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Dienstag, 8. November 2016

Es wird immer unglaublicher

Was Wikileaks nun über Hillary Clinton an die Öffentlichkeit gebracht hat, sprengt endgültig jede Dimension im amerikanischen Wahlkampf. Nun geht es nicht nur um Schriftstücke, sondern schon um Photos und Filme, die belegen sollen, daß beide in Verbrechen involviert waren oder sind, die den Wahlkampf für manche bereits zu einem Kampf gegen Satan und Satanismus machen. Denn das belegen diese photographischen Aufnahmen: Kinderpornographie, die bis zu satanischen Ritualen geht und auch die Tötung von Kindern einschließt. Belege, daß dies in den USA über ein Netzwerk einen kaum faßbaren Raum einnimmt, gibt es ja auch von anderer Seite reichlich, auch hier haben wir schon darüber berichtet.

Wenn diese nächsten Vorwürfe stimmen, die Wikileaks laut eigener Aussage NICHT von Russen oder anderen Mächten erhielt, sondern die ihnen entsetzte Kongressabgeordnete zugespielt haben, die um ihr Leben fürchten, kann einem nur noch angst und bang werden. 

Angeblich sind diese Filme angefertigt worden, um Material für Erpressungen zu schaffen und sich Politiker, darunter die Clintons, gefügig zu machen. Wieweit hinter diesen Veröffentlichungen pure Wahlkampfstrategie steckt, die dichte Nebel wirft, in denen irgendwie auch die Clintons vorkommen und somit in die Hauptvorwürfe mit hineinziehen, ohne daß sie direkt darein involviert wären, kann der VdZ nicht sagen. Denkbar ist auch das.

Kein Zweifel aber besteht darüber, welch erschreckend große Rolle Satanismus in der amerikanischen Elite bereits spielt. Das zeigt ein Artikel (mit vielen weiterführenden, belegenden Links) von William M. Briggs auf OnePeterFive. Wird Gott, wird die Wahrheit vom Thron gestoßen, setzt sich sofort ein Dämon drauf. Selbst wenn man nicht immer von bewußter Intention zum Satanismus sprechen wird können, so ist eine solche gar nicht notwendig, um Tor für dunkle Mächte zu sein und ihnen Präsenz in der Welt zu eröffnen.*

Ist das Gewissen, das Bewußtsein daß wir dem Sein immer als Schuldner gegenüberstehen, einmal zum Schweigen gebracht - und das passiert am raschesten, am sichersten durch die Körperlichkeit, also vor allem über die "sexuelle Befreiung", in der sich Geist und Leib trennen (sollen) und Körperlichkeit ohne (Sinnverankerung im) logos gesehen wird - treibt sich der Mensch selbst ins Nichts, um aus der Differenz heraus noch das Sein zu erfahren. In der Sexualität ist der Mensch am raschesten und nachhaltigsten unfrei, und damit dem Geist weil der Freiheit abgewandt.

Ins Bewußtsein steigt jedoch, was fehlt. Nur ist es dann ein Bild, eine andere Ebene der Identifikation, und dieser ist Gott entzogen weil wesensfremd. Der immer trockenere, rationalistischer in sich verhängte Verstand verbleibt auf der Ebene der Ideendeklination, der Ideologie, der Propaganda, und vor allem des Voluntarismus, denn dem Willen fehlt sein Wesen als "Gerichtetheit", es wird nur noch als reduzierter Kraftakt existent.**

Doch niemand weiß mehr um Gott als der Satan, also vermag er ihn auch am täuschendsten nachzuahmen. Deshalb steht Satanismus immer und ausnahmslos am Ende eines Weges entschränkter und darin gerechtfertigter Sexualität,*** denn der Eros ist die erste, ursprünglichste Kraft zur Welt und damit die erste Weiche der Erkenntnis. "Nun gingen den beiden die Augen auf und sie entdeckten, daß sie nackt waren." (Gen 3,7)





*In einem weiteren Artikel beschreibt Briggs die Entwicklung des amerikanischen Satanismus, der über den Gang durch die letzten Jahrzehnte heute neue Formen gefunden hat. Ja, der zum Synonym für den modernen Lifestyle der "Erfülltheit" geworden ist. Dem es gelungen ist, daß das Christentum als böse, lebensfeindlich und haßerfüllt gesehen wird. Während Satan selbst zur gottgleichen weil gottgewollten Idee (s. u. a. die Gnosis) wurde.

**Das macht das Verbrechen der Frühsexualisierung von Kindern deutlich, die noch ohne selbst die Kraft des Geistes entwickelt zu haben in eine unfreie Haltung "erzogen" werden, sich also später noch schwerer zur Freiheit (weil zum Geist) erheben können. Mit einer kaum zu überschätzenden Rolle der Musik dabei, die an Daseinsbefindlichkeiten gewöhnt (und andere fernhält) und unter Urteilskriterien stellt, die die Welt als Hölle sehen lassen, der nur durch Flucht ins Subjektive zu entkommen ist. Der andere wird endgültig zum Todfeind, sobald er diese hoch fragile Befindlichkeit stört.

***Aber mehr noch: Im Genderismus wird eben diese Trennung von Geist und Materie (Fleisch) zum Programm. Das macht ihn tatsächlich satanisch. Diese Nichtungsabsicht dem Menschen gegenüber hat sogar bereits eine eigene Vollzugsform gefunden, in der Sexualität endgültig aus jedem menschlichen Bezug herausgelöst, die Verfaßtheit des Menschen als Kulturwesen damit überhaupt verleugnet wird. Sie nennt sich "Ecosexuality".





*071116*

Auch wenn manche es nicht mehr glauben möchten

Aber der Katholizismus hat sich nicht verändert. Er ist genau so widerwärtig, unfrömmlerisch und politically incorrect männlich geblieben, wie er immer war. Eine Sache für Milchbubis war er nie und wird er auch nie sein. Nicht nur in den USA. Und das hat immer noch den gleichen Sexappeal. Darum hat er ja so viele Neider, die ihn zur lauwarmen Kuttelsauce für Neurotikermägen einstampfen möchten.

Die aber mögen sich von diesem Buch fernhalten, es könnte sie ihre letzten Reserven kosten - dem "Politically Incorrect Guide to Catholicism". Mit allem, was sich ihr Pfarrer schon seit vierzig Jahren nicht mehr zu sagen wagt, von dem sein Bischof zitternd hofft, es möge nie ans Tageslicht kommen, und von dem der Papst nur gehört hat, daß es das mal im Mittelalter gegeben hat.

Alles, was das Buch behauptet, kann es aus dem offiziellen Lehramt und der Tradition heraus (und mit 30 Seiten alleine für Literaturhinweise) belegen. Wer ernsthaft vorhat, katholisch zu sein, dem sollte deshalb klar sein, daß er sich heute in einem gnadenlosen Verteidigungskrieg befindet. Für Katholiken gibt es keinen wohlichten Platz hinterm warmen Ofen, möge draußen passieren was da wolle, in der Hoffnung, daß schon wieder einmal bessere Zeiten kommen mögen.

Denn da tauchen dann so Dinge auf wie:

Katholiken, und im weiteren Sinn kein Christ, können niemals Sozialismus unterstützen. Katholiken können niemals Abtreibung egal in welcher Form unterstützen. Sie können auch nicht persönlich gegen Abtreibung sein und dann frohgemut bei den Wahlen Parteien ihre Stimme geben, die sie unterstützen.² Sie müssen jede Form* von Verhütung ablehnen. Sie dürfen eigene Waffen besitzen und sie gegen bösartige Einbrecher benützen, auch wenn diese Eindringlinge auf Straffreiheit hoffende Immigranten sind, und auch wenn diese Straffreiheit erhoffenden Immigranten Muslime sind. Katholiken müssen nicht offene Grenzen unterstützen, und sie müssen auch nicht an Eine-Welt-Regierungen glauben.

Katholiken dürfen die Investition von Kapital befürworten, und sie dürfen auch auf dem Recht auf Eigentum bestehen. Sie dürfen glauben, daß Gewinn gut ist, wenn sie auch wissen müssen, daß gleichzeitig die Liebe zum Geld die Wurzel allen Übels** ist. Katholiken müssen glauben, daß gleichgeschlechtliche "Ehen" in sich schlecht sind, und daß sie nicht an solchen "Hochzeiten" teilnehmen dürfen. Sie müssen auch sagen, daß homosexuelle Akte himmelschreiende Sünden sind. Sie können einen gerechten Krieg unterstützen, genauso wie die Todesstrafe. Sie können stolz auf die Kreuzzüge sein. Sie können und sollten sogar gute Wissenschaft unterstützen, denn nicht nur unsere Kultur, sondern auch die Wissenschaft ist eine Tochter der Kirche. Aber kein Katholik ist verpflichtet, schlechte Wissenschaft zu unterstützen, und das ist auch dann der Fall, wenn der Papst höchstpersönlich schlechte Wissenschaft quasi lehramtlich verbreitet.

Denn kein Katholik ist verpflichtet alles zu glauben, was der Papst sagt, ganz besonders nicht, wenn er eine gruselige Bemerkung in einer Aluminiumbüchse von sich gibt, die gerade durch sauerstoffarme Umgebung düst. Persönliche Unglaubwürdigkeit zu attestieren ist umso mehr gerechtfertigt, wenn diese Bemerkung dem jahrhundertealten Lehramt widerspricht. Kein Katholik muß nämlich behaupten, daß jeder Papst überdurchschnittlich ist. Er sollte sich sogar eingestehen, daß einige Päpste sogar Häretiker gewesen sind.







²Daß deutlich mehr als die Hälfte ALLER Politiker Europas (sowie ein horrender Prozentsatz der Bevölkerung) ipso facto EXKOMMUNIZIERT sind weiß der Leser ja hoffentlich. Auch wenn es die Windelhosenträger mit Mitra am Kopf und Kardinalsschitzerl an der Brust nicht öffentlich zu sagen wagen. Denen zwar 3.500 Ertrunkene im Jahre 2016 ein himmelschreiendes Anliegen sind, das SOFORT unterbunden werden muß - obwohl sich diese Menschen auf eigenes Risiko in Nußschalen gesetzt haben, um 300 km offenes Meer zu überqueren - aber sonst der Meinung sind, daß man über 2000 getötete weil abgetriebene, unschuldige Kinder TÄGLICH aus "politischer Sensibilität" lieber den Mund halten sollte, denn damit muß man eben leben.

*Die NEP - Natürliche Empfängnis Planung (Rötzer et. al.) - ist KEINE Verhütungsmethode. Wenn sie als solche benützt wird, ist wie gleichfalls sündhaft.

**Gier und Wucher, das Ausnützen der Notlage des anderen, um den Gewinn zu steigern, oder bewußt Löhne zu zahlen von denen der Arbeiter nicht leben kann, sind nach wie vor schwere Sünden oder gar Todsünden. Genau so wie vieles, was der Liberalismus gerne unter "Konkurrenz am Markt" schönquatscht und brutales Auslöschen des anderen bedeutet.




*151016*

Montag, 7. November 2016

Weil der Markt eben nicht "alles regelt"

Man sagt gerne, daß die Hungersnot im Irland des Jahres 1879, die eine Million Tote forderte und weitere 2 Millionen Iren zur Auswanderung (meist in die USA) zwang, dem kalten Klima der damaligen Zeit zuzuschreiben gewesen war, das (meist durch einen über die geschwächten Pflanzen sich rasch ausbreitenden Pilz) das Hauptnahrungsmittel der irischen Bevölkerung, die Kartoffel, im Boden verfaulen ließ. Aber das ist nur der eine Teil der Wahrheit. Denn es hätte immer noch genug Nahrungsmittel für alle Iren gegeben. Hätte nicht die Regierung in London (Irland war damals offiziell besetzt und Teil Englands) anders als in der Vergangenheit erstmals dem Kapitalismus Vorrang gegeben. Was das heißt?

Irland war gekennzeichnet von englischem Großgrundbesitz, während der Großteil der Bevölkerung mit sehr kleinen Ackerflächen (bei gleichzeitigem hohem Bevölkerungswachstum) sein Auskommen fristen mußte. Die meisten waren mehr oder weniger Selbstversorger und hatten wenig oder überhaupt Geld. Damit traf die Kartoffelfäule besonders hart. 

Dennoch verabschiedete die Regierung in London ein Gesetz, das die Individualinteressen der Großgrundbesitzer schützte, sodaß diese Kartoffeln unter Militärschutz weiter zu Schnaps verdestilliert oder exportiert werden konnten. Was angesichts der Hungersnot der Jahre 1846 und 1847 20 Jahre zuvor noch verboten worden war, womit man die Krise auch bewältigt hatte. Nun mußten die Iren aber verhungern. (Ähnliches ist übrigens auch in Indien passiert.) 

Das ging so weit, daß die Regierung Maislieferungen, die der Bevölkerung zu niedrigen Preisen zur Verfügung gestellt werden sollten, auf Geheiß derselben "marktschützenden" Gesetze zu Marktpreisen angeboten werden mußten. Die meisten Iren konnten sich also auch dadurch nicht helfen.

Der Grund ist denkbar einfach: Die Großgrundbesitzer waren am Finanzplatz London verschuldet, und hatten ihre Ernten verpfändet. Für die sie nun (wiewohl allgemein kärglicher als üblich), nach dem Zusammenbruch des Inlandsmarktes, nur noch im Ausland Geld erhielten. Die Financiers, die um ihr Geld fürchteten, machten Druck auf die Regierung, die sich sowieso in deren Hand befand weil bei ihnen verschuldet war, und schon haben wir die Geschichte vervollständigt: Wirkliche Ursache für diese unfaßbare Katastrophe war ... die Finanzwelt, der Wucher.

E. Michael Jones argumentiert, daß es eine Lüge ist, wenn der Kapitalismus - der sich als Liberalismus versteht, der Begriff "Freier Markt" hat damit also nur bedingt zu tun - behauptet, er sein ein Verfechter der Freiheit! Vielmehr braucht gerade er einen starken Staat. Denn es geht im Kapitalismus nicht um allgemeine Freiheit, sondern um den Schutz der Freiheit Einzelner, sich von ihren sozialen Verpflichtungen zu absentieren. 

Es geht also gar nicht um Freiheit, sondern um die staatlich geschützte Möglichkeit für individuelle Willkür. Und hier kommt der Begriff des Wuchers ins Spiel: Im liberalen Kapitalismus schützt der Staat den Wucherer vor dem Betrogenen.* Das ist eigentlich alles! Ja, Jones spitzt es auf die Aussage zu, daß Kapitalismus (noch einmal: er ist nicht identisch mit "freier Markt", der als Grundbedingung des menschlichen Lebensvollzugs - den der Staat in Krisenzeiten durch kurzzeitige Intervention wiederherzustellen hat - unbestritten ist!) überhaupt "staatlich finanzierter Wucher" ist.*

Damit verstößt der Staat aber gegen sein allererstes Prinzip - das des Gemeinwohls. Das heißt nicht, wie manche meinen als Gegenargument ins Treffen führen zu müssen, daß der Staat immer und überall seine Finger im Spiel haben muß. Im Gegenteil, wir haben hier schon oft darüber gehandelt. Es heißt aber, daß er darüber wachen muß, ob die Bedingungen, unter denen seine Bevölkerung lebt und arbeitet und wirtschaftet eine gewisse Ausgeglichenheit der Interessen gewährleisten. Ist das nicht der Fall - wie es im Fall ungewöhnlicher Umstände ist, wie es aber auch sein kann, wenn ein im Verhältnis zur gewachsenen Struktur der heimischen Volkswirtschaft zu starker Spieler am Markt auftritt (oder einer sich zu stark entwickelt), der die gesamten Bedingungen zu seinen Gunsten verschiebt und den Markt diktiert, sodaß der Rest sich nicht mehr adäquat entwickeln kann, muß er eingreifen.

E. Michael Jones weist aber noch auf etwas hin, das in der Selbsterzählung des Liberalismus der Gegenwart praktisch nie rezipiert wird: Dieser liberalistische Kapitalismus heißt auch immer, daß er sich AUF KOSTEN der Allgemeinheit entfaltet. Aber er "funktioniert" für eine Volkswirtschaft immer nur kurzfristig. Denn er ist eine Form der Überleitung von Volksgut auf Individualgut, die auf einen Punkt zusteuert, wo er krisenhaft zusammenbricht - sein Zahltat ist ... seine regelmäßig auftretende Krise.

Die Vorgänge 2008ff haben erst jüngst ganz augenfällig gezeigt, wie die Allgemeinheit die Profite von wenigen (die sich der Allgemeinheit aber nicht verpflichtet fühlen, und das hat auch mit dem Zerreißen von Solidaritäten durch Internationalität) geschützt und direkt (und sogar auf Kredit!) ausbezahlt hat. Solche Krisen treten in der gesamten Kapitalismusgeschichte mit absoluter Sicherheit in gewissen Zeitabständen auf, und sie haben immer dieselben Konsequenzen: Die Allgemeinheit zahlt den Wucherern jene fiktiven "erworbenen" Gewinne aus, denen die Allgemeinheit den Zusammenbruch verdankt.

Ein Staat darf sich deshalb niemals durch eine völkerrechtlich relevante, internationale Vereinbarung binden, die es ihm gar nicht mehr möglich macht, das Gemeinwohl jenes Volkes zu garantieren, für das er ja überhaupt da ist. Und hier ist "Staat" auch die höchste mögliche Grenze. Keine internationale Organisation vermag das auszugleichen, hier weichen die Interessen ausnahmslos und prinzipiell viel zu weit ab: Volkswirtschaft ist immer auf einen Staat und damit auf ein Volk bezogen. Sie sind die Subjekte des Völkerrechts und damit jeder Form von Internationalität. Der Staat ist die höchstmögliche Organisationsform des Menschen. (Wer den Staat auflöst liefert die Menschen in jedem Fall der Unmenschlichkeit aus.)

Vielmehr muß er also dafür sorgen, daß sich sämtliche seiner Bürger zumindest theoretisch entfalten und ihr Leben ihrem Streben, ihrem Arbeiten nach gestalten können. Dies ist keineswegs eine so unbewältigbare Aufgabe, wie es für manche aussehen mag. Denn jeder Staat hat es mit einem Staatsvolk zu tun, das eine historisch gewachsene, traditionelle Struktur seiner Bevölkerung hat, der auch eine entsprechende Begabungsharmonie entspricht. Deshalb muß sich der Staat an seine "Landkarte der Orte" halten, die vor ihm ausgebreitet ist. Und dies hat er zu schützen. Im Wandel der Zeiten und momentanen Probleme mal mehr, mal weniger restriktiv. Gerade diese Instrumente müssen also flexibel anwendbar bleiben, eingesetzt und wieder zurückgenommen werden können, je nach Anlaß. Diese Aufgabe darf er niemals substantiell und nachhaltig abgeben, denn sonst löst er sich auf.**

Niemals hat der Staat auch das Recht, Veränderungen zu diktieren, die etwa eine volkswirtschaftliche Struktur einfach umbrechen. Denn sein Interesse kann niemals woanders liegen, als - in seinem Volk angezeigt ist. Er mag anregen, er mag beistehen, er kann klug weiterführen, aber er kann nicht diktieren, wie seine Bevölkerung zu leben hat weil er meint, es wäre so und so idealer. Wohingegen er in dem Fall sogar eingreifen kann, wenn sich seine Bevölkerung nicht an die ihr eigene Struktur halten will, sich also selbst verfehlen möchte. 

Sollten sich umgekehrt internationale Bedingungen so ändern, daß eine Staatsbevölkerung davon überrollt würde, so hat er die Pflicht, durch entsprechende Regelungen (Zölle, Grenzen etc.) sein Volk zu schützen. Auch dieser Möglichkeit darf sich ein Staat nicht begeben,. sondern er muß sie immer noch irgendwie erfüllen können. Womit wir uns auch von dieser Seite her einem CETA oder TTIP genähert hätten, die wesensgemäß auf große Individualitäten abzielen und mit absoluter Sicherheit eine Wirtschaft der Entwurzelung - wie im Irland des Beispiels - fördern. Noch dazu, wo diese immer dem Staat überlegen sein werden, weil sie prinzipiell weit mehr Information haben (Mises u.a.)

Denn eine Regierung hat die Pflicht, die Menschen vor dem Wucher dort zu schützen, wo er seiner Bevölkerung ein normales, herkömmmliches Leben nicht mehr möglich macht und die Ausgewogenheit (die keineswegs "Gleichheit" heißt, wie der Sozialismus behauptet, die aber auch nicht "Sozialstaat" wie in der Gegenwart bedeutet) und Harmonie seiner Volkswirtschaft zerstören würde, die immer Eigenarten hat, die nicht mit "freiem internationalem Markt" kompatibel sind. Auf die eine oder andere Art immer Folge individuellen Entziehens vor sozialer Verantwortung aus Auflösung sozialer Bindungen also, die immer wechselseitige Abhängigkeiten bedeuten. (Die englischen Großgrundbesitzer waren ja nie in Irland verwurzelt; ihr Auftreten war immer und überall bereits eine Entartung der gewachsenen feudal-paternalen Strukturen, wie sie sich in der Geschichte jedes Volkes zeigen und bedeutet, daß persönliche Angewiesenheiten einseitig werden.)




*Wucher definiert E. Michael Jones so, daß er bedeutet, FÜR NICHTS ETWAS ZU BEKOMMEN. Das bedeutet entweder Diebstahl oder Illusion. Der meist aber jene zum Opfer fallen, die dazu nicht fähig oder willens sind. Das ist die wesentliche Logik des Kapitalismus. Der heute vor allem dadurch abgesichert ist, daß sämtliche Wirtschaftstheorien im 19. Jhd. begonnen haben, die Wirtschaft von ihrer menschlichen Basis loszulösen. Eine Selbsttäuschung! Denn Wirtschaften ist immer ZUERST und vor allem eine Angelegenheit der Ethik, NICHT eines abstrakten "Wirtschafts"-Geschehens. Das es ohne Ethik, ohne persönliche Sittlichkeit gar nicht gibt. Deshalb ist Wirtschaft primär und ausnahmslos zuerst eine Angelegenheit der Ethik als Teil der Philosophie.

**Hier zeigt sich die eigentliche Natur der "Weltuntergangsszenarien" wie Klimaerwärmung etc. - sie sind Hebel, um den Staat aufzubrechen.




*220916*

Sind Rechte wirklich dümmer?

Dieser Frage geht dieses Video nach. Und wartet mit einer plausiblen Theorie auf, warum es in den Augen der Majorität der westlichen Gesellschaft tatsächlich so aussehen könnte: Die Linken sind nämlich jener Teil, der nichts zu verlieren hat weil für nichts die Verantwortung trägt. Das macht ihn scheinbar erfindungsreicher. Das macht sie aber auch ehrgeiziger, die Institutionen der Wertebestimmung zu erobern, und sie sind wesetnlich aggressiver, ihre Denkweise zur Norm - also: zum Maßstab der Intelligenz! - zu erheben. Etwa durch mehr Engagement in den Medien. Indem sie nun bestimmen, was überhaupt intelligent zu sein bedeutet, definieren sie auch die Struktur des Establishments. 

Die Kriterien der Intelligenz sind deshalb ein direkter Spiegel des Establishments - nicht umgekehrt. Nicht Intelligenz definiert Eliten, sondern Eliten sind die, die definieren, was Intelligenz ist. Teil dieser Definition ist genau das, was die Linken als ihre eigene Strategie auszeichnet, etwas wie eine Selbstrechtfertigung: Laut zu schreien, sich vorzudrängen, sich egal wie durchzusetzen.

Dieses linke Establishment aber hat eine Eigenschaft - es umgreift zwei Gruppen nicht: Die der einfachen, "braven" Schichten mit durchschnittlicher Intelligenz, und die ganz besonders Klugen. Denn auch die besonders hohe Intelligenz verdankt sich nicht einer "Intelligenz", sondern der sittlichen Fähigkeit für Geist. Und in dieser Sittlichkeit treffen sie sich mit den einfachen, konstruktiven Menschen. Denn auch diese Konstruktivität ist Ergebnis einer sittlichen Haltung. Wer so lebt muß nicht "viel nachdenken", das meiste am Leben ist nämlich schlicht evident.

Deshalb - und das zeigt sich in der Geschichte am überzeugendsten - ist "hohe Intelligenz" keine wirkliche Aussage darüber, ob ein Volk, eine Kultur, ein Land Kraft für die Zukunft hat, oft sogar zum Gegenteil. Denn es geht um andere Eigenschaften, die Lebens- und Welttauglichkeit bewirken. Eigenschaften, die im Definitionskatalog der "Intelligenz" aber wenig gelten. Genau diese Eigenschaften aber sind es, die jene Interessen herausbilden, die für die konstruktive Dynamik einer Gesellschaft entscheidend sind. Und dafür muß man auch gar nicht "angestrengt nachdenken" - davon liegt das meiste auf der Hand.

Das Denken der Linken besteht hingegen im wesentlichen aus dem angestrengten Bestreben, sich einen Status zu schaffen, der dem um diesen Status konkurrierenden Menschen vorenthalten bleibt, der sie hinaushebt. Dazu gehören auch Abgrenzungsmechanismen wie "hochkomplexe Denkinhalte", die nun als "klug" definiert werden, die aber den beiden erwähnten Gruppen meist sogar als "dumm" erscheinen. Also wenden die Linken die Aufmerksamkeit darauf, die neuen Kriterien in übergeordneten Wertelandschaften zu verankern. Und erklären die Wahrnehmung der einfachen Menschen, den normalen Hausverstand, für irrelevant und unintelligent. Denn sonst hätten sie keine Chance auf Aufstieg. Und genau deshalb sind auch mehr Akademiker links als der Durchschnitt der Bevölkerung - weil Linke Akademiker werden wollen, um Intelligenzelite zu "werden", nicht (primär) umgekehrt. In diesem Rahmen hat sich bereits die ganz neue ideale Wertedominanz herausgebildet.

Ab diesem Zeitpunkt der Dominanz geht es den Linken endgültig nicht mehr um Wahrheit oder Lüge. Denn ihr Denken ist nicht ergebnisoffenes denken, sondern Nutzen. Es geht um Aufrechterhaltung ihres Status. Ab diesem Punkt tendiert diese neue ideale Wertelandschaft zum Totalitarismus. Nicht nur das: Die "Intelligenz" der Linken hat die westlichen Gesellschaften zu regelrechten Experimentallaboren gemacht. So bestimmen sie sämtliche Rahmenbedingungen des "Gelingens", also die Aufstiegsmechanismen.

Ihnen gesellen sich nun die ganz untersten (elenden, nicht armen!) Schichten dazu. Jene, die nicht überausreichende Intelligenz, nicht über ausreichende Sittlichkeit verfügen, um konstruktiv zu leben. Der Grund für ihre soziale Ausgegrenztheit von der vitalen Gesellschaftsmitte. So entsteht eine eigentümliche Symbiose, denn diese untersten Schichten dienen der Linken als Bezugspunkt und Rechtfertigung. Davon können ganze Länder und Völker betroffen sein. Selbst Mahathma Gandhi meinte zu den Südafrikanern, unter denen er 21 Jahre lebte, daß sie als Volk ausgesprochen faul und unsittlich sind, und deshalb kaum je aus ihrem Elend frei kommen werden. Ihm war klar, daß nicht Intelligenz, sondern die sittliche Haltung für seine Inder entscheidend wird. Und allem voran sah er die sexuelle Zucht als bedeutend, die er dann auch vorbildlich lebte.

Betrachtet man die Geschichte der Menschheit, betrachtet man erfolgreiche Kulturen, entdeckt man, daß sie so lange Kriterien galten, die nach heutiger Definition als "nicht intelligent", als rechts, als konservativ und ablehnenswert gelten, wuchsen und stärker wurden. Es ist immer die "konservative Haltung", die etwas aufbauen läßt. Erst wo Kulturen "liberaler" wurden, als ihre Eliten mehrheitlich Werte wie heute zu vertreten begannen bzw. deren Vertreter als Elite aufstiegen, erfolgte ihr Zusammenbruch. Niemand hätte zuvor diese neuen Werte als gut oder normal angesehen. Kulturen waren in ihrer Aufbauphase ausnahmslos konservativ und religiös. (Übrigens gilt das auch für die Chinesen, also anders, als im Video dargestellt. Auch die Chinesen und schon gar die Russen waren in der Vorstufe zum Kommunismus nicht wie behauptet atheistisch, im Gegenteil. Nur die revolutionäre "Intelligenz" war es.)

Jener Zusammenbruch, in dem immer aber die Eliten - von anderen, stärkeren, konservativen Eliten, und zwar: von außen kommend - weggefegt wurden. Denn Übergänge von einer zu einer anderen Kultur passieren so gut wie immer durch Elitentausch. Das einfache Volk bleibt was es immer war. Das Leben der Bauern am Nil heute unterscheidet sich nur wenig von dem der Nilbauern vor 3.000 Jahren, und es hat sich im Grunde kaum je geändert.

Deshalb aber sind auch heute die einfachen Menschen, die ihre Existenz bestreiten und erhalten, die etwas aufbauen wollen, die Verantwortung tragen, der eigentliche Boden des Volkes also ... rechts. Weil sie aber das ablehnen, was heute vom Establishment als Kriterium der Qualität vorgespielt wird, gelten sie als ... unintelligent. Während sie von den Eliten von vor 300 Jahren ob ihrer Klugheit gepriesen worden wären.

Ach ja, nun wissen wir auch aus dieser Sichtweise, warum es immer Teil der Linken war und ist, die Vergangenheit zu entwerten. Und warum sie in solchen Epochen so viel Wert darauf legen, die Gegenwart zum Beginn einer neuen, noch nie dagewesenen Ära von Welt und Menschheit zu erklären. Das war noch nie anders.










*200916*

Sonntag, 6. November 2016

Von der Höllenerfahrung der Ossies (2)

Teil 2) Was aber noch zu sagen ist





Aus eigener Erfahrung mit manchen Westdeutschen seinerzeit wie heute fügt der VdZ aber noch mehr hinzu. Denn was den Ostdeutschen heute so leichtfertig nachgesagt wird, daß sie nämlich angesichts des erlebten Desasters einer ganzen Lebenswelt in der Hackordnung auf die zurückgriffen, die doch noch unter ihnen stünden, und sich dort austobten, muß man bestenfalls für sehr sehr viele Westdeutsche anwenden. Denn dort trifft es ohne jeden Zweifel zu, auch wenn es dieselbe Sichtweise der Barmherzigkeit braucht, dringend braucht. Denn die Entfremdung der Menschen ist auch ein Problem des westlichen Deutschland, nur ist es dort noch mehr tabuisiert. 

Deshalb ist ein großer Teil jener Kräfte, die sich als "politische Empörung" ausdrückt, unbenannt weil unbenennbar - es ist die Entfremdung eines Volkes bzw. aller westlichen Völker, die um Begrifflichkeit sucht und oft hilflos nur auf vorhandene Begriffe zurückgreifen kann. Die Kastration des öffentlichen Diskurses, dieser Raubzug gegen die Freiheit, die zuerst eine Freiheit der Vernunftsuche bedeutet, wendet sich als Fluch auf uns selbst zurück. Denn sie verhindert eine Verobjektivierung der Gegenwart, verhindert den geistigen Raum den eine Sprache bedeutet, und erstickt ihn stattdessen unter Irrationalität, Moralismen und Ideologemen. Bevölkert die Bühne mit Figuren, die nur in ihren willkürlichen Phantasien vorkommen, verhindert aber das Bilden von Realfiguren, um die Aussage nach eigenem Belieben zu beherrschen.

Das Etikett "rechtsradikal" (im speziellen) als Verurteilung zu sozialer Ausgestoßenheit, als Absprechen der Zugehörigkeit zur Menschheit durch Pathologisierung, ist aber für gar zu viele Westdeutsche genau das: Die Chance, ihre eigene Situation als Verlierer nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen, sich keine Rechenschaft über ihre eigene Entfremdung gegen zu müssen, die sie in Konflikt mit dem Establishment bringen würde. 

Der Zynismus hinter dieser Zuschreibung ist deshalb kaum zu übersehen - denn Zynismus heißt, dem anderen den Boden wegzuziehen, und ihn dann des wilden Herumschlagens zu zeihen, weil er Halt sucht. Ja, Zynismus heißt oft genug, den anderen als böse zu wünschen, weil ... zur Eigenbemessung als "nicht so böse" zu benötigen. Wenigstens also sich moralisch über andere erhoben zu wissen, wenn man im Eigensein schon nicht höher kommt - und auf die bewußt in letzte Hierarchiestufen gedrückten "rechtsradikalen Ossies" (Ostdeutschen) voller Verachtung zu spucken. 

Wo der braungebrannte, wohlbenährte, aber unglaublich übellaunige kaum 50jährige Frühpensionist (!) - der VdZ hat genau so eine Situation erlebt - sich über die kleine Warteschlange beim Busbahnhof unflätigst schimpfend erregt, und dem "Osten" völlige Unfähigkeit zu allem vorwirft, denn das gäbe es "bei uns" im Westen nicht, das hätten "wir im Westen" perfekt organisiert. Und wo heute Sozialhilfeempfänger aus Berlin davon sprechen, daß diese "rechtsradikalen, rassistischen Ossies" den Mund halten sollen, immerhin haben "wir" sie mit hunderten Milliarden aufgepäppelt.




Nachsatz: Erst wußte der VdZ nicht, was er mit diesem Bericht aus einer Erstaufnahmestelle für Migranten anfangen sollte. Nun, hierher paßt diese Erzählung der Groteske. Denn wer nach diesem - typischen! - Bericht noch behauptet, daß wir es hier mir Vernunft zu tun haben, dem ist ob seiner Blindheit nicht mehr zu helfen. Wo aber Vernunft nicht mehr greift, da ist Hölle.






*210916*

Woran Afrika verarmte

Seit 100 Jahren glaubt man weltweit, daß die beobachtete Desertifikation von Grasland durch das Abfressen durch Tiere verursacht wird. Den Rest erledigt dann noch die Sonne. Gerade in Afrika schien sich das bestätigt zu haben, wo man massiv etwa gegen Elefanten vorging und sie zu zehntausenden abschoß, um die Austrockung des Graslandes zu verhindern. Der Ökologe Alan Savory war derselben Meinung, wie es eben die meisten Ökologen bis heute sind, und war an mehreren solcher vermeintlichen Hilfsprojekte beteiligt, die enormen Blutzoll in der Tierwelt kosteten. Bis er nachzudenken begann, einen komplett anderen Weg probierte und auf ein Ergebnis kam, das das bisherige Denken auf den Kopf stellte.

Savory fiel natürlich auf, daß unbeweidetes Grasland mit der Zeit seine Vegetationsschichte verlor. Das Gras blieb über die Vegetationspause stehen, faulte ab, und über kurz oder lang konnte kein junges Gras mehr nachwachsen. Hoch kamen bestenfalls noch Büsche (wie Udo Pollmer ergänzend berichtet). Das einzige Gegenmittel war das Abbrennen. In Afrika werden heute noch jährlich 1 Milliarde Hektar trockenes, nicht mehr von Tieren genutztes Grasland abgefackelt. Eine nicht gerade schonende Methode, die außerdem den Austrocknung- und Bodenerosionssprozeß nicht verhindern konnte.

Mit dem Verlust der Grasnabe, mit dem Aufkommen der Büsche aber steigt auch die Zahl der TseTse-Fliegen (Malaria), denn im Gras zuvor hatten sie sich nur schlecht entwickeln können. Savory war aufgefallen, daß sogar gerade staatlich geschützte Gebiete wie Naturparks von der Austrockung betroffen war. Dort wie überall sonst war vor allem eines aber auffällig: Die staatliche Bewirtschaftung ging einher mit einem Stop für die frühere natürliche Besiedelung der Landschaften durch oft riesige Tierherden. Die Austrockung schrieb man eben dem Klimawandel zu. Nur - war und ist das wirklich so?

Savory initiierte also ein völlig anderes Programm. Er begann, zusammen mit den Einheimischen die frühere dichte Bevölkerung durch Tierherden insofern nachzubilden, als er nunmehr wirtschaftlich nutzbare Weidebewirtschaftung einführte. Und sieh da - auf mittlerweile 30 Mio Hektar früher trockener Grassteppe (die oft schon Wüsten waren) begann ein Wunder, das Udo Pollmer so erklärt: Die Tiere fressen nicht nur das Gras, sodaß Platz wird für die nächste  nachwachsende Generation, sondern sie düngen zugleich den Boden. Gleichzeitig beginnt der Boden wieder den oft spärlichen Regen zu halten und in die Erde zu leiten. Damit ist auch der Erosion ein Riegel vorgeschoben. Binnen weniger Jahre wird so aus unfruchtbarer, verwüsteter Steppe wieder fruchtbares, grünes Weideland, das noch dazu Fleisch liefert, sodaß die Grundbesitzer wieder eine Lebensbasis haben. Den Verweis auf das CO2, das diese Pflanzen der Luft entziehen, sodaß der Klimawandel umgekehrt werden könne, wie er meint, weil er auch sagt, daß die Hälfte des Klimawandels durch direkte menschliche Eingriffe über die Landwirtschaft verursacht sind, wollen wir diesmal irgendwie überhören.

Denn ansonsten ist es eine schöne Geschichte: Man muß nämlich oft nur anders denken.

Freilich finden das herkömmliche Umweltschützer nicht. Schon gar nicht wenn Savory sagt, daß er glaubt, daß große Teile der Menschheit (zwei Drittel der Erde sind Steppe, Grasland) nur über Fleisch ernährt werden können. Denn man stelle sich vor - sogar die vegane Weltrettungsreligion wird damit angegriffen!

Zum Schluß noch Udo Pollmer mit einem Stück Wirtschaftsgeschichte direkt:

"Der Schwarze Kontinent ist ein anschauliches Beispiel für den Wert der Weiden. Unser Bild von Afrika prägen weite Savannen durch die riesige Herden ziehen - wie die Serengeti oder der Krüger-Nationalpark. Doch vor Ankunft des weißen Mannes gab es diese Landschaften nicht. Die Parks sind genauso künstlich wie der Englische Garten in München.

Das Unheil begann um 1889 mit der Invasion der Italiener in Eritrea. Die Soldaten brachten mit ihren Ochsengespannen nicht nur Kanonen nach Afrika, einige Zugtiere trugen ein Virus in sich: den Erreger der Rinderpest. Die Folgen waren verheerend. Innerhalb von fünf Jahren erreichte das Virus Westafrika, zehn Jahre später Südafrika. Das bedeutete das Ende der afrikanischen Königreiche, deren Reichtum sie den Rindern verdankten. Der Wohlstand war für immer dahin.

Das öffnete den Kolonialherren Tür und Tor, denn die verarmten Rinderhirten hatten ihre Lebensgrundlage, Fleisch und Milch verloren und mussten sich nun wohl oder übel beim weißen Mann verdingen, um nicht zu verhungern. Europa hat es letztlich der Rinderpest zu verdanken, dass ihm Tansania, Kenia und Südwestafrika ohne ernstzunehmenden Widerstand in die Hände fiel.

Doch ein Tier profitierte von der Seuche: die Tsetse-Fliege, die mit ihrem Stich die tödliche Schlafkrankheit überträgt. Nachdem die Rinderherden verschwunden waren, verbuschten die Weidegründe und es entstand die Savannenlandschaft mit ihrem dornigen Gestrüpp. Dort fand die Tsetse-Fliege Unterschlupf. Ganze Landstriche wurden nun durch die Schlafkrankheit entvölkert.

In Afrika gibt es heute zwei Ökosysteme: Das eine, einst geschaffen von Hirten, in denen Rinder den Busch kurz halten und die Tsetse-Fliege keine Chance hat. Und das andere, geschaffen von Kolonialherren und erhalten von Naturschützern, in denen Wildtiere, Buschland und die Schlafkrankheit gedeihen."









*200916*


Samstag, 5. November 2016

Von der Höllenerfahrung der Ossies (1)

Auf einen ausgezeichneten Artikel soll an dieser Stelle hingewiesen werden. Unter dem Titel "Der Haß der Entfremdeten" befaßt sich Thorsten Hinz in der Jungen Freiheit mit dem Phänomen des "Rechtsextremismus" in der ehemaligen DDR, namentlich am Beispiel der "brennenden Flüchtlingsheime" von Hoyerswerda et al. 

Martin Walser bezeichnete diesen "Rechtsextremismus" als "Kostümfaschismus". Und er tat es in Einsicht in eine seelische Landschaft von Menschen, denen nach 1990 so gut wie alles zerbrochen war, aber nicht nur das: denen auch alles genommen war. Die gesamte Lebensweise war in Frage gestellt, und paradigmatisch zur Erneuerung ausgeschrieben. Nunmehr htten diese Menschen nichts mehr - keine Arbeit, verwüstete und kahle Landschaften, per Außenbeschluß stillgelegte, verödete Betriebe, und keine Identität mehr.

Eine „Naturgewalt“ sei über sie hereingebrochen, „die das Gelände entseelte und die Betriebe verödete. Die sie enteignete ihres unbestimmten Besitzes, ihrer Sicherheit. (…) Wer waren sie nun. Ihre Blicke, ihre Rechnungen sagten: verächtliche Wesen. Das hatte man aus ihnen gemacht.“ (V. Braun) 

Die Kluft und das Gebaren der Skinheads, die auf körperliche Kraft, aggressive Männlichkeit und auf Einschüchterung abstellten, waren Mittel, sich von der Schwäche der Alten zu absentieren.

Und in diese Wunde, in diese Schwäche wurde sogar bewußt noch nachgestoßen. Der VdZ hatte Gelegenheit, genau das bei einem längeren Aufenthalt in Ostberlin noch 1997 hautnah kennenzulernen. Mit dem oft unglaublichen Verhalten von West-Deutschen, das freilich ohne offizielle Politik nicht zu denken ist. Die jeden Westdeutschen mit dem Siegesläclen von Okkupationstruppen ausstattete, gegenüber seelisch deutlich wahrnehmbar geknickter Menschen - den "Ossies".

Er war auch ins Umland gefahren, hatte dort die stumme Ratlosigkeit als Folge fast flächendeckender, politisch durchgesetzter Stillegungen oft sogar gerade erst errichteter Betriebe (wie eine nagelneue Molkerei, die gar nicht mehr in Betrieb gegangen war) erlebt. Die nun als Architekturleichen die Landschaft (Richtung Greifswalde) - mit ihren ebenso frischen, dicht belegten Siedlungen aus Plattenbauten - gespenstisch und absurd, gar nicht mehr wie eine Lebenslandschaft, eher wie ein Bereitstellungsdepot wirken ließen und jede geleistete Arbeit, jede Selbsterfahrung der Ostdeutschen verhöhnten. Die Menschen verstanden das alles nicht mehr, so hat der VdZ es wieder und wieder gehört, und sie hörten bald auf, sich mit Vernunft zu befassen. Die war nicht mehr relevant. Nun kam eine neue Lehre, die man zwar nicht verstand, aber die wohl stimmen mußte, weil sei die der Sieger war. Nun wurde von anderer Stelle über sie verfügt, sie hatten es hinzunehmen, mußten aufhören, es mit ihrem Verstand ordnen zu wollen.

Und in diese für viele Millionen Menschen furchtbare Situation, die man durchaus mit einer "Höllenerfahrung" gleichsetzen kann, weil keine Vernunft mehr zu greifen schien, hatte die westdeutsche Regierung nun den Beschluß gefaßt, auch noch Migranten auszulagern.  Ja, man muß es sogar so nennen, daß die im Westen selbst schon nicht bewältigen Probleme mit Migranten (oder will ernsthaft jemand von "gelungener Integration" sprechen, sieht man von Einzelfällen ab?) schlicht exportiert, zumindest zum Teil den Ostdeutschen aufgeladen wurden.

Das MUSZTE zu einer völligen Überforderung führen, und keineswegs zufällig explodierte die Situation erstmals in Hoyerswerda - einer in DDR-Zeiten per utopistischem Größenwahn am Reißbrett entworfenen "Stadt", die folgerichtig schon damals eine soziale Wüste aus Trostlosigkeit war, die bestenfalls das höhere Gehalt, das es dort gab, einte.

Wie Karl Otto Hondrich damals befand: „Eine gesamtdeutsche und zugleich eine multikulturelle Identität für das Ganze zu schaffen mutet der Gesellschaft mehr zu, als sie heute einlösen könnte. Es ist ein Zuviel an Gutseinwollen und Gutmachenwollen, was den bösen Deutschen hervorbringt.

Der Osten Deutschlands ist "besonders rechtsradikal"? Er ist "besonders fremdenfeindlich"? Wer es auf diese simplen Sprechblasen bringt hat sich nicht die Mühe gemacht, sich mit dem Thema überhaupt einmal zu befassen. Hinz geht nämlich noch weiter, und weist darauf hin, daß zu diesen realen Verwüstungen auch noch die intellektuelle kam. Denn sofort war ein intellektuelles Establishment da, das genau jene Ideologien des Multikulturalismus und sonstiger Vernunftlosigkeiten, die übrigens fast sämtlich auf Identitätsauflösung abzielen und im Westen bereits ein gigantisches Scheitern ausgelöst hatten, nun dem Osten überstülpte. Umso lieber, als sie dort so richteig "recht" bekamen. Da waren sie ja, die Rechten, die Bösen, die Nazis, die Rassisten. Wie in der Wirtschaft war die ehemalige DDR Jauchegrube für die Versagerschichte des Westens geworden, deren einzige Qualifikation war und ist, "westlich und gut" zu sein.

Hinz hat völlig recht wenn er schreibt, daß auch dieses Kapitel deutscher Geschichte, ja überhaupt die Geschichte der Wiedervereinigung völlig neu geschrieben werden müßte. Denn so, wie es erzählt wird, war und ist es nicht. Aber sie stellt einen Teil jener Erpreßbarkeit dar, die einer ganzen Weltanschauung hilft und die deshalb an einer Fama weiterschreibt, die die deutschen Völker dort hält, wo sie anderen Interessen bedingungslos weil "absolut schuldig" ausgeliefert ist, weil sein Heil nur in ihm übergeordneten Interessensystemen und Lebenswelten liegt, die es nicht selbst bestimmt, denen es sich nur eingliedern kann. Wo aber ein Volk, eine Kultur den Mut zu schöpferisch freier Gestaltung seiner Zukunft nicht mehr hat, ja nicht einmal darüber zu sprechen und damit zu denken vermag, ist es dem Tod und der Hölle ausgeliefert.



Morgen Teil 2) Was aber noch zu sagen ist





*210916*

Das lohnt sich schon.

Der Film ist nicht schlecht, und stellt manches sehr gut und richtig dar, und bietet eine Fülle von Details. U. a. die Phantasie, "Linke" (wie Obama) könnten den zerstörerischen Auswüchen des Kapitalismus etwas entgegensetzen. Nicht nur stimmt, was im Film gezeigt wird, daß die Linken eigentlich von nichts eine Ahnung haben (und von der realen Komplexität der Probleme regelmäßig überrascht sind, wie jeder Einzug von Grünen in Parlamente beweist), sondern sie stehen in einem unlösbaren Interessenskonflikt: Denn linke Politik BRAUCHT genau dieses Spielgeld, sonst kann sie ihre absurden "Sozialideen" gar nicht umsetzen. Nichts hat den Turbokapitalismus seit je so angetrieben wie linke Politik.

Deshalb  müssen Linke regelmäßig ihre Versprechen, unter denen sie angetreten sind, rückgängig machen. Noch nie hatte die USA ein höheres Verteidigungsbudget (und mehr Konflikte) als unter dem "Friedensapostel Obama". Einer reinen Schauspielfigur ... "Yes, we can" - "Wir schaffen das!" Kommt Ihnen das bekannt vor?

Gleichzeitig hat die Obama-Regierung 2,2 BILLIONEN Dollar quasi "freihändig" vergeben, um "die Wirtschaft (bzw. das Bankensystem) zu retten". Die Vergabe dieser Gelder ist bis heute im Dunkeln geblieben. Nur in einem Punkt sind sie offen: Es sind summarisch Staatsobligationen, die vom gemeinen Steuerzahler zu begleichen sind. Frage nebenbei: Hätte ein "Crash" mehr Schaden anrichten können? Oder hat man den Schaden einfach auf eine ferne ferne, vor allem neblichte, unbekannte Zukunft verschoben?

Besonders interessant sind auch die medienkritischen Passagen im Film. Mit einem sehr prägnanten Punkt, der ab 1:40 beginnt Wo es um Hintergründe und Zusammenhänge mit der Entstehung des Klimawandel-Hoay geht, die teilweise erblassen lassen - es begann als ... Geschäftsidee, die über Umwege (!) eine totale, ja totalitäre Zentralsteuerung sämtlicher Lebensvorgänge durch die Politik implementierte, Voraussetzung für das Billionengeschäft, gegen das zu argumentieren unter Strafe gestellt wird. Die Bevölkerung wird dafür systematisch regelrecht in Trance versetzt. Sehen Sie selbst.

Merke: Nicht jeder, der ein Leiden registriert oder gar direktes Opfer ist, weiß, wie das verursachende Übel zu beseitigen wäre. So gut wie immer ist sogar das Gegenteil der Fall. Man wähle nie jemanden, der "Betroffener" ist, um ein Problem zu beseitigen! Schon gar, weil die meisten Dinge der Welt nur INDIREKT zu adressieren sind, also selbst wieder Folgen von ganz ganz anderen Ursachen sind, die zu erkennen aber eine ganz andere geistige Präsenz verlangt als "Betroffenheit".

Der Irrtum vieler die diese offensichtlichen Mängel kritisieren ist, daß sie meinen, eine staatliche Bank müßte auch das Privileg der Geldmenge besitzen. Das geht gar nicht, ohne im Grunde die 'Wirtschaft auf Etatismus und Zentralwirtschaft umzugestalten. Geld ist aus Prinzip etwas, das nur "vor Ort" entstehen kann und darf. Nur so wird sich Geldmenge (als Austauschparität und -versprechen) und Wirtschaftsleben wenigstens halbwegs auf ein jeweils sinnvolles Gleichgewicht einpendeln. Der Staat darf (oder: muß sogar) nur bei groben Ungewichten eingreifen, ohne je in Anspruch zu nehmen, Geldmengen apriori zu definieren. Mit diesen Versuchen - meist, ja immer aus ganz direkten politischen Absichten, das Volk zu betrügen! - begann das Dilemma der Wirtschaft der Moderne.









*050916*

Freitag, 4. November 2016

Selber schuld

Afrikanische (in Spanien darf man sie politically correct nur "Subsaharianer" nennen) Flüchtlinge drangen in Katalonien (Spanien) in Privathäuser ein. Daraufhin schritt die Polizei ein, und es kam zu einem noch ungeklärten Vorfall - ein Neger fiel aus einem Fenster und kam zu Tode. Daraufhin rotteten sich zahlreiche Subsaharianer zusammen, und es entwickelte sich ein regelrechter Krieg mit der Polizei. 

Das hat man eben davon, wenn man zu hilfsbedürftigen Flüchtlingen nicht freundlich und herzlich ist. Wir haben es ja immer gesagt.











*200916*

Die kleine Freiheit ist entscheidend

Denn die Entwicklung in Europa, schriebt Tocqueville, wird sich so abspielen, daß die zunehmende Gleichheit der Bürger in einer Demokratie bewirkt, daß die Zentralgewalt sich bis in kleinste persönliche Details erstreckt und jede nur denkbare Freiheit an sich zieht. Als die schlimmste demkbare Variante sieht er dabei, daß sich die Demokratie in eine Richtung entwickelt, in der sich ihre natürliche Tendenz zur Zentralisierung (die aus der Gleichheit stammt) und Despotie entweder auf einen Mann zuschneidet, oder gar auf eine neutrale, nicht durch persönliche Verantwortung erfüllte Körperschaft. 

Damit wären die Voraussetzungen zur höchsten Form der Entwürdigung der Menschen gegeben, denn angsichts der überwältigenden Macht, die der Staat besitzt, werden die meisten Bürger dazu tendieren, sich entweder überhaupt in seine Dienste zu stellen, als Beamte, oder von der Hoffnung leben, eines Tages in diese Dienste treten zu können, und sich entsprechend verhalten. Das ganze Leben wird sich auf die Zentralmacht ausrichten.

"Ich sehe wohl, daß man [auf die Weise einer Volksvertretung] die Teilnahme des Einzelnen an den bedeutendsten Geschäften sichert. In den unbedeutenden und den besonderen aber wird sie dadurch ebenso ausgeschaltet. Man vergißt, daß es gerade vor allem gefährlich ist, die Menschen im kleinen zu versklaven. Ich für mein Teil würde sogar dazu neigen, die Freiheit in den großen Dingen für weniger notwendig zu halten als in den kleineren - wenn ich es für möglich hielte, daß man überhaupt der einen sicher sein kann, ohne die andere zu besitzen."

Denn gerade die ständige Gängelung in den alltäglichsten Dingen und Verrichtungen bewirkt, daß sich die Bürger an den Verzicht auf Freiheit gewöhnen. Das zerstört den Verstand, und entkräftet die Seele. Damit werden die Bürger von der Zentralgewalt abhängig gemacht. Ihre Freiheitsfähigkeit versiegt, kommt nicht zur Haltung. Sie verlieren die Fähigkeit selbständig zu denken, zu fühlen, zu handeln, und sinken so auf ein untermenschliches Niveau.

Während der nur in großen Dingen - also hin und wieder - wirkende Gehorsamdruck allfällige Unfreiheit und Knechtschaft sogar bewußter macht, sich meist auch auf weniger Menschen beschränkt, nicht alle berührt.


Das führt in den Staaten zu einer ganz seltsamen Situation. Gerade die kleinen Dinge, zu denen der normale Menschenverstand ausreichen sollte, werden jene Dinge, die vom Staat geregelt werden, weil die Meinung vorherrscht, der Bürger wäre dazu nicht in der Lage. Geht es um Dinge, die die Zukunft des ganzen Staates ausmachen, übertragen die staatlichen Institutionen den Bürgern ungeheure Entscheidungsrechte, die in der Eigenart der Wahlvorgänge überhaupt zu einem Zufallsspiel werden. 

So stellen sie den Bürger einmal über alle Könige, um ihn bei nächster Gelegenheit unter das Menschsein zu drücken.

Freiheit wird dann nur noch auf die seltenen Tage des Wählens der Regierungen beschränkt. Wie aber sollen Menschen, die durch Gängelung bis in kleinste Lebensvorgänge hinein den Gebrauch der Selbstregierung völlig verlernt haben, ausgerechnet nun jene wählen, die sie im Staat beherrschen? Wie soll aus einem Volk von Knechten denn überhaupt eine tatkräftige, verantwortliche, sittliche hochstehende, weise Regierung hervorgehen?

Damit haben wir eine Verfaßtheit der Staaten, die an der Spitze republikanisch, aber in allen anderen Teilen "ultramonarchistisch" ist.  Das ist die denkbar kurzlebigste Konstruktion, denn hier kumlieren die Fehler der Regierung und die Torheiten der Regierten.

So ein Volk wird seiner Repräsentanten wie seiner selbst müde, und nun entweder freiheitliche Institutionen schaffen (die es vom Staat wieder unabhängiger machen sollen), oder sich einem einzigen Herren zu Füßen werfen, der vor allem eines und um jeden Preis sichern soll: Die Sicherheit und den Wohlstand.

Anmerkung: Oder ... beides kombinieren, indem vom Staat Freiheit in Bereichen gewährt oder gar gefordert wird, wo es gar nichts zu wählen gäbe (wie bei Gendering/LBGT, überhaupt so viele die Identität berührenden Fragen, auch in der sogenannten Pädagogik). Die damit die Bürger überhaupt aus dem Spiel nehmen, weil die sich nur noch mit ihrm engsten Ich beschäftigen, das zu einem Selbst zu konstutuieren sie weder Norm noch Halt mehr vorfinden. Und die ihre Bürger vor unlösbare Aufgaben stellen (Zuwanderung), die alle ihre Kräfte erfordern. Die ihre Bürger mti Ängsten konfrontieren, die niemand auch nur annähernd überschauen kann, weil sie überhaupt fingierte Scheinprobleme sind (Klimakatastrophe). 

 Denn diese Systematik fällt seit langem auf: Die Regierungen schaffen jene Probleme, die zu lösen sie dann vorgeben, weil niemand sie lösen kann, weil niemand versteht - weil sie Produkte der Phantasie sind, aber alle bis in jede Reserve hinein durch Staatsmacht verordnet betreffen "müssen". In solche Verwirrung versetzt, können die Regierungen mit einem Staatsvolk (in großen, wirklich Zukunft entscheidenden Dingen) überhaupt alles machen (Schuldenmechanismen, TTIP/CETA als Flucht nach vorne, als Flucht in einen noch größeren Nebel, noch größere Zusammenhänge und Faktorenkomplexe mit Zwangswirkungen, weil die Alternative - realistische Konsolidierung, schöpferische Gestaltung - eine andere Politik und andere Regierungen verlangte).





*120916*

Donnerstag, 3. November 2016

Warum Europa zusammenbrechen muß

Der Konservativismus in den USA - der wirkliche Konservativismus, nicht die zahlreichen Scheinkonservativismen - ist mit dem europäischen nicht zu vergleichen. Während europäische Konservative nur halbe Linke sind, sind ihre amerikanischen Namensvettern wesentlich mutiger. Und greifen Dinge auf, zu denen den Europäern bereits jeder Mut fehlt. So aber kommen sie zu wirklichen Ursachen und Zusammenhängen. Das Abendland hingegen stirbt und weiß nicht einmal woran. Seine Blindheit, die weitgehend der unmännlichen Feigheit entstammt, ist eben Teil der Krankheit.

Man mag manches an dem Video mit Vorsicht genießen, aber die Kernaussagen sind sehr richtig.










*200916*

Ein deutlicher Zusammenhang

Die chinesische Akademie der Wissenschaften hat nun eine Studie veröffentlicht, laut der es starke Hinweise gibt, daß das El Nino-Phänomen im Pazifik - jene riesige warem Meeresströmung, die sich zu gewissen Zeiten am Äuqator bildet, ostwärts fließt und für 1-2 Jahre größte Auswirkungen auf das Wetter in Amerika hat - direkt mit den Sonnenflecken zu tun hat. 

Zurückverfolgt bis ins späte 19. Jhd. ist auffällig, daß sich mit einer Zeitverzögerung von 1-3 Jahren starke El Ninos (wie wir ihn im letzten Jahr hatten, und dabei fast so mächtig war wie der von 1988) dann gebildet haben, wenn auf der Sonne ein Sonnenfleckenmaximum zu beobachten war.  Den Chinesen nach verläuft aber analog zur Sonnentätigkeit auch das Abklingen von El Ninos langsamer, als bisher angenommen, sodaß der Einfluß des gerade abklingenden Wetterphänomens aus 2015/16 auch im 2. Halbjahr 2016 noch zu spüren sein wird. Was für die Interpretation der Bedeutung des Verlaufs der "Weltdurchschnittstemperatur" (einer statistischen Größe, die sich aber aus auf Flächen hochgerechneten Einzeldaten nährt) nicht ohne Belang ist.





*110916*

Mittwoch, 2. November 2016

Ahnen haben göttliche Qualität

Der VdZ hat seine konkreten Bedenken - auswegloser Hegelianismus - gegen die Philosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz. Sie wird lediglich von gewisser Vorsicht vor der katholischen Wahrheit gehalten und zurückgehalten, nicht von der Einheitszusammenführung ihrer Gedanken. Aber in gewisser Fragmentarität belassen, ohne also von ihr definitive Einheit der Gedankenführung zu verlangen - Frau? es ist einfach zu typisch - hat sie zweifellos ihre Meriten. Und in diesem Vortrag liefert sie hervorragende anthropologische Gedankenfragemente zum "Adams-Wahn" der Gegenwart.

"Nehmt dem Kamel nicht seine Last. Es könnte vergessen, ein Kamel zu sein." Die Toten sind in keiner Kultur tot. Wenn die Toten tot sind, ist keine Kultur mehr. Wir ehren sie durch Weitergabe des Erbes, denn wir stehen immer in ihrer Schuld.

Sehr wichtig (und hier vor einiger Zeit ausgefaltet) auch ihr Verweis auf den Zusammenhang von Liebe und Eigentum.










*231016*

Klare Präferenz

Donald Trump, sagt Michael E. Jones in einer hörenswerten Analyse Amerikas und seines wirtschaftlichen Systems (was natürlich zur Politik führt), wird den Finanzoligarchen Amerikas wohl kauim entkommen. Und die Finanzoligarchie der USA läßt den Amerikanern in Wirklichkeit kaum noch eine Wahl. Aber Trump sagt einen wichtigen Satz: "America first!" Damit verbindet sich die Hoffnung einer Rückbesinnung auf das eigentliche Amerika.  Hillary Clinton hingegen ist die absolut sichere Gewähr, daß alles, was an Amerika schlecht ist, noch schlechter wird. Man möge sich doch bitte ihr bisheriges politisches Wirken ansehen - eine einzige Blutspur.

Die interssanteste Aussage von Michael E. Jones ist aber zweifellos: Die Korruption des Menschen durch Schuld. Damit ist auch die Sexualisierung der Gegenwart - samt Homosexuellenbewegung - im Grund eausreichenderklärt. Keine Bevölkerungsgruppe ist derartig leicht zu manipulieren wie jene, die in Schuld verharrt, indem man ihr einen Ausweg verheißt, ohne daß sie ihre Lebenssituation ändern muß. Diese Menschen werden ALLES tun, und allem folgen. Deshalb sind Staatsschulden gar nicht die erste Quelle der Zersetzung - es sind persönliche Schulden, auch in Geld. Die zersetzen die schöpferische Basis einer Kultur höchst effektiv, weil sie die Menschen manipulierbar machen. Denn mit nichts hebt man den Menschen so leicht aus wie mit "sexuellem Anreiz", im Aufbrechen seiner vernünftigen Integrität durch Teilantriebe. (Deshalb auch die Schlüsselrolle von "Sport" und "populären Spielen".)

Der Kapitalismus BRAUCHT eine sexuelle enthemmte Gesellschat, sonst kann er sich gar nicht entfalten, weil die Menschen sonst über andere - essentielle - Dinge nachzudenken begönnen. Denn Denken ist von der sittlichen Haltung abhängig, NICHT von "Intelligenz" oder dem, was als "Bildung" heute verkauft wird, die nur eine systematisierte Kollektivverblödung ist.

Und das ist der Grund, warum sich - beobachtbar - weltweit das Großkapital (die Oligarchie) mit den gesellschaftsverändernden "fortgeschrittenen", liberalen politischen Zielen der Gegenwart verbündet hat. Es ... liegt in ihrem (Profit)Interesse. Wucher und widernatürliche Sexualität bzw. Widernatürlichkeit sind Zwillinge in der sittlichen Wurzel des Menschen.

Das geht bis hinein - was heißt ... es nimmt dort historisch seinen Schwung - in den Protestantismus, weil dessen innerste Wurzel ... Diebstahl, Aneignung fremden Eigentums ist, das dazu außerhalb Gottes Willen steht, indem die Natur außerhalb Gottes (Wissen=) Vorsehung gestellt wird. Neben dem Judentum ist die zweite Quelle des (Turbo-)Kapitalismus (in dem Geld eine eigene Wirklichkeit erhält) deshalb der Protestantismus (s. u. a. M. Webers Analyse) Protetantische Sekten wie die Baptisten/Calvinisten (etc. etc.) sind die Missionare des Wuchers, des unmenschlichen Kapitalismus.

Jones, so nebenbei, vertritt dieselbe Ansicht wie der VdZ. Auch er meint, daß das Gequatsche von "Gold=Geld" - von goldgebundener Währung also - einfach daher stammt, daß  niemand (mehr) versteht, was Geld überhaupt ist, nämlich: Leistungsparität. Deshalb variabel. Nichts, und die Vergangenheit beweist es, kann durch eine Goldwährung verbessert werden. Sie kann dafür eine Wirtschaft in ihrem essentiellen Punkt - bei den Produktiven, den Schöpferischen, den Arbeitenden - abwürgen, und sie ist zudem spielend leicht manipulierbar. Aber die gesamte spanisch-habsburgische Volkswirtschaft, die die halbe Welt umfaßte, konnte sich trotz gigantischer Goldaufbringung nicht dagegen schützen, trotzdem bankrott zu gehen.

Äußerst interessant ist auch Jones Erzählung über die "Texanische Bewegung" im späten 19. Jhd., wo der Süden sich noch einmal durch ein anderes Geldsystem gegen den kapitalistischen Norden zu behaupten versuchte. Immerhin dauerte das Experiment fast 30 Jahre, ehe es erlag, weil es sich (aus sogar banalen Gründen - Sprachindernisse zu den nördlichen (deutschsprachigen) Staaten und v. a. Farmern, die dieselben Interessen gehabt hätten) nicht durchsetzen konnte.











*190916*

Die Moränen sind immer zu spät

Das Argument ist einfach zu köstlich, zu schlagkräftig, um es einfach nicht hier anzuführen: Während sich jeden Moment zwischen Kopf und Beinen Temperaturuntschiede der Luft um Grade fststellen lassen, während die Luft hier und nur zwei Meter daneben um Grade unterschiedliche Temperaturen aufweist, während nicht einmal eine einheitliche Kalibrierung zwischen Thermometern in sagen wir Montane/USA und Koblenz/Deutschland möglich ist und jede Messung so spezifische Bedingungen hat, daß ihr Unsicherheitsgrad oft Grade beträgt, während selbst am Blumenstock am Gang der Wohnung des VdZ die Temperaturen zwischen sonnenzugewandeter Blattseite und deren Untergrund mit der Hand erfaßbare Unterschiede aufweisen, behaupten scharfsinnige Geister, daß eine "jährliche Welt-Durchschnittstemperatur" - als rein statistisches, abstraktes Produkt rein zufälliger Messungen, über deren reale Bedeuttung niemand, wirklich niemand auch nur irgendeine Ausage treffen kann - die von 2014 auf 2015 von 14,84 auf 14,85 Grad Celsius "gestiegen" ist, die Welt und das menschliche Dasein gefährde. Ja manche behaupten, "die Klimaerwärmung bereits zu spüren".

Was natürlich insofern interessant ist, weil Sinnesdaten nur über bewußte Akte "bestimmt" werden, also ihre "Gefühltheit", ihre Erlebensqualität immer auch eine sutjektive, jede Befindlichkeitsaussage also eine schöpferische Seite hat. Wo der eine frierst, schwitzt der andere. Und das ist bei weitem mehr als mechanische Physik.

Lese man selbst aber ruhig den gesamten Artikel von Wolfgang Thüne, der in der ganzen unseligen Debatte seit langem durch seinen kühlen Kopf auffällt. Womit er beweist, wie subjektiv (wenn auch nicht relativistisch) und irreführend eine interpretatorische Aussage über Zustände sein kann. Auch in diesem Artikel bestechen logisch gut nachvollziehbare Fakten, die so manchen Kopf zum Schütteln bringen werden. Denn nicht nur Thüne ist der begründeten Auffassung, daß die Klimakatastrophik auf schwerwiegenden grundlegenden Denkfehlern beruht.


*

Der VdZ hat schon lange seine Zweifel ob der Überlegungen, die eine "beschleunigte Erwärmung" anhand realer Geschehnisse - Eisabschmelzungen etwa - "bewiesen" weil belegt wissen wollen. Der Gedanke kam ihm wieder neu zu Bewußtsein, als er auf Die Kalte Sonne las, daß sich der Rückgang der Schweizer Gletscher im Sommer 2016 verlangsamt habe oder gar ausgeblieben sei. Das habe mit liegengebliebenem Schnee aus dem Winter zu tun. Was den VdZ als Erklärung nicht ganz befriedigt, weil vieleicht gar nicht die Ursache, sondern zumindest auch bereits Wirkung eines umfassenderen Geschehens ist.

Versuchen wir aber alles einmal anders zu ordnen: Wenn man ein Stück Eis aus dem Kühlfach in die Küche mit normal temperierter Raumluft legt, ist der Abschmelzprozeß nicht als linearer Prozeß zu beobachten, sondern er verläuft progressiv. Erst tut sich gar nichts, und erst nach und nach beginnt das Eis in Wasser überzugehen, um schließlich immer rascher zu zerfließen. Aber selbst noch im letzten Rest Eis ist die "Bedingung Eis" zur Gänze vorhanden. Er läßt sich ins Kühlfach zurücklegen, und bleibt dort im nächsten Augenblick konstant, nur die äußersten Schichten müssen sich wieder auf "Eisbedingung" abkühlen.

Und das OBWOHL sich der eigentliche Angleichungsvorgang (der Erwärmung in dem Fall) verlangsamt hat, denn das eigentliche und mächtigere Geschehen der Umkehr ist am Anfang passiert und dort umso heftiger und dann rascher, je größer die Differenz ist, die es zu überwinden gilt.

Das bedeutet, daß auch das Abschmelzen eines Gletschers dort progressiv verläuft, wo der Grundkorpus immer kleiner, dünner geworden ist. Mit einem Ansteigen der Außentemperaturen hat das nicht das Geringste zu tun. Der Abschmelzprozeß verläuft in einem bestimmten Verhältnis zum Eigensein "als" Eismasse, als Gletscher. Ist dieses groß, verläuft er langsamer, ist er klein, schneller, und damit progressiv schneller: Schnelleres Schmelzen, schnellerer Verlust des Körpers, schnelleres Abschmelzen etc.

Solche, ja alle Systeme verhalten sich in ihren Angleichungsprozessen (nicht mehr ist das Schmelzen von Eis) also nicht linear, sondern progressiv. Oder degressiv, je nach Blickpunkt. Beschreiben wir das bildlich übersetzt so: Sie brauchen zu Anfang eine gewisse "Orientierungszeit", in der die Systeme ihr Übergewicht abschätzen, um sich dann dem je stärkeren zu unterwerfen.

Das hat Konsequenzen. Denn in dem Moment, in dem wir das Abschmelzen eines Eisblockes feststellen, sind die entscheidenden, initialen Abschmelzprozesse bereits vor einiger Zeit in Gang gekommen. Was wir beobachten ist also bereits eine Folge, hat bereits einige Zeit gedauert. Bleiben die Bedingungen gleich, oder verändern sie sich nicht wesentlich, erfolgt der progressive Ausgang eines in seinem Ziel bereits mehr oder weniger lange zuvor in Gang gebrachten Prozesses. Das wesentliche dabei ist: Sie verhalten sich TRÄGE, und das heißt: Sie beharren in ihrem Ursprüngszustand (zum Zeitpunkt der Begegnung), es braucht seine Zeit, bis sie diesen abzulegen beginnen, indem gewisse Kipppunkte für ihre Zustandtsveränderung (Gefrierpunkt für Wasser) eine definitive Änderung des Aggregatszustands bedeuten.

Beobachten wir das Abschmelzen - und das dann immer raschere Abschmelzen - eines Gletschers, so beobachten wir also Vorgänge, die bereits vor einiger Zeit ihren entscheidenden Punkt hatten. Die Außenbedingungen begannen bereits vor einiger Zeit, den Eigenzustand des Eises zu beeinflussen, bis sie sich als Schmelzvorgang äußerten. 

Das betrifft aber auch ihre Revision. Und diese Revision setzt nicht erst ein, wenn der Gletscher wieder in alter Größe besteht, sondern in dem Moment, wo sich das Schmelztempo verlangsamt. Umso mehr, als es sich ja eigentlich beschleunigen müßte. 

Abgesehen von allen möglichen zusätzlichen Faktoren, die hier wirksam werden könnten - Ursache und Wirkungen sind also nicht so einfach damit auszusagen - könnten wir in den Schweizer Gletschern Zeugen eines Prozesses zu werden, der bereits vor einiger Zeit eingesetzt hat und der jene Abkühlung bereits jetzt konkret anzeigt, die manche ohnehin seit längerem bereits für durchaus möglic halten: Daß wir nämlich einer Kaltzeit zusteuern, und nicht einer Erwärmung, im Rahmen von "Klimaveränderungen", auf die wir nicht den geringsten Einfluß haben können. Es sei denn durch Reaktion in unseren kleinsten Umgebungsfeldern ausgleichend reagieren können. 

Man denke nur an den Hiatus der sogenannten "Weltdurchschnittstemperatur", der zwar nichts Konkretes, aber doch "irgendetwas Ungefähres" aussagt, und seit bald 20 Jahren festzustellen ist. So lange schon steigen die Temperaturen im Schnitt nicht mehr, bestenfalls marginal, s. o. Und daß das Eis der Arktis seit drei Jahren definitiv an Volumen zunimmt (Eisfläche ist ja nur ein bedingter Parameter, weil die bildung von Eisbedeckung stark von der Ruhe der Meeresoberfläche abhängt, sodaß sogar kühlende Stürme die Eisfläche weniger wachsen lassen können) ist auch bekannt. Die Antarktiseiskappe wächst ohnehin schon seit vielen Jahren, und die Sonnenflecken (die umgekehrt proportionalen Einfluß auf die Wolkenbildung und damit Niederschlagsmengen haben) nehmen kontinuerlich ab, es wird also mehr kühlende Wolken und Niederschläge geben.

Aber das ist nur eine Möglichkeit der Interpretation. In ein paar Jahren sind wir vermutlich gescheiter, was uns der Kosmos so an Bedingungen bereitet. Wenn sich vielleicht ein länger schon begonnener Prozeß der Abkühlung durch Beschleunigung offenbart, die wir erst als Veränderung überhaupt wahrnehmen. Denn umgekehrt ist seit langem schon klar, daß sich an vielen Parametern eine "Verlangsamung" eines zuvor herrschenden Trends ablesen läßt. Und das würde an sich ja bereits heißen: Er ist schon lange das Gegenteil in gange. Hoffentlich haben wir dann nicht nur Sommerhemden auf Lager.





*100916*

Dienstag, 1. November 2016

Vom Bessersein der Mütter

In einem unlängst öffentlich abgelaufenen Wortgefecht kam es zu folgenden Aussagen: Erst hatte Frauke Petry (AfD) der Kanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, daß diese keine Kinder (Petry aber vier) geboren habe, weshalb ihr Blick nicht jene Weite habe wie der von Müttern. Dem entgegnete Daniela Wakonigg vom Humanistischen Pressedienst (was immer das ist), daß es keinesfalls so sei, daß Mütter "besser Menschen" seien. Wozwischen Mathias Heitmann in Achste des Guten zu vermitteln versucht (auf welchen Seiten man es mit Begriffen leider recht oft nicht so genau nimmt, dabei läge die Lösung für viele Fragen schon alleine darin). In dem er bestätigt, daß Mütter keine besseren Menschen seien, aber immerhin träfe das auch auf Nicht-Mütter nicht zu. Das ist aber nicht nur ein unbeholfener Eiertanz, sondern es ist ... falsch. Zumindest prinzipiell.

Denn das Gute hat mit dem Grad der Vervollkommnung zu tun. Was immer man als "gut" bezeichnet, ist es, weil es seine Arteigenschaft sehr weitgehend darstellt. Das trifft für Wein nicht weniger zu wie für Frauen, und generell für den Menschen.

Mensch ist der Mensch aber in der Ergänzung von Mann und Frau. So ist er das Ebenbild Gottes. Das heißt, daß seine Gutheit mit der Ehe beginnt, und sich dort im Vater- und Muttersein definitiv erfüllt. Selbst, wenn jemand auf die Ehe in der Form des Zusammenspiels und der erfüllten Sexualität von Mann und Frau verzichtet, tut er dies unter bewußter Inkaufnahme eines Mangels, um diesen Mangel in einer höheren Vater- oder Mutterschaft auf geistiger Ebene zu einer höheren Gutheit zu heben. Für jene, die unfreiwillig nicht heiraten und Kinder haben, wird es immer aber zu einer schweren Aufgabe, in einem zeitlebens als Mangel erlebten Zustand, den der Betroffene hoffentlich lernt, zu sublimieren, oft genug sogar nur als Sühne aufzunehmen - aufgrund fehlender Gutheit also. 

Zuvor, ja immer dort, wo eine Vollkommenheit besteht (und das tut sie bei allen Menschen, denn jeder ist mangelhaft), bezieht sich das Attribut Gutheit auf die Würde. Das heißt: Auf das, was er sein könnte (weil an seinem Daseinsort angelegt), was zugleich heißt: was er sein sollte, was er also nach Magabe seines Ortes anstreben muß, um gut zu sein, soweit es ihm möglich ist. Und dieser Ort ist für jeden zuallererst das unvollendete Menschsein als Mann oder als Frau, das erst über Ehe und Kinder als Voraussetzung für Gutheit in Aufgabe erfüllt wird. Und dort erst erfüllt sich auch seine Vernünftigkeit, die nicht neutral gesehen werden kann, sondern mit dieser Konkretheit untrennbar verbunden ist.

Lange Rede - kurzer Sinn: Sehr wohl also kann oder muß man sogar den Menschen, der verheiratet ist und Kinder hat, als "besseren" Menschen ansehen. Denn erst er hat (prinzipiell) jene Startbasis, aus der heraus er auch seine Aufgaben gut, das heißt in allen Beziehungen (die immer Beziehungen "als" sind) erfüllen kann.

Das ist keine Haarspalterei der Lustigkeiten, sondern hat mit der dringenden Aufgabe zu tun, das Muttersein als eigentliches Frausein in seiner Idealität zu schützen und auf jenes Podest zu stellen, auf das es gehört. Denn erst die (auf der Ehe basierende) Mutter ist die Frau selbst. Und hier ist es sogar unabhängig davon, ob die Ehepartner getrennt leben oder in Gemeinsamkeit, denn das Band ist unauflöslich und wirkt real wie in Gutheit als anthropologisch eingeprägtes Merkmal, auch wenn beide nicht täglich an einem Tisch sitzen. Denn diese Gutheit des Menschen steht noch vor allem Nutzen. Es ist also auch nicht zulässig, irgendwelcher demographischen Überlegungen wegen diese Tatsache hervorzuheben. Es geht vielmehr grundsätzlich ums Menschsein.*

In dieser Hinsicht ist es sehr wohl relevant, ob eine Frau Mutter ist oder nicht. In dieser Hinsicht kann man sehr wohl von einem Mangel bei Angela Merkel sprechen, der sich auch ganz real in ihrer Amtsführung beobachten läßt, wenn man es zu sehen vermag. Gerade im aktuellen Debattensturm um die Zuwanderung zeigt sich bei ihr ein Fehlen mütterlicher Liebe, die nämlich auf Grenzen und Konturen (weil Liebe immer auf ein Wesen abzielt, sonst ist sie gar nicht) aufbaut und nur "in sich" grenzenlos sein kann, nicht in Hinsicht auf ein aufgelöstes Liebesgut. Damit ist Merkels "christliche Nächstenliebe", die sie in dieser Frage behauptet, mehr als fragwürdig - sie ist unglaubwürdig und bleibt kalter und willkürlicher Moralismus, der seinen eigentlichen Bezugspunkt durch Überzogen- weil Grenzenlosigkeit zu kompensieren versucht. Das ist sogar wörtlich zu verstehen. Merkel fehlt sehr deutlich die mütterliche Bezogenheit (weil wohl aus fehlender mütterlicher Erfahrung) auf jenes Volk, dem vorzustehen sie zur Aufgabe (Ort) hätte.

Denn anders als der Rationalismus meint, ist Aufgabenerfüllung kein technisch-physikalisch neutraler Ablauf, der vom Ausführenden selbst zu trennen wäre, sondern unterliegt dem Kairos. So, wie die Qualität der Sicht auf Dinge eine Frage der Qualität des Sehenden ist. Wo sich aber Menschsein nicht gerundet hat, ist diese Sicht nicht universal, sondern immer vom Mangel und damit von der Selektion durch Interessen bestimmt, nicht von der Selbsttranszendierung. Denn Mangel "hält zurück". Jede Tat ist aber immer eine Beziehungstat, die sich aus dem Ort ergibt, den man betreten hat oder an dem man steht weil gestellt ist, und deshalb immer eine Tat "als" jemand. Und in dieser Hinsicht hat also Frauke Petry recht, und man müßte sie in diesem Punkt um der Mütter wegen unterstützen. Aber mehr noch müßte man Petry zugeben: Denn der Mangel der Angela Merkel ist nicht einfach nur, daß sie keine Mutter ist, sondern daß sie diesen Mangel an Ganzheit nicht zu erkennen scheint, also getrieben bleibt, und deshalb nicht nur an eine Physik der Welt, sonden auch an eine Physik der Gutheit über den rationalistischen Moralismus glaubt. Und in Berlin wie ein Experimentator agiert, der hinter den Fensterscheiben eines Physiklabors steht und die Reaktionen der von ihm provozierten Wirkungen beobachtet.




*Die Frau der höchsten Gutheit, der vollkommene Mensch, ist eben deshalb die (verehelichte) Gottesmutter Maria - Mutter als Frau! Und das Ideal jeder Ordensschwester ist gleichermaßen und unverändert ihr Leben als "Braut Christi" zu leben, und (auf höherer Ebene) Mutter für viele Menschen zu sein. Analog zum Vatersein des Priesters, wenn auch in anderer Stellung und damit Aufgabenart.




*200916*

Sollte Ihr Glaube durch Papst Franziskus gefährdet sein ...

Der VdZ erlaubt sich, einen Artikel von Steve Skojec (USA), dem Gründer von OnePeterFive, vom September 2016, hier in einer Übertragung zu bringen. Er titel mit:

Sollte Ihr Glaube durch Papst Franziskus in Gefahr geraten sein ...

"Ich sehe viele Leute nach Beweisen und Günden suchen, daß Franziskus ein Antipapst ist.  Aber ich frage mich: Warum? Warum bewegt diese Angelegenheit sie so? Genügt es nicht, daß er ständig irrt und Wege sucht - schlaue Wege, die ständig an den Grenzen des Papstamtes herumspazieren - um die Gläubigen in den Abfall zu führen? Ich habe erst heute morgen diese Bedenken mit jemandem disputiert, und ich möchte das mit Ihnen teilen.

Man kann als gesichert davon ausgehen, daß Franziskus der Sache nach ein Häretiker (ein "materialer" Häretiker) ist. Zu prüfen, ob er es auch formell ist, ist aber schon nicht mehr unsere Angelegenheit. Seine Ansichten - nicht freilich seine Lehren, denn da ist er nach wie vor äußerst vorsichtig, um nicht gegen das authentische Lehramt zu verstoßen - führen die Menschen zur Sünde, manchmal möglicherweise sogar in die Hölle.

Aber welchen Maßstab immer man anlegt - er ist immer noch der Papst.

Der katholische Glaube ist voller Paradoxien, voller Stolpersteine und schwieriger Aussagen. Wir hatten auch schon Päpste in der Geschichte, die Häretiker waren. Wir hatten Päpste, die die Häresie begünstigten und unterstützten, ja mit Häretikern zusammenarbeiteten. Wir hatten Päpste, die ein skandalöses Leben führten, das sie sicher und ohne jeden Zweifel zu immer weiteren Sünden führte, und wahrscheinlich in die Hölle.

Und trotzdem waren auch sie Päpste. 

Hören Sie deshalb auf mit allen Versuchen, das selbst lösen zu wollen. Ist es ist Ihre Kirche, oder die unseres Herrn Jesus Christus? Hören Sie auf zu glauben, daß dieser Sturm das Schiff zum Sinken bringt, sondern lassen Sie sich ermahnen, wie die Apostel ermahnt wurden: "Oh Ihr Kleingläubigen ...!"

Und sie erlebten, wie er mit einem Wort dem Sturm gebot, und dieser legte sich augenblicklich.

Gott läßt es zu. Und Gott war es, der eine autoritäer strukturierte Kirche geschaffen hat, deren Autorität wir uns zu beugen haben, zumindest so weit, als wir es mit unserem wohlgeformten (!) Gewissen vereinbaren können.

Selbst, wenn Franziskus wirklich ein Antipapst sein sollte - was verändert sich dabei in unserem Leben? Hören Sie zu beten auf? Hören Sie auf, die Hl. Messe zu besuchen? Geben Sie Ihre geistigen Lesungen auf? Geben Sie Ihen Glauben auf?

Natürlich hat es seine langfristigen Awirkungen, ob er ein authentischer aber diabolischer Papst oder oder ein Papst ist, der sich das Amt erschlichen hat und zudem diabolisch ist. Und egal was davon stimmt bleibt er gleichfalls ein Papst, der dem Herrn der Welt dient, und nicht dem König der Könige.

Sind Sie über ihn entrüstet? Gut. Das sollten sie. Wenn Sie Glauben haben dann ist nämlich unübersehbar, daß er die Zerstörung will. Und dem muß man widerstehen, mit aller Glaubenskraft, derer man fähig ist.

Aber: Gott. Läßt. Es. Zu. Und. Das. Hat. Einen. Grund. Vertrauen wir Gott? Oder doch nicht. Ist es wirklich wichtig, und zwar wichtig um unser Heil zu erlangen, ob wir seine Gründe für diese Zulassung kennen? 

Als die Päpste in Avignon residierten, setzte der Heilige Vinzenz Ferrer auf das falsche Pferd. Er war sicher, daß Clemens der echte Urban der falsche Papst war. Die Heilige Katharina freilich setzte auf Urban, der aus heutiger Sicht auch der echte Papst war. Aber davon völlig unabhängig waren beide, Vinzenz und Katharina, große Heilige.

Hängen Sie sich deshalb an die Dinge des Himmels. Kümmern Sie sich weiter um Ihre Heiligkeit und Ihre Erlösung. Hören Sie auf, sich ständig den Kopf über diesen Mann in Rom zu zerbrechen, der Ihnen nur ihren inneren Frieden raubt. Ja, klar, wir sollten schon Bescheid wissen, was er so im Namen der Kirche alles tut. Aber wir sollten doch bitte nicht verzweifeln! Es hat seinen vollen Grund, daß Gott schon bisher die Päpste in allem außer der engsten Glaubensdoktrine so fehlbar machte. Denn Gott wußte, daß wir in Zeiten wie heute kommen. Fassen Sie also Mut. Haben Sie Glauben."





*100916*

Montag, 31. Oktober 2016

Das mußte hierher

Manchmal weiß man wirklich nicht mehr, was man zu diesem Papst noch sagen soll .... OnePeterFive bringt folgende Meldung, und reagiert mit ebensolchem sprachlosem Kopfschütteln, denn als Selbstironie war es offenbar nicht gemeint.

"In einer fast 40 Minuten langen vorbereiteten Rede warnte Papst Franziskus Neubischöfe davor, ihr Amt für persönliche Zwecke zu mißbrauchen und nicht dazu, die Liebe, Treue und Heiligkeit Gottes weiterzugeben.

Die Welt hat mitreißende, aber verlogene Redner, hat mit Verlaub Bischöfe und Priester satt, die dem Zeitgeist nachlaufen. Die Menschen riechen sie heraus - sie haben den Geruchssinn Gottes - und sie laufen davon, wenn sie merken, daß sie es mit Narzissen, Manipulatoren, Vertretern der nur eigenen Sache und Marktschreiern eigener Kreuzzüge der Eitelkeit zu tun haben, sagte der Papst."









*180916*

Hinter den Kitteln der Weiber

Es gehört streng inhaltlich gesehen zu den Ausführungen über den Islam, der VdZ hat es aber ausgegliedert, weil ihm die Aussage zu wichtig erscheint, um in der Textmasse der Vortage unterzugehen. Dabei geht es um die Pseudologie, in der der Wahrheitsgehalt nomineller Sprache lediglich Reaktionsschild und nicht Teil der Wahrheitssuche selbst ist. Er sinkt deshalb bestenfalls zur "Richtigkeit" einer Teilaussage ab.

Dabei wurde ausgeführt, daß die Pseudologie einem Widerspruch zwischen der Sprache des Leibes (als unabkömmlicher Träger und Ausdruck der gesamtpersönlichen Mitte - das Geheimnis des Heiles, der Erlösung ist eine Erlösung des Leibes! sie ist "rein geistig" schon anthropologisch gar nicht möglich) und des bewußten Denkgebäudes darstellt. 

Nun soll der Hinweis folgen, daß dies in besonderer Weise typisch ist für Menschen, die sich ihrer identitären Realität (und Identitä ist ungemein real) entziehen wollen. Damit ist klar, daß die Pseudologie in erster Linie Menschen betrifft, die in ihrer Identität sich selbst entfremdet sind. Damit ist die Pseudologie hier vor allem ein Problem der stark an Frauen orientierten Männer (Muttersöhnchen; Menschen mit sexuellen Identitätsstörungen; "Frauenversteher" als Männer, die ihre Identiät als Mann aufgeben weil sie an der Frau nicht mehr "als Mann" handeln*, sondern in Gleichheit, wenn nicht Unterordnung, wie es für Männer aus mutterdominierten Herkunftsfamilien typisch ist) und, umgekehrt, von Frauen, die mit ihren realen Rollen nicht einverstanden sind, sich damit nicht begnügen, sondern in genuin männliche Bereiche übergreifen. 

Was so verdammt kompliziert klingt, ist in der Realität sehr sehr einfach. Und zeigt sich bei den heute in Massen auftretenden Frauen in der Politik. Diese zeichnen sich quer durch die Bank dadurch aus, daß sie explizite Forderungen der Gruppe, die sie vertreten, mit großer Vehemenz vertreten. Das ist derzeit in Deutschland außerordentlich deutlich zu erkennen. Ob das eine Sarah Wagenknecht als führungsfigur der Linken ist, oder Frauke Petry oder neben so vielen anderen eine Wiebke Mühsal für die AfD, oder Angela Merkel für die CDU. Dazu kommt noch die zahlreichen Führungsfrauen der Grünen. Für sie alle gilt, daß sie keinen anderen Zugang zu nominellen Inhalten haben al sden der Pseudologie. 

Direkt damit hängt auch eine Wissenschaft zusammen, die sich als Rationalismus von der Notwendigkeit einer ständigen Rückführung von Begriffen auf komplexe Wirklichkeiten zu absentieren sucht, indem sie ständig nominelle "Logik" nachweist.

Nahezu die gesamte deutsche (und österrichische) Politik ist deshalb von Pseudologien geprägt, denen unsere Länder verdanken, daß sie ohn ejeden Zweifle in schwerste Schäden geführt wurden und werden. In Deutschland ist es besonders schwerwiegend, weil mit ESM, Energiewende und Flüchtlings-Nominalhumanität alleine drei Politikfelder betroffen sind, die real (!) Auswirkungen auf Deutschland haben, die das Land auf Jahrzehnte über die Grenzen des dem Land möglichen hinausdrücken wird.

Aber auch eine Diskussion, die sich nur noch auf "Burkaverbot" oder "Badevorschriften" oder alle möglichen Nominalforderungen (Sprachkenntnisse, Wertebekenntnisse, Gleichberechtigungsschwafeleien, etc. etc.) kapriziert, zeigt das an.

Wie sehr das zutrifft, zeigt diese Video, eine Stellungnahme von Wiebke Mühsal. Nicht EIN argument das sie anführt, ist in Wirklichkeit haltbar und widerspruchsfrei. Auf dieser Ebene zu argumentieren MUSZ deshalb über kurz oder lang scheitern. WIR SIND, wenn wir nicht mehr aufbringen können, WEHRLOS. Mit solcher Argumentatoin haben wir bereits jetzt verloren, weil sich immer und irgendwann unsere Widersprüche gegen uns selbst wenden.

Wenn aber Männer die Politik an Frauen abschieben, weil sie nicht mehr Männer sein wollen - was soll dann auch herauskommen? Verstecken wir uns nicht hinter den Kitteln jener Frauen, denen der Geduldsfaden reißt, weil die Männer nicht ihre Aufgaben erfüllen? Denn nur sie können "ganzheitlich" in die Politik eingreifen. Frauen müssen zwangsläufig pseudologisch bleiben. Denn ihr Leib fährt auf einem anderen Gleis.









*Das zu illustrieren ist mit Beispielen gar nicht mehr möglich, weil es eigentlich eine Generalerscheinung geworden ist: Der völlige Verlust der Männlichkeit hat ganze gesellschaftliche Segmente, ganze Instutionen - die Kirche! - befallen, die damit jede Realitätsrelevanz verloren haben.




*030916*