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Freitag, 25. November 2016

Und wer spricht von den schlechten Früchten?

Das Seltsamste am Argument über Medjugorje ist, daß man von "guten Früchten" spricht, und dabei die zahllosen "schlechten Früchte" ignoriert. Zahllose Scheidungen, die sich darauf zurückführen, die zahllosen Lügen, sexueller Mißbrauch  (u. a. von Pilgern durch beteiligte Priester), all der Ungehorsam,, all die zahllosen aberwitzigen Vorkommnisse rund um die Erscheinungen selber, alle offensichtlichen Fragwürdigkeiten rund um die "Seher" und deren franziskanische Betreuer, theologische Absurditäten und Unvereinbarkeiten, und letztendlich sogar ein Bürgerkrieg - alles wird von der Öffentlichkeit der Befürworter ignoriert. Sogar offensichtliche Absurditäten, die zum Teil das Video dokumentiert vorstellt.

Gerade an den Befürwortern wird aber ein Teil des grundsätzlichen Problems selbst sichtbar. Bis hin zu einer Heilsgewißheit (ja, gut, über das Fegefeuer ...), die gegen alle Tradition ist. Zwei Bischöfe haben es dezidiert abgelehnt, die jugoslawische Bischofskonfernez hat Medjugorje abgelehnt ... aber, sagt Jones, Franziskus ist nicht "Herr über sein Pontifikat." Und das waren die letzten Päpste allesamt nicht.

Eines der Hauptprobleme ist etwa, daß verheißen wird, daß egal was die Kirche bisher sagte - hier ist die direkte Botschaft von Gott, vergiß alles andere. Die Kirche wird im Grunde unnötig. Eigentlich das sicherste Zeichen ... wäre da nicht dieser ... Papst. Aber die Hauptprobleme haben begonnen, als man mit der polnischen "Solidarnosc" 1980 begann, über die Kirche in großem Umfang Geld (aus US-Quellen) zu waschen und über diese Schiene in den antikommunistischen Kampf einzuschleusen. Die Franziskaner in Medjugorje haben eine eigene Bank gegründet. Um die beträchtlichen sexuellen Aspekte (und Mißbrauch) nicht zu vergessen. Dazu kommen absurde Aussagen der angeblichen Erscheinungen der Gottesmuter, die eindeutig nicht katholisch sind.

Was würde der Leser sagen, wenn die Gottesmutter auf einer der Reisen (in die USA) der "Seherkinder" eine nächste Erscheinung für 20 Uhr am nächsten Tag ansagt, wonach sich herausstellt, daß sich das mit einem Basketballtermin in der derselben Halle überschneidet - woraufhin die Gottesmutter die Erscheinung um eine Stunde vorverlegt ...

Nach den bisherigen, nach den traditionellen Kriterien für Erscheinungen müßte Medjugorje, wie sie u. a. von Benedikt XIV. definiert worden waren, automatisch längst als "NICHT übernatürlich" eliminiert sein.

Das Problem gründet aber schon in Johannes Paul II. Denn er hat Medjugorje als Teil seiner Anti-Kommunismus-Strategie angesehen. Deshalb, und nur deshalb hat er nie etwas gegen Medjugorje unternommen. Es war instrumentalisierter Teil des Kreuzzugs gegen den Kommunsimus, zu dem sich die Kirche vereinnahmen hat lassen, und deshalb in Karol Woityla (Johannes Paul II.) ganz persönlich motivert.

Daß Benedict XVI. zurückgetreten ist ist auch ein deutliches Signal, daß die Kirche unregierbar geworden ist.









*011016*