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Montag, 7. Mai 2018

Niemals vergessen

Wenn im alten China - aber auch von sehr vielen anderen Völkern ist das oder sinngemäß das Gleiche bekannt, auch von den Germanenvölkern, auch von den deutschen Fürsten - das Volk unter Hunger und Mißgeschicken litt, wurde der Kaiser geopfert. Der machte auch gar nicht viel Aufhebens darum, sondern ging selbst auf die Schlachtbank. Dahinter steht der Begriff der "Stellvertretung", ohne den auch die Erlösertat Jesu Christi nicht verständlich wäre: Einer steht für alle. Und als König steht er für alle seine Untertanen. Aber auch in den zahllosen unteren gesellschaftlichen Verwobenheiten findet sich im Sinn Gleiches. 

Der Leiter für das Ganze und die Untergebenen, der Vater für das Haus (als eigentlichere, umfassendere Form der "Familie"), der Mann für die Ehe, der Ältere für die Jüngeren, der Graf für sein Land und seine Bewohner, die Beispiele sind wahrlich unendlich. Denn die Welt ist in ihrem Wesen nicht einfach nur ein hierarchisches Geflecht, sondern sie ist vor allem und in allem ein unendlich fein gesponnenes Geflecht aus Organismen, die allesamt und untereinander, je nach Zugehörigkeiten, "pars pro toto" fungieren. Dasselbe gilt für alle Teile eines jeweiligen Ganzen, also auch für Teile eines Staates, einer Landschaftseinheit, einer Gemeinde, und es gilt auch für Teile einer Generation und damit für Generationsfolgen. 

Wo immer jemand "zu" etwas gehört, und das tut er in hohem Maße schon durch Geburt. Nur verhältnismäßig wenig gibt es nämlich, das im späteren Leben noch als zusätzlich und willkürlich gewählt dazukommt. Das betrifft sogar solche scheinbar belanglosen Dinge wie eine "Nationalmannschaft" - auch hier steht eine Elf für ein Volk. Und das Zittern der Zuschauer ist keineswegs perverses Vergnügen dekadenter Konsummisten, sondern im heutigen Konsumismus noch ein Gruß aus dem "Land des Echten", des Ewigen, das ist das Schönste am Fußball.

Denn das Wesen der Dinge ist zuerst und in allem und vor allem definiert durch Beziehungen. Ja, man kann, nimmt man die Gedanken von John Zubiri auf, und der VdZ ist ihnen sofort beigetreten, denn sie waren auch die seinen, das Wesen aller Dinge insofern als "Ort" bezeichnen und sehen, als das Wesen aller Dinge in ihren Beziehungen gegründet ist, diese Beziehungen sogar ihr Wesen SIND. Sodaß es absurd ist, sich von Beziehungen "freisprechen" zu wollen. Und das betrifft auch Beziehungen der Schuld.

Das erneut anzuspielen scheint dem VdZ notwendig, nachdem er sich zuletzt an dieser Stelle so viel mit der Tatsache befaßte, daß es dennoch nur Schuld im Einzelnen gäbe. Und zwar als direkte Sünde, als direkte Abwendung von Gott und damit vom Wesen der Dinge. Denn jede Sünde ist ein Verstoß gegen die Natur - also gegen das, wozu ein Ding in die Welt kam.

Denn wenn etwas heute auffällt so ist es das Streben der jüngeren Generationen, sich aus diesen Zusammenhängen mit einem Ganzen herauszulösen. Zu behaupten, daß ihr Leben nicht in einer Schicksalsgemeinschaft mit der Geschichte ihrer Herkunft zu tun hätte, sondern quasi von Null beginnen könnte. Deshalb gibt es überall heute so viele Schuldige! Und niemand scheint ... selbst schuldig zu sein. Aber das kommt absolut und völlig einem Leugnen des eigenen Gutes gleich! Denn auch das haben sie von ihrem Herkommen erhalten. Nichts also, das sie sich selbst verdankten! Nicht im Guten- aber auch nicht in dem, wo sie in Schuld der Vorfahren und aller ihrer Schichten und Gruppen und Wesensgeflechte, denen sie zugehören, MIT verstrickt sind. Quasi "von selbst". 

Nur - darin liegt eben gar kein Problem. Das löste sich zum einen auch sofort, wenn man davon ausgehen könnte, daß jeder sich seines eigenen Fehlens - sieben mal siebzig Mal am Tage! - bewußt würde und wäre. Bewußt wäre, wie leicht er selbst fehlt. Zum anderen aber gilt es zu unterscheiden zwischen individueller Sünde - das Fehlen, das Sündigen ist immer individuell verursacht, denn der Mensch ist prinzipiell frei geboren, und diese Freiheit erlischt nicht einfach, selbst wenn man sie "abgibt", und niemandem kann und darf sie abgesprochen werden! - und den Folgen der Sünde, also den Folgen der Schuld. Gibt es also immer nur individuelle "Schuld" als Folge eines Vergehens (und jedes Vergehen ist individuell), so gibt es sehr wohl (sic!) die Mitbetroffenheit jedes, wirklich jedes Kollektivs von eben dieser individuellen Schuld. 

Wo deshalb einer sündigt, sündigt auch das Kollektiv mit ihm, und hat unter den Folgen der Tat des Einzelnen mit zu leiden. (Was natürlich auch für das Gute gilt.) Lustigerweise bedienen sich gerade atheistische Staaten am liebsten dieser Wirklichkeiten - kaum wo wurden und werden Einzelleistungen so sehr als Leistungen und Eigenschaften des Kollektivs dargestellt wie in totalitären Staaten.

Und dennoch ändert das nichts daran, daß es ... wahr ist. Im Gegenteil. Wo die Idee eine Lüge ist, braucht ein System umso mehr substantielle Wirklichkeitsstrukturen.

Das heißt wiederum, daß wir sehr wohl - als Deutsche - an den Taten unserer Väter mit zu sühnen und zu leiden haben! Genau so, wie wir darüber stolz sein dürfen und müssen, ja, müssen! Denn in ihnen sehen wir auch unsere Möglichkeiten, unser Wesen, denn sie standen am selben Ort wie wir. Das heißt nicht, daß wir individuell "gleichermaßen schuldig" sind, das gewiß nicht. Es heißt aber, daß wir mit allfälliger Schuld unserer Vorvorderen als Tatsache umgehen müssen. Sie gehört zu unserer Gegenwart, das ist außerhalb jeder Frage. 

Und jede, wirklich jede Epoche, ja jeder Moment der Geschichte kann man nur in diesen Zusammenhängen verstehen. Keine Generation steht in einem Geschehen, das mit ihr nichts zu tun hat! Weil sie "keine Schuld" daran hätte. Individuell - vielleicht. Als Person aber - immer: ja.

Wenn also so manche sich deshalb "exkulpieren" wollen, indem sie diesen Wesens- weil Seinszusammenhang bestreiten und verleugnen, so tun sie etwas, das genau so furchtbar ist wie das, was ihnen ihre Gegner oder Feinde vorexerzieren: Sie lösen BEIDE die Gemeinschaftszusammenhänge auf. Solche Gesellschaften, in denen diese Generationenzusammenhänge etcetera geleugnet werden, atomisieren sich, ohne jeden Verzug. Dann gar noch von Volk zu sprechen, dessen Ehre in der Gegenwart zu retten sei, ist an der Grenze zur Lächerlichkeit.

Ja, wir - Du, geneigter Leser, und der VdZ - haben keine individuelle Schuld an so manchem. Wir haben auch so manche Großtat der Vergangenheit nicht selbst vollbracht, das gilt genau so. Dennoch stehen wir im Schatten dieser Taten unserer Vorvorderen. Und dürfen - im einen Fall - wie müssen - im anderen Fall - mit den Folgen dieser Taten, mit den Schatten und Lichtblitzen auf unseren kollektiven Zugehörigkeiten, leben. Heute. In der Gegenwart. Und deshalb, so wie der Sohn die Schulden des Vaters zahlt, während er gleichermaßen ja das positive Erbe zu seinem Nutzen zur Verfügung hat, sind wir immer in einem direkten Zusammenhang mit unserer Vergangenheit zu sehen. Und so, wie wir im Einzelfall an dieser oder jener Tat nicht teilgenommen haben, so tragen wir mit an der Schuld anderer, die - wie bei den 68ern vielfach geschehen - direkt böse Taten vollbracht haben, im Wahn, sie würden ein neues Menschsein erschaffen, fern von allen Generationenzusammenhängen. 

WIR, Sie, geneigter Leser, und ICH, der VdZ, leiden an allem, was unsere Altersgenossen getan haben. WIR müssen auch deren Suppe auslöffeln, daran führt kein Weg vorbei. Unsere Sühne ist deshalb auch die Sühne unserer Generation. Und die der Vorfahren. Und deren Vorfahren. Bis zum Anfang der Zeiten steht deshalb der Mensch in einer Folge der Menschheit.

Diese Zusammenhänge aber zerreißen zu wollen, hat eine ganz andere Herkunft. Es hängt damit zusammen, daß wir nicht mehr wissen, und nicht mehr zu gebrauchen wissen, daß es ein einziges vor Gott (dem Sein selbst) legitimes Entschuldungsverfahren gibt - das ist das der Beichte! Und das sind die Instrumente des Ablasses, der uns von Schuldenstrafen befreit. Ohne daß uns eines dieser beiden Instrumente von den FOLGEN der Sünde befreien könnte. Wer getötet hat, hat nun keinen Nachbarn mehr, ob ihm nun seine Schuld samt der Strafe erlassen wurde oder nicht. Die Beichte produziert kein Utopia.

Nur eines kann und soll uns hier noch trösten: Daß Gott auch auf krummen Zeilen gerade schreibt. Daß wir in der Hand Gottes einer Vorsehung ausgeliefert sind, die auch aus schlechtesten Voraussetzungen (unserer Ansicht nach) noch ein Gut drechseln kann. Und - das auch tut!

DAS dürfen wir niemals vergessen. Genau so wie wir um Gottes Willen nicht vergessen dürfen, wie viel Gutes wir von eben diesen selben erhalten, übernommen, ungeschuldet geschenkt bekommen haben. 

Wenn wir aber - immer und ständig! - zu einem aufgerufen sind, dann ist es die Sühne. Und zwar die STELLVERTRETENDE SÜHNE. Denn in ihr heilen und sanieren wir alle jene Gemeinschaften, alle jenen unzähligen Gemeinschaften und Generationszusammenhänge, in denen wir stehen. Und zu diesem Dienst sind wir alle nicht nur gerufen, sondern sogar verpflichtet. In welchem wir diese Gemeinschaften (so vielfältiger Art!), in denen wir stehen, wieder in die Ordnung Gottes hineinheben. Uns wie der König für das Ganze opfern, auf daß es dem Ganzen - und damit wiederum uns! - wohl ergehe.

Denn kein Mensch ist nur für sich stehender Mensch, wenngleich er nur als für sich Stehender verantwortlich handeln kann, also verdienstlich handeln kann. Er ist aber Mensch, weil er immer und zu so vielem in niemals gleichgültiger, unwesentlicher Beziehung steht. Ja ERST DAS macht ihn zum Menschen.





*020518*

Ein klares strategisches Ziel der USA seit 1871

Welche Rolle George Friedman in den USA spielt ist dem VdZ nicht ganz klar. Klar ist, daß seine Denkweise eine nicht wenig verbreitete Meinung zu Rolle und Zukunft der USA in den nächsten hundert Jahren darstellt. Und das Buch ist weltweit verlegt und auch in Deutsch erhältlich.

Aus welchen Gedanken nur ein Gedanke herausgegriffen werden soll, den Friedman auf dieser öffentlich gehaltenen Rede auch darstellt. Und der einer der wichtigsten Schlüssel zum Verständnis der Geschichte des 20. Jahrhunderts, aber auch der Gegenwart ist: Geostrategisch ist es eine große Gefahr für die USA im Rennen um die dominierende Rolle im Weltgeschehen, wenn es passieren sollte, daß sich Deutschland und Rußland wirklich annähern. Denn beide Länder ergänzen sich dermaßen auffällig - hier Ingenieurskraft und Organisationskraft, dort Arbeitskraft und Rohstoffe - daß es eine Machtexplosion geben würde, wenn sich beide Länder eng aneinander binden. Das würde beiden Ländern ein geostrategisches Gewicht geben, das die USA verdrängen würde.

Aber noch etwas sagt Friedman, und das gibt seiner Rede doch einen gewissen Rang an Relevanz: Das Problem entstand 1871, also mit der "Reichsgründung" (die nie eine solche war, die eine Staatsgründung war). Der VdZ hat genau darüber des Langen und Breiten hier gehandelt.









*260418*

Sonntag, 6. Mai 2018

Gerechtigkeit durch Haftung

Dieses neunzehnminütige Gespräch mit dem Ökonomen Hans Werner Sinn ist deshalb so interessant, weil es einige Wirtschaftsfakten sehr knapp und klar darstellt und so zu einem Verständnis dieser Vorgänge (wie auch der Finanzkrise 2008) etwas leisten kann. Es geht hier darum, ob die Finanzkrise von 2008 überhaupt überwunden wurde, oder ob sie nicht - und darauf weist Sinn auch hin - einfach unter den Teppich gekehrt wurde und vor allem: wird. Denn es zeichnen sich von Amerika ausgehend Entwicklungen ab, die dem Turbo-Kapitalismus (Diktion Sinn) noch weiteren Rückenwind geben werden.

Was meint Sinn damit? Er meint einmal die Nullzinspolitik der EZB (Europäische Zentral Bank), die Deutschland im Rahmen des Euroraumes einen Exportboom beschert hat. Denn die deutsche Wirtschaft ist im Ganzen gesehen "zu billig", weil der Euro zu billig ist. Warum? Weil die Südländer diesen Euro im Außenwert drücken. Gleichzeitig ist dieser "Durchschnittskurs" des Euro für eben diese südlichen Länder zu hoch, verteuert also deren Leistungen, und erschwert ihnen somit den Export. Es wird oft übersehen, daß Spanien und Italien heute erst 80 Prozent der Produktionsleistungen von 2007 erreichen, Frankreich knapp 90 Prozent, von anderen Ländern gar nicht zu sprechen. Während die Nordländer mit Rekordexportüberschüssen agieren. Das bedeutet, daß deutsches (nordeuropäisches) Kapital im Ausland bleibt. Während die Nullzinspolitik Deutschland in den letzten Jahren, so Sinn, einen Zinsverlust aus Sparanlagen von über siebenhundert Milliarden Euro eingefahren hat. 

Können sich die Südländer Europas aber nicht mehr länger halten, weil sie einfach die hohe Produktivität Deutschlands nicht erreichen, damit weiter so wenig produzieren weil zu teuer sind, dann wird es auf jeden Fall auf Kosten der deutschen Vermögen gehen. Denn dann wird Deutschland die Forderungen verlieren - und damit die Banken "krachen".

Denn es geht insgesamt um den Bankensektor. Das größte Problem sei, so der Ökonom, daß die Banken in einer Situation stehen, in der sie Gewinne privatisieren, aber Verluste sozialisieren können. Das hat mit der geringen Eigenkapitalausstattung zu tun. Heute kann eine Bank Kredite vergeben, die sie selbst nur zu 3 Prozent (und das ist eine Zielvorstellung, bislang war es noch weniger!) Eigenkapital abgesichert haben. Das fördert automatisch eine Casino-Mentalität. Denn wenn eine Investition (ein Kredit) gut geht, sind die Gewinne enorm.

Als Beispiel: Eine Bank vergibt 100 Kredit, hat selber aber nur 3 Eigenkapital. Geht alles gut, bringen aber diese 100 Gewinne, sagen wir: 4 (Prozent), also 4. Diese Gewinne werden nun an die Eigenkapitalbesitzer ausgeschüttet - und bescheren denen nunmehr horrende Kapitalrenditen! In dem Fall: 133 Prozent! Geht es aber schief, dann meldet die Bank, daß sie systemrelevant ist. Also muß der Staat einspringen, sprich: der Steuerzahler, um die Bank "zu retten", will die Politik eine handfeste Krise verhindern (was auch heißt: einen Verlust von Steuereinnahmen, weil Teile der Wirtschaft zusammenbrechen.) Denn aus eigener Kraft kann die Bank die Verluste nicht tragen, würde sie an ihre übrigen Kreditnehmer (durch Fälligstellungen von Krediten) und Anleger (durch Verlust ihres Vermögens, das in die Bankmasse fällt, weil die Bank diese Forderungen nicht mehr erfüllen kann) weitergeben, und damit auch diese ins Verderben ziehen.*

Das ist das Hauptproblem, sagt Sinn. Den Managern der Banken ist es dabei gar nicht zu verdenken, denn sie handeln ja im Auftrag der Kapitalbesitzer, also des Eigenkapitals. Aber die Verantwortungsschere klafft enorm auseinander. 

Wenn nun Trump seine Ankündigung umsetzt, den Bankensektor wieder mehr zu liberalisieren, könnte der Fall eintreten, daß die europäischen Banken gezwungen sind, sich anzupassen, um den Wettbewerbsnachteil auszugleichen. Dann würde auch die wenige Beschränkung, die wir derzeit in Europa noch haben, aufgeweicht werden oder fallen. Und dem Turbokapitalismus weiter Tür und Tor öffnen, der für Anleger zwar enorme Renditen erwirtschaftet, letztlich aber auf Kosten der Steuerzahler geht.

Man muß also unbedingt den Haftungsaspekt der Banken vergrößern, sagt Sinn, um ähnliche Blasen und Zusammenbrüche wie 2008 möglichst zu verhindern. Derzeit sieht es aber so aus, als wäre das Gegenteil wahrscheinlicher.







*Dennoch ist der VdZ nicht der Meinung, daß es prinzipiell ein Fehler ist, daß man den Banken die Geldschöpfung überläßt. Denn das kann gar nicht anders sein, weil Geld immer mit "Wert" zu tun hat, und der hat mit freien Wirtschaftsverhältnissen zu tun. Hayek war es glaublich, der einmal schreibt, daß der im Wirtschaftsverkehr Tätige ein Vielfaches an relevanten Informationen hat, die ein Staat gar nie kumulieren kann. Wert kann der Staat also nicht generell "festlegen" (außer in bestimmten Bereichen, wo das Gemeinwohl gefährdet ist, etwa um bestimmte Einkommensbezieher wie Rentner, oder generell Schwache, aber wichtige Sektoren zu schützen, etwa durch Zölle oder Mindestpreise). Dem Staat die Geldschöpfung zu überlassen bringt nicht mehr Gerechtigkeit, sondern im Gegenteil - es löst die Gerechtigkeit von ihrem Grund, und wird immer zu neuer und noch größerer Ungerechtigkeit, die noch dazu die Freiheit einkassiert. Weil er über den Versuch, geplant vorzugehen, immer mehr Kontrolle und Beschränkungen einführen muß und vor allem den Faktor "Wert" zerstört und lähmt. Solche Systeme haben noch immer zu Schattengesellschaften/-wirtschaften geführt, zur "Bückware".

Und was herauskommt, wenn man Wert von Verantwortung, Verantwortung von Haftung, und Haftung von Vermögen trennt, sieht man ja - an den heutigen Banken. Der VdZ möchte also ganz sicher nicht, daß irgendwelche Bürokratien Geld und Wert festlegen. Das kann nur schiefgehen und deformiert auch regelmäßig jedes gesellschaftliche Gefüge (denn Wirtschaft ist eine Teilmenge von Moral und damit des Strafrechts; DARAUF sollte man also wieder zurückkommen.) Wir leben halt nicht zur Zeit Friedrich II., der Beamte, die Mist bauten, ins Gefängnis werfen und ihr Vermögen bis ins dritte Familienglied zur Schadensdeckung konfiszieren ließ. Was im übrigen nicht viel half, die Korruption unter ihm blühte genau deswegen.

Man muß aber auf jeden Fall - und der VdZ hat es schon oft hier geschrieben - die Eigenverantwortung der Banken (so wie die aller Beteiligter am Wirtschaftstreiben) ganz deutlich so weit erhöhen, daß diese auch ihre Verluste selbst tragen können. Denn das ist der sicherste Hebel, der die Großkapitalien gegenüber dem Mittelstand unerträglich überlegen macht und sie Kapital und Macht automatisch akkumulieren läßt. Weil es ja gar nicht im Wettbewerb steht, sondern dieser zu seinen Gunsten gewichtet wird. Kraft einer Haftung, die ihm erlassen wird, während ihr der Mittelständler, ja der einfache Bürger über Privathaftung gar nie entkommen kann. Das ist sogar eine der größten Ungerechtigkeiten, die derzeit bei uns bestehen.

So daß das nur heißen kann, daß sich der Staat tatsächlich zurückziehen muß, also Verluste prinzipiell nicht mehr übernimmt, sondern in der Festigung von Haftungserfüllungen seine Macht einsetzt. Wenn es einen Kardinalfehler im Entstehen des Kapitalismus gab und gibt, dann ist es genau das: Der Staat läßt Kapitalismus zu, und finanziert private Verantwortungslosigkeit sogar noch. In der Regel, weil er sich selbst von diesem Kapitalismus qua Schulden finanziert, für die er das Staatsvolk verpfändet.





*200418*

Staat als Formierung der Sendung

Volk ist ohne Raum nicht denkbar. Denn es ist der Raum, der die Aufgaben eines bestimmten Teilraumes im Verhältnis zu anderen Teilräumen (und zur jeweils größeren, umfassenderen Raumeinheit) bestimmt. Volk steht also in Beziehungen, ist insofern (aber nur in dieser Hinsicht!) von Sprache, Herkommen, Geburt unabhängig beziehungsweise ist diese zweitrangig. Ihm gehört an, wer dieser Sendung angehört oder angehören will (soferne der Raum, dem jemand zugehören will, diesen Willen annimmt, seinen Träger "integrieren will".)

Dieses Gebilde nennt man Staat. Somit gibt es, analog zur Aufgabe eines Staates (mit seinem zugehörigen weil diesen Staat darstellenden, als Einheit das "anderem" gegenüberstehenden, somit "sein" wollenden Volk) auch eine natürliche Größe eines Staates, das jenen Raum umfaßt, der von seinen Beziehungsgrenzen umfaßt wird. Es ist deshalb großes Unrecht, diese Beziehungsgrenze zu übertreten, zu ignorieren, zu zerstören, aufzulösen. Denn dieses Staatsvolk-sein ist auch ein Gesolltes, das sich in der Geschichte ausdrückt (ohne daß man umgekehrt sagen könnte, daß die faktische Geschichte dieses Gesollte einfachhin vorgibt; das tut es zwar AUCH, aber nicht alleine: Träger muß das Wesen sein, und das ist wiederum die Beziehung zu den anderen.) 

Dieses Staatsvolk-sein ist es nun, das - weil es die Beziehung aller seiner Glieder zu angrenzenden Räumen manifestiert - auch dem Einzelnen die konkrete Identität gibt, wie von dieser weitergetragen wird. Als Aufgabe, als ein "auf-hin-zu", also als logos, als Sinn. Nimmt man einem Staatsvolk diese Sendung, so bricht man seine Mitglieder. Sie werden identitätskrank (weil identitätslos), und es fehlt ihrem einfachen Dasein der äußere umschließende, das Individuum ganz machende Grenze weil Rahmen, aus dem heraus es in der Welt ist. 

Die Folgen sind zweifach: Entweder fällt der Einzelne ganz (sic!) auf die nächst kleineren Räume zurück - Familie, Gemeinde, engere Landschaft/Region - kennt also keinen größeren, umfassenderen Sinnrahmen mehr, was immer auch gewisse Raumvergessenheit bedeutet, oder er sieht sein privatimeres Sein als ortlos und greift nach höheren, universalistischeren Prinzipien und Legitimitätswurzeln, die ihm Identität geben, weil seine Beziehungen definieren.  

Das ist dann die Stunde der großen "Ideen", der Weltrettung, der "Klimarettung", des "besseren Menschen", etc. pp. Versagt also eine Staatsführung (oder wird sie zu diesem Versagen gezwungen), indem es die Sendung eines Staatsvolkes aufhebt, unklar macht und vernebelt, oder gar als Böses darstellt, das es zu meiden gilt, nimmt es allen Bürgern letzthin den Sinn ihres Lebens. Die Folge ist Lebensschwäche. Denn Sinn ist etwas, woraufhin sich die Menschen transzendieren, also augenblickliche Gestimmtheiten überwinden, um dennoch Sinn erfüllen. Aus dem heraus sie dann ja erst stark werden und Identität erfahren (nicht nur postulieren, welch letzteres immer nur Grenzmarke bleiben kann, niemals voll tragfähig.) 

Damit werden Identitäten voluntaristisch, gesetzt, behauptet. Ihnen fehlt das Natürliche, Gewachsene, denn nur wenn das je Nächste fest und durchblutet IST - damit mehr unbewußt als bewußt DA ist -  kann auch das Weitere gedeihen. Auf lange Frist muß so ein Staat also zerfallen, wobei er erst und meist noch durch Aggressivität dieses Selbstsein zu behaupten versuchen wird.**

Hierin sind die wahren Wurzeln vieler, ja der allermeisten Sozialprobleme, vor allem dabei der Geburtenschwäche Europas zu sehen. Denn zwar hat man vor allem nach dem Ersten Weltkrieg betont, man wolle die Sendung eines Volkes verstärkt berücksichtigen ("Selbstbestimmungsrecht"), hat aber nicht berücksichtigt, daß diese Sendung vom Raum vorgegeben ist, in dem ein Volk lebt. Die Ursache dafür war, daß man gezielt diese Sendungen schwächen oder zerstören wollte. 


***

Das Gesagte ist am deutlichsten sichtbar bei der Zerschlagung der österreichisch-ungarischen Monarchie. Die freilich zwar schon geschwächt war, ihre Sendung im Raum zunehmend abzugeben versucht hat (was mit dem preußischen Vorgehen zu tun hat, das genau diese Entflechtung der Monarchie von ihrer Sendung betrieben hat, um sich bestimmte Sendungen anzumaßen), deren Zerschlagung aber ein kraft- und machtloses europäisches Zentrum gebracht hat, dem es seither an den Raum wirklich ausfüllender Identität mangelt.* Dabei war das größte Verbrechen, Österreich seine Bestimmung im Raum auf jener Stufe aufzunehmen, auf die es nun zurückgefallen war.

***

Diese Gedanken stiegen wieder einmal auf, als der VdZ auf Achgut einen Artikel über Katalonien und Spanien las.  Der sinngemäß damit argumentiert, daß die Separationsbestrebungen Kataloniens schon deshalb unsinnig seien, weil ja bereits mehr als die Hälfte der in Katalonien wohnenden Menschen spanisch sprächen, und es im übrigen enorme und symbiotische wirtschaftliche Verflechtungen mit Madrid-Spanien gebe.

Das einzig legitime Kriterium, das es zu hinterfragen gälte wäre aber, ob der Raum Katalonien sich immer schon als Raum mit einer eigenen Sendung begriff, die von keiner anderen Sendung und Identität überlagert werden dürfe. Und dafür spricht doch auch einiges. Durch Bevölkerungs- und Wirtschaftsdurchmischung - wie sie heute sogar gezielt durchgeführt wird - werden solche Dinge nicht klarer oder entschiedener, sie werden nur problematischer. Auch ist Symbiose kein Argument, denn im Grunde ist jeder Staat, jedes Volk in einer Symbiose mit seinen Nachbarn beziehungsweise allen im jeweiligen umfassenderen, die Einzelsendung letztlich bestimmenden, festigenden Raum befindlichen.

Soweit der VdZ das sieht, fiel der Zugehörigkeitsgedanke zu Spanien in Katalonien nicht zufällig historisch in dem Moment, wo der Reichsgedanke durch einen Staatsgedanken ausgetauscht wurde.***




*Wenngleich es in neuerer Zeit zu bemerkenswerten Versuchen kommt, diesen Gesamtraum neu aufzugreifen, freilich noch weit entfernt von einer Bereitschaft, die Gesamtsendung zu übernehmen. Was den jeweiligen faktischen Staatsegoismus befeuert.

**Damit wird auch der "wahre Schuldige" am Zerfall Europas klar, denn es ist Napoleon. Seine Zerschlagung und "Neuordnung" Europas (nach Prinzipen des technizistischen Menschen- und damit Staatsbegriffs der Aufklärung) hat den europäischen Raum nachhaltig in Unordnung gebracht. Zwar hat der Wiener Kongress das noch einmal zu beheben versucht, aber es gelang nicht wirklich. Die Folgen sind etwa das Preußentum als Preußismus, und sein Pendent im Amerikanismus, der analog zur preußischen Zerschlagung natürlicher Räume und Identitäten in den USA die Staatsräume zerschlug und in eine universalistische Identität als Vorgabe preßte. Was letztlich erst nach 1945 gelang.  

***Gerade die Bayern müßten das sehr direkt begreifen, ihnen erging und ergeht es ähnlich. Noch dazu wurde das Problem verwischt - und damit verschärft, es wird sich über kurz oder lang mit neuer Brisanz wieder nach oben schaufeln - weil ein Drittel seiner heutigen Bevökerung erst nach 1945 als entraumte, ihres Sinnes, ihrer Identität also beraubten Zuwanderer aus verlorenen Ostgebieten Deutschlands ins Land kam.






*250418*

Samstag, 5. Mai 2018

Leviathan aus Angst vor dem Krieg

Höret den Nobelpreis-Propheten*: "Die Angst der Völker voreinander war immer eine der tiefen Ursachen des Krieges ... Die Angst, die ich meine ... beruht auf der Tatsache, daß der Atomkrieg den Begriff von Freund und Feind aufgehoben hat ... Der Krieg mit solchen Mitteln, die man kaum noch Waffen nennen kann, ist ein Unsinn geworden ... Furcht vor der Selbstvernichtung (nicht mehr voreinander.)" "Aber geistige Gegensätze mit Waffen auszukämpfen war immer vergeblich." Also doch Waffen? Natürlich muß und kann der Ungeist mit allen Mitteln vernichtet werden; also rottet die Faschisten aus; einigt Euch auf den wehrlosen Dritten, der keine Atombombe hat, das ist dann der Ungeist.

Diese Naturwissenschaftler können sich nur eine einzige Möglichkeit der Entstehung des Friedens denken: Aus der Angst vor der allgemeinen Vernichtung. Das ist das Modell des Thomas Hobbes, Entstehung des Leviathan. Es wird allmählich langweilig mit diesem "Geist", mit dem der offenbar schon ungeduldig gewordene Max Born so andächtig hantiert, um dem "Ungeist" die Bombe auf den Kopf werfen zu können. Was Geist ist bestimme ich. Klar. Und was Ungeist ist, hat es sich selber zuzuschreiben.



Carl Schmitt, "Glossarium" vom 6. 10. 55


*Gemeint ist Max Born, Nobelpreisträger für Physik 1954, der ein Jahr später im Merkur den Artikel "Das entscheidende Motiv" veröffentlichte, auf den Carl Schmitt hier Bezug nimmt.






*300418*

Auch hier wurde nur Chaos angerichtet

Es ist vermutlich auch das nur eine Hysterie und ein Gerücht. Ob die für die Landwirtschaft mittlerweile verbotenen Insektenbekämpfungsmittel aus der chemischen Familie der Neonicotinoide wirklich für Bienen schädlich sind, ist höchst unwahrscheinlich, wie man allenthalben nachzulesen vermag. Das als Hauptgrund vorgegebene Bienensterben (wobei nicht einmal sicher gesagt werden kann, ob es überhaupt ein solches gibt; der Rückgang der Bienenvölker beziehungsweise das große Schwanken im Bestand könnte auch ganz andere Gründe haben, die eher beim Imker liegen) hat recht sicher ganz andere Gründe als Pflanzenchemie. 

Dafür melden sich nun die Rübenbauern Österreichs. Bereits im April waren ein Viertel der Rübenäcker vom Rüsselkäfer befallen, und man muß davon ausgehen, daß er die gesamte heurige Ernte befällt. Denn es gibt kein Gegenmittel mehr gegen diesen Schädling. Damit steht die ganze Zuckerrübenernte 2018 in Gefahr, auszufallen. Das fällt mit dem Ende der sogenannten Zuckerquote zusammen, die vor Jahren die Zuckerproduktion in der EU regulieren sollte, und nun wieder zurückgenommen wurde.

Nachdem es den Zuckermarkt in Europa durch Zentralsteuerung von Brüssel aus völlig ruiniert hat. Es gibt heute in Österreich nur noch eine einzige Zuckerfabrik, in Ungarn keine einzige mehr, das Land (und die Ungarn verbrauchen viel Zucker!) muß alles importieren. Der Preis schoß nach Einführen der EU-Quote und Wegfall der Konkurrenz (es gab vorher alleine in Österreich fünf Zuckerfabriken) auf fast das Doppelte nach oben. Und man staunt, wie viele Produkte von Zuckerpreisen tangiert werden. Es gab also einen kräftigen Teuerungsschub gerade für die alltäglichsten Lebensmittel, und von Preissenkungen (die angeblich bald wieder folgen würden) ist bis heute nichts zu sehen, auch wenn seither der Preis für Tafelzucker im Supermarkt bei Aktionen wieder etwas gesunken ist. 

Ein nächster Preisschub dräut aber nun. Denn eine durch die Schädlinge verursachte geringere Zuckerrübenernte würde bedeuten, daß auch das Angebot von Zucker zurückgeht. Soll heißen: Die Preise steigen. Das droht auch aus anderen Gründen. Denn viele Bauern erwägen, aus dem Rübenanbau ohne diese Schädlingsbekämpfungsmittel auszusteigen. Nach derzeitigen Marktpreisen ist ohne Neonicotinoide kein wirtschaftlich sinnvoller Anbau mehr möglich.

Will man andere Wege der Schädlingsbekämpfung einschlagen, wie die NGOs - die Presse nennt Greenpeace und Global 2000 - gefordert haben, denen dieses Verbot von Neonics zu verdanken ist, fehlt es zuerst einmal am Geld. Denn die Preise für Rüben sind dafür um vierhundert Euro pro Hektar zu niedrig. Und das trotz des im Vergleich zu vor zehn Jahren deutlich höheren Marktpreises für fertigen Zucker. Aber grundsätzlich können, so meinen viele Bauern, ohne Neonics gar keine Zuckerrüben bei uns (im notwendigen Umfang) angebaut werden. Die NGOs haben diesbezüglich einfach gelogen*.

Wünschen würde man sich freilich, der Bauernverband in Österreich würde Greenpeace und Konsorten wirklich wie angekündigt verklagen und diesem verantwortungslosen Gesocks das Fell über die Ohren ziehen. Samt den Politikern, die solchen Leuten auch noch Gehör schenken.

Denn wie reagieren die Umweltschützer? "Es ist nicht richtig, was die Bauern sagen. Denn es wird zwar weniger Zucker geben, aber dafür wird es ihn nicht mehr so billig geben." Nun, das hat schon die EU-Umstrukturierung gebracht, Herrschaften, denn nun gibt es seither weniger Anbieter - und die teilen sich schön den Markt auf. Ohne lästige Konkurrenz kleiner Zuckerfabriken, die vor der Generalregelung in der EU zwar auch den österreichischen Markt "aufgeteilt" hatten, aber so, daß alle grosso modo zufrieden waren. Auch die Bauern. Auch die Ungarn, die so verdammt gern zuckern. Was aber ein gerechter Marktpreis ist, bestimmen bekanntlich ja irgendwelche Beamte an Schreibtischen am besten. Und NGOs.

Ach so, die haben uns ja längst erklärt, daß Zucker sowieso ungesund ist. Und wenn wir freiwillig nicht weniger davon essen, werden sie schon dafür sorgen.

NACHBEMERKUNG:  Natürlich könnte es hier einen ganz anderen Zusammenhang geben. Direkt den Bauern den Zuckerrübenanbau zu verbieten wagt ja sicher kein Politiker. Also bedient man sich auch hier des "nudging", also des (un-)heimlichen Drucks, erledigt so die Sache über die Hintertür, um die Konsequenzen des eigenen Tuns zu kaschieren, und setzt dafür die (dankbaren) NGOs ein, denen man nebenbei noch ein paar Kröten zur Deckung des Spesenkontos für Kongressreisen nach Australien oder Island via offizieller Subvention zuspricht.**

Denn nimmt man das Handelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay), das 2017 geschlossen wurde, so sieht es vor, daß wir zukünftig durch fehlende Einfuhrregulierungen landwirtschaftliche Produkte (Brasilien produziert fast die Hälfte des Weltrohrzuckers) von dort beziehen. Die bekanntlich in Südamerika immer nur von braven Bio-Landwirten angebaut werden, die Millionen Hektar per Hand umgraben und jeden Morgen ihre Pflänzchen mit Streicheleinheiten wachkitzeln. Konzerne, die dann genau das auf die Felder spritzen, was wir in Europa verbieten, gibt es ja nur auf Youtube. Während die EU ihre Autos (die sie allerdings auch bald nicht mehr produziert) und Pharmaprodukte und Maschinen dorthin liefert, auch zollfrei. Was brauchen wir dann noch eine eigene Zuckerproduktion?




*Das gesagt, obwohl der VdZ bei Aussagen von Bauern in dieser Richtung zu größter Vorsicht rät. Auch die lügen oft wie griechische Alkoholiker, wenn es ums Geld und ihre Gier danach geht, und nützen jeden, wirklich jeden Vorwand, um eigenes Versagen, Folgen oft zu beobachtender Gleichgültigkeit oder gar natürliche Risiken wie Wetter auf die Allgemeinheit abzuwälzen.

**Diesen Verdacht muß man sowieso schon lange haben. Daß sich die NGOs mit ihren absurden Vorhaben (Klima, Öko, weiß der Deibel was noch) nur deshalb so spielend durchsetzen, weil es von der Politik ausdrücklich gewünscht ist. Die über die politisch nicht legitimierte Zwischenebene - zwischen Volk und Regierung - ganz andere Ziele durchsetzt. Steuererhöhungen aus "Umweltgründen", "Gesundheitsbedenken" etc. etc., die sämtlich über schlechtes Gewissen" funktionieren, womit sich keiner aufzuregen wagt. Sodaß da eine Hand die andere wäscht. 

So, wie man 70 Prozent Tabaksteuer durch "Gesundheitshinweise" rechtfertigt (die Zigarettenpreise seit 1980 haben sich verVIERfacht!), rechtfertigt man zukünftig 70 Prozent Benzinsteuern und die sicher bald kommende geschmalzene CO2-Abgabe durch die Rettung des Weltklimas. Durch Politikprogramme, die aus den Büros von Marketingberatern stammen könnten, die ständig neue Vorschläge bringen, wie sie wo noch Umsatzpotentiale sehen, und mit welchen komplexen Strategien man diese Einnahmenpotentiale umsetzt. Der Hebel "Angst" und "Gewissen" funktioniert dabei phantastisch und fast unbeschränkt, eine alte Weisheit.

Was man vor Jahrzehnten aber noch vorsichtig einsetzte, weil man um die Zusammenhänge wußte (und jeder Propagandist noch wußte, daß ihm nie passieren darf, daß er an seine Lügen selber glaubt), hat die heutige Politikergeneration aber bereits internalisiert - die glaubt das tatsächlich gerne und leicht, weil es das Leben noch dazu gehörig erleichtert.


*300418*
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Freitag, 4. Mai 2018

Verschwörung aus Haß auf Ordnung

Bisher waren Nachrichten über die Aktivitäten der Open Society Foundation (OSF) des Milliardärs George Soros immer mit einem Schatten von "Gerücht" bedeckt. Aber das hat sich geändert, seit eine amerikanische Hackergruppe die Mail-Server der Organisation aufbrach. Das berichtet die Jerusalem Post, der man schwerlich Antisemitismus vorwerfen kann, wenn sie so knallhart über den Juden Soros berichtet. Zwar hat man das nun Belegte und Offenbare irgendwie lange schon gewußt, aber man hat es eben nicht sicher gewußt. Nun weiß man es sicher.

Dieselbe israelische Tageszeitung ist es auch, die die Antwort auf die Frage gibt, warum kein Massenmedium über dieses Leak berichtet hat. Es ist  nicht nur, weil man das eben schon alles "gewußt" hat, sondern sie stehen auch auf den Listen der Profiteure der OSF, die nunmehr angefertigt wurden und die enorme, ja gigantische und wirklich weltumspannende Tätigkeit dieser vorgeblich "philanthropischen" (also "menschenfreundlichen") Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) für die letzten zehn Jahre hieb- und stichfest nachvollziehbar machen und belegen. Und damit dem Reich der Gerüchte entreißen. Viele Milliarden von Dollar sind in den letzten beiden Jahrzehnten ausgegeben worden, um die Welt zu destabilisieren und alle jene zu finanzieren und zu fördern, die dem Chaos dienen, das angerichtet werden soll.

Aus den nunmehr geleakten Dokumenten und Briefen geht nicht nur hervor, daß Soros den Wahlkampf von Hillary Clinton 2016 mit 30 Millionen Dollar sponserte (als größter Einzelposten auf den Listen). Daraus geht hervor, daß die OSF weltweit an der Subversion staatlicher und offizieller gesellschaftlicher Einrichtungen arbeitet. Durch zahllose "zivile" Organisationen steckt Soros buchstäblich hinter allem und jedem, unterstützt von einer gigantischen Medienmacht, die er in seinen Händen hält. 

Ob es nun Organisationen sind, die die Massenimmigration fördern, ob es Black Live Matters ist, das die Autorität der US-Polizei durch den Vorwurf rassistischer Gewalt untergräbt, ob es NGOs, die die "Ehe für alle" fordern und durch politischen Druck durchsetzen, ob Organisationen für Gendering sind, die zuletzt "Unisex-Toiletten" fordern, ob Gesellschaften die jeden der nationale Identität behauptet diffamieren und mundtot machen, ob Bewegungen die die Aufnahme von Frauen ins Militär samt Unterbringung in Unisex-Unterkünften fordern, oder Bewegungen die Israel (deshalb befaßt sich wohl die Jerusalem Post so eindringlich damit) faschistische Methoden vorwirft, oder Einrichtungen die Klimapanik verbreiten - die Liste ist fast endlos.

Auf den ersten Blick wird einem gar nicht so rasch klar, was alle diese Gruppen und Personen miteinander zu tun haben. Was hat Occupy Wall Street mit der Immigrationspolitik Griechenlands zu tun? Was hat illegale afrikanische Migration nach Israel mit Klimawandel zu tun?

Aber alle diese Einzelbäume im Soros-Wald HABEN etwas gemeinsam: Sie alle sollen systematisch freien Austausch be- und verhindern. Sei es auf den Märkten, schreibt die Jerusalem Post, sei es finanzieller, ideologischer, politischer oder wissenschaftlicher Art. Sie tun es im Namen vermeintlicher "hoher Güter": Demokratie, Menschenrechte, wirtschaftliche, rassische und sexuelle Gerechtigkeit, und was es an leeren Metabegriffen noch so alles gibt. 

Und bei allen ist die Zielsetzung dieselbe: Die offiziellen Staatseinrichtungen und Autoritäten und sowohl nationale wie persönliche Identitäten, ja alle bestehenden Kultur- und Wertelandschaften sollen durch linke und linksradikale Gruppierungen und Einrichtungen untergraben und faktisch entmachtet werden.  Indem sie einen Druck aufbauen, dem unsere durch den Liberalismus zutiefst geschwächte, durch den menschlichen Autonomismus auf sich zurückgeworfener Einzelmenschen wehrlos gemachte Gesellschaften hilflos ausgeliefert sind.

Dadurch gerät das öffentliche wie private Leben (sic!) mehr und mehr in die Hand einer politisch nicht legitimierten Zwischenschichte, die sich zwischen die Völker und ihre Regierungen schiebt und selbst wiederum in der Hand einer kleinen Elite sind. So sehen (wie wir vor einiger Zeit hier bereits behandelt haben) definitiv die Methoden der Subversion, ja der Revolution aus, um nicht von schleichendem Putsch zu sprechen. 

Sämtliche Bäume dieses megalomanisch dichten Waldes von Nicht-Regierungs-Organisationen, die laut Jerusalem Post bis in den letzten Winkel dieser Erde tätig sind, sind Stufen einer irreversiblen Zerrüttung von Staaten und Ordnungen der Völker. Es sind Stufen einer Zerstörung dessen, was das Menschsein ausmacht und alles menschliche Tun und Denken begründet: Der Identität. Was aber keine Identität hat, ist Wachs in der Hand eines fremden Willens.

Was für ein Haß auf jede Form von Ordnung - der damit ein Haß auf Gott (das Sein in actu) ist - muß diesen Menschen antreiben. Der bereits mehrmals in der Vergangenheit nicht davor zurückgescheut ist, durch seine Geldmachinationen ganze Volkswirtschaften an den Rand des Zusammenbruchs zu bringen, nur um sich persönlich zu bereichern. Und der mit ungeheurem Zynismus "Menschlichkeit" verkündet, und dabei alles zerstört, was Menschsein ausmacht. Weil er mit der Schwäche des Menschen rechnet, der unter dem Locken von Geldscheinen und Anerkennung so leicht zusammenbricht.






*290418*

Wenn Vernunft nur noch als Verschwörungstheorie auftritt (3)

 Teil 3) Sodaß wir heute fast nur noch von Verschwörungstheorien umgeben sind



Aus alledem folgt Mißtrauen. Denn ob es der heutige Verbildete (gerade totalitäre Systeme, die immer irrtumsgetrieben sind, zeigen ja einen oft fieberhaften Eifer, ihnen nützliche Autoritäten zu bestimmen und durch Dekoration zu festigen) glaubt oder nicht - und diese Erkenntnis ist nur dem Wirklichkeitsverankerten zugängig - so gibt es ein untäuschbares Wesen als tiefsten Grund des Menschen. Er ist damit nicht nur nicht für immer täuschbar, sondern er fühlt in sich den Widerspruch zwischen dieser Grundmatrix der Wahrheit und der Sprache, die ihm im Allgemeinen begegnet. Das bringt notwendig Mißtrauen, auch wenn es lange brauchen kann, bis der Einzelne Mut zu dieser inneren Gewißheit hat.

Dieses Mißtrauen, das in den letzten Jahren im Eindruck des VdZ exponentiell zu einer kulturellen Grundstimmung im gesamten Westen angewachsen ist, treibt gewissermaßen eine Matrix der Deutung in die Aktivität, die andere als etablierte Wege der Weltdeutung sucht, weil es diese geben MUSZ. Weil der allgemeine Sprachgebrauch, die allgemeine Erzählung einfach immer weniger begreifen läßt.

Aber - und das ist nicht ohne Bedeutung! - dieses Mißtrauen nicht nur fremdinduziert ist, sondern auch aus der Widersprüchlichkeit entsteht, in der heute viele Menschen leben. Denn es sind gerade oft die Entsittlichten, die Welterklärungen außerhalb der Wahrheit suchen, vergessen wir das nicht. Nicht zufällig blühen die oft wildesten Verschwörungstheorien dort, wo es um die Entwertung der Wahrheit selbst - der Kirche! - geht. Und schon aus diesem Grund nicht zufällig ist beziehungsweise war die Kirche häufig als Teil einer bösartigen Weltverschwörung angesehen. Denn Verschwörungstheorien sind ja keineswegs eine Erfindung der Gegenwart, es hat sie immer gegeben, sie waren auch oft genug Wahn*, und sie sagen immer viel über die jeweilige Zeit aus.**

Was alles uns dennoch und insofern beruhigen kann, als wir auch zu "Verschwörungstheorien" ein entspanntes Verhältnis haben dürfen. Weil in diesen Zeiten, wie gesagt, die Wirklichkeit und Wahrheit des uns Begegnenden nur noch in Theorien erkennbar wird, die nicht vom Mainstream, nicht vom Establishment vertreten werden. Zumal es zum Wesen der Vernunft gehört, auch das Leiden auf sich zu nehmen, vom anderen durch ein böse gemeintes Etikett "Verschwörungstheoretiker" verleumdet - also getötet - zu werden.

Ohne unsere Pflicht zu vergessen, unser Denken immer und unter oft großen Schmerzen an die erste Wirklichkeit und Wahrheit anzubinden, und von ihr formen zu lassen. Was aber bedeutet das?`Es bedeutet eine Rückbindung an Prämissen, die uns etwas ganz anderes als Verstand oder "Fakten" vorgeben. Es bedeutet die Rückbindung an eine prinzipiell zugängige und offene Wahrheit, und die Erwartung daß sie sich uns bei innerer Lauterkeit - das heißt: die Freiheit von jedem Interesse, das nicht nur "Wahrheit" heißt - offenbart, sodaß wir an ihr teilhaben können.

Was uns zu einem abschließenden Fazit bringt. Denn der Unterschied zwischen Verschwörungstheorie und Wahrheit liegt in den Prämissen. Und nur die öffentliche Klassifizierung hat mit der allgemeinen offiziellen Anerkenntnis in der Sprachlandschaft zu tun. Aber die Wahrheit selbst umgibt alles und jeden, sodaß näherer Blick sie immer sehen läßt. Vergessen wir dazu nicht, daß so gut wie alle heutigen Ideologien und Weltanschauungen - Verschwörungstheorien sind! Die von Prämissen ausgehen, die anzuerkennen oder abzulehnen den wahren Unterschied zwischen einer nicht öffentich anerkannten Erklärung und Verschwörungstheorie als psychopathologische Erscheinung ausmacht. 

Denn wenn wir einmal genauer hinsehen, was den Marxismus und seine Kinder, oder was alle die Thesen, die uns seit den 1960ern ff. umgibt, namentlich die sexuelle Befreiung die angeblich eine freiere Persönlichkeit nach sich zieht (das Gegenteil ist der Fall), der Anti-Autoritarismus (mit der fatalsten Folge: Der Zerstörung der Familie, weil deren Ordnung zerstört wurde, der Rest - die heutige Familie - ist nur noch "zufälliges, bestenfalls nützliches Zusammensein"), der Feminismus, der Rassismus,. der Klimawahn ... die Beispiele sind endlos: Sie sind allesamt Verschwörungstheorien! Sie kennen Ursachen und Wirkungen, sie kennen Schuldige, und sie kennen vor allem Schuldige die (angeblich oder wirklich) verheimlichen wollen, daß sie schuldig sind. Deren Wahrheitsgehalt aber nur in der offiziösen Akzeptanz besteht.

Diesen Sichtweisen entspringt auch der Wahn der Machbarkeite und damit - der GEMACHTHEIT. Es gibt keine "Geschehnisse" mehr, keine Fügung, kein Geschickt, sondern nur noch direkt GEMACHTES. Also gibt es immer Schuldige. Es ist derselbe Wahn der glaubt, alles machen zu können, der auch meint, egal was habe JEMAND gemacht. Es verkennt die Natur von Ereignissen.

Unser gesamtes gesellschaftliches Klima ist damit notwendig ein Klima der Verschwörungstheorien. Und wenn es - wie heute (wieder: eine Verschwörungstheorie!) - gar keine Wahrheit mehr gibt (weil der andere immer "etwas von einem will" etc.), alles bloß subjektive und nüztliche Behauptung wird, sinkt die Vernunft (scheinbar) gleichfalls auf die Ebene einer Verschwörungstheorie. Und der ganze Streit geht um Prämissen, die uns bei einer nicht mehr gesehenen möglichen allgemeinen Wahrheit diese durch Annahmen ersetzen, die man letztlich nur noch glauben kann.

In dieser Anbindung an eine alles umgebende Wahrheit aber, an eine Vernunft an der man teilhaben kann, passiert etwas Seltsames: Es verschwindet das Mißtrauen ... und aus Verschwörungstheorien wird berechtigte Einzelfall-Skepsis. Und dann können wir auch unterscheiden zwischen einer Pathologie und einer Theorie einer realen Verschwörung. Unter denen wir heute zweifelsfrei zu leiden haben.






*240418*

Donnerstag, 3. Mai 2018

Man kann mit Raketen alle Seiten abwehren

Die Lieferung von Luftabwehrsystemen durch die Russen an Syrien hat natürlich weit höhere Brisanz, als es auf den ersten Blick aussehen mag. Denn da geht es nicht einfach nur um amerikanische Raketen, deren Syrien sich nach der Lieferung der S 300 erwehren könnte. Trump hat da mit einem Feuer gespielt, das er gar nicht mehr eindämmen kann. Und das wieder einmal seinen Interessen - hier ist nicht die Rede von Interessen der USA! - zuwiderläuft, wo das Ergebnis mehr als kontraproduktiv ist. Sicherstes Zeichen für Irrationalität. 

Was der Leser vielleicht nicht weiß ist, daß Israel seit Jahren insgesamt über hundert Luftangriffe auf syrische Ziele geflogen hat. (Man muß es nicht erwähnen - hiesige Medien haben darüber nie berichtet. Warum auch? ...) Immer natürlich mit hehren Zielen - "tikut oleam" lautet ja das judaistische Bekenntnis, am Wesen der Talmud-Juden wird die Welt genesen. 

Das wird sich Jerusalem zukünftig gut überlegen. Denn nun wird es gefährlich. Schon vor einigen Wochen kam es ja zum Abschuß der ersten israelischen Maschine. Trump wird sich aber noch so manche weiteren Fragen gefallen lassen müssen. 

Denn es gibt da eine interessante Sichtweise: Daß Trump die Bindung an Israel deshalb derartig stark in den Vordergrund stellt, weil er sich so Verbündung erhofft im Kampf gegen den "deep state". Mehr als Obama, der eher den liberalen Kreisen der amerikanischen Juden zugewandt war beziehungsweise umgekehrt, die es mit der Bestandsgarantie gegenüber Israel nicht so ganz hundertprozentig nehmen.

Damit wird das langfristige Überlebenskonzept Israels - das ein Überleben im Großraum bedeutet, das heißt, daß Israel alles tut, um den gesamten Vorderen Orient zu bestimmen, auf daß sich niemand mehr gegen es erheben kann - schwer hinterfragt. Und zwar ausgerechnet von jemandem (Trump), der die Interessen Jerusalems zu denen der USA hoch zu schwindeln versucht.

Denn die Bedrohung für Israel weitet sich damit beträchtlich aus, das muß man nüchtern sagen. Noch dazu, wo der Iran die Raketensysteme der Hisbollah (den Schiitenmilizen auf Seiten Assads, zugleich einer der schärfsten Feinde Israels vom Libanon aus, die keinen unwichtigen Beitrag zur Besiegung der IS geleistet haben - Bodentruppen) mit Präzisionssystemen nachrüstet, wie man liest. Diese Systeme sollen angeblich auch den Huthis im Jemen geliefert werden, so daß auch deren Kampf gegen Saudi-Arabien neue Brisanz bekommen könnte.

Wäre das alles passiert, wenn die USA von Anfang an den pragmatischen Weg der Russen eingeschlagen hätten, eine befriedende Lösung in Syrien MIT Assad zu suchen? Gegen Israel, das alles Interesse hat und hatte, einen starken Staat im israelischen (präliminitativen) Einflußraum zu beseitigen? Damit noch dazu über einen Weg, der die völkerrechtliche Souveränität Syriens von Anfang an respektiert hätte (was wiederum den Israelis wohl kaum so gepaßt haben dürfte. Und was ist mit der Türkei, die nun noch versucht hat, sich rasch vor Ladenschluß eine dauerhafte Einflußsphäre zu schaffen, um zugleich die Kurden in den Griff zu bekommen, die ja auch das ihre zum Sieg des offiziellen Staates gegenüber den Rebellen beitragen?

Übrigens gibt es eine uralte Weisheit, die da besagt, daß man im Verhältnis zu seinen Nachbarn immer ein ehernes Gesetz einhalten solle: Daß sich nämlich nicht nur Freund und Feind abwechselt, sondern daß der nächste, direkt angrenzende Staat eigentlich als ... Feind angesehen werden sollte. Denn zwischen Nachbarn gibt es sehr leicht dieselben Interessen, die sich irgendwann als Konfliktherd entpuppen könnten. Und die Türkei grenzt an Rußland. Dessen übernächster Staat aber ist Syrien.






*270418*

Wenn Vernunft nur noch als Verschwörungstheorie auftritt (2)

Teil 2) Aus einer Grundstimmung des Mißtrauens geboren
Verschwörungstheorien als ultimo ratio




Somit ist eindeutig ein in unsinnigen Verschwörungstheorien abdriftenden Menschen Symptom dafür, daß es ihm an Wirklichkeit (als persönliche Erfahrung) und Wahrheit (als Beziehung zu Gott) fehlt, welch' beides sich am vorzüglichsten im Kult der Kirche zusammenfindet. (So daß man durchaus sagen kann, daß es der Kult ist, der auch die alle Weltebenen umfassende Matrix liefert, in der der Mensch zwar Theorien bilden kann, aber nicht in Unwirklichkeit und Welttäuschung fällt. Weshalb jede, wirklich jede Lüge sich zuerst gegen den Kult der Kirche wendet, denn sie ist der Schlüssel, das Tor, durch das Menschen in die Irre geführt werden (können), zum einen, durch das sie aber in der Wahrheit als ganzer Mensch, mit Leib und Geist, verankert bleiben können.) 

Die Frage nach der Wirklichkeitserfahrung hinwiederum hat auch eine "pädagogische" Seite, eine des Lernens, und eine der Existentialität. Ein mittelständischer Unternehmer etwa (aber es betrifft alle Arbeiter im eigentlichen Sinn, also umgekehrt nicht jeden "Beschäftigten") wird langfristig auch eine gewisse Eichung am Wirklichen bekommen. Dazu zwingt ihn die Existentialität, mit der er seinem Tun anverheiratet ist. Deshalb ist auch auffällig, daß es unter Unternehmern und Arbeitern das größte Potential für Vernunft gibt, zum einen, und zum anderen Theorien häufig sind, die sich nicht mit dem Allgemeinen - dem "Mainstream" - decken, selbst wenn sie häufig sind.

Das Allgemeine hat ja mehrere Kriterien, allgemein zu sein: das eine ist zwar auch Masse, Menge, das kann es sein, muß es aber nicht. Weit mehr gilt Autorität, die auch Menge übertrumpft. Denn Vernunft ist eine Angelegenheit der Hierarchie und Autorität (und erst hierin der Wahrheit), wir haben darüber schon gehandelt. Erst hierin greifen in gewissem Maß die Ansätze etwa einer Massenpsychologie, die ohne diese ontologische Wesenserfassung des Menschseins im luftleeren Raum hängen bleibt und nichts wirklich begreifen läßt.

Damit ist klar, daß es in Zeiten, in denen die Allgemeinheit (als "Establishment" nicht unzutreffend weil umfassend bezeichenbar) den anderen (und das ist buchstäblich, denn nur "als anderer" gibt es Person; wenn das Establishment in diesen Zeiten davon spricht, ist es nur eine romantische Metapher, ihm sind alle Personen in Wahrheit Objekte, weshalb es auch im Establishment Unmengen von Verschwörungstheorien gibt! dem bösen - als böseseinwollenden - Menschen entzieht sich immer auch die Vernunft, ihm bleiben nur noch Richtigkeiten!) nur noch als Objekt ihrer Formung sieht, bei den Menschen, die diesem Establishment nicht angehören, Verschwörungstheorien notwendige Reaktion sind.

So daß es AUCH ein Symptom ist, wenn das Wort "Verschwörungstheorie/-theoretiker" als negatives Etikett inflationär und immer zwanghafter vom Establishment verwendet wird: Es ist der immer verzweifeltere Versuch, die Lüge aufrechtzuhalten. also versucht man die Erkenntnissicherheit, die ein Vertrauen in die eigene Wahrnehmung ist, zu untergraben.

Die Instrumente dazu sind zwar das, was man als "Establishment" bezeichnen könnte. Doch ihre Vehemenz ist daraus noch lange nicht erklärbar. Sie wird erst begreifbar, wenn man versteht, daß das heutige Establishment versucht, einem Anspruch einer allem übergeordneten Priesterkaste, einem absoluten Wertegerüst gegenüber zu genügen. Das natürlich nicht von ihnen stammt. Aber das auszuführen würde hier zu weit führen. Es genügt im Auge zu behalten, daß das heutige Establishment (wie wohl zu allen Zeiten) nur ausführendes, die Befehle (aus allen möglichen Gründen, vor allem dem Streben nach Geltung, nach Wesensveränderung, also nach Ortsveränderung geschuldetes) von oben internalisiert habendes Machtinstrument ganz anderer ist. Die wirklichen weltverändernd - vermeintlich - wirkenden Kräfte (die immer personalen Charakter haben) sind ganz woanders zu suchen.

Und das spüren doch bitte die Menschen. Sie spüren oder ahnen - getreu dem Erkenntnisprinzip der Analogie, wo simpelste Welterkenntnis dieselbe Wahrheit berührt wie die Ebenen darüberliegende geistigste - die Ursprünge. Das muß man sich gewissermaßen als "Spannung" der Ungelöstheit, der Widersprüchlichkeit im Gefüge des Menschen vorstellen.

Morgen  Teil 3) Sodaß wir heute fast nur noch von Verschwörungstheorien umgeben sind





*Das ist eines der signifikantesten Unterscheidungsmerkmale zu heute aber: Waren solche Theorien in einem Gesamtklima der Wahrheit (immer verankert in der Kirche) Abweichungen, also oft genug Wahn, so sind sie heute fast - fast! - die einzig mögliche Gestalt der Wahrheit beziehungsweise Vernunft. In der Form einer "ultimo ratio", eines "es kann nicht anders sein."

**Wobei man bei der heutigen Gestalt der Kirche leider oft nicht mehr weiß, wo es da überhaupt noch Abgrenzungen gibt, denn auch die römische Kirche verkündet mittlerweile viele Lügen, ist überhäufig oft Teil des Establishment im oben genannten Sinn, so daß ihr eigenes Wesen - Welthaftigkeit der Wahrheit! - in die Unsichtbarkeit entschwunden scheint.






*180418*

Mittwoch, 2. Mai 2018

Eine Generation der Opfer und Täter

Auch in diesem Fall muß man Roß und Reiter nennen. Zum einen ist nicht mehr länger zu übersehen, daß große Teile einer ganzen Generation, die nun ins Rentenalter kommt (um sie ungefähr abzugrenzen) vor der Tatsache stehen, daß sie ihre Lebensführung an einen Punkt gebracht hat, an dem sie mit leeren Händen dastehen. Es ist jene Generation, die in den 1960er und 1970er Jahren eine Revolution erlebt haben. In der eine gesamte gesellschaftliche Struktur nihiliert wurde. 

Damit standen diese Menschen vor der Situation, sich zum einen soziale Strukturen neu und willkürlich aufbauen zu sollen - was schon aus der Natur der Sache gar nicht funktionieren kann, weil gesellschaftlicher Aufbau eine Frage der Tradition ist, also im Grunde unbewußt "weil es so ist" geschieht, oder er ist eben gar nicht mehr da - und zum anderen eine "Freiheit" genießen zu sollen, die sie vor die Scheinwahl stellte, doch erst einmal ruhig alles Überkommene zu zerstören, um eventuell Neues zu finden. Alles war zur Disposition gestellt, alles war neu zu erfinden. 

Damit wurde gleichzeitig etwas Sensationelles geschaffen: Nunmehr neuen Leitsternen ausgeliefert, die da vor allem auf "Erfahrung" und damit das Experiment angeblich setzen sollten, wurde diese Verwüstung auch noch als "frei gewählt" verkauft. Und auch so geschluckt.

Nunmehr steht diese Generation nicht nur in einem Feld von Ruinen und leeren Landschaften, auf sich geworfen und in der Falle des Autonomismus gefangen, sondern sie fühlt sich auch noch alleine Schuld daran. Das typische Mißbrauchssyndrom eben, wo genau über Erfahrung als Maßstab der Weltordnung nur noch zwischen angenehm und unangenehm zu unterscheiden ist. Aber daran läßt sich nicht Richtig oder Falsch ablesen. Alleingelassen in der Entscheidungsfindung, bleibt nichts anders als Wahl, und hier natürlich - die Wahl des Angenehmen und deshalb das der hohen Nützlichkeiten, die sogar schwerste Sünden (die ja immer ein Verstoß gegen natürliche Ordnungen sind) für gut hieß. 

Als "allgemeine Stimmung", als "allgemeine Ordnung", an der zu orientieren dem jungen Menschen, der immer ja Halt sucht und braucht, so eingeschrieben ist. Wir sind tatsächlich die Opfer des social engineering, wir sind die Opfer des sexuellen Revolution (als Technisierung dieser Kräfte, durch Ehe-Verweigerung, Verhütung, Abtreibung), der Zerstörung der Hierarchien und Autoritäten, der Familiengefüge (denn Familie gibt es nur als bestimmtes Gefüge), vor allem der Wende zum Subjektiven, die angeblich die Quelle alles Glücks ist, dabei aber nur Vehikel darstellt, Ordnung (die sich nur vorfinden läßt) zu zerstören. Nichts wäre falscher gewesen.

Und das Angenehme ist auch bald entleert. Weil sogar die sinnlichen Daten das Hineinbergen in den Geist verlangen. Und damit in die Selbstüberschreitung, die genau nicht das Gefühlte als Maßstab nimmt (es kann nur zusätzliche Daten liefern), sondern die Ausrichtung nach der Wahrheit, das Heraustreten aus dem Zufälligen der Ströme der Sinnesdaten, das ordnen nach dem Guten und Schönen. Der Geist ist es, der auch die Sinnesdaten ordnet und formiert. Er ist es, der einen Lebensentwurf zu erstellen vermag, der über die Augenblicks-Zustände hinausreicht.

Er ist es, der auch das formt und kraft der Wahrheit gebietet, was als Tugend die einzige Haltung ist, die ein Leben als "gelungen" oder "mißglückt" zu leisten vermag. Und er ist es auch, der einzig jenes nun legitime "Gefühl" schaffen kann, das aber weit über bloße Sinnlichkeit hinaussteigt, letztere sogar birgt und ordnet, in dem sich jenes Glück einstellt, das auf geglücktes Leben Bezug nimmt, und nicht auf momentane, zufällige Gefühlszustände. Wohin die uns geführt haben sehen wir heute, wo wir mit leeren Händen dastehen.

Uns, die wir dieser Generation entstammen - auch der VdZ gehört ihr an - sollten uns deshalb zwar nicht als nächste Opfergeneration sehen. Auch wenn das zum Teil stimmt. Wir sollten uns aber vor Augen halten, daß mitten in unsere Kindheit und Jugend eine große Zerstörung einbrach, die uns in die Irre führte. Die uns Lebensführungen nahelegte - unter ungeheurem psychosozialem Druck, bei gleichzeitiger Absage an die Tradition (die sich im übrigen selbst zurückzog und ihre Pflicht vergaß) - die notwendig scheitern mußten. Weil ihre sämtlichen Paradigmen falsch weil Irrtümer waren. Zu dem uns nur die Haltung der Sühne einen produktiven Zugang ermöglicht. Viel ist an uns verbrochen worden, gewiß. Aber darauf zu beharren führt nicht weiter. Weiter führt nur das Wissen, daß wir nach wie vor in einem Insgesamt mit der Welt verbunden sind, und durch unser Leiden dieses Insgesamt aus seinem fatalen Zustand herausholen können.

Wir können nichts mehr gutmachen. Wir können es aber nicht mehr länger falsch machen. Und wir können vor allem sühnen, das heißt erkennen, bereuen und als Folgen auf uns nehmen, was wir selbst falsch gemacht haben, und was an uns falsch gemacht wurde. Die wir in unserer Kindheit und Jugend den einbrechenden Wölfen ausgeliefert wurden, uns aber so willig an ihre Felle klammerten und davontragen ließen. Die wir heute dastehen, mit leeren Händen, in einem Alter, dem es nicht mehr möglich ist, von vorne zu beginnen. Sondern das eigentlich Boden bräuchte, um darauf zu stehen, wenn uns nun die Kraft ausgeht, von der wir in jungen Jahren scheinbar endlos zehren konnten, die wir aber nun nicht haben.

Und dazu gehört auch klar unterscheiden zu lernen, wo gesellschaftliche wie politische Entwicklungen nichts anderes sind als die Folgen aus diesen Verfehlungen. Auch den eigenen. Oft sogar Strafe sind, gar notwendige Strafe. Wir sollten deshalb feinfühlig und hellhörig sein und zu unterscheiden lernen, wo Kritik an der Gegenwart, an Zuständen, am Establishment eine Folge sind, die wir uns durchaus auch selbst zuzuschreiben haben. Damit wir nicht überhören, wo und was von uns nun verlangt ist.* Und welcher Natur das ist, was wir noch tun können.




*Diese Bemerkungen sind nach der Lektüre einer scharfen Kritik am Rentensystem entstanden, in dem ausgerechnet Vertreter unserer Generation der Politik Versagen vorwarf, weil diese nicht in der Lage sei, gute Renten zu gewährleisten. Dabei scheinen wir aber zu vergessen, daß unsere Rente zwar tatsächlich mit "Lebensleistung" zu tun hat, aber diese Lebensleistung sich nach ganz anderen Parametern bemißt wie Geld, auch nicht einmal Arbeitsleistung. Sie ist eine Frage dessen, ob aus dem, was wir als Leben geführt haben, Dauerhaftes, Bleibendes entstanden ist. Denn letztlich hat eine Gesellschaft mit ihren sämtlichen Mechanismen und Ordnungen nur DARIN ihr Sein. 

Um das Rentensystem "zu sichern" sind deshalb Maßnahmen notwendig, die keineswegs mit einer Perpetuierung der bisherigen Voraussetzungen (als reines Geld-Umlageverfahren) zusammenstimmen. Auch übrigens der Irrglaube, durch die Zuwanderung, die wir erleben, wäre diese Parität aufrechtzuhalten, entstammt diesem Irrtum, der da im Traumwandel sagt, man müsse die bisherigen Paradigmata irgendwie einfach weiter erfüllen. Altersversorgung und Volk sind untrennbar verbunden, und sie sind nur innerhalb dieser Einheiten zu lösen. Niemand weiß das besser als - eben diese Zuwanderer. Die deshalb gar nicht verstehen KÖNNEN was uns antreibt, das nicht zu sehen. Denn sie wissen, daß sie diese unsere Vorstellungen niemals erfüllen werden.






*230418*

Wenn Vernunft nur noch als Verschwörungstheorie auftritt (1)

Nicht jede Verschwörungstheorie ist Unsinn oder Verstörungssymptom. Es ist sogar realitätsfern zu glauben, daß es keine geheimen, unaufgedeckten und unaufzudeckenden Absprachen gibt. Ja, wo es Menschen gibt, gibt es zwangsläufig menschliche Wirklichkeit, die nur rückfolgernd und als Theorie zu erfassen sind. Und so als Prämisse der Wahrnehmung die Realität zur Wirklichkeit aufschließt. Immerhin liegt sogar das Wesen der Wirklichkeit unsichtbar, geistig, somit im Medium der Sprache. Deshalb ist ihr Kriterium die Wahrheit, ebenso wie bei jeder Verschwörungstheorie. Was uns zu Ursachen für solche Theorien bringt, die da die Lüge und die fehlende Offenbarung sind.

Jeder kennt ja die Situation, wohl kaum einer ist ihr nicht zum Opfer gefallen, wohl kaum einer hat sie nicht schon selbst als Täter erzeugt, in der man den anderen bewußt in die Irre führt, indem man ihm nicht die Wahrheit offenbart, sondern ihn bewußt zu täuschen versucht, und von ihm außerdem verlangt, daß er eine Realität, der er sich gegenübersieht, und die er zu begreifen versucht, gegen manchen Augenschein konstruiert. Das erfolgt nicht zuletzt durch den Umstand, daß jeder Mensch die Grundmatrix des Wirklichen zutiefst, und zwar wirklich zutiefst, ja konstituierend (sic!) in sich trägt. Stimmt nun eine Realität mit dem Begegnenden insofern nicht überein, als das Etikett, die Erzählung, das vom Gegenüber (beziehungsweise der Allgemeinheit als "Raum der Sprache", damit auch der eigenen Sprache!) Ausgesagte strukturell übereinstimmt, muß er um seine Freiheit zu wahren die Wahrheit "konstruieren".

Aber nicht, in dem er sie willkürlich erfindet - damit gibt sich niemand zufrieden. Sondern eben, in dem er sie findet. Und dazu bleibt ihm angesichts einer beharrlichen Weigerung des allgemeinen Sprachraums, die Wahrheit zu sagen, ja eines allgemeinen Willens, zu lügen, der Ausweg eines "es kann nicht anders sein", eine ultimo ratio also. In der entscheidend wird, wie vernunftgeprägt, auch mit welchem Wissen getränkt derjenige ist. Vieles an dem heutigen exzessiven Mediengebrauch hat darin seine Wurzeln: Der Einzelne sucht Allgemeinheit. Das gehört zum Wesen menschlicher Vernunft!*

Somit gehört es zum Wesen von totalitären Systemen, die da sui generis versuchen, den Einzelnen zu einem gewünschten Verhalten, ja zu einem gewünschten Sein zu zwingen (was zwangsläufig zu einer Verletzung der Freiheit und damit Vernunft des Einzelnen führt), daß als Reaktion Verschwörungstheorien blühen. Denn dem Einzelnen bleibt nur noch ein Begreifen, das vom Allgemeinen getrennt weil zwangsläufig anders ist. Denn das Erfahrene widerspricht der zuinnersten Vernunftmatrix. So wie es zum Wesen von totalitären Systemen gehört, die Natur einer Gesellschaft als Gefüge einer Hierarchie zu mißbrauchen, das heißt, über Autorität - zu lügen, zu manipulieren. Und manipulieren heißt, die Freiheit weil Vernunft des Einzelnen zu düpieren. Bis zum Mißbrauch, der die Freiheit des Einzelnen in einer Teilentscheidung benützt, um ihn über die Folgen seiner Entscheidung zu täuschen, ihm Verantwortung aufzuladen, die er gar nicht trägt weil tragen konnte.

Damit haben wir bereits einige Kriterien erarbeitet, die uns helfen zu verstehen, warum es zum einen heute so viele Verschwörungstheorien gibt, das heißt Theorien, die von der Allgemeinheit nicht bestätigt, ja die sogar bewußt als "Lüge" ("Fake") dargestellt werden, daß man manchmal schon meinen könnte, die Vernunft sei nur noch in der Form einer Verschwörungstheorie zugängig. Und zum anderen, warum es Verschwörungstheorien gibt, die tatsächlich nur Unsinn sein KÖNNEN, weil sie den Grundsätzen der Vernunft widersprechen. 

In denen also jemand zwar DIE WAHRHEIT sucht - die immer ein allgemeines, autoritatives Gebäude ist - aber nicht die Grundinstrumente der Wahrheit zur Verfügung hat. Weil auch das Erkennen der Welt, die Welterkenntnis eine Hierarchie hat, die eine Analogie zum Wirklichkeitsaufbau der Welt überhaupt ist. Und also von der Ontologie ausgeht, und die ist zuerst Sein und damit Ursache und damit Gott.

Insofern sind in manchen Verschwörungstheorien auch Dinge sichtbar, die zu sehen deren Vertretern so gar nicht recht sein dürfte. Denn sie geben auch Aufschluß über die Sittlichkeit. Denn vieles, was uns als "Neugierde" begegnet, ist eine durch Unsittlichkeit entstellter und damit ins Gegenteil verkehrter Erkenntnisdrang, der oft weit in die Gnosis hineinreicht, die ja bekanntlich wirkliche Sittlichkeit (die eine des Seins ist, und nur daraus eine des Verhaltens) durch eine scheinbare Weisheit zu maskieren versucht.


Morgen Teil 2) Aus einer Grundstimmung des Mißtrauens geboren
Verschwörungstheorien als ultimo ratio



*Hier zeigt sich, warum das Internet schon aus seinem Wesen heraus nicht dafür geeignet ist. Weil Autorität nicht "auswählbar" ist, nicht der persönlichen Disposition unterliegt, wie es das Medium Internet (schon rein technisch zeigt sich das: im Bildschirm, der jedem Buchstaben, jedem Wort "Scheinhaftigkeit" und Disponibilität gibt! das betrifft in noch geringerem Maß aber auch schon das Buch, das die Grundlagen des Abendlandes mehr angefressen hat, als wir heute glauben wollen) an sich ja bedeutet. Der VdZ hat es schon vor Jahren darzustellen versucht: Das Internet ist als Medium der Wahrheitsverkündigung prinzipiell ungeeignet! Es kann bestenfalls destruieren, hinterfragen oder anregen, bestehende sprachliche=gedankliche Positionen aufzulösen.






*180418*


Dienstag, 1. Mai 2018

Vom verbrechenssteigernden Ferguson-Effekt

Ein Blick auf die detaillierten statistischen Daten über die Verbrechensraten in den USA kann mit manchem Mythos aufräumen. Und einiges Überraschende offenbart sich, liest man den umfangreichen Bericht von Edwin S. Rubenstein. So, daß die Verbrechensrate in den Vereinigten Staaten in den Jahren 1990 bis 2015 ganz deutlich (um fast die Hälfte) zurückging. Man kann vermuten, daß Zusammenhänge auch damit bestehen, daß sich im selben Zeitraum die Zahl der Inhaftierten nahezu verdoppelte. Heute sitzen in den USA nahezu zweieinhalb Millionen Menschen hinter Gittern. Das sind sieben- bis achthundert pro Hunderttausend Einwohner, also rund 0,7 Prozent, eine der höchsten Raten weltweit, China und alle Diktaturen eingerechnet. Etwa die Hälfte wegen Drogendelikten.

Aber die Zahlen beginnen sich in den letzten Jahren wieder zu drehen. Das hat vermutlich einen simplen Grund, den Rubenstein "Ferguson Effekt" nennt. Zu welchem Verständnis man vorausschicken muß, daß die Verbrechensrate unter Schwarzen exorbitant über der von Weißen liegt. Vor allem Gewaltverbrechen wie Mord oder Raubüberfall (an dritter Stelle: Autodiebstahl) "tragen die Farbe Schwarz". Aber zunehmend, ja stark zunehmend auch: Hispanic, also die Farbe der Zuwanderer aus dem spanischsprechenden Raum (das ist vor allem Mexiko), wobei die Hispanics überproportional gern zur Schußwaffe greifen. Dabei sind die meisten Opfer der Schwarzen (zu 93 Prozent) wiederum Schwarze, das zeigen die Opferstatistiken. Wie sich überhaupt die meisten Gewaltverbrechen innerhalb ethnischer Gruppen abspielen, als Täter wie Opfer.

Wie auch immer, gegen alle öffentlich betriebenen Kampagnen kann man durch Zahlen belegbar nicht behaupten, daß Schwarze ÜBERPROPORTIONAL inhaftiert oder gar Opfer von hartem Vorgehen der (weißen, "rassistischen") Polizei wären! Sie sind sogar leicht unterproportional. 

Übrigens decken sich die Zahlen aus den USA fast komplett mit ähnlichen Erhebungen und Auffälligkeiten aus London. Und auch aus Kanada (Toronto!) sind sehr ähnliche Zusammenhänge zwischen dem Anteil der schwarzen Bevölkerung und Gewaltverbrechen bekannt. Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Schwarzer ins Gefängnis wandert, weil er ein Verbrechen beging, liegt um das Neunfache höher als bei einem Weißen. Dabei werden in den USA nur knapp 3 Prozent aller Morde überhaupt aufgeklärt beziehungsweise die Täter gefaßt.

Womit wir beim Ferguson-Effekt sind. In Ferguson war es ja 2015 zu einer Erschießung eines Schwarzen gekommen. Weltweit hatten die Medien dies zum Anlaß genommen, auf die besonders gewaltaffine Vorgangsweise der (mehrheitlich immer noch deutlich weißen) Polizei gegen Schwarze hinzuweisen - "Black life matters" etc. wurde geboren. Obwohl die offizielle Untersuchung feststellte, daß der Polizist vorschriftsmäßig und "richtig" gehandelt hatte, wurde er unter dem ungeheuren Mediendruck vom Dienst suspendiert und beruflich vernichtet. 

Das hat sich herumgesprochen. Und zwar sowohl unter weißen Polizisten ALS AUCH unter schwarzen Gewaltverbrechern, die sich besser "geschützt" fühlen dürfen. Wenn man also nun feststellt, daß seit 2015 die Gewaltverbrechen wieder steil ansteigend zunehmen, so könnte das damit zu tun haben, daß es sich heute ein (weißer) Polizist dreimal überlegt, ob und wie er gegen (eben mehrheitlich beziehungsweise im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil ganz deutlich überproportional verbrechensaffinen und weit überproportional gewaltbereite) schwarze Verdächtige vorgeht. Ein falscher Schritt, ein falscher Schuß, aber vor allem die garantiert schlechte Publicity - und er ist beruflich ruiniert. Interessant, daß seither auch das zuständige Ministerium in Washington die entsprechenden Verbrechensstatistiken (nach Hautfarbe aufgegliedert) nicht mehr herausgibt. (Die Daten sind aber indirekt noch ermittelbar.)

In jedem Fall sind die Morde in den amerikanischen Großstädten seit 2015 wieder deutlich am Steigen: In New York um 5 Prozent, in Los Angeles um 10 Prozent, in Chicago um 13 Prozent, in Houston um 23 Prozent. DEN Schock lieferte freilich Baltimore, wo Morde seither um 63 Prozent, Gewaltverbrechen mit Schußwaffen sogar um 75 Prozent anstiegen. Den Vogel schießt aber Milwaukee ab, wo es seit eben diesem Jahr 2015 zu einer Steigerung der Morde um 65 Prozent kam. Da fällt Washington D.C. mit seinen 56 Prozent fast schon positiv auf. Und überall dasselbe: Die Opfer wie Täter sind zu achtzig und mehr Prozent Schwarze und zu acht und mehr Prozent Hispanics. Etwa sieben Prozent aller Gefängnisinsassen der USA sind Schwarze.

Weit überlegen führend bleiben Schwarze zudem wie überall in der Zahl der Drogendelikte, aber das lohnt ja kaum noch der Erwähnung, seit es diverse Konzerne geschafft haben, daß sie unter dem Titel "Pharmazeutika" Drogen verklickern. Man spricht heute schon von gut 12 Millionen Psychopharmaka- bzw. Medikamentenabhängigen. Ritalin, vor allem aber das zur Modemedikation gewordene PROZAC lassen grüßen.

Welch letzteres heute den seit Gründung in jüdischem Familienbesitz stehenden Pharmakonzern Eli Lilly, einen der heute größten Pharmakonzerne der Welt - neben dessen Methadon - reich macht. Auch nachdem er seine Tochter Monsanto 2017 an Beyer verkauft hat. Aufgestiegen war der Konzern wenigstens noch durch Penicillin. Aber diese Zeiten sind vorbei. Heute beruhigt die Familie ihr Gewissen mit "zahlreichen sozialen Projekten", in denen sie "den Charakter der amerikanischen Gesellschaft verbessern wollen". Vielleicht weiß es der Leser nicht, aber die meisten Pharmakonzerne arbeiten mit Gewinnen (sic!) von um die 40 Prozent. Und diese Retter menschlichen Wohlbefindens geben ums zweifache mehr Geld für public relations/Werbung aus als für Forschung. Und stehen seit je im Verdacht, Korruption als übliches Mittel des Geschäfts zu sehen. Welch' Vorwurf - natürlich frei erfunden ist.

No more comment also auch zu einem Konzern (unter zahlreichen anderen), der es geschafft hat, eine früher als reine Droge eingestufte Substanz zum Medikament erklären zu lassen. Angeblich übertrifft mittlerweile die Zahl der durch Psychopharmaka (als Droge) Versterbenden die Zahl der "echten" Drogenopfer um das Zweieinhalbfache. Die Droge ist so "gesellschaftsfähig" geworden, daß sogar schon jeder achte US-Soldat im Irak regelmäßig Prozac "auf Rezept" nimmt. 5 Prozent aller Kinder in den USA erhalten Prozac (auch unter anderen Namen) regelmäßig verschrieben. Eine ganze Nation wird mit offizieller Duldung süchtig gemacht. Eine medizinisch relevante Wirkung ist bis heute nicht nachweisbar. Es ist eine reine Droge.

Bleibe der Fokus an dieser Stelle vorerst aber wieder mehr auf das Kernthema dieser Ausführungen gerichtet, und damit nun auf Hispanics. Die sich anschicken, in allen Verbrechensstatistiken den zweiten Platz einzunehmen. Auch weil ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung der USA mittlerweile so stark gestiegen ist, daß Demographen davon sprechen, daß in zehn Jahren diese (weit überwiegend katholischen) Hispanics die (von einem wahren Genozid, bestehend aus sexueller Befreiung, Verhütung und Abtreibung schwerstens betroffenen) Schwarzen überholen und die zahlenmäßig stärkste nicht-weiße Bevölkerungsgruppe in den Staaten stellen werden. Parallel werden die Weißen sehr bald und erstmals auf unter 50 Prozent der USA fallen.

Die offiziellen weißen Katholiken werden sogar auf unter 20 Prozent fallen. Von über 30 Prozent - damals steigend - in den 1950er Jahren. Als man von offizieller Seite her begann, dem einen Riegel vorzuschieben und katholische "Neighbourhoods" aufzubrechen. Das war ziemlich erfolgreich. Nach Kirchenbesuch gerechnet (heute 10 Prozent gegenüber 90 Prozent in den 1950ern) sind weiße "Kultgeprägte" dann überhaupt eine winzige Minderheit von gerade noch 2 Prozent der Bevölkerung der USA. Ihre Fahne wird so irgendwie wohl von den Hispanics übernommen.

Ihnen statistisch (sic!) vergleichbar wächst derzeit nur die Gruppe der Muslime. NICHT in den Statistiken sind dabei die illegalen Einwanderer berücksichtigt, sie firmieren bestenfalls unter "Sonstige". Warum diese Kategorie in der Zahl der Morde um 107 Prozent anstieg soll sich der Leser selber denken.

Ob man zu manchen Schlüssen kommen muß bleibt zwar freibleibend, aber sie sind zumindest interessant. Denn rechnet man statistisch die Verbrechensraten hoch, so würde etwa in einem rein weißen New York (mit vielen Asiaten, deren Verbrechensraten da und dort sogar aber unter denen der Weißen liegen) die Zahl der Morde und Überfälle auf EIN ZWANZIGSTEL (in anderen Städten wie Chicago noch mehr) zurückgehen. Bei nicht einmal 10 Prozent Schwarzen in New York.







*220418*

Die Welt in einer Nußschale (3)

Teil 3)



Aber kommen wir wieder zur Philosophie zurück, zu Aristoteles und Plato, über die wir oben bereits gehandelt haben. In diesen beiden Philosophen ist die Philosophie prinzipiell zu ihrem Höhepunkt wie Endpunkt gekommen. Was sich dann noch abspielte waren nur noch Seitwärtsbewegungen, aber keine wirkliche Entwicklung mehr, meint Jones. Es BRAUCHTE also die Inkarnation Gottes, weil er sie die menschliche Weisheit und Erkenntnis vorantreiben konnte. Also findet sich etwa im Evangelium nach Johannes mit seinem berühmten Prolog "Im Anfang war das Wort ..." die Hereinnahme der griechischen Philosophie, aber zugleich deren Weiterentwicklung unter dem neu nun Gewußten, weil Geoffenbarten.

Hier hat sich auch der Stoizismus endlich weiterentwickelt, denn Jesus Christus ist eben KEIN Stoiker, sondern sein Leiden war echt. Jones bezeichnet nämlich die typische amerikanische Haltung des Westens als die des Stoikers. Aber sie versuchen ein Konzept, das überwunden und obsolet ist, weil es mit einer echten Erlösung nicht rechnet, sondern eine Form der Selbsterlösung ist.

Wie kann man, führt Jones aus, "logos" erreichen? Ganz einfach - durch den Versuch, vernünftig und logisch zu sein. Auch der VdZ hat immer festgestellt, daß das vielleicht größte Problem der Gegenwart NICHT das ist, was sie vor sich herschiebt - sie sei so rational - sondern das Gegenteil: Sie ist tief irrational, und der heutige Mensch kann nicht mehr denken, das ist sein größtes Problem. Er kann bestenfalls Teillogiken zusammenschustern, zu einem Scheinweltbild zusammenstellen, das nur noch da und dort "Richtigkeiten" kennt. Aber einzelne Richtigkeiten sagen oft rein gar nichts über Wahrheit aus, ja führen in der Regel sogar zu Verwirrung über das große Ganze.

Es ist aber unsere Pflicht als Menschen, den der Welt zugrundeliegenden logos zu erfassen, und dann unseren Willen dieser Vernunft unterzuordnen. Das führt zu einem geglückten Leben. Und es steht diametral der heute so häufigen Haltung gegenüber, unseren Willen zu bemühen und der Welt mit Technik unseren Willen aufzuzwingen. Unser Vorbild müssen die Heiligen Drei Könige sein, die alles darauf verwandten, die Ordnung des Universums zu erkennen. Bis sie auf den Stern stießen, der ihnen Umwälzendes ankündigte, und daraufhin alles dieser Wahrheit unterordneten. Sie waren nicht einmal getauft. Aber sie ließen sich von der Ordnung führen, das ist entscheidend, denn die Ordnung der Welt - der logos - liegt AUSZERHALB. Und ihm muß sich der Mensch anfügen, dieser Ordnung muß er gehorchen, sonst scheitert er.

Die Punkte, die wir von den Hl. Drei Königen lernen können sind also, daß wir in dem Moment, wo wir erkennen, wie diese Ordnung ist, ihr auch zu folgen bereit sein müssen. Erst ist also der Intellekt, und dann muß der Wille folgen. Wenn wir das tun, finden wir in einem dritten Schritt den "logos incarnatus", also den fleischgewordenen Gott. Die Hl. Drei Könige, die Astronomen waren, haben sich dabei ganz sicher etwas anderes erwartet, kein armseliges Kind in einer Krippe, vermutlich einen großen Philosophen oder Weisen. Aber sie haben akzeptiert daß das, was sie fanden, nicht ihren Plänen - ja überhaupt niemandes Plänen - entsprach.

Und damit das gemacht, was die (meisten) Juden nicht zuwege gebracht haben. Als sie entdeckten, daß der angebliche Messias kein starker König David war, der mit großer Macht durchgesetzt hat, daß ihn alle respektieren, und das Land mit starker Hand geführt hat, haben sie ihn zurückgewiesen, weil sie nicht akzeptieren konnten, daß der inkarnierte Gott nicht ihren Plänen entsprechen sollte. Es war zu demütigend, einem Kind zu folgen, das man noch dazu "kannte" - man kannte seinen Geburtsort, seine "Eltern". Gott mußte doch zumindest "ihren Standard" erfüllen!? Wenn Gott wollte, daß man ihn anbetete, dann sollte er doch bitte auch tun, was man von ihm verlangte?!

Das festzustellen ist alles andere als Antisemitismus, es ist notwendig um die Position der Juden heute zu verstehen. Und löst diese Frage definitiv von jeder Frage um Rasse oder Hautfarbe! Die Mehrheit der Juden in Israel sind Ashkenazi, also nicht einmal Semiten.

Weil es eine religiöse Frage, eine Frage der tiefsten Logik ist. Solange die Juden das also nicht akzeptieren, sich dem stellen, wird auch ihre Logik über Instrumentalisierung und Teillogik, die sich aber immer mit dem Insgesamt der Welt spießt, nicht hinauskommen. Ihre Ablehnung des Messias ist eine Ablehnung (oder Unterdrückung) der Wahrheit selbst. Das hat den Juden seit Christus immer und überall einen revolutionären Charakter gegeben, das hat sie zu ständiger Produktion von Ersatzglück angetrieben, in Utopien, und auch im Rationalismus, der im Grunde eine Form von Utopie ist, der den logos nachzubilden versucht, über den man aber immer herrscht.

Für den Juden ist der logos selbst nämlich ein Tyrann, der Gehorsam verlangt. Und das widerspricht seiner Vorstellung von Freiheit, die eine weltimmanente Freiheit der Willkür ist. Deshalb soll der Mensch alles tun und lassen können. Jede gesellschaftliche Ordnung, die im Sinne des Gemeinwohls auch den Schutz seiner Bürger als Aufgabe sieht, ist deshalb natürlicher Feind und Gegner, den es zu überwinden gilt. Das ist der Grund, warum die Juden seit je Gewerbe übernommen haben, die gesellschaftlich stabilisierende Präpositionen zu überwinden trachten. Ob das gewisse Formen der Unterhaltungsindustrie sind, oder Glücksspiel, oder Geldverleih (der wie hier bereits ausgeführt wurde in den allermeisten Fällen schon deshalb unsittlich ist, weil Bedarf nach Kredit fast immer menschlicher Schwäche entstammt und diese weiter fördert), oder Pornographie (es sind Aussagen von Juden die bestätigen, daß die Pornoindustrie weitgehend in Händen von Juden ist), Alkohol, Drogenhandel (auch und nicht zuletzt durch sogenannte Psychopharmaka!)

Und das macht sie tatsächlich zu Feinden der Menschheit, denn erst durch und im logos wird der Mensch zu sich selbst, ja das macht den Judaismus (als religiöse antichristliche Strömung verstanden) zum Feind der Vernunft. Das läuft als geistiges Urteil in der tiefsten Seele ab, und formt wie eine Matrix jeden weiteren Überbau des Selbst. Es macht sie auf eine Weise tatsächlich oft mehr "clever" als die Gesellschaften, in denen sie sich bewegen. Das hat keine "evolutionär-genetischen Gründe", wie etwa Jordan Peterson argumentiert (der, wir haben davon berichtet, eben Darwinist ist).

Das muß es somit auch für uns heißen: zu akzeptieren, daß der Plan Gottes nicht unbedingt der ist, den wir uns in den Kopf gesetzt haben. Wenn wir ihn aber annehmen, können wir endlich nach Hause zurückkehren.

Das heißt nicht, daß es einfach leicht ist. Der Mensch ist prinzipiell frei, das heißt aber auch, daß er das Nicht-Vernünftige wählen kann, daß er einem Begehren folgen kann, das ihn in seinem Willen zur Vernunft in Richtung Stillen der einzelnen, nicht in der Gesamtordnung (vernünftig) eingegliederten Begierde überwältigt. Dieser Kampf wird das ganze Leben über nicht aufhören, weil der menschliche Wille eben durch die Erbsünde (die man sich gewissermaßen als der Vernunft ausgegliederte, also immer wieder zurück zu gliedernden Neigung zum nur materialen, irdischen, vegetativen, sinnlichen Leben vorstellen kann) geschwächt ist.

Sexualität kann man sich, so Jones, wie Geld vorstellen, das einem gegeben ist. Der eine geht ins Casino und verpraßt alles, und der andere geht her und investiert ist. Und Sexualität zu investieren heißt, eine Familie zu gründen, die wiederum nur auf der Ehe basierend stabil und vor allem volle, wirkliche Matrix der Menschwerdung bleibt beziehungsweise wird. Eine Familie ist ein Mikrokosmos, der alles in sich birgt, was ihn bestehen und weiter bestehen läßt. Und deshalb muß es auch im Interesse einer Gesellschaft, eines Staates sein, zum einen die Ehe zu schützen, weil nur sie ihn überdauern läßt, und zum anderen Unsittlichkeit zumindest nicht zu propagieren und zu fördern, weil sie seinen Interessen zuwiderläuft.

Das Beispiel, das E. Michael Jones von seiner Familie erzählt - er hat eine ganze Welt "geschaffen", mit fünf Kindern und achtzehn Enkelkindern - erinnert den VdZ an den 80. Geburtstag seiner Großmutter. Zu dem mehr zweihundertdreißig direkte Nachfahren (also Cousins und Cousinen des VdZ) geladen waren, ein Stamm, zumal das vor fünfundzwanzig Jahren war. Und als seine eigene Mutter vor bald zehn Jahren verstarb, zählte sie über achtzig Nachfahren. Die alle würde es nicht geben, wenn sich diese Menschen nicht zu einer Ehe im Willen des Logos entschlossen hätten.

Dem steht heute bereits eine zweite Generation (nach der sexuellen Revolution der 1960er/70er) gegenüber, die mit dreißig, vierzig Jahren feststellt, daß sie zwar eine beachtliche Liste von Bettgenossen vorzuweisen haben, aber ... kein Leben, kein Werk. Sie haben nichts in ihren Händen, und außerdem noch berechtigte Angst um ihre Altersversorgung. Und, möchte man hinzufügen, Angst vor der massiven Zuwanderung, die von ihnen über kurz oder lang ihre Heimat übernehmen wird. Dabei aber nichts anderes ist als die Folge ihres eigenen Tuns, denn so muß man das nüchtern sehen.

Klar ist die Antwort von Jones auf die Frage des Moderators, ob es vorstellbar ist, daß jemand den logos findet bzw. übernimmt, ohne daß er es wollte. Nein, sagt Jones. Denn logos ist Gott, ein Wesen, und dieser hat alles aus Liebe geschaffen. Niemals würde er deshalb den freien Willen des Menschen korrumpieren, weil das hieße, daß er ihn in einem bestimmten Punkt doch nicht liebte! Gott mag locken, einladen, aber er respektiert immer den freien Willen, und überrumpelt niemals - es braucht die individuelle Zustimmung zum logos.

Der Mensch muß den logos suchen, das Gute zu tun braucht die Vernunft, und es braucht die rationale Bedingung (weil sie Wesensbestandteil des Menschen ist) um dem logos selbst zuzustimmen. Das Instrument Gottes, um der menschlichen Schwäche entgegenzukommen, ist die Kirche und sind die Sakramente als reale Wirkelemente.

Die Griechen hatten keine Kirche, deshalb war ihre Grundstimmung tragisch, denn was immer sie taten - es reichte nicht, sie blieben verdammt (Hades). Aber wir haben und kennen die Kirche.











*190418*