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Samstag, 20. Juni 2020

Angst vor der Technik (2)

Teil 2) Das Satanische der Technik


Was immer also einmal technisch geschaffen wurde, ist nie (nie!) dauerhaft begrenzbar, sondern wartet nur auf den Augenblick, in dem es in allem Möglichen real werden kann. Darin ist die Technik dem Menschen auch immer überlegen. Weil sie nicht dem menschlichen "Amplitudenhaften" gehorcht, sondern der Mathematik, der mathematischen Sicherheit. 

Oder, anderes ausgedrückt: Es ist wie bei der Zinsrechnung, die sich von Jahr zu Jahr in mathematischen Schritten fortbewegt, während das Leben des Menschen sich in Hochs und Tiefs abspielt, in Erfolgen wie in Versagen. Kein noch so perfektes menschliches Wirken hat aber diese kontinuierliche Erfolgs-Steigerung, die die mathematische Formel hat. Das macht (in diesem Fall: Die Zinsrechnung) unethisch und schwer sündhaft.
In gewisser Hinsicht kann also der Geist der Technik mit dem Geist Satans verglichen werden. Die Bestrafung des Prometheus durch die Götter ist also alles andere als ungerecht. Und seine Befreiung vielsagend ...
Geschrien wird bei einer solchen Grundhaltung immer erst werden, wenn in einem speziellen Sonderfall etwas "nicht paßt." Aber die grundsätzliche Haube, der Begriff also, unter dem die Dinge stehen, sind festgelegt. Ihnen hat sich jedes Detail letztlich unterworfen. Und diese Ganzen, deren Wesen ist es dann auch, sich als Wirkung zu zeigen.
Wobei diese Wirkung als Ganzes gar nicht einem momentanen sinnlichen Befund erreichbar ist. Weil sich für die Sinne nur Konkretes zeigt, das aber stets nur Teil (und Emanation) eines Umfassenderen ist. Weshalb Urteile über die Verwendung von Technik nie über sinnliche Befunde laufen können, sondern abstrakte, grundsätzliche Entscheidungen sein müssen, die aus ontologischen Befunden geschöpft werden.
Sodaß sich in dieser Art von Kompromißhaltung, mit der Technik heute meist betrachtet wird, sich in einer Haltung der Technik gegenüber zeigt, diese punktuell begrenzen und damit "taufen", ethisch "gut" machen zu wollen. Aber prinzipiell (wegen einiger weniger! "Vorteile") bejaht. Hierin zeigt sich die Koinzidenz mit der fatalen, materialistischen Lebenshaltung des Liberalismus. Der auf einer a-theistischen Geistesgrundlage beruht. 

Somit ist alles Schreien ein Fordern, daß man die Druckspuren der Ketten, die uns fesseln, vermeiden oder lindern möchte. Aber nicht, wie man sich der Ketten selbst entledigt. Dieser Liberalismus, der der Gegenwart zugrunde liegt, führt nämlich ausnahmslos zum Totalitarismus. Eine Diskussion gibt es nur um jene Bereiche, wo man dessen Folgen hier oder dort einmal doch bemerkt. 

Aber DIESE Diskussion breit zu führen, heute, ist realistisch betrachtet völlig aussichtslos. DIESE wird in Wahrheit verhindert. Nicht irgendeine Meinung oder Haltung oder Webseite oder sonst was unterdrückt, wie gerade Libgerale gerne schreien. Wir wenigen, wir ganz ganz wenigen, sollten aber wissen, daß das alles Scheintheater ist.





*150520*