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Donnerstag, 15. Mai 2008

Von der Dogmatisierung der Identität

Undefiniert, damit wehrlos gemacht, wird die Identität eines Menschen voluntaristisch-behauptet, zur immer aktuell aufrecht zu haltenden, durch die Notwendigkeit zur geschichtlichen Kontinuität ob des je nur vorübergehenden, nie mehr als vage von einem selbst definierbarem Selbstseins fast notwendig erstarrenden Maske. In einem sozial nicht apriorisch definierten, natürlich-gesunden Umfeld - das meint ja Kultur - ist die Kraft nicht zur Existenzerhaltung eingesetzt, offen um sich der Entfaltung widmen zu können.

Ein kulturloses oder kulturzerstörerisches Umfeld, das für alle Sünden gierig offen ist, die sich auf den Platz in der Schöpfung beziehen - Neid (der andere könnte das mir zustehende haben), Geiz (der andere könnte es mir wegnehmen, eine Sünde des zerstörten Vertrauens in den Nächsten also), Eitelkeit, Wollust ...

Angegriffen, wird das was am Naturgeschehen je fehlt zur Ideologie. Wird der Traum des Erinnerns, der Traum des Möglichen zur romantischen, politischen und lebensgefährlichen Utopie.





*150508*