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Donnerstag, 20. Juli 2017

Alles beginnt mit dem Kopf

Veränderungen in einem Organismus können nur von oben her kommen. Diese Grundwahrheit wird leider heute meist ignoriert, und geht durch die massen-psychotische, als gesolltes Narrativ auferlegte (Selbst-)Täuschung über die wahre Gestalt von Phänomenen wie das Internet (als angebliche "grass-root-Bewegung"), aber auch als völlige Verkennung der "Demokratie", fast unter. Was deshalb einmal tragisch ist, aber auch zur Vorsicht mahnt, denn wenn Interessensvertreter, Sprecher, egal welchen Couleurs, von "Bewegungen von unten" sprechen, ist der Verdacht mehr als angebracht, daß sie etwas verschleiern wollen. 

Etwas sehr Persönliches. Etwas, das man als "Sand in den Augen" bezeichnen könnte, weil sie das Volk, also "die da unten", mißbrauchen (so, wie jede Revolution ein Mißbrauch ist, wir haben darüber an dieser Stelle vor Jahren schon viel geschrieben). Der freilich in einer fatalen Doppelfunktion einerseits nur dort funktioniert, wo ein soziales, identitäres Gefüge zerstört ist, und anderseits aus dieser Identitätsverlorenheit genau jenen Narzißmus ausblühen läßt, der diese Täuschung für die Menschen zur Schmeichelei macht, der sie erst recht auf den Leim gehen, ja dann sogar GERNE auf den Leim gehen. Wenn Führende das bewußt machen, ist es schlimm. Aber noch schlimmer ist, wenn sie es gar nicht wissen oder wissen wollen.

Aber die Wahrheit über das Wesen der Welt und damit des Menschen zeigt sie dann und wann doch recht deutlich. Die Welt ist an sich hierarchisch, und genau so ist der Mensch selbst, ein soziales Wesen per excellence, hierarchisch. Hierarchisch, oder er wäre gar nicht. Und damit ist auch klar, daß es diese Alternative eines angeblichen "von unten nach oben" gar nicht geben kann. Vielmehr ist die Einsicht angemahnt zu erkennen, daß eine Gemeinschaft von Menschen IMMER nur VON OBEN her geführt und damit auch verändert werden kann.

Das zeigt sich immer wieder. Nicht nur im Verhalten des heutigen Establishments, das umso lauter nach Demokratie ruft, als es umgekehrt umso schamloser und totalitärer über die Menschheit zu verfügen beansprucht. Unter anderem, weil sie es ja besser wisse. Oh Tragödie der heutigen Elitebildung, welche Tragödie ... in sich nötig weil prinzipiell wesensmäßig, konkret aber eine dämonisch inspirierte und befeuerte Perversion der Fürsten der Lüge - dem heutigen Establishment, für die das Wort "Elite" zu verwenden einer Blasphemie gleichkommt.

Aber es zeigt sich die Wahrheit des Gesagten im Wesen vieler Vorgänge, auf daß wir erkennen, wenn wir vor allem sehen wollen. So wie jüngst. Als Donald Trump den Ausstieg aus dem Klimaabkommen von Paris* auszusteigen ankündigte. Wobei wir über diese Sache alleine hier gar nicht handeln wollen. Vielmehr zeigt sich in einer jüngst erst durchgeführten Erhebung bereits eine erstaunliche Wirkung (die dann doch nicht so erstaunlich ist). Erstmals zeichnet sich eine Wende im Bewußtsein und vor allem natürlich im Mut der Bevölkerung an. Die zwar, wie andere Erhebungen zeigen, von der Klimapanik ohnehin sehr wenig hielt (Klimaangst rangiert unter den Ängsten der Amerikaner ganz weit hinten, wir haben darüber berichtet), sich jedoch offiziell brav am Gängelband der Klimadiktatur bewegten. 

Diese Wende - zumindest bei diesem Thema - zeigt sich in dieser Untersuchung an den Lehrern an High-Schools (entfernt mit hiesigen Gymnasien vergleichbar; sie enden mit Universitätsberechtigungszertifikaten) ab. Sie wurde von der bekannten Klimapanikanstalt National Center for Science Education durchgeführt und offenbarte wahre Panikstimmung. Sehr zur Enttäuschung auch der New York Times - und sie selbst schrieb von einer Enttäuschung; die NYT ist im übrigen sowieso bekannt für seine Dogmenführerschaft, nicht nur bei diesem Thema; als sie jüngst das erste mal (!) einen "Klimaskeptiker" (also jemanden, der nicht einfach nachbetet, was politisch-moralisch gesollt ist) als Kolumnisten vorstellte, brach ein Sturm der Entrüstung unter seiner Leserschaft aus - sind bereits ein Drittel der Lehrer an High Schools nicht mehr unter der Menge der Panikverbreiter zu summieren. 

Vielmehr versuchen sie ihren Schülern, wie es heißt, "Klimarealismus" vorzustellen. Was nichts anderes heißt als daß sie aufgehört haben, Panik zu schüren. Sondern die Schüler anleiten, sich einmal ernsthaft mit den wissenschaftlichen Fakten auseinanderzusetzen. Erstmals gibt es sogar maßgebliche Lehrervereinigungen, die Papiere mit verdächtigen Titeln wie "Why Scientists disagree about Climate Change" an die Schulen verschicken (und natürlich dafür von anderen Lehrergewerkschaften heftig kritisiert werden). Wo kämen wir aber da hin, wenn plötzlich seriöse Information an die Ohren der Schüler dränge? Die kann doch nur abspenstig machen?

Genau das fürchtet ja der klassische Klimaapokalyptiker. Schon die Haltung ist ja entscheidend, das hat er von der Religion gelernt. Sie ist jene Schaltstelle, die für den Fluß von Gnade verantwortlich ist. Sobald aber etwas angezweifelt wird, zeigt sich eine grundsätzliche Wende. Plötzlich wird nicht mehr durchfließen gelassen, was da eben von oben kommt, sondern mit einem mal wird das geprüft. Und damit hört die Klimareligion auf zu wirken, denn der Organismus verliert seine Einheit, muß auf das neue einheitstiftende Mittel - die Vernunft - zugreifen. (Das im übrigen die Grundlage dessen ist, was als christliche Ethik bezeichnet werden kann.) 

Der Grundsatz der Klimaapokalyptik, daß die Gefahr so groß sei, daß für ein näheres Überlegen keine Zeit bliebe, weil Moral über die Vernunft gehe, diese sogar gefährlich mache, ist damit obsolet. Entsprechend haben sich ja auch Stellungnahmen gemehrt die mit schriller Stimme darauf hinweisen, daß DAFÜR keine Zeit mehr sei, daß schon dieses Verlangen nach einem neuerlichen Durchdenken der Prämissen der Katastrophenpostulate eine unverantwortliche Straftat am Anliegen sei, das vor allem eines habe: Dringlichkeit.

Diese Dringlichkeit also stellen nun bereits ein Drittel der Lehrer in den USA-High- Schools in Frage. Und fordern ihre Schüler dazu auf, sich mit den Fakten auseinanderzusetzen. Die nämlich alles andere als eindeutig sind, im Gegenteil, aus denen sich eigentlich keine Klimapanik ableiten läßt! Und sie tun es, obwohl sie von Mainstreammedien dafür gehörig Zunder bekommen. So handelte die Washington Post in einem Leitartikel darüber, "was Lehrer in Zusammenhang mit Klimawandel falsch machen", weil sie die Botschaft nicht mehr ordnungsgemäß in die Köpfe ihrer Schüler eintrichtern. Dabei ist doch bekannt, wie wichtig die Schulen, wie wichtig Schüler sind - sie sind die Zukunft des Establishments! Wie sagte doch Lenin einmal? "Gebt mir vier Jahre an den Grundschulen, und ich mache Euch eine andere Generation."

Diese Wende aber wäre nicht (zumindest nicht in diesem signifikanten Ausmaß) möglich gewesen, wenn nicht der oberste Kopf der Amerikaner, der Präsident höchstselbst, durch ein Bekenntnis zu genau dieser neuerlichen Anmahnung der Vernunft, durch Ausscheren aus der dogmatisch verschworenen Bekennergemeinschaft der Klimaapokalyptik, und mehr hat er ja gar nicht getan, diese Haltung ermutigt hätte. Man kann also über Trump denken wie man will. Eines tut den Amerikanern, und über diese der ganzen Welt, mehr als gut: Daß er trotz allem das eine und andere Dogma aufbricht, das wie eine dumpfe geistige Fessel über der Menschheit liegt (das sicherste Zeichen der Dämonie, übrigens), und in den schon so größlich stinkenden Mief der embryonitischen Kuschelbruderschaften (vulgo: Eliten) frische Luft der Vernunft einläßt. 

Wenn es das ist, was man ihm als "Unberechenbarkeit" zuschreibt, dann bitte schön kann man Amerika und der Welt nur dazu gratulieren. Dann war oder ist Donald Trump** die krumme Zeile, auf der Gott trotz allem wieder gerade schreibt. Umso mehr könnte das der Fall sein, weil Gott da keinen Fehler gegen das Wesen der Welt beging. UND MIT DEM KOPF BEGINNT.






*Noch einmal: es war KEIN rechtlich bindender Vertrag, den da Obama noch rasch unterschrieb, auch wenn das viele behaupten. Er ist noch nicht einmal vom US-Kongress angenommen worden, also nicht einmal in interner Form verbindlich, Obama hat damals eindeutig seine Kompetenzen überschritten,. also das US-Gesetz gebrochen, und er wußte das auch. 

**Daß Donald Trump vermutlich ein großer Sünder vor dem Herrn ist will niemand hier bestreiten. (Nur: Wer ist das nicht?) Aber der geneigte Leser möge nicht übersehen, daß es einen kategorialen Unterschied zwischen der Sündhaftigkeit eines Menschen gibt, die seiner fleischlichen Schwäche entstammt,  und jener fatalen Sittenlosigkeit, die eine Abkehr von der Vernunft fordert, sich der Vernunft verweigert. Zwar gibt es eine Verbindungslinie, keine Frage, und die Sünde darf ncith unterschätzt werden. Aber sie kann vergeben werden. Nicht vergeben werden kann aber die Ablehnung der Vernunft. (Jawohl, hier haben wir sie: die Sünde wider den Heiligen Geist). Sie ist eine tief seelische, prinzipielle Haltung.






*210617*

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*220517*

Mittwoch, 19. Juli 2017

Selbstbewußtsein, das Realismus ist

Nach dem Betrachten einer der vielen Versuche, die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges (und insbesonders des Hitlerismus) zu einem Verstehen zu führen (und: es gibt jede Menge, wirklich: JEDE MENGE an solchen Versuchen; zumeist völlig untauglich) weil zu begreifen, liest sich meist eine Art Befremden, wie denn das deutsche Volk- und schon gar seine Führung - überhaupt je glauben konnte, anderen Völkern überlegen zu sein. 

Herrschaften, Leser, für wie naiv werden wir denn verkauft? Hat der Leser dieser Zeilen noch nicht genug Anstrengung damit verbracht, reale Rückmeldungen zu verarbeiten? Hat er noch nie erlebt, in welchem Ansehen deutsche (und sehr wohl auch: österreichische) Arbeit und Wirken im gesamten Osten Europas steht? Hat er noch nie erlebt, wie selbst die so nationalstolzen Ungarn - und der VdZ lebt ja in Ungarn - österreichische, deutsche Arbeit wertschätzen? Weil sie sie IM REALEN UNTERSCHIED erkennen? 

Damit wissen, daß ein deutsches Wort (und damit sei auch das Österreichertum einbegriffen, ein für allemal) ganz andere Stichhaltigkeit hat als ein ungarisches, polnisches, bulgarisches, rumänisches ... etc ... hat? Daß Waren, Dienstleistungen aus diesen Völkern eindeutig weit über der Leistungsfähigkeit oder -bereitschaft dieser Völker stehen? Hat der Leser dieser Zeilen noch nie erlebt, wie in diesen Ländern deutsche/österreichische Arbeit und Leistung und damit Ware geschätzt wird?

Gehen wir bei Ungarn noch weiter ins Detail. Wo es eine riesige Zahl von Gütern angeboten gibt, die aus ehemaligem deutschen/österreichischem Besitz stammen. Mit denen nie jemand in Ungarn etwas anzufangen wußte.  Wo es nie eine Bürgerschicht gab bzw. gibt, die diese Güter zu erhalten vermag. Wo jede Gesellschaftsform versagte. Wo aber bliebe die nüchterne Bestandsaufnahme, die die Geschehnisse von 1946 als das anerkennte, was sie war. Wo die Expedierung hunderttausender Deutscher aus Ungarn zu einem wirtschaftlich-kulturellen Kollaps geführt hat?

Die kulturelle Substanz dieses Landes ist verfallen, nicht vorhanden. Und da nützt kein Orban-Geschwätz und kein nationalistisches JOBBIK-Gerede. Ohne Deutsche, nach 1946 brutal expediert, ist dieses Land, das seine Vielvölkerschaft zumindest noch unter dem Königtum vereinen konnte, in ein Beuteland der Oligarchie verfallen. Allerbestens. In ein ost-weltliches Despotensystem zurückgefallen. Es gibt nirgendwo im Osten noch die sozialen Schichten, die die einstige kulturelle Höhe dieser Länder aufrechthalten kann. Daran scheitert jede der sogenannten "Ostphantasien", die von lächerlichen Mathematik-Menschen ausgeht, ohne die Wirklichkeit zu sehen.

Selbst die Putzfrau des VdZ weiß, daß die deutschen Haushaltsgeräte in dessen Haushalt von unerreichbarer Qualität sind. Und selbst wenn sie Putzmittel braucht, wünscht sie ausdrücklich deutsche.  Und sie hat natürlich völlig recht. Die sind einfach besser.

Dieselben Erfahrungen macht man bei Reisen in sämtliche ost- und süd- und südosteuropäische Länder.

Was braucht es also an "Rassismus", um zu erkennen, daß die Präzision der Sprache, als Trägerin, als Motor der Kultur, ein überlegenes Volk kennzeichnet? Wie dicht muß man da die Augen schließen? Was ist daran "nationalistisch", oder gar "rassistisch"? Es ist nur realistisch. Und niemand weiß das besser als die angeblich unterdrückten ost-südost-europäischen Menschen.


*240617*

Wir WOLLTEN sein wie die Amerikaner

Es ist mehr als eine Hommage an die wunderbare Schauspielerin Sophia Loren. Es ist ein Gewahrwerden, daß wir uns auch unserer eigenen Zeitbedingungen bewußt sein müssen, und daß es zu nichts als Verhärtung und Lächerlichkeit führt, diese zu verleugnen. "Du willst ein Amerikaner sein" war viele Jahrzehnte die Maxime Europas, und das müssen wir zur Kenntnis nehmen. Müssen diese oft kleinen Sektschalen leeren, dürfen sie leeren, sie waren voll guten Champagners. Das Ganze ist eine andere Sache. Aber schütten wir mit dem Bade nicht die Einzelwahrheiten weg, das macht uns nur irritiert und unsicher und vor allem - engherzig. Damit ... dumm und wirklichkeitsdefekt. Denn das Eingangstor zum Wirklichen ist immer das historsich Konkrete, so dicht der Dschungel,den wir uns freizuschlagen haben, auch sein mag.

In diesem Filmchen übrigens einige Ausschnitte aus Charlie Chaplins letztem Film "Die Gräfin von Hongkong", nach dem er sich endgültig enttäuscht von den immer geringeren künstlerischen Möglichkeiten des technisch immer ausgereifteren Films - Farbe und vor allem: Ton. Chaplin lehnte den Ton im Film immer ab - trotz großartigster Besetzung und schauspieleirischer Großleistungen (Marlon Brando!) abwandte.









*120617*

Dienstag, 18. Juli 2017

Kriterien für wahre Menschlichkeit (2)

Teil 2) Erst die Moral macht daß wir zu fressen haben, Herr Brecht!




Zurück zu diesem kanadischen Windpark bedeutet das, daß der nunmehrige neue Besitzer von der Landesregierung Maßnahmen erwartet, die seine Anlage deshalb rentabel machen sollen, weil die öffentliche Hand das private Unternehmerrisiko übernimmt. Das eben nicht kalkulierbar, deshalb für private Unternehmen nicht verantwortbar ist. Das Beispiel zeigt uns nun, daß die angeblich aus ökologischen Gründen notwendige Umstellung auf Windkraft (die Lage bei Solarkraft ist um nichts anders) eine Gesamtbewegung VON DER KULTUR WEG verstärkt, ja sogar überhaupt erst bewirkt hat. 

Sie macht das menschliche Wirtschaften noch unmenschlicher, weil es die Gesellschaften den Zwängen einer Maschine aussetzt, die das Leben bis in kleinste Dinge hinein reguliert. Also den Takt für die individuelle Lebensgestaltung vorgibt, dem man sich auch unterwerfen muß, weil es keine alternativen Lebensweisen mehr gibt, ja diese sogar verboten werden müssen, weil jede Maschine kalkulierbare Elemente notwendig braucht. Das war schon der prinzipielle Fehler bei der Einführung des elektrischen Stroms generell, als man dazu überging, auf Stromnetze zu setzen. 

Es war, im übrigen, eine zur Gänze unterschätzte Folge einer Wirtschaft, die zunehmend auf "Netze" setzte, sei es zur Wasserversorgung, die Eisenbahnen und Verkehrsmittel generell, die Straßennetze, oder dem Internet, und es war das Problem mit der Einführung der mechanischen Uhr, die die ganze Welt mit einem unsichtbaren geometrischen Netz umspannte und ein völlig neues Lebensgefühl und -befinden auslöste. Sie alle haben Teil für Teil unserer individuelles Selbstüberschreiten ins Transzendentale hin abgelöst, indem sie vereinfacht gesagt den ganz realen Taktgeber Gott durch einen technischen Notwendigkeiten folgenden Taktgeber ersetzte. Und zwar nicht partiell, nicht über kurze Zeiträume, sondern in der Herstellung eines alle umfassenden technisch-mathematischen Raumes.

Die Folge war und ist, daß sich das Leben der Menschen mehr und mehr entleert, und zwar im wahrsten Sinn. Es besteht kaum noch Freiraum, und er wird sogar ständig noch kleiner, sich ins Transzendente (auf Gott hin) zu überschreiten, um so das wahre, wirkliche Leben in dieses irdische Existieren hereinzuholen, es damit mit Leben erst aufzufüllen. Stattdessen wurde das Leben selbst zu einer den großen technischen Apparaturen unterstellten weltimmanenten Teilapparatur bloßen technisch-mechanischen Funktionierens und beschränkter Nützlichkeitserwägungen im Dienste reiner Ablaufbewahrung. Entsprechend wird jeder menschliche Lebensvorgang auf technische Vorgänge heruntergebrochen, bis zum Gesundheitswesen hin, um die Gesamtmaschine Volk, Staat, Zivilisation kalkulierbar zu machen, die sonst nicht mehr funktionieren könnte..

Damit wird aber eine Kultur im wahrsten Sinne ausgelöscht, und durch einen technischen Vorgang ersetzt. Damit wird aber der Mensch tatsächlich entmenscht. Und das ist kein Detail, das man halt achselzuckend hinnehmen muß, sondern es wird und muß sich auf sein Leben auswirken. Denn in Wahrheit KANN der Mensch nicht darauf verzichten, es gehört zum Menschsein unabdingbar dazu. Weil kein Mensch ohne Kultur überleben kann. Weil die Reihenfolge auch andersherum läuft, als wir bereits unter der Prägung der Maschinen, die uns seit langem pausenlos und immer mehr zwingen, mittlerweile glauben. Wo wir glauben, daß wie bei der Maschine zuerst die mechanischen, materiellen Vorgänge zu laufen hätten, ehe man an "höhere Bedürfnisse" denken könne. 

Der Brecht'sche Ausspruch "Erst das Fressen, dann die Moral" ist nicht nur brutal, er ist auch sachlich falsch. Ohne Moral wird auch die rein irdisch-materielle Fähigkeit des Menschen, ohne Moral wird auch eine Wirtschaft und die Geldproduktion (die in Wahrheit eine Produktion von Werten DURCH den Menschen ist) unweigerlich zusammenbrechen. Der Mensch bezieht seine Kraft nicht aus Kalorien und Vitaminen, wie eine Maschine. Sondern er bezieht seine Kraft aus dem Transzendenten, aus Gott. Er beginnt - nicht: endet! - also mit dem Kult, mit dem Spiel, mit der Lebenskraft die aus dem Ewigen Leben kommt, zu dem er sich in dem Moment öffnet, wo er sein Leben in die Hand Gottes legt. Und das tut er in dem Moment, wo er nicht mehr "kalkuliert", sondern einer Sache folgt, die er tut, auch wenn sie ihn das Leben kosten könnte. So legt er sein Leben in die Hand Gottes, und aus diesem Akt wiederum kann ihm Leben überhaupt zufließen, und zwar aus dem absoluten Leben heraus. 

Nichts aber gibt es, das sich nicht aus diesem Absoluten, aus Gott, aus dem Sein selbst, nährt und seinen Bestand holt. Was die philosophische Logik hier als Tatsachenfeststellung konstatiert, weil eben die Welt selbst auf logos, also auf Vernunft beruht, ist von einer einzigen Realistik getragen, ist alleine zutiefst realistisch. Keine Technik, keine Maschine kommt an Realität dieser Realitätsbezogenheit nahe oder kann sie gar ersetzen. 

Deshalb braucht es auch ein Leben - und dieses "braucht" heißt, daß man es als Urteilskriterium sehen muß, aus dem Entscheidungen getroffen werden - das mit der Technik und der Maschine in einem Sinne spielt, der sie punktuell als Hilfe betrachten läßt. Daß es aber niemals zu unserem Glück führen wird, wenn wir unsere Lebensvorgänge großen Maschinen und Ideenmaschinen übermitteln, um uns mit dem gerade noch abfallenden Rest zufrieden zu geben. Es braucht ein Leben, das ZUERST nach den jenseitigen Gütern sucht, weil sich aus diesen auch erst im Bestand weiß, und von dort aus die Kraft bezieht (und zwar real, nicht als Methodik, nicht als Magie, nicht als Technik) um Welt aufbauen zu können. Das heißt vor allem eine Welt, die wir Stück um Stück gestalten, in der wir nicht der blinden, zufälligen Gewalt der sogenannten "Natur" ausgeliefert sind, sodaß sie uns jederzeit gefährden könnte. Es heißt aber damit auch die Grenzen menschlichen Tuns zu erkennen, die in erster Linie die Grenzen unserer individuellen Mächtigkeit sind. Erst an diesen Grenzen wartet dann Gott, wartet das Jenseitige, das Absolute. Die Religion selbst, als Kult, als Gestalt, ist ja nur das Tor zu diesem Absoluten, in der Wahrheit diesem als Analogie gleichförmig, in der Gestalt des Kultes (woraus dann Kultur erwächst) diesem wie ein Trichter offen gemacht, ohne doch je darüber verfügen zu können.**

Der Weg in unsere eigene Zukunft ist aber damit einerseits eben nicht ein völliges Entsagen von Technik, das Abstellen jeder Industrie als hochspezialisierte Maschine der Arbeitsteiligkeit, ein Rückstieg auf eine primitive Lebensform, in der wir jede Technik ablehnen müssen. Keineswegs! Aber er ist ein Weg, der uns nicht in immer noch mehr Zwänge einspannt, weil wir dann angeblich, ab irgendeinem Stadium zumindest, auf das wir nur zu hoffen brauchen,  irgendwann auch Menschen werden können, wir müssen es nur geduldig abwarten. DAS wird nie eintreten. 

Es bedeutet aber, daß wir uns aus der Dominanz dieser großen Maschinen und Netze herauslösen müssen (statt sie, wie derzeit so mächtig gescheiht, die Verflechtungen noch weiter, das heißt: immer umfassender im Konkreten, zu verstärken), um sie zwar vielleicht ab und an zu benützen, aber anderseits auf keinen Fall zu Elementen einer gewaltigen Maschinerie zu werden. Es bedeutet, daß wir auch alles vermeiden müssen, das Entscheidungsprozesse, die für unsere menschliche Sittlichkeit, für dieses Hinübersteigen auf das Ewige hin, auf das absolute Leben zu, uns aus den Händen nimmt, und damit unser Leben tatsächlich einschränkt und schließlich erdrosselt.





*Das ist der Fluch aus der Ursünde im Paradies, das ist gemeint, wenn Gott den Mann zur Arbeit im Schweiße seines Angesichts "verfluchte", ihn in eine Art Kampfsituation mit der Umwelt stellte, der er das Notwendigste fortan zu entringen hatte.

**Diese Nicht-Verfügbarkeit, die eine enorme Verwundbarkeit bedeutet, weil das Sein der Welt eben NICHT in unserer Hand liegt, zumindest nicht im Letzten bzw. Ersten, ist das entscheidende Kriterium für die Gnade, für das Einfließen des Göttlichen in diese Welt, für die Verbindung von Gott und Welt. Sie ist jener Geist der bittenden Haltung und Liebe, die Voraussetzung weil einzige mögliche, adäquate Haltung dem Absoluten gegenüber ist. 






*170717*




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*220517*

Montag, 17. Juli 2017

Veränderung der Bevölkerung

Neue Untersuchungsmethoden bei der Extrahierung von DNA aus sehr altem Knochenmaterial machen es mittlerweile möglich: Eine jüngst abgeschlossenen Untersuchung des Genoms von über 150 ägyptischen Mumien aus der Zeit 1400 bis 400 vor Christus brachte dabei ein überraschendes Ergebnis. Denn diese Menschen zeigen genetisch hohe Verwandtschaft mit der Genlandschaft der Menschen der Levante, des Nahen Ostens und aus Europa aus der Zeit des Neolithikums.

Auffallend ist auch, daß sich den untersuchten Mumien aus einer Zeitspanne von 1.000 Jahren so gut wie keine wesentlichen Veränderungen der DNA zeigen. Das bedeutet, daß sich auch die vielen Fremdherrschaften kaum auf die genetische Disposition der Ägypter dieser Zeit auswirkten. Das wollten die Forscher der Universität Tübingen und vom Max Planck-Instituts nämlich herausfinden. Vergleicht man diese DNA mit der DNA aus Gebeinen des Neolithikums der erwähnten Räume liegt der Grund auf der Hand: Die Völker dieses geographisch gesehen großen Raumes unterschieden sich kaum. Zumindest nicht genetisch.

Insgesamt deuten die DNA-Befunde nämlich darauf hin, daß es eine genetische Kontinuität im Mittelmeerraum vom Neolithikum bis hin zu den Römern gibt. Zwischen den alten Ägyptern und den Römern bestand damals genetisch mehr Ähnlichkeit als zwischen heutigen Ägyptern und heutigen Europäern. 

Was der bisherigen These widerspricht, nach der die Assyrer, Griechen und Römer den alten europäischen Genpool überlagert und stark verändert hätten. Diese Untersuchungen, denen ein wissenschaftlicher Durchbruch in der Ausfächerung alter DNA-Zeugnisse zugrundeliegt und die eine bisher nie erreichte Verläßlichkeit haben, belegen, daß  dies nicht der Fall war. Daß es also vor diesen tausenden von Jahren keinen Bruch in der Bevölkerung gab. Vielmehr haben wir es im Neolithikum (das man ab dem Ende der letzten Eiszeit etwa 10.000 v. Chr. bis 2.200 v. Chr. ansetzt und die Zeit der Seßhaftigkeit, der landwirtschaftlichen Technik und der ersten Städte anzeigt) mehr oder weniger mit ein- und denselben Menschen - von der Levante über Anatolien bis nach Zentraleuropa - zu tun.*

Sie unterscheiden sich aber erheblich von heutigen Ägyptern, die bereits eine weit höhere genetische Verwandtschaft mit der Sub-Sahara-Bevölkerung aufweisen als zu früheren Zeiten. Insgesamt zeigen dabei die alten Ägypter sogar einen weiter gefächerten Genpool auf als die Ägypter des 21. Jhds., was auf die Stellung des alten (Unter-)Ägypten als von vielen Völkern begehrten wirtschaftlichen und politischen Dreh- und Angelpunkt der Region verweist. Die genetische Verengung, die die Afrikanisierung des ägyptischen Erbgutes mit sich brachte, kann erst in den letzten 1500 Jahren eingetreten sein.**




*Das entspricht auch alten wie neuen Befunden, die aus archäologischen Fuinden darauf hinweisen, daß sich vor einigen tausend Jahren eine mehr oder weniger einheitliche Kultur von Ost nach West - vom Ural bis zur Donau, ja bis zur Normandie - und von Nord nach Süd bis über den Kaukasus hinweg ausgebreitet hatte. Dem entsprechen religionswissenschaftliche Untersuchungen die zeigen, daß die religiösen Vorstellungen in diesem Raum (den man sogar bis hinein nach Indien ausweiten muß) weitgehend gleiche Wurzeln verraten, die sich erst mit der Zeit differenziert haben. Der vielbesprochene Synkretismus der Römer war gar kein solcher, sondern vor zwei- bis dreitausend Jahren waren die religiösen Vorstellungen rund ums Mittelmeer generell sehr ähnlich. Lingustische Untersuchungen haben ja schon seit langer Zeit darauf hingewiesen, daß der Europäer seine Wurzeln im (im weitesten Sinn) kaukasischen Raum hat. Über die Rolle des Einbruchs des Mittelmeeres ins Schwarze Meer (ca. 6000 v. Chr., andere Schätzungen gehen von weit jüngerem Datum aus, also etwa 3000 v. Chr., etwa auch jener Zeiteraum, in dem der große sahara-afrikanische Binnensee versickert sein muß), das eine massive Wanderung der Schwarzmeervölker nach Norden (Skandinavien) und Westen ausgelöst haben muß, bestehen ja mittlerweile kaum mehr Zweifel.

**Wir enthalten uns aber ausdrücklich einer Wertung oder Spekulation! Oft zeigt Vielfalt nämlich auch Schwäche, ja mangelnde Kultur an, und es gehört zu den Merkmalen der postmodernistischen Zeit, wie wir sie heute erleben, "unspezifische Vielfalt" pauschal auch als "gut"  zu klassifizieren. Dabei kann sie auch Zerfall, Verlust der Einheit und spezifischen Kraft, ja damit Kulturlosigkeit anzeigen. Wenn schon, dann ließe sich genau das aus der bewegten Geschichte dieses Kulturraumes ableiten: Vorzeiten eines Ringens um Kultur, das aber über Ahnungen und Vorboten noch nicht hinwegkam. Man sollte sich also hüten, aus Befunden wie dem obigen mehr abzuleiten, als abzuleiten ist. Und nicht übersehen, daß wissenschaftliche Erkenntnisse prinzipiell einen ganz ganz schmalen, sehr abgegrenzten Grad an "Gewußtem" bedeuten.






*210617*

Kriterien für wahre Menschlichkeit (1)

Mit der kapital- und vor allem kreditbasierten Wirtschaft setzt sich eine fatale Logik in Gang. Denn fortan muß eine Maschine (oder eine Fabrik) nicht am Bedarf orientiert gemessen werden, sondern ihr erstes Parameter des Wirtschaftens ist die Kapazität. Sie ist der Maßstab, ob eine Fabrik und eine Maschine "sich rechnet", und sie muß sich rechnen, weil sie sich der Zinsautomatik unterwirft. Damit wird Wirtschaften immer mehr zum Zwang, und sämtliche ihrer Faktoren müssen sich dem unterordnen. Das ist natürlich vor allem der Mensch, desssen Flexibilität als Fähigkeit, sich auf etwas einzustellen, also nicht auf seine Bedürfnisse zu achten, sondern diese zurückzsutellen um sich auf eine Sachleistung hin zu überschreiten, hier zum Bumerang wird. 

So hat sich unsere Kultur mehr und mehr den Zwängen der Wirtschaft unterworfen. Hauptfaktor dabei war und ist der Staat, der sich nach langen abendländischen Jahrhunderten seit dem späten  Mittelalter als Maschine zu begreifen begann, dem das Volk zu dienen hatte. Eine Maschine, die fast ausschließlich dem Geld unterworfen war und heute noch mehr ist, und damit eben dieser Zwangs-Logik. Er KANN nicht tolerieren, wenn ein Volk sich entschließt, sagen wir, zwei Monate keine Steuern zu produzieren, weil die Bürger in einer Versamlung zu dem Entschluß kamen, etwas anderes zu tun zu haben, und sich sagen wir zwei Monate in ein Kloster zurückziehen um sich neu zu besinnen. 

Sie schmunzeln? Das war schon mehrmals ein echtes Problem. So im Spanien des 17. Jhds., aber auch im Kaiserreich des späten  Mittelalters, wo die grassierenden Armutsbewegungen, bis z. B. in der Lombardei schon 20 % der Bevölkerung erfaßten, zu einer reichspolitischen Gefahr wurden, weil zu wenige Steuern eingetrieben werden konnten.

Es war deshalb eine hohe Kulturleistung,  und zwar immer und überall, wenn sich eine menschliche Gesellschaft so organisierte, daß es mit Hilfe von Wissen, Sachverstand und Technik in die Lage kam, sich von solchen Zwängen immer mehr freizumachen. Man denke nur an die Revolution, die Haltbarkeitstechnik auslöste. Oder das Anlegen von Bewässerungsanlagen, das von den Zufälligkeiten der Natur weitgehend unabhängig, somit das Leben dem individuellen Gestaltungswillen verfügbarer machte. Was im Extremfall sogar so weit geht, daß sich der Mensch von den Jahreszeiten abkoppeln kann, wie durch Glashäuser, Lagertechniken, oder auch überregionalen Handel.

Dabei hatte die Menschheit immer große Scheu, sich zu weitgehend von den großen Kreisläuften der Welt abzuhängen. Denn gerade der Kulturmensch war und ist nur ein solcher, wenn er sich dem Ewigen, dem Transzendenten so weit zuwenden kann, daß es sein eigentlicher Lebensträger ist. Nur iin der Hingabe an die höchsten, göttlichen Werte wußte er sich als Mensch. Deshalb zählte für den Kulturmenschen immer beispielsweise die Ehre mehr als wirtschaftliches Wohlergehen. Nur im Geistigen, Immateriellen wußte sich der Mensch als Mensch.

Dieses Transzendente aber steck nicht nur hinter allem, auf die eine oder andere Weise, sondern entscheidend ist, was für ein Transzendentes es ist. Und das ist bei der Maschine eben - der menschliche Gedanke, der menschliche Geist, der sich hier speziell nur einem bestimmten Nutzen unterwirft. Niemals kann aber die eigentliche Lebenserfüllung als Nutzenrechnung gesehen werden, im Gegenteil, ihr Wesen ist ja geradezu die Offenheit für einen transzendenten Willen, und der ist nicht einfach nach menschlichem Nutzen zu berechnen, er muß ja genau für göttlichen Willen offen bleiben. 

Also hat man sich der Maschine (ob nun materieller, handfest-haptischer Art, also dem Mühlenapparat etwa, oder ob in organisatorischer Art, wie in einer großen, arbeitsteiligen Organisation) immer nur mit größter Vorsicht bedient. Schon gar alles zu verhindern gesucht, wo man in Gefahr geriet, sich einer (menschlich ersonnenen) Maschine zu weit zu unterwerfen. Darauf, genau darauf beruht die Kraft des Abendlandes, die als Kraft des Individuums weltweit Maßstäbe setzte, die sie allen übrigen Kulturen so überlegen machte. Sie war im wahrsten Sinn human, stellte die menschliche Lebensleistung (als Leistung zum Leben hin, und das heißt: Zum Heiligen hin) als Ausweis der Würde über alle bloß materiellen Ziele, die lediglich soweit von Belang waren, als sie eben notwendig (und gerade nur soweit) zu ertragende Zwänge blieben.

An einem Bericht über eine kanadische Windfarm fiel nun dem VdZ etwas auf, das man ebenfalls als enthüllendes Merkmal betrachten müßte, das die Verfehltheit (wegen einer falschen Grundrichtung) mancher heutiger Bestrebungen ganz anderer Art zeigt. Darin ist an sich von einer Anlage von Windrädern die Rede, die in Kanada vor 23 Jahren als eine der ersten dieser Art für die Produktion von Elektrizität errichtet wurde. Nachdem nun die Betreiberfirma von einem anderen Energiekonzern übernommen wurde, fiel nun dort die Entscheidung, diesen Windpark stillzulegen. Das Argument ist einfach: Er rechnet sich nicht. Er rechnet sich schon deshalb nicht - jetzt kommt's! -  weil in dem Moment, wo er seine Kapazität ausnützt, der Marktpreis für den Strom ... fällt. Denn nun liefern ja auch alle anderen Anlagen. Weil der Wind ja nicht nur an einem Ort bläst. 

Diese Rechnung ist ja nie aufgegangen. Denn die Vorstellung, daß der Wind mal hier bläst, dort nicht, und umgekehrt, hat sich als Irrtum herausgestellt. Zumindest in nationalem Maßstab stell man nun fest, daß der Wind (vereinfacht gesagt) wenn er bläst fast überall bläst, und wenn nicht, dann überall nicht. Also drängt wenn der Wind bläst jede Menge Strom an die Börsen, der Preis fällt ins Bodenlose (in Deutschland werden sogar "Negativpreise" erzielt, das heißt: Deutschland bezahlt zu Spitzenzeiten Abnehmer, in der Regel andere Länder, damit diese den Strom abnehmen.) 

Zusammen mit der Volatilität des Windstromes, der Unberechenbarkeit seiner Produktivität, ergibt sich eine Anlage, die nicht wirtschaftlich zu betreiben ist. Ihr Erfolg ist dem Zufall überlassen. Nur eine Einrichtung hat sie bisher "wirtschaftlich" sein lassen, und das waren spezielle Verträge mit dem Staat, der mit Steuergeldern diese Unberechenbarkeiten glättete und diese Maschine kalkulierbar machte. Dabei - nicht nur die Maschine, sondern überhaupt die Stromversorgung. Denn das Gesamtnetz muß stabil bleiben, sonst bricht es in ganzen Regionen oder gar einem ganzen Land (oder wie neuestens möglich: einem ganzen Kontinent, wie Europa) zusammen. Und dann steht alles. Also muß er dafür sorgen, durch Lückenfüller-Kraftwerke, die ständig in Warteposition verharren (Kohle-, Wasser- und vor allem Kernkraftwerke) diese unverzichtbare Glättung der Produktion zu erzielen. Die Stromnetze der Gegenwart sind also riesige Maschinen, die sich jeden Teilfaktor unterworfen haben. Damit sind ganze Länder und sogar Kontinente einem alles integrierenden Zwangssytem unterworfen.

Das oft gehörte Märchen von regioalen Netzen ist eben ein pures Märchen. Autharke Energieregionen, Kleinnetze, lokale Netze gibt ees nicht nur nicht mehr, sondern das Argument, ein umweltfreundlicheres Energienetz zu betreiben hat dazu geführt, daß Strom und Energie so zentralistisch verwaltet werden müssen wie noch nie. Es hat dazu geführt (und wird das zukünftig noch mehr, denn im "Entausbau" sind solche Netze bis zur Einzelabnahmestelle - das ist der wahre Grund, warum üerall "smart meter" eingebaut wurden - zentral gesteuert und koordiniert) daß sich aus der Maschine Energienetz ein gigantisches Zwangssystem über unsere Gesellschaften gebreitet hat. Das über kurz oder lang mit Zwang das Verhalten jedes Einzelnen den Gesamterfordernissen unterordnen wird. Systeme, die von einem Punkt aus gesteuert werden, können das nur, wenn sie auch die Möglichkeit haben, das Einzelne, die Teile zu beherrschen.



Teil 2) Erst die Moral macht daß wir zu fressen haben, Herr Brecht!






*170717*

Sonntag, 16. Juli 2017

Umkehrung

"Fatima ist  höchst aktuell. Nur auf eigenartige, umgekehrte Weise. Und das sage ich, obwohl ich kein Rußland-Fan bin. Aber heute haben wir nicht für die Bekehrung Rußlands und die Anliegen des Papstes zu beten, wie die Heilige Jungfrau es 1917 forderte, sondern für die Anliegen Rußlands, und die Bekehrung des Papstes."

Ann Barnhardt in einem Interview 2017





*140717*

Nicht Inhalte, sondern Strukturen sind erkennbar

Welch Tragödie des Auseinanderklaffens von Aufgefordertheit und Macht, also Vermögen, vom Internet als Ausfluß des absurden Gleichheitswahns der Gegenwart, einem Endstadium des Weltverfalls,  in jedem Fall, bis zur masochistischen Selbstmarter gesteigert. Der der Einzelne meist, so gut wie immer, völlig hilflos gegenübersteht, weil er nicht in der Lage ist, die inneren Antriebe geistig zu ordnen.

Aufbauend auf einem verqueren Verständnis von Erkenntnis, das auf Information und deren maschineller, abakusartiger "Verarbeitung" ausgeht. Dabei nicht weiß, daß Erkenntnis nicht mit Information zu tun hat, als läge sie quasi auf einer Ebene des Denkens, die jedem gleichermaßen zugängig wäre, sondern weil Erkenntnis von Persönlichkeit und damit Sittlichkeit untrennbar ist. Nicht die Information, nicht das "Wissen", das angeblich durch die Schulen und Universitäten vermittelbar ist, ermöglichen ein Ordnen der Weltinformation, ein Urteil über ihren Stellenwert und damit ihren Platz in der Ordnung des Ganzen, sondern die strukturelle Geschichtetheit des Erkennenden ist die Voraussetzung für ein Erkennen von Adäquanz der einströmenden Information.

Die allseitige Zugängigkeit von "Information" macht die Menschen nicht "informierter", sondern verwirrter. Stopft ihren Kopf mit Daten voll, die sie nur ihrer Persönlichkeit entsprechend einordnen können, womit sie sich in der Regel heillos überfrachten. Bildlich gesprochen: Der Müllfahrer ordnet die Information über Quantenphysik so, wie er den Müll sortiert,  der Gemüsehändler so, wie er seine Gurken von den Tomaten scheidet, und der Pädagoge so, wie er seine Kandidaten maltraitiert. Aber sie bleiben was sie sind. Ihrer aller Ansprechebene wäre also nicht "Wissen", sondern das in allem gleiche Strukturelle der Ideen, und nur das. Die inhaltliche Entsprechung (sagen wir: als Kompetenz zur Lösung eines Problems) ist praktisch zufällige Angelegenheit der Inhalte, mit denen eines Stand gefüllt ist.

Das Allermeiste, was uns in den Medien als "Meldungen" und "Informationen" begegnet, ist für so gut wie alle Menschen völlig unverarbeitbarer Datenmüll, der sich als ungeformter Plaque ablagert. Es gehört zu den Meisterstücken der Menschenverwirrung sie glauben zu lassen, sie könnten, ja sie müßten das.

Daß zugleich mit der Informationsflut und dem eingeredeten Glauben, alles ginge einen irgendwie an, weil man es auch lösen könne, das Gefühl der Ohnmacht  bei den Menschen steigt und steigt, zugleich die Aggression steigt, die Verletzbarkeit bei der Begegnung mit "anderen Meinungen", hat genau darin seine Ursache.

Unsere "Bildungspolitik" macht heute deshalb nicht Akademker, "Bildungsträger" aus Müllmännern und Pädagogen, sondern heftet Müllmännern und Künettenarbeitern (wobei: nichts, absolut nichts gegen diese ehrbaren Berufe!) Etiketten einer völlig in der Luft schwebenden Phantasieordnung an den Revers, die sie in die Verwirrung einbetonieren, ja sie dazu verdammen. Wer als Bauer oder Feinmechaniker seinen Doktor macht, ist nachher kein Akademiker, sondern ein Bauer oder Feinmechaniker, der verwirrt ist und mit Information umgeht, wie eben ein Bauer oder Feinmechaniker mit Gerste und Hafer oder mit Uhrwerken umgeht.






*130617*

Eine Krone der Musik

Man hört zuweilen über die 8. Symphonie von Anton Bruckner, daß sie die Krone der Musk des 19. Jhds. sei. Manche nennen sie sogar "Die Aypokalyptische". Der Komponist, der sie mehrmals überarbeitete, sodaß insgesamt vier, teils beträchtlich abweichende Versionen entstanden, bezeichnete sie selbst als "Mysterium". Am häufigsten ist die 2. Version in einer Mischverversion mit der 1. gespielt, seltener eine reine 2., wie hier, in einem Konzert aus dem Jahre 1970 mit dem Wiener Pro Musica Symphonieorchester, dirigiert von dem damals schon betagten Jasche Hohenstein. Eine Aufführung von der manche meinen, sie gehöre zu den größten dokumentierten Aufführungen klassischer Musik überhaupt.

Und in der Tat: Wer sie in dieser Interpretation der 2. Version von 1890 hört könnte sogar  meinen, ein neues Werk vor sich zu haben. So erging es wenigstens dem VdZ. Von jeder oberflächlichen Romantik gesäubert, mit der Brucknern ja gerne einmal Gewalt angetan wird, offenbart sich eine Klarheit, als habe der Dirigent das Werk wie in einem gewaltigen Destruktionsakt mit dem Seziermesser auseinandergenommen und die nunmehr für sich stehenden Elemente wie zu einem neuen Werk zusammengefügt. Element um Element wird eingeführt, fast isoliert, nebeneinandergestellt, wieder zurückgenommen, dann wieder wie in einem Spiel aufeinander losgelassen, aneinander gerieben, wieder zurückgenommen, bis sich alles im Finalsatz entlädt. Dabei kommt die Monumentaliät und Reichhaltigkeit des Werks zu einer Entfaltung, die selbst jemanden umwirft, der diese großartige Symponie schon oft gehört hat und wissen müßte, was auf ihn zukommt. 

Der 4. Satz nimmt in seiner erschütternden Kraft schließlich alles auseinander, was einen erst noch zusammenhielt, und treibt zu einer Spannungszusammenballung wie unter Schmiedehämmern, die in den Sätzen zuvor, die wie ein Panorama des 19. Jhds. wirken, vorbereitet wurde und in der zu einem Ganzen getriebenen Verflechtung nun zwingt, sich neu zusammenzusetzen. Bruckner läutert in seinen Symphonien keine Themen, reinigt sie im dialektischen Spiel der Sätze und ihres Charakters, sondern setzt auf das Spiel der Motive, das er mehr und mehr und immer vollständiger auftürmt. Sogar seine Symphonien also sind keine Dramen (bzw. Sonaten), sie sind im Grunde Fugen, in denen er Spannung aufbaut, die bis zur Grenze des Tragbaren geht. Er hat nicht nur hier Stellen (man denke an die 7.!) die das Innere des Hörers anspannen bis es regelrecht zerreißen möchte, bis er alles endgültig in den katapultartigen Schluß hebt.

Bruckners Seele ist zu rein für das Drama, zu sehr bereits am Zielpunkt, darin ist er etwa Bach ähnlich. Er schält nicht heraus, sondern er ordnet, schichtet, gliedert, bis er einen Schicksalsturm aufgerichtet hat. Das kann man in fast allen seinen Werken deutlich erleben. Und in diesen Motiven zeigt sich seine Lebensreifung auch an bzw. in der Symphonie. Denn der Künstler hat eigentlich nur eine Aufgabe: Dem Universalen zuzureifen. Das Werk gibt nur Zeugnis, ist Botschaft von unterwegs, sagt A. P. v. Gütersloh einmal so richtig. Im Grunde arbeitet er aber immer nur an EINEM Werk, das mit dieser Reife immer vollkommener wird. Wenn die Turmspitze endgültig in den Wolken verschwindet (wie bei Bruckner dann in der 9. Symphonie).

Man geht aus dieser 8. also ebenfalls mit einem neuen Weltgefühl hinaus, sieht die Welt, in der Gott mit ungeheurer Macht wirkt, erst im Hintergrund, dann immer deutlicher im Vordergrund, nachdem alle Teile und Einzelmotive hineingenommen sind. Dem jedes menschliche Element gehört, das sich auf ihn öffnet, ihm zustrebt, erst von ihm erfüllt wird, fortan anders weil ins Ganze eingefügt.

Man könnte bei der 8. Symphonie aber auch meinen, Bruckner habe das Wesen des 19. Jhds. wie in seiner historischen Entwicklung zusammengefaßt, als wiese der Schluß auf das hin, was wenige Jahrzehnte später kommen sollte, in einem unaufhaltsamen Voranschreiten, in einer Getriebenheit und Unausweichlichkeit, die einen das Fürchten lehrt, weil kein irdischer Trost mehr bleibt: Die Apokalypse des 1. Weltkrieges. Deshalb hat er auch die übliche Reihung 1. und 2. Satz umgedreht, beginnt mit dem Spiel, das sonst die Themen des 1. Satzes, in denen das Ende noch ringt, erstmals aufschlägt. Bruckner sammelt hingegen Motive. Und wird daraus immer schwerer, denn immer mehr mischt sich Gott hinein, zu dem die Welt steigt. Höre man schließlich die Posaunen, höre man die Reiter, er kommt! Es bleibt nur Hoffen aus Glauben als Trost, nur Ergebung. Keine Welt tröstet, ihr Schicksal und ihr Weg ist besiegelt. Der frenetische Applaus bestätigt das Gelingen dieser Wirkung. Er gehört zur Aufführung dazu, denn er zeigt sich als ein gerade noch zurückgehaltener, nun endlich ausbrechender, wie ein angesichts der nun offenbaren Transzendenz herausgestoßener Aufschrei der Erlöstheit.

Leider ist die Aufnahme - dankenswerterweise wenigstens in digitaler Umspielung auf Youtube einhörbar - als Schallplatte so gut wie nicht erhältlich. Denn nur ein Kreis von Abonnenten der privat finanzierten Aufführungszyklen erhielt sie, auf dem freien Markt taucht sie so gut wie gar nicht (und wenn zu Liebhaberpreisen) auf.










*120617*

Samstag, 15. Juli 2017

Müller und Krenn in derselben Abscheulichkeitslade

Was die Geschichte um die Entlassung von Kardinal Müller als Präfekten der Glaubenskongregation lehrt? 

Sie lehrt, was für ein windelweicher Kriecher Müller immer war. Das ist auch schon alles. Die Geschichte, daß er von einem tobenden Franziskus von einer Messe, mitten in der Zelebration, zu sich befohlen wurde zeigt genau das. Denn das ist ein starkes Zeugnis gegen Müller. Nicht gegen den Papst. Was muß einen Kardinal (!) treiben, ein Meßopfer für unterbrechbar zu halten? Was ist das für eine Charakterleiche, die das glaubt? 

Was ist das für ein ... Katholischer Kardinal, der mit seinem Blut, expressis verbis (es erklärt die rote Farbe) den Glauben und Jesus Christus zu verteidigen geschworen und bewiesen hat, der stante pede von der Messe davonläuft und dafür dann noch den Papst beschuldigt, indem er dann erklärt,  der wie bekannt häufig cholerische, häufig gar vulgär-gossenhaft ausfallende Papst "in schlechter Stimmung"  habe ihm ein belastendes Dossier über einen anderen Kardinal überreichen wollen?

Daß dieser Papst ein größenwahnsinniger, vulgärer, geistesgestörter Irrer, ein abstoßender Charakter ist, das wußte jeder vom ersten Moment an, als er ihn als Papst sah, der noch einen Rest von Vernunft hatte und nicht selber dieser Charakterkloake zubehörte. So ein Drecks- und Lügenregime hat es im Vatikan schon Jahrhunderte nicht mehr gegeben. Das wußte man auch in Argentinien, wo sich Jorge Bergoglio ja so "meritenhaft" behabt hat, daß ihn jeder Katholik dort verachtet hat. Die Geschichte um seinen Verrat an Ordensbrüdern dem Regime gegenüber ist doch weit mehr als eine Episode. Sie ist symptomatisch. Das hat das ihm entgegengebrachte, aber so auffällig unterdrückte Maß an Abscheu längst abgerechnet. Dieser Papst glaubt an nichts, hat das Katholische nie, buchstäblich nie begriffen. Er ist genau jener Dummkopf, der aus Glaubenslosigkeit eben entsteht. Punkt.

Müller aber zum "Opfer der Rechtgläubigkeit" zu stilisieren erinnert fatal an die "Causa Bischof Krenn". Sie ist nicht viel anders. Müller war ja nicht zufällig und buchstäblich ein Schüler des Hegelianers udn späteren Bischofs Kurt Krenn. 

Kreuzesverweigerung. Nichts sonst. Die abscheuliche Meinung zu haben, daß es eine Rechtgläubigkeit ohne Kreuz gäbe, den eigentlichen Aktualisierungsmoment des Heiligen Geistes. Heißt, Heiligkeit in die Selbstrettung einer formalen "Rechtgläubigkeit" abzudrücken, die man kraft Intelligenz jederzeit zu einem perfekten Bild eines irgendso mühelos zusammenzulegenden (ekklektizistischen) Theologismus schustern kann, je nach Auditorium. Aber persönlich, mit Verlaub, verdient Müller, der doch durch selten gesehene Spagatleistungen alles zu bedienen versuchte, nicht das Mitleiden der "Rechtgläubigen", sondern Verachtung.

Bitte, Müller war doch nie der große "defensor fidei", als den ihn diese gesamte Schwuchtelgemeinde der vorgeblich Treu-Gläubigen hochgespielt hat. Der fiel doch jeden Moment um, je nachdem, wen er gerade als Auditorium vor sich wähnte. Blut hat dieser Kardinal - zumindest in allem, was von ihm offen wurde - nie geleistet. Damit hat er als Kardinal auch versagt, eine Entlassung ist damit nur zu logisch.

Daß Bergoglio eine Drecksau ist, wußte jeder. Daß es auch Müller ist, wußte vielleicht noch nicht jeder. Das war deshalb das einzig Neue. Es war längst notwendig. Und es ist in den kolportieren "Leidensgeschichten" dieses dereinst Regensburger Bischofs offenbar geworden.

Müllers Absetzung zum Kriterienfall des Glaubenskrieges zu machen ist deshalb dieselbe Perversion, die sie bei so vielen im "Fall Krenn" motiviert hat. Sie spielt dem Wahnsinnigen namens Bergoglio direkt in die Hände. Denn solchen Abschaum abzukassieren gelänge jedem Müllkutscher,. und er behielte sogar Recht.

Es hat so seine eigene Koinzidität, wenn dieser Argentinier nun und zeitliche (sic!) hergeht und eine neue, dritte Kategorie der Heiligsprechung einführt - die des Glaubenszeugen, der sein Leben "für andere" hingibt, auch ohne explizites Martyrium. Denke der Leser mal darüber nach! Hat aber Müller das? Ist diese Erklärung von Franziskus nicht in diesem Zusammenhang sogar als sehnsüchtiger Zynismus zu bewerten?

Denn Müllers Verhalten kann doch nur Abscheu erregen, wie in der Welt, so in der Kirche: Das Böse weiß, daß es böse und schlecht ist. Aber es verachtet mit vollem Recht genau die, die es hochkommen lassen. Der charakterlich gestörte Narziß haßt die, die ihn in seinem Wahn belassen. Und er vernichtet sie.

Und das wahrhaft Böse ist wie immer und überall, und wie gerade heute, das Gute, das sich hinter ein paar richtigen Sätzen versteckt, aber in Wahrheit verachtenswerte Schwäche ist. Das Schlechte kommt niemals aus eigener Stärke durch, dazu fehlt ihm jede Seinsdynamik. Es kommt nach oben, weil das Gute nicht nur versagt, nein, sondern das Schlechte nach oben zieht.  

Kardinal Müller, der sich in Solidaritätsbekundungen für Bergoglio wieder und wieder überschlug, war doch von Anfang an eine  Niete. Selbst der VdZ hätte ihn entlassen. Wer kann denn solchen Charaktermüll brauchen? Ein Papst? Niemals.

Und man muß sich deshalb sogar fragen, warum jemand so eine Niete an eine derartige Schlüsselposition, die im Ernstfall auch einem Papst widerstehen MUSZ, dorthin setzt. Papst Benedict XVI. war also keineswegs der "tolle Superpapst", zu dem er hochgekocht wurde und sogar noch mehr wird.

Bitte schön, die sogenannten "Katholiken" bieten doch genau diesem Papst exakt jene Rechtfertigung, aus der er seinen Haß auf die Wahrheit regelrecht nähren MUSZ. Ja, das ganze Ponfitikat dieses abstoßenden Argentiniers könnte man unter dem Motto sehen: Gibt es noch Katholiken? Ich möchte sie endlich sehen! Ich glaube es nämlich nicht, weil icih noch nie einen Katholiken erfahren habe.

Aber die wenigsten Katholiken sind noch fähig, die Stimme des Heiligen Geistes zu vernehmen. Weil sie dreckige Sünder sind. Wie der VdZ. Nur - sie erkennen es nicht.

Was aber kann ein "Konservatismus", eine "Katholizität" wert sein, die solche Prunzfiguren fast programmatisch zu ihren Helden stilisiert? Die Antwort möge sich der Leser dieser Zeilen selber geben. Aber - er MÖGE sie sich - endlich! - geben.






*140717*

Der Samstag-Nachmittag-Film

Es war einer der größten Kinoerfolge der österreichischen Nachkriegszeit - "Der Engel mit der Posaune". Nach dem Roman von Ernst Lothar entrollt sich ein großartiges, episches Drama einer Familie in Wien über den geschichtlichen Ereignissen der beiden Weltkriege. Mit einer wahren Creme des österreichischen Schauspiels, allen voran Paula Wessela, Attila Hörbiger und dem auch hier zutiefst berührenden Oskar Werner.









*090617*

Es wird nicht schlimm. Es ist schlimm

"Wir sprechen über Demographie und tun so, als ob das Zukunft wäre. Aber das ist es nicht. Es ist schon da. Da tickt keine Bombe, wie es oft heißt. Die ist längst schon explodiert." Das sagt Prof. Bernd Raffelhüschen in einem weiteren Vortrag über unsere Sozialsysteme. Es ist im wesentlichen eine demogrpahische Katastrophe, die uns zu schaffen machen wird. Und der Pillenknick ist nicht der eigentliche Schuldige, er ist selbst nur eine zweite Welle. Die erste ist den niedrigen Geburtenraten zur Zeit des 2. Weltkrieges geschuldet. Denn in Bombennächten, mit Männern an der Front, zeugen sich Kinder nicht so gut. 

Die geburtenstarken  Jahrgänge der Nachkriegszeit (bis 1965) HABEN somit kein Problem mit ihrer Rente - sie SIND das Problem. Ein völlig absehbares Problem, denn die Zahlergeneration ihrer Rente ist bereits da, und sie wird sich (im Umlageverfahren gedacht) nicht vermehren. Wir werden aber nicht nur mehr Rentner haben, wir werden auch mehr kranke Rentner haben, die immer länger Leben, von Generation zu Generation um vier Jahre. Die Anzahl der Pflegefälle wird sich verdreifachen. Die Pflegeversicherung wird schon in kurzer Zeit aufgegeben werden müssen, denn sie kann gar nicht funktionieren weil zu viele Ansprüche haben, die zu wenig einbezahlt haben. Wir lassen uns leider viel zu sehr täuschen, weil wir in der Situation leben, daß es noch nie so viele Einzahler ins Rentensystem gab wie heute. Doch aus dieser Situation werden wir schon in wenigen Jahren schnurstracks in eine Situation fallen, die noch nie so schlecht war.

Also soll das alles eine zahlenmäßig viel zu geringe Generation an Kindern bezahlen? Das wird diese Generation selbst bezahlen müssen, denn die viel zu wenigen Jungen werden "mit den Älteren reden wollen," und sie werden sehr deutlich reden wollen. Denn dann werden 2/3 der heutigen Beitragszahler die doppelte Anzahl von Rentnern erhalten müssen. Die Konsequenzen liegen auf der Hand. Denn eine weitere Beitragserhöhung ist ausgeschlossen, bereits jetzt hat das deutsche Sozialsystem eine Beitragsquote von 43 % von den Einkommen, rechnet man alle auch indirekten Beiträge sind es gar 50 %, und zwar von den Brutto-Brutto-Löhnen, also auch die Arbeitgeberanteile mitgerechnet. Es bleibt also nur eine Lösung: Die Leistungen müssen dramatisch gekürzt, die Lebensarbeitszeit aber kräftig erhöht werden. 

Und das ist nur gerecht, meint Raffelhüschen. Denn die geburtenstarken Jahrgänge haben ihre Bringschuld nicht gebracht - Kinder. Nur Kinder aber können ein Rentensystem (das im Umlageverfahren funktioniert) aufrechthalten. Das Rentenniveau der Zukunft wird kaum mehr als heutige Sozialsätze ausmachen, und das haben die heute 30-50jährigen, die diese Maßnahmen voll zu spüren bekommen werden, selbst verursacht. Denn ihnen war, wie Raffelhüschen sagt, lieber ein wenig Tralala zu genießen als Kinder in die Welt zu setzen. Gut, sollen sie. Aber die Konsequenzen müssen sie auch tragen.*

Erst ab 2070 wird sich wieder eine gewisse Generationenparität und damit Entspannung einstellen. Die Entwicklung selbst ist aber heute nicht mehr umkehrbar. Auch eine Umstellung auf andere Sozialversicherungssysteme (z. B. wie in der Schweiz) ist nicht möglich, jedes System schafft sich seine Voraussetzungen und Bedingungen, die man nicht einfach ändern kann und über Generationen wirkt.

Aber die wirklichen Probleme stellen sich bei drei eigentlichen Brennpunkten. Und der erste sind die Beamtenpensionen. In deren Altersstruktur und jeweiliger Anzahl eine Lawine auf uns zukommt. Diese Lawine hat damit zu tun, daß in den 1970er Jahren die Zahl der Beamten auf das Doppelte (sic!) angewachsen ist. In einem Jahrzehnt also. Diese Beamten werden in den allernächsten Jahren ebenfalls in Pension zu gehen beginnen. Bis zum Jahr 2025 werden in Deutschland dreimal so viele Beamte pensioniert sein wie 2012. 

Diese Pensionen werden aber nicht von Beitragszahlern (also: Beamten) bezahlt, sondern müssen ebenfalls vom Steuerzahler getragen werden. Von Steuerzahlern, die aber nie geboren wurden! Gleichzeitig werden die Kosten der Verwaltung von heute rund 8 % auf 25 % der Steuerkraft steigen. Die Leistungen bzw. Kosten der aktiven Verwaltung mitgerechnet, wird damit das gesamte (heutige) Steueraufkommen nur noch für die Verwaltung selbst aufgehen. Alle übrigen Landesleistungen - Universitäten, Schulen, Straßen, weiß der Deibel was alles - sind mit diesen Steuern nicht mehr finanzierbar. Die Lösung KANN also speziell hier ebenfalls nur heißen: Rentenkürzung und Verlängerung der Arbeitszeit.

Der nächste Brennpunkt ist das Gesundheitssystem. Denn anders als viele glauben, ist es keine Umverteilung von Gesund zu Krank, sondern aus naheliegenden Gründen ebenfalls eine Umverteilung von Jung zu Alt. Auich hier steht das System vor der Frage, entweder die Beiträge - deutlich - zu erhöhen, oder die Leistungen - deutlich - zu verkürzen. Das wird zum einen auf einen Leistungswettbewerb der Krankenhäuser hinauslaufen, zum anderen auf Versicherungsleistungen abzielen, die mit dem Verhalten der Bürger zu tun haben, also etwa die Zahnmedizin.  

Der dritte Brennpunkt ist die Pflegeversicherung, die Altenpflege. Die Raffelhüschen unter dem Motto sieht "Sie wußten, was sie taten!" Und sie taten alles falsch. Denn die geburtenstarken Jahrgänge haben einen Generationenvertrag aufgestellt den sie sehenden Auges auf den Punkt zulaufen ließen, daß die Generation, die ihn nun einlösen soll, GAR NICHT DA IST. Weil die Kinder nicht da sind, die diese Generation nicht bekommen hat. Und das wußte man, als man die Pflegeversicherung (1995) einführte. Da gab es diese Generation aber bereits seit 25 Jahren nicht mehr. Schon 2012 betrug das Defizit nur aus diesem Posten eine Milliarde Euro. Wie sich das bei einer Halbierung der Einzahler und einer Verdreifachung der Leistungsbeansprucher ausgehen soll muß einmal jemand vorrechnen. 

Die Lösung kann nur bei Privatversicherungen liegen, denn der Staat - das sind wir - kann den Generationenvertrag nicht einlösen, weil in den letzten 50 Jahren zu wenige Kinder in die Welt gesetzt wurden. Das sieht der Demograph asllerdings doch als bewältigbar, denn immerhin hat diese Generation ein Vermögen angehäuft, wie es beispiellos in der deutschen Geschichte ist. Es wird nun für das angegriffen werden müssen, das man sich durch wenige Kinder zu ersparen meinte, sich also als Problem selbst zuzuschreiben hat.**









*Dabei hat die Zuwanderung der letzten Jahre das Problem nicht nur nicht entschärft, sondern es sogar noch weiter verschärft, und zwar gewaltig. Das zeigt Raffelhüschen an anderer Stelle. Der Grund liegt in der Planlosigkeit, in der sich Zuwanderung nach Deutschland bis heute wahllos vollzieht und meist eine Zuwanderung in die Arbeitslosigkeit, bestenfalls in die untersten Lohnklassen bedeutet, wo sie sogar einem Verdrängungswettbewerb gegenüber heimischen Arbeitnehmern gleichkommen, also das Sozialsystem gar nicht entlasten. Eine weitere Konsequenz wird sich beim Pflegesystem zeigen, denn der Großteil der Zugewanderten sind Männer. Altenpflege ist aber eine spezifisch weibliche Tätigkeit. Aber das eigentliche Rentenproblem der "Flüchtlinge" wird erkennbar wenn man bedenkt, daß ein Zuwanderer mit heute durchschnittlich 30 Jahren Lebensalter, bei fünf Jahren (optimistisch gerechnet!) Integrationszeit und anschließender Niedrigqualifzierung, 43 Jahre Beitragszeitraum bräuchte, um rechnerisch die Mindestrente zu erreichen. Das hieße für jeden Zuwanderer ein durchschnittliches Renteneintrittsalter von 77 Jahren - wenn nicht die übrigen Steuerzahler das ausgleichen. Und das heißt: Durch Steuern.

**Darin gründen ja die Forderungen, und es stellt sich die Frage, warum sie nicht von Eltern laut gestellt werden, Sozialleistungen und Renten mit der Zahl der Kinder zu koppeln. Denn hier bestehen direkte und unabweisbare Ursache-Wirkung-Zusammenhänge. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit! Stattdessen werden absehbar gerade jene, die Kinder aufgezogen und deshalb das wenigste Geldvermögen haben, noch einmal benachteiligt. Denn die Verlagerung auf Privatversicherungen, der Umbau des Krankensystems auf Wettbewerbssystem, die privat zu deckende Alterspflege begünstigen neuerlich jene, die keine Kinder in die Welt gesetzt sondern ihr Geld für sich verwendet und als Vermögen gespart haben.





*300517*

Freitag, 14. Juli 2017

Zeitcharakter

Die Himbeere ist reif.



Bild: Birgit Rumnpelstielzchen




*100717*

Wenn fallende Temperaturen Hitze produzieren

Wär's nicht so traurig, wär's einfach nur amüsant. In jedem Fall ist es typisch. Typisch für das, was es mit der Klimapanik auf sich hat, die zu schüren kein, wirlich kein Mittel zu niedrig und keine Lüge zu dumm ist. So wurde in praktisch sämtlichen Medien vom Jahre 2016 als dem global wärmsten Jahr seit 1850 gesprochen. Dabei wurde die - an sich aussagelose, irrelevante - globale Durchschnittstemperatur für 2016 mit 14,8 Grad angegeben. 

Das Seltsame dabei ist, daß noch bis in die Mitte der 1990er Jahre (natürlich streng "wissenschaftlich") eine globale Durchschnittstemperatur von 15,4 Grad (in jedem Fall über 15 Grad) angegeben wurde. Was schöne Graphiken möglich machte, auf denen die Dramatik der sich abzeichnenden Tragödie publikumswirksam aufbereitet wurde. 

Nun, die Graphiken, die die Medien zeigten, blieben frelich gleich. Es geht ja ohnehin nur um das Schema dahinter, um den Archetyp. Nicht um Tatsachen. Die Postmoderne ist eben der Abschied von Wahrheit und Vernunft, es ist die Abwendung vom logos. Es ist der Rückfall in die heidnischen Zeiten der Dämonen. Da heiligt dann der Zweck alle Mittel.






*170617*

Vom Mut NICHTS zu tun

Er ist bei weitem nicht der einzige, der darauf hinweist, aber der Vortrag ist recht kompakt und gut nachvollziehbar, deshalb findet er sich hier. Patrick Frank zeigt darin neuerlich, daß sämtliche Klimamodelle auf ganz simplen Fehlern beruhen, die sie auf ein Niveau herunterdrücken, das einem Studienanfänger entspricht, der von diesen grundlegenden Rechenfehlern noch nichts gehört hat. Das ist deshalb so tragisch, weil sämtliche Klimavorhersagen, die da vor einer nahenden Katastrophe warnen, auf solche Vorhersagen zurückgehen, sich darin begründen! KEINES dieser Modelle aber ist auch nur irgendwie relevant, sämtliche Vorhersagemodelle MÜSSEN schon aus logischen Gründen versagen. (Dazu gibt es ja noch eine Reihe weiterer wissenschaftlicher Arbeiten, über einige davon wurde auch hier bereits berichtet.) Denn sie schleppen diese Grundfehler mit, sodaß es absurd ist zu meinen, daß man damit Klimaentwicklungen für nächste Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte vorhersagen könnte. 

Das zeigt sich schon in der Streubreite der Vorhersagen, die Ergebnisse bringen, die nicht nur mit real gemessenen Daten nicht übereinstimme, sondern schon aus physikalischen Gründen gar nicht möglich sind. Der Grundfehler wächst nämlich mit der Fortschreibung in fernere Zukunft, wo ja Stufe um Stufe je auf der Vorstufe aufbaut, exponentiell und mathematisch gesehen absurd.

Warum das aber noch immer nicht offiziell beachtet wird? Warum darüber nicht gar mehr berichtet wird? Frank zeigt das, indem er ganz einfach schhildert, wie es ihm bisher dabei ging, wenn er seine Forschungsarbeit wissenschaftlichen Magazinen anbot. Nicht, daß sie ihn in den Begutachtungsprozessen widerlegt hätten. Sondern sie haben ihn einfach ... abgelehnt. Denn die Begutachter waren zu größten Teilen natürlich selbst Vertreter des Klimaalarmismus, und in diese Modelle involviert. Der Gesichtsverlust wäre also einfach zu groß, sie müßten damit die Widerlegung ihrer Forschungsergebnisse eingestehen.

Und riskieren so nebenbei ein Versiegen der überreichlich sprudelnden Geldquellen. Manche meinen ja ohnehin, daß der Grundfehler schon vor Jahrzehnten damit passiert ist, in die Klimamodellforschung von allem Anfang an so viel Geld zu investieren. Viel zu früh, weil man ja das Klima selbst gar nicht verstand (und bis heute nicht versteht)! Aber mit unzähligen Milliarden hat man hier einen Forschungszweig aufgebaut, den man eigentlich als irrelevant bezeichnen muß, weil seine Ergebnisse vollkommen unbrauchbar sind. Das zuzugeben aber ist für diese Forscher einfach eine zu große Hürde, und würde ja auch die Politik mit manchen Fragezeichen versehen.

Gefragt nach der Beachtung, die man also solchen Modellen und ihren Prognosen zuwenden sollte, kommt Frank zu einem einfachen Ergebnis: NULL. Sie sind der Beachtung nicht wert! Darauf gar noch politische Maßnahmen im Globalmaßstab aufzubauen ist reiner Schwachsinn. Vielmehr ist eines zu fordern: MUT DAZU, NICHTS ZU TUN. Denn selbst wenn Veränderungen kommen sollten, und wann hat sich das Klima nicht geändert, ist es viel effizienter und sinnvoller, sich punktuell entstehenden Problemen zuzuwenden, und dort hinein alle Kraft und das nötige Geld zu investieren. So, wie es eben die Menschheit seit je gemacht hat. Von einer globalen Veränderungsmacht zu träumen ist aber in jedem Fall irrational und sinnlos.










*080617*

Donnerstag, 13. Juli 2017

Sogar Lenin würde Euch verachten

Tja, und das stimm schon so einiges an dem, was Martin Sellner, Frontman der Identitären, da sagt.  Hambrug ist auch und tatsächlikch eine Konkurserklärung der Linken, die die tragende Kraft der Gesellschaft ausmacht. Und der nun die Argumente ausgehen. Es ist symptomatisch für alles, was sich heut abspielt. Auch die Kirche ist damit ihrer systemkriechenden Kleider beraubt und für djen Katholiken unerträglich demaskiert. 

Sellner hat gut lachen. Er kann sich nut vollem Recht auf das ontologische und anthropologische Gerüst jedes Staates, das aus seiner Natur heraus "rechts" ist, berufen. Die intellektuele Verlorenheit der Linken zum eigentliche Grund ihres Protests zeigt ihre Ende an. Das Ende des Staates ist deshalb mit angezeigt, weil sich seit langem der Staat als Protegeé der Linken betätigt, und in der sogenannten "Antifa" als Freund der Selbstzerstörung. Weil darin ein Element des Systemerhalts.

Was sich also in Hamburg gezeigt hat war der Widerspruch in der politischen Elite, die - komplett links - zum einen genau das direkt förderte, was sie nun angesichts der nicht mehr länger wegzuleugnenden Offenbarung doch wieder bekämpfen muß. Austragen mußten diese Ziellosigkeit - die Polizisten. Direkt. Wie immer. Das Volk muß den widersprüchlichen Irrsinn der Poliitik bzw. der Klasse des Establishments austragen.

Heutige Linke, sagt er, Ihr seid ein Witz, und sogar ein Lenin würde Euch verachten.










*100717*



Die konkreten Folgen der Sünde (5)


Wer sündigt, dem glückt nichts

Sicheres Erkennungsmerkmal für das Maß der Sündhaftigkeit ist also das Maß der Geglücktheit. Das hat nichts damit zui tun, ob jemand SAGT, daß er glücklich ist. Denn Sünde macht eben blind. Vielmehr muß auf das objektive Gelingen von Leben - in Schönheit, Würde, Kraft - geachtet werden. Vereinfacht könnte man sogar sagen, daß nur ein moralisch intaktes Leben auch ein glückliches Leben sein kann. 

Man muß doch nur beachten, wie Leute "drauf" sind, die in manchen Bewegungen aktiv sind, die angeblich der Vermehrung des Menschenglücks dienen. Der Leser möge einmal mit Hardcore-Feministen und Weltverbesserern diskutieren, und dann sagen, ob SO glückliche Menschen aussehen.

Sünde ist immer ein objektiver Verstoß gegen die Seinsordnung, und damit gegen Gott, dem Sein selbst. Sie ist immer ein Raub, ein Diebstahl am Sein. Deshalb braucht sie nicht nur volle Wiedergutmachtung, also Rückführung des geraubten Guts soweit möglich, sondern auch die Sühne (Strafe) als Preis der Wiedereingliederung. Um so den Glanz, die Pracht, die Herrlichkeit der Welt als Wiederschein Gottes wieder herzustellen. Sie braucht also Buße, braucht Sühne. Sünde ist der objektive Verstoß gegen die Seinsgerechtigkeit, deshalb ist jeder Sünder der Wiederherstellung der Gerechtigkeit verpflichtet. 

Deshalb wird es beim Jüngsten Gericht auch ein Offenbarwerden JEDER getanen Tat geben, das gebietet die Gerechtigkeit der objektiven Seinsverfaßtheit. Sowohl im Guten, aber auch in der Sünde. JEDE Sünde wird einmal offenbar werden, und zwar allen und vor allen. Weil eben alle davon betroffen sind. 

Ersatzhandlungen unerkannter Sünde

Man kann das gut auch im alltäglichen Leben beobachten. Denn viele Menschen zeigen deutlich ein Verhalten, wo sie Sünden, die sie begangen haben, durch spezifische Taten wiedergutmachen wollen. Sehr oft ist ihnen das gar nicht bewußt, aber es ist ein tiefinnerlicher Antrieb. 

(Der VdZ kennt eine Frau, die mehrfach abgetrieben hat und letztlich sogar ohne Kind blieb, die aber später in die Kinderfürsorge ging. Andere kennt er, die sich "Ersatzbabys" schufen, denen sie nun ihr Leben widmen. Nicht selten sind es ganz simpel ... Hunde. Genauso sieht der VdZ deutliche Zusammenhänge zwischen dem verwirrten Denken von mittlerweile ganzen Generationen, die pausenlos gegen die menschliche Natur verstoßen, sich aber in besonders engagierter Weise für den Naturschutz einsetzen. Da wirken ganz andere Kräfte, als sie selbst meinen! Und schon gar nicht "objektive Gründe", die etwa in der Sache - Natur als Ökologie etc. - liegen. Selbst der absurde Wahn der "Flüchtlings-Welcome-Lliebe" fällt darunter. Hier reagiert eine Generation, die durch Abtreibung und Verhütung - man beachte doch, wie sehr gerade diese Haltungen unter diesen Leuten verbreitet sind! - Leben pausenlos verhindert und sogar bekämpft hat. Nun möchte sie es gutmachen. Es sind Ersatzhandlungen einer völlig verwirrten Menschheit. Nur eines ist eben generell menschlich, in allen Menschen verankert: Das tiefe Wissen um eine Ordnung, um das Sein selbst, und damit um eine tiefe, alle Bewegung auf der Welt begründende Gerechtigkeit.)

Wenn auch wir alle auf Gottes Barmherzigkeit angewiesen sind, sie wird uns die göttliche Gerechtigkeiti nicht ersparen, das KANN gar nicht anders sein. Uns selbst durch Sühne und Straftrage wieder in die göttliche Ordnung einzugliedern ist unabdingbares Gebot, ja eine Notwendigkeit aus der Vernunft Gottes. Beichte alleine genügt da nicht. 

Fr. Ripperber weist deshalb auch sehr richtig darauf hin - hier stand es schon vor Jahren! und der VdZ hat manchen Strauß sogar mit Bischöfen und Moraltheologen darüber ausgetragen - daß es für einen Homosexuellen nicht genügt, einfach "nicht tätig" zu werden und zu beichten, wie es da gerne einmal heißt. Wenn der Homosexuelle nicht etwas tut, um seine Haltung zu überwinden, bleibt er in der Sünde! Die nämlich eine Haltungssünde ist, NICHT einfach eine Tatsünde. (Während umgekehrt die Tatsünde eines begangenen Ehebruchs in seiner Definitivität sehr oft völig falsch eingeschätzt und überdramatisiert wird. Klar, er ist eine schwwere Sünde, aber er fällt tatsächlich schwergewichtig unter die Beichte, ist ganz anders zu bewerten als die Homosexualität.) Selbst etablierteste Moraltheologen angeblich konservativen Zuschnitts irren hier ganz gewaltig, und sie tun es nach wie vor. Die Haltung ist seinswidrig, nicht so sehr die Tat. Die größten Sünder sind deshalb vielleicht sogar jene, die Homosexualität "akzeptieren". Sie zeigen, daß sie nichts verstehen. Sehr zum Leidwesen der Homosexuellen selbst.

Wer in der Todsünde verharrt ist in jedem Fall Komplize Satans. Der Sünder selbst geht aller göttlichen Tugenden (Glaube, Hoffnung, Liebe) verloren, er verliert auch sämtliche Gaben des Heiligen Geistes.

Die läßliche Sünde hingegen ist zwar eine Beleidigung Gottes, keine Frage, aber sie schließt nicht völlig aus der Gnade aus wie die Todsünde. Sie schwächt nur die Mittel und Wege zu Gott. Sie KANN aber zur Todsünde führen, wenn sie nicht früh genug bekämpft und gebeichtet wird, weil sie über kleiner immer größere Haltungen verfestigen kann. Sie braucht genau so wie die Tüdsünde nicht nur Vergebung, sondern auch Wiedergutmachtung und - Sühne bzw. Strafe.

Man sündigt auch über den Tod hinaus

Nicht übersehen werden darf noch dazu, daß eine der Folgen vieler Sünden auch ist, daß sie das Gnadenleben anderer betrifft und möglicherweise erschwert. Das erhöht das Gewicht der eigenen Sünde. Das betrifft oft und ganz besonders Kinder, die psychologisch unter den Sünden ihrer Eltern leiden. Zudem sind die Folgen vielr Sünden sehr langfristig zu sehen, oft scheinbar kaum kurzfristig. Und sie setzen sich fort, gehen von Eltern auf die Kinder, von diesen auf deren Kinder über, und so weiter. Damit, in dieser Fortsetzung, lastet oft sich mit der Zeit immer schwerer auswirkender Schuldwert auf den eigenen Sünden. 

Schon deshalb ist ein Jüngstes Gericht, ein endgültiges Gericht, logisch notwendig. Denn eines Leben ist mit dem eigenen Tod nicht einfach vorbei! Es geht weiter. Es wirkt weiter, und die endgültige Folge der eigenen Taten ist zeitlich beim Moment des Todes gar nicht abgrenzbar weil nicht zu Ende.

Zum Schluß fügt der Exorzist Ripperberger noch eine Bemerkung an, die mache Beunruhigung betrifft. Die Angst vor der Besessenheit durch Dämonen. Ripperger weist darauf hin, daß natürlich jede Sünde Einfallstor für Dämonen darstellt, weil sie eine Abkehr von Gott ist, in jedem Fall. Selbst weitgehend Heilige sind davor nicht gefeit. Aber wirkliche Besessenheit ist doch recht selten, sodaß eine konkrete Besorgnis unbegründet ist. Dennoch bleibt natürlich der dringende Aufruf, Sünde zu vermeiden.

Hier also nun der originale Vortrag von Fr. Ripperger (USA), Bitte beachten Sie, es ist wie erwähnt "Penanceware". Beten Sie also jedes mal, wenn Sie einen seiner kostenlos abrufbaren Vorträge sehen bzw. hören für seine Anliegen. Wenn Sie nicht spenden wollen.











*240517*

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*220517*

Mittwoch, 12. Juli 2017

Hamburg war offensichtlich ein Scheidewasser

Und da wird es überhaupt nur noch lächerlich. Da postet ein Herr Ken Jebsen ein Video, in dem er sich erschrocken davon distanziert, was da in Hamburg in diesen Tagen passiert ist. Nein, natürlich habe man immer auch das gefordert, was die Demonstranten in Hamburg gefordert haben, aber man habe doch nie so gemeint, daß man dafür auch zur Gewalt greifen solle? 

Ah ja? Wer hat denn die Leute ständig und seit Jahren aufgefordert, als Linker, mit linken Ansichten, endlich, endlich die "Macht der Straße" zu bemühen, um etwas zu verändern? Nicht Sie, Herr Jebsen? Machen Sie sich doch nicht lächerlich." Worin unterscheiden sich die Forderungen der Demonstranten, und zwar gerade im Hardcore, von den Ihren? Gilt nun nicht mehr die Sache, sondern die Moral? Doch? Und - welche? Fehlt es gar nur an Eiern?

Oder was wird als Distanzierungsgrund angeführt, der eine Stellungnahme per Video erfordert? Daß die Hamburger Randalierer nicht so lieb und beliebt waren, wie Sie es gerne wären? Es wird sogar noch abstruser. Man habe die seit Jahren selbst verbreitete (völlig den Demonstranten gleichlautende) Kritik, so Jebsen, doch immer nur als Angebot zum Dialog verstanden! Nie als Aufforderung zu Gewalt gegen die Staatsmacht, im Gegenteil, man hätte (dazu versteigt sich Jebsen tatsächlich) mit den Polizisten diskutieren sollen, so sei es gemeint gewesen.

Geht es noch blöder? Geht es noch verwirrter? Hamburg war in diesen Tagen das, was Sie wollten, Herr Jebsen, ganz explizit und mit denselben Forderungen, die Sie seit Jahren stellen. Ganz einfach. Und Ihr Traum ist wirklich geworden. Das kommt aber halt raus, wenn solche beschöndudelten (und damit per se linken Kastraten wie Sie in die Welt schreien, weil sie sich für besonders klug ausweisen wollen, Trittbrettfahrer an der Linken, die seit Jahrzehnten sowieso alles beherrscht, und dann ernten was sie (mit-)säten. Und das war es auch schon. Ende der Durchsage.

Hamburg war das Scheidewasser. Und wer es nicht sehen wollte, sah es nun.  Wenn er wollte.

Den Schaden trägt die Vernunft. Ein Bereich, dem Herr Jebsen nie angehört hat. Der immer nur bereits galoppierende Pferde ritt. Und nun feststellen muß, daß die am Abend nicht einfach an die liebreizende Krippe kommen, um sich striegeln zu lassen. Das hat man davon, wenn man Recht hat, ohne die Wahrheit bemühen zu wollen.

Herr Jebsen, seit Jahren wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, hier wurden Sie dennoch nie totgeschwiegen. Aber: Sie sind ein Linker, immer gewesen. Und Hamburg war eine linke Veranstaltung, mit linken, wie sonst: widersprüchlichen, abstrusen Forderungen. Was Sie jetzt versuchen, ist, doch noch das zu retten, was Sie immer versucht haben: Sich an eine nicht-linke, an eine naturrechtlich nur zu logische Volksbewegung anzuhängen, nein, sich ihr vorzureihen, als Fahnenträger, alles umzutaufen. Wie in Washington 1968, wo einer bereits formierten Demonstrationsbewegung von Bürgern einer an die Spitze springt, aus dem Gebüsch des Parks, an dem sie vorbeizieht, der eine knallrote Fahne in der Hand hält. So war es immer, nie war es anders.

Das ist hoffentlich und endlich gescheitert. Aber es wird Ihnen schon noch was einfallen, Ihre Haut zu retten. Der VdZ ist Realist genug.









*100717*

Die konkreten Folgen der Sünde (4)

Sünde ist immer eine Entscheidung

Die Sünde ist immer eine Form von Ungehorsam und des Willens, daraus resultieren auch alle Folgen. Deshalb wendet sich sowohl die göttliche Ordnung als auch die Abkehr davon immer an den Willen, besonders tragisch durch die vererbte (aber überwindbare!) Schwäche dieses Willens. Sünde ist immer eine WAHL, nicht einfach eine automatische folge, der man hilflos ausgeliefert ist. (Denn im letzten ist kein Mensch, ja nichts was es gibt, ganz von der göttlichen Vernunft, also dem Sein, dem logos selbst, abgetrennt. Es würde sonst ins Nichts fallen. Das gilt übrigens auch für den Teufel selbst, den vom Engel nur der verfestigte Wille GEGEN das Sein unterscheidet. Denn im Engel, im Geist gibt es keine Zeit, herrscht ewige Aktualität. Damit ist eine Entscheidung ein für allemal und unwiderruflich.) Was wir wählen ist aber davon abhängig, was wir denken!

JEDE Sünde hat nun ihrer Art nach auch spezifische Folgen. Ursache und Wirkung stehen immer in spezifischem Zusammenhang. Welt ist nun aber eine Geflecht aus unterschiedlichsten Einzeldingen, die allesamt auf ihre jeweilige Art aufeinander wirken. Eines aber bleibt immer gleich: Jede Sünde ist ein Mißbrauch Gottes, ein Verstoß gegen seine Liebe, die immer auf die Erhaltung des Menschen udn des Seienden (der Welt) ausgerichtet ist. Deshalb hat jede Sünde einen Aspekt des Unendlichen. Nicht aber die konkrete, aktuale Sünde. Sie ist immer spezifisch. Dennoch oder deshalb nimmt jede Sünde etwas von der "gesamten" Glückseligkeit des Menschen. Auch und vor allem, weil sie die Erkenntnis trübt, und die höchste Glückseligkeit des Menschen aber darin besteht, Gott, die Wahrheit also, zu sehen.  Jede Sünde ist aber nicht nur ein Verstoß gegen die Natur, sondern ein Verstoß gegen die Natur der Vernunft, und deshalb macht jede Sünde unglücklich(er).

Deshalb sieht Thomas v. Aquin auch nur zwei Wege zur menschlichen Glückseligkeit: Das Leben in vollkommener Kontemplation, oder das Leben in vollkommener Tugend. Denn der Sinn dieses Lebens besteht darin, wie es der alte Pichler-Katechismus (den der VdZ noch in der Schule vor sich liegen hatte) formuliert: die ewige Glückseligkeit zu erreichen. Einmal, unwiderruflich das einzige mal, sonst würde sich Gott ja selbst widersprechen.

Die Tugend manifestiert sich in vier Fähigkeiten: Den Verstand, den Willen, sowie die zwei Arten des Appetits, also der neigungshaften Zuwendung zu Dingen, Objekten - die der Schwäche zum Guten, und die der Begierde, der Leidenschaft.

Die Verwundungen durch die Sünde

Jede dieser Fähigkeiten hat ihre Art der Verwundung. Die des Verstandes besteht in einer Ignoranz gegenüber dem Guten. Der Verstand ist durch die Erbsünde schon geschwächt, weil er seine Anorientierung an Gottes Wissen verweigert und damit verfleischlicht hat. Der Wille ist geschwächt in seiner Anhalteneigung zum Guten, damit zur Wahrheit (alle menschlichen Fähigkeiten sind ja eng miteinander verflochten, der Leser vergessenicht, daß wir hier immer gewissermaßen mit Hilfbegriffen als Veranschaulichungen arbeiten, wo wir notgedrungen im Nacheinander entfalten, was aber ineinander ist, was aber nicht mehr vorstellbar ist, dazu müßten wir "schauen".) Jede Sünde verstärkt also die Tendenz generell, sich zum Bösen zu wenden, zur Nichtung.  Das nennt man eben: Bosheit. Je mehr jemand sündigt, desto mehr bindet er sich ans Böse. 

Die nächste Verwundung ist die des Appetits, der sich der Überwindung von Schwierigkeiten widmet. Es ist die Wunde der Schwachheit. Damit wird er Mensch feige und angstvoll. Er verliert die Neigung, etwas zu tun, das zwar richtig, aber schwierig ist. Wir können zwar wissen, was richtig ist, was zu tun wäre, aber wir verlieren den Antrieb, es zu tun. Der so Geschwächte tut das Falsche, die Sünde, ohne sie anzugehen. Vergebung, Beichte nimmt dann zwar die Sünde weg, vergibt sie, aber sie nimmt die Folgen dieser Sünden nicht weg. Wer also solcherart geschwächt ist, wird es immer mehr, TROTZ der Beichte. 

Die vierte Wunde ist die der Begierde, der Leidenschaft. Die Begierde reißt jeden Appetit aus seiner Natur, indem sie ihn maßlos macht. Sie entfremdet den Appeitt von der Vernunft. Damit stärkt sie die Abwendung von der Vernunft mit jedem mal, in dem diese Sünde begangen wird, weil sie dessen Appetitkraft stärkt. Sie bestimmt somit immer mehr auch die Stimmungslage des Menschen, also seine Geneigtheiten zu handeln.  Hier spielt nicht nur die Stärke, sondern auch die Häufigkeit eine große Rolle.

Letztendlich ist die Folge, auf die jede Sünde zuäuft, die des Todes. Das zeigt sich übrigens auch darin, daß manche Sünden eben beobachtbar nachvollziehbar direkt zum Tod führen, sowohl bei uns, wie auch bei den Adressaten unserer Handlungen.  

Sünde führt damit mehr oder weniger zum Verlust des Verstandes. Das ist in kleinen Dingen erkennbar, durch irrationale Einzelreaktionen, aber natürlich auch im großen Ganzen, wo die Sünde buchstäblich zur Geistesverwirrung und -krankheit führt. Sie macht auf Dauer gesehen den Menschen unfähig, die Realiltät einzuschätzen bzw. mit ihr umzugehen. 

Sünde macht uns unfähig, das Gute, das Richtige zu tun. Wo immer der Mensch gegen die Ordnung einer Sache verstößt, schwächt er seine Fähigkeit, diese Ordnung überhaupt noch zu sehen und zu befolgen. Der Sünder verliert die innere Kraft, die Ordnung der Welt - die Wahrheit - auch innerlich aufrechtzuhalten, also die Bilder, Ideen der Welt und Dinge in ihrem richtigen Verhältnis zu bewahren. Seine Welt wird zerrüttet. 

Die Strafe ist notwendig

Aber natürlich darf der Aspekt der Strafe nicht übersehen werden - als willentliche (Gott) Wiedereingliederungsanwegung in die Ordnung des Seins. Jede Sünde ruft also auch nach Strafe. Diese äußert sich meist durch das, was man als "Gewissenswurm" bezeichnen könnte, der die Orientierung des Menschen immer mehr schwächt, je länger und je mächtiger er wirkt. Das ist nicht einfach ein subjektives Geschehen, sondern objektive Folge des Widerspruchs zur ewigen Ordnung des Seins. Nur Menschen mit klarem Gewissen können klar und gut handeln. 

Doch gibt es auch die direkte Folge, daß andere Menschen auf den Sünder "strafhaft" wirken. Denn jede Sünde hat eine sozhiale Dimension. Sie reißt aus der Gemeinschaft der Menschen, als in Gottes Ideenwerk geboren und damit geordnet. Damit ist jede Sünde auch eine Sünde gegen den Mitmenschen. Und das schlägt nicht selten direkt durch. Die Sünde zerrüttet eben auch das soziale Leben! Und zwar an sich. Denn soziales Leben kann nur auf der Grundlage objektiver Ordnung - dem logos also - gedeihen. Die Sünde JEDES Menschen bricht mit dieser Ordnung, und damit mit der Basis udn Quelle (sic!) der Gemeinschaft aller Menschen. Unter Sündern gibt es nur Kumpanei, keine Gemeinschaft. Die oft so lächerlich oberflächlich kritisierte Tendenz einer Gemeinschaft, Sünder auszustoßen, fernzuhalten, wegzusperren, zu meiden, ist also sehr natürlich und zeigt einen völlig richtigen Grundtatbestand an.


 Morgen Teil 5)




*050717*