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Sonntag, 21. Juni 2020

Greuel an Heiliger Stätte

Kirchen mit Absperrbändern im rot-weiß-Design aus dem Baumarkt. Abstandsregeln mit Klebeband vom Teppichverleger gekennzeichnet. Abstandsregeln in jeder Hinsicht. Verstümmelte Liturgie, um dem anderen nicht zu nahe zu kommen, und jedwede materiale "Infektionsübertragung" zu verhindern. Desinfektionsflaschen aus dem Drogeriemarkt, mit am Compurer ausgedrucktem Hinweis auf die Verbindlichkeit des Desinfizierens am Kircheneingang, dafür gibt es kein Weihwasser. Mund-Nasen-Schutz-Masken bei den Gläubigen, die sie in andere (andere! nicht, wie von Küchenpsychologen verkündet "reduzierte" oder "die Kommunikation verändernde") Personen verwandeln (persona = Durch sich tönend = Maske im griechischen Theater, die einen Sprechtrichter beinhaltete).

Aufpasser, großmundig "Ostiarier" genannt, um eine Tradition und damit Verbindung zur Heiligen Liturgie aller Zeiten vorzugaukeln, die sofort anspringen, wenn irgendjemand gegen die Heiligen Anordnungen der Staatlichen Corona-Stellen verstößt. Kirchen, die wegen dieser staatlichen Regelungen leer und leerer sind und zukünftig noch mehr sein werden, die zur Teilnahme am Gottesdienst ihr noch durch "Höchstteilnahmezahlen pro Quadratmeter" sogar noch hindert.
Oh Ihr Heuchler und Lügner, oh ihr Täuscher und Wechsler! Seid Euch eines gewiß: Wir, wir einfachen Gläubigen, wir werden am Jüngsten Tag aufstehen und Zeugnis gegen Euch ablegen. Weh dann Euch!
Kardinäle, die bewegt freudestrahlend Elogen vortragen, was es doch für eine Freude sei, endlich und nach neun Wochen staatlich verhängten, dankbar entgegengenommenen Kultverbotes wieder GOTTESDIENST halten zu können gestattet hat. Diese Kardinäle sprechen sogar von "Chance für einen Wiederaufbau"

Wiederaufbau wovon? Wodurch? Der Kanzler, der dieses völlig unnotwendige, irrationale Desaster zu verantworten hat, wird es ihnen aber sicher danken. Danken, daß sie sich so bereitwillig zum Sprachrohr der politischen Absichten (also nicht der Wirklichkeit in der Wahrheit!) machen haben lassen. Danken, daß sie sogar auf ihre eigentliche Aufgabe - Kult, Kult, und wieder Kult - so bereitwillig verzichtet haben. Und auf alle Gläubigen schissen, denen das Heil DURCH DEN KULT darzureichen ihre Aufgabe gewesen wäre und ist. Immer. Überall. Unter allen Umständen. Märtyrer um Märtyrer zeugt davon. Genau davon. Auch in dieser Gegenwart (China!).

Nicht einmal: Zu Instrumenten des Staates haben sie sich machen lassen kann man hier noch sagen. Die Bischöfe haben es nicht einmal bereitwillig, freiwillig, sie haben es sogar vorauseilend gemacht! Und alle zu Gehorsam verpflichteten Priester und Pfarrer dazu verpflichtet.

Ob das auch Gott so sehen wird? Oder will Gott nicht nur eines, dessentwegen er die Schöpfung ins Existieren, ins Sein rief: Gottesdienst?

Daß sich der Klerus dieses Wort überhaupt noch in den Mund zu nehmen wagt. Und den Menschen, um Feigheit und Niedertracht zu vertuschen, sogar noch verklickern will, daß der öffentliche Kult ohnehin nur dann "real" sei, wenn der teilnehmende "Gläubige" auch "glaube", oder persönlich irgendwie disponiert sei. Vielleicht durch Hochgefühle, wie sie jedes effektvolle Musikstück hervorzurufen vermag. Oder durch Selbststimulierung aller möglichen Arten, also psychogenetisch bedingt.

Wofür ja dann tatsächlich eine Videoübertragung der Liturgie - die Pfarrer und Bischöfe haben ja tatsächlich so getan, als sei das ein Gnadenerweis, ein Dienst wie er ihrem Auftrage entspricht: Die Messe zu "streamen" - ausreicht. Oder das, was so mancher hochwichtige Domherr verkündete, daß es beim Gottesdienst auf den Kuschelfaktor ankomme, den zu entbehren freilich eine schwere Last sei.

Wer entbehrt, wenn kein Gottesdienst stattfindet? Der Mensch? Oder nicht doch ... Gott? Weil das Heilige Opfer Teil des innertrinitarischen Austausches im Heiligen Hauchen ist? Könnte es nicht also sein, daß Gott der Entbehrende ist, wenn der Mensch den Gottesdienst "ausfallen" läßt, weil Gott es ist, der sich nach dieser Liebeseinigung sehnt? Weil der Gottesdienst, das Heilige Opfer, ein Austausch in Gott innerhalb Gottes ist? Weil genau das der Sinn der Schöpfung ist - Vermehrung des Liebesaustausches in Gott?
Oh Ihr Heuchler und Lügner, oh ihr Täuscher und Wechsler! Seid Euch eines gewiß: Wir, wir einfachen Gläubigen, wir werden am Jüngsten Tag aufstehen und Zeugnis gegen Euch ablegen. Weh dann Euch!
Es gibt die Gnade - und nur um die kann es gehen - für die Kirche, die aus dem Opfern des Heiligen Jesus Christus durch den Hohepriester (der Priester in der kraft Weihe verwandelten Person Jesus Christus) nicht technisch und scheibchenweise, weil sie als Funktion dieses und jenes erflösse. Es gibt sie nur durch den ganzen Gottesdienst. Im Rahmen des Möglichen, und das heißt auch: Historisch Gesollten. "Hauptsache Alte Messe" vielleicht gar noch, unter Verzicht auf das Eigentliche, die Ganzheit, die Hingabe, deretwillen so viele ihr Leben hingaben. Was für ein Desaster. Was für ein Greuel an Heiliger Stätte.

Sogar darin wurde auf barbarischeste Weise gelogen, um den Speichel des Staates zu lecken. Daß es einen Dispens von der Sonntagspflicht gebe, die in der Vollmacht der Bischöfe stünde. Niemand, niemand! kann davon dispensieren als Gott selbst! Selbst wenn eine Teilnahme an einem Heiligen Meßopfer nicht möglich ist, ist der Sonntag nach allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu heiligen. Er ist und bleibt in jedem Fall Beginn und Quelle des Lebensauftrages in der Welt, der in der Erschöpfung des Samstages nach neuer Belebung lechzt - die am Sonntag erfolgt. Oder genügt nun doch "Wochenend' und Sonnenschein"? Und der Baumarkt, der früher "geöffnet" wurde, WEIL er mehr belebt ... als der Gottesdienst? Wo blieb wenigstens da der Aufschrei! Oh ihr ...
Es gibt die Gnade und das Geschehen des Heiligsten Opfers nur als Ganzes. Als gesamte Gestalt. Das ist genau ihr Wesen. Das ist das Wesen des Kults, das was er bezeichnet, auch zu sein, darzustellen.   
Wenn das nicht möglich ist, ist es also tausendmal besser, man verzichtet auf solche Gottesdienste, um nicht völlige Verwirrung und Täuschung in die Teilnehmenden hineinzutragen. Tausendmal besser, als diese Knechtung unter die ungerechte (weil in sich unwahre) Corona-Diktatur auf die Weise hinzunehmen, wie sie überall stattfindet. 
Eiderdautz, welch Wunder, plötzlich scheint sogar protestantische Liturgie mit katholischer Liturgie vereinbar, plötzlich sind Häresie und Ursprung so unterschiedslos geworden, daß so mancher Geistbeküßte auf die Idee kommt, daß man sie doch dann gleich "gemeinsam" abhalten könnte.

Schande und Schmach über alle Bischöfe, die den Kakao, durch den alle Gläubigen und Priester gezogen werden, auch noch auszutrinken befehlen. Im Wissen und zynischen Vertrauen darauf, daß der Blutkreislauf der Gnade vom Gehorsam abhängt. Jedes Gebet für sie wird zum Fluch für sie.

Wovon sollte es zum Segen werden? Durch den erwiesenen, speichelleckerischen Gehorsam dem Staat gegenüber, diesem neuen Standard der Heiligkeit? Das wäre ja mal was Neues, und Neuigkeiten zählen heute ohnehin so viel. Dann sollte vielleicht aber auch gleich die Theologie dahingehend erweitern. Und die Religion auf eine Religion der Menschenvergottung, die auch ohne präsenten Gott auskommt, ändern. 

Auf daß das Greuel an Heiliger Stätte kein Greuel - statt Wohlgeruch - mehr vor Gott ist. Und auch im Atheismus - mit wohlwollend lächelndem Zugeständnis durch die weltlichen Obrigkeiten gesegnet - durchgeht.
Oh Ihr Heuchler und Lügner, oh ihr Täuscher und Wechsler! Seid Euch eines gewiß: Wir, wir einfachen Gläubigen, wir werden am Jüngsten Tag aufstehen und Zeugnis gegen Euch ablegen. Weh dann Euch!



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