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Montag, 24. November 2014

Amerikanische Kultur

Zum Abschluß dieser Serie ein wirklich typisch amerikanisches Lied, voll herrlich schamloser Ironie, mit der ein Volk seine Unheilbarkeiten zu kurieren versucht. In kleinen Dosen auch Europäern zu empfehlen. - "I take a look at my enourmous penis, and my troubles gottin' meltin' away" ... Shoubidoubah. Von Da Vinci's Notebook.

Besonders bemerkenswert mittlerweile: Die rapide Afrikanisierung des amerikanischen Englisch. Tja, es gibt nur ein Kulturfundament, das in den USA noch lebt - das der Neger.








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Sonntag, 23. November 2014

PR, Wahrheit und Begriff

Es ist nur eine Kleinigkeit, scheinbar, aber an ihr zeigt sich beweisartig etwas Fundamentales: In einem Kommentar las (oder hörte) der VdZ über die IS. Und so ganz nebenher meinte der Sprecher, daß diese ja früher ISIS hieß, nun aber IS heiße. Sie wissen ja, die fundamentalistische Terrororganisation.

Schlagartig wurde da etwas klar. Denn hier zeigt sich die Handschrift von Public Relations-Psychologen. Eines ihrer Prinzipien ist, daß Begriffsfindung eines der wesentlichen Momente der Öffentlichkeitsarbeit ist. Die Menschen brauchen dabei nicht nur Schlagworte, sondern sie brauchen damit einhergehende psychische Auffassungsbilder, Konnotationen, die damit ausgelöst werden. 

Die ISIS (Islamic State of Iraq and Levante - Levante als Begriff ist traditionell mit "Großsyrien" oder "Syrien" austauschbar) war von Arabien und den USA - unter anderem - nicht nur gefördert, sie war als Anti-Asad-Gruppierung ins Leben gerufen worden. Sie waren damals im PR-Theater der Welt "die Guten", die gegen den Terror des Terrorregimes in Syrien kämpften. 

PR-technisch aber funktioniert es schlecht, aus Guten plötzlich Schlechte, Böse zu machen. PR als Instrument der Politik kann nicht mit langen Erklärungen arbeiten, mit historischen Entwicklungen, mit Differenzierungen. Sie muß einfach sein.

Also mußten die PR-Stuben der Politik (wo auch immer die saßen, und in welchem Namen immer sie agierten) einen neuen Begriff finden.* Und dazu wurde der Begriff "IS" eingeführt und etabliert. Die Verkürzung auf "Islamic State" ermöglichte nun auch, die ursprünglich lokale Bewegung als Bedrohungsbild zu internationalisieren. "Islamic State" ist regional nicht mehr begrenzbar. Es weitet das politische Ziel eines islamischen Staates auf die ganze Welt aus. Das mag sogar den treibenden Kräften in der IS recht sein. Aber er hat sein politisches Zentrum in Damaskus, dem traditionellen Sitz und Zentralort des Kalifats als politischer Form des prinzipiell universal orientierten islamischen Staats.

(Siehe dazu morgen - Exkurs: Warum die IS völlig falsch eingeschätzt wird.)

Aber es war schlicht und ergreifend auch notwendig, um internationale Politik zu rechtfertigen, die innerhalb weniger Monate von schwarz auf weiß umfärbte. Wahrheit ist ohne Begriffe undenkbar. Ohne Wahrheit aber kann der Mensch gar nicht leben, weil er keine Orientierung findet. Wahrheit jedoch ist eine Frage der Begriffe, in denen alle Dinge gründen. Diese können nicht (zumindest nicth langfristig) umgedeutet, quasi mit neuen Inhalten gefüllt werden. 

Die zeugende, weltschöpferische Kraft eines Wortes, eines Begriffes, liegt im Anfang.

Die Lüge, die Manipulationsabsicht, weiß das, zumindest instinktiv (und hier ist dieses Wort auch für den Menschen verwendbar). Zwar bedient sie sich gleichermaßen der Begriffsverwirrung, indem sie Änderungen der Inhalte behauptet, aber die rein psychologische Ebene hat keine Dauer. Sie muß neue Begriffe - für neue Inhalte - erfinden. Die Gender-Sprache zeigt das eindrücklich, die ja eine neue Sprache ist. Und deshalb war es auch für die politische Propaganda notwendig, aus der ISIS die IS zu machen.



*Die PR funktioniert heute umso leichter, als sämtliche Medien der Welt (schon aus kostentechnischen Gründen ) den Beruf des Redakteurs nahezu auflösen. Erst in diesen Wochen wurde z. B. bekannt, daß Gruner & Jahr seine Zeitschrift "Brigitte" zukünftig sogar überhaupt ohne "hauptberufliche" Redakteure führen wird. Medien heute sind längst und ganz real zu Verwertungsmechanismen von PR geworden, denn die effektivste Textproduktionsmaschine ist Public Relations, die auf öffentliche Meinung und Stimmung NICHT verzichten kann. Medien lagern also Kosten aus. Während sich seit vielen Jahren schon ein in den 1980er Jahren noch vom VdZ miterlebter Wandel der PR - von offenkundigen Unternehmensinformationen hin zu "public interest" - vollständig vollzogen hat. 

Heutige PR informiert nicht mehr die Presse, wie das der VdZ noch lernte, aber damals bereits im Umbau erlebte, sondern sie macht der Presse Vorschläge, wie ihre Informationsabsicht in einen "neutralen Artikel von öffentlichem Interesse" verpackt werden könnte. Während sie gleichzeitig in die Rezeption - etwa durch Postings, sogar unter genau diesen Artikeln,  durch vorgetäuschte Facebook-Profile von Personen, etc. etc. - eingreift, um "Allgemeinheit" - als ontologisch fundierten Sollensdruck für den Leser, der sich sonst "im Widerspruch zur Welt" erfährt, und diese, DIESE ist das Maß der Wahrheit - vorzutäuschen.

Das geht heute, bei diesen Medien-Möglichkeiten, ohne jeden Zweifel so weit, daß uns nahezu alles - wirklich: Alles! - was uns im Internet oder den social media begegnet, in immer höherem Ausmaß reine Erfindung aus Manipulationsabsicht darstellt. Deren Plausibilität zu prüfen in dem Maß sinkt, als der persönliche, gewissermaßen "haptische" Kontakt fehlt. Denn jede Botschaft hängt in ihrer wirklichen Wirkung von der Person ab, in der sie manifestiert wurde. Die Wahrheit ist Person!




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So eben NICHT. Punkt.

Da aber fängt das Problem der sachlichen Unrichtigkeit an - der Schuldige ist NICHT das Zinsensystem. Davon zu phantasieren, daß wir mittlerweile bis zu 75 % (bei Mieten) der Ausgabe nur an Zinsen (und Zinseszinsen) entrichten stimmt zwar im Detail, aber es ist nicht wahr. Unsere Bedrückung hat nicht mit dem Prinzip der Zinsen zu tun, sondern mit dem Wesen der Vorwegnahme von Zukunft durch Schulden. Zinsen sind nicht prinzipiell ungerecht, im Gegenteil, sie sind gerecht!

Bei allem, was an Details sonst stimmen kann und auch stimmt, bei allem, was die Banken an Spezialinteressen politisch durchsetzen, bei allem, wie die Politik davon profitiert (bzw. davon abhängig ist) - in dem Moment, wo wir uns der Zinsen entledigen, wird nicht der Wohlstand steigen, weil wir keine Zinsen mehr bezahlen, sondern der Wohlstand völlig zusammenbrechen, weil wir diese Zukunft wieder einholen werden müssen. Kritik alleine ist ZU WENIG, so sehr Details daran stimmen. Ja, Kritik kann tatsächlich destruktiv sein, und das verstärken, was es zu kritisieren gilt!

Was hier von Friedman (sehr gekonnt) hochstilisiert wird, ist der "Geist des Arabischen Frühlings", nicht mehr. Es ist die Krankheit, die das Internet wie eine Epidemie verbreitet, indem sie die Menschen von ihren Füßen reißt die glauben, denken wäre Schlagworte zu assemblieren. Ihr Ergebnis ist - völlig sicher - eine neue, noch brutalere Form des Totalitarismus. Mit neuen Schuldnern, mit neuen Sündenbocksymbolen. Verführerisch mit Utopien lockend - und falsch.

Nein. So nicht. Ganz einfach.








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Samstag, 22. November 2014

Das Ende ist nahe. Bald. Zumindest irgendwann. (3)

 Teil 3) Die wisssenschaftlich fundierte Prophetie der Unmoral




Paul Schütz, der ursprünglich protestantische Pastor, der sich schließlich mit den Fundamenten des Protestantismus abwandte und in den 1930er Jahren alle Ämter zurücklegte - damals der höchste Protestantische Würdenträger, der diesen Schritt je setzte - schreibt einmal, daß sich Prophetie, ja Vorhersage und Wissenschaft ausschließen. Wissenschaft kann sich nur auf Vergangenes beziehen, denn sie braucht den Nachweis des Tatsächlichen als Bezugspunkt. Die Prophetie, ja sogar die Vorhersage aber übersteigt ins Zukünftige, sie kann aus sich heraus gar nicht wissenschaftliche Autorität beanspruchen, und es gehört zu ihrem Wesen, daß sie genau nicht wissenschaftlich ist: nämlich daß die Zukunft etwas anderes zeitigt.

Damit ist die Kategorie der Klimaprognosen ("Weltklima", ein bloßes Abstraktum, das es konkret also gar nicht gibt, entzieht sich an sich der Wissenschaftlichkeit) eigentlich schon hinreichend definiert - sie gehört in den Bereich des Ethischen, des Religiösen, des Psychischen, und damit in den der Politik. Und genau dort versagt sie nämlich, denn die Ethik der Klimawütigen ist unethisch. Ihr Universalismus ist an sich bereits unmoralisch, wie Max Scheler aus der Anthropologie heraus zeigt.

Nicht in den Inhalten liegt also das Problem, diese können bestenfalls verweisen. Eine Diskussion auf dieser Ebene, die prinzipielle Ergebnisse zeitigen will, ist aber sinnlos und führt zu keinem Ergebnis. Klimapolitik ist an sich bereits moralisch verwerflich!

Hier dennoch einige wissenschaftlich fundierte Prophetien zur dräuenden Klimakatastrophe, als abschließender Beitrag, der ein wenig zum Schmunzeln anregen sollte.



(cit./.) Dem Planeten bleiben nur noch fünf Jahre, um eine katastrophale globale Erwärmung zu vermeiden. Dies sagt die Leitende Wissenschaftlerin der Regierung.
Prof. Penny Sackett hat alle Australier gestern dazu gedrängt, ihren Kohlenstoff-Fußabdruck zu reduzieren.
Sackett – inzwischen ehemalige Leitende Wissenschaftlerin – stieß ihre Fünf-Jahres-Warnung vor vier Jahren, 10 Monaten und 24 Tagen aus. Inzwischen können frühere Behauptungen, denen zufolge die globale Erwärmung wärmere Winter in Europa (hier) zur Folge haben wird, getrost in die Tonne getreten werden, hat sich doch die globale Erwärmung dazu entschlossen, stattdessen alles kälter zu machen:
Das Risiko strenger Winter in Europa und Nordasien hat sich durch die globale Erwärmung verdoppelt. Dies gehe aus neuen Forschungen hervor.
Die Wissenschaft ist unsettled, wieder einmal.
Soweit Anthony Watts. Zu diesem Artikel hat ein „jimbo“ einen Kommentar mit zahlreichen weiteren Beispielen dieser Art gepostet. Er verweist darauf, dass er alle Quellen der folgenden Zitate hier verlinkt hat [Anm. d. Übers.]: 

Hier kommen noch ein paar andere. Das Ende ist nahe und näher.
Moscow-Pullman Daily News – 5. Juli 1989:
Die Regierungen haben noch in einem Fenster von 10 Jahren Gelegenheit, gegen den Treibhauseffekt vorzugehen, bevor er außer Kontrolle gerät.
[Noel Brown - New York office of the United Nations Environment Program]
The Vancouver Sun – 11. Mai 1982:
Das Fehlen solcher Aktionen würde bis zur Jahrhundertwende eine Umweltkatastrophe auslösen, in deren Zuge die Verheerung so vollständig und so irreversibel sein wird wie irgendein nuklearer Holocaust.
[Mostafa Tolba - Executive director of the United Nations Environment Program]
New York Times – 18. November 2007
...Der IPCC-Vorsitzende Rajendra Pachauri, ein Ingenieur und Ökonom [Fachrichtung Eisenbahn] aus Indien, räumt die neue Zustandsbeschreibung ein. „Falls es vor 2012 keine Maßnahmen gibt, ist es zu spät“, sagte Pachauri. „Was wir während der nächsten zwei bis drei Jahre tun, wird über unsere Zukunft bestimmen. Dies ist der definitive Zeitpunkt“. ...
Independent – 20. Oktober 2009
[SPEECH]
Gordon Brown: „Wir haben weniger als fünfzig Jahre, um unseren Planeten vor einer Katastrophe zu bewahren...“ Kopenhagen war wohl ein solcher Zeitpunkt:
„Es sind jetzt noch weniger als 50 Tage, um den Kurs für die nächsten 50 Jahre und darüber hinaus festzulegen. Wenn wir uns jetzt hier versammeln, tragen wir große Verantwortung, und die Welt beobachtet uns. Wenn wir bis dahin kein Abkommen erzielen, dann wollen wir keinen Zweifel daran lassen: ist der Schaden durch unkontrollierte Emissionen erst einmal angerichtet, kann kein rückwirkendes globales Abkommen zu irgendeinem zukünftigen Zeitpunkt diese Wahl rückgängig machen. Dann wird es unwiederbringlich zu spät sein...“
National Post – 2009?
Im Sommer hat UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon darauf bestanden: „uns bleiben vier Monate, um den Planeten zu retten...“
Guardian – 3. November 2009
„Uns bleiben nur Monate, nicht Jahre, um die Zivilisation vor dem Klimawandel zu retten“ - Lester R. Brown, Präsident des Earth Policy Institute und Autor von Plan B 4.0: Mobilisierung, um die Zivilisation zu retten.
WWF – 7. Dezember 2009
12 Tage, um den Planeten zu retten! Die Welt hat einem Klimaabkommen grünes Licht gegeben. Aber die bislang gemachten Zugeständnisse würde nicht eine Erwärmung über 2°C verhindern. Dies muss sich während der nächsten 12 Tage ändern...“
Leiter der Abteilung Klimawandel beim WWF UK, Keith Allott
Guardian – 18. Januar 2009
„Wir haben nur noch vier Jahre Zeit, um gegen den Klimawandel vorzugehen – Amerika muss hier die Führung übernehmen“ – Jim Hansen ist der ,Großvater des Klimawandels' und einer der weltweit führenden Klimatologen...
„Wir können es uns nicht länger leisten, Maßnahmen noch weiter zu verzögern. Wir müssen innerhalb dieser Administration einen neuen Weg einschlagen. Uns bleiben lediglich vier Jahre, in denen Obama der übrigen Welt ein Beispiel geben kann. Amerika muss die Führung übernehmen!“
The Star – 24. März 2009
Uns bleiben nur Stunden, um eine Klimakatastrophe zu verhindern!
Prinz Charles hat kürzlich gesagt, dass uns schätzungsweise noch 100 Monate bleiben. Sollte die Welt nicht zusammenkommen, um ein bedeutendes Übereinkommen zu erzielen bzgl. der raschen Reduktion von Treibhausgasemissionen in neun Monaten – nämlich auf dem Kopenhagen-Gipfel – würden weitere 90 Monate nichts bringen. Uns bleiben nur Stunden für Maßnahmen, einen Zeitlupen-Tsunami abzuwenden, der die Zivilisation so wie wir sie kennen zerstören könnte.
Die Erde hat lange Zeit. Die Menschheit nicht. Wir müssen dringend aktiv werden. Uns bleiben keine Jahrzehnte mehr. Uns bleiben Stunden. Das werden wir bei der nächsten Earth Hour unterstreichen...
(Elizabeth May, Die Grünen in Kanada)
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Und hier die gute Nachricht:
Independent – 28. Juni 2010
Wissenschaftler erwarten den Tipping Point des Klimas im Jahre 2200.
„...wir sind sicher in der Lage, uns auf eine Emissions-Strategie festzulegen, die 1000 ppm im Jahre 2200 fast unvermeidlich macht, falls wir während der nächsten 20 Jahre die falschen Entscheidungen treffen“, sagte Dr. Allen...(./cit.)

Amerikanische Kultur

Sarah Vaughan  - "Somewhere Over The Rainbow"









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Freitag, 21. November 2014

Das Ende ist nahe. Bald. Zumindest irgendwann. (2)

Teil 2) Vorbereitungen zur Fahrerflucht




Und wissen Sie, geneigter Leser, was wir bald erleben werden? Sowohl die Politiker wie die Heere von Wissenschaftlern - die Elite eben -, die die Apokalypse herbeibeten, werden in wenigen Jahren umschwenken und erklären, sie hätten ja gar keine Schuld, an nichts und an keinem. Denn sie hätten sich doch nur auf (von anderen betriebene) Wissenschaft verlassen. Deren Erkenntnisse seien halt gewachsen. Das kommt vor. In Wahrheit ist die Naturwissenschaft längst (und nicht nur hier) dabei, an ihren eigenen Mythen und Glaubenssätzen zu krepieren, die sie seit Jahrzehnten und Jahrhunderten produziert. Eine Entwicklung, die sich eben progressiv, ja sprungprogressiv vollzieht, nicht linear, und längst zur Impotenz kulminiert.

Dieser Technizismus, und nichts sonst, ist und war es, der dann die tatsächlichen (lokalen) Umweltkatastrophen bewirkte. Wie die am usbekischen Aralsee, der durch die exzessive Wasserentnahme aus den Zuflüssen zu Sowjetzeiten, um die Landwirtschaft anzukurbeln, heute zu zwei Dritteln ausgetrocknet ist. Was die Lebensweise von Millionen von Menschen massiv beeinflußt hat.

Für die Folgen aberwitziger Politik aber, schon gar für die Neurotisierung der Bevölkerung, deren Freiheit und damit schöpferische Kraft man einengt, wird sich auch bei uns niemand verantwortlich erklären. Niemand wird es je gewesen sein, und alle werden es ja gesagt haben. Schuldige wird man auch rasch finden, die das wissenschaftlich perfekte Konzept* "scheitern" ließen. Ausbaden muß es ohnehin der Mensch im Alltag. Und Subventionen, um die Schäden wieder einzurenken, werden einfach umgelenkt werden, was eben Politik so treibt. Immerhin haben ja auch genug Großkonzerne nur nachvollzogen, wozu sie von der Politik aufgefordert wurden.

Wie wissenschaftlich begründet die bisherigen Vorhersagen waren, zeigt eindrücklich aber diese Blütenlese, die EIKE entnommen ist. Nur so zum Schmunzeln, seien sie hieher kopiert, und sie sind nur eine ganz kleine Auswahl.


Morgen Teil 3) Die wissenschaftlich fundierte Prophetie der Unmoral



*Ach ja, der VdZ vergaß: Heute weiß man ja praktisch alles, damals freilich noch nicht ... Es ist - und das ist es tatsächlich, seit Gödel - wissenschaftlich (mathematisch) nachweisbar (der VdZ hat sich vor Jahren einmal der Mühe unterzogen, sich in diese Gedankengänge einzuarbeiten, denn das brauchen sie; er müßte es heute wieder tun, wollte er daraus im Detail argumentieren), daß menschliche Ratio niemals zu einem ontologisch fundierten Ende zu kommen vermag. Sie ist ihrem Wesen nach transzendent, bedarf der transzendenten Annahmen weil Letztbegründungen. Menschliche Wissenschaft wird also NIE zu einem "definitiven Stand" kommen, sie ist immer relativ zu den (historischen) Weltbildern und metaphysischen Annahmen, die ihr zugrunde liegen. Gödel, der kein metaphysisch ausreichend fundiertes Weltbild hatte, endete als paranoider Parapsychologist.





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Nicht unbedingt ein Spinner

Das kann man schon mal hören - "Harvey Friedmann" in einem mehr als einstündigen Gespräch. Da ist vieles richtig, da ist der VdZ überzeugt. Vielleicht ist das eine oder andere überzogen, aber gerade in gewissen Einschätzungen decken sich seine Analysen mit den Einschätzungen von Menschen durch den VdZ aus eigenen Erfahrungen, wie hierzulande Politik tatsächlich läuft. Das macht ihn insgesamt recht plausibel. Auch wenn man gewisse politische Forderungen nicht vertreten kann, weil sie ein Widerspruch innerhalb der - berechtigten - Kritik sind.

Leider fehlt so vielen, ja den meisten jene Substanz, die inmitten der Kritik noch jene Erdung findet, von der her alles zu ordnen und zu gewichten wäre. Menschliches Versagen der Politiker - als Personen - ist nicht immer gleichbedeutend mit politischer Kritik. So mischen sich in solche Kritikerpositionen neue Unmenschlichkeiten und sachliche Aporien, die getauft werden, aber nicht weniger unheilvoll sind. Schon gar als Rundumschläge solchen Formats, deren einzelne Details allerdings recht glaubwürdig sind oder auch den Einschätzungen und Kenntnissen des VdZ entsprechen. Aber mit Details macht man noch lange keine Wahrheit! Und es braucht die Kraft der Wahrheit, nicht "richtige Details".

Wahrscheinlich ist er auch als Frühstückspartner unerträglich. (Was dem VdZ ja gleichfalls schon nachgesagt wurde.) Aber bei einer derart solitären Position, unter dem Gewitter pausenloser Anfeindungen, verändert sich die Psyche weil die Identität. Es ist außerordentlich lieblos und unmenschlich, aber auch sachlich ungerecht, gewisse entstehende Unausgewogenheiten, die Randposition, in die jemand (und sehr gezielt) getrieben wird, dem Opfer anzurechnen. DAFÜR scheint Friedmann ohnehin noch seelisch recht ausgewogen.

Was sich in Österreichs Politik abspielt, bezeichnete dem VdZ gegenüber einmal ein Mitglied des Hochadels in weinseliger Stunde mit den Worten: "Österreichs Politik ist LETZTklassig. Hier geht es zu, bis hin zu Morden, das kann man sich nicht vorstellen."Was in Österreich Folge der selbstgewählten Kleinheit ist, ist in Deutschland Folge einer Politik, die der Größe der deutschen Staatsidee (die eine mißbrauchte Reichsidee war) nicht gerecht, der Staat zur Beute von Interessensgruppen wird, weshalb in beiden Fällen der Zerfall des Staates alles anderes als unvernünftig, sondern langfristige Konsequenz sein WIRD weil aus ontologischen Gründen WERDEN MUSZ.

Aber die Kritik in unseren Landen (und weltweit) müßte sich endlich und deutlich ausläutern. Und erkennen, wo sie genau das fordert, in Anknüpfung an den Autonomismus und den Zerfallskonzepten der amerikanischen und französischen Revolution, der Aufklärung, der englischen Zerfallsphilosophie (denn von dort kommen fast alle Zerfallsideen Europas), was bewirkt hat, worunter alle heute leiden. Als wählten so viele genau jene Böcke zu Gärtnern,  denen wir den Zerfall verdanken. Einen "Schuldigen" zu definieren ist da oft höchst problematisch und unwahr. Aber recht ... praktisch.








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Donnerstag, 20. November 2014

Das Ende ist nahe. Bald. Zumindest irgendwann. (1)

Mittlerweile sind viele Klimapropheten ja schon ein wenig vorsichtiger, vielfach greift die extreme Panikmache nicht mehr, die Vorhersagen sind bislang einfach nicht eingetroffen. Meist heißt es also nun schon, daß es zwar noch nicht "gleich" aus wäre, "wenn" sich nichts (in der "Klimapolitik") ändere, "aber bald". Vorhersagehorizonte verschieben sich entsprechend, und zunehmend tauchen Meldungen auf, die vom Jahr 2200 sprechen, oder noch fernere Zukunft vorherzusagen behaupten. 

In seinem aktuellsten prophetischen Schreiben spricht der IPCC sogar schon so: “Es gibt noch ein Zeitfenster von zwei bis drei Jahrzehnten in dem der Klimawandel zu akzeptablen Kosten gebremst werden kann.” Immer offener werden also Rückzugsszenarien eingeplant, denn das Wetterverhalten weltweit will sich den Katastrophenprognosen so gar nicht fügen. Ja die Meßreihen (so fragwürdig sie insgesamt für absolute Aussagen sowieso sind) lassen immer mehr Stimmen aufkommen, die von einer ABKÜHLUNG des Weltklimas sprechen. 

Das müßte man nämlich aus den Daten der letzten 15 Jahre schließen. Das Eis der Antarktis wächst und wächst schon lange, und 2013 hat sogar das der Arktis wieder deutlich (29 %) zugelegt (2014 ist das Bild weniger einheitlich, im Frühjahr deutlich höher, im Herbst deutlich niedriger, um zuletzt wieder überdurchschnittlich anzusteigen; das zeigt aber auch hier die hohe kurzfristige Variabilität, die auf die Vielzahl von Einflußfaktoren hinweist). Nichts ist von einem beschleunigten Anstieg der Meeresspiegel zu vermerken, und die Mär von der Zunahme von Wetterkapriolen wird von keiner seriösen meteorologischen Anstalt bestätigt, eher im Gegenteil. Und der Obergag: Neueste Satellitendaten ergeben weltweit eine Zunahme der biologischen Masse aus Pflanzen um 11 %. (Was wohl mit der Zunahme von CO2 in der Luft in Verbindung zu bringen ist, das wie ein Dünger wirkt.) "Wüsten werden wieder grün, " heißt es da gar. Aber wärmer, wärmer wird der Planet deshalb nicht.

Al Gore's Beweisqualität - die Not der Eisbären
Nicht einmal die Eisbären sind ihr Opfer. Mit deren mitleidheischenden Abbildungen doch die ganze propagandistisch groß aufgezogene Klimahetz einmal anfing. Denn ihr "Drängen nach Süden", das auf das Schrumpfen der Eisflächen samt Nahrungsmittelknappheit zurückzuführen sei, wie es noch vor wenigen Jahren hieß, ist schlicht und ergreifend auf Jagdschutzprogramme der kanadischen Regierung zurückzuführen. Die man vor Jahrzehnten beschloß, um die durch exzessive Jagd geschrumpften Bestände zu sichern. Seither hat sich ihre Zahl vervierfacht, was sich natürlich auf Verhalten und Nahrungsmittelangebot auswirkt.

Nur so nebenher: Die unreflektierte Übernahme solcher Meldungen wie der jüngsten des IPCC ist eine sehr lokalspezifische Angelegenheit. In Australien, wie man in der dort größten Zeitung THE AUSTRALIAN nachlesen kann, wurde dieses jüngste Handout für die Politik von den Medien in der Luft zerrissen, wird handfest nachgewiesen, daß die dort getätigten Aussagen wissenschaftlich - und auf wissenschaftliche Evidenz beruft sich ja dieser ganze Zirkus - überhaupt nicht argumentierbar sind. Nur der Spiegel schert ein wenig aus, wenn er jüngst schreibt, daß beim IPCC wohl Alarmismus vor Fakten gehe. Derselbe Spiegel, der noch vor 40 Jahren von der wissenschaftlich erwiesen nahenden Eiszeit schrieb. (Der VdZ hat Bücher aus der Zeit, in denen "wissenschaftlich unwiderlegbar" - und auf hunderten Seiten auch belegt - von dieser nahenden Eiszeit die Rede ist.)



Morgen Teil 2) Vorbereitungen zur Fahrerflucht




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Amerikanische Kultur

Tom Waits - "Waltzing Mathilda" (1977)








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Mittwoch, 19. November 2014

Bildung zum Proletentum

Zwar sind 10 % der Arbeitnehmer mit ihrem Arbeitsplatz unzufrieden, schreibt die NZZ, aber sie tun nichts dagegen. Knapp 60 % aber haben bereits etwas getan, in Form von Weiterbildung oder Wechseln, auch innerhalb des Unternehmens. Ein glattes Drittel beugt sich dabei den Anforderungen, auch wenn sie eigenen Wünschen entgegenstehen, reagiert dabei aber mit innerem Widerstand gegen ihren Arbeitgeber. Die NZZ meint, daraus "höhere Bereitschaft zum Opportunismus" ablesen zu können.

Die interessanteste Zahl der Studie aber betrifft die "Generation Y", die Jahrgänge 1980-1992. Hier besteht ein eindeutiger, aber umgekehrter Zusammenhang zwischen Ehrgeiz und Identifikation mit dem Unternehmen, in dem sie arbeiten. Je mehr sich Arbeitnehmer also auf ihre Karriere konzentrieren, desto weniger identifizieren sie sich mit ihrer Arbeitsstelle. Ein Viertel dieser Arbeitnehmer, die sämtlich gut ausgebildet sind, denkt nämlich vor allem an Karriere und monetäre Vorteile, und fällt durch häufigere Arbeitsstellenwechsel und geringere Identifikation auf. Je besser ausgebildet, desto egoistischer, desto karriereorientierter sind sie.

Das ist deshalb interessant, weil es im Widerspruch zur Anthropologie der Selbstwerdung, aber auch zur umfassenden Qualität von Wirtschaftsleistungen steht. Die Folgen hoher Identifikation und Selbstüberschreitung - also Verzicht auf eigene Wünsche im Dienste der Sachorientierung - sind. Das Herunterbrechen von Arbeit und Leistung auf technische, a-personale, von persönlichen Haltungen losgelöste Vorgänge ist aber das wesentliche Merkmal der Proletarisierung.




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Was vernünftig ist

Es verhält sich ja mit dem Evolutionismus nicht anders als mit dem Klimawahn - es sind Formen von Massenneurosen, ja -psychosen.  Wer sich mit der Wissenschaftsgeschichte befaßt wird sogar mit solchen Neurosen als prinzipiellen Formen dessen, was als "wissenschaftlich" gilt, konfrontiert. Wie eine Decke, ja wie eine dicht verwobene Schichte der geistigen Unfreiheit ziehen sich solche Neurosen durch unsere Zeit. Sie alle haben Geschichten, sie alle sind eng miteinander verwoben, und sie alle haben ontologisch erkennbare Strukturen.

Diese Schichten aufzubrechen wird innerhalb der Mechanismen nicht genügen. So, wie Änderungen immer aus den Randbereichen von Kulturen kamen und kommen, von dort also, wo sie gezwungenermaßen mit dem "anderen" konfrontiert waren, während das Innere erstarrt ist, so braucht es wohl auch den freien Blick Unbedarfter, um zu neuen, zu wirklich neuen Denkansätzen aus ganz neuen Blickwinkeln zu kommen. Wo aus wahrer Reformiertheit, aus der Erdung im Sein - dem wirklichen Hausverstand, wie er jedem Menschen eignen würde - heraus die Dinge von den Prinzipien des Seins her neu durchdrungen und geläutert werden.

Der Bautechniker und "wissenschaftliche Laie" Hans-Joachim Zillmer ist wohl als solcher einzuschätzen. Sein Vortrag, den das Video hier zeigt, hat vielleicht nicht in jedem Detail recht, und das will der Vortragende ja gar nicht, so wie es er VdZ nicht für seine Zeilen beansprucht. Aber seine Herangehensweise geht von der simplen Frage aus: "Kann denn das sein?" Und noch mehr: "Glaube ich das wirklich, was ich da sagen?" - Und nur so kann Gesundung eintreten, mit der simplen Frage: Glauben wir das alles wirklich, was wir zu wissen und zu glauben vorgeben? Stimmen die heutigen Thesen und Theorien, die uns ersticken, die wir unseren Kinden von frühesten Jahren an über den Kopf stülpen, überhaupt mit dem überein, was wir im einfachsten Wahrnehmen von der Welt erkannt haben und erkennen können? Ist das, was wir uns heute mantraartig vorbeten, auch vernünftig?

Deshalb ist dieser Vortrag sehr zu empfehlen, und es ist überhaupt kein Wunder, daß Zillmer aus dem Baugewerbe kommt. Kaum eine Branche kann dermaßen erden, an die Wirklichkeit anpressen. Und genau dann nämlich wird sie als transzendent erkannt, denn das Wirkliche ist nicht sichtbar, aber es stimmt mit dem Sichtbaren überein, ja das Sichtbare prügelt das Wirkliche ins Herz, das im sinnlich Evidenten nicht erschöpft werden kann. Der Film ist nicht nur sehr interessant, deckt sich in sehr vielem mit dem, was der VdZ gleichermaßen "weiß", er soll Mut zum eigenständigen Denken machen, offizielle Lesarten auf ihre Übereinstimmung mit der eigenen Wahrnehmung und Lebenserfahrung zu überprüfen. Denn nur von dort her kann verantwortliches Glauben und Zustimmen kommen. Und mehr können wir nicht. Letzthinniges Wissen wird der Mensch nicht zu Lebzeiten und nicht aus "Eigenem" autonom erlangen. Er kann nur die Freiheit suchen und das heißt: verantwortlich vertrauen.







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Dienstag, 18. November 2014

Aber das ist doch nichts Neues?!

Dazu hätte es keine Quantenphysik gebraucht, und dazu braucht es auch keine vergeheimnißten Andeutungen. Was der Mann da sagt, ist der Naturphilosophie seit Thomas von Aquin, ja längst zuvor, immer schon klar gewesen. Und es ist weit rationaler, als es ich dieser Mann da vorstellen kann, der meint, man stünde vor gewaltigen Entdeckungen. Da ist nichts neu. Und schon gar nicht kann die Empirie etwas "beweisend" dazu beitragen. Sie findet nur, was die Erkenntnislogik längst weiß. Das macht die Tragik dieses Vortrages aus, der sonst recht inspirativ ist. Aber mit "Urknall" und "Evolution" - also letztlich mit Mechanismus (ach, was für ein Gequatsche von "Energie", auch hier ...) - zu argumentieren offenbart die Geistlosigkeit, mit der Richtiges falscher Deutung anheimfällt. Sodaß die Esoterik - als metaphysiklose Metaphysik - am Fensterbänkchen liegt.

Sollen wir Katholiken jetzt dankbar sein, daß die Physik allmählich und um Dimensionen hinterherhinkend findet, was wir längst wissen? Als könnte die Empirie jemals die Offenbarung überholen. Aber es wird schon genug geben, die meinen, daß der Katholizismus der Physik dankbar zu sein habe.

Dennoch, richtig eingeordnet, ist es ein sehr interessanter Vortrag. Nicht zuletzt, weil er manche quantenphysikalische Ergebnisse beachtlich einfach und nachvollziehbar darzustellen vermag. Warum es sachlich nicht stimmt, Newton gegen die Quantenphysik auszuspielen - dazu ein anderes mal. Hier stehen sich nämlich keineswegs zwei Fronten gegenüber, sondern hier befinden wir uns innerhalb einer erkenntnistheoretischen Skalierung. Newton und Quantenphysik stehen sich also nicht "unvereinbar" gegenüber, sondern sie sind menschlichen Erkenntnisbereichen zugeordnete, aber keinesfalls sich aufhebende oder bedeutungslos machende Skalierungen.








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Amerikanische Kultur

Johnny Cash - "Hurt"








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Montag, 17. November 2014

Nagelproben

Da wagt es eine ehemalige Justizministerin Österreichs - Claudia Bandion-Ortner - von ihrer Arabien-Reise zu erzählen. Wagt es, die dort für Frauen vorgeschriebene Abaya (ein Ganzkörperkleid, das aber das Gesicht ausläßt) als "angenehmes Kleidungsstück" zu bezeichnen, das sie überwarf, um den Bekleidungsvorschriften des Landes Arabien zu entsprechen. Da wagte sie gar davon zu sprechen, und das schlug dem Faß natürlich den Boden aus, daß die Hinrichtungspraxis (in Arabien gibt es jährlich etwa siebzig Hinrichtungen) Sache des örtlichen Justizsystems sei, bzw. Teil eines Staatsrechts, das einen anderen Staat nichts angehe - und schon wird sie durch alle Kakaotassen gezogen, die es nur gibt. 

WIE KANN MAN NUR! Wie kann man nur nicht einfach universalistische Prinzipien erkennen, sondern auch noch NICHT vorschreiben wollen? Und besonders lächerlich machen sich nun die Liberalen, deren wahrer Charakter sich in solchen Fällen blendend offenbart: Denn da hört natürlich der Liberalismus auf. Denn sie wollen gar keinen Liberalismus. Sie wollen einfach, daß Liberalismus (der überhaupt nicht definierbar ist) als Recht zu allem, gleichgültig in welcher Gesellschaft, gleichgültig in welchem Rechtsgefühl, gleichgültig wo und wie, überall durchgedrückt wird.

Dabei hat die Süße gar nichts Besonderes gesagt, sie hat sich nur irgendwie geweigert, den ganzen vorgekauten Unsinn mit dem sich hierzulande alle heiligsprechen, nachzukauen. Sie hat von ihren persönlichen Erfahrungen gesprochen. Und das tun ja auch andere, die erzählen, daß sie selber nie die Erfahrung gemacht hätten, daß man als Europäer ein Mensch zweiter Klasse sei, oder oder oder ähnliches. Irgendwie seien das auch dort normale Menschen, mit sehr ähnlichem Entscheidungsprofil.

Was? Wie bitte? Hört man richtig? Das sind doch Verbrecher! Das sind doch Frauenverächter, Folterer, Menschenvernichter ... (man kommt kaum zum Atmen).

Seltsam diese Diskrepanz zwischen medialem, öffentlichem Bild der Arabischen Staaten und dem persönlichen Erlebnis so mancher. Wenn sie nicht gerade Antiislamisten sind, weil sie, die gerade mal einen Laden in Jeddah montieren sollten, den ihre Firma dorthin verkauft hatte, vor zig Jahren mit fünfhundert Liter Whiskey im LKW-Kühler (Alkohol ist dort verboten) an der Grenze erwischt und zwei Jahre - "unter "echt" unmenschlichen Bedingungen" - in arabischen Gefängnissen verbracht haben. Die haben natürlich ganz andere Erfahrungen und man sollte doch gefälligst das Maul halten, wenn man über Arabien spräche - SIE wüßten, was dort los sei, sie seien dort gewesen, und man selber nicht. Also, kusch!

Bandion-Ortner war auch dort. Aber das gilt nicht. Wie kann man nicht dasselbe Urteil wie die Whiskeyschmuggler - pardon: die liberale Gesellschaft - haben? Da muß doch etwas nicht stimmen, die Welt nicht genauso gerade gestrickt zu wollen, nein, "machen" zu wollen, wie man selbst?

Da hat es ein rasches Ende mit der Toleranz. Toleranz? Das ist das, was wir wollen, daß alle sollen. (Nicht die Akzeptanz der Spannung zu dem, der tatsächlich anders denkt, anders handelt, anders fühlt, selbst wenn ich das für falsch halte.) Mein Gott, was für ein Drama! Da hat doch so ein deppertes Weibsstück glatt den Mut, die Erfahrungen mit Menschen im Islam, in Arabien, samt deren Lebensgewohnheiten, als ziemlich "normal" zu erfahren. Denen ihre Eigenart zu belassen. Sie als Staat anzuerkennen. Na, wo kommen wir denn da hin? Staat ist nur - oh, tiefes Mittelalter, oder? - wer so ist wie ich. Mensch nur, wer so ist wie ich.

Was der Liberalismus für ein strohdummes, in Wahrheit ideologisch verblendetes, wirres Gesindel hochgezüchtet hat, macht immer wieder erstaunen. Wobei noch mehr staunen macht, daß sich diese Leute noch als "Intellektuelle Elite" positionieren konnten, zumindest im engsten Umfeld ihres Selbstbildes, und in den Medien, natürlich, weil Gleich auf Gleich ... wir wissen. Die in die simpelsten Fallen der Selbstentlarvung tappen. Weil sie kein Wesen haben.

Wenn aber etwa ehemalige Chef- und sonstige Redakteure, wie Andreas Unterberger, einer der schlimmsten Kotzbrocken der Presselandschaft Österreichs. (Umso begehrteres Objekt katholisch-konservativer Simulantenkreise, die jedem dankbar zuhecheln, der ihnen das, woran sie eigentlich nicht glauben, bestätigt.)

Einer jener, die mit ihren Drecksblättern genau damals genau jene waren, die gesellschaftliche Stimmung maßgeblich manipuliert und belogen haben (im Sinne der guten Sache ist das ja ziemlich erlaubt), gegen die Volksstimmung, mit massiver Angstpropaganda, Angst, wie sie jeden befällt, der aufsteht und nicht im Dreck kleben bleibt. Sodaß sich 66 Prozent der Österreicher schließlich und überraschend doch FÜR den EU-Beitritt entschlossen haben, gegen alles handverständige Denken. Wenn diese also nun daherkommen und erklären, daß sie - als Liberale, und was für welche, im übrigen abgeschossen und arbeitslos - nun zu Kritikern der EU geworden wären, genau jene, die kein Mittel scheuten, um kritische Stimmen zu unterdrücken, zu diffamieren, zu entehren, dann kommt einem das Kotzen hoch. Die also meinen, damit wäre die Sache gegessen, sie wären ja doch auf der richtigen Seite. (Typisch Liberale, eben.)

Sie werden bestenfalls noch übertroffen von (fett dotierten) pensionierten, "immer konservativen" Schuldirektoren und -inspektoren, die mit  fünfundsechzig als Studienräte und Oberstudienräte an Autorität und gelungenem Leben in ihren Pensionshäusern im Kamptal reif geworden, beginnen, "scharfe Gesellschaftskritiker" jenes Schul- und sonstigen Systems zu werden, das sie selbst beschlossen, getragen, erfüllt, nie zu verändern gewagt haben, denn da ging es ja noch um ihre Karriere, und die jeden bekämpft haben, der es seinerzeit, als es für sie noch um etwas ging, zu verändern verlangte. Da wird einem überhaupt nur noch schlecht.

Was ein Liberaler ist? Das ist jemand, der Ihnen nach fünfzehn Jahren erklärt, warum das, wofür er damals war, völlig verkehrt ist, weshalb er nicht nur niemals nie dafür war, sondern weshalb es geändert werden muß, weshalb er gleich für nichts ist, das man nach fünfzehn Jahren noch festnageln könnte, aber das umso fester. Weshalb es vor allem darum gehe, alles zu entgrenzen, damit man nach fünfzehn Jahren sagen könne, wo begrenzt hätte werden müssen, weil man es ja immer gesagt habe.

Kennte man nicht so viel wunderbare Österreicher, im Grunde die einfachen Menschen, solche, die noch ihr Leben riskieren um zu leben, man würde fast sagen wollen: Österreich IST Auswurf. Aber es hat ihn nur. Oben, über sich gelagert, ganz dick und fest.



*171014*

Wenn das Wissen glaubt zu wissen

Wir stehen nicht vor der Frage, PRO ODER CONTRA WISSENSCHAFT. Wir stehen vor der Frage nach der Wissenschaft selbst, einerseits, und der gesellschatlichen, figuralen Rolle, die man den WissenschaftLERN beimißt. Vor der Frage nach dem, was Wissen überhaupt bedeutet, was es ist, was also heißt "zu wissen", und welche Rolle das dann spielt. Und wie sich diese Rolle historisch entwickelt hat.

Sind wir aber bei der Frage nach der Rolle der Wissenschaft im Gefüge individuellen Gewissens, sind wir bei der Frage nach den Personen, die Wissenschaft betreiben, oder in deren Namen agieren (also: den Akademikern). Und sind wir bei den Personen, sind wir bei der Frage nach der Wahrheit, denn Wahrheit ist an sich personal (und deshalb schon vom selben Geheimnis - aber nicht von Irrationalität! - umhüllt, wie es die Person ist.)

Damit sind wir bei der Frage, ob eine akademische Ausbildung (sic!), die nicht von der Suche nach Wahrheit ausgeht, sondern vom Versuch, seine figurale Rolle - die Karriere, die Lebenschancen, etc. - zu "verbessern", nicht der Wissenschaft einen Bärendienst erweist. Die auf Personen, Studenten trifft, die tatsächlich meinen, die Universität zu besuchen, um "dann zu wissen, was in einer Sache Sache ist". Die also nie hinterfragen, was überhaupt wißbar ist, und was das ist, was Sie in den Vorlesungen hören, und was sie lernen. Die mit ihrem akademischen Titel von heute auf morgen Identitäten annehmen, die sie als "Wissende" setzt.* Die meinen, akademische Ausbildung müsse zuerst einem Zweck, einem Nutzen dienen. Die um die Relativität (und Bescheidenheit) des zu Wissenden gar nicht mehr weiß. Die meint, gewisse Ansichten zu vertreten wäre bereits Wissen und Wissenschaft. Die nicht mehr weiß um die Gegründetheit dieses immer relativen Wissens in Weltanschauung und zuvor noch: Religion.

Wissenschaft in solchen Händen wird zum Totschlaginstrument, zum Mittel der Erreichung ganz anderer, persönlicher Ziele - eben: der Wahrheitsziele. Sie wird zum Nutzinstrument für Politik und persönliche Interessen. Sie wird wertlos und manipulativ, gerade dort, wo sie Wahrheit mit Methode gleichsetzt. Sie wird irrtumsanfällig, weil sie ihre historischen Bezüge, ihre Eingebettetheit in historischen Wandel nicht mehr kennt, und so Relatives verabsolutiert. Sie wird zur Beute der Charakterschwachen.



*Das bezieht sich auf die immer lauter zu verkündende Forderung, jedes Studium (wieder) in einem studium generale, einem Philosophiestudium, notwendig beginnen zu lassen.




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Sonntag, 16. November 2014

Ein für allemal verspielt

Der Artikel in der FAZ ist gut, und das "mea culpa", das Stefan Niggemeier namens des deutschen Journalismus vollzieht, wird gerne angenommen. Weil es stimmt. Und Niggemeier bekennt auch die Sündenfälle ein.

Da wurde zu schuldzuweisenden Gewißheiten, was bis heute ungeklärt blieb (wie die Ursachen über den Abschuß der malaysischen Passagiermaschine), da wurde der Konflikt in der Ostukraine zu einer Auseinandersetzung zwischen dem immer guten Westen und dem bösen Putin, da wurde aus einer Gruppe von NATO-Offizieren eine "Kommission der OSZE", die die Ostukraine besuchte und entsprechend "informierte", da wurde nie über das wirkliche Ausmaß faschistischer Bewegungen in der Westukraine berichtet, da zieht Rußland seine Truppen "aus der Ostukraine" zurück, dabei waren sie nur auf russischem Gebiet im Grenzbereich zur Ukraine stationiert gewesen, da wurden berechtigt nach Ausgewogenheit suchende Gegenstimmen als "Putin-" oder "Rußland-Versteher" lächerlich gemacht, wurden die regelrecht explodierenden Gegenstimmen* in Zeitungspostings als Produkte bezahlter Rußlandagenten diffamiert, und so weiter, und so fort.

Das alles ist mit einer "beiläufigen Konzentriertheit" passiert, deren Pestillenz man aber sehr bald wahrnahm. Sie hat eine Journaille angezeigt, die nicht möglichst objektiv weil mit möglichst zweckfreiem Abstand von sachlichen Gegebenheiten berichtet, sondern sich als Mitkämpfer der Politik auffaßt. Sie hat sich damit verkauft. Und jedes Leugnen einer ohnehin bereits zuvor bestehenden, allseits bekannten, aber an diesem Prüfstein endgültig sittenlos gewordenen Nähe von Politik und medialer Macht ist zwecklos.

Viele Medienkonsumenten haben das sehr rasch erkannt, wenn auch ursprünglich mehr gefühlt, geahnt als gewußt. Entsprechend diffus war und ist oft die Gegenwehr. Aber man unterschätze die Wahrnehmung der Menschen nur nicht. Medienkritische Publikationen dominieren seither die Bestsellerlisten. Wenn Niggemeier vom Vertrauensverlust des Journalismus spricht, und davon, daß es ein Zurück zu mehr Ausgewogenheit brauchte, so kommt er in den Augen des VdZ deshalb zu spät. Man steigt nur einmal in denselben Fluß, sagt eine alte Weisheit.

Mit der mittlerweile sogar von so gut wie allen relevanten Medien - im Versuch zu retten, was zu retten ist - eingestanden einseitigen und manipulativen Ukraine-Berichterstattung ist ein Bruch in der Haltung der Konsumenten zu den Medien passiert, der nicht wieder zu heilen sein wird. Noch dazu, wo dieser Läuterungsprozeß bei weitem nicht alle Medien gleichermaßen erfaßt hat. Die Konsumenten haben aber einen Block der "Etabliertheit" erlebt, der selten so einheitlich in die selbe Kerbe schlug. Sich hier nun nachträglich korrigierend, abgrenzend, unterscheidend positionieren zu wollen, hilft nicht mehr wirklich.

Daß vielerorts überzogen darauf reagiert wurde und wird, daß Verschwörungstheorien (die sich vor allem aus dem Gefühl der Unsicherheit in der Faktenkenntnis  nähren) wuchern wie nie, ist dabei nur zu verständliche Reaktion der Gegenwehr. Hier hat sich ein Volk einer einheitlichen Schichte von Meinungsmachern gegenüber erfahren. Binnen weniger Monate hat sich ein großer Teil zuvor vertrauensvoller Medienkonsumenten zu skeptischen Informationssuchern entwickelt, die inmitten einer versagenden Medienlandschaft Orientierung und Standpunkt für ein eigenes Urteil suchen. Blogs und Internetseiten mit "aufklärerischen Intentionen" boomen wie noch nie, und das mit Recht. Das Etablissement wurde wie noch nie als "herrschende Klasse" empfunden, gegen die es sich zu wehren gilt.

Aber dieser Punkt ist nicht von heute auf morgen entstanden. Vielmehr muß er in einer Linie mit einer politischen Berichterstattung gesehen werden, die sich in den letzten Jahren allzu offensichtlich und wiederholt, ja notorisch falsch positioniert hat. Falsch, weil die historischen Entwicklungen die vertretene Interpretation von Ereignissen - man denke nur an den von den hiesigen Medien ausnahmslos (!) zum "Wendeereignis zum Besseren" hochgejubelten "Arabischen Frühling" - von den Realitäten seiner Kleider beraubt wurde. Die Medien haben sich damit auch jedes Vertrauens in ihre Deutungskompetenz beraubt.

Wer soll einer Zeitung noch vertrauen, die noch vor zwei Jahren Syriens Asad zum brutalen Unterdücker gestempelt hat, um heute zerknirscht vor den Trümmern des Staates Syrien, ja einer ganzen Region zu stehen, aus denen sich ganz neue und viel schlimmere Bedrohungsszenarien erheben, von Gruppen, die noch vor zwei Jahren "die Guten, die Unterdrückten" waren, die es angeblich zu unterstützen galt? Denn es gibt zahlreiche Beispiele dafür, daß diese Entwicklungen absolut vorhersehbar waren. Dabei ist die nächste Katastrophe des Vertrauensverlusts noch gar nicht richtig manifest geworden, die den Medien bevorsteht - in der "Klimakatastrophe", die nicht eintritt. Da steht ein wahrer Medien-Supergau an, den manche bereits jetzt abzutragen beginnen, aber auch hier bereits: zu spät, die Lawine ist bereits in Bewegung.

Wo wären eben jene Orientierungshilfen in den Mainstream-Medien, zu denen sich die Branche wie in Akkordierung kollektiv gemacht hat**, die über allem momentanen Gewitter die langfristigeren Linien und Bezugspunkte noch kennt und sieht? Wozu aber braucht man dann noch Medien, außer für ein paar Brocken Information, die man selber herausschälen muß, die aber Medien völlig austauschbar machen? Das Konzept, auf einzelne Kommentatoren zu setzen, funktioniert nie für ein ganzes Medien, und insgesamt wirklich nur in Einzelfällen (wie bei Peter Scholl-Latour), die sich aber längst anderwärtig autorisiert haben. Man identifiziert Journalist mit Medium, mit Recht.

Die Journaille hat freilich bis heute noch keinen Weg gefunden, mit solchem massivem Versagen umzugehen. Erst in Zusammenhang mit der Ukraine-Berichterstattung kommt es da und dort zu zaghaften Versuchen, den Stier bei den Hörnern zu packen. So wie in diesem (dabei immer noch zaghaften) Artikel in der FAZ.

In einem Punkt muß man Niggemeier zustimmen: das ist keine positive Entwicklung. Die Meinungsbildung - als Prozeß, nicht als Ergebnis medialer Erziehungsabsichten - ist noch problematischer geworden. Denn die öffentliche Meinung ist kein leeres Phantom, sondern sie ist eine Vorform des geistigen Raumes eines Volkes, einem Organismus vergleichbar, in dem wie in jedem Organismus eine Ordnung des Zueinander herrscht. In einem komplexen Vertrauensspiel aus Offenbarern und Rezipienten, kommt es zur Abklärung von Wahrheit in ihrer historischen Form als Sprache. Die Sünde wider diesen Geist ist also Mißbrauch der Sprache.

Diese Ordnung ist nun zerfallen, und sie wird es so lange bleiben, bis sich eine neue Ordnung (und das heißt auch zugleich: Hierarchie) etabliert hat. Aber darin haben die herkömmlichen Medien ihre Position verspielt, sie werden ersetzt werden. Und zwar zu einem Teil bzw. für einen Teil. Der geistige Raum, und damit die innere Einheit, ist also in einander feindlich gegenüberstehende Parteien zerfallen. Und das ist die schlimmste Auswirkung dieses einmal zuviel erfolgten Versagens der Medien, wo sich der bestehende Staat, das Etablissement, die "herrschende Klasse", das Volk zum Gegner gemacht hat. Das sich einer Schichte umso erbitterter gegenübersieht, die ihr demonstriert hat, wer die Mittel der Macht in Händen hält, und wozu er sie jederzeit zu mißbrauchen bereit ist.



*Zeitweise waren die empörten Stimmen in den online-Medien, als Foren- und Postingbeiträge, so zahlreich und massiv, und zwar in Medien aller Couleurs, daß es immer häufiger vorkam, daß die Antwort-Möglichkeiten zu diesbezüglichen Artikeln entweder streng selektiert, oder überhaupt gleich abgeschaltet wurden.

**Was eine eigene Betrachtung des Faktors "settled" als Siegel und Behauptung des Autoritativen wert wäre, wie sich an der Betrachtung des "Klimawandels" so eindrücklich ablesen kann.



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Da geht einfach alles schief

Nordholland hat nun beschlossen, den weiteren Ausbau der Windenergie zu stoppen. Zwar würde sich die Land-Meer-Kombination, die diesen Landstrich kennzeichnet, hervorragend für Windenergie eignen, aber erst einmal haben die Holländer genug von der Umweltverschandelung. Das wird auch offiziell gesagt. 

Mit handfesten Argumenten gestützt wird aber diese Entscheidung durch Studien, die nach nun doch schon einigen Jahren Praxiserfahrung Windenergie genauer untersuchen können. Und die Ergebnisse sind niederschmetternd.

Na gut, Geld kommt ja für die Weltretter der Gegenwart aus dem Bankomaten, oder aus Planwirtschaften, die man möglichst lückenlos über die Welt zieht. Wirtschaftlichkeit ist also kein Argument, schon gar nicht vor dem Hintergrund von Verschwörungstheorien. Es geht doch immerhin um die Rettung des Klimas, durch Senkung des CO2-Ausstoßes. 

Und das greift die holländische Studie auf: Alle Faktoren berücksichtigt, verursacht eine Windkraftanlage lediglich 1,6 % weniger CO2, als eine Stromplantage mit fossilen Brennstoffen! (Die Werte für Solaranlagen sind ja ähnlich desaströs.) Dabei sind nach Auffassung des VdZ ja nur die technischen, für den Betrieb notwendigen Faktoren berücksichtigt. Nicht berücksichtigt sind nämlich die Folgen, die die Belastung der Wirtschaft durch die Kosten, die Subventionen für eine Volkswirtschaft bedeuten. Eine weitere Studie der Bochumer Ruhr-Uni, die Szenarien aus acht spezifischen Studien auswertet, zeigt, daß sich das auch in absehbarer Zukunft nicht ändern wird.

Nimmt man erwirtschaftetes Einkommen (=BIP) als Äquivalent für Energieaufwand, der zur Erlangung eines bestimmten Nutzens zu leisten ist, so bedeuten Subventionen in "erneuerbare Energie" (wie es salbungsvoll, aber nichtssagend und falsch genannt wird) für eine Volkswirtschaft pauschal, d. h. für jeden Einzelnen der an der Generierung von Nutzen beteiligt ist (jeden Arbeiter, jeden Unternehmer etc.), MEHR notwendige Energie, um denselben Nutzeneffekt zu erzielen. Die Rechnung der Klugen geht ja deshalb dahin, diese Mehrbelastung durch Steigerung der Effizienz wettzumachen. Mit der "Energiewende", die Deutschland dem Kontinent mittlerweile aufgezwungen hat, ist man den exakt gegenteiligen Weg gegangen. Denn für die Produktion eines und desselben Stromquantums, das verbraucht wird, wird der volkswirtschaftliche Gesamtaufwand nahezu verdoppelt. Sie erzeugt kein Zusatzprodukt, für das sich Erlöse erzielen ließen, sondern der Aufwand zur Produktion derselben Produktmengen wird verdoppelt. 

Noch hat es niemand errechnet, weil es kaum zu berechnen ist, die Faktorengemengelage sind einfach zu komplex. Und die Kunst des Zerreißens von Kosten und Herkunft, des "Umlegens" von Kosten auf kostenaufkommensfremde Zahler, beherrschen ja die Regierungen mittlerweile perfekt, man nennt das (auch das: fälschlich und irreführend) "Sozialstaat". Aber Zusammenhänge mit Wirtschaftsrezession, einem Aufschwung der sich trotz gewaltiger Geldmanipulationen nicht und nicht einstellen will, sind zumindest hochgradig auffällig. Jedes Bein, das sich regt, rennt ja mittlerweile mit einem Fünfkilo-Gewicht herum, das um den Fußknöchel geschnallt ist - da läuft es sich nicht mehr so leicht im selben Tempo wie zuvor!

Aber noch ein Faktor wird nicht berücksichtigt: Denn der Betrieb dieser Windkraftanlagen macht den für ihren Betrieb notwendigen Aufwand INSGESAMT, also im Rahmen einer Volkswirtschaft berechnet, nicht mehr reduzibel! Das heißt, daß der CO2-Ausstoß in absoluten Mengen, der für Aufbau und Betrieb einer Windkraftanlage notwendig ist, in einer Gesamtrechnung in absoluten Mengen unweigerlich STEIGT. Und sieh da - stellt man nicht genau das auch fest? Man argumentiert es nur mit "Profitgier", die den Anstieg von Kohle als Energieträger in Deutschland bewirkt hat. Den es ja gab und weiterhin gibt. In Wahrheit aber bestehen da ganz andere, sehr handfeste Zusammenhänge, die man so zusammenfassen könnte: Wind- und Solarenergie STEIGERT den Gesamtausstoß an CO2 einer Volkswirtschaft, weil sie zu ihrem Betrieb (und schon gar zur Aufrechterhaltung der Energieversorgung) WEITERE, zusätzliche fossile Brennstoffe benötigt. In welchen Mengen, dazu müßte man fachkundige Rechnungen anstellen. Aber daß es so ist, ist ein zwangsläufiger Schluß aus der prinzipiellen Logik der Dinge.

Argument dafür? Die durch CO2 verursachte Klimaerwärmung würde in Zukunft noch weit höhere volkswirschaftliche Kosten produzieren. Hochgerechnet mit Computersimulationen - egal ob "klimatechnisch" oder ökonomisch - die davon ausgehen, daß diese globalen Prozesse tatsächlich steuerbar sind. Was jedem, wirklich jedem kybernetischen Grundsatz völlig widerspricht, denn hochkomplexe Systeme haben bestenfalls noch Wahrscheinlichkeiten auf Gesamtereignisse (aus vergangenen Ereignissen wahrscheinlich) bezogen, aber keine Vorhersagbarkeit. Unabhängig davon, daß mit Modellen gerechnet wird, deren Faktoren bereits gesteuert (also bekannt), auf ein Ergebnis und auf Zeit bezogen sein müssen, sonst sind sie überhaupt wertlos. Der oft zu hörende Satz - na, wenn schon tatsächlich keine Klimaerwärmung stattfindet, so schadet der Umstieg auf Erneuerbare Energie ja nicht, sondern im Gegenteil - ist ja ohnehin wertlos. Denn man hat die "Umwelt gerettet", indem man sie in einem nie gewesenen Totalitarismus zerstört. Auch das also: Gegenteil des Zieles erreicht ...

Denn man muß die CO2-Bilanz (noch völlig unabhängig davon, wir relevant sie real ist, nur nach den Überlegungen der CO2-Krieger gerechnet, also nach Erreichung der von ihnen vorgegebenen Ziele) sogar noch anders sehen. Denn zwar wird 1,6 % weniger CO2 bei der Produktion eines und desselben Elektrizitäts- (und Wärme-)Quantums ausgestoßen, als mit fossiler Energieproduktion. Aber in der Gesamtrechnung ergibt sich mit einem mal eine enorme Steigerung des Gesamtausstoßes von CO2, denn gleichzeitig wird auch die Produktionskapazität enorm erhöht, weil die Erneuerbaren Energien ein Backup-Netz benötigen, das ihre Unberechenbarkeiten ausgleicht. Simpel formuliert: Zwar bringt Windenergie etwas (!) weniger CO2-Belastung, die Gesamtbelastung durch ein doppeltes Netz aber steigert sich dennoch.

Wenn es in Europa aber ein geringeres Wachstum des CO2-Ausstoßes in absoluten Mengen gibt, wie vermeldet wird (nur - welchen kolportierten Meldungen kann man denn noch trauen, wenn hinter jeder Informatio mittlerweile Interessen stehen?) dann geht das nicht auf das Konto von Effizienzsteigerungen, sondern das der Abwanderung von Industrien nach Asien oder Amerika, der Verlagerung von "schmutzigen" Arbeitssschritten nach Afrika oder Bangladesh.

Nun stelle man sich aber auch noch vor, diese Klimaerwärmung (zumindest nicht in der kolportierten Form) gäbe es gar nicht?

Da geht einfach alles schief.

Freiheit heißt, daß der Mensch in der Lage ist, ein Ziel zu erreichen, weil er - in der Wahrheit - die richtigen und zweckdienlichen Mittel dafür findet und einsetzt. 

Wie nennt man nun aber eine Situation, in der ein Ziel ausgerufen wird, das nicht nur nicht erreicht wird, sondern dessen Gegenteil man bewirkt?

Und wie nennt man Menschen, die mit immer höherem propagandistischem Druck vollendete Tatsachen herbeizwingen wollen, ehe deren immer drängender werdende Sinnhaftigkeitsfrage ausbricht, deren Folgen aber "andere" (in jeder Form) tragen müssen?

Der VdZ nennt es beim Wort: Böse.



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Samstag, 15. November 2014

Was - wenn?

Was, wenn Erdgas und Erdöl gar nicht "endlich" sind, sondern Produkte eines geologischen Prozesses in der Erdkruste, in Zusammenhang mit der Tektonik*, die ständig neu gebildet werden? Immerhin ist die in der allgemeinen Diskussion so überhaupt nicht hinterfragte These, daß Öl aus organischen Resten entsteht, offenbar hinterfragbar, und tatsächlich mehrfach bereits hinterfragt, ja vielleicht sogar widerlegt. Es spricht viel dafür, daß Erdöl und Erdgas anorganische Wandelprodukte sind.

Recht sicher ist auch, daß der exorbitante Anstieg der Ölpreise in den 1970er Jahren im Grunde durch nichts sonst motiviert war als durch - apokalyptische Panik. Wobei drei Viertel der Endpreise für Mineralölprodukte Steuern sind. Die Energie"markt"preise sind politisch motiviert, kein Ergebnis von marktwirtschaftlichen Prozessen. "Wir bezahlen unseren Sozialstaat durch die Energie."

Der politische, so tief greifende Nutzen dieser Hyper-Theorien (bis zum Klimawandel) liegt schon alleine darin, daß das Handeln dem Einzelnen aus der Hand genommen wird, durch Hinzufügung eines Horizonts, der ihn ohnendlich übersteigt. Umgekehrt, wird durch die Narretei des Individualismus, in dem jeder sich selbst zu definieren aufgefordert (und damit natürlich völlig überfordert) wird, das Bedürfnis nach Transzendenz nicht mehr erfüllt - diese Thesen sind also zumindest Ersatzobjekt für dem Atheismus entstammende fehlendes Analogon zur Transzendenz als Grunddasein des Menschen, und ihr Aufkommen geht zeitlich auffällig parallel zum politisch initiierten Zerfall der wesentlichen Gemeinschaft innerhalb der Völker.

Ein interessantes Video.






*Die Erdkruste ist ja alles andere als "fest", sie ist vielmehr einem Fließverhalten zuordenbar, nur "relativ fest".



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Amerikanische Kultur

Peggy Lee - "Fever"








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Freitag, 14. November 2014

Der Eßstörung auf der Spur

Ein netter Scherz, der hier am Video präsentiert wird: Ein niederländischer Reporter hat die Probe aufs Exempel gemacht und bewiese, wie überlegen Bio-Prodjukte tatsächlich sind. Nicht nur gesund, frisch, sondern auch einfach lecker ...

Der Mann hat bei McDonalds Produkte gekauft, die etwas anders dekoriert und präsentiert, und sie dann als Bio-Produkte zur Verkostung angeboten. Das Ergebnis war verblüffend: Die Besucher lobten einhellig die hohe Qualität, an der man gleich die biologische Herkunft schmecke, weil die Häppchen frisch und so wunderbar schmeckten. Einige verstiegen sich sogar zu der Behauptung, daß man da gleich den Unterschied zum Fertigfraß bei McDonalds schmecke.

Übrigens haben die Testesser gar nicht so unrecht. Was immer man gegen McDonalds als Symptom des Kulturverfalls und Musterbeispiel der Bodenlosigkeit der Technikzivilisation haben kann, die ihre Welt quasi im Kopf mit sich trägt, deshalb nie wechseln, nie zulassen muß - die Rohstoffe sind frisch und erstaunlich pur verarbeitet. Weltweit (sieht man von sicher einzelnen Ausnahmen ab.) Das war ja Teil des Erfolgsrezepts des Firmengründers. McDonalds dreht durch Gewürze und Saucen nur ein wenig am Geschmack, der damit weltweit gleich wird, läßt nur ganz wenige regionale Spezifika zu.

Damit erspart sich der Mensch die Mühe der Geschmacksbildung, wie jede Kulturleistung als Ergebnis von Bildung, eben eine Frucht der Sittlichkeit als bis in die Erwachsenheit hinein erst mühsames Hinausstrecken, ein Nachformenlassen im Gehorsam zur Integration der Welt, wie immer sie begegnet, mit dem Ziel der Universalität. So wird der appetitus naturalis höher geführt, zu  mehr Spannung befähigt, um mehr und mehr zu erfahren und daran reicher zu werden. Deshalb ist es für Kinder (aber nicht nur) vor allem "angenehm", entspannt als eine Art "konservierte Embryonalität". Es braucht nicht einmal kulturelle Spannung zum Verzehr, für den Hände und ein offener Mund mit embryonalen Saugreflexen reichen.






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Wie man das Klima aufheizt, ohne daß es wärmer wird

Einen nächsten lesenswerten Artikel findet man auf EIKE. Darin geht es um das Problem von Fehlern und bewußten Fehlinformationen oder Inkompetenz in der Wissenschaft, und im besonderen in der Klimawissenschaft. Es lohnt, den gesamten Artikel zu lesen, der einen exemplarischen Fall bespricht.

Einige Auszüge:

(/.)Der Missbrauch spezialisierter Methoden und Verfahren ist ein fundamentales Problem wegen der allgemeinen wissenschaftlichen Natur der Klimatologie. Die meisten sind Spezialisten nur in einer einzelnen Hinsicht und nennen sich dann fälschlich Klimawissenschaftler. Wenn sie versuchen, Stücke des riesigen Systems zusammenzufügen, müssen sie unvermeidlich zu unvertrauten Methoden und Verfahren greifen. Die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers ist hoch. Dies ist höchst problematisch für Computer-Modellierer.

Das IPCC hat solche Spezialisten zusammengebracht und sie damit beauftragt, die Hypothese zu beweisen (anstatt sie zu widerlegen), dass die Menschen Grund für die globale Erwärmung (AGW) sind. Es war eine unheilige Allianz, die ein Umfeld von Missbrauch schuf. Sie fabrizierten wissenschaftliche Beweise in Fachbereichen, von denen sie kaum Ahnung hatten, und zwar mit Methoden und Verfahren, von denen sie sogar noch weniger Ahnung hatten. Mit massiven Finanzzuwendungen und politischer Unterstützung wurde dies zu einem Rezept für Katastrophen, wie es in den durchgesickerten E-Mails der Climate Research Unit (CRU) offenbar geworden ist. Das Ergebnis rechtfertigt die Mittel: man tue alles, was immer notwendig ist, um zu zeigen, dass menschliches CO2 die Ursache der globalen Erwärmung ist und dass die derzeitigen Temperaturen die höchsten jemals waren. CRU war eine kleine Gruppe und ein klassisches Beispiel von Gruppendenken, befeuert durch die Politik, wie ich seinerzeit hier erklärt habe.

Irving Janis erklärt das Konzept von Gruppendenken, welches Einmütigkeit erfordert auf Kosten von Entscheidungen hinsichtlich der Qualität. Ein kürzlich bei WUWT erschienener Beitrag befasste sich mit dem Problem des Gruppendenkens im Gebiet der Physik (hier):

Vom Gruppendenken betroffene Gruppen ignorieren Alternativen und tendieren dazu, irrationale Aktionen durchzuführen, die andere Gruppen entseelen. Eine Gruppe ist besonders verwundbar durch Gruppendenken, wenn deren Mitglieder einen ähnlichen Hintergrund haben, wenn die Gruppe abgeschirmt ist von externen Meinungen und wenn es keine klaren Regeln für die Entscheidungsfindung gibt. (./)

Ein hier oft anzutreffender Satz ist ja, daß man am besten nicht durch falsche Daten lügt, sondern durch richtige Daten, die man aber in einen falschen Zusammenhang stellt. Wie das bei auftauchenden "Erwärmungen" - nachweislich, aufgrund von Messungen (was immer man da gemessen haben mag ...) - funktioniert, zeigt eine Graphik:

Hier "beweisen" die gemessen Temperaturen in der oberen Atmosphäre einen deutlichen Temperaturanstieg.



Nun aber zeigt sich etwas Bemerkenswertes: Daß diese "mit Daten bewiesene Erwärmung" schlicht und ergreifend eine Manipulation des Betrachters darstellt, weil die Aussage lediglich mit der Auswahl der Meßreihe zu tun hat. Man läßt einfach Daten (vorher und nachher) unter den Tisch fallen, und schon hat man die gewünschte Aussage "bewiesen". Stellt man aber eine vollständigere Meßreihe dar, ergibt sich plötzlich jedoch ein ganz anderes Bild:





Wie gesagt, die Lektüre des Artikels lohnt. Ebenso, wie dieser Artikel (engl.), der die Wissenschaftlichkeit der Wissenschaft einmahnt, und am Beispiel des fabulösen "Hockeysticks" von Michael Mann, der die dramatische Erwärmung der Erdatmosphäre "beweisen sollte", mit konkreten wisenschaftlichen Gegenaussagen demonstriert, wie methodisch als wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis ausgegeben wird, das näherer Betrachtung, unter notwendiger wissenschaftlicher Skepsis, einfach nicht standhält. Von Wissenschaftlern, die sich schlichtweg als "sakrosankt" ausgeben und dabei seriöses Denken zugunsten von Manipulation der Öffentlichkeit aufgeben.

Weder sind heutige Temperaturen und Wetterereignisse ungewöhnlich, weil sie sich im Bereich auch früherer Wetterbedingungen bewegen, noch läßt irgendein Parameter der Klimaforschung auf eine Aussage schließen, die Ursache-Wirkungszusammenhänge von CO2 und Temperaturen nahelegen, noch läßt sich aus zahllosen Parametern schließen, daß wir es mit einer sprunghaften und dramatischen Erwärmung zu tun hätten, die aus historischen Beispielen (und vermutlichen Zusammenhängen) herausfiele.

Aber was will man von Menschen, Instituten, NGOs etc. erwarten die dafür bezahlt werden zu beweisen, und sogar nur dann den Mantel der Wissenschaft umgehängt bekommen wenn sie den Beweis "schaffen", daß es eine menschengemachte Klimaerwärmung bzw. -katastrophe GIBT?

Wir haben es hier mit einer schweren, aber sehr gezielt verbreiteten Massenpsychose zu tun, als Instrument der psychogenen Machtausübung der einen, der Unfreiheit für die meisten anderen. Die "Klimaerwärmung" ist die Rache der impotenten Verlierer.




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Donnerstag, 13. November 2014

Womit man nicht rechnet (3)

Teil 3) Worum es in Wahrheit auch dabei geht




Und diese Virtualität liegt ja dem ganzen "Klimawandel-Katastrophen-Szenarien" zugrunde. In ihnen geht ein rationalistisches, aber irreales Wissenschaftsbild sich selbst auf den Leim. Das mit Modellen, mit Vorstellungen arbeitet, die es erstens so gar nicht gibt, und die deshalb zweitens auch völlig falsche Aussagen über die Wirklichkeit hervorrufen.

So, wie die Menschen aus Sündenbewußtsein eine Strafe Gottes befürchten, wenn sie ihr Leben nicht ändern. Und das ist das einzig Wahre am Klimawandelwahn. Damit offenbart er sich in seiner Zeitentsprechung, er offenbart sich als Entsühnungsmechanismus, der auf entsprechende Weltbilder eben zurückgreift. Aber er lenkt von den eigentlichen, den ontologisch weit tiefergreifenderen Sünden in Wahrheit ab, und verhindert durch den illusionären, vor allem vorgeblich selbst machbaren Vorgang von Erlösung und Vergebung, daß genau diese eigentlichen Sünden erkannt und entsühnt werden. 

Und auch in der Stoßrichtung, in den "Gegnern", den "Feindbildern", läßt sich etwas erkennen: In diesem Mechanismus wehrt sich eine bestimmte Generation mit ihren bestimmten Charakterlagen gegen eine Welt der Formen. Sie versucht, diese Formen zu zertrümmern. Nicht, weil sie sie objektiv als "falsch" erkannt hat (und immerhin lebt genau diese Menschenschichte ja besonders ausgeprägt davon, ohne die Industrialisierung wäre "Klimawandelkatastrophenwarnung und -politik" gar nicht denkbar), sondern weil sie sich gegen ... den Gehorsam sperrt, der die Welt (der Kultur, und eine andere Welt des Menschen gibt es nicht) als maßgebend ablehnt, weil sie Zucht zur (eigenen) Form hin bedeuten würde. Also sucht man nach einer Form, die "nicht wehtut", die keine eigene Veränderung abnötigt. Und zwar GERADE DADURCH, indem sie Tätigkeitsszenarien entwirft, die allesamt aber eines nicht nötig machen: daß sich die Seele substantiell verändert. 

Ein Ausweichmechanismus also, um die wahren, tiefen Gewissensprobleme, die in ontologischen Verhältnissen gründen, verdrängen zu können. Etwa, indem sie der Ungeduld (schon diese: eine Anwägung der Unsittlichkeit) nachgibt, und "Erlösung" in die bewußte psychische Erlebnisebene hereinzieht. Und diese seelische Bewegung ist ja die wahre Erscheinung der Gegenwart, und sie zeigt sich in der Aufweichung der katholischen Liturgie nicht weniger, wie in der gesamten übrigen kulturalen Welt. Vereinfacht: Es geht um die Produktion einer Illusion von Erlösung durch Verlagerung dieser in ein psychogenes Erlebnis von Erlösung. Das Wesentliche an der gesamten Klimawandelhysterie ist also das Erleben ihrer Proponenten, die damit ihr Leben in dem Moment "retten", in dem sie sich als Orte des Heiles und der Gerechtigkeit (Rechtfertigung!) erfahren. Die sachlichen (wissenschaftlichen) Implikationen sind dabei völlig gleichgültig. Es geht um das Produzieren der Selbstbefindlichkeit "Heiligkeit", ohne den mühsamen Weg der reealen, fleischlichen Wirklichkeit gehen zu müssen.

Man wird auch deshalb schon Klimawandelpropheten niemals (!) "sachlich-wissenschaftlich" überzeugen oder widerlegen können. Weil das Problem auf einer anderen Ebene liegt. Stattdessen wird man wie der Verteidiger im Fußball immer wieder überrascht sein von der Gestalt, die sich dieses archetypische Geschehen immer wieder neu sucht. 

Wenn deshalb das Reden von "dräuender Katastrophe" etwas Wahres hat, so weil sich darin ein tiefer Wille zur völligen Veränderung ausdrückt, die durch das Außen geschehen soll (nicht durch das Innen, nicht duch die eigene Mühe). Hier findet sich eine tiefe Parallele zu der Zeit vor 1914, auch damals empfanden breite Schichten - und auch damals: vor allem die Mittelschichte - das Außen als zu mühsam zu bewegen, zu "festgefahren", zu statisch, unveränderbar. Ob in der Kunst, ob im alltäglichen Leben herrschte deshalb eine tiefe Sehnsucht danach, dieses Außen dadurch zu zerschlagen, indem man in den Einzelentscheidungen "nichts Falsches" machte, denen aber jene Begrenztheit fehlte, die sie nicht gemäß einem chaotischen weil hochkomplexen System in eine Totalzerstörung hätten münden lassen können. Eine Generation, die nicht mehr handeln wollte, die zu schwach zum Handeln war, zupfte immer wieder an jener Lawine, die dann alle verschüttete. Das war die Natur der Enttäuschung, die gar nicht so sehr die Männer im Felde erlebten, sondern das Hinterland. Denn totaler Krieg war dann plötzlich doch nicht mehr als totaler Krieg - das hatte man sich anders vorgestellt.

Daß der ständige Angriff der Stürmer also so tiefgreifend die Wertewelt der Verteidiger angreift, damit rechnet die Verteidigung immer noch nicht. Sie kann sich nicht vorstellen, daß der Angreifer so böse ist. Daß er etwas sagt, das überhaupt nicht stimmt, weil er etwas anders meint, das er auszulösen hofft - ohne es verantworten zu müssen. Denn auch im Klimawandelwahn sind die Dolchstoßlegenden längst vorbereitet.





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Abbruch der Brücken zur Vergangenheit

Im Bombenkrieg, schreibt Jörg Friedrich, werden die Mauern, der Stein zu Verbündeten der Waffe der Angreifer. Sie erschlagen, ersticken, zerfallen, werden zu Glutöfen und Erstickungsfallen, zu Manifesten des Schreckens. Die Haltung der Menschen zu ihnen wandelt sich, sie werden zu gegenwärtig gehaltenen Traumata. Mehr Mauern, als die Bomben zerstörten, rissen deshalb die Deutschen selbst nach 1945 ab. 

Was man in den Bombenangriffen in den Städten - Dörfer waren als Bombenziel uninteressant, man brauchte zusammenhängende bebaute, brennbare Flächen - erlebt hatte war eine Dekomposition des Seelischen, das alles Erleben, Fühlen in einer Spaltung abkoppelte, die Sinne als Notwehrreaktion stumpf machte.

Man wollte sich von dieser schrecklichen, tödlichen Vergangenheit, die man in den Bombenangriffen dort wehrlos und ausgeliefert erlebt hatte, trennen, die Gefühle nicht mehr aktivieren. Die mit dem Stein, den man als Todfeind erlebt hatte, nicht mehr als bergenden Schutz wie zuvor, verbunden waren.

Zwar wurde auf Befehl Hitlers ab 1943 mit Photographie alles "gesichert", was zu sichern war, bis ins Detail. Doch es war die Abnahme von Totenmasken. Vieles wurde zwar nach 1945 wieder als Imitat nachgebaut, viele einzelne Kostbarkeiten und Kunstwerke waren abmontiert und gerettet worden, aber noch mehr nicht. Und wurde etwas später rekonstruiert, wurde aus lebendiger Vergangenheit - ein Museum. Der Bruch mit der Geschichte, er im Schutt der Städte besiegelt war, war irreparabel.

Die Bomben wurden zu Annullierungsinstrumenten deutscher Geschichte und Tradition. Denn der Stein war beseelt. Dieser Seele wurde das Urteil gesprochen, gegen das es keine Berufungsinstanz gab, formuliert es Friedrich. Die Baugestalt als Erzieher wurde von anderen Erziehern abgeschafft, die nun Religion, Sitte und Recht neu festlegten. Und Deutschland konnte sich nicht mehr wehren, wurde vollständig unterworfen.

England kämpfte gegen einen Ungeist, indem es den Unmenschen vernichten wollte, der in Körperkonturen steckte. Aber damit kann man Ungeist in Wahrheit nicht besiegen, selbst wenn man alle Gefäße zerbricht, in denen er steckt. Und das Bomber Command zerstörte dabei überhaupt jeden Klang, die zweite Zeit, die jeder Gegenwart parallel geht, nach der sich eine Kultur wieder neu an seinen Wurzeln orientieren hätte können.

Hier schließt sich ein seltsamer Bogen, in der Analogie zu heute, 2014. In der Stumpfheit gegen die gegenständliche Welt, verbunkert sich der Mensch. Sein Schutzschild ist nicht mehr eine acht Meter dicke Betondecke, sein Schutzschild ist ein 2 oder 5 cm dicker Bildschirm. Umgeben von unsichtbaren Betonwänden, ist seine Welt nur noch virtuell. Erleben läßt er nicht mehr zu, dafür lagert er Dokumente aus: waren es im Bombenkrieg ferne Stollen und Kasematten, ist es heute der Datenbunker irgendwo in der Einöde Kaliforniens. Sein Tun wird automatisch, seltsam rational, die vermeintliche Außenwelt mit Taste und Telephon gesteuert, in ständiger Erwartung, und endet in der Unbeweglichkeit zwischen engen Bunkerwänden, wo entgeisterte Menschen dicht an dicht sitzen, die sich in leerem Geplappere unterhalten, während ihnen die Zeit zu einer Parallelzeit zur Außenwelt schrumpft. Wie es in den Bunkern erlebbar war, genau so erscheint das Bild der Seelenwelt des heutigen Menschen. Wie bei jenen, die mitten im Bombenhagel den Untergang der Welt erfahren hatten. Was sie von der Vergangenheit noch zu Gesicht bekommen, sind - photographische Dokumente und Datenlisten, denen aber die lebensspendende Kraft der historischen Gestalt fehlt, "gerettet" vor dem Barbarismus der Zeit.




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Mittwoch, 12. November 2014

Womit man nicht rechnet (2)

 Teil 2) Warum von einer absehbaren  "Versauerung der Meere" zu sprechen 
ganz sicher nicht wissenschaftlich ist



Sehr vereinfacht: Die Meere bewegen sich in einem ph-Wert von etwa 8-8,5, sind also basisch. Ab einem ph-Wert von 7 aber wird eine Flüssigkeit zur Säure, die Kalkgebilde (Muscheln, Knochenpanzer etc. etc.) auflöst. Wird noch mehr CO2 in die Meere (durch den Menschen) abgelagert, kippen diese also, und werden zur tödlichen Falle.

Damit befaßt sich "science sceptical". Der Artikel geht dabei gar nicht auf den Umstand ein, daß sich im Meer rund 30.000 Gigatonnen Kohlensäure aufgelöst befinden, sodaß die vom Menschen beigetragene Menge von dzt. rd. 15 GT pro Jahr verschwindend gering ist, ohne noch zu berücksichtigen, ob es Mechanismen gibt, die darauf neutralisierend reagieren könnten. Sondern Michael Krüger zeigt einfach, wie komplex das Meer unter dem Aspekt des Kohlenstoffs zu sehen ist. 

Es beginnt schon damit, daß der Kohlenstoffgehalt der Weltmeere regional stark unterschiedlich ist. Relativ "sauerer" etwa in wärmeren Gefielden und eher an den Oberflächen, basischer in kälteren Regionen. Dazu kommt, daß sich diese Wasserschichten permanet austauschen, das Meer ist ja nicht - wie die meisten der Klimakatastrophen-Meldungen nämlich suggerieren, das "Klima" selbst ist ja gleichfalls eine bloße Abstraktion, weil es "Klima" als reales Ding nicht gibt (bzw. nur "auf eine Weise" gibt) - ein quasi reales "Ding", sondern die abstrahierte Bezeichnung für ein gigantisches System von aufeinander regierenden, miteinander in Bezügen stehenden, unendlichen (weil unendlich möglichen) Klein- und Kleinstzuständen. 

Ungefähre Landkarte der ph-Werte in den Weltmeeren (Quelle: Science sceptical)
Kohlenstoffgehalte im Meer schwanken aber nicht nur deshalb, sondern das Meer interagiert ja mit den Lebewesen - und dem festen Land. Namentlich im Meeresgrund. Auch hier werden gewaltige Mengen Kohlenstoff absorbiert (und siehe oben: Die Mengenverhältnisse sind ein anderes Kaliber, als alles statistische Hochrechnen über Kohlenstoffemissionen des Menschen ergeben). Soweit man das derzeit überhaupt weiß (und man weiß sehr wenig), muß man davon ausgehen, daß es im Meer sogar einen erstaunlichen Ausgleichsmechanismus gibt: Während von der Oberfläche her Kohlenstoff nach unten sinkt, also (in ein simplex Bild vereinfacht) das Meer "von oben nach unten versauern" würde, die Grenze des "Sauren" nach unten sinkt, gibt es von unten her eine gegenläufige Bewegung, die genau das Gegenteil bewirkt. Sodaß diese Grenze mehr oder weniger stabil bleibt. Fazit: Das Meer befindet sich in einem gigantischen Gleichgewicht der unterschiedlichen Sauergehalte, die zwar einigermaßen schwanken können, aber sich immer ausgleichen. Während die Lebewesen des Meeres auf diese Veränderungen allesamt reagieren.

In eine simples Bild übertragen: Der Krebs, dem das Umgebungswasser (und das sind ja allmähliche Prozesse) zu sauer, seinem Panzer also gefährlich wird, wandert einfach tiefer, oder verlegt seinen Standort. Während er davon ausgehen kann, daß sich an seinem alten Standort über kurz oder lang die Säureverhältnisse wieder zurückpendeln, weil die Meerwasserschichten (auch das Meer, wie die Luft, ist ja kein "statisches Ganzes", sondern ein gigantisches Zueinander jeweils in sich stabiler Klein- und Kleinstzonen) sich permanent austauchen und ihr Zueinander in einem Gewissen Rahmen immer stabilisieren.

Eine Aussage wie die, daß sich "die Meere durch menschlichen CO2-Eintrag versauern", und deshalb dringende Gegenmaßnahmen erforderlich sei, ist deshalb vielleicht politisch motiviert, aber sie ist eines ganz gewiß nicht: Wissenschaftlich. Denn das, was über die Meere gewußt wird, begründet so eine Aussage nicht nur NICHT, sondern sie widerlegt sie, sie ist also gar nicht machbar. Wer dennoch an ihr festhält, benutzt "die Wissenschaft" nur zum Etikettenschwindel, um ein archetypisches Stimmungsbild zu verankern. (Lesen Sie bitte dazu die fachlich offenbar hervorragend aufbereitete Darstellung auf science sceptical. Die eigentlich nichts andes tut als das: zeigen, daß man eine solche Ausage gar nicht treffen kann.)



Morgen Teil 3) Worum es in Wahrheit auch dabei geht




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Amerikanische Kultur

Louis Armstrong & Ella Fitzgerald - "Cheek to Cheek"

Das hat schon was von Walther von der Vogelweide ...







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