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Donnerstag, 9. August 2018

Nun ist die Theorielücke gefüllt - Die Sonne und die Erde

Hier wird es natürlich interessant, und es scheint wirklich Bewegung in die Sache zu kommen: Es geht um die physikalischen Mechanismen, die bislang noch nicht nachgewiesen waren, die den hier schon vor Jahren vorgestellten Prozeß der Wolkenbildung in Verbindung von kosmischer Strahlung und dem Einfluß der Sonne darauf beschreiben können. Der dänische Forscher Henrik Svensmark hat sich seit vielen Jahren dem Studium dieser Vorgänge gewidmet. Nun ist er mit einer Studie an die Öffentlichkeit getreten, in der er erstmals die Prozesse der Ionisierung von Schwebeteilchen in der Atmosphäre nachgewiesen hat. Im hundertmal wiederholten Experiment hat er nun den Beweis geliefert, daß es sich so verhält. Dieser Mechanismus hat den Theorien dazu bislang gefehlt.

Er kann sich dabei aber auch auf umfangreiche Studien des Briten Jasper Kirkby beziehen, der bereits 2008 solche Vorgänge als mehr als wahrscheinlich dargestellt hat. Zu auffällig und vielfältig sind die statistischen Korrelationen zwischen Sonnentätigkeit (Sonnenflecken) und dem Klima auf der Erde. Nahezu alle früheren Großperioden (römische Warmzeit, mittelalterliche Warmzeit, neuzeitliche Eiszeit, die Erwärmung der Jahrzehnte 1970 bis 1999) lassen sich so, wenn schon nicht erschöpfend, denn doch grosso modo erklären. Denn diese Wirkzusammenhänge dürften "träge" funktionieren, also nicht kurzfristig.

Natürlich wirken noch andere Faktoren. Deren wichtigster das Magnetfeld der Erde ist, darüber herrscht Einigkeit.  Aber ebenso gibt es zyklisches Verhalten der Ozeane, ohne daß diese Vorgänge schon ausreichend erforscht wären, die sich aber zweifellos auf das Weltklima auswirken. 

Ein bekanntes Beispiel ist der "El Niño", der für die Jahre 1995-97 einen Wärmeschub brachte, der nunmehr aber weg ist, so daß die Erdtemperatur wieder auf das Niveau davor zurückgegangen ist. Und dieses Niveau zeigt seit 1999 einen sogenannten "Hiatus", also einen Stillstand, was nicht einmal mehr das IPCC bestreitet. (Bis noch vor wenigen Jahren wurde man für diese Tatsachenfeststellung als "Klimaleugner" gesteinigt, und mit "wissenschaftlichen Beweisen" überhäuft, daß das nicht so sei. Nun - es ist doch so.) 

Das heißt, daß sich seit 1999 die Erde NICHT mehr erwärmt hat. Über die Gründe dafür gibt es viel Spekulationen, eine davon betrifft eben ... die Sonne. Ein Einfluß, der bisher in der Wissenschaftsgemeinde der Katastrophenpropheten verschwiegen wurde.

Freilich, zusätzlich haben Ereignisse Einfluß, die die Erde auf ihrer Wanderung durch das Weltall betreffen. Denn auch dabei verändern sich die kosmischen Einflüsse (Strahlung), je nachdem, wo sich die Erde bzw. das Sonnensystem gerade befindet, und was auf diesem Weg rundum quasi passiert. Im besonderen Supernovae (also Ereignisse, die man als Sternenexplosion deutet) sind hier zu nennen. Es dürfte bekannt sein, daß sich das Sonnensystem wie auf einer DNA-Spirale durchs Weltall bewegt. Zumindest werden die Beobachtungsdaten so interpretiert. Auch der ellipsoide Abstand Erde - Sonne ist nicht immer gleich, und selbst die Erdachse schwankt ("taumelt"). Alles bewegt sich, alles regt sich. Ständig. Denn in der Aktivität hat das Seiende erst Anteil am Sein.

Daß die Sonne sich auf das Erdklima auswirkt ist unbestreitbar

Daß aber die Sonne und ihre Aktivität Einfluß auf das Erdklima hat, darüber kann kein Zweifel bestehen. Die Streitfrage ist nur, wie hoch er ist. Und ob er alles erklärt. Kirkby ist hinsichtlich der Einschätzungen von Svensmark etwas zurückhaltender. Er meint, daß dieser Einfluß kleiner ist, als Svensmark ansetzt. Der wiederum meint, daß auch wenn man davon ausgehen muß, daß dieser Einfluß für kaum zwei Prozent der Wolken (in niederen Atmosphärenschichten) - die eindeutig abkühlend wirken - angenommen werden kann, diese Menge als weitreichende Erklärung ausreicht. Denn immerhin geht es bei der Frage um die Erderwärmung ja auch nur um Zehntelgrade.

Der Mechanismus sei hier noch einmal in Kürze erklärt: Die Sonne bildet je nach Aktivität ein Magnetfeld, das auch die Erde umfaßt. Dieses Magnetfeld ist je nach Stärke dafür verantwortlich, wieviel kosmische Strahlung auf der Erde eintritt, wo sie in den unteren Luftschichten eine Ionisierung der Partikel bewirken, die sich zu jener Größe verklumpen, an der dann Luftfeuchtigkeit kondensiert, zu Wolken und zu Regen führt. Also zweimal abkühlend wirken, durch Regen und durch die Reflexion der Sonnenstrahlen auf der Oberseite. Wenn die Sonne hohe Aktivität zeigt - erkennbar an den Sonnenflecken - ist das Magnetfeld stark. Deshalb bilden sich auf der Erde weniger Wolken, und die Erde heizt sich auf. Das verlinkte Video auf youtube erklärt es umfassender.

Das läßt sich auch in der Geschichte nachweisen, denn Sonnenflecken werden seit 2000 Jahren beobachtet. Ist die Sonne hingegen passiv, zeigen sich also wenige oder keine Sonnenflecken, kühlt die Erde ab. Denn nun ist das "schützende" Magnetfeld schwächer, und es kann mehr kosmische Strahlung eintreffen. Damit bilden sich mehr Wolken, usw. usf. Diese Sonnenfleckentätigkeit verläuft, soweit kann man das schon sagen, in Zyklen, und zwar in mehreren Zyklen, die einen kurzfristiger, die anderen langfristiger. In Phasen, wie der neuzeitlichen kleinen Eiszeit (16. - 19. Jahrhundert), wo Europa jahrhundertelang unter großer Abkühlung litt, sind sogar mehrere dieser Zyklen in ihrer Abwärtsbewegung zusammengetroffen. Eine ähnliche Entwicklung dürfte uns im nächsten Jahrzehnt bevorstehen, das nur nebenbei.

Aber das ist schon lange klar

Freilich, daß diese Zusammenhänge bestehen, hat bereits Kirkby in einem interessanten Papier früher festgestellt. Worin Kirkby auf jeden Fall mit Svensmark übereinstimmt ist, daß beide (und nicht nur sie) meinen, daß dieser Einfluß in allen gängigen Klimamodellen sträflich vernachlässig wurde. Ja hier ging man sogar davon aus, daß die durch die Industrie und die Verbrennungsvorgänge höhere Emission von Aerosolen (also kleinen Partikelchen) eine faktisch kühlere Erde vortäuscht, daß es also eine "versteckte Erwärmung" gebe, die bei weniger Emissionen wirksam werde. Die wiederum ist dem CO2 zuzuschreiben. In jedem Fall sind sowohl Kirkby als auch Svensmark der Ansicht, daß dabei die Reihenfolge UMGEKEHRT zu sehen ist: Es wurde also immer ZUERST wärmer, und DANN stieg (als Folge) das CO2 in der Atmosphäre. Daß dieses sich erwärmend auswirkt, bestreiten beide nicht. Die Frage ist nur: wie sehr?!

Seit Jahren ist nun zu beobachten, daß zumindest der Einfluß des CO2 auf die Erdtemperaturen (die sogenannte "Klimasensibilität") selbst vom IPCC (dem Intergouvernemental Panel of Climate Change, das bekanntlich selbst KEIN wissenschaftliches Gremium ist, sich nur deren bedient, selbst aber eine politische Einrichtung ist) immer geringer angesetzt wurde. Kirkby und Svensmark sind neben vielen anderen Klimawissenschaftlern der Meinung, daß er immer noch um 50 Prozent zu hoch angesetzt wird. Angeblich hat jüngst das IPCC diesen Einfluß tatsächlich noch einmal heruntergesetzt, wie dieser spannende, ausgezeichnet zusammenfassende Artikel auf Achgut darlegt. 

Wo Ulli Kulke von der Tatsache schreibt, daß dieses Thema - Sonneneinfluß aufs Weltklima - von sehr vielen Klimaforschern bisher wie die Pest gemieden wurde. Zu verliebt sind sie in die Idee des bösen CO2, zu viele Reputationen hängen daran. Das sei der Grund, warum über diese wichtigen Zusammenhänge ein weiter Bogen gemacht und seine Vertreter (wie es Svensmark passiert ist) als unwissenschaftlich verleumdet wurden. Und das ist der Grund, warum in den Medien bislang so gut wie nichts über diese wichtigen Erkenntnisse zu lesen war.

Auch darum waren die bisherigen Modelle falsch

Nur einen Punkt wollen wir hier noch herausgreifen, denn er ist für die bisherigen Modellannahmen (und den daraus erstellten Prognosen, die bekanntlich allesamt weit über den tatsächlich gemessenen Temperaturen liegen, also falsch sind) von großer Bedeutung. Andere Studien - wir haben auch darüber vor Jahren schon hier berichtet - belegen nämlich etwas anderes. Bisher ist die Klimamodellrechnung nämlich davon ausgegangen, daß die derzeit gemessenen Temperaturen durch die oben erwähnten Industriewolken etc. niedriger sind als sie sein müßten. Schon gar verglichen mit denen in vorindustriellen Zeiten, wo es diese Wolken NICHT gab. 

Die erwähnten Studien, die längst als etabliert gelten, haben gezeigt, daß das nicht zutrifft. Es gab auch VOR der Industriezeit bereits ähnliche Faktoren, und die sind ... Baumsamen! Wenn weniger Industriewolken in der (niedrigen) Atmosphärenschichte sind, kommen sie zum tragen. Es sind dann die Bäume (!), die für jene Aerosole (Partikel) in der Luft sorgen, die durch Ionisierung durch kosmische Strahlung groß genug werden, daß Wasser an ihnen kondensieren kann - das sind die Wolken, die den Regen bringen. 

Die bisherige Annahme der Klimamodelle, daß also vor der Industrialisierung der Himmel "wolkenfrei" war, daß also eine ohnehin höhere Grunderwärmung vorlag als heute, sodaß die Temperaturen zu Warmzeiten etc. ausreichend erklärbar sind, ist schlichtweg falsch. Es gab auch VOR dem Industriezeitalter diese Wolken, nur waren sie den Bäumen zuzuschreiben. (Im besonderen übrigens den Pinien.)






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