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Dienstag, 19. April 2022

Die Kulturphase des unbedingten Gehorsams (2)

Kennzeichnend für ein matriarchales Zeitalter sind deshalb aber auch alle Eigenschaften, die das Wesen der frau ausmachen. Angewiesen auf einen Identitätsgeber, sind sie in Gehorsam ausgerichtet. Wer immer eine "unabhängige" Frau näher betrachtet wird deshalb auch eien solchen Identitätsgeber finden, auf den sie völlig ausgerichtet ist.

Und damit sind wir beim Internet und den social media angelangt. Diese extreme Beschleunigung, die wir dadurch erleben, entspricht der gegen unendlich tendierenden Suche der Frau nach einer unverbrüchlichen, ewigen Begattung und Zugehörigkeit. Das macht sie sogar zu Erfolgsgaranten in solchen Phasen, denn Frauen neigen dannzu pausenloser Verfügbarkeit, und von ihnen lernen bzw. ihre Art der Problembewältigung zu übernehmen heißt, das burn out zu erlernen.

Was man als höhre soziale Kompetenz bezeichnet ist nicht weniger als diese Angeschmeidigung, die sie an die Ansprüche anderer vollziehen, weil es ihrem Ewesen entspricht. Was bis hin zu Geschäftskonzepten läuft, in denen den Produkten jede förmliche Eigenschaft fehlt, weil sie "alles können, was der Kunde verlangt."

Genau das hat auch eine Untersuchung der Unviersität Chicago ergegen, die vor fünfzehn Jahren durchgeführt wurde: Die höhere "Soziabilität" der Frauen, die sie schon in der Schullaufbahn überdurchschnittlich "erfolgreich" sein läßt, weil sie weit mehr Einsatz zeigen, Anforderungen zu erfüllen, also "entsprechen zu wollen", weil Einheit nur im Gehorsam möglich ist, und ein existieren - also das leben in einer Identität, nach der auszugreifen die existentielle Dynamik ergibt - ohne Einheit nicht möglich ist, diese höhere Soziabiltiät ist also Ausfluß eines Gehorsamsgefüges, das sich freilich der herkömmlichen, traditionellen sozialen Verbindlichkeiten entschlägt, aber Angehörigkeit zu neuen, anderen, in der Regel diffusen, verschleierten Autoritäten bedeutet.

Das bedeutet damit auch, Anforderungen erfüllen zu wollen, die man an sie mit dem Anspruch auf Autorität (in der Regel schon alleine das, was man als Linienautorität bezeichnet) herangetragen hat. 

Von hier aus läßt sich der Bogen leicht erkennen, der sich bis zur Quelle des sogenannten Ehrgeizes spannen läßt, mit dem Mütter ihre Kinder mit einer Eingespanntheit umfangen, die die Kinder mit immer absurderen und unerfüllbareren Vorstellungen von Ansprüchen ausstattet, bis hin zur Forderung (denn das ist es dann, auch wenn man es verlogen mit "natürlicher Begabung" bezeichnet, also diesen äußeren Anspruch sofort internalisiert) nach dem Genialen, das diese Kinder zu erfüllen haben. Und woran sie natürlich regelmäßig scheitern. 

Weil es auf die in zur eigenen Grammatik internalisierte - weibliche - Suche nach "Geliebt-werden" /(als dem eigentlichen sozialen Kitt, also: das eigene Existieren!) nie eine adäquate Antort gibt. 

Denn es gehört zum Wesen des Lebens, daß es auf die wichtigesten Fragen erst eine Antwort gibt, wenn man aufhört, nach ihnen zu greifen.


Erstellung 16. April 2022 - Ein Beitrag zur