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Samstag, 19. Mai 2018

Warum es im Klerus so viele Homosexuelle gibt (1)

Ein ranghoher (klarsichtiger) Kleriker hat den VdZ vor vielen Jahren einmal um seine Meinung gefragt, was für Gründe es geben könnte, daß sich in der katholischen Kirche Homosexualität derartig stark ausbreiten konnte. Auch seiner Einschätzung nach sei im Klerus Homosexualität deutlich mehr als unter den übrigen Männern verbreitet. Der VdZ kam damals und noch lange Zeit danach zu keiner wirklich befriedigenden Antwort. Seit kurzem meint er aber sie gefunden zu haben. Er hat am falschen Ort gesucht. Die Lösung ist ziemlich handfest, dessen ist er heute sicher.

Und sie setzt bei der sogenannten sexuellen Befreiung an. Ausgehend von psychologischen, psychoanalytischen Thesen breitete sich ab den 1950er, 1960er Jahren praktisch im gesamten Westen (und aus bestimmten Gründen, darüber ein andermal mehr) eine neue Sichtweise des Menschen aus. Ausgehend von "Forschern" wie Sigmund Freud oder Wilhelm Reich ("Der faschistische Charakter"), wild befeuert von einer angeblichen Normalität, die nur bisher von der Kirche mit ihrer rigiden Sexualmoral unterdrückt wurde, wie sie Alfred C. Kinsey (mit seinem Schwindelreport) oder Oswalt Kolle (unter Nutzung der neu aufstehenden Möglichkeiten der Medien) populär machten, samt dem enorm einflußreichen Kulturphilosophen Michel Foucault, setzte sich die Sichtweise durch, daß zu einem guten, erfüllten, "entspannten" (also nicht "repressiven", neurotisierenden) Leben eine frei ausgelebte Sexualität gehöre. 

Nur, wer ein "erfülltes" sexuelles Leben habe, so die These, sei auch ein wahrhaftiger Mensch, nur der werde auch eine rundum geglückte Persönlichkeit aufbauen können. Während Kontrolle über seine Triebe zu erlangen, sich nicht von Begierden lenken zu lassen, oder sich zumindest ständig darum zu bemühen, den Menschen sogar krank mache. Reich hat sogar von Krebs als Folge gesprochen. 

Wir werden auch darüber noch mehr handeln. Für diesmal soll es reichen zu sagen: Das ist natürlich alles eine glatte Lüge. Nicht einmal von "Irrtum" kann man da sprechen. Deren Folgen wir heute (2018) mit bloßem Auge sehen (wenn wir es denn sehen wollen und Antworten nicht am falschen Ort suchen). Weil alle diese "neuen Sichtweisen", die wie ein Albdruck auf allen lastete, die diese Zeit erlebt haben, zu einer völligen Zerrüttung der Lebensläufe führten. Weil sie die Menschen massenhaft, ja "allgemein" zu Lebensentwürfen führten und nach wie vor führen, die kaum noch ein Leben gelingen lassen, und den Westen zu einer nebligen Landschaft in Ruinen gemacht haben. Wo alle nur noch damit beschäftigt sind, irgendwie ihre Leben in allen Grundlagen so irgendwie wenigstens noch "zusammenzuhalten".*

Aber diese Lüge war enorm effektiv. Sie hat viele, sehr viele Menschen regelrecht auf den Kopf gestellt. Fortan war nicht mehr die menschliche Geistigkeit sein eigentlichstes Ziel, die Freiheit, die aus der Freiheit von der Begierde stammt, und die es ermöglicht, sein körperliches Verlangen in die Ordnung der Vernunft zu stellen. 

Das gesamte öffentliche Klima sexualisierte sich stattdessen. Zeitungen, Filme, Fernsehen, Werbungen, Mode, ja der gesamte Umgang der Menschen miteinander. Die freudianische Psychologie wurde zur Modelektüre, Reich, Foucault wurden Modeautoren die endlich zeigten, wie der Mensch wirklich war. Neben einer nie gesehenen Rolle des Darwinismus als angeblich sicheres Wissen, als dem sichersten Weg, die bisherige Moral über das Menschenbild auszuhebeln, weil zu relativieren.


Teil 2) Von denen, die sich laisieren ließen, 
und von denen, die häufiger in die Seminare kommen




*Dieser Gedanke kam dem VdZ, als er vor einigen Wochen zufällig einige Folgen der britisch-amerikanischen angeblichen Erfolgs-, ja Kultserie "Shamless" (nomen est omen) sah. Es ist erschütternd zu sehen, wie sehr diese Geschichten einerseits aus dem Leben gegriffen sind, anderseits damit umso deutlicher den Zustand der Gegenwart zeigen. In dem alle Menschen völlig haltlos wie in Panik um sich schlagen, um wenigstens so irgendwie etwas, das sie als ihr Leben begreifen, zusammenzuhalten.  Die Filme sind ein unglaublich zutreffendes, realistisches Bild der Gegenwart, ja ein Kaleidoskop. Und deshalb ein Spiegel der Sonderklasse, der nur schwer erträglich weil so abstoßend ist.





*070518*