Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Montag, 10. Mai 2021
Filmempfehlung - Im Fluß des Lebens enthalten (1)
Sonntag, 9. Mai 2021
Neulich vor einem Jahr (3)
Teil 3) Kapitalismus wird oligarchisch wie der Kommunismus
Samstag, 8. Mai 2021
Neulich vor einem Jahr (2)
Teil 2) Ein gemeinsamer Feind - die bürgerliche Ordnung
Freitag, 7. Mai 2021
Neulich vor einem Jahr (1)
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| QR Schießt Reiche tot |
Donnerstag, 6. Mai 2021
Warum die Gegenwehr gegen Impfpflicht unmöglich wurde (2)
Teil 2) Der Staat hat leichtes Spiel. Er steht nun schon direkt vor unserer Haut.
Gleichzeitig wird das für einen Staat bedeutend, das dieser als Mittel seiner eigentlichen Macht - die die Macht von Polizei und Militär ist, lasse sich der Leser nichts anderes einreden! - am meisten braucht, und das ist ... Geld. Das er in der Steuerpflicht ebenso schafft, zum Zwangsmittel, vor allem aber (warum kann man das nicht sehen!) zum Ziel sämtlicher Arbeit und wirtschaftlichen Tätigkeit macht. Denn die Menschen MÜSSEN nicht UM GELD arbeiten, und alles tun, um ausreichend Geld zu beschaffen, weil sie sich "etwas kaufen" wollen. Sondern sie MÜSSEN es tun, weil sie ihre Steuern nur mit Geld bezahlen können.
Was alles für den Normalbürger völlig verschwimmt.
Mittwoch, 5. Mai 2021
Warum die Gegenwehr gegen Impfpflicht unmöglich wurde (1)
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| QR Gerl-Falkovitz |
Dienstag, 4. Mai 2021
Vielleicht hat der Leser eine Antwort (2)
Teil 2) Woher aber kommt das Geld?
Aber das ist noch nicht alles, werte Leserschaft. Es hat sich noch etwas anderes gezeigt, und das ist nun wirklich spannend, und der VdZ kann sich auch keinen so wirklichen Reim daraus machen. In derselben Zeitung vom 13. April dieses Jahres ist nämlich etwas über das Sparverhalten der ungarischen Familien zu lesen. Ausgehend von der Nachricht, daß der ungarische Staat eine nächste Anleihe begeben wird, die in Ungarn "Superanleihe MAP+" heißt. Und nun bei einem Gesamtvolumen von 5.500 Milliarden Forint (rund 15,6 Milliarden Euro) anlangt.
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| QR Defizit Ungarn |
Diese Anleihe muß man als Teil einer Strategie sehen, die Orban seit Jahren verfolgt. In den mittlerweile zehn Jahren seiner Amtszeit hat sich die Verschuldung des ungarischen Staatshaushaltes immer mehr ins Inland verlegt. Insgesamt, so die Budapester Zeitung, betragen die staatlichen Anleihen, die vorwiegend Familien halten, bereits 9.300 Milliarden Forint (rund 26,5 Milliarden Euro). Seit 2010 hat sich die Verschuldung des ungarischen Staates bei seinen eigenen Bürgern (also: Familien) von 3 Prozent auf stolze 25 Prozent seiner Gesamtverschuldung erhöht. Und das, so die Zeitung, habe in der Corona-Krise wesentlich dazu beigetragen, daß der ungarische Staat so stabil gewesen sei.** Immerhin sind alleine 2020 die gezeichneten Superanleihen um 1.000 Milliarden Forint (rund 2,8 Milliarden Euro) gestiegen.
Und wenn wir schon bei Zahlen sind: Im ersten Quartal 2021 hat der ungarische Staat (ohne Kommunen) ein Haushaltsdefizit von 1,144 Millliarden Forint (800 Millionen Euro) eingefahren.
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| QR Inflation Ungarn |
Nun nehmen wir noch ein paar Eckdaten her.
Montag, 3. Mai 2021
Vielleicht hat der Leser eine Antwort (1)
Daß aber nicht einmal das mit der Belastung stimmt, darüber werden wir zu gegebener Zeit hier noch handeln. Denn es ist ein dramatischer Irrtum, der mit der subjektivistischen Wende der letzten 200 Jahre der Weltbegegnung zu tun hat, die die abendländische Kultur auf Verdunstungstemperatur gekocht hat. Davon ist natürlich auch Ungarn nicht ausgenommen, denn Orban hin und Jobbik* her - das genuin Individuelle ist immer in ein übergeordnet Größeres eingebettet. Das heißt, daß ERST das Abendland in seiner Gesamtentwicklung steht, und DANN die Variierung durch "die Magyaren" erfolgt.
Aber wir greifen heute das Thema auf, weil sich außer den großen Schlitten (achja, SUVs sind "familiengerechte Wagen", das hat der VdZ ganz vergessen, die da als Trostpreis und Spielzeug für die Männer bei der "Familienförderung" rausspringen, und so mancher wird damit sogar zufrieden sein, zumindest bis die Kiste auseinanderfällt) in weiteren Bereichen ein Zuwachs abgezeichnet hat. Der nicht schwer zu prognostizieren war.
Das ist zum einen der rasante Anstieg der Immobilienpreise im Land. Ausgerechnet in einer Zeit, in der die Einwohnerzahl von Jahr zu Jahr sinkt, weil die Abwanderungsrate einfach zu hoch ist, wirkt das etwas befremdlich. Und in den Gesprächen mit Ungarn hat sich in den letzten zehn Jahren offenbar wenig geändert. Sie sehen nach wie vor das Leben im Westen (mit besonderer Liebe zu Österreich und Deutschland) als Lebensziel.
Und das ist zum zweiten der dramatische Anstieg der Kosten für Neubauten. Alleine 2020 sind die Kosten für neuerrichtete Wohnhäuser um zehn Prozent
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| QR Budapester Zeitung |
Genau das, Wohnraum, sollte mit der in manchen rechten und katholischen Kreisen im Kampf gegen die demographische Katastrophe des Abendlandes hoch gepriesene Familienförderung aber gefördert werden. Daß Familien gerne mehr Kinder wollen, weil damit dann auch ein leichter weil großzügig vom Staat geförderter oder gar bezahlter Zugang zu ausreichend und qualitativ schönem (weil neuem) Wohnraum verbunden ist. (Und, natürlich, zu einem Auto, das genug Platz für alle hat.)
Und die Förderungen sind wirklich hoch, wir haben schon berichtet. Da springen schon mal 100.000 Euro und mehr raus, nicht rückzahlbar, wenn sich ein Pärchen vertraglich verpflichtet, zu heiraten und binnen etlicher Jahre drei Kinder in die Welt zu setzen; wobei wie gesagt es explizit die Frau ist, die diese Gelder lukriert.
Wer in dieser eigentümlichen Vernutzung von Kindern und Menschen (ein Mensch ist immer Selbstzweck; Kinder zu "züchten", weil man sie zum Gesellschaftserhalt braucht und deshalb für sie "bezahlt", ist für einen katholischen Staat nicht zulässig) ein ethisches Problem wittert, sollte das lieber für sich behalten, wenn er in konservative(re)n Kreisen akzeptiert werden sollte.
Die Familienförderung mit der Ungarn (und Polen, übrigens, da ist es angeblich ähnlich, zumindest hat Orban es gerne als Vorbild zitiert**) ist aber gar keine. Und das wollen wir hier sagen und zeigen. Die Statistiken, die voriges Jahr von einem riesigen "Erfolg" zeugten, sind Einmal- und Nachzieheffekten geschuldet. Langfristig hat man NOCH NIE MIT GELD Familien "gefördert." Nirgendwo in Europa.
Die ungarische Familienförderung ist also ein Schuß ins Ofenrohr. Und zwar aus mehrfachen Gründen, die nicht nur komplex sind, wie sich bereits jetzt zeigt, sondern auch noch ganz andere Fragen aufwerfen. Auf die vielleicht der Leser eine Antwort findet. Denn der VdZ sieht vor allem aufgeworfene Fragen.
Zuerst einmal, weil das Fördergeld vom Markt sofort aufgesogen wird. Der auf höhere Solvenz der Kunden und steigende Nachfrage ganz einfach mit höheren Preisen reagiert.
Wobei wir gar nicht darüber spekulieren wollen - und das plausiblem Hintergrund - daß die Paare mit diesem geschenkten Geld auch etwas "lockerer" umgehen, um es so rasch als möglich loszuwerden.
Denn immer ist mit willkürlich zugeführtem Geld, das das Niveau übersteigt, das dem sozio-ökonomischen Geflecht entspricht in dem ein Mensch eingewoben ist (und mit dem sein Rechts-, Wert- und Selbstgefühl untrennbar verbunden ist), unmittelbar das Gefühl von Schuld verbunden. Wo im Nebeneffekt der "Geförderte" versucht, dieses ihm nicht "gehörende" Geld rasch wieder loszuwerden.*²*
Damit ist nur eines erfolgt: Eine Umverlagerung. Keine "Förderung". Eine Umverlagerung der Familienordnung. Und das ist die in Wahrheit mittel- und langfristig familienzerstörerische Zeitbombe, von der hier bereits die Rede war. Nicht in Zeiten, wo alles eitel Wonne ist, sondern wenn das Wetter umschlägt, die Sorgen größer werden, der Mann mit dem Rotz kämpft, und das tut jeder immer wieder, der schöpferisch tätig ist.
Dann stellt sich plötzlich heraus, daß die Frau das existentiell stabile Element ist, die ist, an der das Bestehen der Familie hängt und durch sie gesichert ist.
Also schauen wir uns an, erste Reihe fußfrei, was mit einem Großteil der Ehen passieren wird. Weil die Ehe nur Ehe ist, wenn sie das hierarchische Zueinander von Mann und Frau berücksichtigt. Das wird mit der Verlagerung der realen weil finanziellen, existentiellen Macht zu den Frauen, die "die Männer gar nicht mehr brauchen", gewaltig erschüttert.
Weil es eine ontologische Spannung grundlegt, die sich auch immer zum Ausdruck bringt. In der der Mann den Druck fühlt, um die Vorherrschaft zu ringen, während die Frau die Vorherrschaft über den Mann tatsächlich ausübt weil in der Hand hat. Auch wenn sie bei "viel gutem Willen" (vielleicht stammt sie aus einem sehr traditionellen christlichen Umfeld, dort soll es ja Zauberer geben) so tut, als könne sich trotzdem der Gehorsam dem Manne gegenüber ausreichend verwirklichen. Lachhaft. Der Mann kann auf den Ämtern ja nicht einmal alle Verträge "namens seiner Familie" (die unter seinem Namen firmiert) unterschreiben.
Naja, und weil die Kredite auf die Frau gehen, hat der Staat Ungarn unter Viktor Orban (der, werter Leser, seinerzeit mit dem Stipendium einer George-Soros-Stiftung an einer Londoner Wirtschaftsuni studiert hat) seine liberale Modernität unter Beweis gestellt -
"Leute, der IST doch gar nicht "konservativ-rückständig-rechts!" (denn so gut wie jeder "Rechte", der in Wahrheit liberal ist, hat diesen enormen Druck, sich als "ich bin doch gar nicht so" zu beweisen, was die paradoxe Situation gebracht hat, daß so gut wie überall und immer "rechte" Parteien in unsren Ländern sozialpolitisch am progressivsten und radikalsten waren)
- indem nun die Frau (die die Kinder hat) auch locker eine "neue Ehe" eingehen kann. In der sie es mit einem anderen Mann und Vater probiert. Klingelt es noch immer nicht? Na dann vielleicht morgen.
Morgen Teil 2) Woher aber kommt das Geld?
*²*Damit erklärt sich die Beobachtung von Ludwig von Mises, der genau diesen Effekt beschrieben hat: Geldzufuhr hat eine (Volks-)Wirtschaft noch nie befördert, sondern immer geschädigt. Es hat außer Inflation und beschädigten Preisgefügen (und: Korruption, wie sie sich im Sozialstaat als Sozialbetrug im Nebeneffekt der bald allgemein werdenden "Jagd nach Sozialleistungen als Einkommensquelle" äußert) nie etwas Positives bewirkt. Das gilt für Familien nicht weniger.
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| QR Demographie Polen |
Heiterkeiten zum Tag
"Die, die sagen, daß ich zu klein oder nicht hübsch genug bin, sind kontraproduktiv für unsere Welt, die immer diverser wird."
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| QR Leni Klum |
Dabei verfolgt offenbar Leni eine ganz eigene Linie. Denn jetzt hat sie angeblich sogar Bilder mit ihrer Akne auf Instagram zugängig gemacht. Warum auch nicht, schreibt sie sinngemäß dazu. SO BIN ICH EBEN. Und wie gesagt: In der Welt von heute muß nichts mehr irgendwelchen Anforderungen entsprechen. Weil einfach alles für alles reicht.
Na sicher, sie hat schon recht, wir leben tatsächlich in so einer Welt. Laufolympiaden der Beinamputierten gehören ebenso zum Alltag wie fettlose Fettcremes, zuckerfreie Süßlimonaden, cholesterinfreie Eier und gleich eierlose Biskuits, fleischlose Hamburger, nikotinfreie Zigaretten, glutenfreies Brot, koffeinfreier Kaffee und - seit jetzt - häßliche Models.
Sonntag, 2. Mai 2021
Im Brief weitergeführt und konkretisiert (3)
Es ist NICHT die Abgleichung über Rationalismus, wie die alle tun und behaupten. (Wenn ich das schon lese, wie die sich selbst bewerben: "Selbst denken" usw. usf.) Das ist alles die Irreführung der Menschen über die Aufklärung! Die wiederum ein Gnostizismus ist, Gnostik: Über "richtiges Denken" kann ich mich gewissermaßen erlösen. Und ich bin erlöst, wenn ich das Richtige WEISZ.
Dieses Wissen kann ich mir wiederum selbst aneignen. Da brauche ich keine Kirche! Da brauche ich genau diese direkte Anbindung an Christus IM GLAUBEN nicht. In der es AUF DEN GLAUBEN ankommt, als jene innere Haltung, in der ich auf Gott hin ausgerichtet bin. Und damit fehlt mir das positive Bild, das Seinsbild! Und gegen DAS muß alles gehen!
Und wirtschaften im Paradies (2)
Teil 2) Es hat etwas von Paradies
Samstag, 1. Mai 2021
Im Brief weitergeführt und konkretisiert (2)
Wahre Opposition kann sich nicht aus "Kritikastertum" ergeben, das ist das Entscheidende. Wahre Opposition ist ein FÜR sein, ein positives Konzept gewissermaßen, in dem man an der Wirklichkeit festhält, und alles was man tut daran ausrichtet: Am Unsichtbaren, das die Wirklichkeit eben ist.
Stattdessen "suchen" alle nach einem positiven Konzept. Was ist der Mensch, was ist der Sinn der Welt usw. usf. Und monieren, daß die Gegenwart nicht "erkenntnisoffen" ist, worunter sie meinen: Ergebnisoffen.
Sie sind nur "dagegen", eben - wo der Schuh drückt.
Und wirtschaften im Paradies (1)
Es sagt etwas über den Geist der Ungarn aus, worüber die Budapester Zeitung am 9. April berichtet: Dem Staat gehe, so schreibt die Zeitung, die Geduld aus. Deshalb würden die Strafen für Fahren ohne Führerschein, die bisher bis zu 400 Euro betrugen, nicht einfach erhöht, sondern durch die Drohung von Gefängnis definitiv verschärft. Eine Geldstrafe alleine wirkt nämlich nicht, wie die Statistik zeigt. Alleine in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 wurden über 3.000 Ungarn wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis angezeigt.
Freitag, 30. April 2021
Im Brief weitergeführt und konkretisiert (1)
(Aus einem Brief an R auf dessen Anraten hin herausgegriffen, es solle genau so und in diesem sehr erhellenden Bogen an die Leser gebracht werden.)
Noch was kurz zu Köppel oder wie der heißt: Ich höre/schaue den auch kaum noch, vielleicht einmal in der Woche, weil ich ihn nicht mehr aushalte und schon mit vorausnehmender Pein auf seine unerträgliche Weise zu sprechen reagiere. Aber er ist ja unheimlich beliebt, und ich glaube das auch. Und zwar gerade bei den "Kritischen", sozusagen. Die alle nur noch bestätigt werden wollen, an Erkenntnis gar nicht interessiert sind.
Donnerstag, 29. April 2021
Neid und Gleichheit - eine Erfolgsgeschichte
Neid ist nicht die Folge sozialer Ungleichheit, sondern die Folge des Glaubens und Anspruches, daß der andere mir in allem gleich zu sein hat und deshalb eine andere (in gewissem Sinn immer bevorzugte) Behandlung verdient.
Seine Andersartigkeit offenbart immer einen Mangel an mir. Welchen Platz immer der andere einnimmt, entspricht in der beanspruchten Gleichheit auch dem meinen. Während ich selbst das Sein vermeide, um mir den Neid des anderen nicht zuzuziehen. Helmut Schoeck meint, daß darin das uralte Problem verborgen ist, sich nicht den "Neid der Götter" als Quelle des eigenen weil dann von den Göttern verursachtes Problem zuziehen zu wollen.
***
Kultur IST die Institutionalisierung der Ungleichheit, in deren Anerkenntnis das Soziale selbst liegt. Weil sich darin der Gerechtigkeitsgrundsatz "Jedem das Seine" verwirklicht. Das macht die Wirkung des Neides (als eigener Mangel an der Gleichheit des anderen) noch zerstörerischer. Werden also die Institutionalisierungen abgeschafft, weil alle gleich sein sollen, dann erhält niemand mehr eine Befriedigung aus seinem Sosein. Denn niemand hat noch das - siehe oben - was man Respekt nennt. In dem er erfährt, daß es jemanden gibt, der von ihm abhängt, der ihm unter- weil zugeordnet ist und ihn braucht.
Mittwoch, 28. April 2021
Als die Lebens(t)räume billig wurden (3)
Teil 3) Anmerkungen zum Kommunismus als Grundhaltung des westlichen Menschen und zur Frage, und warum die Erfindung der Perspektive in der Malerei einem Impfen gegen Krankheiten analog ist.
*Es ist egal, welchen Begriff man dafür verwendet - Marxismus, Sozialismus, Kommunismus, Sozialstaat (wie den unseren) als Lebensform, die dazu führt bzw. diesen Hintergrund hat. Alles das hat jene Ideologie als Basis, die mit einem alle Bereiche umfassenden Weltbild in den 1970er Jahren durch politische Intention von sozialistischen Parteien entfesselt worden sind. Parteien, die sich spätestens ab dem vorgeblichen Zusammenbruch der Systeme in Osteuropa in den Jahren 1989/90 sozialDEMOKRATISCH nannten. Um ihr eigentliches, nie verändertes Ziel zu verbergen.
Dienstag, 27. April 2021
Als die Lebens(t)räume billig wurden (2)
Teil 2) Erschlagen von den Balkonen der Gierigen
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| QR Balkonstory auf oe24 |
Montag, 26. April 2021
Als die Lebens(t)räume billig wurden (1)
Der geneigte und Leser würde vermutlich an der Nachricht nichts erkennen was ihr Wichtigkeit geben könnte, um sie in den ambrosius.konnotationen zu verorten, das sich doch mit "ach so geistigen Themen" befaßt. Aber regelmäßige Leser wissen schon, daß es auch eine der selbstgestellten Aufgaben dieser Seiten ist, in oft den kleinsten, nebensächlichsten, alltäglichsten Dingen die tiefsten Zusammenhänge zu sehen. So ist es wohl auch bei der Meldung, daß in Oberösterreich bei einem Einfamilienhaus der Balkon abgebrochen ist, als ihn drei Frauen mit einem Kleinkind betreten hatten. Man sieht es vor Augen, die Oma, die Tochter, eine Freundin mit dem vierjährigen Hansi-Burli. Alle (außer dem Buben; so ein Kindel läßt noch genug Raum für den Schutzengel, den drängen erst die gescheiten Erwachsenen aus dem Leben) sind schwer verletzt, die Mutter sogar lebensgefährlich.
Sonntag, 25. April 2021
Gedankensplitter (1156)
Samstag, 24. April 2021
Gedankensplitter (1155)
Es sagt viel über das In-der-Welt-sein und dessen Umfänglichkeit aus, mit der wir dieser Welt eingeordnet sind. Wie viel wir sinnlich wahrnehmen, ohne daß es uns bewußt wird. Wie sehr uns deshalb ein Erdbeben sofort bewußt wird. Ich habe auch das Beben vom letzten Dienstag sofort wahrgenommen - Wackeln der Wände, Zittern und gespanntes Schwingen der Decke bzw. des Bodens, es hat etliche Minuten gedauert, und ist dann den ganzen Tag über immer wieder mal aufgetreten, aber nur mehr schwach.
Freitag, 23. April 2021
Gedankensplitter (813)
Es hat in meiner Beobachtung nie an spöttischen Stimmen gemangelt, die eine angeblich in der Vergangenheit so allgemeine Betrachtungsweise, Vorkommnisse in der Natur als von Göttern oder geheimnisvollen Wesen durchgeführt oder getrieben zu bezeichnen.
Ich kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, daß genau das heute in ungeheuer verbreitetem Ausmaß gerade bei den "Gescheiten" der Fall ist. Denn wie oft wird aus einem beobachteten Verändern einer Konstellation die Erzählung eines aktiven Geschehens.
Wo (sagen wir) ein Virus "tut", ein Virus "übergeht", also aktiv wird! Dabei ist er kein Lebewesen, und "tut" deshalb gar nix. Nicht einmal eine Lawine "tut" etwas, wenn "sie" verschüttet. Die Grenze vom bloßen Schildern von Ortsveränderungen durch Bewegung (als: Bewegt weil angestoßen worden sein) ist hauchdünn. Aber ganz entscheidend.
Und so kommt es zu wahrhaftigen Personalisierungen von Naturgeschehnissen. "Hier hat die Evolution in hunderten von Millionen von Jahren ..." Plötzlich haben wir es mit einer Religion und mit Götzendienst zu tun.
Donnerstag, 22. April 2021
Gedankensplitter (1154)
Auch das stützt meine These, daß es im strengen Sinn "einen Virus" nicht gibt. Vielmehr halte ich alles für ein gigantisches "Virengeschehen", mit der Aufgabe des Tragens von Information. So wie ich es schon seinerzeit in "Helena" beschrieben habe. Eiweiße sind nämlich Informationsträger. Verfleischlichte Information, die sich hinter ihnen, als Melodie, als Schatten mitführt. Und aus den Schwingungen übertragen weil übernommen wird. Wenn der Empfänger dafür bereit ist, und es will!
Mittwoch, 21. April 2021
Gedankensplitter (1153)
Ist das Selbstgefühl der "Gleichheit" nicht immer ein Gefühl der Überhebung? Der Überlegenheit über den anderen? Weil Gleichheit auch heißt, daß alles jederzeit beurteilt werden kann, das vom anderen her "übersteigt"? Also habe ich die Regulationshoheit über eine Beziehung. Gleichheit kann - wenn - bestenfalls ein nebensächliches Produkt sein, das sich gar nie feststellen oder gar fühlen läßt. Vom eigenen Duktus her kann eine Beziehung zu jemandem und sogar zu etwas immer nur eines sein: DEMUT. Die dem Begegnenden angebotene Seite der Unterlegenheit. Mit dem Risiko, daß zugestochen wird.
Dienstag, 20. April 2021
Warum der Subjektivist immer lügt (2)
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| QR DDr. M. Spitzer |
Der Mensch hat in sich ein Bild eingegossen, in dem er sich als Ebenbild Gottes weiß. In dem deshalb auch ein Weltbild besteht, das aus seiner inneren Grammatik auf jene Wahrheit ausgerichtet ist, die in Selbstüberschreitung der einzige Weg ist, um Gemeinschaft herzustellen, also den Solipsismus, dieses furchtbare Gefängnis der Abgeschlossenheit, der Gefangenheit in sich, zu überwinden.
Über eine Teilhabe an einem Ort, den auch andere betreten haben. Sodaß Leben überhaupt nur heißt, einen Ort betreten zu haben, an dem sich Wahrheit konstituiert. Dieses elementare Wissen trägt jeder untrüglich in sich. So untrüglich, daß es immense Anstrengungen braucht, um dieses innere Gefühl so zum Verstummen zu bringen, daß es nicht mehr "gehört" wird. Weil die übergelagerten, habituellen Strukturen dieser inneren Struktur widersprechen.
Im Fall der Sommer-/Winterzeit ist es das Wesen des Kulturellen, das mit der verordneten Ordnung der Willkür in Konflikt gerät. Es ist nun nicht so, daß es ein so prinzipielles Problem wäre, daß es nicht nach einigen Wochen (jeweils!) zu den Übergangszeiten behebbar wäre. Weil sich der Habitus (mit einigem Aufwand) wieder verändert hat. Und Menschen, die nach dem Sonnenlauf leben können, um dann ihren inneren Ablauf mit dem äußeren kaum koordinieren zu können, gibt es (leider) nur noch wenige. Das gilt auch für Landwirte.
Im Fall anderer Themen aber gilt es nicht. Das gilt für den gesamten Bereich der Sexualität, es gilt für Haltungen gegenüber Alten, es gilt für Erziehungsfragen, für Bildungsfragen, für Fragen des Wirtschaftens, es gilt einfach für sämtliche Bereiche unserer Lebenswelt. In diesen wäre das Subjektive, wenn es richtig verstanden ist, sehr wohl Maßstab wie Lieferant von Rückmeldungen auf Übereinstimmung mit dem Wahren, Guten, Schönen. Sodaß man davon ausgehen muß (und in Vorzeiten sehr wohl davon ausgegangen ist!) daß der Mensch in seinem Innersten die Wahrheit kennt, fühlt, und deshalb auch fühlt, wenn ein Außen, ein Lebensvollzug, eine Aussage damit übereinstimmt, oder nicht. So, wie jedes Tier, jede Pflanze nie etwas tut, das außerhalb ihrer natürlichen Ordnung steht.
Wohl ist der Mensch ein Geist-Leib-Wesen. Aber das Prinzip ist dasselbe, auch wenn die Wahrheit erst erarbeitet werden muß Aber die Grundwahrheiten über die Welt sind bei allen Menschen gleich, also das, was man "Synderesis" nennt: Widerspruchslosigkeit, daß ein Ding nicht ein anderes sein kann, und so weiter. Also die ersten und wichtigsten Fundamente sämtlicher weiterer Strukturen im Menschen.
Wenn aber jemand daherkommt - und das tun heute fast alle, sozusagen! was die Sache noch dramatischer macht - und behauptet, er würde Revolution fordern, WEIL er innerlich deren Richtigkeit spürt, er würde den Verstoß gegen diese allgemeinen Ordnungsprinzipien verlangen, WEIL er eine andere Ordnungsstruktur subjektiv sehe oder fühle, dann wisse, werter Leser, daß er mit Sicherheit lügt.
Denn nur der, der sich auf die Wahrheit hin ausrichtet, nur der fühlt auch "richtig", nur der weiß überhaupt noch, was seine Natur ist. Und dieser Sicherheit, werter Leser, darf auch er gewiß sein. Umso mehr freilich muß er damit rechnen, daß die Reaktion des anderen, des Lügners, umso heftiger ausfallen kann, als er immer und jederzeit um seine Lüge weiß. In der er sich, werter Leser, Ihnen gegenüber ins Unrecht der Ortlosigkeit stellt, die ihn ins Nichts wirft, dem die Unsicherheit und Gewillkürtheit des Verhaltens folgt.
*Erkenntnishindernisse? Der Leser stelle sich ein Weltbild vor, das bestimmte Dinge und Erscheinungen als schlecht definiert, andere als gesollt und wünschenswert und damit als gestattet. Damit hat diese Anschauung ein Wertegerüst inhärent, das entweder der Natur entspricht (wie das Katholische), oder ihr widerspricht. Wie mehr oder weniger alle (!) anderen, nicht-katholischen (=allumfassenden) Weltanschauungen und Religionen, und vor allem wie ausnahmslos alle Ideologien.
Die in sich Ordnungsveränderungsaufträge sind. Diese Veränderungsaufträge, dieses Gesollte und Nicht-Gesollte, das in den Bereichen des Lasters (als Haltung aus dem Ordnungsverstoß heraus) blockieren auch das Aufsteigen von Gedanken, die mit dem sinnlich Eindringenden übereinstimmen. Die diese Sinnesbewegungen "beruhigen", zur Ruhe mit dem innersten Wesenskern bringen, der aus sich heraus (!) auf Wahrheit ausgerichtet ist. Amorph in seinem Beginn, aber in seinen Inhalten nach Wahrheit ausgerichtet. Jedes sündliche Verhalten ist also ein Verstoß gegen diese innere Ordnung, die in einem selbst vorhanden ist, aber unbeantwortet, also ungeformt bleibt.
**Untersucht wurde das freilich nie. Wie die meisten der vorgeblichen Einsparmaßnahmen nie auf ihre ursprüngliche Zielsetzung untersucht werden, man denke an die Zentralisierungsbestrebungen von Behörden. Wo sie im Ganzen gesehen untersucht werden (wie bei den Gemeindezusammenlegungen in der Steiermark) hat sich ein gegenteiliger, hier: ein kosten- und energieverbrauchs-steigernder Effekt bewiesen.
Montag, 19. April 2021
Warum der Subjektivist immer lügt (1)
Von Jahr zu Jahr mehr, hat der VdZ Schwierigkeiten mit der aufoktroyierten Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit (und umgekehrt.) Diesmal ist es die seit dem 28. März tägliche frühere Stunde. Als eine Stunde früher, als man durch seinen Lebensrhythmus gewöhnt war. Der VdZ fühlt sich pausenlos gehetzt, ist mit allem "später" dran, muß deshalb die gesamten Tages- und Wochenabläufe nach Prioritäten neu ordnen. Denn sämtliche eingewöhnte Abläufe, die so schön immanentisiert waren, daß man kaum nachdenken (also neue Energie darauf verwenden) mußte, die institutionalisiert waren (und das ist das, was wir mit Kultur bezeichnen), scheitern krachend.
Der offizielle Tagesrhythmus, nach dem sich nun das meiste richtet, von den Öffnungszeiten der Geschäfte bis zu den Meßzeiten, oder seien es manche Ereignisse im Internet, stimmt also nicht mehr mit dem habituellen Rhythmus überein. Sodaß jeder umlernen muß. Warum? Weil irgendjemand vor fünfzig Jahren die Idee hatte, aus seinen Statistiken herausgefunden zu haben, daß sich zwei Prozent der in unseren Volkswirtschaften verwendeten Energie damit einsparen ließen.
Was für eine Zumutung. Die natürlich der Klasse der Voluntaristen eingefallen ist, den Lebensunfähigen und -hassern, die irgendwo in einem Kopfland wohnen, wo ihnen die "Ratio" irgendwelche neuen Gut- und Schlechtwerte vorgibt.
Zur Einführung der Sommer-/Winterzeit war es das Energiesparen, damals durch den Ölschock ausgelöst. Der aus politischen Gründen verursacht wurde - Stichwort Israel - und sich als künstliche Verknappung durch die Saudischen Produktionsländer erwies. Als sich diese Situation entspannte, hat man diese Maßnahmen nicht mehr geändert. Neben den "Energiesparwochen" (wie in Österreich) war es eben diese Zeitumstellung. Es würde abends länger zur Aktivitätszeit hell sein, also bräuchte man weniger Strom für künstliche Beleuchtung.
Was sich, wie man heute weiß, als Unsinn herausgestellt hat. Es wird gar nix am Verbrauch gespart, zumal allgemein die Verwendung künstlicher Beleuchtung gewaltig gestiegen ist. Und wo an Verbrauch gespart wird (wie bei Energiesparlampen), steigt der Energieverbrauch für die Produktion. Und der VdZ meint aus der Erfahrung, was Rationalismus anstellt, auch hier mit sicherer Stimme sagen zu können: Die bloßen Kosten sind gestiegen, und werden durch die Zeitumstellung alles andere als positiv beeinflußt.**
Dabei steht uns ein nächster Zwang erst bevor. Mit den Corona-Maßnahmen hat es sich ja bereits angekündigt, mit welcher Frechheit und Respektlosigkeit die Klasse der "Elite" sich anmaßt, in das intimste Leben der Bevölkerung einzugreifen. Ja darin liegt sogar (ein Verdacht, aber der Leser soll selbst prüfen, ob er zutreffend ist) das eigentliche Moment ihres Selbstgefühls, als Macht das Leben zu bewegen.
Für diese Klasse der Emporkömmlinge gilt es allemal. Die ihre Position nicht dem eigentlichen Leben, sondern der Cleverness verdanken, innerhalb der "normalen", humanen Hierarchien nach oben zu kommen, also die Auf- und Abstiegsmechanismen zu beherrschen (als das einzige, was sie noch studieren).
Mit derselben Chuzpe werden deshalb in sehr absehbarer Zeit die Welt- und Klimaretter über die Elektrizität das Leben der Menschen regulieren. Es fehlt überall an dem Grundrespekt vor den Menschen, dem Leben, der Ordnung, die MAN VORFINDET. Stattdessen sieht sich jeder ermächtigt, der Welt eine neue Ordnung aufzudrücken. Auch der Natur.
Weshalb der Subjektivismus als Erklärung nicht ganz stimmt, oder einer Korrektur bedarf. Denn der VdZ hat immer mehr festgestellt, daß die Menschen, die ihren Leidenschaften folgen - darum geht es ja heute, und vor allem bei den Generationen seit der sexuellen Revolution der 68er - genau dieses Hören auf ihre innere Stimme der Natur NICHT funktioniert. Sie hören NICHT mehr, was sie nicht hören wollen, was ihrem Gesollten widerspricht. So wie bei der Empfängnisverhütung etwa. Dazu muß man vielmehr schon sehr denaturiert sein.
Revolution im Namen des Natürlicheren, wie es Rousseau verkündet hat, und wie es sich zweihundert Jahre später exemplarisch umgesetzt hat, ist ein Widerspruch in sich. Es ist NICHT natürlich, zu rebellieren, es ist nicht natürlich, eine Revolution zu wollen. Und es ist auch historisch nachweisbar, daß keine einzige namhafte Revolution (sofern sie nicht ein kurzfristiges Rebellieren gegen einen ganz bestimmten und bestimmbaren Mißstand war; ein Gewerkschaftsstreik kann also ein sehr berechtigtes Vorgehen sein).
Deshalb glaubt der VdZ niemandem mehr das, was zu glauben überall verlangt wird: Daß der, der seine Rebellion gegen die überkommene Ordnung in einem "Gefühl", in einem "Fühlen" als Verweis auf seine "Natur", auf ein "so bin ich eben!" beruft, nicht schwer lügt. Oder so seiner selbst entfremdet ist, daß er das sogar "glaubt", was hier heißt: Sich so verwirrt weil so viele Erkenntnishindernisse* übernommen und internalisiert hat, daß er gar kein wirkliches Gefühl für natürliches Gut-/Schlechtempfinden mehr hat.
Das natürlichste Ordnungsstreben ist deshalb der Traditionalismus. Und nur Menschen mit Respekt vor Ordnungen kann man auch vertrauen, daß sie überhaupt die Wahrheit sprechen. Allen aber die behaupten, sie würden etwas so und so "spüren", das aber leider leider der natürlichen Ordnung widerspricht, also eine eigene, neue Natürlichkeit zu sein vorgibt, darf man nur eine Haltung entgegenbringen: Die des Mißtrauens.
Sonntag, 18. April 2021
Nur die Ebenen, die man sucht (3)
Teil 3) Und dieser Punkt ist der des Essens.
Den definitiven Hinweis verdankt der VdZ den Schriften der Heiligen Hildegard von Bingen, der ihm einige Gedankenfäden, die er seit langem verfolgt, erstmals zu verknüpfen half. Denn die Nähe des Verdauens zum Erkennen ist ihm schon lange klar. Hier geht es aber ums Essen.
Hildegard weist darauf hin, daß das Essen der verbotenen Frucht notwendig war, weil nur so die Herrschaft über den Menschen möglich war. In der Transformierung der Galle, diesem Zentrum des Geistes im Menschen. Das vor der Sünde wie ein Diamant strahlte, sodaß sich der Mensch aus diesem Grunde nicht als "nackt" wahrnahm. Weil seine gesamte Wahrnehmungsebene das rein Materielle überstieg. Er sah nur den Glanz des Himmlischen, das durch seine Galle, die dafür stellvertretend steht, ausgestrahlt wurde. Nach der Sünde fehlte dieser Glanz. Deshalb nahm sich der Mensch mit einem Mal als "nackt" wahr.
Das Wesen der Schöpfung ist nunmehr, daß eines vom Selbstopfer des anderen lebt. Leben also über eine Trägerschaft - stellvertretend, nicht "materiell", also nicht magisch! nicht als Funktion, sondern in Eingebettetheit in Haltungen des empfangenden Wesens (Mensch, Tier etc.) - weitergegeben wird. Damit wurde auch die Sterblichkeit über ein Irdisches, die Frucht vom verbotenen Baume, vermittelt. Dieser Akt des Essens war also entscheidend, und die Versuchung der Schlange bezog sich ausdrücklich darauf: Eßt! Dann werden Euch die Augen aufgehen.
Das heißt NICHT, daß jeder Apfel diese Wirkung hat. Das heißt nicht einmal, daß die Apfelsorte (sagen wir es der Illustration wegen so simpel) des verbotenen Baumes diese Wirkung hatte. Es war die Eingebettetheit in eine geistige Wirklichkeit, die im Verstoß gegen den Gehorsam über die Materialität des Apfels real vollzogen wurde.
Somit wird auch das himmlische Leben (noch einmal: im Materiellen stellvertretend, als Zeichen!) über die Hostie weitergegeben (und nicht ohne sie! Jesus sagt ganz klar: Wer mich ißt ... Wer nicht, der nicht! Aber auch diese irdisch-wirksame Wirklichkeit, die einer Verbindung von Himmelsgeist und Schöpfung entstammt wie gleichkommt, ist ebenfalls keine Technik. Sie ist von einem Ordnungsgefüge abhängig.
Weshalb es lächerlich ist darüber zu diskutieren (wie es der VdZ mehrmals erfahren hat), ob auch ein Laie "gültig konsekrieren" kann. Weil es auf diese Ordnung ankommt. Und die ist durch keine Materie zu ersetzen, oder auf jene zu reduzieren. Und zwar auch nicht in umgekehrter Richtung, in "Geist ohne Trägermateria" (wie es die Gnosis behauptet, um sich von der haptischen, realen Hierarchie der Kirche, also der Realität der Ordnung zu emanzipieren).
Aber nun wird auch klar, warum im Schamanismus gegessene Früchte (meist Pilze) zur "Verbindung mit dem Jenseitigen der Geisterwelt" (oder wie immer man es nennt, wie gesagt, sämtliche Begriffe im Schamansimus bleiben nebelhaft und ungeklärt, also ohne Philosophie und Logik, aber mit viel "Narrativ") eine so große Rolle spielen. Meist wird erst über Gegessenes das "Spirituelle" in den Schamanen real, die sich über Gegessenes (Psychedelika) mit der Geisterwelt verbinden (wollen).
Hierin eine Ahnung der Bedeutung des Essens für die Himmelsmechanik in der Welt des Geschaffenen zu erkennen, ist nicht schwer. Und sie ist so alt wie die Menschheit, weil sie auf deren Erinnerung ans Paradiesische zurückgeht, also an die wahre, wirkliche Wirklichkeit, wie sie dort noch zu erkennen war (aber mehr und mehr ins Vergessen absank; je länger die Menschheit davon entfernt war, desto rascher und vollständiger wurde vergessen, desto mehr also auch verändert, verbogen und verfälscht.
Aber das Opfer, das als Akt erst ein selbstloses Schenken (bei manchen Völkern sogar im Akt des Vernichtens - man denke an manche Form des Potlatch - deutlich gemacht) an Gott war. Und schließlich, in der Hitze des Ewigen Feuers verwandelt, als Himmelsspeise zurückerhalten und im Opfermahl verzehrt wurde. Als dem wahrlich Gemeinschaft (in Gott) stiftenden Mahl, das zum Lebensquell des nun folgenden Alltags wurde (als Sonntag).
Aber es ist im Schamanismus eine Ahnung, die ins Selbstherrliche übergeleitet wird. Weil am Fuße des Schamanismus eben die Gnadenverhinderung selbst steht ... der Hochmut des Subjektivismus als Selbstvergötterung. Im Götzendienst des Mechanistischen, in dem der Welt ihre Würde genommen wird. Damit im Aberglauben.
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Samstag, 17. April 2021
Nur die Ebenen, die man sucht (2)
*Der Schamanismus ist übrigens auch in Sibirien, wo er sehr häufig war und ist und worauf sich auch im Film einige als legitimierende Referenz beziehen, keineswegs überall gut gelitten; vielfach werden Schamanen von den Ureinwohnern nicht nur abgelehnt, sondern sogar als Schadobjekte gesehen, die es auszutilgen gilt. Übrigens spricht noch das Theologische Lexikon von 1892, auf das der VdZ gerne zurückgreift, weil es so universal die Begriffe aufarbeitet, davon, daß der Schamanismus auch in Ungarn ein virulentes Problem ist.
Der allen Aufklärungsversuchen widerstanden hat, und unter der Oberfläche vor allem in Mittel- und Ostungarn, also in den weiten, eher dünn besiedelten Hügel- und Pusztaregionen eine große Rolle spielt. Was sich mit der Beobachtung deckt, die sich sehr logisch entwickeln läßt, daß Völker der Steppen zum Pantheismus und Panentheismus neigen, und also zum Subjektivismus, aus dem sich das Schamanentum speist. Und tatsächlich ist der VdZ auch hier bereits Schamanen begegnet, die sich (wie immer) an ihn wie Kletten geheftet haben, um ihn zu versuchen und zu plagen. Gegen die Tatsache, daß sich heute Schamanen vor allem aus den Großstädten erheben (und dann erst aufs Land ziehen) - Großstadt und leere Ebene sind Synonyme.
Nicht weniger als die damit einhergehende, fast unausbleibliche Selbstüberhebung: Arroganz, Hochmut (in ihrem bevorzugten Gewand, der selbst diagnostizierten Demut der Selbstauflösung) und der Schamane sich zum Priester erklärt. (Ganz im Gegensatz zum "Priester" als Mittler, der über die konkrete Welt gerufen werden muß. Selbst der Gottmensch Jesus brauchte eine irdisch faßbare Sendung, was die Bedeutung des Propheten Johannes der Täufer begreifbar macht.
Denn Subjektivismus und schöpferische Existenz liegen im Habitus direkt nebeneinander. Der Künstler ist jene Materia, jenes irdische Gefäß, das sich der Geist sucht. Geist und (letztlich materielles, dingliches, irdisches!) "Jenseitiges", auf das sich der Schamanismus bezieht (das nie, und das sagt ja alles, von der Empfindungsebene getrennt werden kann, während es - durch die Irrationalität - geistig nicht geordnet werden kann, das Einströmen als immer zufällig und damit, was denn sonst, dämonisch wird) sind aber ontologisch diametral entgegengesetzt.
Und deshalb durch eine Haut getrennt, die nicht durchlässig zu halten nicht immer leicht ist. Gerade heute, wo der öffentliche Diskurs völlig von der Stringenz der Wahrheit entfernt, ja letztere zum Todfeind erklärt hat, können viele Künstler sie nicht halten. Weil ihnen das Messer des Geistes fehlt, das in diesen Zeiten schon in den Fundamenten scharf wie eine Rasierklinge sein muß. Weshalb unter den wirklich Klugen die Meinung nicht selten ist, daß in solchen Auflösungsperioden nur noch der Schriftsteller als Prophet weil Dichter steigen kann, darf und sogar muß. Während der VdZ feststellt, daß unter den "Kollegen im Fach" das Esoterische, Magische, Irrationale zur wirklichen Pandemie wurde.
Man findet aber die Geister, die man sucht! Und sie finden sich auf jenen Ebenen, die man selber aktiviert hält. Und das ist eine Frage des Teilhabens an der personalen Wahrheit.
Wollen wir dennoch auf einen Punkt noch näher eingehen. Der sich im Schamanismus methodenhaft findet, also prinzipiell falsch ist, weil technisch aufgelöst, damit Magie wird, die das Transzendentale beherrschen will. Ein Widerspruch in sich, weil die Grundhaltung für das Einströmen des Geistes diesen prinzipiell verhindert.
Morgen Teil 3) Und dieser Punkt ist der des Essens.
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Freitag, 16. April 2021
Nur die Ebenen, die man sucht (1)
Neben der Arbeit an einem Text über den so selten zu findenden schmerbauchigen, grünen, doppelröhrigen Knollenblätterpilz - der grün nicht deshalb geheißen wird, weil er grüner Farbe ist (er ist vielmehr violett- bis blaugetönt, mit einem leichten Stich ins Rosenrote, vor allem am Stiel, wo er sich mit Signalrot die Oberfläche teilt), grün wird er geheißen, weil er scheinbar nie die Phase der Unreife verläßt, ein wahrlich seltenes Naturphänomen, auf das sich aber vermutlich die vielgerühmte Kicherwirkung in zu Schnaps gebranntem Zustand zurückführen läßt - läuft auf Servus TV ein Film über "Alpenschamanismus".
Es genügen wenige Minuten (der Leser mag es selbst überprüfen) um zu sehen, daß nur und zum tausendsten Mal ein uralter Käse neu aufgekocht wird. Wieviele Schamanen der VdZ kennt oder kannte? Viele. Viele. Für ein, für sein Leben zumindest sind es auffallend viele, die eines Tages verkündeten (und die Freundschaft damit meist auch aufkündigten), daß sie nunmehr "Schamanen" seien.
Das ungeheure Begriffswirrwarr, das auch in diesem Film "Alpenschamanismus" auftaucht, ist eigentlich schon genug Aussage über das Wesen des Schamanischen. Begriffe wie Geist, spirituell, Energie, göttliche Kräfte, Heilung, Selbstfindung usw. usf. fliegen einem nur so um die Ohren. Die alle genau das nicht sind und vollziehen, was behauptet wird, nämlich SPIRITUELL zu sein. Der Schamanismus* macht vielmehr aus Geist ein physisches Phänomen, und die eigene Geistigkeit (Spiritualität) zum technischen Prozeß, zur Mechanik.
Wie anders ist das katholische Ritual. Das zwar ebenfalls davon ausgeht, daß nur im physischen Vollzug eine heiligende und heilige Handlung vollzogen ist, das aber das Physische als Zeichen für einen dahinterliegenden, die Physis bestimmenden (also zuvor seienden) Akt sieht. Dieser geistige Akt muß auf der Grundlage des Logischen und eingebettet ins Vernünftige stehen. Das Ritual zeigt somit ein Durchdachtes, und keine (katholische, also allumfassende) Spiritualität, die nicht in sich ein metaphysisches wie physisches Gedankengebäude an. Das, weil es im letzten in Gott gründet alle Eigenschaften haben muß, die auch auf ihn zutreffen müssen, sonst kann man von einem Gott gar nicht sprechen. Worunter Widerspruchsfreiheit nicht die letzte ist. Gott entzieht sich somit nicht der Rationalität, sondern er durchgeistigt sie erst. Hebt sie somit vom rein physischen Akt des rein physischen Sprechens und Vollziehens hinein in seine lebendige Gegenwart, verbindet das Irdische somit ins Himmlische.
Das Schamanische bleibt irdisch, auch wenn es das genaue Gegenteil behauptet, das somit zur glatten Lüge wird. Schizoidität gehört deshalb zum Grundmerkmal des Schamanen, der mit seinen Gesten eine Gutheit behauptet, dem das wirklich Wirkliche seiner Handlung entweder nicht entspricht, oder dem es sogar widerspricht. (So in der Sage von den "weißen" magischen Kräften.)
Ja natürlich kann es sein, daß sich hier tatsächliche Wirkungen zeigen. Aber die sind immer Desintegrationen! Das heißt daß der "behandelte" Mensch zu einer Desintegration von Teilen und Ebenen von ihm versucht wird. Die natürlich nur zum Teil gelingen kann, aber immer Schäden fürs Insgesamt hervorruft. Die, weil geistig, eben NICHT gleich physisch zu erkennen sind, mit den Augen, den Ohren, allen Sinnen. Sondern die sich in der geistigen Tendenz eines Menschen, diesem Streben nach Endgültigkeit, oft viel später erweisen. Erst erweisen - wenn es ums Ganze geht.
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und zur Bedeutung des Essens
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Donnerstag, 15. April 2021
Gedankensplitter (1124)
Im Grunde muß man vor einer Klimarevolution keine Angst haben. Das Schreckgespenst, zu dem sich das ganz normale Verhalten der Luftschichten dieser Erde - im Wetter ebenso, wie in jenen Eiweißen, die wir gemeiniglich als Viren bezeichnen, was jeweils abgegrenzte, zum Begriff gemachte (bestenfalls aber gefundene) Gruppierungen sind - entwickelt hat, drückt die Angst vor dem Wirklichen aus. Sodaß der Geist selbst in seiner Wirklichkeit, das meint hier seine Realität, denn der Geist ist aus sich heraus auf Welt (Schöpfung; materia) ausgerichtet, zu einem gedanklich-psychologisch abgeschlossenen, "erklärTEN" (weil überhaupt erklärBAREN) Ding wurde. Das nun nach Belieben manipulierbar ist.
Das ist der sicherste Weg in die völlige Unerklärbarkeit der Welt überhaupt. Denn jeder Rationalismus wird an seinen Widersprüchen ersticken, weshalb er immer zum Irrationalismus wird. In der Physik heißt das: Zur Magie.
Sobald aber der virtuelle Raum vor der Gefahr steht, sich aufzulösen, wird das Verhalten der heutigen Generationen von heute auf morgen umkippen. Und sie werden alles tun, um den Zustand 'ante' wiederherzustellen.
Wie der VdZ immer gesagt hat: Wir gehen auf eine rechte Diktatur zu. (Denn rechts ist: Systemerhaltung qua Ideologie, in der der Zustand 'ante' festgeschrieben wird.) Und man muß schon sehr dicke Schwarzbrillen vor Augen haben, um genau das NICHT zu sehen. Oder was ist die Corona-Diktatur? Was kennzeichnet das Verhalten der Grünen, die mit einem Mal zu den heftigsten Verteidigern eines Zustands der Gesellschaft werden, den sie zuvor programmatisch abgelehnt haben? Und das ist immer noch so gewesen, man sieht es seit Jahrzehnten.
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Sämtliches "klimaschützendes Verhalten" (ebenso wie klimaschädliches, nur dann kontrovers gemeint) muß und kann als Analogie zu geistigen Zuständen gesehen werden.
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Die Faktizitäten, mit denen wir heute zu tun haben, spielen sich also rein in den Köpfen ab, und nur dort. Wir haben es mit ihnen mit Spätfolgen der Philosophie des Konstruktivismus zu tun. Die sich hier wie jede Philosophie konkret realisiert zeigt und als Grundansatz heute sämtliche weitere philosophischen Entwicklungen beherrscht. Selbst die, die vorgeben, ihn abzulehnen. Was geschieht, um sich durch mehr Wirklichkeitsanbindung" in der auf das aussagende Subjekt wirkende Autorität dem anderen übergeordnet zu behaupten. Aber in einem stimmen sie allesamt überein: Das ist die Leugnung des Geistes selbst, also - der Luft - eines mit Eigenleben ausgestatteten Prinzips des göttlichen Logos.
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Der Konstruktivismus erweist sich somit wie jede Philosophie als Rationalität, die einen Zustand der Zeit als Tendenz - somit als KLIMA - darstellt, der zur Grammatik des Lebens wurde. Die ihre Wirkkraft aber (seiner Natur nach) nur auf das Willentliche, das bewußte Urteil sohin, entfaltet. Sodaß sich die rationalen Gebäude, die "Philosophien", die Weltanschauungen, sich dieser gemäß entwickeln. Wie kurz, wie lange hängt vom Rang der Philosophie ab, von ihrem Anspruch, je nachdem, wie tief ins Mark des Erkennens an sich sie vordringen möchte.
Sobald sie merkt, daß sie ihren virtuellen Raum verliert, an den aber ihre geistige Existenz gebunden ist - fällt der eine, fällt das andere - wird sie alles tun, um ihn (wieder) aufrechtzuhalten.
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Luft hat mit spirare, atmen, dem Durchströmen des gesamten Weltbereichs, und somit mit spiritus, Geist zu tun. Zu dem sie eine Analogie ab radice, von der Wurzel her bildet. Sie durchströmt also alles, was "es als Welt gibt". Nur in der Nicht-Welt fehlt sie WEITGEHEND, weil sie sich dem geistigen Zustand (den Anschauungen gemäß) auf die Erde zurückgezogen hat.
Je weltimmanenter also die Menschheit denkt - das heißt: Der Konsensraum als Form des Rationalen, als Zustand des gemeiniglich akzeptierten Rahmens wie Ergebnisses eines Diskurses - desto mehr wird sich die Luftleere im All (als jener Teil des Kosmos, der sich von der Erde durch das Fehlen der Luft entfernt hat und entfernt weil ordnungslos - entropisch! - wird) als Basis von Entdeckungen erweisen, die belegen, daß sich das Weltall NICHT nach den Gesetzen der Irdischen Physik verhält.
Eine Annahme, die ja nach wie vor gelten muß, will sich die Astrophysik nicht endgültig als Narrenturm beweisen, die sie durch ihre über achtzig willkürlichen Annahmen ohnehin bereits wurde. Ohne die eine Physik des Weltalls gar nicht mehr möglich wäre, weil sie der Evidenz widerspricht.
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Gucken wir einmal zu Hildegard von Bingen, die diese Gedanken bereits anlegt. Die zu ihrer Zeit wenigstens noch so weit verstanden wurden - weil sie eben die Essenz der Theologie, des Katholischen darstellen - daß sie zur Kirchenlehrerin erhoben wurde. Sodaß man ihr Wort als weit mehr als schön formulierte Visionen und Träume betrachten muß (auch: kann). Ihre Aussagen haben vielmehr so fundamentalen theologischen Inhalt, dessen bloße Dogmatik sie aber in ungeheure Höhen bzw. Tiefen weiterführen, daß sie als kerntheologische Schriften des Katholischen betrachtet werden müssen.
Führen wir Hildegards Gedanken also weiter, dann bildet diese Analogie den Schlüssel zum Verständnis der den geistigen Zustand der Gegenwart bezeichnendsten Ereignisse - die Corona-Pandemie und den Klimawandel. Die in ihrem Wesen bereits entradikalisierte (also ihrer Wurzel im Wirklichen beraubte) Virtualitäten, Zweitwirklichkeiten, pseudologische Separatwelten sind.
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Die Virtualität der Katastrophenideologien, die, wie gesagt, schon durch einen Stromausfall ins Herz zu treffen wären, ist der Grund, weshalb sich nach einem solchen Ereignis binnen Wochen und Monaten (zumindest als globale Erscheinung) auflösen. Und es gehört zur List Gottes, zur List seiner Vorsehung, der nichts entfliehen kann, weil es das in Teilhabe allem sein Sein gebendes Sein ist, daß die vorgeblich katastrophenvermeidenden oder -heilenden Verfahrens- und Verhaltensweisen exakt das Gegenteil bewirken.
Der Grünstrom etwa zerstört in nie gesehenem Ausmaß die Natur, und die Grüne Energie arbeitet unter umlenkender Verwendung ungeheurer volkswirtschaftlicher Vermögen direkt an einem Blackout, das noch dazu kaum noch zu beheben sein wird. Weil möglicherweise (und bei weiterem Abbau bald) jene kalorischen, also "fossilen" Großkraftwerke fehlen werden, die von jedem äußeren Ereignis unabhängig jene Masse (ganz real: Als Schwungmasse!) haben.
Die das gesamte, durch Internationalisierung schon kontinentweit aufgebaute und interdependente Stromnetz zu stemmen weil mit einer einheitlichen Frequenz (der sich alle kleineren Einheiten nach und nach einfügen; das ist er dann, der Aufbau eines großen und größeren Stromnetzes) zu durchpulsen vermögen.
Mittwoch, 14. April 2021
Mit einem Blick erkannt
Es sind nicht die Merkmale, von denen eine Wesenserkenntnis abhängt, sondern es ist umgekehrt. Und die Merkmale wiederum können nicht nur als Defizit (oder vollkommener Ausdruck) wahrgenommen werden, sondern sie werden wahrgenommen, weil die intuitive Erkenntnis, die auf das Personsganze geht, der Teilerkenntnis nicht nur quantitativ, sondern in der Dimension weit vorausgeht. Das schreibt Hans-Eduard Hengstenberg dazu in seinem Aufsatz "Erkenntnis als Urphänomen". Worin er zeigt, daß der Erkenntnis jene Unhinterfragbarkeit vorausgeht, die auch anderes kennzeichnet, wie - die Wahrheit. Sie ist "einfach da", und jeder bezieht sich darauf. Sie kann nicht einmal "weggefragt" werden, sondern sie umschließt das menschliche Sein von seiner Wurzel her.
Aber mehr noch, fußt das Erkennen in einem Sinnganzen, das selbst wieder im intuitiven Akt vom Erkennenden erfaßt wird, und diesem in den Dingen der Welt begegnet. Jeder intellektuelle Akt wiederum wird von diesem Vorrationalen durchdrungen.
Der zwar eine gewisse Analogie mit dem hat, was man als "Fühlen" bezeichnet, aber NICHT IDENTISCH damit ist. Vielmehr muß er dann durch den Intellekt geprüft, und braucht einem gereinigten Willen als Analogie zur Seinsstärke.
Dies sei auch zum leidigen Thema "Masken" gesagt. Die der VdZ auch lästig und oppressiv und ekelig und was weiß der Deibel noch alles findet. Aber sie mit dramatischen Worten zu einem "Tod der Kommunikation" hochzustilisieren, wie es hiesige Küchenpsychologie gerne macht, ist weit übers Ziel geschossen. Wir haben schon vor Monaten darüber gehandelt.
Jetzt haben wir in Hengstenberg aber diesen Aufsatz gefunden, der wie die Faust aufs Auge zu diesem Thema paßt. Und die Ausführungen des VdZ bestätigt. Die Welt ist nicht deshalb zu einem anonymen Maskenetwas geworden, weil wir diese Dreckfetzen im Gesicht tragen, die eh nix bewirken.*
Die wunderbare Passage über den intuitiven geistigen Akt als Laudatio aber wollen wir dem Leser auch im Original nicht vorenthalten, er wird selbst erkennen, warum.
Im intuitiven geistigen Akt wird das Seiende um seiner selbst willen bejaht. Im Vollzug dieses Aktes liegt Freude dafür, daß das Seiende ist, was es ist, und so ist, wie es ist - ohne alle Vorbehalte.
Dem widerspricht nicht, daß der intuitive Akt vorrational vollzogen wird. Im Gegenteil, dieser vorrationale - nicht irrationale - Charakter verhindert von vorneherein alle Verzwecklichung und garantiert die Selbstlosigkeit des Schauens.
Das Seiende um seiner selbst willen zur Offenbarkeit bringen. Etwas davon hat Heidegger tief gesehen in seinem Begriff des "Seinlassens", nur hat er es wieder verdorben durch seinen Impersonalismus beziehungsweise Anipersonalismus.
Das Seiende zur Offenbarkeit bringen und ihm eine Laudatio spenden, beides ist das Zusammengehörige im intuitiven Akt. Darin liegt der tiefste Sinn der Erkenntnis und der intuitiven Erkenntnis im besonderen. Hier leuchtet die Zweckentbundenheit aller tieferen Erkenntnis auf. Insofern der Mensch im Vollzug intuitiver Akte steht, kann er nicht lügen, verdrehen oder hassen, auch nicht "verbergen" im Sinne Heideggers.
Zugleich ist es eine Laudatio des Schöpfers durch die Laudatio der Geschöpfe hindurch.
Der intuitive geistige Akt hat eine Nähe zu dem, was in der patristischen Philosophie das "innere Wort" (verbum mentis) genannt wurde. Zur Vollendung kommt diese Laudatio, wenn das innere Wort des Aktintuitus Ausdruck im Sprachwort gewinnt.
Hier liegt die tiefste Wurzel der menschlichen Sprache, das Wort ist nicht primär "Zeichen" zum Zwecke der Bezeichnung von etwas, wie die zeitgenössische Sprachwissenschaftstheorie meint.
Die Lehre vom intuitiven geistigen Akt ermöglicht eine Rehabilitation und Belebung der echten Meditation. Damit die alberne Nachäffung der östlichen Meditation, deren Eigenwert nicht verkannt werden soll, betreffend Nirwana, Re-inkarnation und dergleichen endlich aufhört.
Noch etwas. Von unserer Sicht aus erscheint der Gesang der Singvögel, der nicht auf biologische Zwecke wie Weibchenwerbung oder Warnung des Konkurrenten im Nachbarrevier einzuengen ist, als Analogie zum Aktintuitus und dessen Ausdruck im Wort.
Und damit ergibt sich eine weitere Nähe, nämlich zum Heiligen Franziskus, der seine Mitgeschöpfe als seine Brüder und Schwestern ansprach. Hätte man mehr auf Franz von Assisi gehört, der in der Geschichte der Heiligen im Hinblick auf Naturmeditation eine Sonderstellung innehat, dann wäre in der Kirche manches anders verlaufen. [...]
Die Laudatio im intuitiven Akt ist schon Antwort auf den Anspruch, den die Seienden aufgrund ihres Seins, ihrer Wesenheit und ihres ontologischen Sinnes an den Menschen ergehen lassen. Nur als Angesprochener kann der Mensch antworten und überhaupt sprechen.
Es ist nicht so, als wäre der intuitive geistige Akt von Haus aus eine neutrale Kenntnisnahme, und als wenn sich daran erst eine Antwort anschlösse. Sondern der intuitive Akt ist Antwort und nur als solche existent.
Der Mensch ist wesentlich ein die Dinge und den Schöpfer lobender. Unabhängig von allem "Nutzen für etwas". Das ist die Abundanz des Aktsinnes gegenüber dem ontologischen Sinn, den die nichtpersonalen Seienden in sich auf Grund ihres Seins- und Sinnentwurfs besitzen.
*Wieder gibt es eine (übrigens: leicht zu lesende) US-Studie zum
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| QR Maskenstudie |
Und erneut zu dem Ergebnis kommt, daß Masken völlig wirkungslos beim Versuch sind, eine Seuche zu verhindern oder auch nur einzudämmen, weil eine interpersonale Übertragung verhindern.
Das tun sie nicht nur nicht, sondern Masken sind in einem Punkt vor allem sogar SEHR wirkungsvoll: Dabei, eine ganze Menge weiterer und schwerer Krankheiten auszubrüten, zu begünstigen oder ganz gewaltig zu verschärfen.
Der Unterschied? Der Unterschied ist wohl, daß sich gar so viele auf WissenschaftLER beziehen, also auf Personen, und dabei wiederum auf Wissenschaftler, die ihr Gebiet maßlos überschreiten, um persönlichen Gewinn, Ansehen, Macht, Autorität aus ihrem rein weltlichen, nicht-fachlichen Beziehungen zu schöpfen. Und sich in Aussagen versteigen, die sie kraft ihres Berufes in eine Aura von Wissenschaft tauchen, die aber lediglich persönliche Intentionen tragen. Und genau darin werden sie von der Politik sehr geschätzt, weil sie dieser sogar die Entscheidungen abnehmen, ohne dafür Verantwortung zu tragen. Denn dann, dann "war es die Wissenschaft."
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| QR Merkur und Masken |











