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Montag, 23. Mai 2011

Das Bild enthält alles

 "Verteilung von Gewichten"





aus: Wassily Kandinsky, "Essays über Kunst und Künstler"

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Sonntag, 22. Mai 2011

Nicht gemacht, sondern machend

Leider wurde vielleicht die Liturgie – auch unter uns Hirten und Experten – als ein Objekt gesehen, das es zu reformieren gilt, und nicht als ein Subjekt, das fähig ist, das christliche Leben zu erneuern, da es ein sehr enges und organisches Band zwischen der Erneuerung der Liturgie und der Erneuerung des ganzen Lebens der Kirche gibt: Die Kirche schöpft aus der Liturgie die Kraft zum Leben.“

Die Liturgie sei der Höhepunkt, zu dem das Handeln der Kirche hinstrebe, gleichzeitig aber auch die Quelle, aus der ihre Tugend hervorgehe. Sie sei die große Erzieherin zum Primat des Glaubens und der Gnade.


Papst Benedikt XVI. beim Empfang der Teilnehmer einer Tagung zum 50-jährigen Bestehen des von Papst Johannes XXIII. gegründeten Päpstlichen Liturgischen Institutes Sant‘ Anselmo in Rom

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Grundlagen der Gegenwart

In Hobbes' "Leviathan" (1651) findet sich eine ausgezeichnete Zusammenfassung dessen, was Aufklärung überhaupt ist. Und von da her läßt sich unsere Zeit als Ausläufer dieser Aufklärung hervorragend begreifen: unsere Anschauungen sind noch dieselben.

Ausgehend von der Descartes'schen Selbstdefinition dessen, was ein Mensch denn sei, finden sich die Grundlagen dieser Selbstdefinition (im Denken) direkt auf das bezogen, was Wissen - und Wissenschaft als ihr Generator - ausmacht, was gewußt wird. Besitzt der Mensch ausreichend Wissen, ist er in der Lage, sein Leben völlig individuell zu entwerfen, und zum Glück (das zur rationalen, utilitaristischen "Zufriedeheit" wird) zu führen.

Damit fällt die Funktion des Staates in seiner ethischen Dimension weg: er wird zu einer Hilfskonstruktion, wird überhaupt zu einer Maschine (dem Leviathan) selbst, der möglichst gut funktionieren, das Zusammenleben der Menschen (in obiger Zielsetzung) regeln soll, aber ansonsten keinen Sinn und keinen Wert hat.

Wertgebende Instanzen wie Kirche oder Religion überhaupt sind nur solange toleriert, als das Wissen derjenigen noch nicht ausreicht, diese irrationalen Hilfskonstrukte über Bord zu werfen. Solange gibt es auch noch Moral, sie wird dem aufgeklärten Menschen aber bedeutungslos - er hat ja eine Ethik.

Freilich, die Wissenschaft selbst sagt auch dem Einzelnen dann, was er ist, und sie sagt ihm auch, was seine Interessen sein sollen. Der Staat macht sich dieses Wissen zu eigen, und nimmt sich auch das Recht, danach zu handeln: Was wir wirklich wissen und was wir sind müssen wir uns also von der Wissenschaft sagen lassen. Wir werden es dann wissen, wenn Mathematik und Naturwissenschaft weit genug ist. Weil nunmehr Religion und Überzeugungen kein Objekt einer objektiven Wissenschaft sind, sind sie für einen Staat irrelevant, ja Unruhestifter: Überzeugungen, Wahrheit darf keine Rolle für die Macht spielen. Oberstes Prinzip ist das des "Friedens", endgültige und allgemeine Wahrheiten gibt es ohnehin nicht. Entscheidend ist der Wille zum Zusammenlebensd, das ist die wirkliche Maxime des Staates. "Auctoritas, non veritas, fecit legem!" - Autorität, nicht die Wahrheit, schaffen das Gesetz. Der Staat ist die Antithese zur menschlichen Natur. Öffentliche Gewalt kann nicht auf Ethik gestützt werden, weil Ethik auf subjektiven Überzeugungen ruht, und damit als Meinung irrelevant ist.

"Aufklärung" bedeutet zuerst einmal Aufklärung über uns selbst, durch eine nicht von uns selbst, sondern von einer kollektiven Denkbemühung der gesamten Menschheit  getragenen Durchdringung der Gesetze der Natur.

Weil der Mensch ein Wesen ist, das nach immer mehr strebt, nie zufriedenzustellen ist, das Gute also dynamischer Natur ist, hat der Staat seine Legitimation genau daraus, und hat diese Egoismen zu ordnen, den Einzelnen nur vor dem Schlechten des anderen zu schützen. Wer in den Gesellschaftsvertrag einsteigt, verzichtet auf alle Rechte und verpflichtet sich zum Gehorsam dem Leviathan gegenüber. Der Staat hat also die absolute Macht. Denn in der Natur herrscht nur das blanke Recht des Stärkeren: "Homo homini lupus" - Der Mensch ist des Menschen Wolf. Der Mensch ist von Natur aus asozial, ein Wolf, er wird erst durch den Vertrag zum Menschen, den die Menschen schließen, im Namen der Vernunft, um zusammenleben zu können. Das zeigt sich, sobald der Staat zusammenbricht: wo alle aufeinander losgehen.

Moral ist nun aber Angelegenheit des Privatlebens. Die Ethik des Staates ist nämlich die des absoluten Exaktheitsanspruches durch Wissenschaft. Der Staat muß deshalb das Wissen der Bürger kontrollieren, um einen Bürgerkrieg durch "Gewissensdifferenzen" zu vermeiden, und er muß jede Gewaltanwendung der Bürger untereinander strikt überwachen. Jede Berufung aber auf die Natur des Menschen als Korrektiv dem Staat gegenüber muß unterbunden werden. Es gibt keine Instanz mehr über dem Staat, aber auch keine über dem Recht. Solange der Staat seine Bürger (voreinander) zu schützen vermag.

Klingt das nicht sehr aktuell? Auch Hobbes kann ja nicht begründen, warum um alles in der Welt sich Menschen zu einem Staat zusammenschließen sollten - wenn doch ihr Naturzustand, wo einer des anderen Wolf ist, ihnen diesen Impuls schwerlich geben könnte.


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Archetypisch gegenwärtig

Gut gemachte, witzige Werbung, hervorragend gespielt. Offensichtlich kann sich ein Schauspieler sehr leicht in die Arachnophobie einfühlen, weshalb man auf ein menschliches Archetyp schließen könnte, das sich auf Signal hin aktivieren läßt.


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Licht der Welt

Wir sehen nicht das Licht, das von der Sonne kommt, direkt. Wir sehen nur das Licht, das von den Gegenständen, dem Geschaffenen kommt. Die es von der Sonne erst aufnehmen müssen, um sich dann "zu entscheiden", was sie wieder abgeben, und uns damit erkennen lassen. Alles irdische Licht ist eine Analogie dieses einen Lichts, aber es ist gesättigt von Konkretem, das das Licht in sich trug. Nur über dieses Konkrete aber erhalten wir Wissen, Kunde vom Licht selbst.

Alles auch verhält sich zu diesem Licht. Und in diesem Maß der Verarbeitung und der Haltung dazu gibt es dieses Licht, das es empfängt, weiter. Das Heilige leuchtet!

Pawel Florenski beklagt, daß bei Rembrandt (bzw. in der Renaissance) das Leuchten dargestellt ist, statt daß das Dargestellte selber leuchtet. Plötzlich ist da die Behauptung, die Illusion, nicht mehr das Reale.

Das Photo freilich ist überhaupt nur noch Behauptung: es erzählt von einem Vorgefallenen, das am Bild selbst aber nicht passiert, sonder das eine bereits vorhandene Vorstellung im Betrachter anspricht. Sodaß sich die Frage stellt: können wir von einer Photographie überhaupt überrascht werden? (Das Internet ist ein vielleicht sogar ausschließlich photographisches Medium.)

Copyright: Energizer (Batterien, USA)


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Kunst braucht eine Heimat

Karl Markovic im Interview:

Da gibt es einen wunderschönen Satz in einem Stück von Ferenc Molnár: „Warum soll ich besser spielen, als ich kann?“. Diesen Satz kann man als Motto für so ziemlich alles nehmen; er ist nur scheinbar fatalistisch, in Wahrheit befreiend.



Karl Markovics
Ist es gut, wenn ein österreichischer Film österreichisches Lokalkolorit transportiert?
Jede Kunstform braucht eine „Heimat“, um überall verstanden zu werden. Das klingt nur auf den ersten Blick paradox. Wenn der Zuschauer das Gefühl hat, dass Milieu, Personen, Sprache eine glaubhafte Einheit bilden, wird er die Geschichte auch auf sich, sein Milieu, seine Sprache beziehen können. Die häufige Wesen- und Leblosigkeit von Koproduktionen mit drei, vier Partnerländern liegt im Fehlen dieser Heimat.


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Samstag, 21. Mai 2011

Augustineische Revolution

Vor der augustineischen Wende, schreibt Walter Schweidler in "Der gute Staat", zu Beginn des 5. Jhds., stand der Philosoph an der Spitze jener Pyramide, die auf den kaiserlichen Hof, also auf die Politik hohen Einfluß hatte. Diese Intellektuellen waren es immer gewesen, die das mahnende Korrektiv bildeten, wenn sich die Politik von der gottgewollten Ordnung entfernte, die identisch war mit der Vernunft, als Allgemeines, als Öffentlichstes. Die reale Eingegliedertheit - im Frieden! - war Zeichen eines gottgefälligen Lebens, und falsche Politik störte diese Ordnung. Die auf der Tradition aufbaute, und deren Maßstäbe auch in der Bildung weitergegeben wurden, die einen festen Kanon als Folie bildete.

Mit Augustinus aber trat eine folgenschwere Wende ein, die das Abendland maßgeblich bestimmte, und sich bis heute auswirkt. Plötzlich wurde "Gottesstaat" und "Zivilstaat" getrennt. Plötzlich war auch eine ungerechte Ordnung denkbar, die sich aber nicht durch die Unordnung (sondern nur im Bezug darauf) auf das ewige Heil des Einzelnen auswirkte - der Bürger "zweiter Staaten" war.

An die Stelle des Philosophen trat nun der Mönch. Er repräsentierte nun - in seiner Distanz zum öffentlichen Leben! - die absolute, in sich zweckhafte Lebensweise. Der (ägyptische) Mönch verkörperte eine Lebensweise, die keine Einflußnahme auf den Staat verlangte.

Augustinus meinte nachdem er von der Lebensgeschichte des Hl. Antonius erfuhr (386) zu erkennen, daß all seine Bildung, daß alle seine Maßstäbe für Leben und Politik völlig wertlos waren. "Die Ungelehrten stehen auf und reißen den Himmel an sich, und wir mit unserer Gelehrsamkeit, sieh, wie wir uns wälzen in Fleisch und Blut!" (Conf. 8,8)  Die geistige Autorität wurde hinan nicht mehr in der klassischen Bildung, sondern in den Erfahrungen des Herzens, den Leiden der Märtyrer und dem Eintreten für den Nächsten verankert. Das richtige Leben wurde auf das Leben anch dem Tod ausgerichtet.

Ab hier fand, schreibt Schweidler, die Theoretisierung der Philosophie statt. Die letzte Wahrheit konnte nicht mehr im freundschaftlichen Dialog der Weisen und Gelehrten, sondern sie wurde in der Forderung nach Letztbegründung durch rein theoretische Erkenntnis vom denkenden Individuum ganz für sich in Anspruch genommen - oder sie fiel der Skepsis, oder dem Voluntarismus zum Opfer.

Damit verschob sich radikal der Horizont für die Beurteilung dessen, was der "repräsentative Mensch" denn war. Vorbildlichkeit konkretisierte sich nicht mehr im Bezug des Einzelnen zur Gemeinschaft, sondern gegenüber "der Menschheit" als ganzer.


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Alt, aber gut

Das Sujet ist alt, aber wie hier in einer anderen Variante immer wieder amüsant. Der Humor ist eben ein Spiel mit Konventionen, darum braucht er auch Konventionen.

Eine Kamera, ganz simpel mit einer Hand zu bedienen


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Wortreicher Schauspieler



Vor einigen Tagen ist der 2005 verstorbene Papst Johannes Paul II. im Eilverfahren seliggesprochen worden. Hat Sie das gefreut?
Spaemann: Ja. Aber mit dem Tempo war ich nicht so ganz zufrieden. Zehn Jahre später wäre mir lieber gewesen.

Was macht für Sie seine Person aus?
Spaemann: Der Mann hatte eine ganz ungewöhnliche Ausstrahlung. Er war eine merkwürdige Verbindung von mystischer Frömmigkeit und einem hervorragenden politischen Instinkt. Mich persönlich haben seine Reden beeindruckt, aber wenn ich sie nachgelesen habe, konnte ich nicht so viel damit anfangen. Das gilt auch für seine Enzykliken. 

Er war sehr wortreich, aber bei der Frage, was er mir eigentlich sagen wollte, kam ich schon in Schwierigkeiten, ganz anders als beim jetzigen Papst Benedikt XVI. Da kann ich jeden Satz nachvollziehen. Imponiert hat mir bei Johannes Paul II. die gesamte Persönlichkeit, sogar die öffentliche Zelebrierung seines Todes. Er war ein Schauspieler, der das spielte, was er wirklich war. Er hat sich selbst darstellen können.

Robert Spaemann, Interview in "Die Presse"

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Nur ein einziges Du

Dem anderen begegnest du nicht direkt - sondern in dem Maß, indem du dich selbst überschreitest, von dir wegsiehst, und dich vom Sein durchdringen läßt, dem Sein gemäß wirst - das Wahrheit, das Leben, das die Liebe (im Bogen von Philia zu Agape, der Bruder- und der Freundesliebe), das Gott ist - in dem Maß und in dieser Bezüglichkeit leuchtet dir der andere in diesem Sein auf, und du erkennst dich in ihm.

Der Mensch begegnet nur einem einzigen Du, und durch dieses - den anderen. Deren Schatten, Anzeige der fehlenden Teilhabe am Sein, direkt sehen zu wollen ist töricht. Dein Maß muß sein: das, wo das Sein durch ihn durchscheint - wo er ist.

Die Freundschaft, schreibt Florenskij einmal, gründet auf den Halbschatten, die erst das Profil ergeben. Sie geht nicht auf das Heldentum, das nur temporär ist, sie geht auf den Alltag, auf das schlichte Leben. Die Destillation, auf daß nur noch Heiligkeit übrigbleibe, erfolgt am Ende der Tage.

Freundschaft ist das Schauen seiner selbst durch den Freund in Gott.

 
*210511*

Überraschung als Wesen der Welt

Im Internet, als Suchmedium, erfahren wir nicht, wie die Welt ist. Das Internet kann uns also nicht mit objektiver, also uns übersteigender Welt überraschen! Wir werden stattdessen nur mit dem konfrontiert, was wir im Grunde bereits wissen und annehmen und vor allem annehmen wollen.

Gerade im Zuschnitt, der allerorten folgt, und der immer noch schönfärberisch mit "individuellen Bedürfnissen angepaßt" (etc.) bezeichnet wird - eine der größten und aberwitzigsten, unausrottbaren Narreteien des Marketing, übrigens - passiert genau das, was in anderem Zusammenhang, in der Persönlichkeitsbildung, als "Reflexivität" bezeichnet wird. Wo das beobachtende Ich, das "höhere Ich", sich nur noch auf die Reaktionsbeobachtung konzentriert, die in uns auf Weltbegegnung abläuft. Bis diese geistige Welt aktueller Wirklichkeitsbegegnung völlig fehlt.

So, wie im Verkauf das Gerede von "Anpassung an die Bedürfnisse des Marktes" eine primitive Ausrede für Charaktergestank und Feigheit ist, genau so ist das Internet gerade in seiner Massenfunktion eine gigantische Maschine der Ausredenproduktion für die Flucht vor der Mühe des Lebens.

Der Mensch, der sich nicht auf eine Idee hin transzendiert (was "Mühe" in Form von Spannkraft benötigt, und erst hier kann man von Persönlichkeit sprechen), sondern der von einem "starren" Ich-Konzept ausgeht (das also nicht im Dialog zu sich kommt, vom Du ausgehend) und deshalb meint, in der Selbstbeobachtung und -nachgebigkeit läge der Weg der Erfahrung wie Befriedigung der eigenen Bedürfnisse, wird eines Tages im völligen Nichts, im leeren Raum dastehen. Was der Mensch ist erfährt er erst in der Selbstüberschreitung, und das bedeutet: einen Schritt ins Unbekannte.

Das Wesen der Welt und Wirklichkeit ist Überraschung. Genau das aber ist im Internet nicht möglich, das eine Form von Daten bietet, die nicht einmal Information sind, weil eine Mitteilung ohne persönlichen Überbringer eigentlich wertlos ist.

Dessen wesentliche Wirkweise damit in doppelter Weise nicht INHALTE (einmal: die es gar nicht generieren und transportieren kann, sondern "über die" es nur berichten kann; zweitens: Information trägt das Gepräge des Überbringermediums, und ein solches fehlt fast völlig im Internet an sich) sind, sondern die Art, Inhalte zu transportieren. Nur wenn es gelingt, die Codes auf dieser (phänomenologischen) Ebene zu entziffern, werden wir es begriffen haben. Bis dahin haben wir es mit einem gewaltigen Aberglauben, eine riesigen Blase zu tun, die umso mehr fanatisch verteidigt werden wird, als man die Leere unter dieser Blase spürt.



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Freitag, 20. Mai 2011

Theaterwaggon Österreich

Die gegenwärtigen gesellschaftlichen Hierarchien in Österreich sind nicht Hierarchien, die sich auf Seinsmacht begründen. Sondern sie sind Verabredungen, eine Art "self fulfilling prophecy" der aufklärerischen Träume des "contract sociale". Nur, wer dieser kollektiven Täuschungsmaschinerie beizutreten bereit ist, hat seinen Platz in Österreich.

Es spielt dabei keine Rolle, ob man dabei nominell "Mehrheit" oder "Minderheit" ist, Befürworter oder Kritiker. Ein komplettes Theater braucht alle Rollen. Und es braucht vor allem Mauern, Umgrenzungen. Es braucht deshalb die nicht, die das Theater an sich in Frage stellen, und die Fenster nach außen öffnen wollen.

Österreich glaubt kollektiv - mit nur ganz wenigen Ausnahmen - daß es auf der Bühne steht und die Hauptrolle in einem wichtigen Stück verdient. Es weiß zwar, daß der Theaterwaggon auf einem ausrangierten Nebengeleis steht, denn niemand hat wirklich eine Rolle. Aber es kennt einen Ausweg: indem ab und zu jemand aufsteht, einen vorbeifahrenden Zug anhält und den Lokführer anfleht, den Waggon anzuhängen. Das sind dann also die Änderungen, sagen dann die Insassen, es tut sich ja was, es geht ja voran? Seht, wir haben ja eine Rolle? Wie war doch der Text? Achtung, gleich kommt der Regisseur!


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Die Teile und das Ganze

"Das Blütenblatt der Rose ist nicht die Rose in ihrem geistigen Wesen: Aber die Rose tritt in ihren Blütenblättern in Erscheinung, und wenn wir diese Blütenblätter verächtlich abreißen als Nicht-Rose, verlieren wir die Rose, daher sprechen wir von dem Blütenblatt als von der Rose."

Pawel Florenski

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Da regnet's Wahrheiten

Was ist mit dem Kurier los? Sind das erste eigene Handschriftkrakeln des neuen Chefredakteurs? Schon war sich der Verfasser dieser Zeilen sicher, daß der Kurier auch unter diesem ein lächerliches Wischblatt bleiben würde. Aber sieh da, das nächste Veilchen auf dürrer, morastig stinkender Wiese: neuerlich ein Artikel, der Substanz hat, und damit mutig ist!

Da kritisiert doch glatt ein Reinhard Frauscher das heurige (traditionelle) Theatertreffen in Berlin - es sei langweilig, ein alter Hut, selbstbezogen, und nur noch politisch deklamierend und moralisch anmaßend. Aussagen, für die der Autor dieser Zeilen schon gekreuzigt worden war, weil sie die längst beklemmende, bedrückend neurotische Situation des deutschsprachigen Theaters beschreiben.

Alle Bildrechte: Kurier
Das einzige rein österreichische Stück war heuer "Die Beteiligten" vom Burgtheater. Darin prangert die überwiegend in Berlin lebende Österreicherin Kathrin Röggla die "Medienhetze" ihrer Heimat im Fall Kampusch an. Manche wunderten sich angesichts langweiliger, verkopfter Texte und greller Gags über die Vorschusslorbeeren aus Wien. Das Berliner Publikum aber sah sie bestätigt und spendete brav Beifall und nur wenige Buhs.

Den gab es auch für Jelineks "schwadronierende" (
Die Welt) Vierstunden-Trilogie "Das Werk/Im Bus/Ein Sturz" aus Köln sowie für die anderen acht "bemerkenswertesten Stücke des Jahres" ("TT"-Statut). [...] "So politisch war das Treffen schon lange nicht: Es wird nicht mehr erzählt, sondern nur mehr konstatiert",[...]
Beim Berliner "TT" dominiert immer mehr selbstreferentielles Theater mit moralischer Anmaßung, am Samstag mit dem letzten Stück des fast schon kritiklos verklärten Christoph Schlingensief als Abschluss. [...] "Das hatten wir in den Achtzigern, das ist altes Theater", wehrt sich Laufenberg im KURIER-Gespräch, ohne zu merken, dass der abgedroschene SS-Mann bei Röggla das mindestens ebenso ist. 
 
Mit dieser Einstellung glaubt die Kaste des politisierten Theaters klassisches "Schauspieler-Theater" so vernachlässigen zu können wie sie geistreichen Humor, das viel Schwerere als alles Krawallige, als Boulevard strikt ausgrenzt. Wer ästhetische Kriterien oder gar einen Unterhaltungs-Anspruch des zahlenden Publikums Ernst nimmt, hatte es in dieser Ära schwer.


Wie heißt es so schön? Da bleibt kein Auge trocken.


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Christentum macht schlechte Kunst nicht besser - II

Teil 2) Ist Hollywood wirklich tot, und warum? - Nur schöne Künstler machen schöne Filme

Barbara Nicolosi, Drehbuchautorin in Hollywood, in ihrem Blog:

My opinion is that we have nearly lost the ability to tell a good story. Part of this is the loss we are seeing in all the art forms, which I think has something to do with the loss of rigor and discipline that is the doorway to the beautiful. Also, I think a lot of the artistic impulses in our time have been drowned in Ritalin and Prozac. Finally, I think the urge to make something beautiful comes from a sense of gratitude and immortality. In our culture, both those values are ever more quaint.

When we consider the Church, nothing is clearer than that we seem to have proudly cast off the beautiful as an elitist throwback to a less enlightened time. In the Church, we spurn the beautiful in favor of egalitarianism, politics and utility. I have had priests tell me that they can’t afford to ensure beautiful music for the liturgy, or else that beautiful music is relative, or that beautiful music is less important than in making Doris and Stan, the untalented but warm-hearted music ministry folks, feel appreciated. After the terrible music, the next most egregiously bad practiced art from in the Church today is oratory. Too many of our pastors seem to take it as a point of pride that their homilies have nothing of the basics of a good speech about them. Far from making our hearts burn within us, most homilies today leave the faithful’s brains burning with indignation. I’m waiting for people to finally crest with all the banality and start shouting back at the pulpit.

In Hollywood, storytelling has been lost mainly due to the fact that movies are seen first as commercial products and second as whole, harmonious and radiant stories. There is no change to any part of a story that today’s studio wont make to please an egomaniacal actor or director. There is no part of a movie too sacred not to be cheapened by product placement. There is no overarching theme that can survive the endless tinkering of producers trying desperately to bring the project in on time and under budget. The only real future for good storytelling seems to be outside the studio system. It’s sad, but I think Hollywood’s days of having access to the imagination of the world are gone.



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Schauspiel?






Gefunden bei bibigreycat | via Glaserei

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Leicht und heiter

Dieses Filmchen hat beachtliche Heiterkeit, und das sollte dem werten Leser nicht vorenthalten werden.


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Donnerstag, 19. Mai 2011

Alte Familienrechte

Auch noch in unseren Tagen anerkennt das Recht bestimmte familiäre (also: vertikale) Beziehungstopoi als ihm übergeordnet. Was sich z. b. im Konfuzianismus sogar so weit entwickelte, als das Familienrecht, die Sippe, einer Herausbildung von "Recht" (als Gesetzeswerk) verhinderte, weil über allem stand, findet sich im europäischen Recht noch als Recht, sich z. B. der Aussage in bestimmten Naheverhältnisse zu entschlagen. Es wurde auch nicht bestraft, ein Verbrechen eines Verwandten zu decken.

Das führte in China übrigens so weit, daß ein Sohn, der den Vater eines wirklichen Verbrechens wegen anzeigte, mit dem Tod bestraft wurde. Diese Rolle und Anerkennung im Außenverhältnis wurde dem Vater auch dann nicht abgesprochen, wenn er ein schlechter Vater war.

Hier anerkennt der Gesetzgeber die hierarchische Unterordnung staatlicher Ordnung gegenüber familiärer Ganzheit. Es ist die Rolle, die die gesetzliche Norm und die zwischenmenschlichen Erwartungen und Pflichten definiert. Eine "Bürgerrolle" in dem Sinn gab es in China nicht, sie war selbstverständliche Folge der Teilnahme am übrigen "Rollenspiel". Politische Substanz war nicht die Polis, der von Bürgern gebildete Staat, sondern die Sippe, die Familie, in der es quasi rechtsfreie Räume gab - eine staatliche Herrschaftsbegrenzung im Innenverhältnis!

Wobei es im alten römischen Recht noch weit deutlicher ausgeprägt war, sogar bis zum Recht des Vaters zur Kindsweglegung oder -tötung ging. Dies gründete auch darin, daß die Vaterschaft nie wirklich "sicher" ist, keine leiblich eindeutige Natur hat. Sie ist immer (auch) ein geistiger Akt. War das Kind aber einmal anerkannt, gab es im römischen Recht kein Zurück mehr. Umgekehrt spielte die Adoption eine wesentlich natürlichere und "anerkanntere" Rolle, als dies heute der Fall ist.

Dieses letztere Recht, über Leben und Tod des Nachwuchses zu entscheiden, ist heute übrigens neu aufgelebt. Es obliegt der Frau, das ihr im Recht auf straffreie Abtreibung (der Gesetzgeber anerkennt also nach wie vor, daß es sich um personales Leben handelt!) übertragen wurde.

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Raum wahrer Realität

"Die Ikone wird auf Licht gemalt, und darin ist, wie ich klarmachen möchte, die ganze Ontologie der Ikonenmalerei angesprochen. Das Licht leuchtet golden, wenn es der Ikonentradition entspricht, d. h. es ist Licht im eigentlichsten Sinn, reines Licht, nicht Farbe.

Anders ausgedrückt: Alle Darstellungen entstehen in einem Meer goldener Gnade, umspült von Strömen Göttlichen Lichts. In seinem Schoße 'leben, weben und sind wir', nur das Licht ist Raum wahrer Realität."

Pawel Florenskij, in "Die Ikonostase"

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Bescheidung des Staates

Der Einfluß des Staates auf eine Währung, schreibt Ludwig von Mises in "Theorie des Geldes und der Umlaufmittel" in bester Tradition der "österreichischen Schule der Volkswirtschaft, wird für gewöhnlich völlig überschätzt. Das wenige, was der Staat wirklich unter bestimmten Umständen tun kann, beschränkt sich auf seine Funktion der Kontrolle der Münzen (Prägung, Feinheit), ist die Benützung seiner Macht, um Geldersatzmittel (Schecks, Wechsel etc.) zu bestimmen und sie als Forderungen auf Geld, das auf Verlangen zu bezahlen ist, gesetztlich zu verankern und zu etablieren, und unter der Voraussetzung, daß er es sich leisten kann, ein Zahlungsmittel aus dem Verkehr zu ziehen, und durch ein anderes - das übrigens immer schon Akzeptanz am Markt braucht, sonst hat es in der Geschichte noch nie funktioniert - zu ersetzen (z. B. Gold- statt Silberstandard).

Es gibt kein anders legitimes Manöver, das ein Staat am Markt durchführen kann, will er ihn nicht massiv stören oder gar zerstören. Was die Bürger des Staates betrifft, für die der Markt jener Ort ist, der ihre Gebrauchtheit und ihre Fähigkeiten aufnimmt und trägt, und sich deshalb darauf abstimmt weil auch daraus besteht.

Ein Markt, an dem der Staat als zwar vielleicht mächtiger, aber ansonsten absolut gleichberechtigter Teilnehmer wie jeder andere Käufer oder Verkäufer teilnimmt. Was immer Staaten darüber hinaus an Eingriffen in ihre Währung vornehmen, hat immer desaströsen Charakter, und dient zudem ausschließlich der Enteignung, häufig in Form von Betrug - einem Zahlungsmittel gegenüber, das der Geschäftsverkehr der Bürger sich schuf, niemals der Staat.

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Erfrischender Cocktail

Was soll man zu dem sagen, was Professor Franz Hörmann (Wirtschaftsuniversität Wien, sein Fach: Bilanzierung; es war hier schon einmal die Rede von ihm) in der "Bezirksrundschau Urfahr" (!) von sich gibt? Er hat in vielem Recht.

Prof. Franz Hörmann
Nicht Recht hat er freilich bei allem, was auf seinen seltsam unklaren Begriff von "Geld" aufbaut. (So wie ich ja seinen brachial-kommunistischen "Visionen" keinesfalls etwas abgewinnen kann.) Aber das können Sie selbst nachlesen, jetzt sind sie ja gewarnt. In seinen Prognosen stimme ich ihm sogar überhaupt nicht zu - eine Inflation zu prognostizieren ist keine Prognose, denn wir befinden uns seit vierzig Jahren mittendrin.

Seit der Staat über Geldvermehrung Poiltik macht, Gesellschaftspolitik übrigens (und die läuft ja in Österreich über die Gewerkschaften, die lange Zeit eigentliche Macht in diesem Land, schon seit 65 Jahren), seit er Geld verteilt im Sozialstaat, solange schon inflationiert unser Geld, und wird es weiterhin und noch mehr tun, weil das die einzige Art ist, wie solche Geldmengenvermehrung sich absorbiert: Wert tariert sich zu Wert, Geld (in unserer Form, als Papier- und Buchgeld) steht nur "dazwischen" und drückt das aus.  Da braucht's kein dramatisches "über Nacht".

Vielleicht hat Hörmann genau dort das Problem - denn das ist auch der fatale Trugschluß der marx'schen Wirtschaftsthesen, auf dem dann sein ganzes Nachdenken aufbaut: auf dem Irrtum, Geld hätte einen absoluten Wert. Geld, Wert und Ware sind aber fließende weil letztlich subjektive Bezüge. Aber vielleicht meint er es auch so, wenn er sagt, daß es kein Geld gibt, sondern nur Wertbezüge, und Wert sei "eine dimensionslose Größe".

Sehr richtig ist auch, wenn er sagt, daß Banken im Grunde immer bescheißen: denn das Geld, das sie verleihen, ist niemals ihres (paradoxerweise aber ist gerade das, das sie schaffen, indem sie weit mehr verleihen, als sie Spareinlagen haben, umso mehr "ihres"!) - eine Bank ist also (das sagt im Grunde Ludwig Mises oder Murray Rothbard, also die "Österr. Schule d. Volkswirtschaft") immer eine Form von ... Betrug. Mit einer großen Ausnahme: wenn nämlich die Eigentümer der Bank mit ihrem Privatvermögen haften, und das war ursprünglich und gerade auch bei den größten Banken der Fall.

Seine Analysen sind aber in jedem Fall erfrischend. Hier seien deshalb einige seiner besten Sätze aus diesem Artikel gebracht. Zu Themen, die so pointiert hier noch nicht ausgestellt waren, die aber nach den wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre längst aufs Tapet gehört hätten: weil sich herausgestellt hat, daß die Denkgrundlagen unserer Eliten völlig versagt haben! Die Vernunft ist längst woanders beheimatet, das war eine der großen Folgen des Zusammenbruchs 1918, dem eigentlichen Schreckensdatum für das Abendland. Es stimmt: was in diesem Land (und weltweit) wirklich passiert, hat die Grenze zur (staatlichen) Räuberei schon häufig überschritten.

Hingewiesen sei vor allem auf die Aussage, die sich auch hier längst fand: daß all diese "Rettungsaktionen" für Banken letztlich nur Aktionen der Staaten waren, ihre eigene Zahlungsfähigkeit zu erhalten. Die Staaten brauchen die Banken, sonst kann die Politik sich nicht weiter finanzieren. Die Quittung dafür erhält der Steuerzahler, die Bürger, wer sonst. Im Parlamentarismus gibt es ja "den Staat" noch weniger, als in einer Monarchie, wo es ja noch annähernd etwas wie Privathaftung gab.

BezirksRundschau: Verschuldet sich der Staat am Kapitalmarkt?
Hörmann: Nein, nicht am Kapitalmarkt, er ist bei den Privatbanken verschuldet. Den Kapitalmarkt als Institution gibt es nicht. Das ist ja nur ein Wortspiel. Es gibt ja nur die Teilnehmer am Kapitalmarkt. Diese spielen untereinander Spiele. Das ist so, wie in einem Pokerzimmer. Sie schulden dem Pokerzimmer nichts. Sie schulden den individuellen Spieler etwas. So schuldet der Staat den einzelnen Banken etwas. Das ist natürlich vollkommen absurd, grotesk und skurril, denn die Banken, bei denen der Staat selber verschuldet ist, sind genau die Banken, die er jetzt mit Steuern gerettet hat.

BezirksRundschau: Sie sprechen Hoheiten an. Inwieweit ist unser Wirtschaftssystem ein Erhaltungssystem geschaffen für „Eliten“?
Hörmann: Zu hundert Prozent, es war nie etwas anderes. Die Familienmitglieder und Freunde der Politiker haben ihre eigenen Banken und können denen – wann immer sie wollen – Kredite, Vorzugsaktien, Wertpapiere, von denen sie wissen, dass der Kurs steigt, und laufend risikolose Gewinne zukommen lassen. Massenweise und nur so. Das geht wie man sieht in Kärnten sogar auf Landesebene. Wahrscheinlich sogar auf der Gemeindeebene, wenn es eine Gemeindebank ist. Banken sind private Geldpressen.

BezirksRundschau: Der Ökonom Stephan Schulmeister hat an der Linzer Uni kürzlich gesagt, die Wirtschaftswissenschaft ist eine autistische Wissenschaft. Was sagen sie dazu?
Hörmann: Die Veränderungen, die wir jetzt momentan haben, werden dazu führen, dass es Wirtschaftswissenschaften gar nicht mehr geben wird. Wirtschaftswissenschaften haben schon jetzt, so wie sie heute in den Lehrbüchern steht, keine Existenzberechtigung mehr. Überhaupt keine. Jeder, der heute so etwas noch vorträgt, der muss das wirklich vor seinem eigenen Gewissen verantworten können. Wir brauchen Psychologie, wir brauchen Soziologie, wir brauchen Technologie und wir brauchen ein anderes Menschenbild. Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaften sind keine Wissenschaften. Weil etwas, das ich nicht überprüfen kann, das ich aber aus Gründen, die ich nicht erklären kann, anderen als Norm vorgeben will, kann man nicht mit Wissenschaft rechtfertigen. Das sind nichts anderes als Fassaden zur Aufrechterhaltung von Herrschaftsmustern. Diese brechen jetzt zusammen, durch die freie Informationsvernetzung.

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Christentum macht schlechte Kunst nicht besser - I

Auf nachfolgende Dame stieß ich zufällig - als ich die Aussendung eines katholischen Nachrichtendienstes, die ich schon lange Zeit ignoriere, doch wieder einmal öffnete. Da las ich den "Aufruf" von Barbara Nicolosi, es sollten sich Katholiken doch auch mehr in Hollyood engagieren.

Nun zeichnen sich "katholische Künstler" und v. a. deren Rezeption in "katholischen Kreisen" dadurch aus, daß sie entweder meinen, es genüge "katholisch" zu sein (und in jedem zweiten Satz den Papst zu zitieren), um auch ein guter Künstler zu sein, oder sie werden von Nachrichtenmedien aller Schattierungen deshalb "angehimmelt", weil sie bei einem Popkonzert ein T-Shirt mit "Jesus loves You" trugen und nach ihrem profanen Gelage im Fernsehintervie gesagt haben, daß sie auch schon mal beten. Nichts anderes habe ich also von Frau Nicolosi erwartet, die Mitglied in unzähligen Gremien und Komittees (darunter auch vatikanischen) ist und mit Preisen und Auszeichnungen zwar überhäuft wurde, von denen die meisten aber irgendetwas wie "catholic" oder "christian" im Namen führen. Und das macht skeptisch, vor allem, wenn man die amerikanische Art des naiven, fast aggressiven Optimismus dazudenkt. Aber irgendetwas ließ mich auf knappe Jubelmeldung - "Seht, jemand ignoriert uns nicht!" - doch näher recherchieren, und sieh da ...


Teil 1) Kein Mensch hat etwas gegen Christen im Film - sie sollten nur bessere Kunst machen!


Nach neun Jahren in einem Kloster, trat Barbara Nicolosi wieder ins normale Leben zurück, ging nach Hollywood, stieg ins Filmgeschäft ein, wo sie sich zehn Jahre erfolgreich herumtrieb, eine Reihe von Drehbüchern schrieb, und aus ihren Erfahrungen heraus die Filmschule "Act One" gründete. Zudem war sie Mitherausgeberin an dem Buch "Behind the Screen: Hollywood Insiders on Faith and Culture".

Barbara Nicolosi
Darin wird u. a. die These vertreten, daß Hollywood zwar eine lange Geschichte christlicher Filme hätte. Dennoch sei die Kluft zwischen christlichen Vorstellungswelten und der Produktionswirklichkeit in Hollywood heute oft beträchtlich. Wobei die Antwort vielfach bereits gegeben sei wenn man betrachte, daß die aktuell besten christlichen Filme (Zitat) keineswegs von christlichen Filmemachern gemacht worden wären - wie "Herr der Ringe" (Lord of the Rings), "Die Stunde des Siegers" (Chariots of Fire) oder "Die Verurteilten" (The Shawshank Redemption). Dafür schlagen sich sogenannte christliche Filmemacher mit "Dreck" (wörtlich auch auf amerikanisch: dreck) wie "Omega Code" herum, ein Film, der einfach als Film schlecht sei.


Vier Hauptprobleme hätten christliche Künstler in Hollywood, schreibt sie: Da sei erstens ein Mangel an künstlerischer Qualität sowie eine Fehleinschätzung der speziellen Wirkmechanismen im  Film. Zweitens fehle es am nötigen Respekt vor der professionellen Qualität und den Standards der Branche. Drittens hätten viele kein Netzwerk Gleichgesinnter, das auch über die Möglichkeit verfügte, neue Leute ins Geschäft zu bringen. Viertens fehle es an substantieller christlicher Spiritualität und Lebenshaltung, die der spezifischen künstlerischen Berufung in seinen Eigenheiten auch eine adäquate Antwort zu geben imstande wäre.

Die rein beruflichen Probleme, die sie anführt, sind also von denen anderer Geisteshaltungen überhaupt nicht unterschieden. Einzig die Frage der Seilschaften ist schwierig. Aber eventuell aus ganz anderen Gründen, als oft angenommen. Hollywood ist nämlich keineswegs "christenfeindlich", sagt Barbara Nicolosi. Ja, sie schreibt sogar:

I realized coming here that it's not that Hollywood was persecuting the Church as much as it was the Church was committing suicide in Hollywood. Big difference. So I basically wrote an article about it to this effect that Hollywood wasn't anti-Christian as much as it's anti-bad art, and we're just giving it schlock
(=Schund).

Es gebe also, meint sie in einem Interview in der vergangenen Woche, keinen Grund für katholische Filmemacher, sich nicht in Hollywood zu versuchen. Vielmehr sollten diese sich viel aktiver einmischen. Zuvor aber - das Handwerk erlernen.

Act One ist eine (zumindest lt. Homepage) beachtliche Ausbildungsstätte, aber auch eine Art Produktionspool und auch -firma für christliche Filmemacher und -projekte. Our vision is to produce cinema and television that respect and serve the global audience, combining mastery of craft with depth and substance. Our emphasis is on transforming the content of Hollywood entertainment and the culture that produces it. Barbara Nicolosi war u. a.  beratend an "Die Passion Christi" (Mel Gibson) beteiligt.  2012 wird Barbara Nicolosi bei MGM die Realisation ihres Drehbuches zu einen Film über die Gottesmutter Maria - immerhin mit Al Pacino und Peter O'Tool - erleben.

Das Blog dieser Dame findet man übrigens am selben Host wie dieses Blog. Ob ihr Optimismus in seiner penetranten amerikanischen Art, der auch vorkommt - man solle doch das Medium für christliche Botschaften nutzen, etc. etc. - freilich Substanz hat, das zu beurteilen sei dem geneigten Leser dieser Zeilen überlassen. Auch die Antwort auf die Frage, was denn "christlicher Film" überhaupt sei.

Immerhin aber findet sich dort eine weitere bemerkenswerte Stellungnahme - die Dame dürfte also künstlerisch Substanz haben, dürfte wissen, wovon sie (beim Film) spricht.


Morgen, Teil 2) Ist Hollywood wirklich tot, und warum? - Nur schöne Künstler machen schöne Filme



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Freude der Geschlechter

Ich bin immer wieder amüsiert, wie sich allen feministischen Haß- und Verhäßlichungstiraden zum Trotz die Freude am Dasein als Mann, als Frau, einfach Luft macht. Und nur so soll das Filmchen auch mal gesehen werden. Denn Schönes ist immer ein Überschuß am Sein an sich, fern allen Zweckdenkens.



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Mittwoch, 18. Mai 2011

Alte Familienrechte

Es ist interessant, daß das Recht auch in unseren Tagen bestimmte familiäre (also: vertikale) Beziehungstopoi als ihm übergeordnet anerkennt. Was sich z. b. im Konfuzianismus sogar so weit entwickelte, als das Familienrecht, die Sippe, einer Herausbildung von "Recht" (als Gesetzeswerk) verhinderte, weil über allem stand, findet sich im europäischen Recht noch als Recht, sich z. B. der Aussage in bestimmten Naheverhältnisse zu entschlagen. Es wurde auch nicht bestraft, ein Verbrechen eines Verwandten zu decken.



Das führte in China übrigens so weit, daß ein Sohn, der den Vater eines wirklichen Verbrechens wegen anzeigte, mit dem Tod bestraft wurde. Diese Rolle und Anerkennung im Außenverhältnis wurde dem Vater auch dann nicht abgesprochen, wenn er ein schlechter Vater war.



Hier anerkennt der Gesetzgeber die hierarchische Unterordnung staatlicher Ordnung gegenüber familiärer Ganzheit. Es ist die Rolle, die die gesetzliche Norm und die zwischenmenschlichen Erwartungen und Pflichten definiert. Eine "Bürgerrolle" in dem Sinn gab es in China nicht, sie war selbstverständliche Folge der Teilnahme am übrigen "Rollenspiel". Politische Substanz war nicht die Polis, der von Bürgern gebildete Staat, sondern die Sippe, die Familie, in der es quasi rechtsfreie Räume gab - eine staatliche Herrschaftsbegrenzung im Innenverhältnis!



Wobei es im alten römischen Recht noch weit deutlicher ausgeprägt war, sogar bis zum Recht des Vaters zur Kindsweglegung oder -tötung ging. Dies gründete auch darin, daß die Vaterschaft nie wirklich "sicher" ist, keine leiblich eindeutige Natur hat. Sie ist immer (auch) ein geistiger Akt. War das Kind aber einmal anerkannt, gab es im römischen Recht kein Zurück mehr. Umgekehrt spielte die Adoption eine wesentlich natürlichere und "anerkanntere" Rolle, als dies heute der Fall ist.



Dieses letztere Recht, über Leben und Tod des Nachwuchses zu entscheiden, ist heute übrigens neu aufgelebt. Es obliegt der Frau, das ihr im Recht auf straffreie Abtreibung (der Gesetzgeber anerkennt also nach wie vor, daß es sich um personales Leben handelt!) übertragen wurde.




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Was verrückt ist

Die Sinnhaftigkeit eines Verhaltens erschließt sich aus der Kenntnis des Zieles einer Handlung. Deren Gutheit wiederum wird aus diesem Wissen beurteilbar.




















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Steuerzusammenhänge

Einen sehr interessanten Zusammenhang zeigt M. N. Rothbard in "Das Schein-Geld-System" auf: Nachdem die USA nach 1945 die Weltleitwährung waren - alle Staaten der Welt hatten Dollars als Reserve (anstatt Gold), während die USA den Dollar in Gold bedeckte - wurden die Kurse der Weltwährungen zum Dollar festgesetzt, und zwar zum Vorkriegsniveau.



Damit aber waren im zerstörten Europa die Währungen völlig überbewertet, der Dollar krass unterbewertet. Die USA wären somit Exportweltmeister gewesen, wenn sich die übrigen Staaten diese Waren auch hätten leisten können. Also initiierte die USA den Wirtschaftshilfeplan für Europa (den natürlich die amerikanischen Steuerzahler zahlten): der aber nichts anderes war als die (teilweise) Ausgleichung dieser Währungsmißparität, sodaß Europa (das aufgrund der Kurse nicht exportieren konnte) in die Lage versetzt wurde, die amerikanischen Exporte auch zu kaufen.*



Ausgeglichen hat die USA das mit der Inkaufnahme einer kontinuierlichen Inflation, mit der das zugeschossene Geld (das eine künstliche Nachfrage schuf) wieder aufgesogen wurde. Bis schließlich die europäischen Staaten wieder begannen, ihre Währungskurse realistischer zu gestalten, und massiv - und ohne Interventionismus, also nach guter alter "österreichischer Schule" - abwerteten, und sie damit "hart" machten.**



Die sie aber mit immer weicheren Dollars "absichern" sollten! Damit stiegen in Europa die Dollarvorräte bis zu den späten 1960er Jahren enorm. Die aber niemand haben wollte! Denn die Goldvorräte der USA - die ja durch Dollar bedeckt sein sollten - waren bereits deutlich unter dieser Geldmenge, während die USA alles tun mußten, am freien Goldmarkt Gold am Deckungskurs (35 Dollar pro Unce) zu halten. Trotz der hohen Nachfrage wegen der Einwechselung der Dollars. Die USA streikten ... und verließen 1971 endgültig den Goldstandard.



Damit war weltweit der Weg für die Staaten frei, Politik mit Geldmenge zu betreiben. Aber auch, in Folge, der Zwang zu einer freien Währungspolitik. Die Entwicklung des Dollar aber, im Vergleich zum Goldstandard, erzählt alles.



Damals kam in Österreich Kreisky an die Macht. Das Zeitalter der Schulden und einer zuvor niegesehenen Inflation begann endgültig. In Österreich wie weltweit. Die Festheit des Goldstandards wurde schließlich wieder versucht zu regeln - im internationalen Währungsfonds. Er verteilt und regelt heute die Geldmengen, weltweit.



Mit dem logischen Fazit, daß es nicht die Geldmenge an sich ist, die volkswirtschaftswirksam wird, sondern die jeweiligen VERÄNDERUNGEN die Steuerungsinstrumente sind. Geldmengenzuwächse stimulieren kurzfristig in einer Art Umverteilung, bewirken langfristig aber auf jeden Fall Inflation, womit sich alles wieder quasi auf "Null" einpendelt. Mit dem "Nebeneffekt", daß natürliche Ausleseprozesse zumindest geschwächt, Nachfragesituationen und damit Wirtschaftsstrukturen verschoben werden, bis sie "frei", ohne staatliche Eingriffe, gar nicht mehr existieren können.



Und: die europäische Gesamtsteuerung hat verhindert, daß bereits vor zehn Jahren einige Länder, die mit Hilfe der Staatsausgaben, der Währung, Politik gemacht haben, zusammengebrochen wären. Ihre Währungen wurden durch die starken Länder wieder (halbwegs) aufgefangen, deren Geld freilich - still - ausgehöhlt, abgewertet.



Weil aber in solch einem System es nur eine Frage ist, wer am schnellsten die Inflationspolitik wieder betreibt, mußte auch der Euro, der das alles auffangen "sollte", irgendwann an die Grenze seiner Belastung geraten - und er begann bei den schwachen Ländern, die auf Kosten der übrigen Gemeinschaft weiterhin Politik mit Schulden (für Staatsausgaben für privilegierte Gruppen) gemacht haben.







*Nicht viel anders passierte ja im Rahmen der sogenanten EU-Osterweiterung!

 **Auch durch die wieder erholte Wirtschaftsleistung in den 1950er Jahren.






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Kommunikation und Internet










Cartoon von Gregory



Gefunden bei laneplusultra |via Glaserei






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Was Hören ist

Der Taube hört deshalb nichts, weil ihm das Klangschöpfungsvermögen fehlt. Deshalb spricht er auch nicht. Denn Hören ist nicht einfach ein passives Entstehen des Klanges! Vielmehr muß der Klang vom Hörenden selbst geschaffen werden, angeregt von der sinnlichen Bewegung. Der Hörende muß dem Schall entgegenkommen, und ihm dann Sinn geben.

Wer hören will, der höre.

Sinn, schreibt Ebner, bedeutet (auch etymologisch: es kommt von germ. sintha=Weg, Reise) den Weg, auf dem etwas in uns eingeht. Aber nicht einseitig, sondern der Sinn geht dem Erlebten entgegen. Sinn für etwas haben heißt, ihm entgegenkommen.

Im Ohr ist etwas Geistiges wie im "sonnenhaften" Auge das Geistige des Lichts: die Sinne sind Geist. [...] Alles Erleben ist im erlebenden Subjekt, das Erleben der Welt in den Sinnesorganen gleichsam vorgebildet - das Leben selber schafft und bildet an diesem dem Subjekt und seinen Organen innewohnenden Vorbilde unmerklich, jedoch unaufhörlich weiter, wenn es eben nicht, seine Kraft erschöpfend, in der Materie stecken bleibt.  
 
Ferdinand Ebner, "Zu einer Pneumatologie des Wortes"


*180511*

Bildwirklichkeit


Mit der Zentralperspektive, mit dem Naturalismus Giottos, wechselte nicht einfach ein technischer Malstil, sondern in diesem zeigt sich ein dramatischer Paradigmenwechsel in der Kunst: es geht im wahrsten Sinne darum, WAS dargestellt wird, wie die Welt überhaupt ist.

Seit der Renaissance hat sich die Kunst also gravierend geändert: sie ist zum Subjektivismus mutiert, und das Bild zeigt nicht mehr die Dinge, sondern sie versucht sie als Schein darzustellen: wie sie uns erscheinen. Vorher war (deshalb: die Unwichtigkeit des Namens; deshalb die Ununterscheidbarkeit von Kunst und Handwerk!) das Gemalte, in Stein Gehauene, objektiv festlegbar und festgelegt: im Allgemeinen Urteil, was das zu schaffende Ding sei war jedermanns Urteil gefragt: als Abbild, in dem die Wirklichkeit des Dings objektiv durchscheint.

Plötzlich aber zählt der Eindruck, das Bild vom Abbild. Damit wird das Ding an sich, das Abbild, verstellt. Plötzlich beginnt der Schatten (Zeichen fehlenden oder abgeschwächten Seins!) eine Rolle zu spielen, plötzlich findet sich auf der Leinwand – auch das Ausdruck dieses Wechsels vom Sein zum Schein: plötzlich der flatterhafte, leichte Untergrund – nicht mehr das Ding an sich, sondern die Erinnerung an dieses Ding. Als Vorwegnahme subjektiver Rezeption beim Betrachter!

Der Weg zur Photographie, und noch weiter, bis zur Internet-Gesellschaft, ist damit vorgezeichnet. Plötzlich lösen sich die Werke in die Technik hinein auf, die ethisch neutralisiert wird, zur reinen Anwendung wird. Für Da Vinci ist es gleichgültig, ob er eine Kriegsmaschine entwirft, oder einen Flugapparat, oder ein Bild. Übrigens: er lehnt sogar die Freskentechnik ab, sein „Schein“ (Perspektive!) braucht das Experiment der Anpassung an die Wirkung!

Darstellungsobjekt wird plötzlich die faktische Welt, in allem Gemengelage aus Sein und Schein. Das Ding an sich aber, das Bild, wird Schein, wird Gesagtes, statt Geschaffenes. Die Unterscheidung zur Ostkirche, die in der griechischen Tradition verbleibt, liegt im Mut – im Hochmut? – das Abstrakte, das einer konkreten Figur zugrundeliegt, so exakt auszudeuten, daß im Konkreten das Abstrakte, das Allgemeine liegt. Die Ostkirche stellt das Allgemeine an sich dar, aus dem sich das Konkrete hervortreibt. Dieser Weg schützt das Objekt der Darstellung vor Profanierung! Während es in der westlichen Kunst dieser Profanierung – als Sprache des „kleinen Mannes“ - fast gnadenlos ausgesetzt wird.


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Mir zur Befriedigung

Ich habe das Filmchen gewählt, weil es die verlogene Brutalität heutiger Geschlechterverhältnisse so deutlich macht. In der die Konzentration auf bestimmte Merkmale, die auf bestimmte Eigenabsichten abgestimmt sind, jeden Vorwurf an frühere "Zweckehen" zum lächerlichen Lüftchen macht. Denn hier herrscht längst nackte, menschenverachtende Brutalität.



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