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Samstag, 14. März 2020

Die einzige wirkliche Pandemie

Die Fälle gleichen sich aufs Haar: Corona-Panik und Klima-Panik sind aus demselben Holz geschnitzt, stammen von demselben Virenstamm ab. Man weiß eigentlich gar nichts, wörtlich, wie diesmal der Wiener Professor und Virologe Christoph Steininger bewundernswert nüchtern feststellt.

Worauf läuft es dann aber hinaus, wenn man den Alltag so extrem zurückfährt wie derzeit in halb Europa? Wozu und worin sind Maßnahmen gut, die der Universitätsprofessor seltsamerweise so gut findet, wenn man gar nicht weiß, wofür oder wogegen sie gut sind? Die lediglich alles verhindern sollen, weil man einfach JEDES Risiko ausschließen möchte? Jedes? Dann könnte es glatt sein, da dieses Risiko gar nicht besteht. Wer aber handelt so?

Hören wir Steininger weiter zu, dann werden wir schlauer. Er sagt: Die guten Maßnahmen dienen dazu, "ein mögliches uneinschätzbares Risiko" zu reduzieren. Was ist das bitte: "Ein mögliches uneinschätzbares Risiko"? Ist das wirklich ein Kriterium, nach dem wir unser Leben richten sollen, und uns deshalb - wie Kaninchen in der Mulde - (wovor aber?) einfach vorsichtshalber mal ducken?
Wie viele dieser möglichen uneinschätzbaren Risiken gibt es denn, wenn man schon mal zu zählen anfängt? Drei? Fünfzehn? Oder sind es nicht sogar zehntausend?
Alles also ist auch beim Coronavirus ein "könnte", "würde", "wenn - dann", "dann wäre" usw. usw. usf. Wir kennen das ja vom Klima schon. Und worauf baut das auf? Der Uni-Dozent und Statistiker und Philosoph William M. Briggs sagt es schon sehr lange, und er ist damit nicht alleine: Es baut auf fragwürdigen, völlig irrationalen Wahrscheinlichkeitswerten auf. Man sollte deshalb die Wahrscheinlichkeitsrechnungen aus dem Wissenschaftsbetrieb eliminieren, restlos.

Denn sie führen in ihrer absurden Verwendung als "Wahrscheinlichkeit von Ereignissen" gerade dort, wo zu wenig bekannt ist, dazu, Wissenslücken "zu füllen" - und führen damit zu einer Scheinsicherheit, die wissenschaftlich gesehen völliger Humbug ist, sich aber deren Methoden bedient. Denn weil die Formeln so schön blinken und laufen wie geölt, gilt dieser Humbug weithin als "wissenschaftlich" oder gar "erwiesen".

Wie ist das also beim Coronavirus? Von dem man nichts weiß? Von welchem Risiko spricht man dann überhaupt? Oder reden wir vom Risiko der "Vorerkrankung", so daß man also wenn man bereits krank ist durch eine weitere (kleine) Krankheit stirbt? Was ist daran neu, was ist daran sensationell?

Ist deshalb dann der Coronavirus tödlich, von dem Betroffene wie Karl von Habsburg sagen, daß sie sich nicht einmal besonders krank fühlen, sondern lediglich mit ein wenig Husten, ein wenig Kopfweh, ein wenig Fieber durchs Haus schleichen? Wäre der ohne Diagnose, der er sich so vorbildlich (O-Ton Fellner) überantwortete, woraufhin ein beeindruckend perfekter (O-Ton Habsburg) Behördenapparat die Herrschaft über sein Leben übernahm, überhaupt "krank" gewesen? Aber was ist es dann, das die Menschen "durch den Coronavirus" ums Leben bringt, so daß die hervorragenden Maßnahmen berechtigt sind, die das gesamte Leben immer schwerer würgen (und enorm viel Arbeit = Geld verschlingen)? 

Mehr, wirklich mehr als die nächste Chance, in der Politiker und eine gelangweilte Pseudoelite beweisen können, daß ihre Maßnahmen gegriffen haben, weil irgendwann die Katastrophe als abgewendet gilt, wie dann jeder mit eigenen Augen sehen kann? (Wobei: Was sehen die Menschen jetzt?) Die Katastrophe, die "eintreffen hätte können" ist dann ja abgewandt?

Fürchten wir aber nicht generell einfach schon, wie beim Klima, daß etwas geschehen könnte, das schrecklich ist, auch wenn wir gar nicht wissen, warum das geschehen sollte, sondern es einfach "für mehr oder weniger wahrscheinlich - nein, sondern sogar für "möglicherweise wahrscheinlich" - halten? Verhält sich so nicht jemand, der durch einen absolut unbekannten Dschungel schleicht, wo hinter jedem Baum ein tödlicher Kumwans hervorspringen könnte?

Sind wir also nicht wieder dort, wo der Wiener vor hundertfünfzig Jahren schon mal war: Wo man fürchtete, daß ein Komet käme, der auf der Erde alles auslöschen würde. Käme er. Sollten wir also nicht Vorsorge treffen? Oder noch alles austrinken, was an Vorräten da ist, weil es dann ohnehin nutzlos wird.
Verantwortung geht mit Mächtigkeit einher, und Mächtigkeit mißt sich nur an Einschätzbarem, an Gewußtem also.
Geht man davon aus, geht man wirklich davon aus, daß Verantwortung heißt, jede "mögliche uneinschätzbare Gefahr" zu vermeiden, dann wäre verantwortliches Handeln nur noch, jeden Tag gleich im Bett zu bleiben. Aber leider, leider trifft diese Fake-News, zu der das öffentliche Narrativ mehr und mehr verkommt, und zwar als Ganzes, auf eine Generalstimmung des verzweifelten Wünschens (gar nicht einer wirklichen Hoffnung, also), daß endlich etwas in diesem Sch...-Leben passiert, das in den Folgen und Konsequenzen unserer verfehlten Vergangenheit sich mehr und mehr wie in Eisblöcke hüllt.
Wir leben in einer Kulturstimmung, in der immer mehr Menschen hoffen, daß endlich eine Kraft kommt, die ihr Leben auf eine andere Spur drischt. Weil sie aus eigener Kraft in der angeblich so tollen Autonomie ihres Lebens seltsamerweise doch keine Kraft haben, ihrem Leben eine befriedigendere Form zu geben. Als Gestalt, die auch nur annähernd bleibt. Stattdessen leben sie in Ruinen, die sie nicht mehr auf ein schönes Gebäude hin Stück für Stück korrigieren, sondern nur nur noch stehen lassen, auf ein unbekanntes Irgendwo hin verlassen wollen. In der irrationalen Hoffnung, also in dem Wünschen, daß es noch "unentdecktes fernes Land" gibt, in dem dann alles anders ist.
Ist Indiz für diese Aussage nicht, mit welcher Bereitschaft, ja mit welchem vorauseilenden Gehorsam die Menschen unserer Länder und Völker nunmehr Einschränkungen ihrer "Freiheit" auf sich nehmen, die sie sonst doch angeblich alle los wurden? Ist es nicht sogar so, daß auch wir, Sie, werter Leser, der VdZ, in uns eine Neigung entdecken, die aus unseren Seelentiefen zu kriechen scheint, in der wir selbst mehr und mehr Vorsichten hegen, und die verhängten "Maßnahmen" sogar noch verfeinern und übertreffen? Glauben Sie, geneigter Leser, wirklich, daß das WEGEN der "uneinschätzbaren Gefahr" einer Coronapandemie ist?
Könnte man - das alles vor Augen - hier nicht von etwas ganz Seltsamem sprechen? Ist dies nicht das Indiz auf eine tiefe Sehnsucht nach Gott, den wir aber nicht mehr so nennen dürfen? 
Die Corona-Panik ist zudem nicht der einzige Fall, in dem sich "Sonderbares" vor unseren Augen abspielt. Solche Fälle mehren sich auffällig und werden immer totaler, immer lebensbestimmender. Weil die Gefahren wachsen? Nein.
Weil sie einer Kulturstimmung entsprechen, die uns allesamt erfaßt hat. Einer Kulturstimmung, die sich einen Gott zurücksehnt, der Herr der Ereignisse ist. Weil es die Ereignisse sind, die wir nie beherrschen können, weil sie immer aus der Hand ... der Götter, des Gottes kommen. Wir haben das nur vergessen, es kommt in unserer Erzählung, dem allgemeinen Narrativ, nicht mehr vor. Und doch wissen wir davon, in unserem tiefsten Inneren.
Daß es so weit kommen konnte ist nicht unvorhersehbar und uneinschätzbar gewesen. Sondern wir haben es hier mit dem Ende eines Kulturstromes zu tun, und zwar mit einem Versagen der Aufklärung, auf das diese von Anfang an ausgerichtet war: Auf den Tod des Gottes, aus dem alles stammt. Wir werden an dieser Stelle noch genauer ausbreiten, warum das so ist, warum eben dies aber nun an ihr Ende gekommen ist, und weswegen wir nun erleben, wie sie ins Gegenteil umschlägt: In ein Zeitalter des Irrationalen, in dem "Wissen" nur noch "beweisen", absichern soll. Umso vehementer bestehen wir auf dessen Autorität, weil es Gott legitimieren soll. Weil es den logos in sich birgt, diese alles Seiende durchwirkende, formierende, dynamische, zielgerichtete Grammatik des Seins - also Gottes. Er erst ist die legitimierende, damit befreiende Wahrheit.
Wahrheit als Übereinstimmung von Denken und Wirklichkeit ist somit eine personale Kategorie, kein Zählergebnis wie beim Abakus. Sie ist auch nicht nur Voraussetzung jedes Lebens, sondern sie beruht auf der Autorität der Person, die Wahrheit ist - weil Gott in der Wahrheit fleischlich wird. Weil es aber keine Person ohne umgreifende, dynamische Ordnung gibt, auf der die Autorität einer uns vorausgehenden, heiligen Ordnung beruht, in der jede Person steht und von der sie kündet, ist diese Sehnsucht auf eine Person ausgerichtet.
Was wir damit heute erleben ist nicht das Produkt eines uneinschätzbaren Risikos gewesen. Es war absehbar. Es ist aber den Kräften des skrupelloseren "Stärkeren" erlegen, es ist Kräften personalen Streits um die Herrschaft in der Welt erlegen. Um in solchem Kampf zu siegen braucht es kein Wissen und keine Wahrheit. Es braucht lediglich die Unverfrorenheit und Ungebundenheit der Entsittlichung.
Insofern kann man sogar mit Recht sagen, daß der drohende Totalschaden aus dem sogenannten Coronavirus ebenso wie aus der sogenannten Klimakatastrophe Folgen der Sittenlosigkeit der Menschen sind. Die einem Totalschaden der Vernunft gleichkommen, weil diese eine Antwort auf die Gestalt einer Person ist. Und diese Person ist Gott.


*130320*