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Donnerstag, 30. Januar 2020

Eine Welt im Etikettenrausch (1)

Der englischen UCU - Union of Colleges and Universities - gehen die jüngst in Großbritannien beschlossenen Gesetze zu wenig weit. Das berichtet die britische Daily Mail online. Es reicht (bei ansonstiger Strafe) nicht, wenn festgesetzt wird, daß jeder Mann, der von sich behauptet, eine Frau zu sein, unabhängig von seiner anatomischen Verfaßtheit*, auch das Recht hat, als Frau akzeptiert zu werden. Vielmehr muß das auch für das Recht gelten, sich rassisch einzuordnen. Es muß auch die Zuordnung zu einer Rasse unabhängig von der Hautfarbe oder sonstigen Merkmalen möglich sein. 

Sacha Baron Cohen als "Ali G"
Und es gibt ja solche Anlässe. Wie jener spektakuläre Fall in London, wo der Schauspieler Anthony Lennon - mit irischen Eltern - bei Gericht durchsetzte, daß er zukünftig als "black" zu gelten habe. Die Lösung ist plausibel: Er ist ein "wiedergeborener Afrikaner."

Ein Fall ganz eigener Güte ist der des Komikers Sacha Baron Cohen. Der in den USA mit seinem artifiziellen Charakter "Ali G" Aufsehen erregte. In dieser Rolle entgegnet Baron jedem, der ihn kritisiert, mit: "Sagen Sie das, weil ich schwarz bin?"

Gleichzeitig werden die Berichte immer häufiger, in denen Lehrende an Universitäten berichten, daß sie wahren Haßstürmen ausgesetzt werden, weil sie sich geweigert haben, Menschen anders zu beurteilen als wie sie sich anatomisch zeigen. Die Folgen sind oft schwerwiegend. Sie werden von den Universitätsleitungen von jedem öffentlichen Diskurs ausgeschlossen.

Es geht nur um die Etiketten, nicht um die Dinge selbst. Wir erkennen das daran, daß heute alles beschriftet und "erklärt" ist. So soll unser Erkennen nach gesollten Identifikationen orientiert werden, nicht an der Realität.

Wir erinnern uns, wie alles begann? Als im 15. und 16. Jahrhundert einige Leute begannen zu behaupten, daß etwas sein Sein verlieren könne, obwohl es noch da (also: seiend, also Anteil am Sein habend) sei. Und daß Etwas etwas anderes sein könne, obwohl es sich gar nicht verändert habe. Wie nannte man die? Ach ja, es fällt dem VdZ wieder ein. Protestanten. Als das Verhalten von Kindern, die eine Realität (bzw. die dahinterstehende Wirklichkeit), der sie ausweichen wollen, dadurch "wegschaffen", indem sie die Augen zumachen und ins Land der Phantasie ausweichen.

Direkt damit in Zusammenhang steht und stand die Auflösung des Handelns als Ausdruck des Seins, damit der Gestalt, durch Umwandlung in technische Funktion. Das heißt nicht weniger als daß diese Entwicklung, die mittlerweile zu totaler Verwirrung führt, und in der "Gleichberechtigung von Mann und Frau" als "westlicher Wert" gilt, auf dieselbe prinzipielle Unlogik zurückzuführen ist. Und über die frühkindliche Prägung Persönlichkeitsschwäche (als Identitätsschwäche) begründet, und darin das gesamte Erkenntnisfundament zerrüttet.**

Die Welt ist aber sinn-, nicht inhaltsbasiert! Inhaltsbasiertheit bedeutet nicht weniger als den sinnlosen Versuch, die Welt aus sich selbst heraus zu begründen.


Morgen Teil 2)




*181119*