aber weitgehend und regelmäßig wieder zu unterbinden gesucht, weil der unzulässige Eindruck einer "bezahlten Dienstleistung" (also einer Erwerbstätigkeit mit den Gnadenmitteln) in der Seelsorge kaum zu verhindern ist.




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Dreifaltigkeit - Warum es keine Gleichberechtigung geben kann (1)

Und sei der Widderspruch noch so stark, seien die die ihn am liebsten mit Decken umhängen wollten, damit er verstumme, noch so zahlreich: Der VdZ wird nicht aufhören davon zu reden, daß das Reden von der "Gleichberechtigung der Geschlechter" in sich ein tiefer Unsinn ist. Umso mehr, als diese Rede jene im Munde führen, die sich dann noch gegen den Genderismus wenden. Wie wollen sie argumentieren? Wie also ihrem Denken jene Worthaftigkeit erwirken, nach dem das Ja ein Ja, das Nein ein Nein, die Sprache wirkmächtig weil mit der Sprache der Sprache gefüllt wird? durch willkürliche Abgrenzung?

So wie im Toleranzgeschwätz, das ein gewissermaßen "menschenfreundliche" Variante der Abgrenzung mimen soll? Wo die Grenzen der Toleranz eigentlich nicht festlegbar, aber in diesem und jenem Fall dann doch sind? Sodaß auch die Linken diese Sprechweise problemlos übernommen haben, Also braucht es doch eine tiefere Auseinandersetzung, denn mit Toleranz "hier, aber dort nicht" kommt man gewiß nicht weiter. Denn es geht ja genau um diese Grenzen. Und die können nicht in irgendwelchen faktischen Werteempfinden gerade mal liegen, und zehn Jahre später dann doch nicht mehr.

So, wie in der Geschlechterfrage. Das Christentum hat nämlich mitnichten und -neffen eine Gleichberechtigung der Geschlechter gebracht. Es hat vielmehr eine sensationelle Wende in der Geschichte dadurch eingeleitet und erwirkt, daß auch die Frauen - so wie Sklaven, Arme, Menschen anderer Erdkreise mit niedriger oder meinetwegen auch nur anderer Kultur - als Menschen Personen sind. Daß ihnen deshalb auch alle Personwürde zukommt, die zuvor nur dem Mann oder dem Reichen oder dem Glücklichen zukam. Denn auch der Glückliche wurde vielfach als der eigentliche Mensch angesehen, von den Göttern gewollt und geküßt, ja gottgleich, während der Unglückliche von Gott versto0ßen gar kein Mensch sei. Verrückt? Es lebt bis heute - im Calvinismus, wenn auch verschleiert, weil Calvin (und eigentlich auch Luther) die praktischen Konsequenzen darauf zu untragbar erschienen. Eben, wie bei der Toleranz - ein Grundsatz, der dann aber doch irgendwie begrenzt wird, weil es irgendwie ja doch nicht so geht.

Wenn heute einer aber davonspricht, daß einerseits die Frauen "gleiche Rechte" wie die Männer haben sollten (weil er mit "gleicher Würde als Person" gar nichts mehr anfangen kann, das eine sogar das andere ausschließt: Rechte und Würde sind gar nicht vereinbar, sie stehen selbst schon hierarchisch zueinander), und dann noch davon spricht, daß es doch die Frauen braucht, der Kinder wegen, so ist das im Grunde eine Ungeheuerlichkeit der Entwürdigung. So, wie man die Zuwanderer als Personen zu Funktionen entwürdigt, wenn man argumentiert, daß man sie brauche, um das Pensionssystem aufrecht zu halten, genauso entwürdigt man die Frau, wenn man ihre biologische Fähigkeit, Kinder zu gebären, irgendwann der Gleichberechtigung doch als Grenze einschiebt, die Zusage der "Gleichberechtigung" den Frauen dafür wie ein Zuckerl durch den Käfig zuschiebt.

Ein Rechtssystem kann niemals gleiche Rechte für ungleiche Menschen einräumen, zumindest nicht prinzipiell oder in allen Gebieten. Wer die Würde eines Menschen als Person achtet, der muß seine Verschiedenheit und Bezogenheit achten, sein Mögliches also (das entscheidende Argument in der heutigen Lebens-Abtreibungs-Euthanasie-Diskussion), die diese Würde überhaupt begründen. Man ist würdig, weil man einen Ort erfüllt, nicht, weil man eine Tätigkeit ausübt. Dieser Unterschied ist nicht klein oder marginal, er ist entscheidend weil kategorial. Man verliert seine Würde eben nicht, weil man bestimmte Funktionen nicht erfüllt. Man verliert sie, wenn man vergißt, welchem Ort man zugehört.*

Unsere Rechtssysteme kennen ja genug solcher Differenzierungen, selbst scheinbar simpelster Art - wer keine Meisterprüfung hat, kann kein Handwerk eröffnen. Wer nicht schwindelfrei ist, kann nicht im Brückenbau arbeite. Und wer nicht die Persönlichkeitsstruktur für einen Unternehmer hat, wird - selbst wenn er die formalen Voraussetungen erfüllt - von der Wirklichkeit abgestraft, er wird bald pleite gehen. 

Aber der Eindruck wäre falsch, wollte der VdZ es an Fähigkeiten oder vielmehr Fertigkeiten festmachen. Das betrifft auch die vielkritisierten Regierungen, die es mit zig Millionen Besserwissern zu tun haben, die in vielen Fällen sogar recht haben mit ihrer Kritik. Aber darum geht es nicht. Das ist nur Folgeerscheinung. Vielmehr geht es auch bei Regierungen um die Gestalt, die als Ganzes das Amt umfassen muß, so wie man sich das Umfassen der Kreuzes vorstellen kann, die das Holz küßt, und sich auf die Schultern legt. Jedes Amt ist mit Funktionen niemals erschöpft, ja nicht einmal im Kern beschrieben. Es ist vielmehr eine Position, ein Ort im Gesamtgefüge eines Staates, und dieser Ort ist das Entscheidende. Das gilt für die Regierung nicht weniger - wie für Frauen und Männer.

Sämtliche dieser Auffassungen, die heute seuchenartig fast alle befallen haben, denn so muß man es bezeichnen, unausgegoren und unausgedacht, oder: viel zu kurz gedacht, denn recht bald mit dem Denken aufzuhören und den Rest durch irgendwelche gefühlige oder gefühlte Vorstellungen zu ersetzen, sich sein Weltbild irgendwie zusammenzuschustern, das ist ja das eigentliche Merkmal der Gegenwart. also doch nämlich Nominalismus, in allen Ebenen: Begriffe sind leere. Sie haben mit dem Wissen Gottes, mit der Vernunftstruktur des Seins selbst nichts zu tun, Geist ist eigentlich wirkungslose Gedankenblase, die über allem schwebt, das war es dann auch schon. Geist ist NICHT Wirkung selbst, ist nicht der Ursprung von allem, was da konkret und im Fleisch der Dinge und Menschen vor uns steht. Und das hört man ausgerechnet dann noch von Christen, die in diesen Tagen auf Pfingsten zugehen. 

Entsprechend wird Geist ja meist schon mit irgendwelchen sinnlichen Erlebnissen gleichgesetzt, sodaß sich ein Drogenberauschter von einem Enthusiasmierten (von Gott Erfüllten) gar nicht mehr unterscheidet. Hauptsache, man fühlt sich so. Aber Geist ist prinzipiell unsinnlich, sonst wäre er nicht Geist, sondern Materia, Objekt der Sinne damit. Aber das nicht direkt, als Objekt Gefühlte ist eben nicht das Wirkungslose, sondern es ist sogar die Wirklichkeit selbst.

Der Plan Gottes in und für die Schöpfung ist kein Puzzle, das er alle Sekunden mal auseinanderreißen muß, weil sich die Bilder, mit denen er herumbastelt, um ein Gesamtbild zu kriegen, verändern. Es ist Dynamis, seine Bilder sind Beziehungsdynamiken, seine Ideen sind deshalb die Geschöpfe zu Beziehungsklammern umfassende Dynamik. Sind Eigenschaftlichkeiten, die sich zueinander verhalten, die in ihrer Wirklichkeit einen bestimmten (wenn auch bildlich nicht vorstellbaren) Ort besetzt halten, von dem aus sie sich - ja nach ergriffener Beziehungseinheit - auf das oder den jeweils anderen auswirken, in ihrem Selbstvollzug. D'er wiederum ein Akt der Selbstüberschreitung auf diesen Ort in einer und dieser Beziehungsdynamik ist.



Morgen: Teil 2)





*Darin liegen die meisten Identitätsprobleme begründet. Gerade etwa in Familien, wo die Eltern ihre ortsbedingten Aufgaben nicht wahrnehmen, ihre Gestalt als Ideengestalt also nicht "sein wollen", fallen die Kinder in Identitätsverstörung, was bis hin zur sexuellen Identität als Mann und Frau geht. Identitätsbildugn hängt entscheidend am ideen-gemäße Zueinander der Eltern als Paar, unabhängig sogar davon, ob einer der beiden physisch anwesend ist oder nicht. Das ändert nichts an der Haltung und Bezogenheit des anderen. Im Gegenteil, kann es für die Kinder sogar zu einer identitären Chance werden. 

Etwa, indem bei fehlendem Vater die Söhne seine Aufgaben im Haus etc. allmählich übernehmen. Bei der Mutter ist es schwieriger. Ein Witwer mit kleinen Kindern sollte sich deshalb auf jedne Fall wieder verheiraten, denn Kinder brauchen vor allem die Mutter.  

In der aus natürlichen Gründen im Kleinstkindstadium sogar extremen Identifikation mit ihr, der sie erst allmählich und hauptsächlich in der Pubertät als Verselbstungs-Phase entwachsen, übernehmen sie sämtliche ihrer Haltungen in der Welt bzw. zu dieser. Mütter, Frauen, sind eben die Welt, während der Vater, der Mann, das allmählich inkarnierende Transzendente repräsentiert. Da muß man nicht einmal auf C. G. Jung verweisen, der das gezeigt hat, da reicht wache Beobachtung. 

Wird der Vater aber verachtet oder verleumdet oder egal in welcher Form als Identifikationsfigur entkräftet, zeigt sich das in den Kindern in einer Unwillig- oder gar -fähigkeit, sich selbst zu transzendieren. Sie bleiben also tendentiell "in sich verkrümmt", an ihre Empfindungswelt gebunden und orientiert, geistig damit kastriert, bleiben "weib-verschmolzen". Ein Aufstehen zum Geist ist solchen schwerste Arbeit.




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Samstag, 21. Mai 2016

Durchmarsch bis ganz unten

Wieder einmal ist es angebracht, auf die viel zu wenig rezipierten, aber so wichtigen Arbeiten von Walter Hoeres (der vor einigen Wochen verstarb, r.i.p.) hinzuweisen, die sich mit Reflexion und Reflexivität auseinandersetzt. (Der Grundwurf dazu in Hoeres' Buch "Sein und Reflexion") 

Hoeres zeigt darin nämlich (und belegt den denkerischen Weg dazu), daß das Zurückbeugen in der Reflexivität, wie es sich in dem heutigen Generalmotto "Jeder weiß aus sich heraus, was er ist und will" ausdrückt, einem In-sich-Verkrümmen gleicht. In dem man das sucht, das aber zugleich selbst das Betrachtende ist. Vereinfacht ausgedrückt: Das tut was jene tun, die die Anleitung zu ihrem Handeln, ihr Urteil "in sich selbst" suchen. 

Die Folge ist, daß der Inhalt des Urteils sich auflöst, die Persönlichkeit "verdunstet" (s. dazu auch Walter Brauns Schriften, der sich diesem Thema gleichfalls ausgiebig widmet). Das Ich, das betrachtet, sucht in sich - und weicht daraufhin natürlich ständig zurück. So ein Mensch fällt geistig-mental "in sich zusammen". Weil seine Welthaftigkeit, das konkrete Inhaltliche ja in jenem Ich steckt, das betrachtet, also in der Rückbezogenheit prinzipiell gar keinen Inhalt findet, weil ja jeder Inhalt, weil die Welt ja "außen", im Objekt (und nur dort ist Inhalt) liegt.*

Damit löst sich für einen Menschen die Urteilsfähigkeit auf. Er gibt die Freiheit (die ein aktives Vermögen des Selbstseins im Ergreifen von Welt ist) also auf, und fällt immer tiefer in zufällige oder gar vegetative Bereiche seiner Seele, die natürlich je als Antrieb erfahren werden.

Das fällt einem ein, wenn man diese Geschichte betrachtet: Ein Amerikaner, der sich heute "Eva Tiamat" nennt, war unsicher seines Geschlechts, und suchte es in sich. Schließlich ließ er sich in einem ersten Schritt vom Mann in eine Frau umoperieren. Denn so fühlte er. Dieses "Selbstfühlen" (zusammen mit der Meinung, man müsse sich selbst bestimmen, je nachdem, wie man sich eben fühle) hat schließlich zu einem grotesken (vorläufigen?) Endergebnis geführt - das aussieht, wie es das Bild dokumentiert. Eva Tiamat dazu selbst: Ich bin die Dragon Lady. Eine Trans Male to Female, die sich nun vom Menschen zum Drachenmensch verwandelt. Ich will, daß meine Haut widerspiegelt, was ich in mir fühle, anders gesagt, daß ich entschieden habe, mein Menschsein hinter mir zu lassen.

Die Geschichte ist höchst illustrativ zum Gesagten. Denn der Mann fällt natürlich im ersten Schritt "zur Frau" zurück, denn salopp formuliert (der VdZ hat es in einem seiner oft aufgeführten Stücke so dargestellt): "Frau ist man ja von Haus aus, zum Mann aber muß man erst werden." Natürlich stimmt das nicht ontologisch, denn das Telos des Embryos geht vom ersten Augenblick seiner Zeugung auf ein bestimmtes Geschlecht zu, denn ohne entelechiales Streben würde sich schon einmal überhaupt nichts entwickeln. Wird dieses Mannsein aber nicht ergriffen und dann (dialogisch) gehalten - von sich wie von der Umgebungsgesellschaft - entwickelt es sich nicht, oder zu wenig. 

In dieser Reflexivität aber gibt es keine Grenzen. Hält dieser Selbstverdunstungsprozeß (der sich natürlich nur auf die konkrete Gestalthaftigkeit des Menschen, auf seine Persönlichkeit bezieht) weiter an, folgen weitere, "tiefer liegende" Konkretisierungsformen. Dazu erzählt das Bild genug. Weil aber Persönlichkeit die oberste Selbstseiung des Menschen ist, die aus der prinzipiellen Struktur des Menschen - dem Personsein - hervorgeht, gewissermaßen die Konkretisierung des Personseins in der Geschichte ist, ist sie nie ganz vom Menschsein zu trennen. Seine Ideen-Struktur, um es so zu nennen, bleibt immer erhalten, solange er besteht, bleibt allerdings unerfüllt. Es wird der freie Wille nicht (geistig-inhaltlich) betätigt - bleibt aber als Anlage, als Strebevermögen erhalten. Solch ein Mensch ist wie ein Schiff ohne Steuermann. Also öffnet er sich, mangels Selbstergreifung (und damit Abschließung; man verzeihe die bemüht illustrative und damit "poetische" Sprache), Außenkräften. Der Mensch gerät dabei in einen Selbstwiderspruch, in eine Selbstspaltung. Denn die Wurzel im Sein (die die Entelechie begründet, als Antrieb zur Gestalt) ist nie ganz abzuschneiden, sondern drängt ins Fleisch (sozusagen). Die "selbstgewählte willkürliche Identität" aber steht dem entgegen, und kann nur mit ständiger Energie aufrechterhalten werden. Damit wird das eigentliche Ich zum Ärgernis, Aggression ist die häufigste Folge.**

Mehr muß nun nicht mehr gesagt werden. Hier zeigt sich also lediglich eine letzte Konsequenz. Eine Konsequenz (und das macht den Fall so erschreckend), die im Grunde in einem der Grunddogmen der Gegenwart angelegt ist. Und daneben die wirkliche Ausrichtung der Gendertheorien offenbart. Der Leser möge nur nicht glauben, hier übertreibe der VdZ. Exakt solche Äußerungen wie die obige des bedauerlichen Mannes aus den USA - nur manche Worte sind auszutauschen - hat er nicht einmal, sondern in den letzten Jahren nahezu als kollektive Erscheinung (v. a. in Zusammenhang mit der "Selbstbefreiung der Frauen") gehört. Der VdZ scheut nicht zurück, ein Wort von Papst Franziskus anzufügen, wo der einmal etwas Wahres gesagt hat: "Die Ideologie des Gendering ist satanisch." Es zielt auf die Auflösung des Menschen, auf seine Selbstaufgabe als Halteklammer der Welt ab.







*Weshalb Selbstwerdung ein Prozeß der Selbstüberschreitung ist, als die exakt gegenteilige Ausrichtung: nach außen, aber inhaltlich gar nicht selbst bestimmbar; weshalb auch die Ursache in der Invertiertheit in einem mangelnden Halt in der identitätsstiftenden wie -erhaltenden Außenwelt liegt, denn Identität kann nicht einseitig von einem "Ich" behauptet und gehalten werden, sie ist eine Bezüglichkeit, ist also zugleich in und von einem Außen zu halten. Was jeder Mensch deshalb am allerwenigsten kennt ist ER SELBER, und erst im Alter lernt er sich immer besser kennen, und zwar aus den erfahrenen Wirkungen, und nicht aus der Selbstbespiegelung, dem Nachkriechen in sich hinein.

**Etwa in dieser Art "funktioniert" auch der sogenannte "Machismo", die übertrieben zur Schau gestellte Männlichkeit (von der es natürlich auch ein weibliches Pendant gibt), sofern sie nicht pures "Ideal" bleibt. Denn jedes realisierte Selbstsein ist letztlich ein aktives Selbstergreifen, ein Tätigsein.





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Ausweglosigkeiten - Filmempfehlung (3)

Teil 3) Warum sich an diesem Film die profundeste, zutreffendste und tiefste Kritik der Gegenwart aufbauen läßt, die der VdZ je aus fremder Feder gesehen hat. Aber leider wurde American Psycho in dieser Tiefe nicht verstanden. Denn dann hätte man auch des VdZ Roman "Helena" verstanden. Was wohl die Begeisterung erklärt, mit der er an den Film anknüpft. + Der ganze Film. Hier!




Alles bleibt also ohne Wirkung, die wirkliche Wirklichkeit ist dieser Welt abhanden gekommen. Selbst die Recherche des Kriminalbeamten, der dem Proponenten dicht auf den Fersen zu sein scheint, ist pures "Simulieren". Man bedient sich gegenseitig die vorstellungen, Verdächtiger wie Kriminalinspektor. 

Und niemand scheint diese eigene Unwirklichkeit zu bemerken, niemanden scheint diese Wirklichkeitslosigkeit auch nur ansatzweise zu berühren. Als wäre niemand da! Alle spielen nur  als gäbe es eine Welt. Eine solche hermetische Welt wird aber zwangsläufig zum magischen und autoreparativen Ort, dem gar nicht mehr zu entkommen ist. Die die ihr wichtigen Teile endgültig verschlungen hat und nicht mehr freigibt. Ja die sich verhält, als hätte sie eigene Schöpfungsmacht von Wirklichem aufgebaut. 

Und spätestens hier drängt sich überzeugend die Stringenz der Philosophie auf, die hinter diesem Stück Kunst steckt. Denn wenn die Welt ist, was wir Menschen denken, dann ist auch das Wirkliche das, was wir denken, und geht von uns, den Göttern dieser Welt, aus. Eine wirkliche Wirklichkeit, die seltsamerweise in den Menschen weiterlebt und sogar nach Anschluß drängt, weil  nur sie jenen Inhalt bieten kann, den jeder im Letzten sucht, ohne den er sogar verrückt wird, ist aber nur möglich, wenn diese Welt selbst von einem Wissen gewußt wird, das NICHT im Menschen liegt. Sodaß menschliches Wissen nur in dieser Einbettung in die Wahrheit dieser Wirklichkeit überhaupt Relevanz hat. Zumindest für die Menschen und ihre innersten Sehnsüchte.

Das fatale an dieser Zweitwirklichkeit ist, daß sie mit nomineller Sprache nicht mehr aufzubrechen ist. Denn sie funktioniert als Analogie, in Ahnlichkeit zur Welt der wirklichen Wirklichkeit. Sie hat aber einen entscheidenden Unterschied: Die Welt der wirklichen Wirklichkeit ist offen, sie ist offen dem Sein selbst gegenüber - Gott. Und diese Türen sind Türen der Haltung, der innersten Entscheidung, der Sprache der Sprache, die nur geört werden kann. Der im Sprechen nur gehorcht werden kann. Denn der Mensch der Offenheit und des dienmütigen Gehorsams spricht die Sprache der Engel, ihre Sprache ist seine Sprache, und sie ist es, die ihn hält. Er weiß, daß er sich nicht selbst retten und im Sein halten kann. Er weiß sich abhängig vom Sein selbst.

Der Teufel aber ist der Affe Gottes. Von ihm inspiriert, ist diese Welt der des göttlichen Wortes ähnlich, aber ihr fehlt die entscheidende Dimension. Das macht sie dem bloß nominalen Verstand so schwer erkennbar, ohne daß die Welt Gottes nicht in die des Verstandes greift wie ein Zahnrand ins andere, als ein Aspekt desselben Ganzen, der göttlichen Sophia, der göttlichen Weisheit, und aus göttlichem Verstand, an dem des Menschen Verstand teilhat, den er widerspiegelt in der Haltung, konstituiert ist. Deshalb ist diese im Film dargestellte, die heutige Welt umspannende Welt des Sprechens tatsächlich eine Hölle. Aber der Bewohner der Hölle weigert sich, das zu erkennen, ins Licht zu blicken. Denn er meidet, was vor dem unerreichten Licht erst entsteht: den abgrundtiefen Schmerz. Im Licht, im Wissen Gottes aber würde er sich im Verstand sehen. Also wendet er den Blick vom Licht ab, und kann ihm doch nicht entfliehen, weil er isset (ist als tätig seiend) aus Gott. Hölle ist, wo keine Vernunft mehr ist. Aber wo viele viele Nomina, Worte sind.

Nichts Wirkliches dringt mehr an die eine solche Zweitwelt konstituierenden wie von ihr konstituierten Menschen heran, die die Universitäten mit endlosem Nachschub derselben Unwirklichkeit beschicken, die also auch in dieser Sphäre existieren. Sie ist existentiell in der ontologischen Ebene - in der Todesangst, der Angst vor dem Höllenschlund des Nichterfüllten abgesichert. Deshalb wirft sie sich zu einem Sein wie Gott auf. Nichts mehr kann diese Scheinwelt, die die Macht hat, die alles beherrscht und bestimmt und um die es allen geht, denen die dazugehören und denen die von ihr etwas wollen und dabei aber Schmerzen riskieren, erschüttern, und nichts geht mehr hinaus. Die schöne, gelackte Welt, die sich sogar ihre Landschaften der Probleme und Katastrophen erfindet um wirklich zu erscheinen, ist eine in sich geschlossene Hölle ohne wirkliche Wirklichkeit und damit ohne Liebe. Sie ist ein Moloch, der alle verschlingt, die in seine Nähe kommen.  

Und DAS ist eine Präzision der Darstellung der Gegenwart, die eine Kritik des gesamten 20. und 21. Jhds., eine Kritik der gesamten globalisierten, per Netz und Medien verhängten hermetisch gewordenen Welt wird, die einen regelrecht umhautl, weil sie so tief und umfassend wahr ist.




Auf Youtube gibt es derzeit erstaunlicherweise sogar den ganzen Film zu sehen.





P. S.: Keine Angst: Wurde das Buch in den USA schon deshalb so heftig diskutiert, weil es ausführliche Schilderungen von Gewaltszenen enthält, sind solche Geschehnisse im Film lediglich angedeutet und eigentlich nie direkt zu sehen.





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Freitag, 20. Mai 2016

Einem Auswanderer-Rachefeldzug geschuldet

Erst sollte hier eine historische Berichtigung stehen, die die nächsten unverschämten und empörenden Behauptungen dieses argentinischen Breitmauls über Integration, Islam und Superluluwohlsein trockenlegen sollten. Der von Geschichte und Europa redet, ohne auch nur einen Funken Verstand und Wissen zu haben. Aber das ist an dieser Stelle seit drei Jahren oft und oft geschehen, und es wird allmählich langweilig.

Also löschte der VdZ die bereits geschriebene inhaltlich historisch belegende Replik. Denn - es lohnt nicht. Es lohnt nicht, diesem dummen, ungebildeten, eitlen und bösartigen, kultur- und sittenlosen Schwätzer inhaltlich begegenen zu wollen. Der Mann ist einfach zu dumm, zu dreist, und ein Lügner obendrein. Solche Leute verdienen nur Zurechtweisung, keine Argumente. Wo die Schlechtigkeit aber keinen Boden hat, ist sie zu allem fähig, denn ihr geht es um nichts, weil sie das am Spiel Stehende gar nicht im Wert erkennt. Ihr kann man nicht mehr mit Argumenten begegnen, sie zielt auf die sittliche Substanz des anderen ab,. weil sie sich gar nicht wehren könnte, weil sie widerlegt wäre. Dieser Taktik ist jeder unterlegen, der noch Anstand hat und weiß, daß es Geist nicht ohne Anstand und Sittlichkeit gibt.

Solche Unsittlichkeit gehört in die nordargentinische Pampa gejagt. Dort kann sie von dem beweisen, wess seines Formats ist. Das eines Abkömmlings italienischer Einwanderer, der deren Neid und Haß auf Europa, das sie abgeworfen hat, mit der Muttermilch eingesogen und verinnerlicht hat und nun als Rache auslebt. Denn eigentlich lebt der gesamte amerikanische Kontinent in der Situation der frechen Gören, um auszuziehen und den Eltern zu zeigen, daß sie es besser können. Nur - sie konnten es nicht besser, im Gegenteil, sie blieben hinten und noch mehr hinten. Stattdessen wurden sie sogar marginalisiert, und spielten doch nicht die Rolle, die sie gerne gespielt hätte. Denn darum sind sie ja ausgewandert. Also kehren sie zurück, und bewerfen das Land ihrer Vorfahren und Väter mit Dreck und Verdammungsurteilen, um endlich zu beweisen, daß sie doch besser sind. Zumindest moralisch, und nur das zählt ja, oder? Zeigen den Vätern, daß sie auch schuld sind an ihrem Zurückbleiben. Und die? Die sagen auch noch "danke" dazu.

Der Argentinier wird mit jedem Tag zerstörerischer, weil seine Verwirrungsmacht täglich wächst. Mit dem, was dem Amt eben so zuströmt. Weil es zu diesem Charakterbild gehört, die mit jedem Tag mehr einprasselnden Argumente und Fakten so in seine Wortschwälle zu integrieren, daß ihr Verbringer sich formal immer schwerer greifbar macht. Indem er das grad mal Gehörte zitiert und zitiert, und damit Unbedarften scheinbar allen Wind aus den Segeln nimmt. Weil ja alles vorkommt.*

Der VdZ betet jeden Tag, daß Gott diese Prüfung beenden möge. Die sich zur Züchtigung mit der Schreckensknute auswächst, weil ihr so viele zum Opfer fallen, in die Verdummung mithineingezogen werden. Täglich mehr erlebt er, was für verheerende Wirkungen er auf die Menschen hat, die er aus den letzten Schuhen hebt. Das geht über rein katholische Belange weit (!) hinaus. Und es zeigt, was für Bedeutung die Kirche für unsere Kultur und für jeden Einzelnen wirklich (noch) hat, selbst wenn er sich äußerlich schon lange ablehnend verhält.

Wohl dem, der jetzt noch tiefe Wurzeln hat.

Gott, steige herab, und beende diesen unausgesetzten Schrecken dieses Argentiniers! Rette Dein Volk, auch wenn es das nicht verdient hat. Maranatha!




*Und wenn er dann in offiziellen Schreiben oder in Interviews wie dem verlinkten mit renommierten Namen herumwirft, die ihn decken sollen - ja glaubt denn auch nur irgend jemand, daß dieser ... (das muß gebeichtet werden) ... diese Autoren wirklich gelesen und verstanden hat? In "nützlichen" hinterbrachten, oder gerade mal aufgeschnappten Zitaten, die diese Gedankenwerke nach nominellen Nützlichkeitskriterien ausschlachten, vielleicht. Mehr ist aber nicht möglich. Das sagt jemand, der die Werke dieser vom Papst zitierten Autoren zu einem guten Teil zumindest recht gut kennt. Wer den Geist dieser Werke und Personen dahinter atmet, also nachvollzieht, woraus sie entstanden, der redet anders als Bergoglio. Ganz anders.





*160516*