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Montag, 29. Juni 2015

Frau ist nur noch Polit-Kapital-Faktor

Ein guter Kommentar aus der Feder von Alexander Kissler fand sich dieser Tage auf cicero.de Mit einem Aspekt, den man ab und zu betonen sollte, denn er ist nicht unwesentlich: Genderismus dient der Produktion von Steuern, und damit von Macht für Politik. Die mittlerweile nur noch über Geld Politik macht. Das Ausbeuten des funktionale Potentials in den Frauen ist deshalb direktes Ziel auch der EU. Anders kann der zentralistische Bürokratismus und Politismus sein Überleben gar nicht sichern. Und die EU sagt es noch dazu ganz offen! Etwa in einem jüngst beschlossenen Strategiepapier.

Hier einige Passagen. Der Witz bei der Sache ist, daß es gelungen ist, den Frauen - und sie haben alle Macht, in jedem privaten Bereich, und damit im öffentlichen - einzureden, Generismus würde IHNEN dienen. In Wirklichkeit sind sie zu nützlichen Idioten, zu bloßen Mitteln der Überlebenstrategie aus Politik und Beamtenpopanz reduziert worden - nicht einmal als Selbststrategie eines freien Marktes. Indem man sie aus der hierarchisch gegliederten Mann-Frau-Konstellation herausbrach. Ein freier Markt interessiert doch die Politik nicht. Dafür aber - der Kapitalismus, die Geldproduktion, die Schwester der Politik, nicht nur der Neuzeit.

Nominell soll mit dem Strategiepapier die „Gleichstellung von Frauen und Männern“ auf allen Feldern des politischen Handelns vollendet werden. Tatsächlich spricht der „Noichl-Bericht“ offen aus, was Gender-Kritiker bisher mithilfe einer Hermeneutik des Verdachts behaupteten: Dass Gender angewandter Feminismus ist mit latent androphoben Zügen. Dass durch Gender Mainstreaming sämtliche, auch private Bereiche des Zusammenlebens reorganisiert werden sollen. Und dass drittens das behauptete Ziel – die „vollständige Gleichstellung der Geschlechter“ – aus wirtschaftlichen Erwägungen in den Rang einer Schicksalsfrage erhoben wird. Letztlich ist Gender das effektivste Mittel, „das Wirtschaftspotenzial der EU deutlich zu stärken“.

Der Bericht scheut sich nicht, Frauen als „Humankapital“ zu bezeichnen, dessen „umfassende Nutzung“ geboten sei. Frauen, heißt das, sollen nicht länger Minderleister, pardon: „Zweitverdienerinnen“ sein, weil nur so „das Wirtschaftswachstum und die Wettbewerbsfähigkeit in der EU“ zu neuen Höhen geführt werden können. Frauen dürfen nicht, nein, sie müssen „alle Talente in den Produktionsapparat“ einbringen, müssen beitragen zu „Arbeitsmarkteffizienz und –fluidität“, damit die Rendite stimmt, die Firma brummt. Kein Hedgefond, kein Industrietycoon, kein Ultrakapitalist spräche kälter von Männern und Frauen, als es im vermeintlichen Kampf für mehr Frauenrechte der „Noichl-Bericht“ tut. Schleierhaft und mysteriös, wie eine parlamentarische Mehrheit zu dieser Selbstpreisgabe des Menschlichen auf dem Altar der wirtschaftlichen Ausbeutung je ihr Ja geben konnte.

[...] „In allen Punkten“ sollen die Sozialpartner diese Prinzipien künftig befolgen, auch in „Gemeinde- und Stadträten“ ist die geschlechtsparitätische Besetzung das Ziel – ohne Eingriffe in das Wahlrecht lässt sich das nicht machen. Männer sollen „stärker in Betreuungs- und Haushaltsarbeiten eingebunden werden“ und Kinder schon in jüngsten Jahren in der Schule den Abschied lernen von den „traditionellen unterschiedlichen Rollen, die Mädchen und Jungen zugeschrieben werden,“ und in den Genuss kommen von „Sexualerziehungsprogrammen“. Will Brüssel also die Lehrpläne an sächsischen Grundschulen festlegen? Natürlich sollen auch weitere „Lehrstühle für Geschlechterstudien und feministische Forschung“ eingerichtet werden. Über all dies, beschloss das Europäische Parlament, möge die Europäische Kommission mit einer „Gleichstellungskontrolle“ und jährlichen Fortschrittsberichten wachen 





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