"Carla, eines Tages wird Dich einer erwischen!"
Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Freitag, 22. Oktober 2010
Werbepoesie
"Carla, eines Tages wird Dich einer erwischen!"
Der Losschläger
Wie im Kinderspiel also: man muß von einem anderen abgeschlagen werden, um sich aus der Erstarrung wieder lösen zu können. UND dieser andere muß die Lösegewalt - die Autoritsierung von höchster, alle beide überragender, für alle beide gültiger Stelle braucht! - haben.
Wir empfangen, was uns befreit. Hätten wir es, wären wir frei, hätten wir keine Sehnsucht nach mehr Freiheit. Erlösung heißt: Freikauf durch einen Losschläger.
Weil aber dieser Losschläger, wäre er nur irdisch, wiederum einen bräuchte, muß es ganz am Anfang einen Losschläger gegeben haben, der sich selbst Anfang war, der ... Gott war.
Jesus. Auf den alle gewartet haben. Und der in der Kirche leiblich präsent blieb. Dem Losschläger.
Unendliche Momente
Nehmen Sie sich diese 7 Minuten Zeit ... Wunderschöne Momente.
In der Hand weniger
Donnerstag, 21. Oktober 2010
Sinn des Opfers
Alles Existierende existiert auf Kosten von anderem. Es ist gewalttätig vom Wesen her. (Spaemann)
Sehen, und doch nicht sehen
Besser: Rief hervor.
Verwirklichte Anarchie
Seltsame Blüten
Zusammen mit den Prophetien des Joachim von Fiore blühten bald die seltsamsten Gewächse auf, der Heilige Franz galt als apokalyptische Figur, und Kaiser Friedrich II. als Antichrist. Erst als dieser 1250 (und NICHT 1260, dem angeblichen Todesjahr des Antichristen) verstarb, floß manches wieder in ruhigere Gewässer. Aber insgesamt bildeten sich rigoroseste und versponnenste Gemeinschaften, mit teilweise beachtlicher Anhängerschaft, und man muß hierin ein gewisses Erbe der Waldenser erblicken, das im Heiligen Franz insofern weiterlebte, als es tendenziell im Subjektivismus angelegt unter anderen Bedingungen den franziskanischen Gedanken leicht zum Rigorismus und schwärmerischen Fanatismus kippen ließ. Mit am tollsten trieben es aber die sogenannten "Apostoliker" in Parma, eine - Henry Thode beschreibt es - nachgerade Karikatur des Minoritenordens.
Ihr Stifter, Gherardo Segarelli, wollte in allem Christus nachahmen, legte sich sogar in die Wiege, und benahm sich wie ein Säugling. Er lief wie toll herum, und rief fortwährend "Tut Buße, tut Buße, tut Buße!", forderte auf dem Lande die Leute auf, sich in fremden Weinbergen an den Trauben satt zu essen, und war von so schwankem und unstetem Wesen, daß er eine Einladung der Bevölkerung mit "Entweder ich komme oder ich komme nicht" beantwortete.
Er gewinnt sich einen sehr fragwürdigen und bekannt unmoralischen Gesellen, der Famulus bei den Minoriten war, ja gewinnt nach und nach weitere Anhänger. Denn die Sinnlosigkeit, deren er sich befleißigt, findet bei den Leuten Gefallen. Dabei tut die Gesellschaft nichts: sie beten nicht, sie hören nicht Beichte, sie predigen nicht, sie verwalten keinerlei kirchliche Funktionen oder erteilen gute Ratschläge - sind zudem weit davon entfernt, ein gutes Beispiel in ihrer Lebensführung zu geben. Nur der Umstand, daß diese chaotische innere Haltung eine Organisation unmöglich macht, verhindert ihre weitere Ausbreitung.
Erst ein gewisser Guido Putagius beendet das ziellose Treiben, reißt die Herrschaft des "Ordens" an sich, worauf ein förmlicher Kampf mit einer anderen Abteilung in der Mark Ancona beginnt. Sie benehmen sich wie unmündige Kinder. Sind sie mit Gherardo zusammen, so tun sie nichts als beständig "Pater, Pater, Pater" zu singen. Ihre Tracht ist nach Zeitzeugen unfaßbar grotesk.
Der arme Narr Gherardo mußte 1300 seine Verrücktheit mit dem Feuertod büßen, denn inzwischen hatte die Sache einen bedenklichen Anstrich bekommen. Mit Dolcino von Novara war ein energischer Mann an die Spitze der Apostelbrüder gekommen, der sich die realen gefährlichen Waffen der Patarener aneignete und sie mit erneuter Kraft gegen die römische Kirche führte. Es kam zur offenen Schlacht mit dem Heer der Inquisition, und die Apostolaten wurden 1367 am Berge Zebello eingeschlossen. Dolcino von Novara verhungerte qualvoll, gab aber nicht auf, und blieb seinen Überzeugungen bis zum Schluß treu.
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Vielleicht muß man es ganz anders sehen
Und zwar weil der Westen, die Gegend um Istanbul, die ja ein Drittel der Türken ausmacht, im Gleichklang mit westlichen Entwicklungen (Wohlstand bringt Geburtenminus) längst eine auch westlichem Standard angepaßte Geburtenrate aufweise. Nur der Osten (Karte), das Bergland von Anatolien, dort wohnten sie noch, die Massen, dort herrschte noch der Geburtenüberschuß. Aber leider, leider auch mit dem Wertmutstropfen: der Westen, der ja so gerne seinen sich abzeichnenden Mangel an Facharbeiten mit türkischem Bevölkerungsüberschuß decken würde, träfe da auf völlig ungebildete Bevölkerungsteile, oft ohne jede Schulausbildung.
Nun wollen wir uns einmal diese menschenverachtende Diktion auf der Zunge zergehen lassen: Unsere Industrie will den Facharbeitermangel mit türkischen Bevölkerungsmassen decken. Eigentlich sollte man solche "Industrie" sofort des Landes verweisen, die dann auch noch von Steuergeldern ihre Anteile verlangt, um überhaupt überleben zu können, und kaltlächelnd Fremdarbeiter zu Sklavendiensten importiert, die Sozialprobleme im Gepäck haben, die dieselbe Industrie bald bewegt, ihre Produktionsstätten überhaupt in lohnschwächere Gebiete, in China oder Thailand, zu verlegen.
Es fällt aber auf, daß die Türkei offenbar konzentriert daran arbeitet, eigene soziale Probleme zu exportieren. Der Aufruf des türkischen Präsidenten an seine eigenen Landsleute, sich in Deutschland gut zu integrieren, kommt ja nicht von ohngefähr. Warum macht man das? Da muß man nur weiterdenken, als bis zur ersten, eigentlich nur rhetorischen, gewöhnten Antwort.
Das alles ist aber nicht neu, und war jahrzehntelang Inhalt europäischer, ja weltweiter Außenpolitik. Nun sollen diese Menschen offenbar - unter völliger Mißachtung des abendländischen Bildungsbegriffs! - mit Hochleistungskursen zu Handlangern europäischer Industrie vergewaltigt werden.
Das legt den Verdacht nahe, daß die Verdächtigen nicht einfach die üblichen sind, sondern daß es sich um ein völlig anders gelagertes Problem handelt: Wo eine Kultur, die nicht mehr besteht, die sich selbst zugrundegerichtet hat, im verfluchten Laster der Jahrzehnte 1970 folgend endgültig alles in den Boden gestampft hat, nun von einer Kultur, die schon Jahrhunderte keine mehr ist, gemäß dem Gesetz der Osmose, aufgesogen wird. Da herrscht auf beiden Seiten nicht die Hoffnung auf eine frohe, gute Zukunft, die haben beide Seiten nicht mehr vor sich - da klammern sich zwei Ertrinkende aneinander. Das Christentum ist (als Religion in der historisch bekannten Form) tot, der Islam ist längst tot. (Der "Islamismus" hat im Christentum in den "Erneuerungsbewegungen" sein Pendant, beides sind aufgrund ihrer seelischen Strukturen Todeserscheinungen, vergleichbar der "Seele", die vom Leichnam verduftet.)
Was will man da erwarten? Hat man nicht diese Generation - und zum Bespiel Strache, Wilders etc. sind "diese" Generation - schon aus den Elternhäusern her in die Irre geführt, und läßt sie nun mit peripheren Problemen kämpfen, sich aufreiben, während die Schuldigen ganz woanders sitzen, und nur noch hoffen, die paar Jahre bis zu ihrem Ableben halbwegs zu überstehen?
Nein, nein, da braucht es einen völlig neuen, anderen Ansatz. Den gilt es zu finden, und in Politik - die nicht nur eine, die eigentlich schuldhafte, die zwei Stufen, auch die der Zurkenntnisnahme des Tatsächlichen, zu spät ist - umzusetzen. Wundengelecke ist Zeitverschwendung. Da ist etwas anders im Gange.
Was gemeint ist? Die Etrusker, aus denen heraus sich Rom entwickelt hat, kamen aller Wahrscheinlichkeit nach aus eben jenem geographischen Raum, der nun erneut, in einer Völkerwanderung, Europa durchwirkt. Sie waren matriarchalisch, wie es die Anatolier bis heute sind. Nun steigt Europa auf exakt diese Stufe zurück, nein, sammelt sich dort, wo es nichts mehr zu sammeln gibt, denn diese Stufe heißt Formlosigkeit, heißt technizistische Auflösung der Lebensprozesse, und heißt, chthonisch - archaische Religiosität.
In Freiheit - Sein
Leben als Schadensfall
Im Zweifel: für die eigene Glücksillusion
Austrian perspective
***
Ein christlicher Dichter
Ganz sicher nicht.
Sondern weil wir mit Shakespeare tiefer ins menschliche Herz schauen, weil er ein Dichter des Tiefen-Ichs ist, der sich sicherer auf der Höhe und in Glut hält. Und selbst Newman sprach aus diesem Grund davon, daß Shakespeare ein großer religiöser Dichter ist.
Und er fährt fort: "Diese Intuition mag man mystisch nennen. Das schreckt mich nicht ab. Hauptsache ist es zu wissen, daß dies es ist, wodurch sich die romantische Bewegung auszeichnet."
Denn: "This was the creative centre of Wordsworth, Shelley, of Keats and Coleridge."
Und, meint wiederum Bremond, dies ist auch der Kern von Shakespeare. Was sich an ihm zeigt, findet sich beschrieben in den spanischen Mystikern, den Mystikern der Gegenreformation, hundert Jahre vor ihm. Die Poesie findet eben keine bessere Zuflucht als in der Psychologie der katholischen Mystiker. Und man kann diese beiden Aktivitäten nicht trennen, die zusammengehören, und voneinander abhängig sind: man lähmt sie, sobald man dies versucht.
Man kann auch die Mystik nicht von der Askese, nicht von der Vernunft, nicht von der sittlichen Vorbereitung ausschließen, vielleicht unter dem Vorwande, Gott zu preisen. Dies würde auf die hohlste Sentimentalität oder den Quietismus hinauslaufen. Die Askese ist kein Gebet, aber ohne eine Spur von Askese gibt es ebenso wenig wahres Gebet.
Wenn Animus sich weigert, das Kreuz zu tragen, wird die Ekstase Animas nur eine Illusion sein.
Geschärfte Sinne
*201010*
Auf der Suche nach der Heimat
Dienstag, 19. Oktober 2010
Die glorreichen Sieben
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| Bures: Gebt dem Übel keine Chance! |
Ist es wirklich besser "nichts anzurichten", als zu handeln? Gab es da nicht einmal etwas wie "Leben"? Was bleibt davon eigentlich noch? Heißt "gelungenes Leben" wirklich "unfallfreies", "mißgeschickfreies", "verbrechensfreies", "normgerechtes", "versagensfreies" Leben? Und, wozu gibt es ein Strafrecht?
Der Geist, der sich einen Leib suchte
Also kam es in diesem Land zu einer geistigen Explosion, die einen heute nur noch wundern machen könnte: denn von Wien, von Österreich aus, wurden fast sämtliche maßgeblichen geistigen Grundlagen gedacht und in die Welt transportiert, später auch unfreiwillig, aber nicht weniger schicksalshaft, die bis zum heutigen Tag fortwirken.
In Österreich mußte die Welt neu erfunden werden, was natürlich zu allererst ein Bergen der Grundlagen aller Gebiete verlangte, und natürlich in den angestammten charakterlichen wie historischen Gebieten geschah - in der Musik (Zwölftonmusik) oder im Film (Hollywood!), in der Literatur, wie in der Malerei (die den Zusammenbruch vorwegnahm), in der Seelenkunde (von Wien nahm die Psychoanalyse ihren Ausgang), in der Philosophie (in den Polen Gödel - Wittgenstein, dem "Wiener Kreis", der später die scientistisch-rationalistische Philosophie der Neuzeit grundlegen sollte, dabei aber weit unterschätzt: in der Naturphilosophie und Naturrechtslehre, mit Namen wie Johannes Messner), und nicht zuletzt - in der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Nationalökonomie.
Auch hier spricht man von der "Wiener Schule". Und sie ist deshalb von so hoher Relevanz, weil sie bis zum heutigen Tag fortwirkt, ja in den USA eine regelrechte Renaissance erlebt, wo man wörtlich von "Österreichische Schule" und "österreichisch sehen" spricht, und damit die Thesen der Nationalökonomen Mieses oder Hayek oder Schumpeter, meint. Die Nationalökonomie nicht als Naturgeschehen sieht, sondern als Sozialwissenschaft begreift. Markt ist also wesentlich eine Resultante subjektiver Wertschätzungen, und deshalb in höchstem Maß im sittlichen Stand eines Volkes rückgebunden - und damit eine Frage der Freiheit.
Gerade jetzt, wo sich innerhalb der Republikaner die Parteiung der "Tea-Party" gebildet hat, deren Programm sich aus den Schlüssen der Österreicher speist, haben diese österreichischen Thesen (die in ihrem Herkunftsland aber leider keinerlei Rolle mehr spielen) neue Relevanz. Diese haben eine Nationalökonomie gepredigt, die auf der Freiheit des Individuums aufbaut, und auf diese nicht verzichten kann. Deshalb läuft ihr Fazit auch auf den Punkt hinaus, daß der Staat sich aus allen Prozessen heraushalten soll, die der natürlichen Lebensäußerung eines Volkes zugehören. Jeder Eingriff des Staates bewirkt ein Verschieben des Gleichgewichts, in dem sich dialektisch die Volkswirtschaft des freien Marktes selbst reguliert.
Sämtliche Entwicklungen des 20. Jahrhunderts, beginnend von den 1930er Jahren an, belegen, daß ab dem Moment, wo sich ein Staat als "Hersteller", als Erzeuger der Lebensweise seiner Menschen versteht, das Ergebnis unweigerlich in Totalitarismus ausartet - ob in offener Form, wie es sich in Deutschland und Rußland, China, Italien, Spanien, Südamerikanischen Staaten, etc. etc., oder in der verdeckten Form einer "Demokratur", wie sie die "mildere" Form staatlichen Interventionismus in Form heutiger "Sozialstaaten" darstellt.
Das führt zu einer Deformierung der Selbstverwirklichung der Menschen, und langfristig überhaupt zu einem Ersticken jeder wirklichen Privatinitiative und Motivation. Besonders die Gleichheitsideologien werden als immense Gefahr erkannt, weil sie zum Verlust der Freiheit der Menschen führen, schon gar in Zusammenhang mit staatlichem Interventionismus.
Hayek sagt übrigens einmal, daß man sehr überrascht war, als sich Keynes aus "unerfindlichen Gründen" so durchzusetzen begann. Denn sämtliche Nationalökonomen waren eigentlich der Auffassung, daß die Vermehrung der Geldmenge als Mittel der Wirtschaftsstimulation, wie Keynes sie anpries, weil sie wie die Vergangenheit (die Krisen rund um 1880!) bereits gezeigt hatte automatisch zu Inflation und Arbeitslosigkeit führte, endgültig obsolet sei. (Was ja nicht oft genug gesagt werden kann: bereits die Krise 1929-1933 war eine solche Krise, die sich nur durch den Krieg unterbrochen, bis heute perpetuiert hat.) Aber man hat wohl die politische Brauchbarkeit des Keynes'schen Ansatzes unterschätzt ...
Freiheit bedeutet natürlich, daß es zu sozialen "Reibeverlusten" kommt, weil eine freie Volkswirtschaft in einem fortwährende Anpassungsprozeß verläuft, der sich erst dort anpaßt und dialektisch entwickelt, wo es eben zu "Verlusten" kommt. Dies kann punktuell - und erneut im wesentlichen auf einer Basis privater Initiative immer persönlicher Wohlfahrt - aber durch Wohlfahrt im jeweils adäquaten Maß aufgefangen werden. Denn auch eine Wohlfahrt kann nicht statistisch stattfinden, sondern braucht immer individuelles Eingehen, will sie nicht mehr zerstören, als beheben.
Nimmt man aber den Menschen diese Angewiesenheit auf die Wirklichkeit des Wirtschaftens selbst, zerstört man mittelfristig die Lebensfähigkeit einer Volkswirtschaft, die unweigerlich in einer Form von Staatssozialismus endet.
Die "Teaparty" - und damit die Aktualität und Brisanz der "Österreichischen Schule" (die FAZ schreibt, daß man in den USA sogar wörtlich von "to think austrian" oder "Austrian perspective", von "Österreichischer Sichtweise" spricht) - baut auf exakt dieser Erfahrung auf: daß sich immer deutlicher zeigt, daß ein Staat die Aufgaben, die er an sich zu reißen zu müssen meinte, nicht nur nicht erfüllen kann, sondern sich dabei ruiniert.
Bereits Ayn Rand (ausnahmsweise keine Österreicherin, sondern vor der Revolution geflüchtete Russin) hat ja in den 1930er Jahren schärfstens kritisiert, daß mit den Anti-Trust-Gesetzen um die Jahrhundertwende ein Damm staatlichen Eingreifens geborsten ist, der sich dann im fabulös gescheiterten "New Deal" Roosevelts in seinem zerstörerischen Ausmaß gezeigt hat. Nein, hätte. Denn der Krieg in Europa bewahrte die USA vor einem Desaster, denn Staatsinterventionismus "funktioniert" nur in Zusammenhang mit Ausweitung, mit Imperialismus, mit einer Steigerung der Anzahl der Bürger als Bürgen und Leistungsversprechen.
Aber auch die Weltwirtschaftskrise der Gegenwart ist tatsächlich eine Krise der Staatsstrukturen, der politischen Doktrinen, und zwar weltweit. Das Gerede von "reichen Spekulanten" etc. ist eine Lüge, die natürlich gerne verwendet wird, um zu verschleiern, in welchem Ausmaß die Staaten der Welt - und damit das alltäglichste Verhalten der einfachen Bürger - bereits auf reinen virtuellen Werten aufbauen.
Das haben österreichische Nationalökonomen schon vor 90 Jahren vorhergesagt. Damals, als in Österreich die Welt neu erfunden, und dazu in ihren tiefsten Tiefen erforscht werden mußte. Weil nur noch der Geist einer Kultur und Gesellschaft übrigblieb, der seinen Leib verloren hatte, und notgedrungen einen neuen suchte. Also zog er aus, sich eine Heimstätte zu suchen ...
Marxismus kurz und bündig
In der innersten Seelenkammer
Beim Wort genommen
Wenn die Männer die Frauen wirklich beim Wort zu nehmen beginnen, und in den Wettbewerb einsteigen ... Wunderbar die betretenen Gesichter der jeweiligen Umstehenden, die über die wirklichen Dinge viel Wirkliches erzählen. Keine Angst - man tut es nach wie vor nicht.
*191010*
Verblüffende Inquisition
Sonst wird systematisch bloß gegen die schwarze Magie vorgegangen, da sich diese des Teufels oder seiner dämonischen Dienerschaft bediene. Hier sympathisiert der heutige Leser leicht mit der Auffassung der Zensoren. Solche Sympathie wird durch den Umstand gefördert, daß beide Praktiken, die astrologische Prognostik und die schwarze Magie seit dem 18. Jahrhundert den Pseudowissenschaften zugerechnet werden.
Sexualität muß sich selbst Zweck sein (5)
Du sollst Dich fürchten
Wir haben nicht das Recht, unsere sozialen und ökonomischen Probleme auf Kosten kommender Generationen zu lösen.
Zur utopischen Hybris gehört auch der Gedanke, es könne Globalplanungen geben, die alle Nebenfolgen großräumiger Aktionen mit bedenken. Je großräumiger die Planung, desto großräumiger die unvorhersehbaren Nebenfolgen.
Nie hat mehr als heute gegolten, daß das Bessere der Feind des Guten ist. Das "Prinzip Verantwortung" ist bewußt und ausdrücklich dem "Prinzip Hoffnung" entgegengesetzt. Nicht Hoffnung, sondern Sorge muß künftig das leitende Prinzip menschlichen Handelns sein. Sorge heißt nicht persönliche Angst, Angst um das eigene Schicksal. Panik ist ein schlechter Ratgeber.
Montag, 18. Oktober 2010
Neulich in Rußland
Höppas
Sexualität muß sich selbst Zweck sein (4)
Wird fortgesetzt



