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Mittwoch, 9. Januar 2019

Die Rettung des Internet naht

Das (kostenlose) Internet offenbart sich heute als das, als was es immer gedacht war: Als Instrument der Kontrolle der Welt. Und in den zwei Jahrzehnten, seitdem dieses Instrument besteht, haben die Hauptakteure alles unternommen, um über ein "Gratis-Internet" Programme und Instrumente zu schaffen, die über Versprechungen vorgingen, um Ihnen die Kontrolle über die eigene Identität zu nehmen. Sie zu manipulieren, zu kontrollieren, zu steuern. Die Giganten des Internet (die einen Zentralisierungseffekt erkennen lassen, der für den Kapitalismus so überaus typisch ist) sind aber auch die Feinde der Zukunft jedes Volkes, damit der gesamten (nicht nur westlichen) Welt, die wie jede Zukunft auf Freiheit und Wahrheit und damit erst möglichem schöpferischem Tun beruht.

Weil es mittlerweile dagegen seriösen Widerstand gibt. Es gibt Alternativkonzepte für das Internet, die auf eine wirkliche Dezentralisierung und damit Unsteuerbarkeit hinauslaufen. Und denen widmet sich dieser Artikel, den der VdZ frech aus William M. Briggs Blog übernimmt. Denn was würde passieren, wenn Sie, werter Leser und Internet-Benutzer, ihre Identität völlig verschleiern könnten? Was in dem Moment geschieht, in dem die Computertechnologie sich von der Internettechnologie abkoppeln kann, nicht mehr jedes Programm auf einen zentralen Quellpunkt zuarbeitet.

Haben wir dafür aber überhaupt eine Möglichkeit? Ja, werter Leser, die gibt es, und es wird sie bald noch mehr geben. Dann wird das Internet wirklich revolutioniert werden. Und die Großen werden fallen, das kann man sagen, wenn sich das durchsetzt. Und es wird sich durchsetzen. 

Es ist eine Technologie, die auf dem technischen Prinzip des "Bitcoin" aufbaut. Wo zum Beispiel kein Posting mehr gelöscht werden könnte, weil der Aufwand dafür gewaltig würde. Denn schon heute brauchen Bitcoins und ähnliche Dezentralisierungslösungen elektrischen Strom, der ein Vielfaches der jährlichen Elektrizitätsaufwendungen von ganz Dänemark beträgt. Was würden erst Lösungen brauchen, die das unterbinden wollten?

Aber die für manche Augen so seltsam wirkende Destruierung unserer Stromversorgung enthält eine bemerkenswerte Konnotation: Weniger Strom heißt weniger Selbstkontrolle im Internet.

Noch wird das alles etwas Zeit brauchen, und das Imperium wird zurückschlagen, seine Anteile und Absichten zu wahren versuchen, dessen können wir gewiß sein. Aber wir dürfen hoffen, daß die seinsgerechte Haltung auch ein seinsgerechteres Denken hervorbringt, das als Licht dem Dunkel des Bösen zu wehren vermag. "Urbit" soll, so die Entwickler, die volle Kontrolle des Browsers wie auch des Internetganges durch den Benutzer erlauben. Dabei soll es mit sämtlichen bisherigen Softwarelösungen umgehen können.

Ziel ist, daß nichts geschieht als das, was beabsichtigt ist. Die persönliche Identität, der eigene PC ist in keinem Fall mehr zurück verfolgbar oder direkt erreichbar (wenn es der VdZ richtig verstanden hat). Sie ist wie vom Internet abgehängt, denn "Urbit" baut eine Kulisse davor auf. Das wird das gesamte Internet, das nichts als ein riesiges Geschäft ist, auf den Kopf stellen.

Wir werden berichten, sobald das neue System betriebsbereit ist.



Recently, Tim Berners-Lee, the creator of the world-wide web, announced a new company called Inrupt, which will promote the use of a computer language named Solid. Solid allows software developers to create a "Solid Pod," which will contain user identities that will be completely under the user's control.
Another project, called Blockstack, already exists as a decentralized web browser. When you use the Blockstack browser, your personal identity and information, as well as other features, are fully under your control. A blockchain is being used as a depository. There are a number of working applications. A large website called OpenBazaar is a decentralized online marketplace that uses the Blockstack identity system. OpenBazaar is not owned by anyone. You download the software and either set up a store or shop in an existing store. Escrow systems are available to guarantee deliveries and payments. And all payments are made in cryptocurrencies.
Blockstack has its own domain name registry. To go to a Blockstack website means to use a name that you cannot find on the regular Internet. And the BNS (the Blockstack Name System), unlike the Internet's domain registry, is a decentralized system.
However, the startup called Urbit is undoubtedly the most ambitious attempt to create a new Internet. For the moment, Urbit is keeping a low profile. Although Urbit provides detailed information about itself, this information tends toward the technical. And since Urbit is being constructed using a radically new kind of software, even that technical information tends to confuse those with conventional software expertise. Urbit is a different kind of animal.
The key difference between Blockstack and Urbit is that the Blockstack browser replaces the top layer of the current Internet protocol in its control of your identity. But Urbit is creating a complete replacement for the Internet, although it will continue to run "on top" of the basic protocol. More radically, Urbit plans to completely erase the difference between the software that runs its Internet and the software that will run your personal computer. The Urbit computer operating system and the Urbit Internet form a single software program. Every other Internet protocol (for example, the email protocol) as well as every software program is to be merged in this single system. It is the user of the personal computer who will control this system.
To say that this is ambitious would be to understate the matter. Using today's software, it is would be an impossible task. Today, our computer operating systems alone consist of millions of lines of code. The interoperability of a computer operating system with other software and with Internet protocols would create an unending maze of code that would be impossible to complete or implement.
However, Urbit's core is a completely new system of code. It is also a vast simplification of code. And merging today's separate software systems into a single program is also a radical simplification. Nor is Urbit merely a theoretical idea. Urbit exists and is in prolonged testing. Amazingly, Urbit is only thirty thousand lines of code.
According to Galen Wolfe-Pauly, the CEO of Tlon, Urbit's parent company:
Urbit is a complete, clean-slate system software stack: a non-lambda interpreter (Nock), a functional language (Hoon), and an event-driven OS (Arvo), with its own encrypted protocol (Ames), typed revision control (Clay), reactive web server (Eyre) and functional build system (Ford). The full system, including basic apps, is only 30,000 lines of Hoon.
Urbit is a network. And the network is divided into three basic levels. The first two control the underlying code. At this level, the users are divided into Galaxies and Stars. The third level, called Planets, is everyone else. At its fullest implementation, Urbit can accommodate 256 Galaxies, 65,536 stars (or 256 stars per galaxy), and a little over four billion Planets (or 65,536 planets per star).
Thus the single point of centralization in the Urbit system lies in the necessity to be able to repair and to update the underlying kernel. And this is the job of Galaxies and Stars. However, adopting code changes is a matter of choice. If a Planet, for example, does not like the governance of its Star, it can change Stars. And Stars can change Galaxies. Urbit is a floating, digital republic.
Urbit is a fascinating project, but at this point a very private project. It is not known when it will be officially opened to the public.
Jefferson White has a website at jeffersonwhite.com. He is most recently the author of Destroying Progressivism: A Strategy, an overview of the radical decentralization being created by the current technological revolution.


Ins Deutsche übersetzt:




Vor kurzem kündigte Tim Berners-Lee, der Schöpfer des World Wide Web, eine neue Firma namens Inrupt an, die die Verwendung einer Computersprache namens Solid fördern wird. Mit Solid können Softwareentwickler einen "Solid Pod" erstellen, der Benutzeridentitäten enthält, die vollständig unter der Kontrolle des Benutzers stehen.

Ein anderes Projekt namens Blockstack existiert bereits als dezentraler Webbrowser. Wenn Sie den Blockstack-Browser verwenden, haben Sie Ihre persönliche Identität und Informationen sowie andere Funktionen vollständig unter Ihrer Kontrolle. Eine Blockchain wird als Depot verwendet. Es gibt eine Reihe von Arbeitsanwendungen. Eine große Website namens OpenBazaar ist ein dezentraler Online-Marktplatz, der das Blockstack-Identitätssystem verwendet. OpenBazaar gehört niemandem. Sie laden die Software herunter und richten entweder ein Geschäft oder ein Geschäft in einem vorhandenen Geschäft ein. Escrow-Systeme stehen zur Verfügung, um Lieferung und Zahlung zu garantieren. Und alle Zahlungen erfolgen in Kryptowährungen.

Blockstack hat eine eigene Domainnamen-Registry. Um zu einer Blockstack-Website zu gelangen, müssen Sie einen Namen verwenden, den Sie im normalen Internet nicht finden können. Und das BNS (Blockstack Name System) ist im Gegensatz zu der Domain-Registrierung des Internets ein dezentrales System.

Das Startup namens Urbit ist jedoch zweifellos der ehrgeizigste Versuch, ein neues Internet zu schaffen. Im Moment bleibt Urbit zurückhaltend. Obwohl Urbit detaillierte Informationen über sich selbst liefert, tendieren diese Informationen eher zu technischen Zwecken. Und da Urbit mit einer völlig neuen Art von Software erstellt wird, können selbst diese technischen Informationen diese mit herkömmlicher Software-Expertise verwechseln. Urbit ist eine andere Art von Tier.

Der Hauptunterschied zwischen Blockstack und Urbit besteht darin, dass der Blockstack-Browser die oberste Schicht des aktuellen Internetprotokolls bei der Kontrolle Ihrer Identität ersetzt. Aber Urbit schafft einen vollständigen Ersatz für das Internet, obwohl es weiterhin "über" das Basisprotokoll laufen wird. Noch radikaler plant Urbit, den Unterschied zwischen der Software, die das Internet betreibt, und der Software, die auf Ihrem PC ausgeführt wird, vollständig zu beseitigen. Das Urbit-Computerbetriebssystem und das Urbit-Internet bilden ein einziges Softwareprogramm. Jedes andere Internet-Protokoll (z. B. das E-Mail-Protokoll) sowie jedes Softwareprogramm ist in dieses System einzubinden. Es ist der Benutzer des Personal Computers, der dieses System steuert.

Zu sagen, dass dies ehrgeizig wäre, würde die Angelegenheit unterschätzen. Mit der heutigen Software wäre dies eine unmögliche Aufgabe. Heute bestehen unsere eigenen Computerbetriebssysteme aus Millionen Codezeilen. Die Interoperabilität eines Computerbetriebssystems mit anderer Software und Internet-Protokollen würde zu einem endlosen Code-Labyrinth führen, der nicht vollständig ausgeführt oder implementiert werden könnte.

Der Kern von Urbit ist jedoch ein völlig neues Codesystem. Es ist auch eine große Vereinfachung des Codes. Die Vereinigung heutiger separater Softwaresysteme in einem einzigen Programm ist ebenfalls eine radikale Vereinfachung. Weder Urbit ist nur die theoretische Idee. Urbit existiert und befindet sich in einem längeren Test. Erstaunlicherweise besteht Urbit aus nur 30.000 Codezeilen.

Laut Galen Wolfe-Pauly, CEO von Tlon, der Muttergesellschaft von Urbit:

Urbit ist ein vollständiger Clean-Slate-System-Software-Stack: ein Nicht-Lambda-Interpreter (Nock), eine Funktionssprache (Hoon) und ein ereignisgesteuertes Betriebssystem (Value) mit einem eigenen, verschlüsselten Protokoll (Ames), typisierter Revisionskontrolle (Clay), reaktiver Webserver (Eyre) und Functional Build System (Ford). Das vollständige System, einschließlich Basis-Apps, umfasst nur 30.000 Zeilen von Hoon.

Urbit ist ein Netzwerk. Das Netzwerk ist in drei Grundebenen unterteilt. Die ersten beiden steuern den zugrunde liegenden Code. Auf dieser Ebene werden die Benutzer in Galaxien und Sterne unterteilt. Die dritte Ebene, genannt Planets, ist alle anderen. Urbit bietet Platz für 256 Galaxien, 65.536 Sterne (oder 256 Sterne pro Galaxie) und etwas mehr als vier Milliarden Planeten (oder 65.536 Planeten pro Stern).

Der zentrale Punkt der Zentralisierung im Urbit-System besteht daher in der Notwendigkeit, den zugrunde liegenden Kernel reparieren und aktualisieren zu können. Und das ist die Aufgabe von Galaxies und Stars. Die Übernahme von Codeänderungen ist jedoch eine Frage der Wahl. Wenn ein Planet beispielsweise die Steuerung seines Sterns nicht mag, kann er Sterne ändern. Und Sterne können Galaxien verändern. Urbit ist eine schwebende, digitale Republik.

Urbit ist ein faszinierendes Projekt, aber an diesem Punkt ein sehr privates Projekt. Es ist nicht bekannt, wann es offiziell der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Jefferson White hat eine Website unter jeffersonwhite.com. Zuletzt ist er der Autor von Destroying Progressivism: Eine Strategie, ein Überblick über die radikale Dezentralisierung, die durch die gegenwärtige technologische Revolution geschaffen wird.







*201118*

Dienstag, 8. Januar 2019

Collateral Damage

Unter Kollateralschaden versteht man "Nebenopfer" einer eigentlichen (Kriegs-)Handlung. Sie waren nicht beabsichtigt, wurden aber zumindest in Kauf genommen. Betrachtet man die Racheaktion der USA nach 9/11, die die Länder Pakistan, Afghanistan und den Irak am schwersten, Syrien im Nebeneffekt betroffen haben, so ist dieser Kollateralschaden so gewaltig, daß man sich manche Fragen stellen muß.

Nicht nur werden die offiziell registrierten US-Toten von rund 6.900 (Soldaten, von denen die Hälfte bei Verkehrsunfällen oder schlicht durch Hitzschlag starben) sogar von den sogenannten "Contractors" übertroffen. Wobei denen zuzuschreiben ist, daß sie viele ihrer Opfer gar nicht melden. Contractors sind, zur Erinnerung, private Armeen, die im Auftrag und auf Rechnung des Staates Kriege führen. Nicht berücksichtigt sind auch die Spätfolgen, sei es durch körperliche Schäden, sei es durch psychische Devastation. Nicht berücksichtigt sind auch jene Zivilopfer, die als "indirekte Opfer" gar nicht erfaßbar sind. Durch Verletzungen, Krankheiten, Hunger. Vorsichtig geschätzt haben wir es hier mit über 800.000 Opfern zu tun. Horrend ist nämlich die Zahl der Zivilopfer. Auf einen gefallenen US-Soldaten kommt das Dreißig- bis Vierzigfache an direkt erfaßten Zivilopfern. 

Kaum beachtet von unseren Medien sind außerdem die Opfer unter den jeweiligen nationalen Armeen, den "Alliierten", also den Exekutivkräften der betroffenen Länder selbst. Sie sind zehn- bis fünfzehnfach höher als die US-Verluste. Sie sind damit sogar höher als die angeblich bekämpften Feinde, die 'pöhsen' Terroristen etc. Mit der Frage, warum das überhaupt so viele sind? Wenn es so viele Terroristen (und die Opfer sind nur ein Bruchteil der Feinde) gibt - wo beginnt dann die Unterscheidung zwischen offiziellem, ja staatlichem Feind und Terrorist? Und WER zahlt denn wirklich die Zeche des Rachefeldzuges für die dreieinhalb tausend Toten beim Anschlag von 9/11?

So nebenbei: Die russische Intervention in Syrien soll zwischen 12.000 und 19.000 Zivilopfer gekostet haben. Immerhin (die Gänsefüßchen auf der Tastatur gehen aus) wurde die IS dadurch wirklich besiegt. Deren direkt verursachten Toten in die Viel-Zehntausenden gehen. Noch heute werden Massengräber mit jeweils hunderten Hingerichteten, "Gesäuberten" (da sind sie wieder, die Gänsefüßchen, der VdZ hat sie wiedergefunden) entdeckt.

Hier eine überblicksartige Statistik, weiter unten ein Video, das dieselbe Sachlage aufarbeitet. Und die die Frage aufwirft, was ein Land noch von der Geschichte - die in der Hand Gottes ist - erwartet, das derartiges Leid über die Welt bringt.










*221118*

Die Kirche (=Frau) ist dem Sieger (=USA) gefolgt

Der sogenannte "Geist des Zweiten Vatikanums" ist, folgt man David Wemhoff in diesem Gespräch auf Youtube, der Sieg des Amerikanismus über den Katholizismus. Wie? Warum? Weil in der Folge des Zweiten Weltkrieges Amerika als weltweit überlegene, durch sein Militär mächtigster Staat der Welt gesehen wurde. Das hatte weitreichende Folgen. Denn fortan galt die amerikanische Gesellschaft, mit ihrem Liberalismus, ihrer Privatisierung der Religion, mit ihrem "alles geht", solange es privat bleibt, als perfekte Gesellschaft. Die die katholische Soziallehre völlig verdrängte. Denn die Erfolge lagen ja auf der Hand. Scheinbar.

Warum hat die Kirche diese Kehrtwende gemacht? Warum hat sich die Kirche seither derartig instrumentalisieren lassen, sich selbst als "Agent des Amerikanismus" (den Pius XI. noch verurteilt hatte) gesehen? Weil sie, so Wemhoff, "wanted to stay on the winning side" - sie wollten auf der Gewinnerseite bleiben. Oder endlich einmal auf der Gewinnerseite stehen. So kam es zum Widerspruch zwischen dem Buchstaben des Zweiten Vatikanums, der noch weitgehend (bis auf die unselige Vernebelung des Kirchenbegriffs, der diese Tore aber erst richtig öffnete, wir haben darüber schon gehandelt) und diesem "Geist des Zweiten Vatikanums". Der blanker Amerikanismus - also Liberalismus - war und ist. Und Liberalismus ist das Instrument der "harten Männer". Das mythische Instrument, mit dessen Hilfe brutaler Kapitalismus andere wehrlos macht, um selbst die Zügel in die Hand zu kriegen.

Wie Frauen (=Kirche) es eben sind, sind sie von Macht allzu leicht zu verführen. Und wie sehr gilt das von weibischen Männern. Denn die Männer (der Kirche, die Priester) weibisch zu machen war das nächste Ziel. Und Amerikas Machtkopf (mit seinem Instrument CIA) war darin höchst erfolgreich. Denn er hat es verstanden, die normensetzende Autorität für sich zu beanspruchen. Und wer will nicht auf der Seite der Sieger stehen? Noch dazu wo diese Braut, die Kirche, mehr als berückend war. Denn sie war die einzige Macht der Erde, die wirklich global durch ihre Hierarchie die Mittel hatte, den Amerikanismus bis in den letzten Dorfwinkel zu tragen.

Dieser Amerikanismus zieht sich durch bis zu diesem Papst, der folgerichtig der kaum noch überbietbare Sieg des Weibisch-ismus ist. Ach, er wäre Diktator, und das wäre doch Evidenz des Männlichen? Wer das sagt, kennt nicht die Realität. Kennt nicht die Reaktion des Weibes, wenn es "gestalten" soll. Ihr bleibt nur ... der Faschismus, der die Rückseite des Weibischen ist. Wie sich das auswirkt muß man nicht mehr explizieren. Papst Franziskus ist der erste Papst, der NACH dem Zweiten Vatikanum, der weibischen Wende, zum Priester geweiht wurde. Ein Macho? Der Macho als Karikatur des Mannes ist eben genau die Extraktion des weibischen Mannes.








*201118*


Montag, 7. Januar 2019

Was für herrliche Ausreden!

Überhaupt keine Frage, die meisten der politisiert-medialen Pseudo-Öffentlichkeit herbeigeredeten "Katastrophen" und "Probleme" sind nicht mehr als ein Ausredengerüst. Nicht nur für Politiker, sondern für inkompetente Menschen in alltäglichsten Lagen generell. Inkompetent und lasterhaft. Gier, Neid, Impotenz, Dreckigkeit läßt sich nicht besser verstecken als hinter "Weltrettungsplänen". 

Da ist eine Merkel, die den Welt-Migrationspakt nur dazu braucht, um ihre unfaßbare Inkompetenz und Führungsunfähigkeit - zu betrügen ist keine Führungsfähigkeit! - zu kaschieren. 

Da sind unzählige Menschen, verführt von Förderungen, deren Geldgier damit heiliggesprochen wird, als sie mit Windrädern oder Monokulturen die Welt vermüllen.

Da sind "Dürren", die beste Ausreden für die Politik bieten, die es verabsäumt hat, vorzusorgen.

Da sind "Extremwetter", die vertuschen, daß die Politik sich korrumpieren ließ und nichts tat, um das aller-hausverständigste zu unternehmen.

Und was noch alles.

Wenn man nach einem Grund sucht, warum sich die Geisteskrankheit einer vorgeblichen "Klimakatastrophe" - die nichts anderes tut als ganz normale Wetterphänomene in jene Lichter zu packen, die sie zu "Extremen" oder "Katastrophen" macht - dann hat man ihn hier. Zu viele brauchten Ausreden für ihre Impotenz und Unfähigkeit und (akademisch attestierte) Ahnungslosigkeit.

Im Grunde ist dazu alles zur angeblichen Gegenwart gesagt. Wahn. Nein. Niedrigkeit.

Es ist doch alles andere als ein Wunder, daß die Menschen den Glauben an eine gottgefügte, ontologische (als im Sein angelegte, nur von dort aus lebende) Ordnung glauben. Wer die faktischen Okkupanten der gegenwärtigen Hierarchien betrachtet - es ist schon egal, wo, ob in Kirche, Staat, Wirtschaft, es ist völlig egal - kann zu gar keinem anderen Schluß kommen als dem, daß totale Revolution das Natürlichste und Richtigste der Welt ist.






*201118*






*201118*

Ein Mittel, das immer wirkt

Gehören Sie auch, werter Leser, zu jenen, die aus den Medienmeldungen heraus glauben, daß der Antisemitismus "steige"? Dann, geschätzter Gesprächspartner, hören Sie doch einmal, was eine (ehemalige) israelische Ministerin sagt, wie man vorgeht, wenn Israel kritisiert wird. Wie? Man nennt den Kritiker Antisemit. Das wirkt. Und was, wenn jemand das Judentum kritisiert? Man nennt ihn Holocaustleugner. Das wirkt immer.

Blöd gelaufen, werte Muslime, würde der VdZ sagen. Denn prinzipiell ist Euer strategisches Vorgehen dasselbe wie bei den Juden, wie bei Israel. Wer bei Euch kritisiert, ist ein Ungläubiger, des Lebens nicht wert. Nur habt ihr nicht die rhetorischen, medialen Mittel, denjenigen auch fertigzumachen.






Spätestens jetzt ist der Moment den Leser darauf hinzuweisen, daß Israel ganz offiziell und nachweislich gewaltige und millionenschwere Anstrengungen unternimmt - mit eigenen Institutionen mit gehöriger Belegschaft, die bezahlten Studenten gehörig ergänzen, auf daß sie alle im Internet nach genau definierten Richtlinien aktiv werden -  die Meinungsbildung im gesamten Internet zu beeinflussen. Wenn man also davon spricht, daß Rußland angeblich die amerikanischen Wahlen beeinflußt, warum hat noch niemand davon gesprochen, daß Israel das weit intensiver versucht? Weil es über das sogenannte IDF das Internet - Facebook, Twitter, Youtube - systematisch bearbeitet, beeinflußt und beherrscht? Und natürlich darf Wikipedia nicht fehlen. Und natürlich sind sie sehr effektiv aktiv, wenn es darum geht, kritische Stimmen zu entfernen. Diese Leute arbeiten nicht nur in Israel selbst, sondern unter anderem in den USA.





Die machen das nicht einmal verborgen. Ganz offen zeigen sie das im Netz.




Das ist eines der Gebäude, hier in Tel Aviv, von dem aus Israel seinen "Dauerkrieg" führt. Meinungen beeinflußt, Bankkonten schließt, Gewerkschaften beeinflußt, Menschen diffamiert und verleumdet ... Man gibt sich auch gar keine Mühe zu verbergen, daß das von der Regierung finanziert ist.

Denn man hat ein reines Gewissen. Israel ist eben im Krieg. Mit der ganzen Welt. Geneigter Leser, ihm ist schon klar, daß Israel in der IT-Branche als das am meisten fortgeschrittenste Land der Welt gilt? Selbst, wenn ihre Garage abgebrannt ist und Sie Unternehmen suchen, die die Festplatten ihres PC wieder restaurieren sollen - sie werden immer auf israelische Spezialisten stoßen. Und die ausgeklügeltsten Programme (etwa solche, die Sie eine IP und damit eine Herkunft vortäuschen lassen) kommen alle aus ... Israel.

Und Facebook. Twitter und Youtube sind brav. 75 bis 90 Prozent der Löschungsanträge Israels gehen glatt durch, wie offen angegeben wird.







*181118*

Sonntag, 6. Januar 2019

Von der Selbstüberschreitung als Weltprinzip

Letztlich ist Selbstüberschreitung immer eine Weise der Sachlichkeit im Akt, und eingeübt als Haltung. Das bedeutet, daß hier die Sittlichkeit entscheidend wird. Denn Sachlichkeit verlangt Gehorsam - Hinhören - auf das, was den Dingen, die mir begegnen, eingeschrieben ist, wozu sie mich also auffordern. Sie hat also auch einen sehr individuellen Aspekt, denn nicht alles spricht zu jedem. Das hängt von den Weltkreisen ab, in denen wir stehen.

Damit, in diesem Hinhören, kann ich den logos der Dinge hören. Und damit das die Welt Konstituierende. Denn die Welt ist erst und nur Welt, weil sie ein Netz von Beziehungen ist, in denen jedes Ding einen Knoten - eine Idee - gewissermaßen darstellt. Und diese Idee will wirklich werden, sie verleiht allen Dingen eine innere Dynamik. Die nur besteht, wenn sie lieben. Und die nur besteht, weil sie sich auf eine Idee hinüberschreiben, die selbst aus Liebe Welt werden will.

Das ist nicht nur erfreulich, das ist auch schmerzhaft. Denn im Selbstüberschreiten müssen wir uns von vielem trennen, an dem wir uns festhalten, in dem wir uns selbst in der Welt halten wollen, und selber Welt schaffen wollen. Ohne das Sein, ohne Gott. So wie es jede Sünde als Verstoß gegen den logos der Dinge - also der Ordnung der Beziehungen - zu tun versucht.

Dort schließt sich die eigene Vernunft, die somit auch ein Folgen der Logik ist, aber nicht nur, wie der Rationalismus meint. Sie ist immer auch ein sittliches Verhalten zum logos, und damit zum absoluten Sein. Und dieses Sein nennen wir Gott. 

Insofern ist alles Dinghafte - auch wir, aber auch der Computer, in den ich da hineinspreche - nur es selbst, wenn es im Rahmen eines Beziehungsnetzes gedacht wird. Den ich als Ort bezeichne. Ohne Verortung, ohne Ordnung also kein Ding. Was nicht aktiv in der Gestaltung der Beziehung mitarbeitet, sie damit hält, hält sich nicht selbst in der Welt und als Welt. Selbstüberschreitung ist also der einzige Weg, nicht ins Nichts zu fallen.

In der Selbstüberschreitung ist also Welt. Und damit wird die Welt im Wissen Gottes gehalten. Und damit in seiner Vorsehung. Ohne Gott aber fällt damit die Welt ins Nichts.



Audio + Video







*281118*

Das wirkliche Problem des Impfens (4)

Teil 4) Und deshalb ist es abzulehnen




Daß aber jemand (und schon gar Kinder) an der Impfung selbst erkrankt und stirbt, ist so gut wie sicher, wird zumindest riskiert. Und es ist umso sicherer, als vor allem Kinder geimpft werden (sollen). Weil eben Immunsystem und Persönlichkeit untrennbar zusammenhängen, sind Kinder, die eine Persönlichkeit erst erwerben können, ganz besonders gefährdet. Nicht zufällig sind sie deshalb für manche Krankheiten anfälliger als Erwachsene. Oder durchleben sie in schwereren Krisen. Ihnen fehlen jene Persönlichkeits"cluster", die ein Erwachsener (der immer innerhalb einer Kultur steht) gebildet hat (sonst wäre er ja nicht erwachsen.)

Somit stehen sich zwei Beurteilungskriterien gegenüber, und hier schließt sich der Bogen zum anfänglich erinnerten Beispiel mit unserem Stellwerksarbeiter: Das eine Risiko (beim Ungeimpften) steht mit dessen Leben in Zusammenhang. Es hat wie immer man es sehen will einen Sinn (ohne daß wir gleich von "Strafe Gottes" o.ä. reden wollen, auch wenn das ganz reale Sinndeutungsmöglichkeiten sind.) Und es hat eine Aussage über den Zustand einer Kultur. Es ist zudem ungewiß, ob dieser eine oder andere speziell an dieser Krankheit, gegen die er immunisiert werden soll, jemals erkrankt, oder wie diese Krankheit verläuft. Es ist ja bekannt, daß selbst bei der Pest ein Drittel der Menschen nie daran erkranken. Selbst wenn sie mit dem Erreger in Kontakt kommen. Und auch die Syphilis, aus in dem Fall so naheliegenden Gründen.***

Außerdem ist niemals sicher, ob und wie weit sich eine Krankheit (selbst als Epidemie, wie z. B. Masern zuweilen auftritt) tatsächlich ausbreitet, und welche Bevölkerungskreise sie trifft. Schon das verlangt also ein zusätzliches Urteilskriterium bei der Implementierung von Impfungen. Die dazu neigt, und das kann mit Sicherheit gesagt werden, in der Mehrzahl der Fälle bei weitem eine Gefahr zu überschätzen. (Man denke an Hysterien wie die über Vogelgrippe, den HP-Virus, Ebola, etc. etc.)

Das andere Risiko aber, das Risiko beim Geimpften, ist nicht nur gewiß, sondern es wird aus statistischen Aufrechnungen über alle verhängt. Bewußt wird die Tötung (durch Impfung) in Kauf genommen, ja initiiert. Vorgeblich, um "mehrere" zu retten. Aber das ist moralisch unzulässig! Es ist nicht zulässig, ein Risiko bewußt über andere zu verhängen, das noch dazu außerhalb derer Lebenszusammenhänge steht, von dem man weiß, daß es in so und so vielen Fällen zum Tod führt. Menschenleben dürfen niemals statistisch bewertet oder gar gegeneinander abgewogen werden. Wenn wir, wenn die Medizin glaubt, statistische "Erfolge" erzielen zu müssen, verliert sie das, was sie ist: Eine humane Wissenschaft, die dem Kranken helfen soll.

Umgekeht heißt freilich die absolute Wertschätzung für jedes einzelne menschliche Leben NICHT, daß es immer und in jedem Fall um das irdische Leben gehen muß. Dieses ist nur Angeld auf das, worum es eigentlich geht: Den Sinn, und das heißt auch: Den Tod, der Sinn hat, weil es ums ewige Leben geht. Das wissen wir nicht, das können wir bestenfalls rückschließen. Aber Gott alleine ist Herr über jedes einzelne Leben und dessen Ende, deshalb vom individuellen Schicksal nie zu trennen.

Die Impfung ist aber bewußte Tötung oder zumindest aktive Inkaufnahme von Tod "durch statistischen Zufall" als Rechtfertigung, die noch dazu mit dem Argument kommt, daß es um die Fernhaltung von Leid (durch eine bestimmte Krankheit) gehe, die aber im Rahmen des gesamten Gefüges der Welt durchaus Sinn haben kann. Auch durch Sühne, auch durch Sühne durch die Angehörigen und Pfleger, auch durch Sühne, die sich aus dem Insgesamt einer Kultur ergibt. Denn alle deren Kreise gehören zu uns höchstpersönlich, sind nicht abtrennbar, sobald sie uns nicht in den Kram passen.

Die Medizin wird somit mißbraucht, und bewirkt gezielt Böses (die Tötung von Geimpften), um das angeblich größere Gute (die niedrigere Todesrate im statistischen Schnitt über die Gesamtbevölkerung gerechnet) durch "Vorbeugung" zu erreichen. Dabei versagt sie im Einzelfall in ihrer Prognosekraft, das heißt: Sie "weiß" gar nicht, ob es diesem oder jenem wirklich "hilft". Oder ihn schädigt, oder gar tötet.

Ja es bleibt sogar ungewiß, ob nicht gerade dadurch, in absoluten Zahlen, mehr Tote bewirkt werden als durch einen "natürlichen" Verlauf eines sohin "Verhinderten" (dessen Ausmaß man gar nicht kennen kann), bei dem die von Krankheit Befallenen mit der Krankheit einfach fertigwerden hätten müssen, wobei ihm die Medizin dann zu helfen hätte. (Denn letztlich muß sich jeder Organismus selbst heilen, man kann ihn nur anregen, unterstützen, auf daß sich sein Ganzes wieder ermächtige.)  Oder diese Krankheit gar nicht bekommen, weil ihre Persönlichkeit die Herausforderung durch eine bestimmte Erkrankung längst bewältigt HAT. 

Statistik kann niemals aus sich heraus "vorhersagen". Sie kann nur abbilden. Sie kann aber aus sich heraus nichts über die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung, also der Zwangsläufigkeit des Zusammenhangs von Erreger und Krankheit sagen. Diese Zusammenhänge muß der Mensch zuvor wissen.****

Aus diesen Gründen ist die "Durchimpfung einer Bevölkerung" gegen kulturbekannte Krankheiten tatsächlich abzulehnen.

Und aus eben diesen Gründen ist auch unbestreitbar, daß gewisse Krankheitserscheinungen, vor allem jene, die mit Autoimmunschwächen (also: Persönlichkeitsdefiziten) zu tun haben (Allergien, Neurodermitis, wohl auch ADHS und Autismus), wie sie heute immer zahlreicher auftreten, mit der Massenimpfung von Kindern zu tun haben. Wenn auch ganz sicher nicht ausschließlich von dort stammen, sondern in den meisten Fällen wohl eher Anlaß zum Ausbruch sein könnten. 

Weil diese Krankheitsbilder zu perfekt in den Gesamtzustand einer dekadenten, rezessiven Kultur passen, wie wir sie sind, also von den von dort aus defiziösen Persönlichkeitsbildern zwangsläufig erfließen MÜSSEN, mit Impfung nichts Erstursächliches zu tun haben KÖNNEN. Sie sind auch historisch belegbar immer und überall solchen Kulturzuständen immanent. Um diese Verhältnisse aber genauer zu kennen, müßten die Ansätze, unter denen untersucht wird, von anderen Prämissen als denen ausgehen, die auf einem mechanistischen Menschenbild beruhen.***** 


Sich einseitig darauf zu berufen, daß alles das VON DER IMPFUNG VERURSACHT wäre, fußt selbst aber auf einem mechanistischen, technizistischen Menschenbild. Denn des Menschen Leib-Seele-Einheit geht immer zuerst vom Geist aus.


***Und ebenso klar wird es bei der in den letzten Jahren so propagierten Impfung gegen den HP-Virus bei Mädchen. Der (angeblich) Gebärmutterhalskrebs auslösen kann (wieder: Vorsicht vor mechanistischem Menschenbild!), aber nur durch Geschlechtsverkehr verbreitet wird. 

****Wir weisen hier einmal mehr auf die diese Tatsachen erhellenden Arbeiten des amerikanischen Statistikers und Philosophen William M. Briggs hin. 

*****Ob ein Erwachsener im Einzelfall (sic!) für sich selber (sic!) eine Impfung möchte - etwa wenn er einmalig nach Ghana fliegen muß und sich gegen die dort gerade grassierende Gelbfieberepidemie absichern möchte - oder wieweit individuell (und wieder: für sich selbst) eine Impfung angebracht ist für den Fall, daß Zuwanderer kulturfremde Krankheiten eingeschleppt haben, bedarf freilich einer gesonderten Erörterung. In keinem Fall aber kann eine moralische Rechtfertigung der Impfung von Bevölkerungen oder Bevölkerungsteilen aus statistischer Abwägung erfolgen. Und auch auf sich selbst angewandt ist eine solche statistische Sichtweise sehr problematisch.









*181118*

Samstag, 5. Januar 2019

Warum keiner was hat vom Sozialstaat

Eine recht kompakte, gut lesbare und übersichtsartige Analyse des Sozialstaates findet sich auf den Seiten der liberalen Seite Achgut. Titus Gebel geht darin vor allem der Frage nach, ob der Sozialstaat überhaupt überleben kann. Und kommt zu dem Schluß: Nein. Weil seine Voraussetzungen falsch, seine Auswirkungen verheerend sind. Auch wenn man seinen Schlüssen noch weit mehr hinzufügen müßte, denn es ist sogar noch schlimmer, als hier vor Augen gestellt wird, bleibt eine Schlußfolgerung auf jeden Fall stehen: Von diesem Sozialstaat hat überhaupt niemand etwas. Er ist vielmehr eine gigantische Illusion, die von politischen Motiven getrieben wird, und sich verheerend auswirkt. Im übrigen ist aber sein Ende ohnehin absehbar.

Gebel führt vor allem die entsittlichende Wirkung als Argument an. Im Sozialstaat heutiger Prägung - der im übrigen eine Erfindung von Bismarck war, die Sozialdemokraten hatten 1880 zum Gegenteil sogar ein eigenes, auf Wechselseitigkeit weil Solidarität beruhendes Solidarsystem aufgebaut - wird das Ergattern von Sozialleistungen zum regelrechten Einkommensbestandteil. In diesem Kampf aller um Anteile am Sozialbudget des Staates ist gar nicht mehr auszumachen, wer letztendlich überhaupt noch profitiert. Was der Angelegenheit aber ein gewisses Ende bereiten wird ist, daß er dadurch auf lange Sicht überall in gewaltige Schulden mündet. Die irgendwann einmal bezahlt werden müssen, das steht außer Frage. Und wenn sie nicht bezahlt werden, wird irgendjemand das Geld verlieren. Und dieser Irgendwer ist wiederum der vormalige Empfänger sozialer Wohltaten. Deshalb "sind die Tage des Sozialstaates gezählt." Der von Anfang an kein System war, in dem es darum ging, "von reich zu arm" umzuschichten, sondern wo generell "umverteilt" wurde.

Zumal von Anfang an der Grund für einen staatlich alimentierten Sozialstaat politisch war. Er hatte zum Ziel, die Arbeiter an sich zu binden, sie dem Staat gegenüber loyal zu machen, und die Loyalität zu den Gewerkschaften (und den kirchlichen Sozialeinrichtungen, das vergißt Gebel seltsamerweise zu erwähnen, so wie er die aller-verheerendste Folge des Sozialstaates, die Verdunstung der Religion, nicht sieht) aufzulösen. Diese politische Absicht hat er nie mehr verloren. Seit seiner Einführung hat keine Politik darauf verzichten wollen, über soziale Wohltaten Wähler an sich zu binden. Das hat speziell nach dem Zweiten Weltkrieg eingesetzt, ehe es in den 1970er Jahren eskalierte. Wer bei Wahlen mehr Spenden aus dem Füllhorn versprach, erhielt regelmäßig auch mehr Stimmen. Manche Parteiungen binden ihre Wähler regelrecht an sich, indem sie sie süchtig und abhängig von staatlicher Intervention und Förderung machen.

Das vorgebliche Prinzip, in Not geratenen Menschen zu helfen, wurde mehr und mehr marginalisiert. Heute wird Gesellschaftspolitik, Gesellschaftsumbau damit betrieben. Bald breitete sich in der Bevölkerung noch dazu das Gefühl aus, daß der andere mehr erhalten könnte. Alle schrien bald nur noch nach staatlichem Geld. Ein Wettrennen um Sozialleistungen setzte ein, wo sich keiner mehr fragt, ob er es wirklich braucht. Der Lebensstandard richtet sich nicht mehr nach dem, was man zu erarbeiten vermag, sondern der Bedarf, den zu finanzieren der Staat gebraucht, richtet sich nach Ansprüchen. 

Mittlerweile stehen unsere Länder vor der Tatsache, daß so viel versprochen wurde (man denke nur an die Renten, die sich allein in Deutschland bereits auf sechs Billionen Euro zukünftige Leistungen summiert haben, die sich zu den heutigen zwei Billionen Schulden, die im Grunde nur dem Sozialstaat zuzuschreiben sind, dazukommen), daß niemand mehr weiß, wie das alles einmal zu bezahlen sein soll. Man verschiebt die Antwort stattdessen von Wahl zu Wahl und von Jahrzehnt zu Jahrzehnt. Und steht zudem vor der Situation, daß immer mehr Leistungsempfänger (auch durch die Zuwanderung) immer weniger echten Steuerzahlern gegenüberstehen. 

Ob dabei überhaupt noch jemand vom Sozialstaat profitiert, gar mehr bekommt, als er sich sonst erarbeiten könnte, wird kaum je aber hinterfragt. Stattdessen sieht sich jeder in einer Hängemattensituation mit doppeltem Sicherheitsnetz. Das führt zu einem Abbau der Eigenverantwortung, während jene Risikobereitschaft steigt, die einer "catch as catch can"-Mentalität gleicht. Was immer passiert - es wird keine gravierenden Folgen haben. Dadurch fallen Entscheidungen immer ausschließlicher falsch, oberflächlich, nicht mehr wirklich durchgedacht. Alles ist ja "korrigierbar".

Der Bauch wird gefüllt bleiben, was immer schief geht. Denn es wird nicht einfach Hilfe versprochen, sondern ein gewisser garantierter allgemeiner Lebensstandard. Weil das nur durch Steuern finanzierbar ist, zahlt aber auch jeder mehr, als er ohne Sozialstaat zahlen würde. Was zu einer Verschleierung von gesellschaftlichen Zusammenhängen führt. Alle haben nur noch Rechte und Ansprüche, so meinen sie zumindest. Und niemand aus der Politik wagt das in Frage zu stellen, denn dieses Anspruchsdenken ist beim überwiegenden Teil der Bevölkerung zur Haltung geworden. Es ist nur als dramatisch zu bezeichnen, daß dadurch die meisten Menschen kaum noch in der Lage sind, Situationen realistisch einzuschätzen. Denn sie kennen die grundlegendsten Zusammenhänge von Ursache und Wirkung nicht mehr.

Regelrecht verheerend wirkt dabei das durch den Sozialstaat gesetzte Anreizsystem. Wer keine Leistungen beansprucht ist "der Blöde". Und er wird kaum mehr Wohlstand generieren können als jener, der sich gleich auf Sozialleistungen als Einkommensbestandteil verläßt. Dafür erfährt sich der Tüchtige, der Verantwortungsbewußte, der Bescheidene immer klarer als "Zahler der Zeche der anderen".

Die verheerendste Folge ist aber, daß der Staat zum zentralistischen Apparat wurde, dem aber die Vehikel fehlen, um die angeblichen Ziele - Hilfe in Notlagen - zu erreichen. Der sich in jeden Lebensbereich regulierend und umverteilend einmischt, aber damit die Bürger entmündigt, ja zum Funktionieren alle entmündigen muß. So wird jeder vom Staat abhängig und erwartet nun von der Politik eben diese Regulierung, die er selbst nicht mehr leisten kann und will. Denn tatsächlich laufen alle Fäden bei ihm zusammen. Die Leistungskraft kleinerer, untergeordneter Ebenen wird damit zerstört. So wie sich die Solidarität innerhalb aller sozialen Gefüge auflöst. Alle verlassen sich stattdessen auf den anonymen Mechanismus des Staates. Dessen Reden von "Gerechtigkeit" zur diffusen, vernebelten Worthülse wird.

Aber wie immer man es auch sieht - der Sozialstaat wird nicht mehr lange aufrechtzuhalten sein. Es fehlt nur der Mut, rechtzeitig zu reagieren. Denn wie Suchtkranke sind unsere Gesellschaften kaum noch von der Mutterbrust zu entwöhnen. Der eine Grund für diesen absehbaren Zusammenbruch ist, daß irgendwann die Wohltaten auch formal nicht mehr zu finanzieren sind. Der andere der, daß bei näherem Hinsehen gar nicht mehr auszumachen ist, wo sein Vorteil liegen soll. Ja, daß man sogar sagen muß, daß er eine neue Form von Armut geschaffen hat, die zu beseitigen er zwar vorgibt, die ihn aber jetzt schon überfordert. Weil seine psycho-sozialen Folgen jene Leistungskraft aufgezehrt haben, von der alleine er zu leisten wäre.






*201118*

Das wirkliche Problem des Impfens (3)

Teil 3) Das finale Argument



Wie funktioniert Impfen? Es wird gezielt dem Menschen (und hier vor allem Kindern) eine kleine Dosis der Krankheit zugemutet. Und zwar nicht einfach über "normalen Kontakt", sondern durch direkte Einbringung in den Stoffwechselkreislauf. Gerade so viel, als er statistisch (sic!) in den allermeisten Fällen bewältigen kann, um Antikörper zu bilden und zukünftig gegen diese Krankheit gewappnet zu sein. Weil aber Krankheit mit Lebensumwelt zusammenhängt, und zwar immer, sorgt die statistische Herangehensweise an Krankheit** beim Impfen dafür, daß jeder, also auch diejenigen, die mit dieser Krankheit nie konfrontiert worden wären, plötzlich diese Krankheit bekommt. Die Folgen sind evident: Die Impfmedizin geht davon aus, daß ein gewisser Prozentsatz der Geimpften an dieser Krankheit erkrankt und sogar daran stirbt. 

Einschub: Was passiert dabei mit der Persönlichkeit, auf der aber das Immunsystem aufruht? Was passiert, wenn der Mensch "etwas kann", eine Geschichte aufweist, die aber mit seinem Leben gar nichts zu tun hat? Wo er sich plötzlich mit einer in bestimmten Hinsichten "gereifter Leiblichkeit" konfrontiert sieht, die gar nicht seiner Geschichte, seinen Lebenszusammenhängen und erst recht nicht der Gereiftheit seiner Vernunft entspricht? 

Verwenden wir zur Illustration eine Analogie. Vergleichen wir es mit einem jungen Mann, der noch nie gearbeitet hat, aber alles besitzt. Weil der Vater wohlhabend und großzügig ist, und sich so nebenbei mit Geld seine Erziehungsmühe (die in sehr vielen Fällen die Mühe wäre, die Ordnung im Hause herzustellen, also sagen wir es direkt: Gewisse Kämpfe auch mit seiner Frau zu fechten; denn Erziehung ist vor allem ein indirektes Ding, nur zu einem kleinen Prozentsatz und an den Rändern explizit zu leisten) vom Hals geschafft hat. Was meint der Leser, wie dieser junge Mann sich charakterlich entwickelt? 

Er entwickelt sich genau so, wie sich alle menschlichen Bereiche entwickeln, wo die Möglichkeiten die Fähigkeiten - was vielfach heißt: Die Fähigkeit, sich eine Möglichkeit zu schaffen - übersteigen. Er wird mit diesen Möglichkeiten kaum noch verantwortungsbewußt, mit Ressourcen kaum noch schonend oder gar liebevoll umgehen. Wir haben es auf analoge Weise bei der Impfproblematik mit den schlimmen Folgen eines Sozialstaates heutiger Prägung zu tun. Die zumindest bewirken, daß sich das innerste, tiefe Selbstbewußtsein eines Menschen gar nicht mehr entwickeln kann. (Was dann wie beim Impfen mit "Lobesportionen" - erfolglos - zu korrigieren versucht wird weil nur Narzißmus bewirkt.) Schon gar wird damit auch das Vertrauen in die Tragfähigkeit der Seinsordnung und jede Schmerz- und Leidtoleranz fehlen, aus der auch das so wichtige "Ertragen des Anderen" möglich ist. Fanatismus - oder völlige Apathie - ist nur jeweils eine Facette, die daraus erwächst.


Morgen Teil 4) Und deshalb ist es abzulehnen




**Hinter dieser Auffassung von Krankheit und Virus steht zudem ein mechanistisches, materialistisches Menschenbild. Das "hier Virus - dort Krankheit" wie einen unüberwindlichen Mechanismus ansieht. Krankheit wird völlig aus dem Lebenszusammenhang eines Menschen herausgerissen. Das mag manchem sogar recht gelegen kommen, denn damit würde ja Krankheit u. U. "verräterisch" eines Haltungen und auch Sünden offenbaren. Deshalb hat sich diese Ausrede so rasend schnell durchgesetzt. 




*181118*

Freitag, 4. Januar 2019

Das wirkliche Problem des Impfens (2)

Teil 2) Die Lustseuche illustriert



Über das wahre Ausmaß der Verbreitung von Syphilis zu Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa kann man nur mutmaßen, belastbare Zahlen liegen nicht vor. Aber es gibt gute Gründe davon auszugehen, daß sie einen beträchtlichen Prozentsatz der Bevölkerung betraf. Schon gar wenn man bedenkt, daß ihre Voraussetzungen, ihre Entstehungsbedingungen - Kontrollverlust - ausgerechnet jene 10 Prozent der Männer betraf, die für etwa 50 Prozent der sexuellen Erfahrungen bei Frauen zuständig sind. Entsprechend hoch war wohl die Verbreitung.

Denn der Syphilis-Erreger hat eine frappierende Eigenschaft, wie der Biologe und Naturphilosoph Armin Müller in seiner aufsehenerregenden (und unbedingt lesenswerten) Studie über "Syphilis und Metasyphilis" Mitte der 1950er Jahre herausfand und belegte. Er setzt sich überall (und nur dort) fest, wo sich die Kontrollzentren in den menschlichen Systemen befinden. Das macht mehr als plausibel, daß diese Krankheit über sexuelle Haltlosigkeit (vulgo "Unzucht") nach Europa kam, und sich hier so rasant ausbreiten konnte. Auf die medizinischen Details wollen wir hier nicht eingehen, wir haben sie erinnerlich schon vor Jahren hier eingehender behandelt.

Aber es deutet sich hier das Problem der Ganzheit des Menschen an. Das im Wesentlichen eine Frage des Selbstbesitzes ist. Also an die Tatsache anknüpft, daß der Mensch eine Geist-Seele hat. Damit steht der Mensch nur dann in Selbstbesitz, und nur so weit, als er vernünftig ist. Und hier stoßen wir natürlich auf die Wahrheitsfrage.

Der ursprüngliche Erreger kommt aus Südamerika. Dort war er ein harmloses Virus, das die angestammte Bevölkerung höchstens mit ein wenig Juckreiz plagte. In dem Moment aber, wo er von den angekommenen Europäern - über Geschlechtsverkehr, was sonst** - aufgenommen wurde, veränderte er sich blitzschnell. Dort fand er völlig neue Bedingungen vor, paßte sich sofort an, und wurde zu dem heute bekannten, so gefährlichen Virus, der die europäische Geschichte mehr beeinflußt hat, als man meinen könnte.

Das verweist uns auf einen ganz wichtigen Zusammenhang: Persönlichkeit und damit das Immunsystem sind nicht nur eine Frage der Ganzheit, des Selbstbesitzes, damit der Wahrheit (die zu rezipieren viel mit Tugend und Laster zu tun hat), sondern auch eine der eine Persönlichkeit als so und so ausgestaltete Kontur eines Menschen. Die immer ganz konkret ist. Eine nicht konkrete Persönlichkeit, eine nicht durch konkrete Umstände und Ereignisse geformte Persönlichkeit (in ihrem dichten Wechselspiel aus Anlagen, Einwirkungen und Reaktionen) gibt es nicht. Jede Lebensform korrespondiert wiederum mit anderen, und der Mensch hat dabei das Element der Freiheit. Was ihn von allen übrigen Lebensformen nicht graduell, sondern kategorial unterscheidet. Er braucht eben deshalb Vernunft, und er braucht eben deshalb Wahrheit.

Weil aber nun das Immunsystem direkt mit Persönlichkeit zu tun hat, weil jede Zelle des Körpers von einem logos, also einer "Idee" ausgeht, an dieser aufgehangen ist, ist auch die Anfälligkeit für Krankheiten eine Frage der Persönlichkeit. Somit kann man mit vollem Recht sagen, daß Krankheit immer mit dem Zustand einer Persönlichkeit (und damit der Kultur) zu tun hat. Sie entsteht mitnichten aus einem tumben Mechanismus "hier Erreger - dort Krankheit", sondern es ist wohl auch dem Leser bekannt, daß dem einen sein Tod sein kann, was den anderen nicht einmal ankratzt. Das tragische Wirken eines im Fall Südamerikas (umgekehrt zur Syphilis) eine so fürchterliche Rolle spielenden Virus - des einfachen Influenzavirus, oder des Masernerregers - mit Millionen Toten ist bekannt. Wohl auch hier mit bestimmten Gründen.

Denn Krankheit ist auch "Profil", und zwar Profil einer sittlichen Landschaft. (Wenn auch nicht immer so einfach weil direkt; keineswegs also kann man einfach von persönlicher Schuld sprechen, wenn jemand an diesem oder jenem erkrankt.) In jedem Fall hat auch der Masernerreger (um einen zu nennen) seine Landebahn bei jenen Menschen, deren Persönlichkeit auf bestimmte Weise defiziös ist. Was sich dann in "körperlicher Angreifbarkeit" ausdrückt. Ausdrückt! Nicht "nur eine Krankheit ist". Jede Krankheit hat also mit dem Menschen zu tun, der an ihr leidet, eine Binsenweisheit.

Wenn natürlich die Dinge zwar einerseits einfach, aber anderseits nicht und niemals "simpel" sind, und wir schon aus Zeit- und Platzgründen nicht alle Aspekte auflisten können, die es dazu noch zu sagen gäbe, ja die man sagen müßte, bestimmt, so sollte nun doch ein weiterer Baustein in der zu findenden Gesamtaussage angerissen sein; Krankheit hat immer mit dem ganz persönlichen Schicksal eines Menschen zu tun. Zu dem freilich auch seine weiteren Kreise gehören, also Familie, Dorf, Freunde, Landschaften etc., zu welchen (Persönlichkeits-) Kreisen (die als Orte zu denken sind) er jeweils in bestimmten Beziehungen und Verhältnissen steht.***

Machen wir an dieser Stelle einen nächsten Schnitt.

Morgen Teil 3) Das finale Argument



**Der Begriff "Lustseuche" ist oder war also gar nicht so verkehrt, wie Ludwik Fleck in seiner im wissenschaftstheoretischen Kern zwar richtigen, im konkret dafür verwendeten Fall - Syphilis - aber völlig verfehlten Analyse der Wissenschaft meint. Wenn dieser Begriff auch bei weitem nicht alle Fälle abdeckt. Denn die Syphilis ist auch bereits auf Kinder im Mutterleib übertragbar, ja, diese sind sogar besonders gefährdet, weil sie natürlich noch kaum Selbstherrschaft haben. Dazu kommt, daß die Syphilis oft lange Jahre, ja Jahrzehnte "schlummern" kann, ehe sie ausbricht.

***Wie komplex die Sache ist, auch in jedem Einzelfall, weshalb auch jeder Mensch immer ein Recht auf eine persönliche Krankheitsgeschichte hat - jawohl, ein Recht auf keine statistische Wahrscheinlichkeitsbehandlung! - kann nur angedeutet werden. Wenn wir etwa auf das römische "Mens sane in corpore sano" hinweisen, das prinzipiell stimmt, wenn man es nur aus Aussage auf diese Zusammenhänge deutet. Das aber im Einzelfall gräßlich versagen kann. So ist es z. B. gerade bei hochgeistigen Menschen, Menschen die dem Stand der Philosophen, Dichter, Könige oder Priester zuzurechnen sind (welchen Identitäten die des "Wissenschaftlers" UNTERzuordnen, aber auch BEIzuordnen ist), auch nicht zufällig, daß sie oft recht krank sind oder werden. Denn herausgenommen aus dem Theater der Welthaftigkeit, sind sie auf eine Weise auch in der welthaften Persönlichkeit besonders defiziös. Und damit krankheitsanfällig.





*181118*







Wie der UN-Migrationspakt wohl gemeint ist

Eine Mitte November auf bereits 7.000 Personen angeschwollene Karawane von Menschen hat sich im letzten Herbst aufgemacht, um von Honduras aus durch Mexiko nach Norden zu wandern, um die USA zu erreichen. Aber anders, als in den US-Medien verbreitet, sind es keineswegs arme Familien, Frauen, Kinder, Väter, die der extremen Gewalt in Honduras entfliehen wollen. Sondern eine Vor-Ort-Recherche der amerikanischen Filmemacherin Ami Horowitz hat Erstaunliches entdeckt: 90 bis 95 Prozent der Menschen in diesem Völkerwanderungszug sind Männer in jungen oder mittleren Jahren. Ihr Ziel verbergen sie nicht: Sie wollen ein besseres Leben. Jobs, Versorgung, oder einfach ein Studium abzuschließen.

Horowitz ist dabei etwas ganz anderes noch aufgefallen: Diese menschliche Karawane wird perfekt versorgt. Von Lastwagen, die täglich Versorgung herankarren, von Ärztewägen, die medizinische Versorgung sicherstellen, von Wasserlieferungen, die der Karawane ständig hinterher reisen. Alles ist bestens organisiert, sogar Trainings finden statt, wie mit der Presse umzugehen ist. Wer das alles finanziert, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Aber es muß Personen und Geldquellen hinter den organisierenden NGOs geben, die an solcher Art von Völkerwanderung Interesse haben. Tatsache ist, daß überall offizielle Mitarbeiter der UNO tätig sind.

Neben der mexikanischen Regierung und der UN-Organisation United Nations High Commission for Refugees (Flüchtlingskommission der Vereinten Nationen), die die Karawane auf ihrem Weg gen Norden begleiten und versorgen, fällt eine Organisation mit dem Namen Pueblo Sin Fronteras (Menschen ohne Grenzen) ins Auge, die sich selbst als “Gruppe für das Recht auf Immigration” bezeichnet: “Sie scheinen am meisten an der Organisation und Mobilisierung dieser Karawane beteiligt zu sein”, sagt Horowitz. “Die Organisation möchte, wie der Name schon sagt, eine Welt ohne Grenzen schaffen. Dies scheint einer der Gründe zu sein, warum sie diese Karawane organisiert haben, um die Souveränität der USA zu mißachten.” 

Eine schnelle Internetrecherche zu der genannten Organisation Pueblo Sin Fronteras zeigt, dass diese seit über 15 Jahren besteht und Menschen hilft in die USA zu gelangen. Pueblo Sin Fronteras ist Teil von La Familia Latina Unida, einer in Chicago beheimateten Organisation für illegale Einwanderung, zu der eine weitere Pro-Immigrationsgruppe namens Centro Sin Fronteras gehört. (Zitat aus "Konjunktion.info")

Auffallend dabei ist aber auch, daß diese Migranten oft eine sehr verächtliche Meinung über ihr Zielland haben. Es wirkt auf den Betrachter, als hätte sich das Ziel dieser Wanderung (und man kann das vermutlich auch auf Europa übertragen) auf eine seltsame Weise abstrahiert. Sie wollen ein besseres Leben, aber der Staat, die Menschen in dem Land, in das auszuwandern sie sich aufgemacht haben, spielt dabei gar keine Rolle mehr. Sie haben Erwartungen - und egal wer, der soll sie erfüllen. Der Staat USA steht dabei höchstens im Wege.

Eine neue Wirklichkeit hat sich aufgebaut, in Lateinamerika / USA nicht weniger als in Afrika-Mittlerer Osten / Europa: Mittlerweile schnapsen sich Migranten und NGOs die Wirklichkeiten selber aus, und erzwingen sich ihre Lebensansprüche. Ein Heimatrecht für Völker und Menschen, eine Achtung für Staaten und deren Institutionen gibt es nicht mehr. Denn mit einem Male haben alle anderen Menschen auf alles ein Recht. Und genau so verhalten sie sich auch. Das beleuchtet den UN-Migrationspakt, der gleichermaßen und ausschließlich von solchen Rechten spricht, auf neue Weise.









*171118*

Donnerstag, 3. Januar 2019

Das wirkliche Problem des Impfens (1b)

Teil 1b) Ein Zwischenschritt




*Ein wahres Kompendium dieser Prämissen, ein wahrer Almanach eines irrigen Menschenbildes (als Menschenbild weiterer Bereiche der Medizin) bietet die Aufarbeitung der Impfproblematik auf Addendum. Am Vernünftigsten sind noch die Stellungnahmen einiger Impfverweigerer, der Leser möge den Film dazu ansehen, er ist auf der Webseite von Addendum unter dem Titel "Glaubenskrieg" aufzurufen. Wo ein Arzt etwa sagt, daß die Wahrscheinlichkeit, daß ein Kind dauerhafte Schäden aus Kinderkrankheiten davonträgt, extrem niedrig ist. 

Alles zusammen kann dieser Beitrag wieder einmal mehr als peinlicher Ausrutscher dieser Plattform (die angeblich die Wahrheit sucht) gewertet werden, der die Problematik nicht annähernd durchdringt. Und natürlich zum Schluß kommt, daß der Politik aus "medizinischen Gründen" eine Impfpflicht anzuraten sei. Natürlich gehören sämtliche Impfgegner dem Reich der Esoterik und der Verschwörungstheorie an, die der Welt der Wissenschaft gegenüberstehen, aber ach so schwer zu überzeugen sind. Motto: "Impfgegner und andere Wissenschaftsfeinde". Kennen wir das nicht von anderen Bereichen? Angst, Angst ist das Mittel, die Brechstange.

Dabei verbreiten gerade die "Aufklärer" gerne mal neue Lügen. So die, daß sich "jeder" mit Masern anstecken würde, von Masern "jeder" betroffen wäre. Jeder? Der VdZ nicht. Auch seine Kinder nicht. Und viele andere auch nicht, dazu unten. Lüge ist auch, wenn der Film am Ende behauptet, Masern (und deren mögliche schweren Folgen) wären immer vermeidbar. Natürlich an einem "berührenden Fall" dargestellt. Dieses Leid wäre vermeidbar gewesen. (Und "Vermeidbarkeit" ist überhaupt ein häufig gebrauchtes Wort, in dem gesamten Film.) Genau das STIMMT NICHT. Auch die Masernimpfung hat Folgen, und sei es in Nebenwirkungen.

Aber natürlich wird mit den "Erfolgen des Impfens" im heldenhaften Kampf gegen Krankheiten geworben. Einmal mehr glänzt Addendum mit dem extrem verkürzten Wahrheitsbegriff der "Wahrheitssucher" der Redaktion. Der lediglich reduktiven Technizismus und Rationalismus meint - eine eigene Ideologie mit ganz klaren philosophischen Prämissen, die zum Inhalt hat zu behaupten, daß diese Denkweise diese nicht hätte. In Wirklichkeit kennt sie die eigenen Denkvoraussetzungen und vor allem (philosophischen) Vorentscheidungen nur nicht. Nein, will sie nicht kennen. Wie jede atheistische Religion. 

Und dann kommen natürlich "abschreckende Beispiele" kritischer Patientenreaktionen ins Bild. Aha. Es wäre aber viel interessanter, die Opfer der "ärztlichen Kunst" näher anzusehen. Es gibt seriöse Schätzungen, denen gemäß jährlich mehr Menschen an der Behandlung (Medikamente vor allem) sterben, als an den Krankheiten selbst. Und der VdZ erlebt beinahe etwas Ähnliches. Alles begann mit einer einzigen Tablette täglich ... War es Zufall, daß das mit dem Beginn einer langen Krankengeschichte zusammenfällt, die mittlerweile tatsächlich lebensbedrohlich wurde? 

Oh Ihr Ärzte!!! Als gute Ärzte hat der VdZ immer nur Ärzte erfahren, die äußerst demütig (geworden) waren. Die nicht mehr daran glaubten, alles "tun", jemanden gar "heilen" zu können. Wie viele Allgemeinmediziner, vulgo "Hausärzte". Selbst heute, von Ungarn aus, fährt der VdZ nach Wien zu "seinem Hausarzt" (die eine "-in" ist), wenn er etwas braucht, weil die genau das tut, was alle seine Hausärzte von Kindheit an taten: Nichts. Außer zu beobachten, und ihn da und dort dezent zu unterstützen, wo er es möchte. Bei Fachärzten, besonders aber Spitalärzten, stellt er hingegen nur noch seine Haare auf.

Wobei das Problem viele Facetten hat. Der VdZ hat noch die Mutter als "Wahrerin der Hausmittel" erfahren. Selbst schwere Lungenentzündungen (die der VdZ öfter hatte, die Wohnung war nur in der Küche beheizt, und der VdZ ein richtiger Lausbub) wurden daheim behandelt, nur im äußersten Fall der Arzt geholt. Der dann in seinem alten VW kam, den Bauch abtastete, tief in die Augen sah, ab und zu ein Medikament verschrieb und sonst nur zu Hausmitteln riet. 

Heute? Heute sind (meist berufstätige, also erwerbstätige) Mütter die schlimmsten Ablaufoptimierer. Jedes Husten wird durch Arztbesuch scheingeregelt. Lieber sitzt man drei Stunden im Wartezimmer, als Essigpatscherl oder Topfenwickel anzulegen. Sich so nie ein solides eigenes Urteil bilden. Die Mutter des VdZ - Gott hab sie selig - erkannte selbst schwere Krankheiten manchmal schon "aus der Ferne". Früher als Ärzte. Was für beabsichtigtes Schulschwänzen höchst unangenehme Folgen hatte ... ;-)

Natürlich, man muß schon zugeben: Viele Impfgegner wissen wirklich nicht, warum ihr (an sich richtiges) Gefühl stimmt. Also rationalisieren sie. Posthoc, auch wenn sie meinen, es "zu denken". Aber weil die geistigen Tiefenkategorien fehlen, um die Begriffe auf ihre ersten Gründe zu führen und damit zu klären - und das ist ja erst denken - rutschen viele ins Dubiose und Esoterische ab. Weil letztlich sind sogar viele "Kritiker" reine Technizisten, gehören also derselben Kategorie an, wie die Impfbefürworter, um es salopp zu formulieren. Dazu gehören auch viele Argumente, die gewissen Schwermetallen (Aluminium etc.) "schädigende Wirkung" zuschreiben und meinen, damit die Impfverweigerung begründen zu können.

Das hält der VdZ für Unsinn, und da sind sie auch so leicht von Medizin-Technizisten zu widerlegen. Aber sie empfinden meist etwas oder vieles richtig. Der VdZ hofft, durch diese Ausführungen einen kleinen Beitrag zu einem vernünftigen Aufarbeiten dieses richtigen Gefühls - die Impfung abzulehnen - leistet. 

Das ändert aber nichts daran, daß dieser Beitrag von Addendum sogar als "besonders schäbig" eingestuft werden muß. Denn hier wird mit primitiven Ängsten gearbeitet, wie so oft, wenn mehr als Wahrheit hinter eines Streben steht. Der VdZ kann sich noch gut erinnern. Masern waren zu seinen Kindheitszeiten (1960er) stinknormaler Alltag. Die meisten hatten sie, irgendwann. Nur der VdZ hatte sie nie. Er bezweifelt dennoch, daß damit große Gefahren verbunden waren. Und das gilt für den ganzen Kanon der sogenannten "Kinderkrankheiten", die damals kursierten. Und wie bei Scharlach so herrliche drei Wochen "Quarantäneferien" bedeuteten. 

Niemand aus seinem Umfeld (oder seiner großen Familie mit zwölf Kindern und deren bis heute 80 Enkeln) ist an allen diesen Krankheiten gestorben oder wurde irgendwie geschädigt. Es gab einige Fälle von Kinderlähmung, ja. Aber die waren selten. Auffälliger waren "Contergan-Geschädigte". Aber man lebte mit allen diesen, so wie man mit Behinderten einfach und unaufgeregt lebte. Auch ohne "Inklusion". Aus heutiger Sicht, aus der Erinnerung heraus, ist er dafür sogar dankbar. Denn sie haben der Welt eine ganz eigentümliche, aber enorm wichtige Note der Befremdung zugefügt. Endgültig ans Geisteskranke grenzt es, wenn wie heute Elternverbände fordern, daß Behinderte "gleichgestellt" werden. Mit wem? Wie? Ach, lassen wir das.

So nebenbei freilich noch dazugefügt: Der VdZ kennt (oder kannte) persönlich und gut, ja sehr eng Menschen, die für Pharmakonzerne arbeiteten und Ärzte "betreuten". Das kann ja auch auf einer schönen Insel im Atlantik geschehen? Ach, schweigen wir doch bitte darüber. Und lassen wir es, daran zu erinnern, daß er selbst einmal (immerhin wenigstens als Schauspieler und Regisseur) engagiert worden war, um Augenärzte für ein bestimmtes Medikament im Rahmen eines üppig organisierten, verlängerten Wochenendes auf Schloß Hellbrunn in Salzburg "positiv zu stimmen".


Vorerst genug. Nur noch der Film von Addendum.





Morgen Teil 2) Die Lustseuche illustriert




*181119*

Phantomfeind Islam (2)

Teil 2)




Deshalb ist auch der erste und wirkliche Feind unseres Abendlandes nicht der Islam. Sondern es ist die Destruktion unserer kulturellen Ordnung, der Verlust der Identität, der damit einhergeht. Lustigerweise ist aber das, was sich gerne als "Rettungsaktion" bezeichnet, die unsere Kultur retten soll, genau das, was unseren kulturellen Körper bereits tödlich infiziert und unsere eigene Identität aufgelöst hat. Und so ist es kein Zufall, wenn Stürzenberger die "Freiheit" unserer Länder preist, und mit solcher Vehemenz den Islam zum Feind erklärt. Denn im nächsten Satz verteidigt er jenen Liberalismus und Individualismus, der als Aufklärung die Krankheit zum Tode des Abendlandes ist.

Daraus kann nur hohe Emotionalität entstehen: Wer bindungslos über dem Nichts schwebt, kann nur noch um sich schlagen, um sich irgendwie Sprechwolken zu bauen, die ihn halten sollen. Und sieh einer an: Das ist genau dasselbe Vorgehen, wie es jene Religionen an den Tag legen, die auf Irrtümern, die nicht auf der (katholischen) Wahrheit beruhen. Auch der Islam. Mehr als das. Genau daraus erwächst eine psychische Haltung, die sich selbst (in seiner nunmehr pseudologischen, behaupteten Identität) als jedem anderen überlegen ansieht. Und der jeder andere tatsächlich zum Feind wird, den es zu vernichten gilt. Wo jeder Disput darüber zu einem Festival der Rationalisierungen und Sophistik wird.

Insofern ist auch der Islamismus (der eine Ideologie ist) ein Werkzeug, eine Waffe für den viel tiefer liegenden und tragenden Konflikt. Der ethnisch-zivilisatorischer, kultureller, psycho-sozialer, menschlicher, nur in zweiter oder gar dritter Linie religiöser Natur ist. Solange man das nicht erkennt, wird man ein Schattenboxen mit einem Phantomgegner namens Islam betreiben.

Und etwa verlangen, daß er weichgespült und überarbeitet werden müsse, um mit Europa kompatibel zu sein. Dabei müßte an ganz anderer Stelle angesetzt werden. Wo sich zeigt, daß es gar keine wirkliche Lösung gibt, weil sich ganz unterschiedliche Kulturen gegenüberstehen. Für die nur eine Lösung denkbar ist ... Parallelgesellschaften weil Parallelkulturen. Und eine sehr starke Polizei. Die beklagte "Islamisierung" ist nur Symptom für unsere Unfähigkeit, mit den realen Problemen fertigzuwerden. Denn die (großteils muslimischen) Migranten, die wir seit langem erleben, sind nicht in der Lage, sich in unseren Systemen "integriert", so etwas wie funktionierende, sozial und psychisch tragfähige Strukturen aufzubauen. Das wird nur schlmmer, wenn wir, wie es heute passiert, deshalb aber auch noch unsere eigenen Strukturen auflösen. Denn dann werden wir wirklich "vom Islam" beherrscht, ja unterworfen werden. Der zur Rechtfertigung ganz anderer, soziologischer, psycho-sozialer Selbstbehauptungs-Vorgänge wird, und darin unweigerlich sein schrecklichstes Gesicht zeigen wird.

Bemerkung am Rande: Das von Stürzenberger an einer Stelle vorgebrachte Lamento, daß man bereits zu Anfang des Islam, zumindest vor dem Jahr 1000, in Europa hätte reagieren und den Islam bekämpfen hätte müssen, man aber sträflich dessen Wesen ignorierte, ist haltlos. Nicht nur, weil bereits im 8. Jahrhundert solche, die arabische Expansion beschränken sollenden Kriege stattfanden. (Oder ist Karl Martell schon vergessen? Die Rolandsage nicht mehr präsent?) Sondern aus genau den auseinandergesetzten Gründen. Einen Islam als "aggressive Religion" hat niemand gesehen und wahrgenommen, weil es ihn nicht als treibenden Motor gab. Die Auseinandersetzungen mit arabisch-türkisch-kleinasiatischen Stämmen und Völkern waren politischer und zivilisatorischer Natur, oder gar Kriege mit Raubvölkern, die historisch nicht von heute auf morgen aufbrachen, sondern in einer langen Reihe geschichtlicher Kontinuität ethnischer Differenzen (zentralistische Völker gegen abendländischen Individualismus) standen. Man denke an die uralte Auseinandersetzung der Griechen mit den Persern, oder an die nie enden wollenden Kämpfe der Römer mit kaukasischen oder aus Asien einwandernden Völkern.








*171118*

Mittwoch, 2. Januar 2019

Das wirkliche Problem des Impfens (1a)

Auf kaum etwas ist die Medizin so stolz wie auf die "Erfolge" des Impfens. Dabei fällt auf, daß sämtliche Argumente, die für ein immer weitergreifendes "Durchimpfen" unserer Bevölkerung auf eine statistische Rechnung hinauslaufen. Sie liefern den angeblichen Nachweis für die Sinnhaftigkeit des Impfens. Aber trifft das den Nagel auf den Kopf? Kann man mit statistischer Rechnung die Sinnhaftigkeit und Richtigkeit eines Handelns begründen? 

Der Leser kennt vielleicht den Paradefall ethischer Entscheidungskomplexität. Wir wollen ihn kurz erinnern. Ein Bahnbediensteter, der in einem Weichen-Umstellwerk arbeitet, ist mit folgender Lage konfrontiert. Ein Güterzug fährt in hohem Tempo auf einen Bahnhof zu. Plötzlich wird klar, daß die Bremsen versagen. Er wird also nicht zum Stehen kommen. Auf dem für ihn vorgesehenen Gleis, auf dem er den Bahnhof passieren soll, steht ein mit 100 Personen besetzter Personenzug. Wenn nichts geschieht, wird es zum Zusammenprall der Züge und wahrscheinlich zu vielen Opfern, womöglich auch Toten kommen. Unser Mann im Stellwerk überlegt, was zu tun ist. Kurz vor dem Bahnhof befindet sich nämlich noch eine Weiche, die den Güterzug auf ein Parallelgeleise umleiten würde. Dort aber arbeiten drei Gleisarbeiter, die nicht mehr gewarnt werden könnten. Das heißt, daß sie von dem Güterzug überfahren würden. Nun stehen also hundert Opfer (und womöglich viele Tote darunter) drei sicher Toten am Nebengleis gegenüber. Wie ist zu entscheiden? Wie würde der Leser entscheiden? Den Güterzug umleiten, weil drei Tote weniger sind als vielleicht hundert am anderen Gleis?

Die Lösung ist vom moralischen Standpunkt aus klar, wenn auch für manche vielleicht schwer nachvollziehbar. Weil es viele Prämissen* der heutigen Weltauffassungen über den Haufen wirft: Was ist der Sinn des Lebens, was ist der Wert von Tod und Leben, und wie hängt das alles mit dem individuellen Leben und Schicksal vor Gott zusammen. Es ist aber nicht zulässig, den Zug aufs Nebengleis umzuleiten, wo drei Tote sicher sind. Niemals darf ein Gut durch ein Übel versucht werden zu erreichen. Es geht hier auch nicht ums "geringere Übel", denn das eine Übel (drei tote Bahnarbeiter) ist vermeidbar, ist also gar kein Übel. Der Stellwerkarbeiter muß zwar tun was er kann, um das Übel zu vermeiden, ja er kann sogar sein Leben riskieren, um dem anbrausenden Zug zu stoppen, aber er muß im Wesentlichen zusehen, wie er mit dem Personenzug im Bahnhof zusammenstößt. Man kann Menschenleben nicht aufrechnen. Jedes Menschenleben ist ein absoluter Wert, der in der Ebenbildlichkeit Gottes begründet liegt.

Lassen wir vorerst von dieser Geschichte, und bringen wir schon gar nicht den Fall des Krieges ins Spiel, diese Kompliziertheit brauchen wir in dem Fall nicht.

Machen wir deshalb einmal einen Schnitt.



Morgen Teil 1b) *Eine Fußnote - Ein Zwischenschritt





*181118*

Phantomfeind Islam (1)

Ist der Islam unser Feind? Die Debatte zwischen dem Historiker Karl-Heinz Weißmann und dem Publizisten Michael Stürzenberger behandelt diese Frage sehr kontroversiell. Einem historisch sehr weiten Blick steht ein recht aggressiver Aktivismus gegenüber, der Leser möge sich selber denken, welcher Argumentationsseite der VdZ zuneigt. Oder - eher zuneigt. Denn die Gretchenfrage ist, was Religion überhaupt ist. Und was sie sein muß, nämlich der Boden einer täglichen Lebensweise, oder eine Ideologie. Die sich aus jeder Religion machen läßt, ja zu der jede Religion wird, sobald sie nicht ... katholisch, also alles umfassend, das heißt: der gesamten Wirklichkeit gegenüber offen ist. 

Grundsätzlich ist Weißmann zuzustimmen, daß die Konfrontation mit dem Islam hierzulande (und weltweit) in erster Linie eine Frage der Kultur und Lebensweise ist, die erst in der Religion, die Islam (Unterwerfung) genannt wird, zu einem expliziten Thesengebäude wird. So ist er auch entstanden. Diesen ungemein pragmatischen Aspekt dieses Konglomerats aus Arianismus und heidnischen Nomadenreligionen darf man nie übersehen. Erst waren da politische Probleme, erst waren da zivilisatorische Probleme in einem geographischen Raum, der in ein Chaos mit vielen Neuordnungsparteien und -versuchen versank, nachdem sich Byzanz zurückgezogen hatte. 

Das bestätigt sich auch dadurch, daß der Islam interessanterweise überall dort so in den Vordergrund kommt, wie momentan bei vielen Migranten in Europa, wo die reale Lebenssituation als schwach und ungeordnet erfahren wird. Deshalb ist es eine zutreffende Beobachtung, daß es nirgendwo in einem muslimischen Land so viele verschleierte Frauen gibt wie in Wien oder Berlin oder Paris. Umgeben von einer fremden Umgebung, beginnt eine Weltsicht Gewicht zu erhalten, die die eigene Überlegenheit wie ein Etikett vor Augen stellt. Sich selbst gegenüber nicht weniger wie allen anderen gegenüber. Diese Fremdheit ist der entscheidende Punkt, Weißmann nennt sie die "ethnische" Natur des Konflikts. Sie ergibt sich aus einer im Natürlichen, also noch "vor-religiös" sehr verschiedenen Lebensweise. 

Wobei es natürlich eine "rein natürliche" Lebensweise gar nicht gibt, sie hat immer bereits eine genuin religiöse Haltung "dem Absoluten gegenüber" zur Grundlage. Die dann in der expliziten Religion zur Konkretisierung kommt. Insofern hat der Protestantismus (aller möglichen Denominationen), aber auch die individuelle, real gelebte Religion innerhalb des Katholizismus ein dem Islam praktisch gleiches Problem. Die Klammer bildet lediglich der tägliche Lebensvollzug. Er macht, daß sich Menschen eines Volkes, eines Kulturraumes weitestgehend "ohne Disput" begegnen können, ohne sich ständig mißzuverstehen. Sie können dem anderen vertrauen, ohne darüber zu sprechen. Weil die Wertecodices, die Verhaltensnormen relativ gleich sind. Das trifft auf einen Menschen aus dem arabischen oder afrikanischen Raum nicht in dem Maß zu. Er wird sich mit den europäischen Alltagsnormen in vielem nicht identifizieren können.

Auf dieser Verschiedenheit, also auf psycho-sozialen (bzw. kulturellen) Fragen, baut dann die Ebene des religiösen Konflikts auf. In dem der Islam in der heutigen Weltlage, wo er sich noch dazu durch die universalistischen Medien mit einem westlichen und "überlegenen" Alltag konfrontiert sieht, fast zwangsläufig zu einem "Islamismus" wird. Weißmann hat somit auch darin recht, wenn er darauf hinweist, daß man zur Beurteilung der realen Wirklichkeit einer Religion nicht einfach deren Bezugsschrift (also beim Islam den Koran, oder beim Christen die Bibel) heranziehen kann. Nicht in der Regel zumindest. Das wird für die meisten Mitglieder dieser Religion erst bedeutend, wenn der alltägliche Normalrahmen, die soziale Ordnung, die eigene Lebenserfülltheit bricht oder gestört ist.

Und nun kommen wir auch der Tatsache begreifend näher, warum es so viele "Islame" gibt. Ähnlich wie der Protestantismus ruht er nämlich auf Lebenswirklichkeiten auf. Und die sind verschieden. Also werden auch seine Inhalte verschieden gewichtet. "Den Islam" gibt es nicht. Alle Versuche, einen solchen zu konstruieren, so etwas wie allgemeine Lehrhoheit zu schaffen, sind bislang gescheitert. Er zerfällt in zahllose Richtungen und Parteien. Und jeder bezeichnet seinen Islam als den einzig wahren. "Den Islam" zum Feind zu erklären ist also, als würde man in einen Haufen Sand greifen. Zieht man die vermeintlich gefüllte Hand heraus und schaut nach, was man nun hat, zerrinnt alles zwischen den Fingern.

Aus einzelnen Suren läßt sich also nicht (zwingend) ableiten, daß jeder Muslim ein erklärter Todfeind ist. Das würde zudem die Schriftlichkeit (insgesamt, aber auch und gerade für diese Kulturkreise) gehörig mißverstehen. Auf diese schriftlichen Inhalte wird erst zurückgegriffen, wenn die Lebenswirklichkeit eine Verortung innerhalb eines sozialen Gefüges, das den eigenen Anlagen, Talenten, Wünschen nach Anerkennung, sozialer Stellung etc. entspräche, nicht mehr zuläßt.

Das zeigt sich auch historisch recht eindeutig, worauf Weißmann auch hinweist. Nicht der Islam hat den arabischen Raum geformt. Ein Islam entstand nur als Rückgriffs- und Rechtfertigungsmöglichkeit. Ebenso wie die Figur eines "idealen Muslim" namens "Mohammed der Prophet", deren historische Existenz alles andere als belegbar ist. Seine Biographie, auf die sich heute alle beziehen und die in den Hadithen als praktische Moralanweisung durch Ableitung von diesem Vorbild her existiert, entstand erst allmählich und über hunderte von Jahren, in denen sich (über viele Zufügungs-, aber vor allem auch Reinigungsprozesse) dieser "ideale Mensch" zu dem auswuchs, als was wir ihn heute kennen.

Zum Beleg: Im 9. Jhd. gab es über 1 Million Hadithe. Jeder hat sich eben - salopp formuliert - seine Religion gebastelt. Erst jetzt begannen Zentralisierungsversuche.* Wirklich erfolgreich für den islamischen Raum insgesamt waren die aber auch nicht. (Was den Wunsch nach einem einheitlichen Kalifat begreifbarer macht.) Und umso aussagestärker ist die Bedeutung des "Islam": Jede Variante verlangt unbedingte Unterwerfung. Und dieses autoritative Gebot spielt bei allen Varianten eine ganz gewichtige Rolle. Es ist vielleicht sogar das einendste Element.


Morgen Teil 2)




*Das macht einmal mehr die Bedeutung des von Gott gestifteten Petrusamtes deutlich. Wo immer das Papstamt abgelehnt wurde, geschah es erstens aus persönlichen Gründen, und zweitens zerfiel die Abspaltung weiter in immer mehr Varianten.






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Dienstag, 1. Januar 2019

Auf ein Neues!










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Neujahrswünsche

Der Verfasser dieser Zeilen 
wünscht allen Lesern der ambrosius.konnotationen
ein

Gutes, glückliches, gesegnetes Neues Jahr 2019!






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