Teil 3) Und hier verläuft die Spaltung - Unterdrückte gegen Handlanger des Systems
Genau
hier verläuft heute jene Spaltung, die sich in den demokratischen
Systemen des Westens nun so deutlich abzeichnet. Es ist richtig, wenn
manche meinen, daß es sich hier um Unversöhnlichkeiten handelt. Die über
Zuschreibungen ideologischer oder moralischer Ausrichtungen ("rechts" -
"links") markiert und bekämpft werden. Denn der eigentliche Sinn
menschlicher Arbeit, der Sinn menschlicher Lebenswirklichung, und man
muß auch fast sagen: Der Sinn wirklicher menschlicher Individuation,
ist mit dem überall etablierten System der Allianz von Kapital &
Staatsmacht unvereinbar. Letzteres ist überall zu einem System der
Unterdrückung geworden. Was sich auch diesmal in Frankreich zeigt ist
das allmähliche Aufschreien dieser Bevölkerungsteile und Landschaften,
in denen sich diese Phänomene oft besonders konzentrieren, die sich
hoffnungsvoll an Personen und politische Wortführer klammern, von denen
sie Befreiung erhoffen.
Ihnen steht ein System gegenüber, das identisch ist mit "das System", das zu einem Geflecht von Handlangern geworden ist, die alles bekämpfen, was ihnen gefährlich werden könnte. Sie fechten aber in Wahrheit einen Stellvertreterkrieg aus. Sie
fechten jene Kämpfe aus, die von den wirklichen Drahtziehern des
Systems (und mittlerweile möchte man nicht einmal mehr die Politik
dazurechnen, auch sie sind bereits Marionetten) provoziert wurden. Die
alle diese Abhängigen gekauft haben, so müßte man es bezeichnen, wofür
diese gerne die notwendige und ins Detail gehende, sehr konkrete
Drecksarbeit erledigen.
Völlig
richtig erahnt das aus (wenigen) Drahtziehern*** und vielen
Helfershelfern gebildete Establishment, daß es sich dabei aber um die
Axt an ihrer Wurzel handelt, und entsprechend gnadenlos und brutal wird
sie deshalb bekämpft. Schon deshalb, weil ein politischer Kassensturz
offenbaren würde, was nur durch immer besser ausgefeilte Systeme der
Verschleierung der Realitäten immer weiter in die Ferne geschoben wird,
wobei genau dadurch jede Systemkritik immer existenzbedrohender wird:
Daß das System das seit der Renaissance, aber vor allem seit dreihundert
Jahren aufgerichtet wurde, ein System ist, das zur Versklavung der
Bevölkerungen führt, das in die Hand weniger Sklavenhalter fällt, die den Staat für ihre Raubzüge gekapert haben.
Raubzüge? Zu extrem? Werter Leser, man betrachte doch nur, was 2008 in den USA (und weltweit) passiert ist ... wo das Volk geplündert wurde, um die Kassen des Großkapitals, das sich wieder einmal (und historisch belegbar alle paar Jahrzehnte dadurch eigentlich erledigt wäre) rationalistisch verspekuliert hatte, wieder zu füllen. Geändert hat sich seither nichts, absolut nichts. Nur die Staaten haben sich noch weiter verschuldet, um das Geld für diese Verschleuderung von Volksvermögen über Kredite aufzutreiben, für die das Volk mit seiner in der Pflicht steht. Ist das kein Raubzug einiger weniger, die hoffnungslos schwachen, von ihnen in Wahrheit abhängigen Politikern das Messer an die Brust setzen konnten?
Eine Schichte im Grund sehr weniger, die großmütig - zumindest momentan noch - eine mehr oder weniger große
Bevölkerungsschichte mitnaschen läßt, damit diese gar nicht erst darüber
nachzudenken beginnt, wer nach und nach alle wirkliche Macht in die
Hand bekommt. Und mit dem Schnitzel am Teller zufrieden ist, die
zufrieden ist wenn es im persönlichen Leben alle (moralischen) Schranken
ablegen kann. Oder, wie es jemand einmal ausdrückte: Die eine
Bevölkerung zu schaffen versucht hat, die zufrieden ist, wenn sie sich
die Seele aus dem Leib ficken kann, und meint, daß zügellose
Leidenschaft etwas mit Freiheit zu tun hätte****, und über eine völlig
willkürliche "Ersatzmoral" das Bedürfnis nach "Heiligkeit", dem Synomym
für wirkliche Lebenserfülltheit, stillt. Ehe sie eines Tages aufwacht
und merkt, daß sie absolut nichts mehr in der Hand hat.
Es kann also gar nicht anders sein als daß sich ein Bruch zwischen Verlierern (Leidtragenden) und Siegern (Nutznießern) offenbart. Dieser Bruch besteht, und er ist real. Er ist auch tief genug, um nicht so einfach mehr durch Propaganda oberflächlich zugeschmiert zu werden. Er ist unüberwindbar und grundsätzlich. Denn im letzten zeigt sich in dem, was seit hunderten von Jahren die Welt umzuformen anstellte, ein Kampf des Lichts mit der Finsternis, Gottes mit Satan. Des Seins gegen das Nichts. Dieser Kampf ist in Wahrheit also EIN Kampf, er hat nur je andere Gesichter und Gestalten, und vor allem "Teilgebiete", in denen sich der Feind des Seins aufwirft, als wäre dieser Konflikt nur für sich bestehend. Aber alles hängt zusammen, auch hier. Seine Grundzüge sind immer dieselben.
Daß er in der Gegenwart so scheinbar geballt ans Tageslicht kommt beruht auf jenem durch soviel scheinbare Vielfalt (unterschiedlichster Gebiete) nun immer mehr zu einem Einzigen zusammengeschmolzenen Leid, das der Verstoß gegen die Natur ja immer bedeutet, selbst wenn die Gedankenwelt im Einzelfall nicht hinreicht, um die Welt geistig so zu entflechten, daß die Zusammenhänge mit den wirklichen Wirklichkeiten deutlich werden, die Teilhabe an der Wahrheit also mehr im Fühlen besteht als in der Sprache des Denkens.
Das macht diese Bewegung so anfällig, das ist wahr, das macht sie fragil und widersprüchlich und oft genug zur leichten Beute geschliffenerer Rhetorik. Das macht sie auch als politische Richtung so unzuverlässig. Erschwert durch die erfolgreiche Zersetzung gesellschaftlicher Ordnungen und traditioneller Hierarchien, zynisch durch das "Informationszeitalter" des Internet (etc. - aber in welchen Händen ist das Internet? was macht Information zu Information?) behoben, ist es für den Einzelnen kaum möglich, wenn er nicht Zeit und Begabung und vor allem Berufung dazu hat, wirklich die Welt der Gegenwart zu ordnen.
Weil dieses "Wissen" auch nicht personal verankerbar ist - und hier haben wir wieder die tragisch gewordene Rolle der Kirche, der Bischöfe, der Priester, die völlig unglaubwürdig (gemacht) wurden (und leider selbst geworden sind) - ist dies ein völlig hoffnungsloses Unterfangen. Denn Wissen ist immer personal-außen verankert, sonst kann es gar nie zur Gewißheit werden. (Das Wesen des Menschen ist im letzten also auf einen fleischgewordenen Gott ausgerichtet. Eine Naturtatsache, die nicht ins Ende geführt leider zu so vielen Fehlentwicklungen geführt hat.)
Daß er in der Gegenwart so scheinbar geballt ans Tageslicht kommt beruht auf jenem durch soviel scheinbare Vielfalt (unterschiedlichster Gebiete) nun immer mehr zu einem Einzigen zusammengeschmolzenen Leid, das der Verstoß gegen die Natur ja immer bedeutet, selbst wenn die Gedankenwelt im Einzelfall nicht hinreicht, um die Welt geistig so zu entflechten, daß die Zusammenhänge mit den wirklichen Wirklichkeiten deutlich werden, die Teilhabe an der Wahrheit also mehr im Fühlen besteht als in der Sprache des Denkens.
Das macht diese Bewegung so anfällig, das ist wahr, das macht sie fragil und widersprüchlich und oft genug zur leichten Beute geschliffenerer Rhetorik. Das macht sie auch als politische Richtung so unzuverlässig. Erschwert durch die erfolgreiche Zersetzung gesellschaftlicher Ordnungen und traditioneller Hierarchien, zynisch durch das "Informationszeitalter" des Internet (etc. - aber in welchen Händen ist das Internet? was macht Information zu Information?) behoben, ist es für den Einzelnen kaum möglich, wenn er nicht Zeit und Begabung und vor allem Berufung dazu hat, wirklich die Welt der Gegenwart zu ordnen.
Weil dieses "Wissen" auch nicht personal verankerbar ist - und hier haben wir wieder die tragisch gewordene Rolle der Kirche, der Bischöfe, der Priester, die völlig unglaubwürdig (gemacht) wurden (und leider selbst geworden sind) - ist dies ein völlig hoffnungsloses Unterfangen. Denn Wissen ist immer personal-außen verankert, sonst kann es gar nie zur Gewißheit werden. (Das Wesen des Menschen ist im letzten also auf einen fleischgewordenen Gott ausgerichtet. Eine Naturtatsache, die nicht ins Ende geführt leider zu so vielen Fehlentwicklungen geführt hat.)
Denn in ihrem innersten Grund handelt es sich um eine Bewegung der Vernunft, das stimmt tatsächlich. Wenigstens als Sehnsucht nach Vernunft, die immer eine Sehnsucht nach der Teilhabe an der absoluten Vernunft in der Gestalt einer Person - Gott - ist. Und Vernunft heißt im konkreten Fall ein Leben im Gemeinwohl. Ein Ende der Unterdrückung durch ein System, das sich aufgebaut hat und nun um sein Überleben kämpft. Das heißt nicht Leidfreiheit, es heißt nicht ein Ende des Kampfes - es heißt nur, daß der notwendig zu führende Kampf abfsoluten und individuell heilbringenden SINN (logos) hat. Groteskerweise ist das sogar ein sehr wahrer Kern, wenn sich die arabisch-muslimischen Länder auf den "großen Satan, die USA", einschwören. Die nämlich keineswegs freie Wirtschaft, gar Gemeinwohl, sondern die Transformation jeder menschlicher Gesellschaft in die Aufgelöstheit von Konsumenten und triebgesteuerten Marionetten und lustheischender beistig leerer Zombies meint, als willige Sklaven des Kapitals.
Der wahre Ort dieses Kampfes ist also tatsächlich das Schlachtfeld der Apokalypse, so wenig es zulässig ist, diese in der Zeit und an einem konkreten Ort zu verankern. Es ist ein Kampf der Wahrheit, des Lichtes gegen die Finsternis. Und nur eines kann ihn erfolgreich führen, in jedem Leben: Die Gegenwart Gottes selbst, Jesus Christus, in der Heiligen Liturgie. Dort findet dieser Kampf in Wahrheit statt. Ausgehend vom einen Sieg, dem historischen Golgotha, wird er jede Heilige Messe neu in die Zeit hineingetragen, um diese zu durchdringen. Nur von dort, vom Altar und der wieder und wieder gegenwärtig gesetzten Erlösungstat her, kann er wirkmächtig genug werden, um auch unsere Gesellschaften, unsere politischen und wirtschaftlichen Systeme wieder zur wahren Menschenwürde zu erheben.***** Die es nur in Gott gibt, zu dessen Ebenbild der Mensch geschaffen und deshalb je neu berufen ist.
Der wahre Ort dieses Kampfes ist also tatsächlich das Schlachtfeld der Apokalypse, so wenig es zulässig ist, diese in der Zeit und an einem konkreten Ort zu verankern. Es ist ein Kampf der Wahrheit, des Lichtes gegen die Finsternis. Und nur eines kann ihn erfolgreich führen, in jedem Leben: Die Gegenwart Gottes selbst, Jesus Christus, in der Heiligen Liturgie. Dort findet dieser Kampf in Wahrheit statt. Ausgehend vom einen Sieg, dem historischen Golgotha, wird er jede Heilige Messe neu in die Zeit hineingetragen, um diese zu durchdringen. Nur von dort, vom Altar und der wieder und wieder gegenwärtig gesetzten Erlösungstat her, kann er wirkmächtig genug werden, um auch unsere Gesellschaften, unsere politischen und wirtschaftlichen Systeme wieder zur wahren Menschenwürde zu erheben.***** Die es nur in Gott gibt, zu dessen Ebenbild der Mensch geschaffen und deshalb je neu berufen ist.
*Gerade
die Landwirtschaft ist ein gutes Beispiel für die durch die Allianz von
Staatsmacht und Großkapital verursachten gravierenden Umbauten der
Gesellschaften. So, wie man im Mittelalter Städte einrichtete, um das
ehedem paternal-familiäre Gesellschaftssystem zu zerstören, und im
besonderen der Bevölkerung Steuern abpressen zu können - das war der
erste Sinn von Städten für die Regierungen, nur durch Städte konnte Geld
generiert werden - indem man den Begriff "Freiheit" als
Entsolidarisierung, als Herauslösung aus definierbaren Beziehungsfeldern
umdeutete (nichts anderes geschah seither, bis hin zur Lüge der
"sexuellen Freiheit"), so wurde die Landwirtschaft ausgehungert. Einmal
durch industriell geführte Landwirtschaft von Großgrundbesitzern und
Kapitalinteressen (wo alles nur noch zur Frage von Geld wird), und dann
durch "Freiwerden von Kaufkraft" durch Senkung der Lebensmittelpreise,
die unsere Welt mittlerweile mit billigen, qualitativ minderwertigen,
vor allem aus jeder persönlichen Beziehung herausgelösten
"universalistischen" Massenprodukten überschwemmt hat. Dadurch hat man
den immer weniger echten Bauern den Überlebens-Boden entzogen und sie zu
Almosenempfängern hier, zu "Unternehmern" oder wie zuletzt zu
"Energieproduzenten" dort gemacht. Bauerntum ist heute keine Lebensform
mehr, es ist ein Erwerbszweig wie die Produktion von Schuhen oder
Handtelephonen.
**Ganz
bewußt hat man deshalb den Begriff "Mittelstand" klammheimlich
umdefiniert und auf Einkommenshöhe getrimmt. Demgemäß fühlen sich in
Österreich Umfragen gemäß 90 % der Menschen als Mittelstand. Tatsächlich
beträgt der Anteil des Mittelstandes in richtiger Definition an der
Bevölkerung aber kaum noch 20 %.
***Fern
von alles umfassenden "Verschwörungstheorien" ist der VdZ doch und in
immer stärkerem Ausmaß sicher, daß wir es mit "Verschwörern" zu tun
haben. Die er als Teil einer im gesamten doch als Einheit erkennbaren
Bewegung zu sehen ist - als Bewegung gegen das Sein, also als satanisch.
Und hier im besonderen als gegen die katholische Kirche gerichtet, dem
einzigen Zeichen, das die Besiegung Satans verkündet und bedeutet.
****Nichts
ist leichter steuerbar als Menschen, die ihren Leidenschaften
ausgeliefert sind. Denn um sie am Gängelband zu führen, braucht es nur
entsprechende äußere Reize, auf die vorhersehbar und vorbestimmt zu
reagieren sie gar keine Wahl mehr haben, weil es ihnen an geistiger
Kraft fehlt, vernünftig zu entscheiden. Und diese Reize sind tatsächlich
und ganz leicht vermittelbar, man denke nur an die Medien, an die
Pornographie, die Filme, und man denke an mittlerweile - aus besagten
Gründen! - staatlich verordnete, per Gesetz und Strafe bis in die
Schulen hinein implementierte Zersetzung, ja Zerstörung der wirklichen
Natur des Menschen.
*****Das Interessante, dabei Bedauerlich-Tragische an diesem Papst Franziskus ist, daß er einerseits zu spüren scheint, daß es ums Ganze geht, ums System. Da ist manches auch gar nicht so falsch, was er sagt, und manchmal zu leicht mit "Sozialismus-Tendenz" abklassifiziert. Aber er ist anderseits sowohl charakterlich-sittlich als auch und vor allem weil damit zusammenhängend intellektuell nicht in der Lage ist, den Weg hindurch zu zeigen.
*250417*