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Donnerstag, 12. Oktober 2017

Kardinal Burke hat Recht!

Au ja, da werden sich manche irritiert zeigen. Kardinal Burke war doch ein treuer Konservativer, der Liturgieerneuerung durch Reflux des Alten zugeneigt, sehr zugeneigt sogar, und er war einer der Unterzeichner der "Dubia" wegen der Häresien in Amoris Laetitia, der gehört also zu den "Guten"? 

Und nun sagt dieser selbe Kardinal Folgendes: 


Wenn all die Erklärungen Burkes bisher den VdZ nicht überzeugt haben, er ihn trotz allem für einen Feigling hielt, so hat er nunmehr seine Meinung fast geändert. Denn BURKE HAT RECHT. Und es wäre höchst an der Zeit, gerade in "konservativen" Kreisen, den von ihm genannten Zustand zur Kenntnis zu nehmen.

Die Piusbruderschaft IST im Schisma. Und Burke hat vollkommen recht darin, daß er die vom Papst während des "Jahr der Barmherzigkeit" zugestandenen Bewilligung zur Beichte und Eheschließung als kirchenrechtlich nicht begründbar, also eigentlich nichtig, zu definieren. Das sind sie, das waren sie. Das ist nicht erklärbar. Denn das Kirchenrecht ist nicht einfach ein positives Machwerk, das sich die Kirche halt verhängt hat, damit alles besser funktioniert. Es ist die (versuchte, nie vollkommene) Niederschrift des "Blutkreislaufes der Gnade". 

Es gibt nur einen Weg, und den wünscht der VdZ von ganzem Herzen: Daß die Piusbruderschaft wieder unter die volle Jurisdiktion des Papstes geht bzw. gerät. Was auch immer dann passieren möge. Aber es ist der Gehorsam, der den Kitt zu den Wunden Christi darstellt, wie Bernhard von Clairvaux einmal schreibt, nicht das "Rechthaben".

Denn was immer man den Verwerfungen des 2. Vatikanums vorwerfen mag, was immer man den liturgischen Devastierungen zuschreiben mag: Es hat an Märtyrern gemangelt, die einerseits im Gehorsam, andererseits in der Treue zur Wahrheit standhaft blieben. SIE, und NUR SIE, hätten (Konjunktiv) jenes Blut bewirkt, aus dem sich eine Kraft ergeben hätte, die an der Lüge zerschunden die Wahrheit auch in der Liturgie wieder zum Sieg verhelfen hätte können. Wer weiß, wie sich die heute völlig devastierte Liturgie entwickelt hätte, wäre der Widerstand dagegen nicht zu einem Anliegen einer Sekte geworden.

Das Ausweichen von Lefebvre war ein Ausweichen vor exakt diesem Kreuz. Der Gang der Kirche seit dem 2. Vatikanum hätte sich durch die Märtyrer verändert, der VdZ ist sicher. Aber er tat es nicht durch EB Lefebvre und seine Piusbruderschaft.*

Und es war ein Gang ins Schisma, der die Piusbruderschaft zur Sekte gemacht hat, auf lange Frist auf jeden Fall macht. Daß sich so viele "Gute" dort finden (was auch der VdZ - noch! - sagt) ist lediglich Zufall, denn die Piusbruderschaft wurde oft zum (ja, auch das: einfach zu erreichenden) Sammelbecken vieler Guter, die Halt und Ruhe suchten. Vieler gutmeinender, sehr gut meinender Gläubiger vor allem, die sich täuschen lassen.

Denn in der derzeitigen Situation ist die Piusbruderschaft eine bittere Simulation von Wahrheit. Ja, man müßte ihre "Sakramentenspendung" als Sakramentensimulation einordnen. Das mag manchem hart aufstoßen, viele Gute irritieren. Aber auch diese werden ins Schlechte der Täuschung gerissen werden, der VdZ hat es schon vor über zwanzig Jahren in einer schriftlichen Analyse vorhergesagt und ausgesagt. Denn die Piusbruderschaft befindet sich in einem elementaren Widerspruch: Der Kirche treu zu bleiben, im Konkretesten was es gibt, der Liturgie, ohne ihr konkret treu zu bleiben.

Wenn sie das Grundproblem nicht erkennen. Weshalb sich der VdZ sehnlich wünscht, daß die Reunion BALD, möglichst bald stattfinden möge. Die Zeit arbeitet gegen die Piusbruderschaft und ihre Anhänger. Es ist kein Zufall, daß sich die Piusbruderschaft auch als Sammelbecken des Sedisvakantismus zeigt: Im Schisma kann der Weg der Kirche NICHT weitergeführt werden.





*Deshalb ist die Petrusbruderschaft davon strikt zu trennen. Jene 13 Priester, die 1998 nach den schismatischen Bischofsweihen des EB Lefebvre aus der Piusbruderschaft austraten, und unter vielerlei Verleumdungen eine eigene Liturgische Bewegung gründeten, die Petrusbruderschaft eben, die von Rom auch raschest anerkannt wurde, haben also richtig gehandelt. Auch wenn man manches dort skeptisch beurteilen mag.




*021017*