Bereits von den Büchern von Astrid Lindgren ist solches ja bekannt geworden, ihre Bücher sind in den Neuauflagen angeblich längst pc und gendergerecht. Schweden ist ja seit Jahrzehnten, wenn nicht nach Jahrhunderten ein Vorbild in Humanität.
Nun, dieses Problem wird sich ja zukünftig ohnehin immer weniger ergeben. Heutige Verlage, aber auch heutige Schriftsteller sind zu einem guten Teil bereits so eingeschüchtert, daß sie freiwillig und in vorauseilendem Gehorsam ihre Sprache wie ihre Gedankenwelt zensieren. Und dem Nachwuchs ist ja das Gehirn hoffentlich bereits sauber genug gewaschen, sodaß diese Neurosen bereits genetisch wurden. Zumindest wird daran hart gearbeitet.
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Nachtrag: die Junge Freiheit ist besser informiert, und die Verantwortlichen für diese weitere Schändung der Kunst dürften die Bildungsbehörden sein. Die zeichnen sich ja auch in unseren Landen durch besondere Hellsichtigkeit aus.
Der kleine New South Books Verlag begründete die Neuauflage, die im Februar auf den Markt kommt, mit der drohenden Zensur durch amerikanische Bildungseinrichtungen. Andernfalls drohe das Werk Twains aus dem Unterrichtsmaterial amerikanischer Schulen und Universitäten entfernt zu werden, teilte der Verlag aus Montgomery (Alabama) mit. Der Verlag war so verunsichert, daß er noch nicht einmal die Worte nennen wollte, die durch „weniger verletzende Worte“ ersetzt worden sind.
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