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Mittwoch, 29. Oktober 2008

9.7 Millionen Menschen. Österreicher?

Jüngste Meldungen über die neuesten Prognosen in der Bevölkerungsentwicklung sagen für das Österreich des Jahres 2050 9,7 Millionen Einwohner voraus. Dies Wachstum vollzöge sich in erster Linie durch die Zuwanderung. Wien und Niederösterreich (das 2050 an der zwei Millionen-Grenze kratzen wird) seien die am stärksten wachsenden Länder.

Sieht man von Tirol und Vorarlberg ab, haben alle österreichischen Bundesländer mehr oder weniger starke Geburtenminderzahlen. Die Überalterung läßt sich längst auf den Zehntelprozentpunkt vorhersagen.

Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger als daß der derzeitige Anteil von 10 Prozent an Migranten (Menschen, die nicht in diesem Land geboren wurden, aber hier wohnen) und Zuzüglingen dramatisch wachsen und gegen 30 Prozent steigen wird. Die Auswirkungen auf demokratische Entscheidungsprozesse versprechen Spannung, zumal die Frage virulent werden wird, wer schließlich wen integriert. Wie auch die Auswirkungen auf unseren Wohlstand, denn zumindest eine Generation lang kosten Zuwanderer einem Staat mehr Geld als sie bringen.

Wenn es 2050 noch einen Staat Österreich - was nämlich ist überhaupt dann noch ein "Österreicher"? - gibt, ist in jedem Fall davon auszugehen, daß dieser Staat zu einer boden- und wurzellosen, umso mehr in positivistischer (willentlich zu setzender) Moral und Gesinnung verankerten Idee wird, wie es Preußen war, das sogar dann zu Deutschland wurde: in einer Form von Nationalismus also.




*291008*