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Samstag, 23. November 2019

Das Umfassende geht dem Einzelnen voraus

Zu den Objekten der Natur, um die sich besonders leicht Katastrophenphantasien konstruieren lassen, gehören Korallen. Sie sind fest ortsgebunden, und sie haben aus sich heraus nur eine sehr geringe Fähigkeit, sich an verändernde Umweltbedingungen anzupassen, schon gar nicht rasch. Es besteht aber dennoch kein Grund zur Panik, und ihre Fähigkeit zur Regeneration selbst bei größeren Änderungen, die vorerst ihre biologische Tätigkeit beeinträchtigen, ist überall zu beobachten. 

Denn wie jüngere Studien zeigen, sind es nicht die Korallen selbst, die sich anpassen können, zumindest nicht rasch, sondern es sind die Symbiosen, die sie mit Bakterien eingehen. Diese sind es dann, die im Zusammenspiel mit den Korallen Veränderungen bewirken. Sodaß sie auch bei starken (menschlichen) Eingriffen in ihre Biosysteme (wie im Roten Meer) sich recht rasch adaptieren können. Zumindest trifft das Beobachtungen zufolge auf die meisten Korallenarten zu.

Aber vielleicht sollte unsereiner davon gar nicht überrascht sein. Denn wir wissen ja, daß jedes Lebewesen immer in einem umfassenderen biologischen Raum gesehen werden muß, nie nur für sich betrachtet werden kann. Es sind immer Biozönosen, Lebensräume, die ein Lebewesen definieren und in seinen Eigenschaften prägen. Es ist der Ort, und die Fülle aller Wesen rund um das, was sich als mehr oder weniger geschlossenes System präsentiert, in dem etwas Lebendes steht, das es zu sich kommen läßt. Kein Wesen ist deshalb nur für sich denkbar. Es ist immer und notwendig auf seine Umgebung bezogen, und diese auf es.

Ja, man kann und muß sogar sagen, daß es das Ganze eines stets in vielfältigen Schichtungen und Hierarchien definierten Raumes ist, das das Individuum hervorbringt. Wo man zwar nicht naiv von "Harmonie" sprechen kann, aber von Aufeinandergestimmtheit jedes lebenden Wesens sprechen muß. Wo das andere nicht verzichtbar und für sich stehend halt einen Raum ausfüllt, sondern immer aus dem Raum erst begreifbar und in einem unendlich komplexen Zusammenspiel dem Individuellen zum Leben hilft. Das betrifft den Menschen nicht weniger als die Korallen. Auch der Mensch braucht ja Bakterien, andere, fremde Wesen, um überleben zu können, man denke nur an die Verdauung. Der sterile, nur für sich stehende Mensch wäre nicht überlebensfähig. Denn er könnte mit der Welt nicht kommunizieren.

Das Konstituens (Ding) ist nicht ohne das Konstituierte (Raum und Zeit) - Ein Körper kann sich nicht konstituieren, ohne daß er mitseiende Körper hat, die ihm Maß geben.

Hans-Eduard Hengstenberg geht (mit anderen) deshalb so weit, daß er sagt, daß es ohne "Menschheit" keinen "Menschen" gäbe, ohne daß beides je existentiell trennbar wäre. Es braucht die Einheit vor der Individualität! Letztere geht aus der Ersteren hervor, und strebt permanent zu ihr zurück, weil es sonst nicht leben kann. Ja, dieses Streben ist das, was man Leben nennt. Ohne Wahrheit könnte kein Mensch bestehen. Auch wenn die Rückbindung an sie einen geistigen Akt braucht, denn das geht aus der menschlichen Natur (als hierarchisch gegliederte Geist-Seele-Leib-Einheit) hervor.

Denn das Allgemeine, das Universale, das Umfassende geht dem Individuellen ontologisch voraus. Letzteres ist dann lediglich die spezifische Ausprägung des Allgemeinen, die beim Menschen erst und nur über die Individualisierung stattfindet. Die selbst aber wiederum ohne allgemeinen Raum, ohne "Menschheit", gar nicht möglich ist, weil sich konstitutiv darauf bezieht.

Der Autonomismus, in dem der Mensch heute gerne gedacht wird, hat also gravierende, prinzipielle Fehler. Denn es gibt ihn in der vorgestellten (und propagierten) Form gar nicht. Und wo der Mensch entwurzelt, auf sich zurückgeworfen ist, geht er zugrunde. Wie jedes Lebewesen, auch die Koralle. Zum Bestehen als Individuum gehört notwendig das, was das umgebende Lebensfeld (als historischer Raum) zum Einzelnen selbst beitragen kann, soll und muß. Um wiederum es selbst zu sein. Die Welt ist also ein gigantisches Zueinander, das nur "als Welt" besteht, und nur "als Welt" dem Einzelnen Leben ermöglicht.

Doch mache man nicht den Fehler, das nicht nur zu abstrahieren, um es zu sehen, sondern dieses Abstraktum zum eigentlichen Handlungsobjekt des Einzelnen zu machen. Das wäre grundfalsch, weil eine Verdinglichung von etwas Geistigem und damit ein Kategorienfehler. Denn das Allgemeine "ist" nur durch das konkrete Einzelne, es ist also nicht Masse oder Vergemeinung. Es besteht nur real, durch seinen Ort und die Verwurzelung darin, in der sich Indivdualisierung erst möglich macht.

Aber wenn man einmal an diesem Gedanken Blut geleckt hat - die heutige Moral kapriziert sich nur noch auf Zusätzliches, also auf eine Erhöhung der Quanten, in allen Bereichen (man höre alleine eine gendergerechte Ansprache, lese einen gendergerechten Text, der schon durch die ständigen "-innen"-Zufügungen immer länger und alleine dadurch langweiliger wird - sieht ihn recht rasch hinter jedem Basch, äh, Busch.




Zwar mehr Güter, aber immer weniger Werte

In einem Artikel auf think-beyondtheobvious.com stellt der Ökonom Dr. Daniel Stelter die Frage, warum es trotz der exorbitanten Geldmengensteigerungen der letzten Jahre zu keiner nennenswerten Inflation gekommen ist. Das ist unlogisch, und widerspricht vielen der gängigen Theorien. Also wird munter gemutmaßt, und das setzt sich in den Leserkommentaren fort, was diese seltsame Tatsache bewirkt haben könnte. Ganz widersprüchliche Tatsachen werden angeführt, und die Meinung neigt sich jeweils in jene Richtung, die der einen oder anderen mehr Gewicht beimißt.

Vielleicht jedoch liegt es an etwas anderem. Vielleicht liegt es an der Definition von "Produktivitätssteigerung", wie sie sich seit langem etabliert hat. Immerhin wird der Zuwachs an Wohlstand daran gemessen. Seit langem wird darunter aber nur noch eine quantitative Größe gesehen, die in Geld meßbar ist. Grob gesagt: Produktivitätssteigerung wird auf die Formel reduziert, wie man mit immer weniger Mitteln immer mehr zu immer niedrigeren Preisen herstellen kann. Das erhöht dann den Wohlstand einer Volkswirtschaft. Angeblich, muß man freilich sagen.

Denn was erhöht wirklich den Wohlstand eines Volkes? Betrachten wir es doch einmal mit einem Blick in die Vergangenheit. Der VdZ war unlängst im Schloß Esterhazy in Fertöd in Ungarn, dem Stammhaus der Fürsten von Esterhazy. Und ihm fiel auf, daß der Tenor bei den Besuchern einhellig der war, daß anhand der wertvollen Ausstattung des Schlosses der Reichtum der Besitzer ermeßbar wäre. 

Die Betonung liegt somit auf "Wert". Eine Gesellschaft (oder auch nur eine Einzelperson) wird dann als reich angesehen, wenn sie viele oder hohe Werte besitzt. Entsprechend bemißt sich Produktivität und Produktivitätssteigerung daran, daß die Menschen in der Lage sind, vorhandene Ressourcen - Materialien, Boden, Arbeitskraft - so einzusetzen, daß sie daraus wertvollere Produkte herstellen können. Beispiel: Es ist eine Steigerung der Produktivität, wenn ein Waldbesitzer aus seinen Wäldern nicht einfach Brennholz und Rohmaterial für Hackschnitzelanlagen gewinnt, sondern Bäume zu ziehen in der Lage ist, die die Herstellung von Geigen ermöglicht. Mit ganz wenig Holz wird dann ein höchst wertvolles Produkt hergestellt. 

Das Beispiel läßt sich mit etwas Phantasie auf praktisch alle Produkte und Herstellungsbereiche ausweiten. Ja es ist geradezu ein Merkmal für reiche Gesellschaften und Epochen geworden. Die sich dadurch kennzeichnen, daß allgemein hochwertige Produkte hergestellt, gekauft (also nachgefragt), und verwendet werden. Das ist es, was uns in unseren Ländern "reich" gemacht hat. Ob es die Qualität der Handwerker ist, oder die Fähigkeit, aus Eisen nicht einfach Nägel, sondern hochwertige Maschinen herzustellen. 

Seit Jahrzehnten, und in den letzten Jahren in zunehmendem Tempo, ist aber ein anderer Trend festzustellen. Die Herstellung (und sogar der Handel) von Produkten konzentriert sich immer mehr auf quantitative Aspekte, die von einem fortlaufenden Verlust an Qualität(en) begleitet werden. Entweder werden die Produkte weniger werthaltig, was sich in fallenden Preisen ausdrückt, oder sie werden um qualitative Aspekte reduziert.

Wozu sich immer kürzere Produktzyklen gesellen, die ebenfalls eine Wertminderung bedeuten oder signalisieren. Und noch dazu auf Kosten der Rohstoffe und des Materials gehen. Warum ist das Zeichen für Wertverlust? Weil keine Werte mehr BLEIBEN, sondern ständig die immer niedrigeren Werte ERNEUERT werden müssen. Dadurch bleibt Wohlstand eine immer kurzfristigere, fragilere Tatsache, die sich immer mehr auf Menge, nicht auf Qualität reduziert. Salopp formuliert: Unser Wohlstand wird von immer weniger bestehenden Werten gebildet, sondern immer mehr davon, daß wir das Hamsterrad, das die Energie liefert, die Wohlstand produziert, immer schneller durch unser Laufen darin drehen können.

Denn noch mehr drückt sich fallende Qualität (und damit fallender Einzelwert eines Produkts) in einer Volkswirtschaft in dem Umstand aus, daß die Produkte immer primitiveren, das heißt kulturell niedriger stehenden Zwecken dienen. Daß das eine Verminderung der Lebensqualität bedeutet, merken wir lange nicht, zumal wir diese Reduktion durch Verlagerung des Frui (der Erfreuungskraft, des Freudbarkeitspotentials in den Dingen) auf immer vordergründigere Effekte ersetzen. 

Man kann es auf einen einfachen Nenner bringen: Der Wohlstand einer Gesellschaft bemißt sich nicht (primär) nach der Menge an Produkten, die in Gebrauch stehen und am Markt angeboten werden, sondern wieweit durch diese Produkte die Kultur des Lebens gehoben wird. Das ist somit eine reiche Volkswirtschaft, wenn sie sich mit sehr hochwertigen Produkten befaßt. (Das Beispiel der Schweiz mag da durchaus gelten, die gemessen am Anteil am Bruttosozialprodukt weltweit in der Herstellung von "Luxusprodukten" führend ist.) 

Erst unter dieser Prämisse gehen Lohnniveau, Lebenszufriedenheit und Produktivität Hand in Hand. Und erst unter diesen Vorzeichen läßt sich ein Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation wirklich begreifen. Es geht bei Produkten und Produktivitätssteigerungen nämlich nicht um Mengen und Stückzahlen und Geld und Preisniveau, also Inflation, sondern um die Steigerung der Lebenshöhe, also der Kultur. Weil wir das vergessen haben und immer mehr verdrängen, werden auch die herkömmlichen volkswirtschaftlichen Kenndaten immer weniger aussagekräftig, und noch weniger erlauben sie Prognosen. Außer der, daß ein Erhalt des Wohlstands nur durch immer größeren Qualitätsverlust und immer mehr gesteigerten, aus dem menschlichen Insgesamt herausgerissenen Funktionalitäten möglich ist. 

Eine Änderung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil wird alles getan, um diesen Begriff von Wohlstand und Produktivität weiter in diese "Hamsterrad-Logik" zu treiben. Die Weichen sind allesamt in diese Richtung gestellt. Das zeigen die laufend weiter ausgebauten globalen Abkommen eines Freihandels, der nicht einfach auf Arbeitsteiligkeit abzielt, sondern im Sinne einer quantitativen Produktivitätserhöhung regionale Gegebenheiten nützen will, die bestimmte Leistungsbereiche ersetzen weil qualitativ - Kosten (Löhne, Rohstoffe, Umweltbedingungen) - unterbieten können.

Wenn aber das Reden um Produktivitätssteigerung einen Sinn haben soll, dann nur, wenn man sie in Zusammenhang mit der Steigerung der Höhe einer Kultur sieht. Und das bedeuten noch leistungsfähigere Handys oder Autos oder Lebensmittel - allesamt Produkte, die wir selbst ebenfalls herstellen könnten, ja sollten - nicht. Im Gegenteil werden jedoch in unseren Ländern die Bereiche, wo noch produziert wird, in der Produktivität weil in der kulturellen Qualität und Höhe (man denke an die Verdrängung von hochwertigem Getreideanbau durch primitive "Energiepflanzen") weiter sinken. Und damit (auch das kann man schon jetzt sagen) auch die Löhne, weil es Werte sind, die unsere Arbeit noch zu schaffen vermag. Geld aber hat nur Sinn, wenn es sich auf Werte bezieht. 

Die Dichotomie, in der wir stehen, ist somit völlig widersprüchlich. Und das Gerede von "Dienstleistungsgesellschaft" (ein Zweitsektor, der vom Produktionssektor abhängt) als angeblichen Ausweis höherer Wertschöpfung eine Lüge. Vielmehr stehen wir in einer Entwicklung, in der immer geringere Werte einer immer weiter ausgeweiteten Geldmenge gegenüberstehen. Was immer wir also an traditionell aussagekräftigen Kennzahlen über unsere Volkswirtschaften haben, wird immer mehr zu Parametern, die mit der realen Wirtschaft nichts mehr zu tun haben, und damit Steuerungsmaßnahmen zunehmend zu bloßen Teillöschaktionen für lokale Brandherde werden, die aber das Insgesamt unserer Volkswirtschaften weiter aus jedem Gleichgewicht bringen. Wo sich Werte, nicht Gelder, wo sich vor allem humane Grundbezüge gegenüberstehen, die erst das ergeben, was wir mit "Logik" bezeichnen. Aber das ist nicht einfach mit mathematischen Formeln darzustellen.





Freitag, 22. November 2019

Die Armut der Hölle ist das Ergebnis

Es ist nichts unbedingt Neues, das da Michael Limburg im Gespräch mit Michael Mross sagt, aber er faßt es neu und sehr gut zusammen, was es zum Thema Klimakatastrophe zu sagen gilt. Diesmal in zwei entscheidenden Aspekten. Der eine ist der Unsinn von der 97-Prozent-Übereinstimmung "sämtlicher Wissenschaftler". Der Chef von EIKE macht anschaulich, wie grotesk dieses Märchen zustande kam, und spricht dabei nicht einfach von Irrtum oder Fehlinformation, sondern von glattem Betrug: Wer diesen angeblichen 97-Prozent-Konsens der Wissenschaft verkündet, WILL betrügen. Das gilt auch für die Medien und Journalisten, die solche Lügen Tag für Tag als Beleg für wissenschaftliche Relevanz und damit gehorsamspflichtig weiter behaupten. 

Den zweiten Punkt kennt der Leser schon von diesen Seiten. Es geht um die charakterliche Verfassung einer (jungen) Generation, die neuerdings sogar Steuererhöhungen FORDERT. So reden Menschen, die von nichts eine Ahnung haben, um es salopp zu formulieren. Die bislang einfach mit Wohlstand überhäuft wurden und fett im Wohlstand leben (auch wenn sie sich vegan zu Tode frustrieren), und - das sagt Michael Limburg nicht, aber es ist der Kern - sozial entwurzelt und damit ohne Aufgabe im Leben sind. Wenn es aber dem Bären zu gut geht, geht er aufs Eis tanzen, wie man so schön sagt.

Etwas differenzierter sehen aber wir, verehrter Leser, Sie und der VdZ, die Frage nach der Zerschlagung der Industrie, die im Spruch von "dekarbonisierter Wirtschaft" impliziert ist. Die Zerschlagung der Industrie als Boden unseres Wohlstands. Das stimmt nicht in jeder Hinsicht. Es stimmt, wenn es um die Zerstörung und Geringschätzung der Arbeit durch eine Generation, dennoch nie gearbeitet (bestenfalls "viel getan") hat. Und es stimmt, wenn es um das wesentliche Moment des Wohlstands geht, um die Speicherung von Arbeit (in der Form von Energie). Denn Wohlstand heißt genau das: Es heißt, Arbeit der Vergangenheit und Gegenwart in die Zukunft hinein zu speichern. Sodaß dann darauf zurückgegriffen werden kann, wenn es nötig ist. So werden die Unbill und Zufälligkeiten der Zeit ausgleichbar.

Das heißt aber auch, daß Wohlstand und kapitalistische Industrie nicht einfach synonym verwendet werden können. Ja, vielfach macht uns die Industrie in ihrer Zuspitzung auf just in time deutlich, daß Industrie sogar Verarmung bedeuten kann! Das gedanklich zu verarbeiten wird noch einige Zeit brauchen, womöglich immer "Geheimwissen" bleiben. Denn die Welt ist nicht "zu retten", das kann nur Jesus Christus. Sie ist in ihrem gegenwärtigen Zustand sogar von Gott zugelassen. Wenn der em. PP Benedict XVI. einmal sagte, daß wir "unter der Geduld Gottes leiden" dann hat der VdZ immer diesen Hintergrund dazu gesehen. Gott läßt nun zu, daß wir haben, was wir wollten.

Er überläßt uns unserem eigenen Wollen und Denken. Das zwangsläufig nicht nur ins stete Gegenteil unserer Absichten und Wünsche läuft, sondern auch und vor allem eines bedeutet: Es ist das, was wir als HÖLLE bezeichnen. Gott läßt zu, und das ist die Strafe, unter der wir stehen, das ist sein Fluch auf den Horror der Gegenwart, daß wir haben, was wir wollten. So, wie letztlich ja auch viele Väter reagieren: Dann habt, was ihr wollt! Hölle. Wir brauchen darauf nicht mehr zu warten. Wir machen sie, und wir machen sie selber. Denn es gibt keine Vernunft ohne Himmel, ohne Gott, ohne Transzendenz.

Heute wird somit auch das exakte Gegenteil dessen gefordert, was Wohlstand bedeutet. Es wird gefordert, diese Speicherfähigkeit (der Spruch "Das Netz ist der Speicher" im Rahmen der Energiewende spricht hier Bände, und zwar in jeder Hinsicht, dieser Detailwahnsinn ist also symptomatisch) ins aktuelle, ins gegenwärtige Handeln und Geschehen zu verlagern. Und - das ist der Witz bei der Sache - die Industrie, die das heute zerstören soll, hat es zu großen Teilen SELBST etabliert. Folgerichtig sind die ersten Opfer der Dekarbonisierung ... die mittelständischen Zuliefererfirmen der Autoindustrie. Diesem Musterbeispiel der Wohlstandsvernichtung durch ein Just-in-Time-System, das Millionen Menschen buchstäblich geknechtet hat.

Soll man darüber jammern? Mitnichten und Neffen! Diese Pruntzfetten in ihren Luxusschlitten waren sogar verantwortlich, daß man das Bildungssystem zur Ausbildung von Systemdeppen mißbraucht und umgeformt hat, so schaut es aus. Was ihrem just-in-time nützlich war, war das, was sie in ihrem politischen Einfluß durchsetzten. Jetzt ernten sie die Früchte. Halt, Sie ernten mehr. Sie ernten ihre politische Hurerei. Herrschaften, viel an dieser Industrie ist den Dreck unter Euren Nägeln nicht wert. Wir brauchen kluge, verantwortungsbewußte, weitsichtige, geistvolle Mittelständler. Wir brauchen keine Kapital-Gewinn-Quetschen. Basta und fertig. Der letzte, der sich diesem Totalitarismus angefickt hat, war VW nach Piech. Wer braucht diesen Konzern wirklich noch, außer betrügerisch-verlogene Politiker-Staats-Bilanzen und deren Schuldensystem, auf dem der Sozialstaat als "Brot und Spiele"-System beruht? Niemand.

Diese Wohlstandsvernichtung betrifft auch durch diese Drecksschleudern, die sich ihre Politikeridioten und -handlanger herangezüchtet haben, längst das, was den Jungen heute als Währung der Zukunft eingebleut wird, das Wissen. Man muß sich nichts mehr "merken", man muß nur wissen, wo es aktualisiert werden kann. Aber am Wissen ist am besten erkennbar, was das bedeutet. Es bedeutet, daß die gegenwärtigen Entscheidungen geschichts- und speicherlos getroffen werden. Denn Erinnertes, ja fast nur Erinnertes ist die Grundlage von Urteil und damit von Wissen. 

Wir aber tun so, als sei dieses Wissen eine bloß technische Ablaufanleitung, auf das wir verzichten können, solange wir es nicht brauchen. Das führt automatisch dazu, daß wir nicht einmal mehr wissen, was und warum in einer Situation falsch läuft. Das führt zu einem unbekannten Leiden, dem wir einfach und mit Willkür dann einen Namen geben. Und dieser Name - siehe "Klimakatastrophe" - wird in in sich stehenden, aber irrationalen Thesen parat gehalten. So schaut heute unsere "Bildung" aus. Daß diese "Bildung" natürlich Produkt von Manipulation und Gefühlsgängelung ist, liegt auf der Hand. Und beweist sich täglich neu.






*011019*

Der Wahnsinn hat Methode

Über die katastrophalen Nebenwirkungen unserer Bauweisen, die von Speicher und Energieausgleich auf Strahlung, Austrocknung und Umgebungsbeheizung umstellt, haben wir unter Bezug auf die Studie von DI Jürgen A. Weigl bereits gehandelt. In diesem Video geht Architekt + Konrad Fischer auf Sinn und Unsinn von Wärmedämmung ein. Im besonderen prangert er die nachträgliche und zusätzliche Dämmung von Hausfassaden durch aufgebrachte Dämmschichten ein. Er tut es aber berufsgemäß unter besonderer Berücksichtigung bauphysikalischer Tatsachen und Auswirkungen. Die Außendämmung von Gebäuden ist aber noch mehr. Sie ist ein riesiger Schwindel.

So nebenbei: Die Bauindustrie braucht weltweit (im besonderen über Beton) das Fünffache an Energie (samt CO2-Auststroß, wenn also schon) wie der gesamte individuelle wie öffentliche Verkehr. Beton alleine braucht fast so viel fossile Brennstoffe wie ... das Militär.









Donnerstag, 21. November 2019

Zusätzliche Lebensbespaßung durch Klimarettung

Natürlich ist der Eindruck vollkommen subjektiv und zufällig, und muß rein gar nichts über allgemeine Tendenzen aussagen, die man daraus ziehen könnte. Dennoch sei es getan. Und zwar bei den in rasantem Tempo zunehmenden, durch Strom beziehungsweise Batterie/Akku betriebene Gefährte auf zwei Rädern. Seien sie mit oder ohne Halteständer, sei es durch Scooter, die jeden Fußgängerbereich als ihre Domäne zu schätzen wissen, oder durch motorverstärkte Fahrräder, die bergauf auch dem siechesten Pensionisten ein reines Naturerlebnis gewährleisten.

Sie alle fahren aber, und das ist mehr als zufällig, mit dem erhobenen Haupt des Weltretters und gehen davon aus, daß jeder ehrfurchtsvoll zur Seite springt, wenn sie durch Städte und Landschaften düsen. Und schmettern abends ihre fundamentale Gesellschaftskritik in die biersaure Landschaft, daß es diese Sch...-Regierung nicht schafft, ausreichend Ladestationen in die Landschaft zu knallen, samt zuführendem Kabel. Was den Tübinger Bürgermeister (ein Grüner! ein Grüner mit Restsinn für Realismus! man faßt es nicht) unlängst zur lapidaren Bemerkung veranlaßte, er werde einen Deibel tun und seine schöne Stadt völlig aufgraben lassen, um Ladestationen zu installieren. Doch das ist ein anderes Kapitel.

Dem VdZ ist ein völlig anderer Verdacht aufgestiegen. Ausgehend von der rasanten Vermehrung solcher Verwendungsmöglichkeiten von elektrischem Strom zum Behufe des Betriebs chinesischer Produkte will sich der Eindruck nicht verflüchtigen, daß alle diese Einrichtungen, die das Klima und die Welt retten, ZUSÄTZLICH zu bestehenden Fortbewegungsmitteln unter die Leute kommen. Das ist das eine. Und daß sie dort, wo sie ERSETZEN, nur der Tradition des Sinns der meisten technischen Neuheiten treu bleiben, und den Bequemlichkeitsfaktor erhöhen, und den Mühefaktor senken. Also zum Beispiel die gute alte Sitte des schweißtreibenden Tretens von Pedalen durch die herrlich amüsante Tätigkeit des Drehens an Geschwindigkeitsregulierungsgriffen verdrängen.

Was früher somit schlicht ein Fahrrad war, ist jetzt ein Fahrrad PLUS Motor. Was früher ein Tretroller war, ist jetzt ein Tretroller PLUS Motor. Was früher die Beine taten, tut jetzt ein elektrisch betriebenes Lustigbrett. In immer mehr Fällen wird sogar zu solchem Zusätzlichen animiert, etwa wenn man in Städten Elektrofahrzeuge an von der Stadtverwaltung bereitgestellten Ständen mieten kann.

Man hört aber sogar von Elektro-Autos (zumindest gibt es dazu eine Erhebung in den USA, die das behauptet, aber es klingt auch für uns plausibel) daß sie zumindest derzeit in erster Linie als Zweit- oder Drittfahrzeug angeschafft werden. Und in der Garage neben SUV und dem Golf für die Dame des Hauses stehen. Um etwa zum samstäglichen klimaschonenden Einkauf beim Supermarkt 500 Meter entfernt, zu dienen. Oder um durch die Innenstadt des Heimatortes nicht mehr zu gehen, sondern elegant in weltrettender Pose leise und wettergeschützt gleiten zu können, vor dem Bio-Laden zu halten, und die saugute hausgemachte Zitronenlimonade (wo wachsen denn die eigentlich?) mit Ingwerzuschuß konsumieren zu können.

So daß also, mit einem Wort, alle diese elektrischen Devices (um im Neudeutsch zu bleiben) nie und nimmer das vorgebliche Ziel (so absurd das ohnehin ist) der Verminderung des CO2-Ausstoßes dienen, was ja nur in einer Gesamtrechnung Sinn hat, sondern nachgerade zum Gegenteil diesen durch einfache Hinzufügung weiterer technischer und bequemlichkeitsfördernder Einrichtungen zu unserer Lebensweise im Additivverfahren erhöhen. Und zwar bevorzugt ab einer gewissen Einkommensschichte, denn wer mit dem Rotz kämpft und nach Preis zu kaufen gezwungen ist, zumindest dann und wann, kann nicht nach edler zusätzlicher Gesinnung in Weltdimension, sondern muß nach weniger edel beleumundeter Sinnhaftigkeit und Sparsamkeit in Regionaldimension handeln.

Von Familien mit Kindern, die aus sich selbst heraus so manche Reisetätigkeit zuwandernder Menschenströme unterbinden, zumindest unnötig machten, gar nicht zu reden. Denn wie sich unschwer zeigen läßt, ist dort der Kindersegen immer Ursache einer Einkommensumverteilung, die den Lebenswandel noch mehr an Sinn und Sparsamkeit drückt, ohne daß es von den Einzelnen zwangsläufig als Lebensverlust, sondern als Verlagerung der Freude auf andere Güter gewertet wird. Da bleibt dann für zusätzliche Devices (wieder ...) wirklich kein Geld, denn das Budget war und ist nach Kindergeburt noch mehr exakt für Notwendiges verplant, während Zusätzliches oder gar Unnotwendiges (damit ist nicht Luxus gemeint, Luxus ist nicht ein mehr, sondern ein besser) wegfällt.

Wahrscheinlich hat also ganz einfach wieder einmal niemand damit gerechnet, daß sich eines nie ändert: Daß die Menschen in immer denselben Schemata leben, während sie in immer denselben Schemata ganz anders reden. Daß also die gesamte Klimabewegtheit nichts anderes ist als solche Dinge immer waren: Zusätzliche Angebote der Lebensbespaßung.

Aber wie gesagt, ist alles nur subjektiv und möglich. Aber dem VdZ bereitet der Gedanke Sorge, daß wir nach und nach unsere gesamte Tätigkeit (die man früher Arbeit nannte) auf die Hervorbringung von Zusatzprodukten konzentriert, die der bestehenden Lebensführung und -bewältigung auf den Rücken geschnallt werden, während sich niemand mehr um das Naheliegendste kümmert. Frei nach dem Motto, daß das sowieso da sein muß, weil immer da war. Er hat tatsächlich die Sorge, daß genau das aber nicht mehr lange so sein wird.

Denn wer einmal an diesen Gedanken Blut geleckt hat, stellt fest, daß er sich in sehr viele Bereiche übertragen läßt. Man denke nur an die Gendersprache, die durch "-innen und inne" jede Rede, jeden Text bis ins Unerträgliche verlängert, oder an die Stromerzeugung, wo mangels technischer Machbarkeit dem bestehenden Kraftwerksnetz ein zweites aufgedoppelt wird. Bis man zum Punkt kommt, diese ZUSÄTZLICHKEIT rasch, hinter jedem Basch, äh, Busch zu sehen.

Dabei wollen wir schon aus prae-traumatischem Überlastungs-Selbstschutz gar nicht an die Zusätzlichkeit denken, die die Energiewende bedeutet, weil die dort Dimensionen annimmt, die jedes Vorstellungsvermögen sprengen.

Aber was soll's. Man gönnt sich ja sonst nichts. Unsere Länder wirken mittlerweile ohnehin wie eine Ansammlung von Hänsen im Glück, die die Pferde schlachten, um mit dem Erlös aus dem Fleisch einen unglaublich edlen und pferdegerechten Reitstall einzurichten.




Was wirkliche Extremwetter sind

Der Alpenexperte Günther Aigner, den wir hier schon mehrfach vorgestellt haben, weil seine an den realen Beobachtungen orientierten Befunde so wohltuend sachlich sind, hat einen nächsten Vortrag erstellt. In dem er der Frage nachgeht, was Extremwetter waren und sind.

Das Resultat seiner Untersuchungen zahlreicher Chroniken und Berichte ist für manche vermutlich überraschend. Denn wir werden heute zwar täglich und stündlich mit der Behauptung geohrfeigt, daß wir in einer Periode ständiger und immer dramatischerer Extremwetter leben. Aber das fällt wohl eher unter die Kategorie "Glückliches Vergessen" ... das leider zu Verwirrung und fatalen Fehleinschätzungen führt, wenn es einer Haltung entspringt, die nicht mehr in der Lage ist, von der Gegenwart zurückzutreten um erst so, eingebettet in die Erinnerung, beurteilen zu können, was momentan wirklich passiert.

Ein Blick in die Geschichte der letzten tausend Jahre lehrt, daß das, was wir heute und in den letzten hundert Jahren erleben, daß also das, was wir als Schreckgespenst Klimawandel angeblich erleben, nicht einmal annähernd diesen Begriff verdient. Es ist nur belangloses Oszillieren in einem völlig normalen Ereignisrahmen, den nur unsere narzißtische Verstörtheit zum Extrem macht. In der wir hypochondrisch jede Minute zum Thermometer greifen, um mit schreckensweiten Augen zu gucken, wie es jetzt um unsere Temperatur steht. Um dann hysterisch in eine Katastrophe hinein zu extrapolieren. Denn nur eine Katastrophe ist diesem heutigen Narzißten angemessen. Erst ein "einmaliges Geschehen" macht uns zu etwas Besonderem, wie "Götter es eben verdienen", und vor allem das wollen wir doch sein. Also gilt alles, was wir bei immer noch näherer Betrachtung finden, als Indiz für diese Besonderheit.

Statt zu sehen, was wirklich ist, phantasieren wir uns somit in eine Vorstellung von Normalität als stets gleichbleibende Wetterumstände, die pathologischen Charakterdeformationen entspringt, die den Blick auf sich selbst lenken und damit dem Tode zutreiben. Denn was tot ist wandelt sich freilich nicht.

Vielleicht steckt also sogar das hinter dem Klimawandelwahn - der verzweifelte Versuch, einen Wandel zu (er)finden, während alles in jene reglose "Konstanz" versinkt, die unseren inneren Zuständen entspringt. Die uns politische wie moralische Systeme hat schaffen lassen, die in Riesenschritten auf einen Zustand zusteuert, in dem alles was sich bewegt, alles was uns zur Bewegung herausfordert, zur Bedrohung wird. Jede abweichende Meinung, jede abweichende Haltung wird zum Schrecken, weil sie uns aus unserer Acedia reißen könnte. Denn dann wird es mühsam, wenn wir das tun müssen, was wir zu tun hätten, nicht das, das uns in Scheinaktivität Tätigkeit vorgaukelt. (Und wie viel tut der Mensch, um das nicht tun zu müssen, was er zu tun hat! Er powert sich dafür sogar aus.) Also muß alles, sogar das Wetter kalmiert werden, um unsere zusammengekrümmte Haltung im Mutterleib zu beschützen.

Man stelle sich einmal vor, was bei den von Aigner erzählten Extremwettern der Vergangenheit los wäre, würden sie heute passieren! Vermutlich würde die UNO eine Sondersitzung einberufen, und die Grünen Panzereinsatz fordern, um Klimaskeptiker und CO2-Moleküle totzuschießen und alle zu zwingen, Sojaschnittchen zu essen und Elektroautos mit Kobold im Tank zu kaufen.

Jede Normalität ist eine Idee, nicht mehr. Die uns freilich jenen Anker- und Zielpunkt bildet, wohin wir uns ständig zu wandeln haben, ohne ihn je zu erreichen. So ist das Normale zwar das Wichtigste und Erste, aber zugleich das gar nie dinghaft bestehende. Es ist nur eine Haltung des Abstands zu Augenblicksregungen, die uns erst zur Vernünftigkeit befähigt.

Was immer existiert, was immer gar lebt, existiert und lebt nur durch den Wandel und im Wandel. Und was uns das Wetter beschert, liegt wie alles, was uns am meisten bestimmt, nicht in unserer Hand. Der Klimawahn ist also ein ganz klarer Auswuchs eines Kampfes gegen Gott, der aus der Welt hinauskomplementiert werden soll. Was uns aber immer bestimmt, ist das Resultat eines gigantischen, uns unendlich übersteigenden Gesamtgeschehens, dessen Ausgang dem Spiel Gottes anheimliegt, das die Welt für ihn ist. Weil für ihn anderes zählt als unsere momentanen Befindlichkeiten und kurzschlüssigen, reduktiven Gedankenlächerlichkeiten, in denen wir die Welt zu einer Maschine gemacht haben, die unserer Kontrolle unterliegt.

Es ist somit klar, daß der Mensch in einer Welt, in der er Gott nicht mehr sieht, also blind ist, alles unter seine Kontrolle bringen möchte, und sich vormacht, das zu können, weil er sonst vor Angst verzweifeln müßte. Und jeden bekämpft, der eine gewissermaßen ergebnisoffene Welt vertritt weil diesem Bunker, in dem wir sitzen, immer wieder die Türen öffnet.

Unser Leben auf der Welt ist somit eher einem Rodeo-Ritt zu vergleichen, bei dem wir nicht wissen, in welche Richtung der Stier, auf dem wir sitzen als nächstes springen wird. Der uns deshalb sogar immer wieder abwirft, weil wir den Wandel ab und zu nicht mehr bewältigen. Aber solche Abwürfe schauen anders aus als das, was wir in den letzten Jahrzehnten an Wetter erleben. Für das wir eigentlich nur dankbar sein können - und müssen! Weil es uns wirkliche Extreme erspart hat, wie ein ein Blick in die Geschichte zeigt. Oder wollen wir wieder eine "Magdalenenflut" wie im Juli 1342, die geschätzt ein Drittel des gesamten Humus Europas ins Meer gespült hat? Auf die hin die Landwirtschaft weithin von Acker- auf Viehwirtschaft umsteigen mußte, weil es viele Anbauflächen nicht mehr gab und nur Tiere (vor allem Schweine) den Rest nutzen konnten.

Aigner sagt deshalb völlig richtig, daß es absurd ist, sich das Ideal eines "vorindustriellen Klimas" zu wünschen. Denn die Wetterereignisse vor 1850 sind alles andere als "normal verlaufen." Dort sind vielmehr Tragödien passiert, die wir uns lieber nicht wünschen sollten.

Diesen Gedanken kann man sogar weiterführen, wie wir hier immer wieder versucht haben. Weil die Konstanz des Wetters, die wir im großen geschichtlichen Rahmen gesehen für die letzten hundert Jahre konstatieren müssen,  ein Hinweis darauf sein könnte, daß die Dichte der Besiedelung der Welt diese immer mehr den menschlichen Kulturleistungen unterwirft, wie es uns bei der Schöpfung aufgetragen war. Die Zunahme der Weltbevölkerung ist also ein Segen, und nicht Ursache für eine Katastrophe, wie uns dauernd vorgemacht wird. Denn jeder Mensch ist in Gottes Hand geschrieben. Jeder. Aber es liegt an ihm, Gott, der ihm das Sein mitteilt weil sein Sein will, zu antworten.








Mittwoch, 20. November 2019

Was die große Krise auslösen könnte

Dirk Müller zuzuhören ist meist zumindest interessant. Er mag nicht der größte Denker seit Alphons Döggelin sein, diesen berühmten mittelalterlichen Erfinder der Zinkfunzel, aber man kann manch' guten Ein- und Überblick erhalten. Und wie immer kann eigenes Denken erst ansetzen, wenn ein gewisses Fundament an Gekanntem, an Gewußtem, als für gewußt Gehaltenem besteht. Diesmal nehmen wir gerne einen Einblick in die Vorgänge in Myanmar mit. Wo es zu "Aufständischen von Menschenrechtskämpfern" kam. Weil alles so schlecht war? Oder weil China an Myanmars Küste einen Tiefseehafen mit angeschlossener Sonderwirtschaftszone finanzierte, über den Ölimporte laufen?

Die Seidenstraße, die China so energisch betreibt und dabei die halbe Welt unter ihre Fittiche nimmt  (sodaß man über diesen "eurasischen Transportweg" - der ja viel mehr ist - durchaus geteilter Meinung sein kann), ist derzeit der große Drohstock, den die Amerikaner auf ihrem Rücken spüren. Sie wird China (mit allen Begleitgeräuschen, wie eben der Hafen in Myanmar, das frühere Burma) sogar aus der Ölabhängigkeit den USA gegenüber befreien. 

Aber was immer man den Amerikanern vorwerfen kann, ja muß, sie sind im Vergleich zum Rest der Welt, auch gegenüber von China, in einer relativ guten Position. Gerade wirtschaftlich darf man sie nicht unterschätzen. Und die Politik Trumps hat ihnen maßgeblich geholfen, diese Stärke wieder zu gewinnen. Müller meint sogar, daß die außenpolitische Unberechenbarkeit Trumps Teil einer äußerst klugen, logischen Taktik ist, die enorm viele Kräfte der übrigen Welt bindet, weil man nicht sicher weiß, was die USA als nächstes machen. 

Denn die Welt befindet sich in einem gigantischen Wirtschaftskrieg, und Trump ist der erste, der das erkannt hat, und der ihn bewußt führt. China ist dabei viel verwundbarer als die Amerikaner, und Trump spielt damit. Denn China braucht die USA mehr, ja weit mehr, als umgekehrt. Deshalb können die Amerikaner mit einer Krise "spielen", was für China aber eine schwere Bedrohung ist, die enorm viel Kapital und Kraft bindet. DAS ist es, was Trump mit seiner Unberechenbarkeit, die das nur scheinbar ist, bewirkt.

Ein kurzer Überblick, der die Zeit lohnt.







Die Revolution beginnt mit der Lebensführung

Sex aus den Städten. Schon vor dem Ersten Weltkrieg. Nach dem Zweiten Weltkrieg stärkere Repression, zurück zur Idealfamilie (wie im Viktorianismus), neue Formen in den Vororten (social engineering) - TV, Pornokonsum. Verborgenheit! Die sich dann den Weg auf die Straßen gebrochen hat.

Das Thema wird in unseren Ländern kaum beachtet, und hat doch so große Bedeutung, und wird deshalb nicht ausreichend reflektiert. Das ist in den USA und vielen anderen Kulturkreisen ganz anders. Wo es eine breite Debatte dazu gibt. Wo man sich des Problems viel gewisser ist als bei uns. Wo selbst rechte Kreise erstaunlicherweise die Liberalität akzeptieren, ja sogar als Kulturbestandteil erhalten wollen oder (wie in der Auseinandersetzung mit dem Islam) fordern. Dabei ist es die abendländische als genuin katholische Welt, die um die Bedeutung der Laster und Leidenschaften auf die Vernunft wußte und wissen müßte. (Das im Netz abrufbare Video ist dazu geeignet, die Bodenständigkeit dieses Wissens zu zeigen, es sei empfohlen.)

Der britische Autor Leif Jarram sieht die sexuelle Revolution in der Charakteristik des 20. Jahrhunderts begründet, wo es zu einer Konzentration des gesellschaftlichen Lebens unserer Völker auf die Städte kam. Ausgangspunkt war die Eingliederung der Frauen in das Erwerbsleben, die ihre Stellung nachhaltig veränderte. Jarram spricht sogar von einer stillen Revolution, die in der Veränderung der Lebensführung begründet war. Und sich in entscheidenden Ereignissen und geschichtsverändernden Sprüngen dann erst räumlich und in Personen verankern läßt. Unsere Sichtweise der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg ist also mangelhaft.

Man übersieht etwa, daß es die Frauen aus den metallverarbeitenden Industriebetrieben von Sankt Petersburg waren, die 1905 vor den Zarenpalast zogen, um für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu demonstrieren. Die ein neues Selbstbewußtsein aufgebaut hatten. Das Bild von der Familie, wo die Frau als Heimchen am Herd steht, war damit (sic!) schon damals zusammengebrochen. Genau diese Frauen waren es dann auch 1917, die die eigentliche Revolution im März durchführten. Diesmal aber baten sie nicht mehr, sondern sie forderten, daß der Zar diese Schritte durch Eingriffe in die Duma einleitete. Die Kosaken, die diesen Aufstand niederschlagen sollten, weigerten sich, auf Frauen zu schießen. Ihre Befehlsverweigerung war dann der direkte Grund, warum der Zar am nächsten Tag zurücktreten mußte. Denn ihm fehlte nun die militärische Gewalt, um sich an der Macht zu halten.

Es ist sehr verlockend, die Geschichte des 20. Jahrhunderts auf Personen wie Hitler oder Mussolini, Gruppen wie Gewerkschaften, Parteien wie Kommunisten oder Nationalsozialisten, Ideologien und Bewegungen zu reduzieren. Sie alle hatten nur deshalb eine Chance, weil sie ein Volksbewußtsein ansprachen, das über die veränderte Bewußtseinslage der Frauen in den Völkern bereits lebte.

Dabei ging es den Frauen, die in der Masse unter erbärmlichen Umständen lebten, nicht, aus dem Haus zu kommen, sondern im Gegenteil - es ging ihnen darum, eines zu haben! Und darauf konzentrierten sich dann auch die sozialen Bewegungen der Zwischenkriegszeit, in denen riesige Vorstadt- und Siedlungsringe um die großen Städte gebaut wurden. Häuser, in denen sich die Bedingungen vorfanden, erstmals eigene Interessen zu verfolgen. Und vor allem auch, ihr Sexualleben von dem ihrer Kinder abzugrenzen, es selbst zu entwickeln. Die Möglichkeit dazu gab es nur in Städten, wo es genügend geheime, unüberschaubare Plätze gab, um jedem sozialen Druck zu entfliehen.

Die wirkliche Revolution, schreibt Leif Jarram in "Streetlife - The Untold History of Europe's 20th Century", fand deshalb nicht über die Arbeit selbst statt. Zu Ende des 20. Jahrhunderts arbeiteten Frauen genauso wie zu Beginn in schlechter bezahlten, geringwertigeren Arbeiten, in der Krankenpflege, am Fließband, an Ladenkassen und als Hilfskräfte, daran hatte sich nichts geändert. Verändert hat sich aber, wie und unter welchen Umständen sie persönlich lebten. Es war das, was sie beim Aufwachen am Morgen sahen und sehen, das ihr Leben so entscheidend verändert und bewegt hat, es sind ihre persönlichen Lebensumstände. Indem sie in den Städten festgefügten Ordnungen entkommen konnten, wurde auch ihr Sexualleben entordnet und, von der strengen Bezogenheit auf einen Ehemann entlassen, chaotisch. Es waren, so könnte man es bezeichnen, die Lebensumstände, die sie "aus den Ehen entlassen" haben, wie es im Neuen Testament an einer Stelle heißt.

(Wird fortgesetzt)







Dienstag, 19. November 2019

Worüber Gretel sich aufregt

Das darf hier nicht fehlen. Auch wenn uns daran liegt festzuhalten, daß es nicht um das bedauernswerte Mäderl aus Schweden geht, das die Spuren seiner Krankheit deutlich im Gesicht trägt. Vielmehr geht es um die Verantwortlichen ganz bösartiger Machenschaften, die Greta schändlichst als Handpuppe mißbrauchen.

Man hat diesem kranken Kind nicht nur seine Kindheit gestohlen. Ihr Autismus spricht ohnehin Bände über das Umfeld, in dem es aufgewachsen ist. Sondern tatsächlich seine persönliche Zukunft.* Anstatt der Armen zu helfen, hat man sie noch mehr, ja fast unentrinnbar, in ihrem Gefängnis festgenagelt, indem man ihr eine Scheinexistenz übergestülpt hat. Ein wenig kann man davon ahnen, wenn man das kurze Video ansieht, wo sie in New York im September 2019 mit Donald Trump konfrontiert wird.

Die Auswirkungen der Hysterie, für die sie instrumentalisiert und den Wölfen zum Fraß vorgeworfen wurde, wirken fatal auf sie und ihre Psyche zurück, das kann man schon in diesen kurzen Sequenzen erkennen, die deutlich eine absurde Entfremdung von der Wirklichkeit zeigen. Das Kind hält die Lüge, die mit ihr inszeniert wird, für wirklich! Sie ist der Nabel der Welt, also warum kniet nicht auch der Präsident des mächtigsten Landes der Erde vor ihr? Der VdZ kann sich nicht vorstellen, daß dieses Mädchen jemals zu einer normalen, stabilen, natürlichen Verfaßtheit finden wird können. Die Kluft zur Wirklichkeit wird immer unüberwindbarer für sie. Man muß kein Prophet sein um zu sagen, daß das für das Kind noch ganz schrecklich enden wird.

Wie soll man nun aber aktuell mit Greta Thunberg umgehen?  Gar nicht, soweit sie als Medienphänomen auftritt hat sie mit eines Verantwortung nichts zu tun. Denn einem Jugendlichen, einem Kind begegnet man nur persönlich, und hier ist ein gutes. kluges Maß zu halten zwischen Zuhören und dem notwendigen Urteil als Erwachsener, der die jugendliche Ungeformtheit bereits einordnen kann. Mit einem großen Problem, das bei Greta auftaucht: Daß man nämlich gar nie das Gefühl hat, daß hier ein Mädchen aus wirklich eigenem, originärem Erleben heraus spricht. Das macht wütend. Über die dafür Verantwortlichen. Über den Mißbrauch. Über die Dummheit so vieler dabei, die den Schabernack aus Schwäche mitspielen, oder weil sie das böse Spiel begrüßen, das ihnen nützlich scheint.




Ins Blog aufgenommen über einem Hinweis auf EIKE
Hinweis: Die erwähnte Fluglinie Thomas Cook ging im September dieses Jahres pleite.



*Wer die von ihr abgesetzten Botschaften unter diesem Blickwinkel sieht, hört sie ohnehin ganz anders. Es ist die Klage eines gequälten Kindes, das über sich spricht, aber nie gehört wird. Weil alle es als "Klimasache" deuten. Kann es etwas Schrecklichers, Brutaleres geben? Das Kind spricht von sich! Aber die Welt enthält ihr nunmehr und fortan eine authentische Antwort vor.




Ein Lügengebäude, das allmählich erkennbar wird, und damit bricht

Der Grund dafür, daß wir im heurigen Jahr in nie gesehenem Ausmaß von den Medien belogen und unter Druck gesetzt wurden, liegt auf der Hand. Die Drahtzieher hinter dieser Jahrhundertlüge spüren, daß die Sache zu kippen, ihre Lüge zu brechen beginnt. Zu erdrückend sind die (wissenschaftlichen) Belege, daß die Thesen, die die Welt in Panik versetzt haben und versetzen sollten, nicht mehr länger haltbar sind.

Einer der Schachzüge dabei - im übrigen seit acht Jahren geplant und Teil eines Gesamtkonzepts - war die Etablierung eines Kindes, Greta Thunberg. Zur Ergänzung der vor Monaten hier bereits veröffentlichten Analyse dieser niederträchtigen Taktik bringen wir noch diesen Kurzbeitrag. Mit einigen weiteren interessanten Fragen und Tatsachen. Samt der interessanten Frage: Hat Greta Thunberg wirklich mit einem Segelboot den Atlantik nach New York überquert?







Montag, 18. November 2019

Wie es ein Jude sieht

Anzumerken ist jedoch, daß er damit ähnlich argumentiert wie der jüdische Berkeley-Professor und Historiker Juri Lwowitsch Sljoskin (in engl. Transkription Yuri Slezkine), der in seinem Buch „The Jewish Century“ (unter dem Titel „Das jüdische Jahrhundert“ 2006 in deutscher Übersetzung erschienen) den aus seiner Sicht beherrschenden Einfluß des jüdischen Elementes auf Politik, Kultur, Medien und Finanzwesen herausstellt. Sljoskin geht allerdings noch weiter und meint, das Judentum sei der Motor der „Modernisierung“.

Alle relevanten politischen Strömungen und Umwälzungen der Moderne sind nach Sljoskin im jüdischen Geist begründet – ob Liberalismus, Kommunismus, Sozialismus, Kapitalismus, Demokratie, Globalisierung oder Menschenrechtsideologie. Dies gelte sogar für Faschismus und Nationalsozialismus.

Der Einfluß des Judentums, so Sljoskin, sei mittlerweile so allgegenwärtig, daß von einem „Jewish Century“, einem „Jüdischen Jahrhundert“, die Rede sein könne. Das Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig zeigt sich geradezu entzückt über die Studie des jüdisch-russischen Emigranten und stellt sie groß heraus.

„Mit ‚Das jüdische Jahrhundert‘ hat Yuri Slezkine ein Meisterwerk der historischen Essayistik vorgelegt“, heißt es auf der Netzseite des Instituts. „Er verbindet historische und anthropologische Ansätze, indem er die Frage nach dem Verhältnis von Judentum und Moderne universalisiert. Dabei bezeichnet er den Habitus jüdischer Lebenswelten als ‚merkurianisch‘, den der agrarischen Bevölkerung als ‚apollonisch‘. Im Zuge der Moderne, so Slezkine, verwandelten sich immer mehr Menschen in Merkurianer, sie werden gleichsam zu ‚Juden‘.“




 

Eine Stimme der Vernunft

Leider ist er im Vorjahr verstorben. Umso besser ist es, daß seine Stimme der Vernunft über ältere Videos noch abrufbar ist. Der Architekt Konrad Fischer - Gott hat ihn selig! - spricht in diesem Video über absolute Sinnlosigkeiten in der Energie-Frage.

Sein Standpunkt deckt sich über weite Strecken mit den hier zu findenden Schwerpunkten. Fischer betont immer wieder, daß es immer darauf ankommt, seine unmittelbare Umgebung, seine direkte Wirklichkeitserfahrung ernst zu nehmen, und nicht in "großen Modellen", sondern im regionalen, lokalen Maßstab zu denken. Dort liegt die Lösung für alle Probleme, im ganz Konkreten. Während die "großen Ansätze" vor Widersprüchen und Schwachsinnigkeiten nur so strotzen. Uns werden lauter Märchen erzählt. Es gibt keine Schädlichkeit fossiler Energieformen. Aber es gibt ein unfaßbares Schädigungspotential durch die sogenannten "Erneuerbaren Energien".

Die Frage der Atomenergie sieht der VdZ zwar zurückhaltender, aber in einem Punkt stimmt er mit Fischer auch dort überein: Rund um die Gefahr atomarer Strahlung ist ein riesiger Popanz an Fehlinformation aufgebaut, der völlig unbegründete Ängste schürt. Und aus der Historie des Klimawahns ist eindeutig nachvollziehbar, daß es die Atomlobby (unter Thatcher, in ihrem Kampf gegen die ständig streikenden Kohlearbeiter in England, wurde diese Strategie ausgeheckt) war, die das CO2 aus der Verbrennung zum Gottseibeiuns aufgebaut hat.

Heute kann sie ruhig im Lehnstuhl sitzend darauf warten, daß wir in einigen wenigen Jahrzehnten auf Knien zu ihr gekrochen kommen, um sie um Stromproduktion anzubetteln. Denn gerade das letzte "Klimapaket" in Deutschland* ist so außer Rand und Band, daß wir sämtliche Konkurrenten des Atomstroms aus dem Weg räumen. Eine sichere Stromversorgung, von der unsere Zivilisation aber mehr denn je abhängt, wird dann nur noch Atomstrom liefern können.

Aber was wird bis dorthin mit unserer unmittelbaren Lebenswelt geschehen sein? Es gibt bis heute keinen einzigen wissenschaftlichen Nachweis, daß das CO2 ein "Weltklima schädigt". Nur eines dabei ist sicher, daß das CO2 lebensnotwendig ist. Aber der Wahn ist bereits so entgleist, daß wir dabei sind, durch den "Kampf gegen den Klimawandel" unsere unmittelbare Umwelt schwerstens, ja katastrophal für die Biosphäre zu schädigen.





Dazu noch einmal sein kurzes Statement zum Unsinn, Öl wäre ein fossiles, endliches und knappes Gut. Das pure Gegenteil ist wahr.







*Dieses gewaltige Summen verschlingende Paket, das sich als "Klimapaket" ausgibt, wird sogar von den Politikern offen als "Konjunkturprogramm" bezeichnet. Aber das ist eine noch größere Lüge als die vom Klima. Denn hier werden jährlich dutzende Milliarden in eine völlig sinnlose Sonderwerkstatt gesteckt, die nichts produziert, sondern als Beschäftigungsprogramm nur Ressourcen und Arbeit verheizt, und damit unseren Wohlstand auch von dieser Seite her vernichtet.




Sonntag, 17. November 2019

Eine alltägliche Sonntagsgeschichte

Wahrscheinlich hat er FPÖ gewählt, denn er war so unzufrieden, schimpfte so laut und derb, daß naheliegt, daß sich sein Haß gegen das Bestehende gewendet hat. Aber womit wir es zu tun haben, überläßt der VdZ dem Leser zur Beurteilung.

Wir fuhren eines Tages von A nach B, er nahm den VdZ dankenswerterweise mit, denn er ist tatsächlich ein netter Kerl. Der in Schwimmbeckenmontagen macht, und seit etlichen Jahren einen kleinen Betrieb mit saisonalen und temporären Beschäftigten führt (denn Fixbeschäftigte bedeuten Risiko, die muß man auch dann bezahlen, wenn einmal keine Aufträge vorliegen; die Buchhaltung macht deshalb seine Frau), von dem er sich und seine Familie samt einem netten Häuschen gut ernähren kann. Plötzlich bremst er, und fährt von der Autobahn ab. Ein paar Minuten, meint er entschuldigend, ich muß mal was nachschauen.

Sein Pickup hält vor einem recht großen Grundstück, auf dem eine leere, ältere Halle steht. Das habe er unlängst gekauft, erklärt er. Und nun wolle er darauf Solarstromanlagen montieren lassen. Am Dach der Halle, auf der Wiese. Die Neigung sei gut. Doch plötzlich verliert er die Contenance. Was er aber nun erlebe, spotte jeder Beschreibung. Was das für ein bürokratischer Zirkus sei, das könne sich der VdZ nicht vorstellen. Was er an Genehmigungen brauche, was er an Unterlagen beizustellen, an Formularen auszufüllen habe! Da wollen die, daß man unternehmerisch tätig wird, und dann so etwas! Bis man an die versprochenen Subventionen komme! Dabei wolle die Politik doch, daß man das Klima rette. Er habe die Nase mittlerweile sowas von voll, da seien nur Lügner und Heuchler am Werk. Und Inkompetenz. Wozu solle man sich als Unternehmer noch anstrengen, wozu habe man Idee und Handlungskraft!? Und was er dafür auch noch an Steuern abdrücke!

Der VdZ war ein wenig überrascht. Denn was dieser Unternehmer, dieses jeder Gesellschaft so notwendige Mitglied der Mittelschicht vor sich her stieß, war die Klage, daß er an den Topf der Subventionen nicht leicht genug komme. Denn ohne Einspeisevergütungsgarantie ist eine Solarstromanlage kein Geschäftsmodell, schon gar kein Unternehmen, sondern eine schlichte Subventionsabzockmaschine. Was diesem Unternehmer gar nicht mehr klar zu sein scheint, ist, daß er kein Unternehmen betreibt, sondern daß er Unternehmertum mit der Cleverness verwechselt, Geld vom Staat abzuzocken. Worüber er schimpfte, war, daß er um mit einer Solaranlage (wie immer man sie sonst noch einschätzen möge, es geht hier um etwas anderes, zumindest so irgendwie, ganz ja auch nicht) Geld zu verdienen ein Risiko eingehen mußte. Nichts hätte ihn gehindert, die Solaranlage zu bauen! Aber ohne Subventionen war ihm das Risiko zu groß, und damit hatte er sogar Recht.

Staatsgelder und Umverteilung von Risiko auf die Allgemeinheit sind Naturereignisse geworden

Nämlich das Risiko eines Marktes und der von diesem gebildeten Preise, die Grundlage allen Unternehmertums also. Und erst jetzt, während der VdZ dies niederschreibt, wird sogar die Art, wie er Leute beschäftigt, seltsam fragwürdig. Denn sie ist auf eine Weise dieselbe Rückversicherung in der Allgemeinheit, auf die er sein Risiko abwälzt. Ja, diesem mittelständischen Unternehmer, der sich seine Kunden buchstäblich aus den Messen und Empfehlungen blutig herauskratzen muß, ist nicht einmal klar, daß sein Einkommen - im Fall der Solaranlagen mehr denn je - von Subventionen gespeist wird, was automatisch auch bedeutet, daß diese Subventionen, also sein Einkommen, als Steuern auf der anderen Seite der Staatsbilanz wieder auftauchen.

Der VdZ schwieg ziemlich, als sie die letzten Kilometer zurücklegten. Er dankte höflich für die Mitnahme, und nickte auf den Vorschlag, sich vielleicht einmal auf einen Kaffee zu treffen. Allmählich fiel ihm auf, wie viele Unternehmer er kennt, die von stolzem, freiem Unternehmertum sprechen, und dabei ohne jeden Skrupel jeden Zipfel an Subvention ausschöpfen, und von der Politik fordern, den es zu ergattern gilt. Die sich ihrer tollen Unternehmereigenschaft brüsten. Aber dabei die winzige Kleinigkeit "vergessen", daß sie ihre Betriebshallen mit dem Geld öffentlicher, staatlicher Einrichtungen gebaut haben und betreiben, und damit persönliches unternehmerisches Risiko auf die Allgemeinheit überwälzten. Was sonst ist es, was man mit "Umverteilung von unten nach oben" bezeichnet.

Denn mit diesem Zuwachs war auch in diesem Fall die Aktiva-Seite des Unternehmens gehörig gewachsen, damit seine Bonität, damit die Kreditlinie, auf der aufbauend es seine Umsätze durch erweiterte Lieferfähigkeit gehörig steigern konnte. Was in diesem konkreten Fall damit endete, daß etliche kleine, sehr kleine Unternehmen schließen mußten, weil sie nun von einer neuen und nicht mehr lokalen Bezugsmöglichkeit zu stark konkurrenziert wurden, die ihnen vor allem den Grundumsatz wegnahmen. Der Staat hat also auch in diesem Fall das Gegenteil von dem gemacht, was er tun müßte: Statt den Schwächeren zu schützen, hat er den Stärkeren, Skrupelloseren, Entwurzelteren gestärkt.

Während eben jener nunmehr noch stärkere Geschäftsmann sogar sein Privatvermögen geschickt heraushalten konnte. Ja, es mit den nunmehr erzielbaren Gewinnen später geschickt und gehörig vermehrt hatte. Und heute gerne das ihm von vielen Seiten bestätigte Schild vor sich herträgt, daß er alles seiner Tüchtigkeit verdanke.

Welcher Tüchtigkeit aber verdankt sich heutiges Unternehmertum in vielen Fällen noch?

Lustigerweise gehören die erwähnten Fälle (sie gibt es real, der Leser möge dem VdZ glauben) nicht selten zu jenen, die bei jeder Gelegenheit über jene schimpfen, die (warum auch immer) Sozialleistungen beanspruchen. Oder Blut und Galle speien, weil sie da und dort Arbeiter suchten, die so schwer zu finden seien, weil das Arbeitslosgengeld kaum weniger als der (geringe) Lohn beträgt.

Da ist mehr faul, im Staate Dänemark, als Hamlet es sich ausdenken hätte können. Wir haben schon so viel von den elementarsten Zusammenhängen vergessen.

Der VdZ schwankt jetzt jedenfalls, welche Bewertungen er ändern soll. Die Unternehmer als Sozialstaatsschmarotzer bezeichnen? Oder jeden, der von Amt zu Amt läuft, um "ihm zustehende" Gelder abzuzocken, als Unternehmer? Die Begriffe scheinen jedenfalls zunehmend austauschbar. Daß sie es freilich oft so gar nicht sind, auch das weiß der VdZ aus zahlreichen persönlich bekannten Fällen. Er meint deshalb nur, daß man sehr gut scheiden können sollte. Und seinen Urteilsmaßstab nicht aus Vergleichen, sondern aus absoluten Kriterien holen sollte, die sehr wohl definieren, was ein Unternehmer ist und sein sollte. Und wieviel das mit Moral (und oft auch Intelligenz) zu tun hat.



Ein kleiner Hinweis zum Abschluß des Themas: Wer über die Tüchtigkeit so mancher Unternehmen und Unternehmer, die heute wie Monumente in der Wirtschaftslandschaft stehen, einen etwas anders beleuchteten Eindruck gewinnen will, dem sei das Buch "Wer konnte, griff zu" von Peter Böhmer empfohlen. Es behandelt nicht wenige Beispiele, wie viele heute "angesehene Namen" nach dem Zweiten Weltkrieg zu eben diesem Ansehen samt Vermögen kamen, weil sie es geschickt verstanden, sich durch Nähe zur Politik aus den "Re-Arisierungen" gerade der oft besten Teile der österreichischen Volkswirtschaft erschreckend skrupellos zu bedienen. Und wer die Geschichte der "Treuhand" in ihrem Umgang mit DDR-Vermögen nach 1990 betrachtet, wird zu recht ähnlichen Schlüssen kommen. Eine recht ähnliche und typische Geschichte ist die um die Zerschlagung der Hoechst-Werke in den 1990er Jahren, der ehemaligen IG-Farben. Achgut stellt recht eindringlich dar, wie durch politischen Willen immense Vermögen zerschlagen und in Europa-Dimension umverteilt wurden.





Ähem ...







Samstag, 16. November 2019

Warum da etwas nicht stimmt (3)

Teil 3)



Gute, richtige, gesunde Innovationen entstehen nicht einfach, wenn oder weil Zinsdruck herrscht. Das regt nur BESTIMMTE Änderungen an. Innovationen entstehen durch Liebe zum Produkt, zur Arbeit, zum Tätigsein, zu den Kunden und Menschen. Da kann es durchaus einmal "weniger effizient" abgehen. Weil Menschen eben Menschen sind. Weil es auch Menschlichkeit und wie erst Lebensqualität ist, auch weniger "Begabte" mitzuziehen. Weil es in jeder Gesellschaft eben auch immer diese zehn Prozent gibt, die sich (nähme man es mathematisch-zinstechnisch) "ihr Salz in die Suppe nicht verdienen". Aber eine humane Gesellschaft, und die wollen wir, eine von Liebe zu Welt und Mensch getragene Gesellschaft ist eben so, und erträgt ruhig und leidensbereit auch weniger Leistungsbereite oder -fähige. Die in Wahrheit immer ein gutes Drittel der Menschen ausmachen, das nur nebenbei.

Sie fordert keine Leistungsmaschinen, wie die von Krall gemeinten Innovationen in Wahrheit meinen. Eine Gesellschaft, die wir wollen, orientiert sich daran. Nicht einfach nur an Effizienz. Und speist die Kranken, Alten, Morbiden nicht mit abstrakten Sozialleistungen ab, sondern mit direkter, konkreter, persönlicher Hilfe. Die manchmal auch streng sein darf, ja muß. Sich aber immer am Maß der vorhandenen Liebe der Menschen ausrichten muß. (Soziale Hilfe, Nothilfe muß immer persönlicher Akt zwischen einem Geber und einem Bedürftigen sein. Erst dort fließt dann alle Information ein, die es für wirkliche Hilfe und Liebe braucht, die auch manchmal Strenge fordert. Die deshalb auch nie ohne Bitte um (immer freiwillige) Hilfe auskommen kann. Wir plädieren hier also nicht für einen Sozialstaat heutiger Prägung, den auch wir als katastrophales Übel erkennen.

Gewiß, in der Einschätzung der Gefahrenmomente decken wir uns mit Krall weitgehend. Auch die Kette der Ereignisse, die eben einer kranken Logik folgt, ist richtig beschrieben. Aber die Zombieunternehmen sind nicht einfach die, die ohnehin weg gehört hätten, sondern sie werden zwar fallen, gewiß, aber nur, weil die mathematische Logik, die Zinsnahme bedeutet, jede humane Wirtschaft über kurz oder lang in den Abgrund treibt. Aber nicht nur diese, sondern auch die Kapitalisten, die dann - eiderdautz! - immer (die Geschichte beweist es) nach dem Staat rufen. Das nennt man dann "Bankenrettung", was in Wahrheit jenes Risiko glättet, das die Banken nie eingegangen haben. Und die sexbesoffenen Bürger nicken, weil es ja furchtbar wäre, wenn aus den Bankomaten kein Geld mehr käme, und von den Hintergründen durchschauen sie genau so wenig, wie die Politiker. Denen mittlerweile alle Mittel ausgehen (wie Japan zeigt), um das potemkinsche Dorf weiter aufrecht zu halten.

Deshalb steht das Bankensystem auch tatsächlich vor dem Kollaps, auch da hat Krall recht. Aber es steht vor einem Kollaps, der in ihren Existenzbedingungen selbst angelegt war. Hier gälte es zwar zu unterscheiden, denn es gibt tatsächlich auch "gute" oder "bessere" Banken, wenn auch wenige, wenn auch meist kleine, aber sie werden diesen drohenden Crash, der vom "Geschäftsmodell der Banken" selbst angetrieben worden war, vermutlich gleichermaßen zum Opfer fallen. Denn Wirtschaft, Geldsystem wie Politik haben auf Schein gesetzt. Der aber ist immer lüstern nach Blut, und um seinen Durst zu stillen, braucht es echte Menschen.

Wir stehen vor einer gewaltigen Rezession, ja einer enormen Erschütterung vulgo Crash, da wird Krall ziemlich recht haben. Aber wir stehen vor einer Rezession, weil ein falsches Geschäftsmodell an seine definitiven Grenzen gekommen ist, wo es sich selbst zu schlagen beginnt. Krall zeigt diese Mechanik sehr gut auf. Und deshalb ist der Vortrag durchaus hörenswert. Wir können nur hoffen, daß die Politik nicht wieder, um ihren eigenen Kopf zu retten, den gemeinen Bürger zur Kasse bietet, um dieses Modell noch weiter hinüberzuretten. Wohin weiß freilich keiner. Der Zahltag wird nur umso blutiger.

Zu Krall? Liberale sind per se jene, die am lautesten schreien, wenn Mißstände auftreten. Aber dadurch zu vertuschen suchen, daß sie selbst es waren, die diese Mißstände bewirkt haben.








Nur drei Beispiele unter zahllosen weiteren

Als 2014 Amy Dean, die in etlichen jüdischen Organisationen eine maßgebliche Rolle spielt, im jüdischen Tikkun Magazine in einem langen Artikel erklärte, warum es die Juden waren, die der "Ehe für alle" (Homosexuellenehe) in den USA über zahlreiche Aktivitäten, NGOs und Organisationen zum Durchbruch verholfen hatten, meinte sie es als Lobpreisung. Sie zeigt dabei auf, in welcher langen Linie diese "Errungenschaft" von Juden vorangetrieben wurde, bis sie praktisch überall eingeführt wurde. Und zwar per höchstrichterlichem Bundeserlaß, und gegen den Willen der Mehrheit der Amerikaner.

Als E. Michael Jones, der als Katholik die "Ehe für alle" ablehnt, öffentlich feststellte, daß es die Juden waren, die hinter der Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe (das ist damit ja gemeint) stünden, wurde er als Antisemit diffamiert, in zahlreichen Zeitschriften als solcher angeprangert, und YouTube drohte seither mehrmals mit Sperre seines Kanals.

Als der jüdische Neo-Konservative Dennis Prager (und andere) in dem Buch "Why The Jews? The Reason for Antisemitism" im Jahre 1985 bzw. 2003 die Bemerkung veröffentlichte, daß es in der jüdischen Geschichte eine auffallend konstante und starke Linie von Revolutionären gab, ja daß praktisch hinter allen Revolutionen des 19. und 20. Jahrhunderts Juden standen, als sei es Teil der DNA des von Gott so bevorzugten Volkes, wurde er für sein Buch hoch gepriesen.

Als E. Michel Jones in seinem Buch "The Jewish Revolutionary Spirit" feststellte, daß die Geschichte zeigt, daß hinter allen großen revolutionären Bewegungen der letzten Jahrhunderte außergewöhnlich viele Juden standen, wurde der von der jüdischen ADL (Anti Defamation League) offiziell zum Antisemiten erklärt, und in einer mehrseitigen Auslassung auf ihrer Homepage zum Feind der Juden erhoben.

Es war der jüdisch-amerikanische Kulturhistoriker und Journalist Neal Gabler in dem bis heute selbst an unseren Universitäten maßgeblichen Buch "An Empire of Their Own: How The Jews Invented Hollywood" schrieb, daß es vor allem Juden aus Ost-Mitteleuropa, dem Schtetl also waren, die im Osten der USA zur Jahrhundertwende einlangten und einen Weg suchten, sich gesellschaftliche Geltung, Reichtum und Ansehen zu verschaffen, wurde er hoch gepriesen. Gabler zeigte auch, daß sie das aus der Unterhaltungs- und Medienbranche heraus schafften, unter Nützung ihrer Verbindungen in der Textilbranche (samt deren "Konfektionsmentalität"), welch beide maßgeblich in den Händen von Juden waren. Wo sie mit der Gründung von Filmproduktionen und vor allem einem eigenen, nahezu als Parallelkultur initiierten Hierarchiesystem, dem "Oscar", samt einer neuen Art von Heros, wie er in den Glamour-Phantasien in den Medien verbreitet wurde, tatsächlich schafften. Sodaß sie über Hollywood allmählich überhaupt die Definitionshoheit über "Gut und Böse" erlangten. In dieser Einschätzung ist Gabler beileibe nicht alleine, und im Normalfall sprechen Juden gerne und mit Stolz davon.

Als der VdZ vor drei Jahren unter anderem aus der Lektüre dieses Buches heraus die Feststellung in diesem Blog veröffentlichte, daß Hollywood eine jüdische Erfindung war, mit der es vor allem Juden aus dem Schtetl schafften, sich als Minderheit gesellschaftlich-kulturell enormen, ja bestimmenden Einfluß zu verschaffen, wurde über Nacht sein Blog von google "downshadowed", also nicht direkt gesperrt, aber über verschiedene Wege so aus den Suchroutinen verbannt, daß es fast nur noch aufgerufen wird, wenn es direkt angewählt wird. Die Besucherzahlen brachen so von einem Tag auf den anderen um zwei Drittel ein.

Der Begriff Antisemit ist inhaltsleer, er ist nicht definiert und definierbar, nicht aus dem Verhalten der Juden selbst heraus, ist deshalb der Tenor dieses nächsten aktuellen Videogesprächs von E. Michael Jones auf BitChute, diesmal mit dem Kanadier Allan Ruhl. (Über das Link einsehbar.) Das neben schon Bekanntem vor allem zu Beginn wieder eine Reihe interessanter Aspekte bringt. Beiträge, diese Frage immer weiter zu klären und damit endlich aus allem Irrationalen und Neurotischen, das das heutige Denken und Erkennen wie Gift lähmt, herauszuholen. Das Gespräch geht auch um den schwedischen Film "Midsummar", der diesen Sommer in die Kinos kam. Und zeigt, daß das derzeit stark aufkommende Neu-Heidentum sehr rasch auf seinen innersten Kern zurückkommen wird - das Menschenopfer.




*180919*

Freitag, 15. November 2019

Warum da etwas nicht stimmt (2)

Teil 2)



Der noch einen weiteren und sehr fatalen Tatsachenkomplex völlig außer Acht läßt, ja gar nicht kennt. Nämlich den, daß volkswirtschaftlich gesehen - nicht nur auf einzelne Unternehmen - die Einschaltung weiterer Mechanismen (=Maschinen), und das geschieht bei allem, was auch Krall hier nennt: Digitalisierung etwa, auch ein Mehr an Energie und damit an Arbeit bringt. Denn JEDER Mechanismus, jede Maschine verbraucht mehr Energie (=Arbeit), als sie liefert! Maschinen können also nur Teilbereiche "verbessern", bringen aber in anderen Bereichen ein Mehr an Arbeit. Das man leisten wollen kann, gewiß, etwa weil eine Einzelarbeit zu mühsam war, Gesundheitsschäden verursachte, etc. etc., und man lieber die leichteren, quantitativ aber zahlreicheren Umwege (als Energieverbrennungsmomente) bevorzugt. Aber man muß es in einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtungsweise berücksichtigen. 

Und da ist auch der Grundfehler bei der "Angst vor der Digitalisierung", die davon ausgeht, tatsächlich davon ausgeht, daß die Gesamtarbeit eines Volkes, die es dann zu leisten gilt, WENIGER wird. Stimmt nicht! Sie schichtet sich nur um! Sie schichtet sich sogar bestimmbar und konkret auf bestimmte andere, sogar neue Tätigkeitsbereiche um. Man denke an Programmierer, an Computerpfleger, oder an niedrigqualifizierte Arbeiter, die den Facharbeiter ersetzen, weil sie nur noch bestimmte Handgriffe an einer Maschine tun müssen ohne recht zu wissen, was sie überhaupt tun. (Was der Forderung nach mehr Migration, die ursprünglich - man vergißt zu leicht! - auch eine Forderung der liberalistischen Kapitalisten war. War? Nein, es oft sogar auch heute ganz offen ist. Digitalisierung (bleiben wir bei diesem Beispiel) bringt nicht WENIGER an Arbeit, sondern mehr, aber ganz bestimmte Arbeiten. Clevere, Rationalisten und Minderqualifizierte werden bevorzugt. Das wirkliche Fachwissen aber verschwindet damit noch rascher.

Diese Tatsache wird deshalb nicht gleich erkennbar und generell verschleiert, weil dieser Mehraufwand UMVERTEILT wird, von den Unternehmen weg, hin zu Konsumenten und öffentlichen Bereichen, also dem mütterlich-kümmernden Staat. Auch der Liberalismus erzeugt also (wie jeder Irrtum) genau das, was zu bekämpfen er vorgibt: Zentralstaat und Sozialismus. Sage der Leser das aber einem begeisterten Anhänger des Kapitalismus. Er wird auf eine vitale Mauer des Leugnens und der Irrationalität stoßen. Denn die Frage, wie wir wirklich leben WOLLEN und SOLLEN, kennt er nicht einmal, will er nicht zulassen. Sein Wollen und Sollen reicht. Und eigentlich hofft er ja, daß er selber zu den Siegern zählt. Den Begriff des Gemeinwohls, das mehr ist als liberalistische "Harmonie", die seltsamerweise nie eintritt, sondern immer Sieger und Verlierer kennt, kennt der Liberalist nicht. Denn er ist eben Evolutionist, und diese These macht den Mangel an Ethik und vor allem Liebe - zum Nächsten, zum Produkt, zur Schöpfung - so herrlich bequem, ja spricht ihn sogar heilig.

Natürlich irrt die EZB, weil sie Wirtschaft als Mechanismus sieht. Natürlich ist der Aufbau von Bürokratie, die Regulierungswut etc. etc. ein Krebsgeschwür, das allen Lebensprozessen den Saft aussagt und Schmarotzerdienste leistet. Natürlich dient alles nur der Politikerkaste, die (s.o.) nur eines kennt, das Gesetz der Macht und des Erhalts von Stellung und Ansehen (mit neuen Anerkennungs- und Meritenkriterien, die sie extra dafür aufgebaut hat). Natürlich ist es unerträglich geworden, das Handeln der Menschen bis ins Letzte zu regulieren und "gut" zu machen, also gleichförmig auf ein rein mathematisches Gesamtgeschehen auszurichten, per Zwang.

Aber Krall übersieht, daß dahinter auch ganz massive liberale (!), kapitalistische Interessen stecken. Daß diese Regulierung von globalen Konzernen gewünscht und angeregt wird, um die unliebsame kleine Konkurrenz aus dem Feld zu stechen. Die Regulierungswut welt- und wirklichkeitsfremder Beamter dient dem Kapitalismus, nicht dem kleinen Bürger. Nicht dem kleinen Unternehmer, der sein Unternehmen führt, wie er es immer tat, und seine Leute beschäftigt, die in einem gewissen Maß ihre Arbeit verrichten.

So könnte man also den geringen Anteil an Unternehmenspleiten gar nicht als "künstliche Streckung" durch EZB-Fehler sehen, sondern als Luft, die gesunden, sehr gesunden Mittelstandsunternehmen blieben, weil die Zinsen so niedrig waren. In einem Durchschnitt an Pleiten steckt also ein gehöriges Quantum an Zynismus. Wo alles Heil einer "innovativen Wirtschaft" in Technik und Digitalisierung gesehen wird. Ja, so stellt man es sich vor, aber ist es wirklich so? Ist es notwendig so? Ist es gut so?

Es ist das Bankenmodell selbst, das - meistens - krank ist. Weil es von Zinsen lebt. Wovon sonst sollte eine Bank leben? Eben. Sie muß vom Risiko auf Gewinn leben, wie der Unternehmer, dem sie Geld leiht, wie der Häuslebauer, der Zeit überspringen will (und quasi Miete spart), das sie mitträgt, indem sie Geld in jemanden oder etwas investiert, der etwas riskiert, so schaut es aus. Dann hat sie ein Existenzrecht. Macht der Unternehmer (etc.) Gewinn, an dessen Unternehmen sich die Bank beteiligt, als Makler, als Geldeigentümer (so haben ja Banken begonnen, mit dem Eigenkapital einiger Reicher, die meist aus dem Textilgeschäft heraus zu Geld kamen).

Das Unmoralische an Banken ist, daß sie das Risiko des Kreditnehmers nicht mitträgt, sondern dem realen Leben voller Wechselfälle eine mathematische Zwangslogik aufpreßt, die dort nichts zu suchen hat und deshalb immer "gewinnen" wird. Denn Mathematik wird nicht krank, erleidet keinen Unfall, läßt sich nicht scheiden, oder verschätzt sich auch sonst mal.

Sonst leben die meisten (nicht alle nämlich!) Banken tatsächlich von Unmoral. Von der Unmoral, die Schwäche und Bedürftigkeit eines anderen auszunützen, machen wir uns doch nichts vor. Und das ist durch die Globalisierung noch schlimmer geworden, ist zum Giganten angewachsen. Was wir mit dem riesigen Berg an Banken machen, die heute auf einem falschen Geschäftsmodell beruhen, ist deshalb eine ganz andere Frage. Die Krall wie alle Liberalen aber gar nicht stellt. Kredite ersetzen das Sparen, weil man Zeit verkürzen will. Das will vor allem einer: Die Politik. Die Emporkömmlinge unter den Politikern, also quasi alle Politiker.

Morgen Teil 3)






Folge dem Geld

Goldman Sachs schätzt, daß die Gesamtkosten für eine kohlendioxydfreie Energieversorgung in den nächsten zwei Jahrzehnten weltweit dreißig Billionen Dollar betragen werden. Mehr und mehr entschließen sich Regierungen rund um den Erdball zu radikalen Maßnahmen, und nehmen dafür viel Geld (der Steuerzahler) in die Hand.

Und wer wird diese "Investitionen zur Rettung des Planeten" durchführen, wessen Geschäft wird das sein? Es wird das Geschäft der heutigen großen Energie- und Ölkonzerne sein. Was für ein Zufall. Wir bauen aufgrund einer völlig absurden, irratonalen Hysterie eine Parallelwelt auf, und die Nutznießer davon sind weder der Planet noch wir, wir beide sind die Zahler, sondern ...






Donnerstag, 14. November 2019

Warum da etwas nicht stimmt (1)

Krall geht von liberalistisch-kapitalistischer Zinsdynamik aus - wo menschliches Wirtschaften mathematischem Zwang ausgeliefert wird. Das heißt aber, daß nicht wirtschaftsimmanente Mechanismen zum Tragen kommen müssen, wie Krall meint, sondern wirtschaftsfremde, eben mathematische Motive. Wenn ein Unternehmen keine Zinsen bezahlt, aber dennoch Verluste schreibt, ist es natürlich zum Sterben verurteilt. Aber das passiert ja heute auch, trotz der niedrigen Zinsen (denn natürlich zahlen Kreditnehmer Zinsen, auch wenn die EZB für das von ihr selbst gedruckte, zur Verfügung gestellte Geld keine Zinsen verlangt).

Zinsen zwingen dem Kreditnehmer eine neue Logik auf, die mit seinem ursprünglichen Tätigkeitsfeld nichts zu tun haben. Das von Arbeit und Liebe zum Produkt begleitet sein muß. Das ist dann der Boden, auf dem gesunde, richtige, marktkonforme Innovationen stattfinden. Stattdessen zwingt die Zinsdynamik der Wirtschaft ein Denken auf, das von seinem eigentlichen Unternehmensgegenstand abgeht, und sich immer mehr nur noch darauf konzentriert, innerhalb des Geldsystems zu bestehen. Eine neue Logik gewinnt, vergleichbar der in der Politik, wo nicht die in der Realität besten Leute nach oben kommen, sondern die, die die systemimmanenten Mechanismen am besten beherrschen.

Deshalb der hohe Anteil von Beamten, Lehrern, Wirtschaftsfremden in den Reihen der Abgeordneten: Sie sind Menschen, die alles den Aufstiegsmechanismen innerhalb ihrer Parteien verdanken. Die aber mit dem eigentlichen Gegenstand der Politik nur am Rande - meist genügen Schlagworte - zu tun haben. Nicht die wirklichen Probleme der Menschen sind damit Objekt und Inhalt der Politik, sondern jene "Lösungen", die der Bereitschaft dienen, sie an der Macht oder in ihrer Stellung zu halten.

Natürlich ist die Vorgehensweise der EZB falsch. Natürlich dient sie nur dem Überleben der Systeme. Natürlich ist es ein Irrtum, Wirtschaft als Mechanismus zu sehen, den man hier ölt, damit er dort läuft. Natürlich ist es ein Irrsinn zu meinen, man müsse nur genug Geld unter die Leute bringen, dann wäre alles regulierbar, womit man Geld von seinem Hintergrund - Ausdruck von Wert, der auf Arbeit fußt - ablöst. Und natürlich ist dieser Einwurf niemals als Aufforderung zum Etatismus, zum Sozialismus zu verstehen. 

Aber freier Markt und Kapitalismus sind eben ZWEI PAAR SCHUH. Beide sind nicht deckungsgleich, sondern der freie Markt DIENT nur dem Kapitalismus, der in sich die unabdingbare Logik trägt, Kapital zu zentralisieren. Weil er das Gesetz des Stärkeren, des Skrupelloseren sieht, weil der siegt, der nicht das beste Produkt herstellt und anbietet, sondern der, der die mathematische Logik am besten bedienen kann. Die Folgen kennen wir alle: Auslöschung des Mittelstandes, Entstehung globaler Konzerne, die so viel Macht haben, daß sie die Politik vor sich hertreiben. Und vor allem: Unmenschliche Arbeits- und Lebensbedingungen. Eine Gesellschaft von Lohnsklaven und Konsumismusrobotern hier, von Profiteuren dort. Die gar keine Unternehmer sind, sondern tatsächlich einfach "clever" als Gesetz des "catch as catch can" bedienen. 

Wir haben es alle in den Branchenbereinigungsprozessen der letzten Jahrzehnte erlebt. Gerade gestern war der VdZ in einer niederösterreichischen Kleinstadt. Es zerriß ihm das Herz zu sehen, daß rund um den Stadtplatz dereinst drei Fleischereien tätig waren. Die Lokalruinen zeigen, daß nur noch einer davon überlebt hat. Und der kämpft furchtbar. Warum? Weil die Supermärkte, sämtlich Filialen von großen Ketten, die sich auch dort am Stadtrand aufgepflanzt haben, Fleisch anbieten. Billiger, einfacher, bequemer. Und bequemer heißt immer ... Qualitätsverlust. Ist aber einer der wunderbaren Verführungsmechanismen, Innovation zu unterdrücken, indem man sich lediglich der Anbequemungseigenschaften widmet. Während man um wahre Qualität zu erkennen, einen ganz anderen Zugang zur Welt und zum Produkt bräuchte, der fortan verloren geht. Kapitalismus löscht so auch das Vermögen der Konsumenten aus, Qualität überhaupt zu erkennen.

Es ist deshalb falsch zu meinen, zumindest so pauschal weil aus Statistiken (sic!) abgeleitet zu meinen, daß jedes Unternehmen - Krall nennt sie elegant "Zombieunternehmen" - keine Existenzberechtigung hätten, wenn es sich der GANZ EIGENEN Logik des Zinses nicht unterwirft. Und weiterarbeitet wie bisher, ohne durch Zinsdruck "Innovationen" zu generieren. Die aber gar nicht dem eigentlichen Produkt und Unternehmensgegenstand dienen, sondern dem bloßen finanziellen Überleben, dem bloßen Konkurrenzkampf innerhalb einer mathematischen Zinslogik. Jenem Kampf also, wo der Zweck alle Mittel heiligt.

Wir sind hier mit den Prämissen des liberalistischen Kapitalismus konfrontiert, der da dem Mythos aufsitzt, alles würde sich von selbst regeln, das wäre (gemäß der Evolutionstheorie IST es ja auch so) dann der natürliche Regelkreis, der alles zur vollkommenen Harmonie ausstabilisiert.


Morgen Teil 2)






Afrika wehrt sich (3)

Teil 3)



Afrikanische Bischöfe warnen eindringlich: Die grenzenlose Migration schädigt nicht nur Europa. Denn wenn die Zahl der Zuwanderer die der Geburten übersteigt, muß eine Gesellschaft in schwerste Spannungen und Konflikte fallen. Sondern sie schädigt auch Afrika selbst auf das Schwerste. Die Vorbilder, die so viele junge Afrikaner verwirren, kommen von außen. Sie kommen über social media, über westliche Filme und Medien. Ihnen folgen dann Millionen, die sich ein Paradies erwarten und meinen, es ginge nur darum, durch Auswanderung an diesem Wohlstand und diesem tollen Leben teilzunehmen. Die Illusionen enden in Enttäuschung und Elend. Dafür erlebt Afrika den schlimmsten Brain-Drain seiner jüngeren Geschichte, der dem Kontinent auf unabsehbare Zeit seine Zukunft weil seine Jugend raubt.

Speziell Europa handelt dabei verlogen und verantwortungslos. Denn es gibt für diese vielen Afrikaner, die nach Europa aufbrechen, weil sie ein leichteres, schöneres Leben erhoffen, weder Platz noch eine Möglichkeit, sich diesen Wohlstand zu erarbeiten. Europa hat für die vielen Migranten aus diesen Ländern keinen Platz, weil es ihnen keine Chancen bieten kann. All die sogenannten Integrationsprogramme sind lächerlich unrealistisch. Der bei weitem überwiegende Teil der Migranten aus unterentwickelten Ländern findet in unseren Ländern weder eine Arbeit, die ihm den erhofften Wohlstand bringen könnte, noch einen Lebensraum, in dem er sich verwurzeln könnte.


*So nebenbei: Wie praktisch immer ist die Abtreibungsidee aus der Ideenkiste der "Eugenik" entliehen, also der Idee, daß durch gezielten Einfluß auf die Weitergabe von Veranlagungen eine bessere Menschheit zu züchten wäre. Diese Idee war in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts sehr populär, kam dann durch Hitler unter Verruf, ohne aber ihre Rolle zu verlieren. Sie wird nur heute verbrämt und verschwiegen, ist aber nach wie vor die treibende Kraft hinter allen Verhütungs- und Abtreibungskampagnen.

**Die Grundidee der "sexuellen Aufklärung" ist, eine Wahl vorzulügen, die es gar nicht gibt. Die Wahl, nach der Empfängnis noch über Schwangerschaft entscheiden zu können, die überhaupt die schreckliche Illusion impliziert, daß Empfängnis und Sexualakt zu trennen wären. Schon daraus erwachsen immense psychische Schäden, die nur deshalb wenig "bekannt" sind, weil man sie weggelogen haben will. Der nächste implizite Punkt ist der darin transportierte Feminismus. Die Idee, ein empfangenes Kind abzutreiben, ist in sich bereits eine Widernatürlichkeit, die durch "Aufklärung" eine zweitwirkliche Gedankenstruktur anregt, die von jedem natürlichen Empfinden abgekoppelt ist. Die Aufklärung über Verhütung und Abtreibung bringt also die Idee zur Abtreibung mit sich.