Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
Dieses Blog durchsuchen
Samstag, 3. Oktober 2026
Um die Menschen zu retten ... (2)
Freitag, 2. Oktober 2026
Um die Menschen zu retten ... (1)
... die er so unendlich liebt, wie die Schrift sagt, wie aber auch alle jene Christen sagen, die Gott wirklich gesucht haben, und das heißt: mit jedem Atemzug und ohne auf das eigene Blut zu achten, zwängt er sich durch jeden Türspalt. Und sei er noch so schmal.
So mußte ich den laufenden Spionagekrimi unterbrechen, mit dem ich die nächste schlaflose Nacht füllte, zu müde zum Arbeiten, zu wach um zu schlafen, in dem es um eine islamistische Gruppe ging, die von Geheimdiensten instrumentalisiert wurde, um einen nächsten Terroranschlag auszuführen.
Der nur ein Ziel hatte (und es hörte sich an wie eine Vorlage für den Covidwahnsinn, dabei stammt der Film aus 2017) - nämlich so viel Angst zu säen, daß die totale Überwachung und Kontrolle der Völker wie eine Befreiung aus großer Not wirken sollte, sodaß sie dann von den Menschen wie den Politikern bereitwilligst eingerichtet werde.
Aber natürlich handelt es sich nur um die nächste Schwurbelei auf dem Weg zum Erstickungstod der Erkenntnis in der nächsten Verschwörungstheorie.
Donnerstag, 1. Oktober 2026
Wir sind eine Recyclinganlage von angeeigneten Fremdteilen
Über das wahre Ausmaß des Unsinns, den unsere Weltanschauungen und -haltungen enthalten, kann man nur spekulieren. Aber ich vermute, es ist nicht nur gigantisch und übersteigt alles "Gewußte, das auch stimmt", sondern macht unsere geistig-seelischen Landschaften zu ungeorneten, chaotischen Wüsten.
Nicht als Ausnahme, sondern als Regel und Normalzustand, in den auch "sehr geistige Naturen" in dem Moment stürzen, wo ihre geistige Höhe durch einen permanent andauernden Strom der Anstrengung (und das nennt man dann TUGEND) gehalten werden. Sodaß unsere geistige Landschaft wirklich eine permanent (UND DAS IST DANN ÜBERHAUPT ERST DAS, WAS WIR EXISTIEREN NENNEN) bestehende geistige Gartenlandschaft ähnelt, in der sich alles in allem (UND DURCH DENANSCHLUSZ AN DIE KRAFT GOTTES, DEN HEILIGEN GEIST) in einer ARt "Harmonie" befindet und nicht in permanenter Gefahr schwebt, wieder ins Chaos abzustürzen, wenn der Mensch der Welt begegnet, indem er sich auf sie einläßt.
UND NICHT STÄNDIG VON IHR ABSCHLIESZT, WEIL ER UNFÄHIG IST, dieses Bewegtwerden von der Welt (Sinne sind ihrem Wesen nach LEIDEND, also nie abschließbar) zu verarbeiten, zu erkennen, ohne andauernd so überwältigt zu werden, daß er nie zu geistiger Abstraktion kommt, also nie Wesensbilder schauen, eine Art letzten, nicht mehr hintergehbaren Teil - das ICH - erfahren kann. (Und da beginnt dann nach dem Tode das, was wir als "Schauen Gottes" bezeichnen.)
Mittwoch, 30. September 2026
Gedankensplitter (2)
Nunmehr wagen wir also den Schritt, die eigentliche Aussage dieser Propeudeutika, die die bisherigen Worte waren, zu formulieren. (Teil 2)
Und darin sagen wir, daß die Verwendung fossiler Energie ein Grundgebot Gottes war (so wie Natur zugleich und immer auch Gebot und Gesetz heißt), das einem Leben im gebotenen Gehorsam (den Gott der Schöpfung von Anfang an bis ins winzigste Detail beigab, sonst "funktioniert" sie nämlich nicht) innewohnt.
Die Schöpfung BRAUCHT sogar DIE VERWENDUNG FOSSILER ENERGIE, braucht die Verbrennungsprozesse! Weil erst dann die grandiose Geschlossenheit ihrer Entwicklungsvorgänge zur Darstellung kommt!
Und das heißt wiederum, daß
NUR durch Verbrennungsprozesse der Kohlenstoff, aus dem in gewisser Hinsicht ALLE DINGE BESTEHEN, in Zustände kommt, in denen er allen Dingen - in allen Stufen und auf die ihnen je gemäße Weise - zur Verfügung steht.
Machen wir es ganz einfach und auf das reduziert, auf das auch die Moralzerknitterten den Kohlenstoff reduzieren: NUR WEIL wir Kohle verheizen,
NUR weil wir mit Benzin und Diesel Motoren betreiben,
NUR weil wir Gas (das im Laufe der "Öl-Werdung" in der Erdrinde als Begleitprodukt auf einer bestimmten Stufe freigesetzt wird, und zwar von eben diesen Ding-Werdungs-Prozessen, die ab einem gewisen Punkt sagen lassen: "Öl", und das Entfleuchende, im Grunde für andere Materialisierungsprozesse, vom Ort und damit von jeder Bestimmung befreit, wieder zur Verfügung gestellt wird, nennen wir dann "Gas") für verschiedenste Materialisierungen verwenden und darin auch zu verbrennen gelernt haben,
Dienstag, 29. September 2026
Gedankensplitter (1)
Die verantwortungslose, in ihrem Umfang der Selbstischheit dämonische Weltpolitik Trumps (in einem Atemzug mit Israel genannt), hat mit dem Hauptenergieträger der Weltwirtschaft, fossile Treibstoffe (Öl, Gas, Kohle) spekuliert. Sie hat das wie bei solchen Spekulationen üblich mit dem Bedürfen getan, das es bösartig ausgenützt hat, um eigene Vorteile (Preise) zu generieren.
Man kann das nur genau so WUCHER nennen, wie man es früher immer getan und verboten, d. h. als ins Meer der Todsünde gebettet gesehen hat.
Und NUR INSOFERN ist das, was wir KAPITALISMUS nennen, zu untersagen, zu bekämpfen, anzuklagen. Als wir damit Vorgänge menschlicher Bösartigkeit und Sittenlosigkeit meinen, die das Ausnützen der Schwäche - und Bedürftigkeit, Bedarf IST Schwäche - um unbotmäßige eigene Vorteile zu erzielen, als Zustand sehen, der auch durch obrigkeitliches Eingreifen unterbunden werden MUSZ. Weil er die Kultur schädigt.
Wucher spekuliert mit dem Bedürfen des anderen, und ist damit ein ekltanter Verstoß gegen die Liebe, also eine schwere Sünde vor Gott. Das Gebot der Liebe würde ja vorschreiben, GERADE DEM AM MEISTEN BEDÜRFENDEN AM MEISTEN ENTGEGENZUKOMMEN.
Montag, 28. September 2026
Noch einmal - Inflationsgründe. Zum Mitschreiben
Also ... da haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten amerikanische Banken bei japanischen Banken Kredite zum dortigen Null-Prozent-Tarif* geliehen. Vom Umfang her waren das angeblich 7,5 bis 8 oder mehr BILLIONEN (!) Dollar.
DIESES GELD haben sie dann in Amerika bzw. im Westen zu dre, vier oder fünd Prozent, je nachdem, an Kunden (darunter sicher auch Banken, noch sicherer aber STAATSANLEIHEN, also Geld zur Finanzierung von Staaten) weiterverliehen.
Und dabei natürlich einen riesigen Gewinn eingestreift. Wir sprechen hier von HUNDERTEN MILLIARDEN DOLLAR.
Diese Gewinne sind natürlich NUR EINS: STEUERGELDER. Gelder von Bürgern, die diese von ihren Einkommen an den Staat abgeführt haben.
Schlimmstenfalls hat man dann eben die Steuern erhöht. Gelernte Politiker wissen ja: ALLES GEHT. Man muß sich nur trauen.
Sonntag, 27. September 2026
Warum man in der Welt ist
Seltsam, und nach teils so vielen Jahren fällt mir auf, daß ich von manchen meiner Wohnorte kaum etwas wußte und weiß. Daß ich aber von manchen schon lange begonnen habe, Lokalgeschichte zu erforschen. Und jetzt erst fällt mir auf, daß ich schon die nächsten Orte kennenlernen möchte, die ich mal länger mal kürzer bewohnt habe, und nie in einem Maß zur Kenntnis nahm, die meinem Bedürfnis, diese Orte zu lieben, entspricht.
Immer geht es um Heimat. In allem, was der Mensch macht und tut, baut er einer Matroschka, oder einem ägyptischen Sakopharg ähnlich, eine Welt um sich. Es muß etwas mit dem Sinn des Menschseins zu tun haben, ja mit dem Sinn aller Lebewesen, sich eine vollkommene, geschlossene Welt zu bauen, DIE IMMER BEI IHM BLEIBT. Die er immer bewohnen kann, und nie mehr verläßt.
Und worin wohl auch das Recht auf Eigentum, das ein Recht auf eine letzthinnige Identität ist - als Heimat, und sei sie noch so beschränkt - seinen nicht veräußerbaren Sinn hat: Eine geschlossene Welt, in der sich der Mensch lückenlos wiederfindet. Sieht man es nicht darin, daß man erst dann von einem psychisch gesunden Menschen sprechen kann, daß sich gleich welche menschliche Ordnung NUR dann bauen läßt, wenn sich die Menschen eine solche unverletzbar gestellte Welt bauen können?
Samstag, 26. September 2026
Das Land hat keine Gegenwart mehr, und damit keine Zukunft
Am 16. September d. J., also vor ein paar Tagen, hielt die ehemalige Pressesprecherin von Vladimir Zelensky eine Videoansprache vor einer Versammlung von Abgeordneten des Europäischen Parlaments in Straßburg.
Werter Leser, höre Sie genau zu. (Englisch, ja, aber es ist ein sehr einfaches und gut artikuliertes Englisch, das Mendel spricht.) Aber ich habe selten eine so konzise, realistisch-vernünftige Zusammenfassung der Situation in der Ukraine im fünften (!) Jahr des Krieges mit Rußland gehört.
Untermauert durch eine ganze Reihe von Zahlen, die das ganze Ausmaß des Wahnsinns vielleicht am deutlichsten veranschaulicht. Geht es da irgend jemandem um die Ukraine? Oder geht es nicht allen nur um die Zerstörung Rußlands, fragt Mendel an einer Stelle?
Bemerkt irgend jemand, daß die Ukraine sich förmlich auflöst, daß das Land mit jedem Monat, mit jedem Jahr mehr, das der Krieg anhält, jede, wirklich jede Zukunft verspielt? Weiß der Medienkonsument des Westens denn überhaupt, daß die Ukraine jährlich eine halbe Million Menschen und mehr an Bevölkerung verliert? Wie lange wird es noch dauern, bis das Land sich förmlich in Luft aufgelöst hat?
Die einzigen, die profitieren, sind die korrupten Zirkel rund um den autokratisch regierenden Präsidenten, und westliche Figuren.
Freitag, 25. September 2026
Über die Intuition (1)
Die Stärke von INTUITION ist keine prinzipielle Frage. JEDER sie, und zwar im Rahmen der ontologischen Ordnung, also des wahrhaftigen Seinsgefüges im Ideengefüge Gottes, wie es geschaffen ist. Die Frage der Stärke - bewußt oder unbewußt, also bemerkt oder nicht bemerkt - ist also keine "esoterische" Frage, sondern eine Frage der Sittlichkeit. Diese gibt auch ihre Färbung. Aber nicht "weiß und schwarz", wie man es über Magie sagt, im Grunde gibt es diese Bipolarität allerhöchstens als grundsätzliche Ausrichtung hin zu Wohlwollen (Liebe, also Seinsbejahung) oder Ablehnung (Haß, also Zerstörungsabsicht).
In diesem Rahmen ist somit die gesamte Menschheit, ja die gesamte Schöpfung INTUITIV zusammengefügt. Sobald sie sich in einer Bejahung einfindet, startet diese Wirklichkeit, aber wie gesagt: in oft sehr (!) großer Skalierung und Stärke wie Tiefe.
Das hat dann einerseits IMMER mit individueller Prägung zu tun, aber nie mit der Physis, der Materialität, weil (wie Rosmini so schön herausgearbeitet hat) das GEISTIGE nicht materialisiert gedacht oder vorgestellt werden darf. Und Intuition ist eine Kategorie der Geistigkeit, in dem Sinn also eben kein "Sinn" wie das Riechen oder Schmecken.
Donnerstag, 24. September 2026
Ohne den Geist der Wahheit und Schönheit und Güte KANN die Welt nur verderben
Es ist uns Heutigen, die wir in ein extremes Geflecht von Thesen und Ideen so dicht eingeflochten sind, daß wir kaum noch Luft zum Atmen finden, WEIL es an systemisch-organisch lebendigen Hierarchien mangelt, die das Entscheidende allen Denkens liefern (!) könnten: ORDNUNG, daß uns Heutigen also auch gar nicht bewußt wird, in welchem organischen Strom sozialistisch-aufklärerischer Ideologie wir eingebettet sind.
Mittwoch, 23. September 2026
Die Lücken füllen als einzige Leitlinie
Es ist kein Dialog mehr, mit niemandem, insofern auch nicht mit Gott, wie man denken könnte. Vielmehr schreibe ich jatzt, weil es rein und ausschließlich ums Darstellen geht. Ums Fertigstellen oder Herstellen eines Gemäldes (oder Gebäudes), von dem ich weder das Ausmaß noch exaktere architektonische Details kenne. Was ich aber weiß ist, daß hier und da und dort und überhaupt etwas fehlt.
Jeder Satz, jede Aussage ist also das Füllen einer Lücke, um deren Existenz mir bewußt wird. Und die zu füllen ist das, was ich Gott zu tun schulde.
Das ist der Grund, warum ich nach zweieinhalb oder drei Jahren phasenweise recht schwerer Krankheit nun doch wenigstens so weit wieder hergestellt bin, als ich wenigstens wieder diese ein, zwei Stunden Arbeit am Tag leisten kann, ohne einfach so einzuschlafen, und irgendwann aufzuwachen und oft nicht einmal zu wissen, wo ich bin, und wie spät oder welcher Tag es ist. Die Bücher haben so zugenommen, daß sie mir die Fenster verstellen, und ich nicht einmal mehr am Tageslicht etwas Orientierung in der Zeit finden könnte.
Aber ist nicht genau das erreicht, was mir immer Lebensziel war - SITZEN UND SCHREIBEN?
Dienstag, 22. September 2026
Überall Um- und Auswege
Selbst die bemühtesten "Liberalen", die im Namen der Freiheit eine neue Kultur der Offenheit und des Realitätssinnes einfordern, zeichnen sich durch grandiose Vermeidungsstrategien aus. Sodaß sich die Verschweigungsbilder nur verschoben, aber das Grundthema um nichts verbessert haben. Denn diese angeblich so freie weil "liberale" Gesellschaft - seit langem hat das sogar zu einer Umdeutung geführt, die bemerkenswert ist:
Es geht nicht mehr um Demokratie als Organisationsform unserer Staaten, sondern es geht um "freiheitlich-LIBERALE" Gesellschaften. (Aha. Seit wann?) In deren Erscheinungsbild nun Kriterien eingeschummelt wurden, die expressis verbis in keiner Verfassung vorkommen, die im eigentlichen Sinn auch nirgendwo so zu verstehen sind. "Toleranz" gegenüber diesem und jenem
Und der Umfang der angeblich zu tolerierenden Fakten, die zu ignorieren sind, SOLANGE sie IM NUR PRIVATEN RAHMEN stattfinden, ist beachtlich. Wird aber von einem dramatischen (!) Denk- und Verstehensfehler getragen. Nämlich dem, daß der NUR PRIVATE BEREICH überhaupt nicht nur privat bleiben kann, weil fast alles, was der Mensch "für sich" tut (und sogar was er denkt) durch den Umstand, daß JEDER Mensch in ein hautenges Netz von BEZIEHUNGEN eingewoben ist, GAR NICHT NUR PRIVAT IST.
Montag, 21. September 2026
Alles in einem
Heiligkeit bedeutet letztlich, mit der "wahren Natur" der Schöpfung in eins gekommen zu sein, also vollkommen erkennen. Denn in allem ist Gottes Wort enthalten, und in allem sohin die eine einzige Wahrheit als Schatten erkennbar. Jeder Irrtum ist somit auch ein Abweichen von der Anähnlichung mit Gott (und das bedeutet Heiligkeit: nicht Göttlichkeit, aber größtmögliche Ähnlichkeit mit ihm.)
Das heißt aber nicht, daß dem Heiligen ALLES offensteht, und er ALLES in der Schöpfung (in Gott bzw. aus ihm heraus) gleichermaßen erkennbar ist, oder erkannt wird. Sondern Heiligkeit ist an den Ort gebunden, in den hinein ein Mensch geboren wurde, und worin sich sein Lebensauftrag (an und in dem er heilig werden soll) birgt und offenbart. Aber weil Gott in allem ist, ist er es in der Tiefe, aber nicht unbedingt in der Breite.
Ja, gerade in der Bescheidung kann ein Auftrag der Heiligkeit liegen. Ja, auf eine Weise liegt er genau darin.
Sonntag, 20. September 2026
Das Land ist der Bezugspunkt
Wir haben an dieser Stelle bereits davon berichtet, worin der größte Unterschied der österreichischen Länder (denn das ist Österreich, ein "Reich", also eine Zusammensprechung von Ländern, und damit Völkern) zu den Völkern des heutigen Deutschland besteht. Österreich war durch das Land gegründet, das dann besiedelt wurde. Und so sind auch seine Gesetze zuallererst an das Land gebunden, von dort ausgehend. Den letzten Rest an Volksgebundenheit hat die (völlig fälschlich) hochgelobte Kaiserin Maria Theresie durch ihre Rechtsreformen ausgelöscht. Die über die gesasmte Habsburger-Monarchie ein einziges Gesetz legte, und alle die vielen, immerhin noch bestehenden Regionalgesetze, die noch die ureigenste Struktur der Bindung an Personen, an Landherren, an "Feudalherren"
Übrigens vielfach protestantisch und im geduldeten, quasi heimlich geduldeten Gegensatz zu den katholischen Oberherren) eine ganz eigene Ursachenverkettung, die in Österreichs Ländern etwas behielt, was in den vielen protestantischen Ländern Deutschlands viel früher ausgelöscht worden war.
Erst das Land - dann die Bewohner. Und es waren zuerst die Strukturen der Klostergemeinschaften, die die Grundlage für die Kultivierung bildeten. Die Bewohner waren gewissermaßen zweitrangig, austauschbar. Österreichs Länder waren in ihrer Hauptmasse Durchgangsländer für Völker gewesen, ehe das deutsche Königtum daraus geographisch Strukturen, Ordnungen herausschnitt. In die dann - lustigerweise - dieses Königtum herüberwanderte! 500 Jahre, bis zur völligen Neuordnung, war es dann diese "Aftergründung", das Habsburgerreich, das die Macht und die Kraft und die Idee für das Gesamtreich der deutschen Völker hatte, ja überhaupt so etwas wie Deutschland darüberlegte. Wurde Wien, das so am Rande des Reiches lag, zum Hauptort, dem es tatsächlich gelang, den Großteil der umfaßten Völker kulturell zu prägen und durch ein Gewand zusammenzuhalten.
Diese Tatsache läßt sich nun aus einem anderen Umstand belegen. Nämlich aus dem der NAMEN, der Bestimmungsnamen, die man heute Nach- oder Familiennamen nennt. Und die im Grunde nur spezifizierten, WELCHE eigentlichen Namen (also Personen) gemeint waren. Denn Namen im eigentlichen Sinn waren natürlich nur die VORNAMEN. Und sie sind es überall dort, wo wirkliche menschliche Kultur geschaffen wird. Die Nachnamen waren stets nebensächlich, und niemand hätte daraus eine Person spezifizieren können.
In einem Volk - unter Menschen - wurden (und werden noch immer weitestenteils) Menschen (die immer Personen sind) also an den NAMEN wie an Trageschlaufen umfaßt wie gemeint, und die Zugehörigkeit zu Häusern (was man heute meist Familien nennt) war die Zugehörigkeit zu den Vätern. Also waren die Nachkommen Söhne und Töchter, -son und -dottir/-in, -itsch und -ova, vereinfacht natürlich auch nur die -s oder -n, oder -er und -in, -ne oder -on.
Aber in Österreich sind die häufigsten Namen (und weit mehr als in Deutschland) eben ORTSNAMEN, also an einen Ort gebundene Personen. Die auch viel über die geographischen Gegebenheiten erzählen, die Siedlungsbedingungen. Steiner, Gruber, Ecker, Ebner, Wieser, Holzer, Brandstätter, Eichinger (und -ing ist für den bayrischen Kulturraum ohnehin so überaus typisch), Stadler, Schweiger, Bruckner etc. - also nicht einmal Berufsbezeichnungen, wie in Deutschland! - sind (mit allen Spielformen), oder gar Rechtsbezeichnungen wie Lechner (von "Lehensnehmer" oder "Leihe"), Meierhofer ("Maier" als "der Obere", "Major") oder Reiter (von "roden", nicht von "reiten"), oder Huber (von "huob", auch ein Rechtsbegriff, als "ganz", das heißt "voll abgabenpflichtig"), und schon gar natürlich Hofer. Denn inmitten einer Urwaldlandschaft, der der Ernährungsboden so hart abgerungen werden mußte, war ein Hof ein äußerst wichtiger Ort, ja überhaupt ein Ort. Das sind die häufigsten Nachnamen in Österreich.
Geworden, muß man ja sagen. Denn Nachnamen, die Aussagekraft hatten, wurden erst im späten Mittelalter eingeführt.
Und sie dominieren Österreich noch immer. Noch. Denn was mit den Zuwanderern kommt sind eben genau das, was ein "organisches" Volk kennzeichnet - personenbezogene Namen. Aber das ist ein anderes Kapitel. Wenn auch keineswegs ein neues. Nicht in Österreich. Wo die Verbindung zum Land die erste Gemeinsame war, die die hier ansässigen Menschen als Band der Einigung hatten. Wo kaum ein Ort "wuchs".
Dieses kleine und interessante Video zeigt genau das. Und darum empfehle ich es an dieser Stelle. Es soll uns an uns selbst erinnern.
Samstag, 19. September 2026
Viel zu viele Antworten, viel zu wenige Fragen
Oh wenn die Menschen wüßten, wie leicht durchschaubar sie sind. Sie würden sich nur noch verbergen, sich in die Büsche schlagen. Wie Kain. Wie Adam und Eva nach dem Sündenfall.
Und daran ist auch erkennbar, zu welcher Art der Existenz sie gerufen sind! Daran, wie sie auf den Anruf Gottes reagieren.
Jeder Mensch hört nur das, was seinem Sein - und das ist das allem und jedem VORAUSGEHENDE URBILD, das es vor allem zu erkennen gilt, das einem in gesunden Kulturen von (elterlichen) Autoritäten DURCH PRÄGUNG, DURCH GEWÖHNUNG vorgegeben wird, DAMIT MAN ES ERKENNT (weil man een nur erkennt, was man ist, usw.) - entspricht.
Vielleicht kann man wirklich sagen, daß Leben schlicht und ergreifend EINE LIEBGEWORDENE GEWOHNHEIT ist. Umso mehr als man doch aus Erfahrung, aus Anschauung sagen muß, daß die Natur eines Menschen aus seinen Gewohnheiten geformt und nachgebildet wird. Ist nicht Welt und Leben Ausbildung von Strukturen - und das war es dann auch schon!?
Umso mehr als man aus ebensolcher Erfahrung ganz sicher auch sagen kann, daß FALSCHE Gewöhnungen der sicherste Weg zum raschen und frühzeitigen TOD, zur tragischesten Selbstverfehlung sind?
Was sind aber Gewohnheiten mehr als GEHORSAM gegenüber Strukturen, die einen umgeben, die man sieht (s. o., siehe die Bemerkungen zum Zusammenhang von sehen und erkennen, usw. usf.) oder sehen muß?
Wenn man das einmal begriffen hat wird auch der Zustand der gegenwärtigen Gesellschaft (Kultur) begreifbar. Der vor allem der ungesättigten Anforderungen des eigenen Seins geschuldet ist. Wenn die Strukturen einer Gesellschaft unsicher werden und sind, reduziert sich alles, woran Identität und Anruf erkennbar wird, auf die ANTWORTEN.
Freitag, 18. September 2026
Die Grundgrammatik jeder Existenz
Die immer stärkere Betonung religiöser Fragestellungen an dieser Stelle ist nicht, wie mancher Leser meinte, subjektive Wahl und eigentlich Rückzug. Wie zu vermuten stünde: aus Resignation, an sich ja eine Feststellung für sich, und nicht unwahr, aber aus Gründen, die in den heutigen Aussagen enthalten sind.
Vielmehr ist es ein Resultat der Empirie, insofern sogar wissenschaftlich, der Beobachtung, und Zusammenfluß aller Erfahrungen in dieser Welt, und der aus der bewegten Lebenslinie gewonnenen Menschenkenntnis. Die oft genug einem Prinzip gefolgt ist, das für viele Mitmenschen nicht nachvollziehbar war und ist. Die daraus sogar meinen, mir gewissen "Seltsamkeit" zuschreiben zu müssen. Dabei halte ich mich keineswegs dafür. Aber es hat mich mein ganzes Leben oft kaum das Ergebnis, der "Erfolg" interessiert, als die Erkenntnis, die sich wie in einem wissenschaftlichen Experiment durch Veränderung der Untersuchungssituation steigern lassen.
Dienstag, 15. September 2026
Alles ist Gnade. - Leistung ist immer Ausweis einer funktionierenden Struktur
Besonders deutlich wird die Geschenkhaftigkeit (Gnade) der Existenz im Beruf des Schauspielers. Denn er lebt von einer Wirkung, die in seinem bloßen Existieren gründet.
Der fatale Irrtum entstand mit dem Hochmittelalter, an dessen Spitze sich alles (also nicht nur im Schauspiel, aber in den Künsten am deutlichsten) auf ein "Können", auf individuelle Technik umgelegt hat.
Beim Schauspiel läßt sich aber nur "füllen", was in jedem ganz normalen Leben vorhanden ist. Deshalb glauben auch so viele (schon gar heute), daß sie zum Schauspiel "befähigt" (talentiert usw.) sind. Der Schauspieler (meinte schon Max Reinhard) braucht also jene Fähigkeiten, die in einer Zeit, einer Kultur "normal" und gebräuchlich sind. Er muß also ein guter Bauarbeiter, Verkäufer, Landarbeiter, Kaufmann, Politiker sein, um es dann auf einer Bühne "sein" zu können.
Montag, 14. September 2026
Man lebt, weil man eine Idee Gottes erfüllen soll
Vorgedachtes (und zu denkendes) Maß der Lebenslänge ist sohin die Frage, ob aus eines Idee noch zu erfüllende Dinge bestehen. Daran muß man sich selbst bemessen. Doch tut es nicht unbedingt die Welt, die aus der Erbsünde (Ursünde) defekt ist und defekt an einem handelt.
Das ZU ERFÜLLENDE, das was noch zu tun bleibt, ist somit das, was den Tag von Sonnenaufgang an füllt. Bis ein Leben in der Vollendung (Heiligkeit) steht. Außerhalb der Zeit. Lediglich noch in der Welt, beibt die Zahl der Tage, die man auf Erden hat daran zu erkennen, ob ein Wille Gottes, eine von Gott gewollte Tat (bzw. Ding, das von der Person getrennt in der Welt auf alles wirkt, mit dem Beziehung besteht) erfüllt ist, oder (noch) nicht.
Sonntag, 13. September 2026
Zeugt sich das Tun aus dem Tun
Alles Schreiben ist - so wie jedes Tun, Arbeiten, Wirken - das Ausfüllen einer Lücke in diesem unendlichen Netz der Schöpfung. Wo eines das andere im ACTU in die Existenz (im Sein) hält. Nur also im Aktiven, wo alles durchblutet wird, vom Herzschlag jener Gnade getrieben, in der alles Seiende als Sein in der Welt in Gott selbst (dem Sein) gründet und west.
Also ist alles nicht nur eine Frage der Hingabe, dem Tor der Welt zum Sein hin, dem Sterben alsohin, sondern ist Welt eben eine Frucht des Sterbens.
Weil also diese Hingabe, die ein Gehorsam ist, der jeden Winkel eines Existenz ausfüllen muß, das Tor ist, über das die seinsschaffende Gnade die Welt betritt (in der Fleischwerdung zur Welt wird - das Sein selbst ALS Trinität!) zeugt sich das Tun (im ACTU, im Tätigsein) über sich selbst. Bringt den Sinn selbst in die Welt, der damit die innere Grammatik der Dinge (der Welt) ist.