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Sonntag, 13. August 2017

Dringende Filmempfehlung

Die Ankündigung, die auch an dieser Stelle bereits erfolgte, war zurecht hochgestimmt: Der Film "Der Bauer und sein Klima" des niederländischen Filmemachers Marijn Poel ist nun auf Vimeo als "Video on demand" (auf deutsch) zu sehen, und die fünf Euro Gebühr für einen Monat Leihdauer lohnen sich auf jeden Fall. Es ist schon rein filmisch gesehen eine der besten, wenn nicht die beste Dokumentation, die der VdZ je sah. Es ist ein Meisterwerk der Dokumentation.

"Der Bauer und sein Klima" argumentiert nicht, versucht keine "Wahrheit" um die Ohren zu dreschen, sondern seine Hauptaussage wird schlicht gezeigt. Sie widerstrebt deshalb auch einer textlichen Zusammenfassung, die hier auch ausbleiben soll.

Nur ein paar Worte zum nominellen Inhalt sollen hier stehen: Da macht sich ein Filmemacher auf den Weg, um die "Wahrheit" über die (angebliche oder wirkliche) nahende oder bereits vorhandene Klimakatrastrophe herauszufinden. Denn zu verwirrend ist die Berichterstattung, die Information, die zur Verfügung steht. Da steht Aussage gegen Aussage, und sie widersprechen sich zum Teil völlig, obwohl alle behaupten, "wissenschaftlich sicher" zu sein und von höchsten Fachautoritäten vorgetragen werden. Poel macht eine Bestandsaufnahme, und bleibt argumentativ am Schluß so "klug als wie zuvor". Wissenschaftlich läßt sich da gar kein Fazit ziehen. Dafür entdeckt man so manches interessante, auch überraschende Faktenspiel, schon das lohnt den Film und die paar Euro Leihgebühr. 

Der am Schluß aber doch eine Aussage trifft, und die ist das eigentlich Überzeugende, ohne es vielleicht verbalisieren zu können. Der Film offenbarrt sich genau darin nämlich als Kunstwerk: Er stellt dar. Und beweist, daß eine Dokumentation mehr sein kann als um die Ohren gedroschene Botschaft, die man mit Bildern unterlegt, wie man als Merkmal einer Doku oft genug behauptet. Eine wirklich gute Doku ist anders, Poel beweist es. Ja der Kommunist Poel zeigt sogar etwas wie die Kraft einer objektiven Wirklichkeit die nur vom Willen zur Wahrhaftigkeit offen bleibt und damit getragen wird, weil sie der Wahrheit Raum gibt.

Die eigentliche Botschaft des Films ist nonverbal, sie wird einfach und fast zufällig dargestellt, denn Poel ist nur neugierig, sonst nichts. Er hat (oder hatte) keine "Meinung" die er verbreiten will. Und hat sie doch. Denn der Film weitet sich fast beiläufig zu einer Bestandsaufnahme des Irrsinns der Gegenwart aus, die man so und in dieser Poesie, dieser Sanftheit, aber gerade darin Dringlichkeit niemals erwartet hätte. Vor unseren Augen vollzog und vollzieht sich unter dem Deckmantel der "Klimakatastrophik" ein Umbau der elementarsten Lebensgrundlagen und unserer gesamten Lebensart, dessen Folgen wir tagtäglich bereits fühlen, die aber so schleichend daherkamen, daß wir sie kaum noch in ihrer Relevanz und Dimension begriffen haben. 

Verantwortlich dafür ist die Politik. Die sich auf eine Wissenschaft beruft, die nur eines mit Sicherheit sagen kann: Die Unsicherheit ist gewiß. Sodaß nicht im Geringsten nachvollziehbar ist, wie man darauf aufbauend die Lebensart ganzer Völker nachhaltig und mit gigantischem Geldaufwand in eine Moderne schießt die ganz sicher eines ist: Lebensfeindlich. Menschenfeindlich. Eine Politik die so handelt muß jeden Kontakt mit den Menschen bereits verloren haben. Und ihr folgen jene Menschen, für die das ebenfalls zutrifft. Sie sind diejenigen, nicht die von denen das behauptet wird, die unsere Länder regelrecht verwüsten, und sie tun es, um die Welt angeblich zu retten. 

Was sich so rein zufällig zu dem Umstand verdichtet hat, daß ausgerechnet jene, die die Welt retten, auch ganz real die Profiteure sind, die von der Ausschaltung jedes Rückschlags der Wirklichkeit und Freiheit der Menschen (durchaus: Markt) ausschließlich und "für immer" von Steuergeldern leben. Während diejenigen, die als Schuldige am Pranger stehen oder die einfach und vernünftig leben wollten die sind, die mittlerweile keine Lebensgrundlage mehr haben. Die Folgen für ein ganzes Land - Deutschland in diesem Fall - sind so verheerend, daß man kein Apokalyptiker sein muß, um zu erschrecken.

Wer diesen Film gesehen hat, und noch hören, sehen kann, der wird etwas begreifen, das kann versprochen werden. Er wird sich recht sicher auch wenn schon nicht überrascht (denn so überraschend ist eigentlich gar nichts von dem, was man zu sehen bekommt), so doch sehr verstanden fühlen. 

Vielleicht versteht der Leser dieser Zeilen dann auch besser, warum der VdZ seine Finger oft genug im Zorn über die Tastatur fliegen läßt.  Denn es ist zu offensichtlich, und nicht nur bei "Klimakatastrophik", wie eine gar  nicht mehr so kleine Schichte Wahnsinniger im Namen des "Guten" - dabei getrieben von zynischem, gut kaschiertem Eigennutz - dem Leben das Leben selbst raubt. Wie eine vernunftlose Rationalität diese Welt zu einer Hölle macht und dabei mit kaum zu verbergendem Lügenmaul den Himmel verspricht. Ihnen wird dabei die Wahrheit zum Todfeind.









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